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Nightingale78

vor 1 Monat

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Meine Meinung

Die Geschichte beginnt damit, dass die inzwischen Erwachsene Ira darauf hinweist, dass sie die folgenden Geschehnisse durch Tagebucheinträge aus ihrer Kindheit erzählen wird. Der Wechsel in diese Perspektive ist entsprechend kindlich. So versetzte sich die Autorin ganz offensichtlich in ein 10-jähriges Kind, was natürlich auch Auswirkungen auf die Sprache hat.

Als Leser bekam ich so das Gefühl, die Geschichte persönlich von der kleinen Ira erzählt zu bekommen. Obwohl sich der Schreibstil manchmal etwas holprig las, gefiel mir die Idee sehr und man gewöhnt sich auch mit der Zeit daran.
Unaufgeregt, leise, aber nicht minder gefühlvoll bringt Ira den Leser dazu, sich für sie und ihren kleinen Bruder Zac schnell zu erwärmen. So bekommt man ein sehr realistisch wirkendes Bild vom Leben eines Heimkindes. Die Hoffnung auf ein warmes Zuhause und Liebe, das ist alles wonach sich Ira und Zac sehnen. Und doch scheint dieser Wunsch unendlich weit weg.
Ira reist mit dem Leser durch die Jahreszeiten. Lassen uns an ihrem und Zacs Leben und Rückschlägen im Heim teilhaben. Wir fahren mit ihnen aufs Land, wo wir auf die liebenswürdige Martha treffen. Bei ihr im malerisch, idyllischen Appleton House verbringen die Kinder ihren Sommer.

Dieses kleine Büchlein beinhaltet eine Geschichte, die ans Herz geht. S.E. Durrant zeigt auf rührselige und glaubwürdige Weise durch die Perspektive der kleinen 10-jährigen Ira, wie zerbrechlich das Herz und groß die Hoffnungen eines Kindes sind. DER HIMMEL ÜBER APPLETON HOUSE ist ein nicht makelloses, aber sehr gefühlvolles Buch.

Autor: S. E. Durrant
Buch: Der Himmel über Appleton House
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