Wintersong

von S. Jae-Jones 
3,9 Sterne bei74 Bewertungen
Wintersong
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Eine Entführung in die Sage des Erlkönigs und die Welt der klassischen Musik - einfach ergreifend schön

Kritisch (10):
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Leider nicht überzeugend

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Inhaltsangabe zu "Wintersong"

An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet.Seit ihrer Kindheit kennt die 18-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492704588
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Janine1212s avatar
    Janine1212vor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Entführung in die Sage des Erlkönigs und die Welt der klassischen Musik - einfach ergreifend schön
    Wintersong

    Inhalt:


    „An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet. Seit ihrer Kindheit kennt die 18-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie ..“


    Meine Meinung:


    „Wintersong“ von S. Jae-Jones hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, als ich es aus der Bookish-Prophet Box bekam. Doch nicht nur das Cover hat einen guten Eindruck auf mich gemacht, sondern auch der Klappentext klang für mich sehr ansprechend.

    Bisher habe ich ja schon einige Male in meinen Rezensionen davon gesprochen, dass ich ein absoluter Märchenfan bin und da kommt eine Anlehnung an die Sage des Erlkönigs natürlich super bei mir an.


    Dabei gibt es in diesem Roman zwei wichtige Komponenten die hier zusammenlaufen:

    Zum einen die Sage um den Erlkönig, voller Düsternis und

    zum anderen die Welt der Musik und zwar klassische Musik mit vielen Hinweisen auf sehr bekannte Werke.

    Und Zweiteres war für mich ein wirklich toller Bonus, da ich in meiner Freizeit ebenfalls ab und an sehr gerne klassische Musik höre und die Kombination von dieser Art von Musik gar nicht aus Büchern kenne.


    Daher direkt ein Tipp falls ihr euch das Buch zulegen solltet: Hört euch beim Lesen die Musikstücke an von denen die Protagonistin spricht, dadurch wird die Handlung und das Geschehen noch viel lebhafter und fesselnder! (Auch wenn es in dem Buch nicht vorkommt, finde ich Saint-Saëns Danse Macabre beschreibt alles was Liesl passiert so  so gut!)


    Nun aber zur Geschichte: Der Roman wirkte auf mich wie ein ganz langes und etwas ausführlicheres Märchen, was mich sofort mitgerissen hat. Dieses Gefühl von etwas „altem“ hatte einfach einen sehr nostalgischen Effekt auf mich und das hat mir sofort gefallen.  

    Dazu ist die Geschichte auf jeden Fall spannend, aber manchmal auch etwas wirr – was genau den Gefühlszustand unserer Protagonistin Liesl wiedergespiegelt hat. Insgesamt konnte ich mich dadurch sehr stark in Liesel hineinversetzen und nachempfinden, wie hilflos und ratlos sie sich oft gefühlt hat.


    Das Setting war, wie es in vielen nicht-beschönigten Märchen der Fall ist, etwas düster und morbide, was den Eindruck eines richtigen Märchens natürlich hervorgehoben hat. Die Welten in denen Liesl sich bewegt waren dazu sehr interessant, hätten meiner Meinung aber noch ausführlicher gezeigt werden können. Ich finde, wenn man schon in das Sagenumwobene Reich des Erlkönigs eintauchen kann, könnte man davon auch ausführlich etwas sehen.


    Fazit:


    Mir hat „Wintersong“ sehr gut gefallen und ich finde es etwas schade, dass ich das Buch in einer Art Leseflaute gelesen habe, da ich das Buch nicht verschlungen, sondern eher stockend Stück für Stück gelesen habe und ich finde, dass dies der tollen Geschichte nicht gerecht geworden ist. 

    Ich denke ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal in Ruhe und zu einer, für mich, ruhigeren Zeit lesen, damit ich es vollends genießen kann.

    Ich bewerte „Wintersong“ mit 9/10 Punkten!

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor 2 Monaten
    Gute Idee, mir leider manchmal etwas zu ausführlich erzählt

    Mich hat hier der Klappentext angesprochen. Die Ballade des „Erlkönigs“ verarbeitet in einem Roman, die Idee gefiel mir.
    Ein unheimlicher Fremder, gutaussehend und dennoch abstoßend zugleich- aber eine innere Kraft scheint Liesl anzuziehen- wer ist er? Der Erlkönig? Eine Märchengestalt? Realität oder doch Fantasie?
    Liesl sieht sich selbst im Schatten ihrer schönen Schwester. Die auch noch ihren Jugendfreund Hans heiraten wird- und sie selbst? Doch dann kommt es zu einer Szene auf dem Markt, da ist Liesl sich nicht sicher, ob es wirklich nur die unsere Realität gibt- und nicht doch etwas in den Schatten, geheimnisvolle fantastische Wesen.
    Liesl Schwester verschwindet plötzlich- waren die Früchte eine Art Lockmittel von Wesen, die es eigentlich nicht gibt?
    Die Geschichte liest sich locker und leicht. Aber dennoch gab für mich zu viele Wiederholungen, es wurden Szenen zu lang erzählt, so dass mich die Geschichte dann manchmal nicht so fesseln konnte. Auch Details wie das immer wieder Betonen von kleinen Dingen, wie Eigenschaften der Figuren, das wurde immer wieder aufgegriffen und es war schon beim ersten Erwähnen verständlich und ich fand es nicht gut, immer wieder dieses Details erklärt zu bekommen.
    Es war eine Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte, das hat mir im Kern auch ganz gut gefallen. Die Protagonistin ist 18 Jahre alt. Dann die Atmosphäre im Buch, das geheimnisvolle, ein wenig Gruselige mit den Kobolden, den Ahnungen, die Warnungen, das fand auch ganz gut vermittelt wurden, aber insgesamt hat mich die Geschichte nicht so komplett fesseln können, wie ich es erhofft hatte.
    Ich denke, dass die Geschichte der jugendlichen LeserInnen durchaus begeistern kann, für mich gab es doch einige Längen und Wiederholungen im Roman, aber die Idee dahinter hat mir recht gut gefallen.

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    _Vanessa_s avatar
    _Vanessa_vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Schreibstil, mit der Geschichte, dem Setting und den Charakteren wurde ich allerdings leider nicht warm.
    Tolle Idee, toller Schreibstil, die Umsetzung gefiel mir leider nicht so gut

    Die 18-jährige Liesl ist mit der Sage um den Erlkönig aufgewachsen, der am Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenzen zwischen den Welten verschwimmt, zwischen den Menschen wandelt um sich eine Braut zu suchen, die er mit in sein Reich unter die Erde nimmt. Je älter sie wird, desto weniger denkt sie an das, was ihre Großmutter ihr einst erzählte, tut es als Märchen ab. Bis zu dem Tag, an dem sie mit ihrer Schwester Käthe auf den Markt geht und von einem geheimnisvollen Fremden eine Flöte geschenkt bekommt. Die Haut der Händler wirkt plötzlich grünlich, das Obst verfault und der Saft des Pfirsichs, der über Käthes Hände läuft, sieht aus wie Blut.. Kaum wieder zu Hause verschwindet Käthe und Liesl muss erkennen, dass die Geschichten um den Erlkönig wahr sind und sich ihre Schwester nun in seinem Reich an seiner Seite befindet.


    Meine Meinung:
    "Wintersong" fiel mir zuerst durch das wirklich wunderschöne Cover auf, welches mir unheimlich gut gefällt. Dazu klang die Inhaltsangabe auch noch verdammt gut und genau nach meinem Geschmack.. Es war um mich geschehen, ich musste es haben und lesen. Als ich dann die ersten recht negativen Stimmen gelesen habe, war ich ein wenig demotiviert. Gepaart mit einer anhaltenden Leseunlust hat es dann lange gedauert, bis ich endlich zu dem Buch gegriffen habe.

    Positiv aufgefallen ist mir sofort der Schreibstil der Autorin. Dieser las sich, in meinen Augen, unheimlich toll, sehr angenehm, flüssig und fast schon poetisch! Für mich ein großer Pluspunkt, da ich solche Stile meistens ganz gerne mag, ich bin mir aber sicher, dass es nicht jedem so geht und manch einer den Schreibstil gewöhnungsbedürftig findet.

    S. Jae-Jones erzählt die Geschichte im Ich-Erzähler aus der Sicht von Protagonistin Liesl. Mir persönlich blieb sie leider fern, ich konnte keine Verbindung zu ihr aufbauen und mich nicht in sie hineinversetzen. Ich empfand sie als blass, sie konnte mich nicht richtig überzeugen. Mit den anderen Figuren ging es mir leider genauso.

    Auch mit der Geschichte hatte ich so meine Probleme. Ich liebe düstere Settings, "Wintersong" schien da genau meinen Geschmack zu treffen. Winterlich und im Reich des Erlkönigs, der Liesls Schwester Käthe in seinen Fängen hält, tief unter der Erde.. Das Buch hätte wirklich zu meinen Highlights zählen können!
    Leider konnte ich mit der Umsetzung dieser Idee nur wenig anfangen. Ich hätte gerne vorher gewusst, dass es in Bayern irgendwann vor hunderten (??) Jahren spielt, dann wäre ich vermutlich ganz anders an die Geschichte herangegangen und wäre nicht so irritiert gewesen, vor allem von den Namen. Aber auch wenn ich diese Information vor dem Lesen gehabt hätte, hätte mich die Autorin vermutlich nicht mehr überzeugen können. Zwar war ich immer neugierig, wie es mit Liesl und Käthe weitergeht, doch "Wintersong" konnte mich nie packen und ich wurde auch an keiner Stelle so richtig warm mit dem Buch. Stellenweise habe ich mich, so ungern ich es sage, sogar ein wenig gelangweilt und empfand die Handlung einfach nur als unheimlich lang gezogen und konnte einige Dinge nicht so ganz nachvollziehen.
    Es geht viel um Musik, klassische Musik um genau zu sein, und es wird mit Fachwörtern um sich geworfen. Vor Kurzem habe ich ein anderes Buch gelesen, in dem Musik eine große Rolle spielt, und habe es sehr genossen.. Hier konnte ich leider überhaupt nichts damit anfangen, da mich die Autorin einfach nicht abholen konnte. Ich war sogar schon fast ein wenig genervt davon..

    "Wintersong" ist der erste Band einer, so weit ich weiß, zweiteiligen Reihe. Ohne mir den Klappentext der Fortsetzung, auf englisch schon unter dem Titel "Shadowsong" erschienen, angesehen zu haben, muss ich sagen, dass ich mir nicht so richtig vorstellen kann, wie S. Jae-Jones die Geschichte weiterführt. Ich persönlich kann und werde mit dem Ende von "Wintersong" leben, ich empfand es als abgeschlossen, mehr oder weniger zumindest.

    Fazit:
    "Wintersong" ist ein Buch, welches mir von der Grundidee unheimlich gut gefiel und welches mit dem düsteren Setting und der Geschichte eigentlich genau mein Geschmack trifft. Leider konnte mich die Umsetzung nicht so richtig überzeugen, mit der Geschichte und den Charakteren wurde ich nicht warm.. Ein Pluspunkt für mich: Der Schreibstil der Autorin, den fand ich unheimlich toll!


    Die Rezension ist zuerst auf meinem Blog "Vanessas Bücherecke" erschienen.

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    Freyalas avatar
    Freyalavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Leider nicht überzeugend
    Eher schlecht als recht

    Ich habe vor ein paar Tagen Wintersong von S. Jae-Jones beendet. Ich fand dieses Buch leider alles andere als gut. Die ersten 100 Seiten waren sehr mühselig. Danach wurde die Geschichte halbwegs interessant. Aber leider dümpelte dann alles so vor sich hin. Das Ende war auch irgendwie absehbar. Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Daher kann ich auch nicht mehr wie einen Stern geben. Aber vielleicht gefällt es ja Jemand anderem. Ist ja alles Geschmacksache.

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    Buchfreundin70s avatar
    Buchfreundin70vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Mystisch, Melancholisch und wunderschön! 💖💖💖
    Mystisch, melancholisch und wunderschön! Ich liebe dieses Buch! 💖💖💖


    Worum geht es?

    Liesl lebt in einer Welt, in der alle von Mozart sprechen und ihn verehren.
    Sie selbst lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf. Dort betreiben ihre Eltern einen Gasthof. Ihr Vater, ein ehemaliger  Musiker, und ihre Mutter, einst eine gefeierte Sängerin und Schönheit, haben ihr musikalisches Talent, ihrem jüngsten und ihrem ältesten Kind vererbt. Joseph, von allen nur liebevoll Sepperl genannt, spielt begnadet die Geige. Liesl ist die älteste und komponiert für ihn Musikstücke. Allerdings wird sie dafür von allen, ausser von ihrem kleinen Bruder, noch mitleidig belächelt. Liesl steht im Schatten ihres Bruders Joseph, aber das tut sie gerne, da sie ihren Bruder über alles liebt. Käthe hingegen, die mittlere der drei Geschwister, hat keinerlei musikalisches Talent geerbt. Dafür jedoch die Schönheit ihrer Mutter.
    Mit im Haushalt lebt noch Constanze, die Mutter von Liesls Vater. Constanze hängt noch alten Gebräuchen und dem Glauben an den Erlkönig nach. Und auch Liesl und Joseph haben als Kinder in dem alten Hain im Wald für den Erlkönig musiziert und mit ihm gespielt. Nun aber wird Liesl erwachsen und allmählich vergisst sie ihren Freund aus Kindertagen. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als sich die Grenzen zwischen der Menschenwelt und der der Kobolde verwischen. Als sie mit Käthe auf den Markt geht, treffen sie auf einen mysteriösen Fremden. Wer ist dieser Mann, der Liesl eine Flöte schenkt? Sie kehren nach Hause zurück und kurz darauf ist Käthe verschwunden. Nun ist es an Liesl ihre Schwester zu finden. Doch dafür muss sie in die Unterwelt zu den Kobolden. Und deren Herr ist niemand anderer, als der Erlkönig.
    Wer ist dieser Man  wirklich? Und warum fühlt sich Liesl so zu ihm hingezogen?

    Meine Meinung zu diesem Buch:

    Ich bin ganz hin und weg. Ich habe ja schon oft gelesen, dass dieses Buch die Leser in zwei Lager spaltet. Die einen lieben es, und die anderen finden es ganz furchtbar.
    Ich gehöre wohl definitiv zu den Ersteren!
    Mich hatte schon das Cover verzaubert! Und auch der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an. Schließlich began ich, es zu lesen. Und es hatte mich direkt von Anfang an! Diese mystisch, magische Welt, in der es Dinge gibt, die nicht rational zu erklären sind, fand ich bezaubernd! Liesl, die mit ihrem kleinen Bruder dem Erlkönig huldigt, indem sie mit ihm spielen und musizieren, war einfach anders. Sie stellt ihr Leben und ihr Talent hintendran, um ihren Bruder zu fördern. Man könnte sogar sagen, dass sie sich selbst verleugnet. Und doch...
    Da ist der heimliche Wunsch, ihre Musik einem größeren Publikum vorzuspielen.  Und aus dem Schatten ihres Bruders und ihrer Schwester herauszutreten. Als Liesl herauszufindet, dass der Erlkönig ihre Schwester Käthe hat und sie zu seiner Braut machen will, ist sie bereit ihr eigenes Leben zu opfern. Sie bietet sich dem Erlkönig an. Nachdem sie Käthe gerettet hat, beginnt die Geschichte eigentlich erst. Denn Liesl verliebt sich in den Gefährten ihrer Kindheit. Und damit beginnen ihre Schwierigkeiten. Denn wer ist er wirklich? Und der Erlkönig fordert sie heraus. Sie muss sich selbst finden. Und dieser Weg wird von der Autorin so intensiv geschildert, dass man mitfiebert und mitleidet! Die Geschichte ist so gefühlvoll und leidenschaftlich beschrieben, dass es den Leser förmlich mitreißt!
    Auch die Figur des Erlkönigs ist genial. Immer mysteriös und geheimnisvoll. Anziehend und erschreckend. Eigentlich ist er ein Wesen zwischen den Welten. Halb Mythos und Legende. Und doch irgendwo tief in ihm steckt noch ein Teil seines ehemals menschlichen Wesens. Er liebt Liesl aufrichtig und versucht ihr auf ihrem Weg zu helfen. Mag er auch der Erlkönig und damit der König der Kobolde sein, so ist er doch mehr, als es scheint!
    Das Zusammenspiel dieser beiden Persönlichkeiten ist einfach nur ein große Komposition!
    Ich liebe dieses Buch und hoffe sehnsüchtig auf die Übersetzung des zweiten Teils!

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    Buecherwunderlands avatar
    Buecherwunderlandvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine magische, andersartige Geschichte mit jeder Menge Musik, Magie und natürlich Liebe. Leider hatte das Buch teilweise einige Längen :(
    Eine magische, andersartige Geschichte mit einigen Längen

    Titel: Wintersong
    Autor: S. Jae-Jones Verlag: ivi Verlag Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2017 Sprache: Deutsch Seitenzahl: 464 Seiten ISBN-13: 978-3-492-70458-8 Rezensionsexemplar! 

    Klappentext

    An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet.
    Seit ihrer Kindheit kennt die 18-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie ...

    (c) ivi Verlag

    "Willst du mich heiraten, Elisabeth?, fragte der Koboldkönig." 

    Zitat aus "Wintersong" S. Jae-Jones (ivi Verlag): Seite 14

    Vorneweg

    Um dieses Buch bin ich tatsächlich schon eine gefühlte Ewigkeit herumgeschlichen - zumindest hatte ich die englische Version schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Nur einige der Bewertungen haben mich ein bisschen abgeschreckt 🤔. 
    Auf der Leipziger Buchmesse habe ich dieses Buch dann direkt beim Verlag entdeckt, angefragt und sogar erhalten 😍 vielen Dank dafür 😘😘 (meine Meinung beeinflusst das allerdings nicht). 

    "Versteck dich nicht", flehte er. "Du bist es wert, gehört zu werden. Die Welt muss deine Musik vernehmen. Du darfst nicht so selbstsüchtig sein und sie für dich behalten."

    Zitat aus "Wintersong" S. Jae-Jones (ivi Verlag): Seite 65

    Meine Meinung 

    Es fällt mir ehrlich gesagt nicht leicht diese Rezension zu schreiben, denn ich habe doch sehr gemischte Gefühle diesem Buch gegenüber. Es war auf keinen Fall schlecht, nur habe ich etwas ganz anderes erwartet und bin fast nicht in die Handlung hereingekommen. 

    In Wintersong geht es um Liesl (der Name war ein bisschen gewöhnungsbedürftig 🙈), die gerne Musik komponiert und ein eher ruhiges Leben lebt. Nachdem ihre Schwester allerdings vom Erlkönig entführt wird, macht sie sich auf den Weg zu ihm und damit in die Unterwelt. Dort stellt sie fest, dass sie den Erlkönig besser kennt, als sie dachte...

    Liesl ist eine wahnsinnig fürsorgliche Protagonistin, die ihr ganzes Leben lang das Wohl ihrer Familie über ihr eigenes gestellt hat. Die einzigen Momente in denen sie aufblüht sind die, wenn sie Musik komponiert oder spielt. So richtig warm geworden bin ich mit ihr allerdings nicht, denn irgendwie hat mir immer ein gewisser Funke gefehlt. 

    Der Erlkönig war mysteriös, grausam, liebevoll, kühl und dann wieder freundlich. Also definitiv ein Mann voller Gegensätze. Gerade das macht seinen Charakter auch aus, denn er war wirklich faszinierend.  Auf der einen Seite hat man nämlich fast das Gefühl ihn zu verstehen und im nächsten Moment passiert etwas total überraschendes und man ... versteht nur noch Bahnhof :). Trotzdem hat er mir von allen Charakteren am besten gefallen, denn so einem Charakter "läuft" man nicht oft über den Weg. 

    Die Liebesgeschichte war meiner Meinung nach etwas sprunghaft. Durch die "gemeinsame Vergangenheit" hatten die beiden natürlich einen anderen Startpunkt als die meisten, aber trotzdem hatte ich teilweise das Gefühl etwas verpasst zu haben. Sieht man darüber hinweg, hat man eine einzigartige Liebesgeschichte, bei der die Charaktere nicht ohne einander leben können, sich aber nicht unbedingt gut tun und sich gegenseitig zerstören könnten. 

    Dafür hat mir das Setting wirklich gut gefallen. Eine Welt der Menschen, die nur durch die alten Gesetze vor der Unterwelt und damit den Kobolden beschützt wird? Der Ansatz ist auf jeden Fall toll und hat auch eine Menge Potenzial.

    Die Handlung an sich war dafür teilweise eher langsam. Der Anfang hat mir zwar wirklich gut gefallen und ich habe die Seiten auch sehr schnell gelesen, aber danach ist es ruhiger geworden und die Geschichte ist nur noch so vor sich hin geplätschert. Erst in den letzten Seiten kam wieder mehr Spannung auf.
    Ein zentrales Thema ist definitiv die Musik. Ich kann euch gar nicht sagen wie viele Lieder in diesem Buch komponiert und geschrieben wurden. Teilweise war es schon fast zu viel, obwohl ich Musik wirklich liebe. 

    Die Autorin S. Jae-Jones kann aber auf jeden Fall schreiben, denn selbst wenn die Handlung teilweise nicht voran kam, ist man trotzdem schnell voran gekommen. Sie schafft es auch die Emotionen ihrer Charaktere so rüber zu bringen, dass man sie in den meisten Fällen nachvollziehen kann.  Außerdem wirkt die komplette Geschichte durch ihren Schreibstil einfach märchenhaft :). 

    Da es zum Ende hin noch einmal spannender wurde, werde ich wohl auf jeden Fall noch Band 2 lesen, denn ich möchte wissen wie es mit den beiden ausgeht 😄. 

    "Was machte die Unsterblichkeit mit einem Sterblichen? Sie dehnte ihn, bis er nur noch hauchdünn war."

    Zitat aus "Wintersong" S. Jae-Jones (ivi Verlag): Seite 220

    Fazit 

    Eine magische, andersartige Geschichte mit jeder Menge Musik, Magie und natürlich Liebe. Leider hatte das Buch (für mich) teilweise einige Längen und die Handlung konnte mich auch nicht komplett mitreißen. 

    "Wenn die obere Welt bereit für mich wäre, dann vielleicht", antwortete ich leichthin. "Aber ich fürchte, ich bin zu viel für sie ... und gleichzeitig nicht genug."

    Zitat aus "Wintersong" S. Jae-Jones (ivi Verlag): Seite 334

    Bewertung

    ⭐⭐⭐🌠

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    Marysol14s avatar
    Marysol14vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: [5+/5] Eine unkonventionelle Erlkönigerzählung voller Musik und mit einer Liebesgeschichte, die unter die Haut geht.
    [5+/5] Unvergesslich!

    Eine unkonventionelle Erlkönigerzählung mit Elementen volkstümlicher Erzählungen, ganz viel Musik und einer Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Definitiv keine leichte Kost, aber wer sich auf dieses Spiel aus Zurückweisung und Hingabe einlassen kann, wird ein außergewöhnliches Buch genießen können!

     

    Zur vollständigen Rezension: http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/12/wintersong.html

    Schon als ich das englische Cover gesehen hatte, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und so war die Freude groß, als ich die deutschsprachige Version in den Händen hielt! Doch wie nur soll ich meine Gefühle für dieses Buch in Worte kleiden?! Ich glaube, es ist nicht jedermanns Geschmack, denn es ist ungewöhnlich und einzigartig - auf genau die skurrile Art, die ich liebe!!!

     

    #1 MUSIK, MUSIK, MUSIK

    Ich tanze, höre gerne Musik und habe viele Jahre lang Blockflöte gespielt und im Chor gesungen. Musikexpertin bin ich aber nicht. Dennoch konnte mich die Autorin mitreißen in eine Welt voller Musik - nicht nur die Gliederung des Buches, sondern auch der Spannungsbogen, das emotionale Auf-und-ab folgt dem Aufbau eines Musikstückes. Ruhig und plätschernd, hoffnungsvoll, immer lauter, immer gefährlicher, Misston, Klimax, Zusammenbruch, Stille, zaghafte neue Töne... So in etwa spielt nicht nur der Erlkönig mit Liesl, sondern auch S. Jae-Jones mit meinen Nerven und Emotionen! Gleichzeitig ist es ihr auf beeindruckende Weise auch noch gelungen, die immense Bedeutung, die Musik für die Charaktere hat, zu vermitteln, nachfühlbar zu machen. Und wenn man mal einen Fachbegriff nicht kennt - kein Problem, dafür gibt es am Ende des Buches ein Glossar. Aber ganz ehrlich, auch wenn ich technisch nicht jede Einzelheit der Musik und ihrer Spielweisen verstanden habe - die vermittelten Emotionen und Bedeutungen haben mich erreicht, fasziniert und betört!
     

    #2 WIE IM RAUSCH

    Zu beschreiben, was dieses Buch vermochte, ist schwierig - es hat mich in den Bann gezogen, ich konnte an nichts anderes denken, es nicht aus den Händen legen und versank vollkommen in der mystischen Welt von Elfen, Kobolden und Waldwesen, kurzum: Ich las es wie im Rausch, war süchtig nach immer neuen Noten, Emotionen und düsterer Magie. 
     

    #3 SETTING UND ATMOSPHÄRE

    In letzter Zeit lese ich bevorzugt Bücher mit einer leicht düsteren, gar morbiden Atmosphäre - Caraval, Dark Wonderland, Book of Lies, Der Prinz der Elfen... Diese mystische und geheimnisvolle, bizarre, dunkelmagische Kulisse war für mich einer der grandiosesten Aspekte des Buches. Die Welt des Erlkönigs ist zugleich abstoßend und anziehend, verstörend und faszinierend, voller Musik und Grausamkeit, voller Schönheit und Rohheit. Dazu das winterliche Setting in einer bayerischen Kleinstadt, geprägt von strengen Sitten, Disziplin und Zügelung - stärker hätte der Kontrast zwischen magischer und alltäglicher Welt nicht sein können und gleichzeitig hat die Autorin durch die Wahl des Handlungsortes den Übergang fließend gestaltet. Alte Bräuche, überlieferter Glauben an das Übernatürliche, Rauhnächte - all das prägt das Leben Liesls, noch bevor sie die Grenzen in die Unterwelt überschreitet.
     

    #4 EINE LIEBE, NICHT VON DIESER WELT

    Liesls Gefühle grenzen schon an eine Obsession und zugleich ist die Liebesgeschichte ein sinnlicher Rausch, eine verzweifelte Sonate voller Misstöne und wundervoller Harmonie, leidenschaftlich und zerstörerisch, voller Zurückweisung und Verlangen... Seite für Seite verliebte ich mich mit Liesl, sehnte mich mit ihr - und teilte ihren Schmerz. Mehr als eine Träne ist beim Lesen über meine Wangen geflossen. Meisterhaft beschrieben, so echt und greifbar und berührend! Gerade die Dialoge und Streitgespräche lösten eine wahre Flut an Emotionen aus, gelingt es der Autorin doch, die Gefühle beider Liebenden auszudrücken und diese Spielchen voller aufreizender Zurückweisung und neckender Herausforderung faszinierten mich vollends. Zumal ich begeistert davon bin, dass sich Liesl erst herausfinden muss, wer sie ist, was sie will und was sie kann, bevor ihre Liebe erwidert wird. Sie geht als unsicheres Mädchen in die Ehe, findet ihre Stärke aber nicht in und durch ihren Anvertrauten, sondern in sich selbst. Wenn Jugendbücher doch nur immer diese Botschaft vermitteln würden!!!

     

    Alles in allem ist dieses Debüt ein atemberaubendes Buch voller düsterer Magie, Musik, aufwühlender Ereignisse, berührender und berauschender Liebe, voller Verzweiflung und Euphorie, ein eigenartiges Buch, dass nicht jedem Lesegeschmack entsprechen wird, ein ungewöhnliches Buch, auf das man sich einlassen muss, ein Buch voller Stärke und Mut, voller Unsicherheit und Verlust, mit unglaublich viel Tiefgang und einem fast schon poetisch schönem Schreibstil, ein Buch, dass einen nicht loslässt und nicht trotz, sondern wegen seiner Stille so fesselnd ist, ein Buch, dessen Wesen und Ereignisse auch verwirren. Kurzum, ein Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann, hat es mich doch so viel empfinden lassen und mich auch nach dem Beenden noch nicht losgelassen - am liebsten würde ich es sofort erneut lesen und kann zugleich den nächsten Band (vor allem nach diesem Ende!!) kaum abwarten.


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    booksbuddys avatar
    booksbuddyvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Die Dialoge allein sind schon ein guter Grund, dieses Buch zu lesen!
    Wintersong

    Die Dialoge allein sind schon ein guter Grund, dieses Buch zu lesen!

    Autor: S. Jae-Jones
    Verlag: ivi
    Band: 1. Teil
    Seiten: 460
    Genre: Fantasy
    Story: ❤❤❤❤♡
    Schreibstil: ❤❤❤❤❤
    Charaktere: ❤❤❤❤♡
    Anspruch: ❤❤❤❤❤
    Romantik: ❤❤❤❤❤
    Spannungsaufbau: ❤❤❤❤❤
    Dialoge: ❤❤❤❤❤

    Gesamtdurchschnitt: ❤❤❤❤❤

    Das erste Buch im März konnte mich absolut von sich überzeugen! Es könnte sogar ein neues Lieblingsbuch von mir werden.

    Beginnen wir mal wieder von außen nach innen:
    Das doch schlichte Cover spricht einfach für sich. Manchmal ist weniger einfach mehr und es passt sehr gut zum Inhalt!
    Mit dem möchte ich nun auch gleich beginnen.

    Story:
    Die Story hat mich absolut begeistert! Sie trifft total meinen Geschmack. Das Buch spielt zur Zeit Mozarts in Deutschland und behandelt unter anderm die Musikgeschichte in Verbindung mit verschiedenen Deutschen Märchen/Sagen. Einfach nur hammermäßig! Für mich war es außerdem ein Leichtes die Musikbegriffe zu verstehen, da ich eine musische Ausbildung angefangen hab. Dennoch hier ein Hinweis an euch: Ihr solltet euch schon ein bisschen damit auskennen, sonst müsst ihr hin und wieder googeln, um die Intension der Autorin zu verstehen. Besonders gut finde ich, dass die in Amerika geborene und lebende Autorin die deutschen Inhalte bearbeitet und verschiedene Märchengestalten eigens neu interpretiert! Das macht die Sache einfach wahnsinnig spannend und sowas hab ich bisher definitiv noch nicht gelesen! Mich hat es absolut begeistert. Warum ich dennoch ein Herz abgezogen habe? Ganz einfach: Hin und wieder fehlt es ein bisschen an Erklärung, weswegen die ein oder andere Handlung verwirrt. Ich hoffe dass der zweite Teil hier noch ein bisschen besser aufklären kann. Außerdem gab es 2 oder 3 Stellen, bei denen die Autorin wohl vergessen hat, in welcher Zeit sie sich befindet, da hier Gegenstände verwendet wurden, die es zu dieser Zeit noch nicht gab. Da ich aber nicht weiß, ob diese Fehler bei der Übersetzung passiert sind oder ob sie schon drin waren, habe ich mich dazu entschlossen hier keinen weiteren Extrapunkt abzuziehen. Außerdem fand ich es auch nicht weiter störend.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil war der Hammer! Wahnsinnig bildgewaltig und tiefgründig. Hin und wieder vielleicht etwas anstrengend zu lesen, aber definitiv was ganz Besonderes!

    Charaktere:
    Ich fand die einzelnen Personen im Buch sehr vielseitig und interessant. Was mir besonders gut gefallen hat, war dass sie rational und realitätsnah gehandelt haben! Einen Punkt Abzug gab es lediglich für Liesl, die mir hin und wieder ein bisschen zu sehr selbst geiselt und ein bisschen zu pubertär reagiert. Generell kann ich ihre Gefühlsregungen aber gut nachvollziehen. Sie sind sehr gut an die Situationen angepasst!

    Anspuch:
    Der Anspruch des Buches ist sehr hoch. Dies ist zum einen dem tiefgründigen Schreibstil, der hin und wieder etwas schwer zu lesen ist und zum anderen der Tatsache, dass man etwas musikalisches Vorwissen braucht, geschuldet.

    Romantik:
    Die romantischen Szenen im Buch sind wahnsinnig gut ausgearbeitet und definitiv nicht zu kitschig. Hin und wieder musste ich die ein oder andere Träne verdrücken.

    Spannungsaufbau:
    Manchmal plätschert das Buch ein wenig vor sich hin, nur um dann im absoluten Chaos zu landen. Man weiß manchmal gar nicht, wo einem der Kopf steht und ich konnte die verschiedenen Wendungen definitiv nicht vorhersagen. Toll gemacht und hat wirklich Lust auf mehr gemacht!

    Dialoge:
    Diesem Buch ist es geschuldet, dass eine neue
    Kategorie dazu kam: Dialoge. Mir waren die Dialoge in den Büchern bislang nie sehr wichtig, da sie nicht immer ausschlaggebend für Wertung eines Buches waren. Erst jetzt habe ich begriffen, wie wichtig sie doch tatsächlich sind. Noch nie haben mich Konversationen so mitgerissen und leiden lassen. Noch nie habe ich bei einem Gespräch unter den Protagonisten angefangen zu weinen. Der absolute wahnsinn und meiner Meinung nach sind die Dialoge allein schon ein guter Grund dieses Buch zu lesen!

    Von mir gibt es volle 5 von 5 möglichen Herzen!<3

    Eure Carina

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    CallieWonderwoods avatar
    CallieWonderwoodvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Faszinierende und düstere Unterwelt der Kobolde mit facettenreichen Charakteren. Leider aber deutlich zu langamtig und zu wenig Handlung.
    Wintersong - S. Jae-Jones

    An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet.
    Seit ihrer Kindheit kennt die 18-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie ...
    (Klappentext)


    Die Idee von einer Neuerzählung von der Geschichte des Erlkönigs und verbunden mit dem Thema Musik klang sehr spannend und so wollte ich das Buch gerne lesen.
    Elizabeth, von allen meist Liesl genannt, lebt mit ihrer Familie in einem bayerischen Dorf. Ihr Bruder wird von dem Vater als musikalisches Wundertalent angesehen, ihre Schwester ist wegen ihrer Schönheit in ihrem Dorf bekannt und Liesl selbst hilft hauptsächlich ihrer Mutter im Haushalt und bei der Gastwirtschaft. Auf andere wirkt sie eher blass, unscheinbar und musikalisch nicht talentiert genug und nichts wirklich Besonderes.
    Schon als Kind war Liesl oft im Koboldhain gespielt und ist an diesem geheimnisvollen und mysteriösen Ort vor der Realität geflüchtet. Und in der letzten Nacht des Jahres, in der der Koboldkönig in der oberen Welt weilt, kommt sie erneut in Kontakt mit dem Reich der Kobolde.
    Zitat : "»Du hast mir etwas versprochen, das ich unbedingt brauchte«, fuhr er fort und zog die Worte in die Länge. »Etwas, das nur du mir geben konntest.« Seine Augen funkelten in der Dunkelheit. »Ich bin großzügig, Elisabeth, aber kein Mann wartet ewig.«"
    Die Protagonistin mochte ich direkt gerne, ich fand es toll, wie wichtig ihr ihre Familie ist und wie sie voller Leidenschaft Musik komponiert. Sie akzeptiert selbstlos ihre Rolle in der Familie und träumt nur heimlich von einer Zukunft als erfolgreiche Komponistin.
    Mir hat es auch insgesamt gut gefallen, dass klassische Musik in diesem Buch eine so große Bedeutung in dem Buch hat. Immer wieder ist Musik im Vordergrund, mit eigenen Stücken von Liesl oder einfach der Musik an sich.
    Was mir leider nicht so gut gefallen hat, war die Handlung und der Schreibstil der Autorin. Für mich war die Geschichte ziemlich langatmig und hatte zu wenig Handlung. Mir hätte das Buch deutlich besser gefallen, wenn es flüssiger zu lesen gewesen wäre und mich dann auch hätte mehr fesseln können.
    Trotzdem fand ich die düstere und leicht märchenhafte Atmosphäre toll. Eine faszinierende Unterwelt mit vielen Details, z.B. Distel und Zweig, und mit dem Koboldkönig ein interessanter und sehr facettenreicher Herrscher.
    Zitat : "»Ich spiele mit den Karten, die ich auf der Hand habe.«
    »Ja, und zwar nach meinen Regeln. Sei auf der Hut, Elisabeth. Du könntest die schöne Lüge der hässlichen Wirklichkeit vorziehen.«
    »Ich fürchte mich nicht vor der Hässlichkeit.«"

    Charakterlich war er besonders und vor allem vielschichtig. Genauso wie die Protagonistin und das war überzeugend und gut gemacht. Oft lag der Fokus aber auch nur auf den beiden Hauptcharakteren und wenig anderes ist passiert.

    Fazit :
    Faszinierende und düstere Unterwelt der Kobolde mit besonderen und facettenreichen Charakteren. Leider aber deutlich zu langamtig und zu wenig Handlung.

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    zeina_abds avatar
    zeina_abdvor 7 Monaten
    Leider nicht wie erwartet...

    Wintersong ist ein komisches Buch, eine andere Geschichte, so jedenfalls habe ich es empfunden. Ich hatte einige Schwierigkeiten in die Geschichte hereinzukommen, denn der Schreibstil der Autorin ist eher gewöhnungsbedürftig. Mir kam er vor wie eine Melodie oder ein Lied, das einem nicht sofort gefällt, aber ein paar mal anhören klingt es schon besser. Nach ein paar Kapiteln konnte ich mich langsam an den Schreibstil der Autorin gewöhnen und ich konnte ihr langsam Folgen. 

    Die Musik spielt in Wintersong einer der größten Rollen. Liesl, die Protagonistin, ist musikalisch sehr begabt, sie lebt für die Musik. Daher wird auch viel über die Musik und das Komponieren gesprochen und es werden sehr viele Fachbegriffe verwendet, die meistens nur Musiker verstehen können. Ich fand diese Begriffe blöd und zu viel, weil ich als unmusikalischer Mensch manchmal nicht verstand wie die Handlung mit diesen Begriffen zusammenhängt, und obwohl im Anhang einige dieser Begriffe erklärt werden, hatte ich keine Lust jede zwei Seiten zu blättern, um nachzuschlagen, was die Wörter bedeuten. Je weiter ich las, desto verwirrter war ich, und desto mehr Fragen blieben für mich offen. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte irgendwie den roten Faden verloren hat, und die Autorin hat irgendwelche Geschehnisse eingefügt, damit die Handlung vorangeht. 

    Ich kam schließlich zu einem Punkt, an dem ich mit dem Gedanken spielte, das Buch einfach abzubrechen, und nur zu schauen, was am Ende passiert. Irgendwie haben mich die letzten Seiten dann doch neugierig gemacht, also habe ich das Buch zu Ende gelesen, und irgendwie bin ich froh darüber. Denn ansonsten hätte ich niemals erfahren, welche Wendung Liesls hoffnungslose Leben erlebt. Tatsächlich war ich am Ende sogar sehr traurig, und musste ein bisschen weinen, denn das Ende ist ein bisschen blöd... 

    Fazit: Obwohl ich ja eigentlich nicht so begeistert von der Geschichte bin und Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte rein zu kommen, hat mich das Ende doch ein bisschen auf Band 2 neugierig gemacht, Mal sehen, ob ich den lesen werde. 

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