Mädchen aus dem Moor

von S. K. Tremayne 
3,7 Sterne bei44 Bewertungen
Mädchen aus dem Moor
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (25):
brauneye29s avatar

Thriller mit kleinen Schwächen

Kritisch (6):
Janna_KeJasBlogs avatar

Zu wenig Spannung,zu ausschweifende Erzählung!Mich konnte die Geschichte nicht packen,ich plädiere: auch (Psycho)Thriller dürfen Tiefe haben

Alle 44 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Mädchen aus dem Moor"

Grusel-Atmosphäre auf dem Dartmoor - 'Es gibt sie tatsächlich noch, diese Psychothriller, die einem förmlich das Blut in den Adern gefrieren lassen.' Booksection.de

Seit man ihr gesagt hat, sie habe im Dartmoor Selbstmord begehen wollen, scheint Kath Redways Leben langsam, aber sicher in einen finsteren Abgrund zu trudeln: An den Vorfall selbst kann sie sich nicht erinnern, auch die Woche davor scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Kath glaubt, sie sei glücklich gewesen, doch verhält ihr Mann Adam sich nicht seltsam abweisend? Welches Geheimnis verbirgt ihr Bruder vor ihr? Und was treibt ihre kleine Tochter Lyla nachts draußen im Moor? Verliert Kath den Verstand – oder ist sie einer furchtbaren Wahrheit auf der Spur?

Der neue Psycho-Thriller von S. K. Tremayne, der mit "Eisige Schwestern" und "Stiefkind" die Bestsellerlisten stürmte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426522486
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Booklove91s avatar
    Booklove91vor 5 Stunden
    Geheimnisvolles Moor

    Inhalt
    Seit man ihr gesagt hat, sie habe im Dartmoor Selbstmord begehen wollen, scheint Kath Redways Leben langsam, aber sicher in einen finsteren Abgrund zu trudeln: An den Vorfall selbst kann sie sich nicht erinnern, auch die Woche davor scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Kath glaubt, sie sei glücklich gewesen, doch verhält ihr Mann Adam sich nicht seltsam abweisend? Welches Geheimnis verbirgt ihr Bruder vor ihr? Und was treibt ihre kleine Tochter Lyla nachts draußen im Moor? Verliert Kath den Verstand – oder ist sie einer furchtbaren Wahrheit auf der Spur?

    Meine Meinung
    Dies war mein erstes Buch der Autorin. Cover und Klappentext haben aufgrund der düsteren geheimnisvollen Erscheinung mein Interesse sofort geweckt.

    Kath Redway lebt mit ihrem Mann Adam und ihrer gemeinsamen Tochter Lyla, inmitten des idyllischen, aber einsam gelegenen Dartmoors.
    Ihr Haus ist recht beschaulich und die Familie besitzt nicht viel Geld, dennoch waren sie glücklich, bis vor Kath's "Unfall".

    Ihr Wagen wurde in einem kleinen Teich gefunden, Kath konnte sich selbst retten, leidet jeedoch seitdem an Amnesie.
    Verzweifelt versucht sie, ihre Erinnerungen an den Tag wiederzugelangen. Ihre Schwägerin Tessa, ein Psychologin, ist ihr dabei eine große Hilfe, doch ausgerechnet Kath's Bruder Dan und ihr Mann Adam scheinen Geheimnisse vor Kath zu verbergen. Zudem verhält sich Adam Kath gegenüber, kalt und schroff, dass selbst Lyla, ihr besonderes Kind, in rätselhafte Verhaltensmuster verfällt. 

    Sprachlich finde ich das Buch sehr ansprechend. Auch inhaltlich konnte das Buch bei mir punkten.
    Stellenweise waren mir die detaillierten Moorbeschreibungen, sowie das weit hergeholte Ende etwas langatmig und suspekt, was jedoch der Spannung keinen Abbruch tun konnte.

    Die Charaktere wurden gut dargestellt. Dem Leser bleibt lange Zeit offen, was vor sich geht. Wer ist gut und wer nicht. War es wirklich Selbstmord?!

    Meiner Meinung nach ein solider Thriller.

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    MiGus avatar
    MiGuvor 6 Stunden
    Punktet mit einer düsteren Schauplatzbeschreibung

    Zum Inhalt
    Kath Redway soll im Dartmoor versucht haben, sich das Leben zu nehmen.
    Doch sie kann sich weder an den Vorfall noch an die Woche davor erinnern.
    Ihres Wissens nach schien sie glücklich, warum hätte sie also ihr Leben beenden wollen?
    Ihr Mann und auch ihr Bruder verhalten sich merkwürdig, ihre kleine Tochter treibt sich nachts im Moor rum.
    Verliert Kath ihren Verstand oder kommt sie einer grausamen Wahrheit auf die Spur?

    Meinung
    S.K. Tremayne wählt ihn seinem neuen Thriller das Dartmoor als Handlungsort und schafft damit direkt von der ersten Seite an, eine düstere fast schon beklemmende Atmosphäre.
    Gleich auf den ersten Seiten konnte mich der Psychothriller fesseln und wieder einmal gelang es dem Autor, eine gewisse Sogwirkung beim Lesen hervorzurufen.
    Denn S. K. Tremayne beschreibt das düstere Moor, die Einöde und die Gefahren, die dort lauern, sehr gut.
    Er bindet den Wicca-Kult, Bräuche, Legenden und Rituale aus der Vergangenheit mit in die Handlung ein und sorgt so für einen düsteren, unheimlichen Schauplatz.
    Die Geschichte wird überwiegend von Kath Redway in der Ich-Perspektive erzählt, die aufgrund der Erinnerungslücken, ständig ein Misstrauen gegenüber anderen Personen empfindet.
    Dieses Misstrauen übertrug sich automatisch auf mich und so schaffte es der Thriller mich gleich auf den ersten Seiten zu fesseln, denn auch ich wollte erfahren, was an jenem Tag wirklich geschah.


    Natürlich zielt der Autor genau darauf ab und lässt durch andere Erzählperspektiven, die über jenen Tag berichten, den Leser erst einmal weiterhin im Dunkeln tappen.
    Dies bremst den Spannungsbogen zwar immer wieder ab, sorgt aber auch für überraschende Wendungen.
    Zudem verleiht es dem Thriller ein klein wenig Tiefe.
    Diese Tiefe hätte ich mir allerdings auch bei den Charakteren gewünscht.
    Bis auf Kaths Tochter Lyla, die ich grandios beschrieben fand, wirkten alle Personen inklusive der Hauptfigur, auf mich farblos, distanziert und unglaubwürdig.
    Kath ist wahnsinnig sprunghaft in ihren Gedanken und, auch wenn das vielleicht für verschiedene Wendungen sorgen sollte, wird es auf Dauer anstrengend und nervig.
    Auf der einen Seite scheint sie ziemlich clever zu sein, dann wiederum unglaublich naiv.
    Ich würde hier gerne ins Detail gehen, würde dann aber einfach zu viel vom Inhalt verraten.

    Vor allem das Verhalten ihrer Tochter Lyla gegenüber, ganz besonders die Einstellung des Vaters, wirkte auf mich weder nachvollziehbar noch zeitgemäß.
    Zum Glück konnte mich Lyla hingegen in ihrer Darstellung völlig faszinieren und versöhnte mich ein wenig mit der vermissten Tiefe in den anderen Figuren.
    Sie erhöhte mit ihrem Verhalten den Spannungsfaktor, konnte auch andere Emotionen in mir auslösen.
    Während ich oft mit ihr lachte und litt, schaffte sie es immer wieder, mir einen Schauer über den Rücken zu jagen.
    Im Laufe der Geschichte nahm sie für mich deutlich mehr Raum ein, als die Hauptfigur, und somit wurde ihm Laufe der Zeit auch klar, dass die wahrscheinlich auch das Ziel des Autors war.
    Obwohl die Geschichte durch die Erinnerungslücken von Kath oftmals sprunghaft und verwirrend erschien, löste sich zum Ende hin, alles in einer plausiblen Erklärung auf, die mich aber leider nicht überraschte, weil ich in meinem ziemlich frühen Verdacht bestätigt wurde.

    Fazit
    „Mädchen aus dem Moor“ ist in meinen Augen ein Thriller, der mehr mit seiner düsteren Schauplatzbeschreibung punktet, als durch seine Figuren.
    Er konnte mich, trotz der oben erwähnten Kritikpunkte, mit einer beklemmenden, schaurigen Atmosphäre gut unterhalten.
    Auch wenn die Geschichte nicht hochspannend blieb und ich einiges vermisste, konnte ich ihr eine gewisse Sogwirkung und unheimliche Stimmung nicht absprechen.







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    brauneye29s avatar
    brauneye29vor 7 Stunden
    Kurzmeinung: Thriller mit kleinen Schwächen
    Thriller mit kleinen Schwächen

    Zum Inhalt:

    Kath glaubt, sie sei glücklich gewesen, doch verhält ihr Mann Adam sich nicht seltsam abweisend? Welches Geheimnis verbirgt ihr Bruder vor ihr? Und was treibt ihre kleine Tochter Lyla nachts draußen im Moor? Hat si wirklich versucht, sich umzubringen?
    Meine Meinung:
    Die größte Schwäche dieses Thriller ist, dass er deutlich gestraffter bestimmt mehr Thrill gehabt hätte. Insgesamt hat mir die Story gefallen. Auch die Protagonisten waren gut ausgearbeitet. Der Schreibstil war gut und lies das Buch flüssig lesen. Aber an der Spannung haperte es doch über weite Strecken. Das Ende gefiel jedoch dann wieder gut, weil es doch recht überraschend war.
    Fazit:
    Thriller mit kleinen Schwächen.

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    S
    sabalinavor einem Tag
    Kurzmeinung: Spannender Roman mit eher träger Geschichte
    Träge Geschichte mit unerwartetem Ende

    Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und hält durchweg eine Spannung bereit. Es erzählt die Geschichte eines kleinen Mädchens, das etwas anders als andere ist und dafür leider ausgegrenzt wird.


    Leider ist die erzählte Geschichte sehr träge und hin und wieder auch etwas weit hergeholt. Wäre die Spannung nicht konstant eingebaut, hätte ich das Buch wahrscheinlich abgebrochen.

    Dabei sind einem die Charaktere sehr vertraut und ich konnte mich wirklich gut in alle reinversetzen. 

    Das Ende war gut geschrieben - mit einer Wendung, die man so nicht vermutet hätte. Das hat mich dann wieder etwas überrascht.

    Wer die Vorgänger Bücher gelesen hat, weiß um den Schreibstil des Autors. Mein Fazit ist jedoch, dass dies das bisher schlechteste Buch von ihm ist.

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    BiancaWoes avatar
    BiancaWoevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Interessante Story, die leider zu viele Längen aufweist und damit die Spannung nimmt.
    Dartmoor

    Kath verliert auf einer vereisten Straße die Kontrolle über ihren Wagen und landet in einem See. Zumindest glaubt sie das. Ihre eigene Erinnerung an den Unfall ist vollkommen ausgelöscht. Auch an die Woche davor kann sie sich nicht mehr erinnern. Wird sie es schaffen, die Lücken zu füllen? Und wem kann sie derzeit überhaupt trauen?

    Eine mysteriöse Geschichte im finsteren Dartmoor erwartet man, wenn man den Klappentext liest. Zum Teil bekommt der Leser diese auch geboten. Es gibt ein paar gruselige, spannende, gar unheimlich Stellen, doch leider nicht in dem Maße, wie ich es erwartet habe. Wie auch bereits einige andere Leser aus der Leserunde erwähnt haben, empfand auch ich, dass eine stetige, aufrechterhaltende Spannung fehlte.

    Die Beschreibung des Dartmoor war grundsätzlich interessant, an vielen Stellen aber zu sehr in die Länge gezogen. So auch die Geschichte selbst. Und das nahm der Geschichte auf Dauer die Spannung.

    Erst zum Schluss, auf den letzten 30 - 40 Seiten, geschah plötzlich alles auf einmal. Das Ende ist dem Autor daher - meiner Meinung nach - gut gelungen. Ich hätte mir davon etwas mehr im Verlaufe des Buches gewünscht.

    Somit war "Mädchen aus dem Moor" zwar nett zu lesen, konnte mich aber nicht vollends begeistern. 

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    C
    chris_mavor 2 Tagen
    Kurzmeinung: unbedingt lesenswert, mystisch, düsteres Familiendrama, bester Psychothriller seit langen
    Sehr lesenswerter düsterer und Mysteriöse Psychospiele

    Dieser Thriller handelt vom Moor, das verrät uns schon der Titel, doch wie beschreibt man ein Moor ?
    Schöne kleine Orte, die einen bestimmten Scharm ausstrahlen können, jedoch auch bedrohlich, einsam, kalt und eisig wirken können. Genauso unterschiedlich wie die Landschaft des Moors, genauso unvorhersehbar, spannend ist dieser Psychothriller.

    Alles dreht sich um eine Familie die etwas abgelegen im Moor leben. Adam, Kath und ihre Tochter Lyla. Adam ist Ranger im Moor und auch hier aufgewachsenen. Seine Tochter liebt das Moor und seine Bewohner genauso wie ihr Vater. Auch Kath fühlt sich wohl, dort wo ihre lieben sind.

    Doch seit Kath´s Unfall ist vieles anderes. Ihr Mann ist irgendwie andres, ihre autistische Tochter sieht und hört seit neuestem auch Personen die ihr Angst machen und auch ihre Mutter davon ansteckt. Kath hat vor ihrem Bruder Angst und auch bei der Arbeit ist nicht alles so wies früher war. Ihre toter Mutter scheint auch noch eine Rolle zu spielen. Warum das so ist, dass weiß Kath nicht, denn an den Unfall kann sie sich nicht mehr erinnern. Diese Veränderungen in ihrem Leben müssen was mit diesem Tag des Unfalls zu tun haben und deshalb geht Kath dem ganzen letztlich auf den Grund. Sie will ihr altes Leben zurück.

    Was sie auf dieser Reise in ihr Unterbewusstsein und zum Unfalltag alles so zum Vorschein kommt bringt die glückliche Familie ganz schön ins Wanken. Ob sie die rauhen  Stürme übersteht oder alles letztlich nur noch Trümmer sind, dazu kann ich auch nur animieren diesen Thriller zu lesen.

    Mich hat dieser Thriller von Anfang bis zum Schluss durchweg gefesselt und ich konnte kaum aufhören zum lesen. Es wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, dadurch erfährt man in kleinen Dosen, was eigentlich passiert ist. Die Spannung wird bis zum Ende aufrecht gehalten und der Autor schafft eine Atmosphäre, der einem zum Teil der Atem stocken lässt. Die Angst ist für mich als Leser spürbar.

    Ein teilweise düsterer und mysteriöser Psychothriller bei dem man manchmal selber bei vielen Dingen ins Zweifeln kommt. Für mich der beste Psychothriller den ich seit langen gelesen habe und deshalb vergebe ich sehr gerne die volle Punktzahl, 5 Sterne.

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    A
    Annette126vor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Ein gutes Buch, das man in der Nacht genießen kann......
    Hervorragend

    Ich habe mir die Leseprobe zu diesem Buch angesehen und sie hat mir sehr gefallen. Ich vergebe daher sehr gerne die vollen 5 Sterne für dieses wertvolle Buch plus ein großes Lob an den Autor und den Verlag.

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    J
    Jonny123vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Sehr gut
    Finde ich spannend

    Kein Buch dazu vorhanden. Bewertung anhand einer Leseprobe.

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    Schmoekermaedchens avatar
    Schmoekermaedchenvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Atmosphärisch dicht und unvorhersehbar. Leider aber mit einigen Längen, zu wenig Spannung und einem zu schnell abgehandelten Ende!
    Unvorhersehbar und atmosphärisch trifft auf zu wenig Spannung und einige Logikfehler!

    Der Einstieg ins Buch gelang mir äußerst gut. Die Beschreibungen des Dartmoors mit seinen düsteren Landschaften, den regionalen Brauchtümern und der eindrucksvollen Fauna und Flora gelang dem Autoren, als preisgekrönter Reisejournalist, hervorragend.

    Wir erleben das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven: zum Einen aus Kaths Sicht, die nach dem Unfall versucht, das Geschehen zu rekonstruieren. Der Leser erhält einen Einblick in ihre Gefühlswelt und die Wirren ihres posttraumatisch belasteten Verstandes. Dennoch konnte ich ihre Handlungen und Gedanken nicht immer nachvollziehen und wurde im Verlauf des Buches nicht wirklich warm mit ihr.

    Zum Anderen begleiten wir ihren Mann Adam, der als Ranger im Dartmoor tätig ist und dieser Arbeit mit größter Leidenschaft nachgeht. Er ist ein Mann der Wildnis und verbringt viele einsame Stunden damit, das Moor zu hegen, Hecken in Schuss zu halten oder verirrten Touristen zu helfen. Nach Kaths Selbstmord ist er zutiefst verletzt und seiner Frau gegenüber äußerst zornig.

    Auch Kaths Bruder Dan und seine Frau Tessa, die der Familie nach den Geschehnissen als Psychologin zur Seite steht, sind in die Ereignisse verstrickt und haben - wie man so schön sagt - ganz eigene "Leichen im Keller".

    Durch die unterschiedlichen Sichtweisen, wirken die Charaktere vielschichtig und die Handlung unvorhersehbar. Mystische Elemente wie der Wicca-Kult, die Hexensteine aus dem Dartmoor und die vielen offenen Fragen machen es zunächst wirklich spannend.

    Leider verliert sich der Autor dann so manches Mal in ausschweifenden Beschreibungen der Landschaft, die anfangs zwar noch atmosphärisch wirken, später aber einigen spannenden Szenen etwas an Fahrt nehmen. Entscheidende Fakten oder Ereignisse werden oftmals nur kurz angerissen und in Nebensätzen erwähnt. Dagegen werden die immer gleichen Gespräche teils mehrfach unter verschiedenen Protagonisten geführt, was unnötig Zeit verschwendet und überflüssig ist.

    Das Thema "Asperger-Syndrom" begegnete mir in diesem Buch das erste Mal und obwohl ich natürlich schon von Autismus und seinen Symptomen gehört habe, kann ich nicht sagen, ob diese Erkrankung hier wirklich authentisch dargestellt wurde. Dass Kath und Adam ihrer Tochter kein "Etikett aufdrücken" möchten, indem sie sie untersuchen lassen, ist mir völlig unverständlich. Wollen liebende Eltern nicht stets das Beste und vorallem die bestmögliche Behandlung ihres Kindes? Dennoch konnte ich zu Lyla, die in der Schule keine Freunde hat und von allen nur "Das-Mädchen-das-nicht-da-ist" genannt wird, während des Lesens die beste Bindung aufbauen. Sie gab dem Buch eine gewisse Tiefe und es war herzzerreißend zu lesen, wie schwer sie in der "normalen" Welt, abseits ihres geliebten Moores, zurecht kommt.

    Die Tatsache, dass sich in der ersten Hälfte des Buches mehr Fragen als mögliche Lösungsansätze auftun und die Handlung zunehmend rätselhafter wird, ist ein Punkt an dem sich in unserer Leserunde die Geister geschieden haben.

    Einerseits bleibt die Handlung tatsächlich bis zum Schluss unvorhersehbar, andererseits wurde - in meinen Augen - die Auflösung hierdurch zu schnell abgehandelt. Die Spannung, die sich zunächst subtil aufbaut, steigt zum Ende des Buches viel zu rasant an. Auf Kosten einer logischen Auflösung.

    Malerische Landschaften, eine dichte Atmosphäre und eine undurchsichte, unvorhersehbare Handlung mit interessanten Charakteren treffen hier auf ein Ende, das zwar schlüssig ist, aber leider zu schnell abgehandelt und den vorangegangenen Ereignissen nicht gerecht wird.

    Wer diese Abstriche in Kauf nehmen kann, den erwartet mit "Das Mädchen aus dem Moor" ein Psychothriller, der zum Einen viele lehrreiche Facetten des Asperger-Syndroms aufzeigt und gekonnt in die Story verwebt, zum anderen aber auch durch eine düstere Atmosphäre und viele unerwartete Wendungen besticht!

    Für Fans undurchschaubarer Psychothriller und für etwas Spannung zwischendurch durchaus empfehlenswert.

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    Happymountains avatar
    Happymountainvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Wenn der Abfall in der Spannungskurve nicht so prägnant gewesen wäre, dann hätte das Buch 5 Sterne verdient.
    Gruselatmosphäre auf dem Dartmoor

    Rezension „Mädchen aus dem Moor“ von S. K. Tremayne

    Fakten zum Buch

    Erscheinungstermin: 03.09.2018

    Verlag: Knaur

    Seitenzahl: 400

    „Mädchen aus dem Moor“ durfte ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde bei Recensio Online lesen. Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an Daniela Krüger.

    Grusel-Atmosphäre auf dem Dartmoor - 'Es gibt sie tatsächlich noch, diese Psychothriller, die einem förmlich das Blut in den Adern gefrieren lassen.' Booksection.de

    Seit man ihr gesagt hat, sie habe im Dartmoor Selbstmord begehen wollen, scheint Kath Redways Leben langsam, aber sicher in einen finsteren Abgrund zu trudeln: An den Vorfall selbst kann sie sich nicht erinnern, auch die Woche davor scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Kath glaubt, sie sei glücklich gewesen, doch verhält ihr Mann Adam sich nicht seltsam abweisend? Welches Geheimnis verbirgt ihr Bruder vor ihr? Und was treibt ihre kleine Tochter Lyla nachts draußen im Moor? Verliert Kath den Verstand – oder ist sie einer furchtbaren Wahrheit auf der Spur?

    Der neue Psycho-Thriller von S. K. Tremayne, der mit "Eisige Schwestern" und "Stiefkind" die Bestsellerlisten stürmte.

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    Kath, Adam und Lyla Redway leben sehr zurückgezogen auf dem Dartmoor. Während es für Adam so am praktischsten ist, da er als Ranger sein Geld verdient, hat sich Kath mit der Abgeschiedenheit zugunsten ihrer Tochter Lyla arrangiert.

    Lyla ist ein sehr spezielles Kind mit autistischen Zügen, was es im Alltag der Redways nicht einfach macht. Nachdem ihre Mutter Kath sich angeblich in einer milden Winternacht umbringen wollte, verhält sich Lyla noch seltsamer als sonst.

    Kath selber kann immer noch nicht glauben, dass sie sich tatsächlich umbringen wollte. Nie würde sie Lyla ohne Mutter zurücklassen. Kath stellt jedoch fest, dass ihre vermeintlichen Erinnerungen an diesen Abend nicht zu stimmen scheinen. Da die Familie aufgrund der angespannten und teils auch ungeklärten Lage sichtlich zu zerbrechen droht, versucht Kath herauszufinden, was an diesem Abend wirklich geschah.

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    Unbedingt positiv erwähnen muss ich die düstere, geheimnisvolle Stimmung, die während des gesamten Buchs vorherrscht. Ich habe mich beim Lesen gefühlt als würde ich draußen im Dartmoor-Nebel sitzen und vor Angst und Kälte zittern. Die Atmosphäre ist so authentisch und sorgte beim Lesen automatisch für eine unterschwellige Anspannung.

    Das Buch wird überwiegend aus Sicht von Kath erzählt. Es gibt jedoch auch Kapitel aus Sicht ihres Mannes und ihrer Schwägerin. Dies lockert die Geschichte etwas auf und treibt auch in einigen Kapiteln, die Spannung voran.

    Durch die Ich-Erzählform lernt man die Charaktere sehr gut kennen. Am sympathischsten war mir Kath´s Schwägerin. Sie ist Psychologin und wollte Kath unbedingt dabei helfen, die Geschehnisse aufzuklären. Dabei ist sie sehr empathisch und sichtlich besorgt. Kath´s Ehemann Adam wiederum war mir absolut nicht sympathisch. Er lässt seine Gefühle selten an die Oberfläche oder gar nach außen dringen. So schweigt er beispielsweise an vielen Stellen, statt mit seiner Frau die Ereignisse dieser Nacht aufzuarbeiten. Selbst in Kapiteln, in denen Adam berichtet, dringt man nicht wirklich zu ihm durch.

    Kath tat mir oft ziemlich leid. Wie sie versucht, wieder ihre Familienidylle herzustellen und Mann und Tochter sich jedoch dagegen wehren, lässt einen traurig werden.

    Die Spannungskurve des Buchs war für mich jedoch relativ flach. Es gab Momente, in denen die Spannung anstieg, jedoch genauso schnell wieder abfiel. Hier wäre es schöner gewesen, wenn die Spannung geblieben wäre. Leider gelang dies dem Autor nicht. Zum Beispiel führten Wiederholungen der Landschaftsbeschreibungen oder aber auch Wiederholungen von Kath´s Gedanken dazu, dass ich das Buch auch problemlos aus der Hand legen konnte.

    Das Ende des Buchs und die Auflösung waren jedoch grandios. Die Wendung konnte mich echt überraschen. Obwohl es versteckt im Buch kleine Andeutungen gab, hätte ich niemals in diese Richtung gedacht! Sehr gut! Auch gab es auf den letzten Seiten wirklich actionreiche Szenen. „Das Mädchen aus dem Moor“ endete also in einem furiosen und teils blutigen Finale.

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    Fazit:

    Das Mädchen aus dem Moor ist ein atmosphärischer, düsterer Thriller, der ab und an etwas vom Gas ging, aber mit einer überraschenden Auflösung punkten konnte. Von mir gibt es vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die es gruselig und geheimnisvoll mögen und keine durchgängige Spannungskurve brauchen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Crime Club

    Es wird gruselig bei "Mädchen aus dem Moor" und Thrill me im Crime Club

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    Kath Redways wollte sich selbst umbringen. Das jedenfalls wird Kath gesagt. Doch Kath kann sich an nichts erinnern. War sie nicht glücklich? Warum wollte sie sich selbst töten? Verzweifelt versucht Kath die Mauer in ihrem Gedächtnis zum Einsturz zu bringen und entdeckt dabei fürchterliches ...

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    Crime Club
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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    Lavendel3007s avatar
    Lavendel3007vor 2 Monaten
    Spannend, Gänsehaut... Eisige Schwestern hat mich schon begeistert 🤩
    Kommentare: 1
    animsle1510s avatar
    animsle1510vor 2 Monaten
    Grusel grusel.....
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    DremCatchers avatar
    DremCatchervor 2 Monaten
    Oh gott der Text klingt wirklich vielversprechend
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    Kat_mos avatar
    Kat_movor 2 Monaten
    Der Inhalt klingt schon mal vielversprechend, genau wie ein Psychothriller sein muss. Wird wohl in meiner nächsten Bücher Bestellung enthalten sein
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    Annerosehelgas avatar
    Annerosehelgavor 2 Monaten
    Weil ich gerne mal wieder was richtig Gruseliges lesen möchte
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    BookfantasyXYs avatar
    BookfantasyXYvor 4 Monaten
    Das liest sic anhand des Klappentextes super psychologisch spannend und gruselig, so dass man um das Buch nicht herum kommt, und es am besten unterwegs im Zug oder nicht alleine zu Hause liest.
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    EulenCupcakes avatar
    EulenCupcakevor 4 Monaten
    Spannung versprechend
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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 4 Monaten
    Der Inhalt klingt sehr spannend.
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