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steffis-und-heikes-Lesezauber

vor 1 Woche

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Kurzbeschreibung
Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben.
Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

Meinung
„Stiefkind“ ist mein erster Psychothriller des Autors S.K. Tremayne. Durch seinen spannenden Klappentext und auch das etwas unheimliche Cover wurde ich aufmerksam darauf. Da es genau in mein Leseschema passt, musste ich es natürlich lesen und war ganz gespannt darauf.

Die Geschichte begann eigentlich ganz ruhig und gar nicht thrillermäßig. Rachel lernt einen Mann kennen und lieben, sein Sohn mag sie auch, die beiden heiraten sehr schnell und ziehen in das Herrenhaus in Cornwall. Alles erschien gut und normal, bis eines Tages Jamie merkwürde Ansätze aufweist. Es schien als hätte der kleine Mann Visionen, welche durchaus beängstigend waren. Was war wirklich daran?

Die Atmosphäre verdüsterte sich schlagartig und es wurde spannend und interessant. Bis zum Schluss hielt dies auch an und ich war nur begeistert. Ich erhielt Einblicke in die Psyche der Menschen und sah, dass nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen war und jeder so seine Geheimnisse hatte. Der eine mehr, der andere weniger. Dennoch gestaltete sich die Handlung ruhig und etwas gelassen, es ging gut voran, aber eben nicht auf die rasante Art und Weise. Trotzdem zog mich dieses Werk so in den Bann, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Am Schluss gab es nochmal einen kleinen Showdown. Die Situation eskalierte, nahm aber dann trotzdem ein stimmiges Ende. Alle bis dahin noch hinterfragten Geheimnisse wurden gelüftet und es ergab alles einen Sinn.

Die Charaktere waren grandios. Sehr authentisch und real erschienen sie mir und ihre psychologische Verfassung wurde vom Autor gekonnt dargestellt. Die Angstzustände, die Verwirrtheit und noch einiges mehr kamen erschreckend echt rüber. Ein einzelner wurde wahrscheinlich bewusst nicht in den Vordergrund gestellt. Alle Personen erhielten die gleiche Aufmerksamkeit. Das fand ich persönlich ganz gut, denn somit musste ich mich nicht an einen Darsteller heften, sondern konnte mit mehreren harmonieren. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse und hinterließen einen mystischen Flair.

Der Schreibstil von Herrn Tremayne war flüssig, leicht zu lesen, aber sehr bildgewaltig und fesselnd. Die Kapitel wurden einigermaßen kurz gehalten und die Schriftgröße war ok.

Fazit
„Stiefkind“ war für mich ein dramatischer, spannender und fesselnder Psychothriller der Extraklasse. Es gibt nichts zu meckern und ich kann ihn nur weiterempfehlen. Somit vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen.

Autor: S. K. Tremayne
Buch: Stiefkind
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