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honey_tami

vor 4 Jahren

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Ja, „Shades of Grey“ lässt grüßen, aber in einer etwas anderen, erwachseneren Art und Weise, weshalb mir dieses Buch besser gefallen hat. Zu Beginn platzt man mitten in das Geschehen, als Sophia ihre Zusage für das Stipendium auf der Schauspielschule bekommt. Man ist direkt dabei und in der Handlung drin.

Sophia ist nicht so penetrant und nervend naiv und über Marc´s Leben erfährt man durch die Gespräche zwischen Denise und Sophia etwas mehr. Auch ist Marc Blackwell ein nicht ganz so extremer Kontrollfreak mit Vertrag und so weiter, was das Zwanghafte aus dieser Handlung nimmt.

Die Protagonistin Sophia ist sehr viel komplexer als zum Beispiel eine „Anastasia Steele“. Auch ihr Bezug zur Natur und die schönen Beschreibungen des College´s und der Umgebung mit dem Park und dem Wald fand ich sehr gelungen. Das Verhältnis zwischen Sophia und ihrer Freundin Jen ist etwas ganz besonderes. Sie kennen sich schon ewig und erzählen sich auch alles, was ich als sehr erfrischend empfand.

Dass Marc so schnell seiner Schülerin verfällt, war etwas unglaubwürdig. Gerade er, der sich immer unter Kontrolle hat, kann bei ihr nach drei Tagen Unterricht nicht mehr an sich halten? Gleichwohl er weiß, dass ein Lehrer-Schüler-Verhältnis ein absolutes Tabu ist?

Trotzdem verhalten sich die Charaktere hier viel natürlicher und authentischer als in "Shades of Grey" und ich habe mich beim Lesen nicht so viel über deren Gedankenwelt und Handlungsweise geärgert. Obwohl Sophia auch oftmals etwas arglos erscheint, empfinde ich es hier nicht so nervig. Die erotischen Szenen waren eher selten aber durchaus überzeugend. Zumindest hat hier eine 22-Jährige schon einmal sexuelle Erfahrungen gehabt.

Der Schreibstil und die Dialoge sind sehr einfach gehalten und man kommt schnell durch das Buch. Es ist jetzt für mich kein anspruchsvolles Buch, aber das soll es ja auch nicht sein – es hat mich tatsächlich gefesselt, einfach aus dem Grund meiner Neugier, wie es sich zwischen den beiden Protagonisten entwickeln wird. Bei „Shades of Grey“ hat es nicht dafür ausgereicht, mir den zweiten Teil zu holen, bei "Devoted" würde ich dem Folgeband eine Chance geben.

Die letzten Seiten haben mir nicht ganz so gut gefallen, da die Szene sehr unglaubwürdig ist und mir plötzlich alles zu schnell ging. Trotzdem hat es mich neugierig auf den zweiten Band gemacht. 

Autor: S. Quinn
Buch: Devoted - Geheime Begierde
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