Alle Bücher von S. U. Pacat

S. U. PacatCaptive Prince: Volume One (Volume 1) 1st (first) Edition by Pacat, S. U. (2013)
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Captive Prince: Volume One (Volume 1) 1st (first) Edition by Pacat, S. U. (2013)
S. U. PacatCaptive Prince: Volume Two (Volume 2) 1st (first) Edition by Pacat, S. U. (2013)
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Captive Prince: Volume Two (Volume 2) 1st (first) Edition by Pacat, S. U. (2013)

Neue Rezensionen zu S. U. Pacat

Neu
Korikos avatar

Rezension zu "Captive Prince: Volume Two (Volume 2) 1st (first) Edition by Pacat, S. U. (2013)" von S. U. Pacat

Genial von der ersten bis zur letzten Seite
Korikovor 5 Jahren

Story:
Um einen Krieg zwischen Vere und Akielos zu verhindern, ist Damen, hinter dem sich eigentlich Prinz Damanios von Akielos verbirgt, gezwungen mit Laurent, Veres Prinzen und Thronfolger zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden sie von Laurents Onkel an die südliche Grenze geschickt, um Vere gegen Eindringlinge zu verteidigen. Damen wird schnell klar, dass der gegenwärtige Regent in keiner Weise das Wohl seines Neffen im Sinn hat, als er das zusammengestoppelte Heer sieht, was man Laurent zur Seite stellt. Alles deutet darauf hin, dass Laurent auf dem Weg in den Süden getötet werden soll, was dem nahenden Krieg zwischen Akielos und Vere neue Nahrung geben würde. Somit beginnen Damen, der Krieger Jord und dessen Freund Orlant aus dem wilden Haufen eine Einheit zu formen, während Laurent alle Hände voll zu tun hat, die Intrigen seines Onkels abzuwehren und sich auf seine Art der Unterstützung der Nachbarländer zu versichern. In mehreren heimlichen Ausritten verlässt Laurent das Lager seiner Männern, stets in Begleitung von Damen, der dem Prinzen als Leibwächter zur Seite steht.

Doch die Zeit drängt, denn auch Laurents Onkel verfügt über ein umfangreiches Netzwerk an Spionen und Gefolgsleuten und hat immer mehrere Pläne in petto, um seinem Neffen den Thron entreißen. Und inmitten all der harten Kämpfe, komplexen Intrigen und detaillierten Planungen kommen sich die beiden unweigerlich näher. Aus Respekt wird Freundschaft und letztendlich kann sich Damen der Anziehungskraft Laurents nicht mehr verwehren …

Eigenen Meinung:
„Captive Prince Vol. 2“ setzt dort an, wo Band 1 endete und führt die Geschichte um Damen und Laurent in gewohnter Qualität fort. S. U. Pacat gelingt es das Potenzial der Geschichte um ein Vielfaches zu steigern und den Vorgängerroman in vielfacher Hinsicht zu übertreffen. Die Geschichte besticht erneut durch komplexe Intrigen, doppelbödige Elemente und eine so vielschichtige Handlung, dass man wirklich konzentriert bei der Sache bleiben muss, um alle Andeutungen und Hinweise zu verstehen. Dabei werden auch offene Punkte vom ersten Band aufgegriffen oder einige Ereignisse präsentieren sich urplötzlich in einem neuen Licht, so dass die Geschichte immer logischer und in sich schlüssiger wird. Dadurch fesselt „Captive Prince“ von der ersten bis zur letzten Seite und es fällt schwer das Buch zur Seite zu legen.

S. U Pacat baut einmal mehr auf eine intrigenreichen Geschichte, die dieses Mal auch von einigen Kampf – und Actionenszenen unterbrochen wird, da es erstmals auch zu Kämpfen und Schlachten kommt. Dadurch wirkt „Captive Prince Vol. 2“ wesentlich dynamischer und interessanter als Band 1, der sich vorwiegend im Palast abgespielt hat und wo Damens Spielwiese auf wenige Zimmer beschränkt war. Sicherlich gibt es auch in „Captive Prince Vol. 2“ viele Beschreibungen und Hintergrundinformationen (so erfährt man durch Damen endlich mehr über den Staatstreich seines Bruders und die Hintergründe zu seiner Degradierung zum Sklaven), aber es gibt auch mehr Action, so dass die Geschichte ausgewogener geworden ist.

Neben der komplexen Handlung können einmal mehr die Figuren überzeugen. Laurent und Damen entwickeln sich im Laufe der Ereignisse weiter, und werden endlich mehr als Kampfgefährten, die einander respektieren. Damen lernt im Laufe der Zeit Laurent besser kennen und verstehen, und ist schon bald der einzige, der sich dem Prinzen in den Weg stellt, wenn dessen Temperament einen Plan zunichte machen könnte. Zudem vertieft sich sein Interesse an Laurent und es beginnt seine eigenen Aktionen gegen Vere und das seines Landes in einem neuen Licht zu betrachten.
Auch Laurent wird im Laufe der Zeit greifbarer, was daran liegt, dass er sich Damen gegenüber öffnet und immer wieder einen Blick auf seine wahre Natur gewährt. Natürlich ist er für Damen und damit auch für den Leser zumeist undurchsichtig, seine Aktionen nur schwer nachvollziehbar, doch er taut während der Reise zur Grenze spürbar auf.

Natürlich kommen sich Damen und Laurent endlich näher, wenngleich von einer romantischen Liebesbeziehung keine Rede sein kann. Stattdessen bekommt man von S. U. Pacat eine sehr realistische und glaubwürdige Beziehung präsentiert, die im Grunde nicht gut enden kann – etwas, was beide Protagonisten wissen. Dennoch spürt man das Knistern zwischen Laurent und Damen, die Gefühle, die beide füreinander entwickeln und die in einer gemeinsamen Nacht enden.

Auch die Nebenfiguren sind starke, in sich logisch handelnde Persönlichkeiten. S. U. Pacat führt eine Vielzahl interessanter Charaktere ein, wobei auch alte Bekannte einen kürzeren oder längeren Auftritt bekommen. Jord und Orlant, die Damen im Palast bewacht haben, nehmen einen größeren Part ein, während der 13-jährige Nicaise nur am Rand auftaucht. Mit Aimeric taucht eine neue Figur auf, die im Laufe der Handlung eine wichtige Rolle spielt und auch die Herrscher der Südreiche von Vere bekommen ein wenig mehr Gewichtung. Alles in allem geben sie Laurent und Damen einen passenden Rahmen, um sich zu entwickeln und die Geschichte voranzutreiben.

Stilistisch ist auch der zweite Band von „Captive Prince“ gut gelungen und sehr mitreißend umgesetzt. S. U. Pacats Schreibstil ist sehr komplex, sie nutzt gerne ungewöhnliche Wörter und Beschreibungen, was von deutschen Lesern gute bis sehr gute Englischkenntnisse erfordert. Man muss durchaus konzentriert und dauerhaft bei der Sache sein, um die Geschichte zu genießen und die vielen kleinen Hints zu verstehen.

Fazit:
Mit „Captive Prince Vol. 2“ schließt S. U. Pacat an den Erfolg ihres ersten Bandes an und führt die Geschichte um Laurent und Damen überzeugend und intrigenreich fort. Dank der komplexen Geschichte und der vielschichtigen Charaktere gehört „Captive Prince“ zur Zeit zu den besten Gay Fantasy Reihen, die es momentan gibt und es bleibt zu hoffen, dass nicht nur Band 3 schnellstmöglich erscheint (weil „Captive Prince Vol. 2“ mit einem Cliffhanger endet), sondern dass die Reihe so bald wie möglich auch in Deutschland erscheint. uneingeschränkt zu empfehlen.

Kommentieren0
4
Teilen
Korikos avatar

Story:
In einem Staatsstreich übernimmt Kastor, der Bastard Königs Theomedes, das Land Akielos und tötet nicht nur seinen Vater, sondern setzt auch seinen jüngeren Bruder Damanios, den rechtmäßigen Thronerben gefangen. Da sein Hass auf letzteren so groß ist, entscheidet sich Kastor gegen einen schnellen Tod und degradiert seinen Bruder zum Sklaven Damen. Zusammen mit ausgebildeten Lustsklaven wird er ins verfeindete Vere gebracht, und dort dem königlichen Prinzen Laurent als Pet zum Geschenk gemacht. Damen bleibt keine andere Wahl, als sich auf den intrigenreichen Hofstaat und die gefährlichen Spielereien des undurchsichtigen Laurent einzulassen und sein Schicksal vorerst anzunehmen. Immerhin hasst jeder Veretianer Prinz Damianos, der in einer alles entscheidenden Schlacht vor sechs Jahren Laurents älteren Bruder und Thronerben getötet hat. Insbesondere Laurent hasst Akielos und die Barbaren, die dort leben.

Für Damen bricht eine schwere Zeit an, in der er sich nicht nur gegen die gefährlichen Intrigen zwischen Laurent und seinem Onkel, dem derzeitigen Herrscher in Vere, erwehren muss, sondern auch lernt was es heißt ein Sklave zu sein. Zudem hofft Damen auf den Tag, an dem er endlich fliehen und nach Akielos zurückkehren kann, um Kastor zur Rede zu stellen und seinen Platz auf dem Thron einzunehmen …

Eigene Meinung:
„Captive Prince“ startete zunächst in S.U. Pacats Blog als fortlaufende Geschichte. Aufgrund der steigenden Fanzahlen und des positiven Feedbacks, das die Autorin im Laufe der Zeit erhielt, erschienen 2013 die ersten beiden Bände der geplanten Trilogie im Eigenverlag als eBook und Taschenbuch. Trotz vorheriger Online-Veröffentlichung, wurden die Bücher rasch als Geheimtipp gehandelt, was im Frühjahr 2013 das Interesse einiger Agenten und Verlage nach sich zog und schließlich darin endete, dass Penguin Books sich die Rechte an der Trilogie sicherte. Bereits 2014 sollen die ersten beiden Bände in neuer Form erscheinen, ebenso der abschließende, dritte Roman.

Die Geschichte ist von Anfang an spannend, startet die Autorin doch direkt im Geschehen und fesselt den Leser so bereits auf den ersten Seiten. In einigen Punkten erinnert „Captive Prince“ ein wenig an „Staub und Stolz“ von Cecil Dewi, wobei hier durchaus etliche Unterschiede zwischen den Büchern existieren. Zu Beginn verwirren die vielen fremd klingenden Namen und Länder, obwohl die Autorin im Vorfeld alle wichtigen Figuren kurz vorstellt, doch mit der Zeit gewöhnt man sich an die vielen schillernden Persönlichkeiten und die Fantasyländer Vere und Akielos, die so unterschiedlich sind, wie Tag und Nacht.
S.U. Pacat hat eine durchaus interessante Welt erschaffen (von der ich mir durchaus eine Landkarte gewünscht hätte), die im Großen und Ganzen logisch und in sich schlüssig ist. Lediglich an einigen Stellen (insbesondere das Pet-System in Vere, das nur gleichgeschlechtliche Paare erlaubt) wirken Erklärung ein wenig schwammig und inkonsistent oder es mangelt schlicht und ergreifend an Informationen. Das mag durchaus daran liegen, dass alles aus Damens Sicht erzählt wird, und dieser dank seiner Gefangenschaft im königlichen Palast in Vere, nur wenig von der Außenwelt mitbekommt, aber mit der Zeit ermüden die wiederholenden Beschreibungen des Zimmers und seiner Umgebung. Einzig die vielen Intrigen zwischen Laurent und seinem Onkel, die mit der Zeit wie ein kompliziert aufgebautes Schachspiel anmuten und sich Damen und dem Leser in ihrer Komplexität erst nach und nach präsentieren, sorgen für Spannung und Dynamik. Sie machen die große Stärke des Buches aus. S.U. Pacat versteht es gekonnt mittels Dialogen und kleinen Hinweisen Spannung aufzubauen und erst im Laufe der Zeit die einzelnen Figuren und deren Beweggründe zu enthüllen. Damen, der eine wesentlich einfachere und ehrlichere Lebensweise gewohnt ist, fällt es natürlich schwer, durch dieses Geflecht zu sehen und wird schnell zu einer Schachfigur, die sich erst zum Ende hin befreien kann, wenngleich er damit unfreiwillig seinen Platz an Laurents Seite festigt.

Positiv sei an dieser Stelle hervorzuheben, dass S.U. Pacat weitestgehend auf erotische Szenen verzichtet. Die Autorin spielt zwar mit Klischees des Genres (was vielleicht daran liegt, dass sie aus dem Fanfiction-Bereich kommt), nutzt diese jedoch für unerwartete Wendungen in der Handlung, anstatt flachen Sexszenen. Es gibt zwar einige kurze Sequenzen, doch diese werden glücklicherweise nicht ausgedehnt oder gar romantisiert. Genau das findet man in „Captive Prince“ nämlich nicht – Romantik und Liebe. Es mag sich bei S.U. Pacats Roman um ein homoerotisches Werk handeln, doch die Autorin konzentriert sich glücklicherweise komplett auf die Intrigen und die Interaktionen zwischen Damen und Laurent. Dabei ist auf keiner Seite wirklich Liebe im Spiel – Damen bevorzugt Frauen und nimmt nur selten Männer mit ins Bett, Laurent wirkt vollkommen asexuell. Wer also auf einen Vertreter des boomenden Gay Romance Genre hofft, wird enttäuscht. „Captive Prince“ ist intrigenreiches High Fantasy, bei dem zumindest im ersten Band keine Liebesgeschichte vorkommt. Dafür nimmt sich die Autorin Zeit für ihre Figuren. Die Beziehung zwischen Damen und Laurent entwickelt sich sehr langsam, nachvollziehbar und glaubhaft, was am Ende des ersten Bandes in widerwilligem Respekt füreinander und einen Anflug von Vertrauen endet.

Neben der intrigenreichen, komplexen Geschichte können auch die Figuren überzeugen. Damen ist ein sympathischer Held, der mehr als einmal aufgrund seines Stolzes und seiner hitzigen Natur in Schwierigkeiten gerät. Man kann seine Gedanken und Gefühle sehr gut nachempfinden, insbesondere da er eher ein Kämpfer ist und höfischen Gepflogenheiten (gerade die elitäre, gehobene Art der Vere) nur wenig abgewinnen kann. Das bedeutet nicht, dass er sich rein auf seine körperlichen Attribute verlässt – Damen weiß durchaus zu reden, ist diplomatisch und versucht das Beste aus einer Situation zu gewinnen.
Ihm entgegen steht Laurent, der kühle, undurchsichtige und strenge Thronanwärter Veres, der die Menschen Akielos’ mehr als alles andere hasst. Seine Beweggründe und Gedanken bleiben dem Leser verborgen, da Damen den jungen Mann nur schwer begreifen kann. Erst im Laufe der Geschichte rückt Laurent ein wenig mehr in den Fokus und mausert sich nach und nach durch seine geschickten Intrigenspiele und seine diplomatischen Fähigkeiten zu einem extrem interessanten Charakter. Er ist der ideale Gegenpart zu Damen und in gewisser Weise ergänzen sie sich.

Auch die übrigen Charaktere sind gut durchdacht und keinesfalls blass. Veres aktueller Herrscher ist ein faszinierender Charakter – nach außen hin freundlich und wohlmeinend, aber ebenfalls ein Meister des Intrigenspiels und (wie Damen erst spät feststellt) bei weitem nicht so nett, wie er vorgibt. Nicaise, der junge Pet des Herrschers weiß ebenfalls zu überzeugen und sorgt in vielen Szenen für Spannung und Action. Zusammen mit den Wachen, einigen Sklaven und Pets, die Damen im Laufe der Zeit kennenlernt, ergibt sich eine schöne Mischung unterschiedlicher Figuren, die Damen und Laurent einen passenden Rahmen verleihen.

S.U. Pacat hat einen schönen, leicht lesbaren Schreibstil, an den man sich jedoch zu Beginn erst gewöhnen muss. Sie hat einen Hang für schwierige Worte und Begriffe, die gerade deutschen Lesern ein wenig mehr abverlangen, um der Geschichte zu folgen. Das fällt besonders in den Dialogen auf oder wenn die einzelnen Intrigen aufgeschlüsselt werden. Daher ist „Captive Prince“ eher für Fans geeignet, die die englische Sprache sehr gut beherrschen und keine Probleme haben, notfalls zum Wörterbuch zu greifen. Wer einmal den Einstieg geschafft hat, kann das Buch kaum aus der Hand legen – es geht Schlag auf Schlag und da der erste Band offen endet, sollte man die Fortsetzung bereits griffbereit haben.

Fazit:
Mit Volume 1 von „Captive Prince“ legt S.U. Pacat einen spannenden, gut durchdachten Start der gleichnamigen Trilogie vor, der Lust auf mehr macht. Sowohl die facettenreiche Geschichte, als auch die interessanten Figuren und die Fantasyreiche Akielos und Vere können überzeugen und geben den perfekten Rahmen für einen schön geschrieben High Fantasy Roman, in dem er nicht um Kriege und Weltenrettung geht, sondern um Intrigen und Machtspiele. Wer „Staub und Stolz“ mochte und wer nach guter homoerotischer High Fantasy sucht, in der es nicht um Beziehungskisten und erotische Liebesabenteuer geht, macht bei „Captive Prince“ nichts falsch. Zu empfehlen.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 8 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks