S. Urban Engelsgesang

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Inhaltsangabe zu „Engelsgesang“ von S. Urban

Ángel van Campen flüchtet vor seinem egozentrischen und gewalttätigen Vater in die Stadt München. Dort lernt er Wolfgang kennen, der mit Gitarrenunterricht und gelegentlichen Auftritten seinen Lebensunterhalt bestreitet. Dieser nimmt den verängstigten, von Albträumen geplagten Jungen bei sich auf. Durch Zufall entdeckt Wolfgang bei Ángel ein außergewöhnliches Talent. Ángel beherrscht, ohne es zu wissen, den klassischen Countergesang. Wolfgang verhilft ihm zu einem Stipendium an der Musikhochschule. Die ganze Zeit über redet er sich ein, nur ein väterlicher Freund zu sein und verdrängt seine tiefen Gefühle.Währenddessen verliebt sich Ángel in den Kunststudenten Martin, dessen unübersehbare Zugehörigkeit zur Gothicszene, ihn fasziniert. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre, der Wolfgang natürlich ablehnend gegenübersteht.Bei einer Vernissage trifft Ángel unvorhergesehen auf seinen Vater. Dieser attackiert ihn körperlich und quält ihn mit einem detaillierten Bericht über den Tod von Ángels jüngerer Schwester. Ángel macht sich schlimme Vorwürfe, da er in dem Vorhaben, seine Schwester schnellstmöglich zu sich zu holen, um sie so vor den Übergriffen seines Vaters zu schützen, versagt hat. Sein augenscheinliches Versagen setzt ihn derart zu, dass er ebenfalls versucht sich in den Selbstmord zu flüchten. Dieser misslingt, als Wolfgang und Martin ihn finden. Endlich erfahren beide die wahren Hintergründe seiner Alpträume. Sie sind entsetzt über so viel unvorstellbare Grausamkeit Noch in derselben Nacht suchen beide Ángels Elternhaus auf, um den Vater zur Rede zu stellen. Es kommt zu einem furchtbaren Eklat, in dessen Verlauf ein Mensch stirbt und das Leben von drei Weiteren auf unwiederbringliche Weise verändert wird.Eine Geschichte über Selbstfindung und die Macht der Liebe, die manchmal fähig ist, die übermächtigen Schatten der Vergangenheit zu besiegen.

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  • Leserunde zu "Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig: 18 erotische Rezepte" von Jannis Plastargias

    Gleich, Liebes, gleich ist das Essen fertig
    J_Walther

    J_Walther

    Erotik und Essen - Genuß und Lust - ein zeitloses Thema! Zusammen mit dem Herausgeber Jannis Plastargias laden wir Euch zu einer Leserunde dieser Anthologie ein. Der Größenwahnverlag stellt 5 Taschenbücher und 5 eBooks zur Verfügung. Die Anthologie enthält Beiträge bekannter Autoren, wie Justin C. Skylark, Raik Thorstad, S. A. Urban, C. Dewi, Silke Porath u.v.a. - viele Autoren werden sich an der Leserunde beteiligen. Mehr Infos und Leseprobe hier:  Verlag Inhalt: Kennst du das? »Liebe geht durch den Magen« sagt man, und du zerbrichst dir schon seit Tagen den Kopf darüber, was du an Leckerem kochen sollst! Du hast ein Ziel: sie/ihn zu verführen, und schon das Essen soll deine erotischen Absichten enthüllen. Bald ist sie/er da. Sorgfältig den Salat d´amour auf die Teller anrichten, die Spargelcremesuppe de luxe noch mal probieren – ja, heiß ist sie und lecker – der Backofen ist abgeschaltet, du schaust nochmal, ob der Braten nicht eine zu dunkle Kruste bekommen hat – ob ihr/ihn die Nuss-Karamell-Sauce dazu schmecken wird? – spätestens beim Dessert muss sie/er dich küssen, deswegen hast du Quarkcreme mit Schuss vorbereitet – Alkohol ist immer gut – es klingelt – oh Gott, sie/er ist da – schnell noch einen Schluck nehmen – habe ich das richtige Outfit? – es klingelt nochmal, lange Schritte führen dich zur Tür, mit zitternden Händen machst du auf, und zwei große, verliebte Augen – ach, endlich, dieser Blick! – schauen dich erwartungsvoll an. In dieser 2. Queer-Anthologie stellt Jannis Plastargias ausgesuchte Geschichten vor, die sinnlich, frivol, überraschend, aber auch traurig sind, Erzählungen über Menschen, die versuchen, mit erotischen Rezepten den Partner zu verführen – oder ihn zu töten, auf jeden Fall ihr kulinarisches Handwerk beherrschen und meistens in der Küche zu finden sind. Um Irritationen vorzubeugen: - im Mittelpunkt der meisten Geschichten stehen homosexuelle/ transidente oder anderweitig queere Figuren - es sind Kurzgeschichten - es geht um Erotik und Sinnlichkeit im weiteren Sinne Schreibt in Eure Bewerbung bitte, ob ihr eBook oder Paper bevorzugt. Wir freuen uns auf Eure Beteiligung!

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  • Rezension zu "Engelsgesang" von S. A. Urban

    Engelsgesang
    KyraCade

    KyraCade

    06. January 2012 um 18:59

    Der noch minderjährige Àngel van Campen flieht vor seinem gewalttätigen Vater nach München und findet dort Zuflucht bei Wolfgang, einem Musiker, der sich in den blonden Jungen verliebt. Diese Gefühle verbirgt er jedoch und ermöglicht Àngel stattdessen das Vorsingen an der Musikhochschule, um ein Stipendium zu ergattern, denn der Junge ist außergewöhnlich: Er beherrscht den klassischen Countergesang. Um Geld zu verdienen arbeitet der 17-Jährige als Aktmodell bei der Professorin Valerie Jugan, die entsprechende Fotos von ihm macht. Dadurch lernt er auch Martin kennen, ein verschlossener Typ, der sich später als Satanist entpuppt. Martin verliebt sich und beginnt eine heiße und leidenschaftliche Affäre mit Àngel, der immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Als sein Vater auf einer Vernissage auftaucht und ihn auf der Toilette missbraucht, brennen bei Martin die Sicherungen durch… Das Buch ist gefühlvoll geschrieben. Der Leser bekommt Mitleid mit Àngel, was sicherlich gewollt ist. Obwohl es nicht angesprochen wird, ist schnell klar, was Gabriel van Campen seinem Sohn angetan hat. Dieser leidet unter seiner Vergangenheit, dem frühen Tod der Mutter und die Sorge um die Schwester, die er zurücklassen musste. Man erlebt seine erste Liebe mit, das erste Mal als verunglückter Dreier, das erste Mal mit einem Mann, mit Martin, der schon ganz andere Erfahrungen gesammelt hat und sich mit Drogen das Leben schön lügt. Aber nicht nur die menschlichen Abgründe und alle Schreckenstaten, die aus Liebe getan werden, beschreibt Urban detailliert. Auch ist eine große musikalische Kenntnis vorhanden, werden der Countergesang und seine Besonderheiten vorgestellt, für jeden Laien verständlich. Im Anhang befindet sich eine Liste der Musikstücke, die beim Schreiben begleitet haben. Positiv ist der Umgang mit der Schwarzen Szene und der satanistischen Gruppierung, die durch ein – nicht näher beschriebenes – Ritual aus dem ängstlichen Protagonisten einen stolzen, mutigen und lebensbejahenden jungen Mann macht. Hier wird nicht mit Klischees gearbeitet, nicht verurteilt oder gerechtfertigt. Wertungen haben in diesem Roman keinen Platz, der Leser kann neutral an die Themen herantreten und diese entweder überlesen oder sich seine eigene Meinung bilden. Vielleicht regen die Umschreibung sogar zu eigenen Nachforschungen an über die Schwarze Szene oder Satanismus. Mir hat das Herangehen an die Homosexualität gefallen. Die sexuelle Orientierung wird nicht als gut oder schlecht abgestempelt, sie muss nicht zwingen toleriert werden. Der Leser ist hier frei, sich seine Meinung zu bilden. Dennoch werden Probleme geschildert. Zweifel, die Àngel hegt und Ängste vor dem ersten Mal werden beschrieben, aber auch Anfeindungen und Verurteilungen werden dargestellt. Die innere Zerrissenheit des Protagonisten wird deutlich benannt und der Leser kann sie gut nachempfinden. Ebenso die Panik, die Àngel überkommt, als er seinem Vater begegnet ist geradezu greifbar. Der Roman liest sich flüssig. Wie in ihrem ersten Roman "Einmal Sinti und zurück" baut Urban Spannung auf und überrascht immer wieder mit Ereignissen, die der Leser nicht erwartet hat. Im Vergleich mit dem Erstlingswerk fällt auf, dass "Engelsgesang" ohne die irritierenden Zeitsprünge auskommt und in sich geschlossener ist. Eine einfühlsame Geschichte über Vergangenheitsbewältigung und Selbstfindung.

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