Überleben

von S.A. Bodeen 
4,0 Sterne bei82 Bewertungen
Überleben
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GrauerVogels avatar

Volle Rezi gibt's hier: http://pieni-lepakko.blogspot.de/2016/09/rezension-uberleben.html#more

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Ein packender Thriller über ein Leben im Bunker

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Inhaltsangabe zu "Überleben"

Seit sechs Jahren lebt Eli mit seiner Familie in einem Bunker, den seiner reicher Vater hat bauen lassen – kurz bevor die USA einem nuklearen Anschlag zum Opfer fielen. Zwar sind er und seine Schwestern jetzt in Sicherheit. Aber ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt wird Eli das Eingesperrtsein zunehmend unerträglicher. Die Lage spitzt sich zu, als die Lebensmittel knapp werden und Eli immer häufiger mit seinem Vater aneinander gerät. Welches Geheimnis verbirgt er? Und stimmt es wirklich, dass es außer ihnen keine Überlebenden gibt?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783841500748
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Oetinger Taschenbuch
Erscheinungsdatum:16.05.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    GrauerVogels avatar
    GrauerVogelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Volle Rezi gibt's hier: http://pieni-lepakko.blogspot.de/2016/09/rezension-uberleben.html#more
    Nicht irre spannend, macht aber neugierig


    Seit ein Atomkrieg die Welt vernichtete, lebt Eli mit seiner Familie in einem Bunker, den sein Vater in weiser Voraussicht erbauen ließ. Doch allmählich werden die Nahrungsmittel knapp und Elis Vater immer seltsamer. Irgendetwas ist nicht in Ordnung - und Eli will herausfinden, was das ist.



    Eli ist ein sehr interessanter Hauptcharakter, da er eigentlich keine besonders sympathische Person ist. Dennoch kann man sich in ihn hineinversetzen und er reflektiert sein eigenes Verhalten recht gut. So verändert er sich auch im Laufe des Buches, ebenso wie die Beziehung zu seinen Schwestern. Die Charaktere fand ich allgemein gut dargestellt, nur konnte ich seine Schwestern ab und zu nicht auseinanderhalten, was aber eben daran lag, dass Hauptfigur Eli sich auch nicht sonderlich für die beiden zu interessieren scheint und selbst nicht viel über sie weiß.
    Der Bunker ist kein klassischer Betonkeller, wie man sich eben einen Bunker so vorstellt. Er ist mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet und einer Menge Technologie, die ein langes Überleben dort unten sichern soll. Jedoch treten damit zunehmend Probleme auf, was die Lage der Familie zusehens verschlechtert.
    Nach vielen Jahren inneren Abschottens und Desinteresses, beginnt Eli plötzlich, sich für all die Vorgänge zu interessieren und beginnt Nachforschungen anzustellen.
    Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Es werden immer wieder Dinge angedeutet oder erwähnt, aber zunächst nicht weiter erklärt. Das führt dazu, dass man sogartig immer weiterlesen muss, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Einige dieser Fäden laufen jedoch meiner Ansicht nach ins Leere, was ich sehr schade finde. 
    Trotzdessen finde ich nicht, dass das Buch wirklich als "Thriller" bezeichnet werden kann, denn dafür fehlt mir der Nervenkitzel. Es ist weniger Spannung, die einen als Leser antreibt, sondern viel mehr Neugier und für mich ist das ein großer Unterschied. 
    Zudem waren manche Dinge wirklich vorhersehbar und im Grunde von Anfang an klar. Aber ich denke, dass sich das bei diesem Ausgangsszenario auch kaum vermeiden lässt.

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    Cadiyas avatar
    Cadiyavor 5 Jahren
    Gute Idee mit schlechter Umsetzung und mangelden Biokentnissen

    Die Idee an sich ist sehr gut. Da hätte man eine Menge draus machen können. Aber leider ist die Geschichte nicht nur recht durchsichtig, alles wir auch recht knapp abgehandelt. Ich hätte gerne noch mehr über das Leben in Bunker erfahren und darüber wie alles funktioniert. Die Energieversorgung ist mir noch ein Rätsel. Vor allem weil die mit Elektrizität extrem verschwenderisch umgehen. Aber der riesige Fehler bezüglich der „Ergänzungen“ hat  das Buch dann für mich endgültig ruiniert. Hat mich sehr gewundert dass ich das noch in keiner anderen Rezession gelesen habe. Mehr dazu unter Spoiler

     Ab hier Spoiler

     

     Es ergibt doch keinen Sinn Kinder zu bekommen um sie als „Nahrungsergänzung„ zu nutzen. Wie kommen die den auf so einen Mist? Eine schwangere Frau muss mehr als das hundertfache an Nährstoffen wie Proteine usw. zu sich nehmen damit das Kind überlebt und wächst als man im Endeffekt gewinnen würde wenn man das Kind nach der Geburt aufisst. Erst recht wenn das Kind danach auch noch 5 Jahre weiter groß gezogen und gefüttert wird. Da steckt man doch millionenfach viel mehr Nährstoffe rein als man raus bekommt. Und bei Klonen ist es das gleiche. Keines der Tierklone wie Dolly das Schaf ist schneller herangewachsen als ein normaler Schafembryo. Es bekam später nur schneller Verfallserscheinungen wie Arthritis. Wenn man hier nicht von einer abgefahrenen neuen Methode und Technologie ausgeht, für die es im Buch keinen Hinweis gibt, bringt das also auch nichts. Man ganz abgesehen von den ethischen Aspekten usw. die noch dazu kommen.

     

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    Frl-Jette-Babettes avatar
    Frl-Jette-Babettevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ich fand es spannend und interessant.
    Eingesperrt in einem Bunker

    Inhalt:
    Seit sechs Jahren lebt Eli mit seiner Familie in einem Bunker, den sein reicher Vater hat bauen lassen kurz bevor die USA einem nuklearen Anschlag zum Opfer fielen. Zwar sind er und seine Schwestern jetzt in Sicherheit. Aber ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt wird Eli das Eingesperrtsein zunehmend unerträglicher. Die Lage spitzt sich zu, als die Lebensmittel knapp werden und Eli immer häufiger mit seinem Vater aneinander gerät. Welches Geheimnis verbirgt er? Und stimmt es wirklich, dass es außer ihnen keine Überlebenden gibt?


    Meine Meinung:
    Die Geschichte nimmt schnell ihren lauf. Es kommt sehr schnell zu der annähernden Katastrophe und damit die folge das Eli mit Familie in den Bunker eingeschlossen ist.
    Es geht in dem Buch auch über die trauer von Eli und dessen Zwillingsbruder Eddy. Denn Eddy hat es nicht mehr rechtzeitig zum Bunker geschaft.
    Es ist wahnsinn was der Vater sich alles erdacht hat um so viele Jahre im Bunker zu überleben.
    Die Geshichte wird in Ich-Form geschrieben, aus Elis Sicht. Es ist einfach zu lesen und die Geschichte nimmt immer spannend seinen lauf.
    Die Geschichte hat teilweise echt schockierende Entwicklungen die ich hier nicht weiter erläutern würde.
    Ich hatte zumindest meinen lesespaß, es regt zum Nachdenken an.
    Leider, weil es so viel Erschreckendes da gibt, kommt es teilweise unlogisch rüber, da leider auch nicht viel Wert auf Erklärung gelegt wurde. Zum Schluss ist es wirklich schnell beendet und stürzen viele Informationen auf einem ein. Leider alles viel zu schnell.Denn noch wars ein Gutes Buch für zwischendurch

    Fazit:
    Das Buch ist spannend, zum Ende hin zu schnell fertig und Teils unglaubwürdig. Aber dennnoch machts spaß zu lesen.

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    joletas avatar
    joletavor 5 Jahren
    Überleben

    Inhalt:

    Das Leben, wie Eli es kannte, gibt es nicht mehr.
    Er war neun, als sein Vater, ein milliardeschwerer unternehmer, ihn und seine Familie in einem bestens ausgestatteten Bunker in Sicherheit brachte. Die USA waren durch einen atomaren Angriff ausgelöscht worden und die Welt außerhalb des Bunkers hatte für Eli und seine Schwestern aufgehört zu existieren.
    Jetzt ist Eli fünfzehn, und ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt wird ihm das Eingesperrtsein immer verhasster. Außerdem macht er sich große Vorwürfe. Sein Zwillingsbruder Eddy und die Großmutter hatten es damals nicht mehr rechtzeitig geschafft, sich zu retten, und Eli glaubt, dass er daran schuld ist. Doch dann spitzt sich die Lage zu. Nicht nur, daß die Lebensmittel knapper werden – Eli macht sich auch Gedanken wegen seines Vaters, der sich immer merkwürdiger verhält und ihm wird klar: Er muß reagieren!



    Ich meine dazu:

    Spannend, spannend, spannend. Könnte mir dieses Buch gut als Vorlage für einen Film vorstellen.

    Die Geschichte beginnt im Prolog mit der Flucht in den Bunker und springt dann im ersten Kapitel sechs Jahre weiter.
    Zunächst lernt man Eli kennen und das Verhältnis, das er zu jedem einelnen seiner Familie hat. Man erfährt mehr über die Routine, die im Bunker zum alltäglichen Leben gehört und über Probleme, die sich einschleichen. Alles ist darauf ausgerichtet, das Überleben im Bunker für 15 Jahre zu sichern.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und hat in meinem Kopf die richtigen Synapsen zum Klingen gebracht, um als leiser Beobachter Elis Leben zu verfolgen. Das Buch ist in Ich-Form geschrieben und ich hatte das Gefühl, Eli nimmt mich an die Hand und zeigt und erklärt mir alles – inklusive Führung durch den Bunker.
    Dabei stieg die Spannung im Buch kontinuierlich an, ich mußte einfach wissen, was als nächstes passierte...

    Das Ende hätte noch ein wenig ausgebaut werden können - die Lösung kam dann doch sehr schnell, aber ich denke dafür, daß es ein Jugendbuch ist, war es durchaus angemessen.

    Ein Buch von dem ich sehr überrascht war und das ich eigentlich nur empfehlen kann. Es wird mich mit Sicherheit noch ein wenig weiter beschäftigen... 

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    erdbeerliebe.s avatar
    erdbeerliebe.vor 5 Jahren
    Überleben im Bunker.

    Vor sechs Jahren flüchtete der nun fünfzehnjährige Eli in einen unterirdischen Bunker seines milliardenschweren Vaters - und ist damit wohl einer der wenigen Überlebenden des nuklearen Angriffs auf die USA. Leider hat es nicht seine ganze Familie in den Bunker geschafft: Seine Großmutter und sein Zwillingsbruder Eddy waren zu spät. Besonders der Verlust seines Bruders schwerzt Eli sehr, da er sich selbst die Schuld daran gibt, dass dieser nicht mit ihm überleben konnte. Mit jedem verstrichenem Tag, mit jedem Monat, mit jedem Jahr wird das Zusammenleben mit seiner Familie schwieriger und unerträglicher - seine Schwestern nerven Eli nur noch, mit seiner Mutter redet er nur selten und sein Vater fängt an, sich seltsam zu benehmen...

    Der Leser erfährt erst nach und nach mehr über die Hintergründe un Ereignisse der beschriebenden Situation - das macht das Buch am Anfang zu einer sehr spannenden und aufreibenden Erlebnis, dass viel Interpretationsraum für eigene Spekulationen lässt. Die Sprache des Romans ist einfach und dem jugendlicher Erzähler angepasst. Mit jedem Kapitel fängt man an, Eli mehr und mehr zu verstehen und zu dem, was er ist - und wieso er mit seiner Familie so umgeht.
    Als Eli dann anfängt, die Autorität seines Vaters zu hinterfragen, spitzt sich die Situation im Bunker immer mehr zu - es kommt zu Ereignissen, die mir als Leser den Mund offen stehen lässt und die ich mir für ein Jugendbuch kaum so ausgemalt hätte!

    Es gibt wenig Beschreibungen in dem Buch und selbst diese sind sparsam gesetzt - das ist gut so, denn so macht man sich als Leser ein eigenes sehr lebhaftes Bild von Elis Umgebung und den Figuren. So sparsam der Autor auch bei der Beschreibung der Szenerie ist, so wenig hätte er jedoch die restliche Familie auch noch aussparen müssen. Denn diese bleibt bis zum Schluss zwar skizziert, aber irgendwie klischeehaft: Lexie, die adoptierte große Schwester, die Eli nicht leiden kann und alles dafür tut, um von ihrem Adoptivvater geliebt zu werden und Terese, die "kleine Miss Perfect", die alles kann und immer die richtigen Entscheidungen trifft.
    Die Beweggründe der einzelnen Figuren sind nicht nur nicht nachvollziehbar sondern ändern sich auch so sprunghaft, dass es gegen Ende des Buches unauthentisch wird. Am meisten gestört hat mich die Mutter Elis, die ständig zwischen der Rolle der starken Frau und dem Bild der verzweifelten und bemitleidenswerten Frau hin- und herspringt.

    Das Buch wird dennoch sehr viele interessante moralische und ethische Fragen auf - und das auf eine Art und Weise, die fast schon unter die haut geht. Welche jedoch, werde ich nicht verraten, da dass schon fast wieder an einen Spoiler grenzen würde. Lediglich das Thema Atomkrieg, welches man ja vermuten könnte, wird nicht aufgegriffen. Warum auch immer.
    Nicht alles wird am Ende vollständig aufgelöst, aber das tut der Handlung gut, da so das Bild des Happy Ends etwas aufgelöst wird - wenn es denn eines gibt, was ich Euch natürlich AUCH nicht verrate, muhaha! 

    "Überleben" ist gegen meine Erwartungen kein gesellschaftskritischer Roman über Kriegstreiben und Survivalstrategien - stattdessen ist es genau das, was man erwarten sollte: ein Thriller.
    Man bekommt in dem Roman keine tiefschürfende und gut differenzierte Geschichte sondern gute und spannende Unterhaltung gepaar mit ethischen Fragen- was gut dazu führen kann, dass man das Buch von S. A. Bodeen ein paar Stunden (oder Tage) nicht aus der Hand legen können wird!

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    Die_Buecherfressers avatar
    Die_Buecherfresservor 6 Jahren
    Rezension zu "Überleben" von S.A. Bodeen

    "Packender Jugendthriller mit Gänsehautfaktor!"

    **

    Inhalt:
    Eli ist neun Jahre alt, als seine Familie plötzlich in einen Bunker flüchtet. Sie flüchten vor einem Atomangriff in einen Bunker, den der Vater schon zuvor geplant hatte, denn bei Elis Familie handelt es sich um eine ziemlich reiche. Doch nach sechs Jahren beginnen in Eli Zweifel zu wachsen, er vermisst seinen Bruder und rätselt darüber, dass der Bunker erst in exakt 15 Jahren wieder seine Türen öffnet …

    **

    Story 5
    Spannung 5
    Charaktere 4
    Tiefgang 4

    **

    Meinung:
    Bei “Überleben” handelt es sich um einen (Endzeit-)Thriller für Jugendliche. Es geht darum, dass Elis Familie in einen Bunker flüchtet, um einem Atombomben Angriff zu entgehen. Doch nach sechs langen Jahre kommen Eli plötzlich Zweifel an der Geschichte des Vaters.

    **

    Die Geschichte wird aus Elis Sicht erzählt. Die Familie flüchtete mit Eli in den Bunker, als er neun Jahre alt war. Dabei schafft es sein geliebter Zwillingsbruder nicht. Dennoch zieht sich die Familie in einen Schutzbunker zurück, um dem drohenden Atombombenangriff zu entgehen. Doch der Bunker hat eine Schließfunktion und öffnet sich erst nach 15 Jahren wieder.
    Dann setzt die Story nach sechs Jahren wieder ein. Langsam schleichen sich zur Routine immer mehr Probleme und Eli beginnt langsam an dem Bild seines Vaters zu zweifeln. Irgendetwas stimmt nicht und gerade dies versucht er herauszufinden …

    **

    Ich spielte mit dem Gedanken, dort zu bleibe, um eine Weile zu lesen. Aber ich war zu ruhelos. Ich war bereit, weitere Entdeckungen zu machen, wenn denn weitere Entdeckungen zu machen waren. Und mein Bauchgefühl sagte mir, dass sie es waren.
    (Seite 56)

    **

    “Überleben” ist ein ziemlich spannender Jugendthriller, der sich mit dem Thema Atomangriff beschäftigt. Der Roman thematisiert die Geschichte einer stinkreichen Familie, die auf einmal unter der Erde eingeschlossen wird. Dabei werden nach vielen Jahren nicht nur Probleme innerhalb der Familie sichtbar, sondern auch im Punkt Lebensmittel. Während der Protagonist nun 15 Jahre alt ist, beginnt dieser sich immer mehr zu wundern, über kleinste Fehler und Details im Bunker, darüber, dass er alles solange hingenommen hat. Der Autor verdeutlicht wie die unterschiedlichsten Charaktere sich verändern, mit einander umgehen und das Wort “Überleben” nach einer Weile ganz anders definieren. All diese Aspekte lassen “Überleben” authentisch wirken.

    **

    Dadurch, dass Eli immer mehr Zweifel kommen, wird auch die Spannung extrem angehoben. Als Leser fiebert man mit. Eli ist als Hauptcharakter dagegen nicht so einfach. Ich mochte ihn, weil er anders war und sich zurück gezogen hat. Er geht auf seine ganz eigene Art und Weise mit dieser Situation um und spielt nicht den netten Sunnyboy.

    **

    Das Ende hat mich dann davon überzeugt 5 Sterne für “Überleben” zu geben. Die Geschichte ist schockierend, beängstigend und verrückt zugleich. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich immer mehr Details hervor, die wirklich grenzwertig, aber realistisch erscheinen, in der Not. Insgesamt wirkt “Überleben” so sehr authentisch. Es gibt zudem Spannung und einen ziemlich extremen Showdown, der es in sich hat.

    **

    Ihre Augen füllten sich mit Tränen. »Er hat mir gesagt, dass Mom weiß, was er mit uns vorhat. Deswegen redet sie nicht mit ihm. Und sie weiß, dass sie ihn nicht aufhalten kann.«
    (Seite 167)

    **

    Der Schreibstil ist einfach und gut zu lesen. Er passt zu einem 15 Jahre alten Jungen. Da die Geschichte aus Elis Sicht erzählt wird, wird sogleich auch die Spannung aufrecht erhalten.

    **

    Das Cover ist im Grunde nichtssagend, ebenso wie der Titel. Es könnte sich um so vieles handeln. Genau dies ist aber der Punkt, wodurch eine Art Überraschungseffekt am Ende des Romans entsteht.

    **

    Ich antwortete nicht. Mir schwirrte der Kopf. Ein Geheimnis drinnen. Das kam mir vertraut vor. Ich hatte es noch vor Kurzem gehört. Aber wo? Und wann?
    (Seite 233)

    **

    Fazit:
    “Überleben” erhält von mit 5 gute Sterne. Die Geschichte ist ein spannender Jugend Thriller mit Gänsehautfaktor und einem recht überraschendem Ende.

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    Rooneys avatar
    Rooneyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Überleben" von S.A. Bodeen

    Das Thema das Buches finde ich sehr interessant. Ein milliardenschwerer Computerentwickler lässt für sich und seine Familie einen Bunker bauen, im Falle eines atomaren Angriffs.

    Protagonist ist der mittlerweile 15 jährige Eli. Als er 9 Jahre alt war kam es zu einem atomaren Anschlag und er flüchtete mit seiner Familie in den Bunker um dort die nächsten 15 Jahre abzuwarten, bis jegliche Strahlung verschwunden ist.
    Sein Zwillingsbruder und seine Oma haben es nicht rechtzeitig geschafft. Er macht sich Vorwürfe wegen dessen Tod und versucht keine Gedanken an seinen Bruder zuzulassen.

    Eli ist ein Eigenbrödler und beschreibt sich selbst manchmal als verzogenes Gör.
    Seitdem er im Bunker lebt, hat er niemanden mit bloßen Händen berührt und will auch nicht angefasst werden.
    Zuerst konnte ich mit Eli's Charakter gar nichts anfangen, er war arrogaten und gemein zu seinen Geschwistern. Schnell jedoch wurde er sympathischer und im Laufe des Buches nahm man seine charakterliche Entwicklung wahr, wie er vom verwöhnten Jungen zum verwantwortungsbewussten jungen Erwachsenen wurde.

    Ein weiterer wichtiger Charakter ist Eli's Vater, bei dem man von Anfang an weiß, dass er seiner Familie etwas verheimlicht. Er hat großes Interessen an Atomkriegen und -Waffen, weswegen er sich einen Bunker bauen ließ.
    In seinem Arbeitszimmer im Bunker befindet sich eine, mit Vorhängeschloss gesicherte Tür, von der niemand weiß, was sie dahinter verbrigt.
    Außerdem gibt es noch eine gelbe Tür im Bunker, die Eli immer meidet und mit der Zeit erfährt man auch was sich dahinter verbirgt.

    Die ersten 50 Seiten haben sich etwas gezogen und waren etwas langweilig, doch sobald Eli glaubt, dass sein Vater der Familie Informationen vorenthält wird es interessant und man möchte unbedingt erfahren um was es sich handelt. Ich habe das Buch innerhalb von einem Tag verschlungen, weil es wirklich sehr spannend war.

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 6 Jahren
    Rezension zu "Überleben" von S.A. Bodeen

    Vor sechs Jahren war es soweit - ein lang befürchteter Atomanschlag zerstörte Seattle und Umgebung. Milliardär Rex Yanakakis hat für sich und seine Familie vorgesorgt und einen Schutzbunker errichten lassen, in dem sie 15 Jahre leben müssen, bevor eine Strahlenerkrankung nicht mehr zu befürchten ist und sie wieder an die Oberfläche können. Doch nicht alle Mitglieder der Familie haben es geschafft rechtszeitig den Bunker zu erreichen, lediglich Rex selbst, seine Frau, sein neujähriger Sohn Eli, die fünfzehnjährige Terese und die elfjährige Lexi. Die Großmutter sowie Elis eineiiger Zwillingsbruder Eddy haben es nicht geschafft und sind wohl während des Anschlages gestorben.

    Nach fast sechs Jahren im Bunker hat sich eine Art Alltag eingespielt. Jeder hat seine Aufgaben und auch die Bildung der Kinder wird nicht vernachlässigt. Eli ist mittlerweile 15 Jahre alt und noch immer vermisst er seinen Zwillingsbruder jeden Tag, besonders in den Momenten, wenn er in einen Spiegel schaut und Eddy darin sieht. Doch nach und nach tauchen Probleme auf, die Rex anscheinend nicht richtig bedacht hat. Das vorhandene Vieh ist bereits vor einiger Zeit gestorben, denn es wäre Eddys Aufgabe gewesen, sich darum zu kümmern und auch das Mehl ist verdorben. Nach neuesten Berechnungen reichen die vorhandenen Lebensmittel gerade noch 8 Jahre, ein Jahr zu wenig. Im Notfall gibt es noch die gezüchteten Ergänzungen für die nötige Proteinzufuhr, doch daran mag niemand denken.

    Dann entdeckt Eli durch Zufall, dass es ein aktives W-Lan-Netz gibt. Haben die Menschen auf der Oberfläche überlebt und die Zivilisation wurde gar nicht zerstört? Es könnte jedoch auch eine Täuschung gewesen sein, denn als er das nächste Mal auf seinen Laptop schaut, ist das Netz nicht mehr vorhanden. Doch irgendetwas stimmt nicht im Bunker, wie konnte sein Vater entscheidende Fehler machen, die ihrer aller Leben gefährdet und was passierte wirklich? Kurze Zeit später hat Eli wieder W-Lan und erhält eine Nachricht von Eddy ...

    Ein überaus beklemmendes Jugendbuch! Der Plot des Buches wurde sehr detailliert erarbeitet, wobei der Leser jedoch immer wieder mit der Frage konfrontiert wird, wie es sein würde sechs Jahre in einem Bunker zu leben, ohne irgendwelche Kontakt zur Außenwelt. Die Figuren, allen voran Protagonist Eli, wurden sehr facettenreich und mit entsprechend überzeugenden Ecken und Kanten in Szene gesetzt, sodass sie mir überaus glaubhaft vorkamen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, wobei ich mir an einigen Stellen etwas mehr Beklemmungen gewünscht hätte. Alles in allem kann ich nur sagen, dass mir dieses Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Kurzmeinung: sehr spannendes Buch mit einem unerwartetem Ende.......
    Rezension zu "Überleben" von S. A. Bodeen

    Ein Atomanschlag und dann?????? Die Familie hat einen super Bunker, doch die super Durchdachte Lösung geht nicht auf, wie sie soll, was ist schief gelaufen? Und wann kann man wieder nach draußen? Kommt man überhaupt wieder raus?

    Eine sehr durchdachte Geschichte die man in einem Rutsch lesen muss weil sie einen mit zieht, da hätte ruhig noch mehr rein gepackt werden können, ich hätte weiter lesen können und das Ende....................... vollkommen unerwartet und unfassbar, aber richtig gut!

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    Buchbahnhofs avatar
    Buchbahnhofvor 7 Jahren
    Rezension zu "Überleben" von S. A. Bodeen

    Die Idee ist Klasse, aber etwas zu schnell umgesetzt. Das Buch hätte gut noch hundert Seiten mehr haben können, um der Geschichte etwas mehr Raum zu geben sich zu entwickeln. Alles in allem lässt dieses erste Buch der Autorin aber auf gute weitere Bücher hoffen.

    Die Geschichte wird aus Elis Sicht erzählt und man erfährt sehr viel über seine Gefühls- und Gedankenwelt. Diese ist zum Großteil schlüssig und nachvollziehbar. Allerdings fragt man sich schon das Eine oder Andere Mal, ob in einer solchen Situation, sechs Jahre eingesperrt in einem Bunker, wirklich noch solch ein fast normales Familienleben stattfinden würde. Wäre die psychische Belastung für alle nicht doch größer, so dass einige der Personen einen Knacks weg hätten. Die Familie wirkt zu beginn des Romans, als ob eine solche Situation normal wäre.
    Der Vater hätte auch etwas bedrohlicher dargestellt werden können. Der Leser erfährt, welche aberwitzigen Pläne dieser hat um das Überleben seiner Familie zu sichern. Irgendwie passt für mich die gezeichnete Figur mit diesen Plänen bis fast zum Ende des Buches nicht wirklich zusammen. Erst auf den letzten Seiten offenbart sich das wahre Gesicht des Vaters.
    In meinen Augen offenbart sich dem Leser etwas zu schnell, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Dadurch geht die Spannung ein kleines bisschen verloren.
    Auch der Vater gibt, meines Erachtens nach, die gesamte Geschichte etwas zu schnell zu, als Edi ihn mit seinen Erkenntnissen konfrontiert. Hier hätte man durchaus noch etwas mehr Spannung aufbauen können, wenn der Vater noch wieder Zweifel gestreut hätte und die Familie wieder ins Grübeln gekommen wäre, was nun wahr und was falsch ist.

    Dennoch habe ich jede Seite dieses Thrillers genossen. Man wird in einen Gefühlsstrudel geworfen, möchte mit keiner der Personen tauschen und fiebert mit, wie die Geschichte enden wird. “Überleben” ist ein flüssig zu lesendes Buch, welches mir zwei nette Lesetage beschert hat und zu dem ich gerne noch eine Fortsetzung lesen würde.

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