S.E. Grove Weltenriss

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Inhaltsangabe zu „Weltenriss“ von S.E. Grove

Vor hundert Jahren hat "Die Große Disruption" die Kontinente der Erde in verschiedene Zeiten katapultiert – jetzt hat jeder Ort seine eigene Zeit. Sophia Tims Onkel Shadrack ist ein berühmter Kartograph, der diese „Neue Welt" bereist und neu vermisst. Doch er wurde von einer geheimnisvollen verschleierten Frau entführt, die ihn zwingen will, die Carta Mayor für sie zu finden, die Karte in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft festgehalten sind. Sophia muss ihren Onkel unbedingt retten. Sie begibt sich gemeinsam mit ihrem Freund Theo auf eine gefährliche Reise, durch die Zeiten der Welt.

Ein grandioses Debut! Ich liebe diese Geschichte und will die anderen beiden Bände endlich auf deutsch haben.

— Cylan
Cylan

Tolle Idee und gute Umsetzung. Bitte Band 2.

— MadameEve1210
MadameEve1210

Eine fesselnde Idee- eine Art Zeitreiseabenteuer auf der Erde- eine spannende Suche- auch für erwachsene Fantasy / SF Liebhaber.

— Buchraettin
Buchraettin

Erstklassiges FantasyAbenteuer

— lesemaedel
lesemaedel

Großartiges Buch mit sehr genialen Ideen, auch wenn man hier etwas Gedankenakrobatik betreiben muss *g* Freu mich sehr auf die Fortsetzung!

— Aleshanee
Aleshanee

Die Idee an sich hat mir gut gefallen, die Charaktere konnten mich überzeugen & es war spannend und gut geschrieben, aber mir fehlt etwas ..

— Uwes-Leselounge
Uwes-Leselounge

Originell und erfrischend anders – mit einem prägnanteren Schreibstil hätte ich 5 Sterne vergeben.

— SelectionBooks
SelectionBooks

Einzigartige Welt, hat sehr viel Spaß gemacht!

— leyax
leyax

Ein toller Weitenentwurf mit ganz viel Fantasie!

— SLovesBooks
SLovesBooks

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  • Urban trifft auf klassische Fantasy

    Weltenriss
    Cylan

    Cylan

    21. June 2017 um 15:32

    Eigentlich war ich nur im Thalia, um mich zu informieren, was man sich so in Zukunft an Büchern zulegen könnte, da grinste mich das Cover von Weltenriss an. Es wirkte von weiten sehr schlicht – grauer Einband, ein schöner goldener Kompass darauf. Ich musste sofort an Piraten oder Steampunk denken und sah es mir näher an. Was von Weitem wie graue Schattierungen aussah, entpuppte sich als blasse Profile von Personen – allesamt Handlungsträger, wie mir beim Lesen bewusst wurde – ein Dampfzug und ein Segelschiff. Ja, das Buch musste definitiv mit nach Hause (der Klappentext musste mich gar nicht mehr überzeugen, hat er aber trotzdem). Stellt euch mal eine Welt vor, in der alle Zeitalter, sowohl vergangene, als auch zukünftige, gleichzeitig existieren. Die Große Disruption sorgte viele Jahrzehnte vor Beginn der eigentlichen Geschichte dafür, dass unsere Welt, wie wir sie kennen, zerrissen wurde und sich neu formte. In Europa herrschte plötzlich wieder Mittelalter, Kanada wurde von einer prähistorischen Eiswüste bedeckt, in Mexiko trafen die Maya auf eine tausend Jahre moderne Kultur. Die amerikanische Ostküste – nun Neu-Okzident genannt -, aus der Sophia, die Protagonistin der Geschichte stammt, befindet sich nun im Jahre 1891 und hat sich mit den Ereignissen der Disruption arrangiert. Sophias Eltern waren Entdecker der neuen Welten, gingen auf einer Expiditon aber verschollen. Mithilfe ihres Onkels Shadrack, dem berühmtesten Kartologen seiner Zeit, will sie sich auf die Suche nach ihnen machen, doch als Shadrack von einer unbekannten Organisation entführt wird, begibt sie sich auf eine Reise in die südwestlichen Brachlande und sieht sich bald einer Gefahr gegenüber, deren Ausmaße sie nie erwartet hatte, denn die Entführer ihres Onkels haben viel größeres im Sinn. Bereits nach wenigen Seiten hatte die Geschichte mich gefangen. Der Prolog mutete noch etwas merkwürdig an, aber spätestens nach dem ersten richtigen Kapitel war ich bereits hellauf begeistert. Der Schreibstil (das heißt zumindest die Übersetzung) liest sich flüssig und simpel, wirkt aber keinesfalls unterfordernd. Die Thematik über Rassismus, die die ersten Kapitel angesprochen wird, ist mehr als aktuell und kann wunderbar auch in unsere heutige Gesellschaft übertragen werden. Ich liebe die zahlreichen satirischen Seitenhiebe, die im ersten Akt des Buches verarbeitet sind. Der zweite Akt treibt die Geschichte dann voran. Wir verlassen gemeinsam mit Sophia und ihrem neuen Verbündeten Theo die gewohnte Umgebung Bostons und Neu-Okzidents und begeben uns mit ihr gemeinsam auf eine Reise in Richtung der Brachlande. Bereits hier merkt man, dass nicht nur die Welt, sondern sogar die Zeit sich verändert. Die Zugreise wirkt wie aus einem Western, dann tauchen Piraten mitsamt eines Segelschiffes aus, die wiederrum an das große Zeitalter von Blackbeard und Konsorten erinnerten. Es ist wirklich wundervoll, wie Autorin Grove mit verschiedenen zeitlichen und kulturellen Einflüssen spielt und so aus einer realen Welt etwas phantastisches schafft. Dies verstärkt sich noch, als Sophia mit ihren neugewonnenen Freunden tiefer in die Brachlande vordringt und näher an die Triple-Ära (auf dem heutigen Gebiet von Mexiko) gelangt. Diese Region ist durch drei verschiedene Zeitalter geprägt und hat sich in eine Richtung entwickelt, die nicht mehr an unsere normale erinnert, sondern an eine eigene Welt, wie man sie in Fantasyromanen vorfindet. Das beginnt mit den fahrenden Baumschiffen, den sogenannten Arbordevela, bis hin zu den Bewohnern von Nochtland, deren Körper Eigenschaften von Pflanzen aufweisen. Bald schon ist man in eine Welt abgetaucht, die nur noch entfernt an Urban Fantasy erinnert und die man immer weiter erkunden will. Akt 3 lässt die Geschichte ein wenig zur Ruhe kommen. Er verbringt viel Zeit damit, dem Leser die neue Welt näher zu bringen und geht mehr auf die neuen Charaktere ein, vertieft die Leserbeziehung zu den Hauptfiguren Sophia, Shadrack und Theo und geht auch auf die Antagonisten und deren Motive ein, schafft es aber dabei, in einem perfekten Maße Spannung aufzubauen, ohne dabei eventuelle Scheidepunkte vorwegzunehmen. Zwar führt dieser Akt die Geschichte nur minimal weiter, aber dennoch sehe ich in diesem Akt die wohl wichtigste Entwicklung. Außerdem beinhält er einen der besten Wendepunkte, den ich bisher in einem Buch erlebt habe! Der letzte Akt leitet langsam aber beständig das Finale ein. Die Geschichte nimmt wieder Fahrt auf, die Atmosphäre verdichtet sich. Grove gelingt es, beinahe alle offenen Fragen, die sie im Laufe der Geschichte durch mehr oder weniger deutliche Anspielungen eingebracht hat, zu lösen und führt Sophias Reise schließlich zu einem – zumindest meiner Meinung nach – sehr zufriedenstellenden Ende, das Lust auf die nächsten beide Bände macht. Doof nur, dass diese erst noch übersetzt werden müssen. Ein weiterer Pluspunkt für Weltenriss sind die Charaktere. Ich habe jeden einzelnen ins Herz geschlossen, selbst jene, die nur geringe Wichtigkeit hatten. Sie wirkten einfach gut platziert und niemals überflüssig. Ich hätte mir ein wenig mehr Fokus auf die Piratengeschwister Calixta und Burton gewünscht, die ab Akt 3 leider ein wenig kurz gekommen sind, aber ich vermute stark, dass sie in den Folgebänden wieder einen Auftritt bekommen werden und dort hoffentlich mehr Hintergrund kriegen. Besonders toll fand ich die Charakterisierung der Antagonistin Blanca. Selten habe ich so sehr mit dem Bösewicht einer Geschichte gefiebert und gelitten. Ein intensiveres Erlebnis hatte ich bislang nur mit Serverus Snape aus der Harry-Potter-Reihe und der hatte immerhin sieben Bände Zeit, sich zu entwickeln. Mit Weltenriss habe ich definitiv ein Buch gefunden, welches dieses Jahr ein heißer Kandidat auf mein Buch des Jahres ist. Die Geschichte, die Welt, die Charaktere – ich liebe alles an diesem Buch. Die knapp 600 Seiten lasen sich in Nullkommanichts weg und wenn ich nicht durch meine Nachtschichten einen so zerstörten Biorhytmhs gehabt hätte, hätte ich das Buch vermutlich in drei oder vier Zügen durchlesen können. Ich lege das Buch jedem ans Herz, der es liebt, in fremde Welten abzutauchen, ohne dabei stundenlang über die politischen Intrigen und die Entstehungsgeschichte der Landschaft lesen zu müssen, jedem, der in unserer bekannten Welt nach phantastischen Einflüssen sucht, jedem, der es liebt zu forschen und zu entdecken und jedem, der Zeitreisen einmal anders erleben will. Ein absolut fantastisches Debüt für einen Autor! Ohne groß darüber nachdenken zu müssen, bekommt dieses Buch von mir kompromisslose 5 von 5 Sternen!   P.S.: Weiß irgendjemand, wie Frau Grove heißt? Ich habe keinen Hinweis finden können, für was das S.E. steht.

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  • Hält leider nicht ganz , was es verspricht.

    Weltenriss
    FranziLeseratte

    FranziLeseratte

    28. April 2017 um 14:25

    Die Idee an sich finde ich toll, eine neue Art Fantasyroman, und auch das Cover und der Klappentext wirkten ziemlich vielversprechend. Den Anfang,so etwa bis Seite 100 fand ich ziemlich gut, es war ziemlich spannend und trotzdem lustig und so blieb es auch bis zum Ende des Buches (obwohl der Humor doch recht stark abnahm).Leider waren mir zu viele Elemente verarbeitet, die Autorin konnte nicht so ganz beim Erzählstrang bleiben und leider verlor sich der rote Faden immer wieder, indem neue Konflikte und Verwirrungen auftauchten und von der Grundhandlung ablenkten. Wenn man sich davon nicht verwirren lässt, bzw. ziemlich viele gleichzeitig geführte Handlungsstränge nicht nervig  findet, kann ich das Buch ganz klar weiterempfehlen. Obwohl ich ab und zu den Faden verloren habe (besonders gegen Ende), hat mir die Fantasiewelt sehr gut gefallen. Die Charaktere waren toll erzählt und besonders die Piraten haben es mir angetan. Und an Spannung lässt es definitiv nicht nach...

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  • Eine fesselnde Idee- eine Art Zeitreiseabenteuer auf der Erde

    Weltenriss
    Buchraettin

    Buchraettin

    21. April 2017 um 09:57

    Die Zeit ist wie ein Fluss, der auch nur in eine Richtung fließt- die Zukunft. Doch was wäre, wenn es die Zukunft gar nicht mehr so gäbe. Was wäre, wenn die Zeit, wie wir sie kennen, so nicht mehr existent wäre- es nicht mehr die Zeit gäbe, sondern die Zeiten- viele Zeiten, nebeneinander bestehend?1799, es war Sommer als es passierte. Die Erde veränderte sich, die Zeit wie die Menschen sie kannten veränderte sich. Dieses Phänomen wurde die „ Große Disruption“ genannt. Die Erde hatte sich in eine Vielzahl von Zeitaltern aufgespalten, die nun nebeneinander existierten. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Sophia, die Nichte eines Forschers namens Shadrack. Sie lebt zu einer Zeit ca. 100 Jahre nach der Zeitenzerstörung. Als ihr Onkel entführt wird, beginnt für Sophia ein spannendes Abenteuer.Ich mag es immer sehr, wenn ich vorne ein Inhaltsverzeichnis vorfinde, da es mir einen ersten Überblick über das Buch gibt. Sehr gelungen sind hier die vielen Karten mit den Namen der verschiedenen Länder, vielleicht hätte ich mir noch ein paar Zeitangaben zu den Ländern gewünscht. Ich hätte mir auch noch ein gelbes Lesebändchen gewünscht, das wäre perfekt für das Buch.Die Geschichte ist sehr anschaulich und auch detailreich beschrieben. Es war ein regelrechtes Eintauchen in die Geschichte dadurch möglich. Es gab zu Beginn einen Abschnitt, der war mir etwas zu lang gezogen, da habe ich das Buch auch ein paar Tage beiseite gelegt, aber es schien zu rufen, lies mich weiter. Das war auch sehr gut, denn kurz danach hatte mich die Geschichte wieder in ihren Bann gezogen und mir hat vor allem die Idee dahinter gefallen.Eine Art Ruptur in der Zeit, diverse Zeitalter der Erde, vergangene, zukünftige, alle nebeneinander – was für eine geniale Idee. Für mich etwas ganz Neues. Ich mochte die Figuren, die waren anfangs etwas auf Distanz für mich, werden dann im Laufe des Buches aber ausgeformt und fast real. Ich liebe solche Geschichten, die mir perfekte Figuren bieten, eine spannende Geschichte, die sich auch entwickelt, mich überrascht und die trotzdem immer wieder Fragen aufwirft und die Spannung hoch hält. Über den Kapiteln finden sich Datumsangaben und auch Zeitangaben mit jeweils einem kurzen Abschnitt, in dem der Forscher zu seinen Ergebnissen berichtet, es Hinweise / Erklärungen zu den Zeitaltern und deren Wesen gibt und vieles mehr.Gut gefallen haben mir auch die neuen Wesen, die sich auch durch die Zeitruptur zu bilden scheinen und auch unbekannte Zeitalter. Ich hoffe auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen zu können.Für mich ist dieses Buch klar an der Grenze Jugendbuch / All-Age Buch. Dieses Buch kann man auch als erwachsener Fantasy / SF Liebhaber sehr gut lesen. Eine fesselnde Idee- eine Art Zeitreiseabenteuer auf der Erde- eine spannende Suche- auch für erwachsene Fantasy / SF Liebhaber.

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    • 3
  • Ein wunderbares Abenteuer mit vielen, faszinierenden Gedankenspielen

    Weltenriss
    Aleshanee

    Aleshanee

    14. January 2017 um 07:31

    Das ganze ist etwas schwierig zu beschreiben und verlangt etwas Gedankenakrobatik, denn im Juli 1799 wurde unsere Welt gespalten: seitdem herrschen auf den Kontinenten bzw. auch Ländern verschiedene Zeitalter, die sogar bis in die prähistorische Geschichte zurückreichen. Sich das ganze vorzustellen war nicht so leicht, wobei ich denke, dass gerade Kinder und Jugendliche noch ein etwas anderes Verständnis in ihrer Fantasie dafür haben, als wir Erwachsene.Allerdings ist der Schreibstil hier sehr anspruchsvoll finde ich und für 12jährige vielleicht nicht immer einfach, gerade die komplexen Zusammenhänge. Ich fands super erklärt, auch wenn eben auch noch etwas offen bleibt, um sich seine eigenen Vorstellungen zu machen und vor allem hat mich die Geschichte einfach mitgerissen. Das Tempo ist eigentlich recht geruhsam, trotzdem geschieht so viel und ich war so fasziniert von den vielen originellen Ideen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin! Allerdings muss man sich schon etwas Zeit lassen und genau lesen, damit man alles versteht - zumindest ging es mir so.Den Klappentext bzw. die Verlagsinfo würde ich nicht lesen, denn da gibts kleine Spoiler, die man nicht unbedingt vorher wissen muss.Sophia Tims ist 13 und lebt mit ihrem Onkel Shadrack Elli in Boston im dortigen Jahr 1891. Es deutet sich ein sehr einschneidender Umschwung an, denn die Grenzen zu den anderen Zeitaltern sollen geschlossen werden. Alle Menschen, die sich ohne Papiere in der Zeitzone aufhalten, sollen abgeschoben werden und selbst das ausreisen für Einheimische soll verboten werden.Eine Katastrophe für Sophia, denn ihre Eltern sind seit langer Zeit bei einer Expedition irgendwo verschollen und der Plan, zusammen mit ihrem Onkel auf die Suche zu gehen, wird dadurch ....Shadrack Elli ist einer der berühmtesten Kartologen und Forschungsreisenden und hat einige neue, sehr spezielle Arten entdeckt, Karten anderer Länder anzulegen. Er hat ein breit gefächertes Wissen angesammelt, was er in liebevoller Art und Weise an seine Nichte weitergibt. Sophia ist zwar erst 13, hat aber durch den Umgang mit den hauptsächlich älteren Kommilitonen und Kollegen des Professors oft schon eine sehr erwachsene Sicht der Dinge.Die Ideen hier sind wirklich genial, aber nicht nur, was die Karten und das verquere Gefüge der Welt betrifft, sondern auch der Handlungsverlauf, der viel offen lässt, Überraschungen bereit hält und völlig neue Gedankengänge bietet, auf die man sich erstmal einlassen muss. Aber eben auch die Charaktere, wobei ich hier hoffe, in den Fortsetzungen noch etwas tiefer hinter die Fassaden blicken zu können.Neben Sophia und ihrem Onkel Shadrack gibt es noch den Burschen Theo, ein sehr charmanter und scheinbar unbekümmerter Geheimnisträger und die Piraten Geschwister Calixta und Burr, die mir alle ans Herz gewachsen sind. Aber natürlich lauern auch an jeder Ecke Gefahren und eine böse Widersacherin, gegen deren makaberes Ziel unsere jungen Helden alles in ihrer Macht stehende tun müssen. Sie alle hätten vielleicht noch etwas mehr ausgearbeitet werden können, aber es hat mir eigentlich nicht gefehlt, denn die Geschichte ist so voller Staunen und Wunder, dass das gar nicht so ins Gewicht fällt. Viele der Andeutungen und Skizzen reichen schon, um ein Gefühl für die Figuren zu bekommen.Die einzelnen Kapitel werden jeweils mit kleinen Erläuterungen oder Ausschnitten eingeleitet, die für ein besseres Verständnis sorgen und damit den Leser immer mehr in diese komplexe Welt eintauchen lassen.Sehr erfrischend war auch das stetige Vorankommen der Handlung, ohne sich mit unnützem Zeug aufzuhalten, genauso wie die Charaktere keine unnötigen Spielchen oder dummen Aktionen gebracht haben, was ja leider oft als Stilmittel gebraucht wird. Dadurch wirkt es echt, lebendig und ist insgesamt sehr gut durchdacht. Ein großartiges Abenteuer, dass auch Jules Verne sicher gefallen hätte!© AleshaneeWeltenwanderer

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  • Originell und erfrischend anders – mit einem prägnanteren Schreibstil hätte ich 5 Sterne vergeben

    Weltenriss
    SelectionBooks

    SelectionBooks

    23. November 2016 um 12:03

    „Weltenriss – Die Karten der verlorenen Zeit“ überzeugt mit einer erfrischenden Idee, die gut umgesetzt wurde. Dadurch hebt sich das Buch deutlich von anderen Geschichten am Markt ab. Der Schreibstil ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig und wird sehr wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein. Durch die „Große Disruption“ wurde die komplette Zeit auf der Erde durcheinandergebracht. Ganze Kontinente wurden in der Zeit verschoben und liegen nun in verschiedenen zeitlichen Epochen. Sophias Onkel Shadrack bereist und erforscht die neuen Länder und Zeitzonen regelmäßig. Er ist ein berühmter Kartograph, der verschiedenste Karten der neuen Welt anfertigt. Eines Tages wird er von einer mysteriösen Frau entführt, für die er die berüchtigte Carta Major finden soll. Der Legende nach ist in dieser Karte die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft verzeichnet. Um ihr Ziel zu erreichen und die Karte in ihren Besitz zu bringen, schreckt Shadracks Entführerin vor nichts zurück. Für Sophia steht von der ersten Sekunde an fest, dass sie ihren Onkel retten muss. Gemeinsam mit ihrem neuen Freund Theo macht sie sich auf die Suche nach Shadrack. Eine gefährliche und abenteuerliche Reise durch die Zeiten der neuen Welt beginnt. Der Einstieg in das Buch ist mir durch den sehr detaillierten und verschachtelten Satzbau etwas schwerer gefallen als sonst. Manche Sätze sind wirklich sehr lang und erschweren den Lesefluss, wodurch man an diesem Buch länger liest, als an anderen Jugendbüchern mit vergleichbarer Seitenanzahl. Durch den Schreibstil hat man immer wieder den Eindruck, dass sich die Story zieht. Dabei liegt es nur daran, dass man selber beim Lesen nur langsam vorankommt. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an den Schreibstil und kann sich ganz auf die Story konzentrieren. Diese wurde wirklich sehr schön ausgearbeitet. Die Autorin S. E. Grove hat eine faszinierende Welt erschaffen. Alleine der Gedanke, dass die Kontinente unserer Welt in unterschiedlichen Zeitepochen liegen könnten, ist der absolute Wahnsinn. Besonders hervorzuheben ist auch der Ideenreichtum der Autorin. Alleine die verschiedenen Kartenarten sind wundervoll. An dieser Stelle kommt auch der ausschweifende Schreibstil gut zum Tragen. Man hat die Karten sofort vor den Augen und geht zusammen mit Sophie auf Entdeckungstour. Es gibt insgesamt sehr viele ideenreiche und schöne Elemente im Buch zu entdecken. Aufgrund der Komplexität der Zeitenverschiebung und der politischen Probleme würde ich die Zielgruppe auf ab 15 Jahre schätzen. Empfohlen wird das Buch ab 12 Jahren, aber ich denke für dieses Alter ist die Geschichte zu verstrickt und zu komplex. Fazit: „Weltenriss – Die Karten der verlorenen Zeit“ von S. E. Grove ist ein ideenreicher Abenteuerroman, der mit einer originellen Grundidee überzeugt. Es gibt viele neue Elemente zu entdecken, die mir richtig gut gefallen haben. Nur der verschachtelte Schreibstil bremst die Handlung etwas aus und sollte im Hinblick auf die junge Zielgruppe im Folgeband etwas mehr auf den Punkt gebracht werden.

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  • Besondere Welt

    Weltenriss
    SLovesBooks

    SLovesBooks

    10. October 2016 um 17:51

    Meine Meinung: Weltenriss ist ein besonders Buch. In den letzten Jahren ist mir nur selten ein Buch mit so viel Fantasie untergekommen. Ich war von dem Ideenreichtum des Buches extrem gefesselt. Angefangen mit der Grundidee, dass es die Welt, so wie wir sie kennen, nicht mehr gibt. Durch die „Große Disruption“ sind die Kontinente in verschiedene Zeitalter katapultiert worden. Man kann zwischen den Welten reisen. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen. Es handelt sich bei diesem Roman also um eine wirklich neue und unverbrauchte Idee, die die Welt der Jugendbücher erweitert. In dieser Welt lebt unsere Protagonistin Sophia. Sie lebt in Neu-Okzident, Boston, 1891, zusammen mit ihrem Onkel Shadrack, der Professor und Kartologe ist. Ihre Eltern sind vor Jahren verschollen, als sie auf einer Reise durch die neue Welt waren. Seit dem lebt sie bei Shadrack. Sie hat kein Zeitgefühl, welches sie in ihrer Familie zu etwas Besonderem macht. Sie legt es jedoch zum Nachteil aus. Jedoch kann dieser Unterschied noch wichtig werden. Das Buch setzt dort ein, wo eine Grundlegende Entscheidung für Sophies Welt getroffen wird. Sie wollen die Grenzen zu den anderen Zeiten schließen, um so sicherer leben zu können. Da Sophie nicht weiß, was mit ihren Eltern geschehen ist, will sie mit ihrem Onkel aufbrechen und sie suchen. Dann wird Shadrack jedoch entführt und alles gerät außer Kontrolle. Sophie macht sich zusammen mit ihrem Freund Theo auf die Suche nach ihrem Onkel. Somit nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Mit viel Spannung und Action verfolgt der Leser eine rasante Geschichte. Die Fantasie scheint grenzenlos, wenn man von Karten erfährt, die menschliche Erinnerungen wiedergeben können, sowie von fliegenden Schiffen und allerlei anderen tollen Dingen. Die Charaktere sind vielschichtig und sehr unterschiedlich. Die Protagonistin Sophie war mir gleich sympathisch. Sie soll dreizehn Jahre alt sein, verhält sich aber, als ob sie schon wesentlich älter wäre. Durch ihre Situation ist sie schon sehr freu selbstständig geworden und wirkt sehr reif und blitzgescheit. Am Anfang ist sie noch ein wenig blass erlangt auf der Reise aber einiges an Stärke und vor allem Mut. Ich konnte ihre Handlungen stets gut verstehen und mich in sie hineinversetzen. Shadrack ist auch total niedlich. Er ist genauso wie man sich einen Professor vorstellt und kümmert sich liebevoll um seine Nichte. Auch Theo konnte mich überzeugen. Er ist ein Charakter, den ich zwar auf Anhieb möchte, der aber auch Fragen und Geheimnisse aufwirft. Man kann ihn nicht so recht einschätzen und lernt mehr und mehr über im Laufes des Buches. Insgesamt fand ich alle Hauptcharaktere toll. Sie sind aussagekräftig und machen eine nachvollziehbare Entwicklung durch. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist der Zeit etwas angepasst und klingt nicht wie typischerweise in Jugendbüchern. Er war auch ein wenig komplexe, was gut zu der ohnehin komplexeren Handlung passt. Sowohl die Komplexität der Thematik als auch des Schreibstils bestärkt mich in der Einschätzung, dass ich die Altersempfehlung von 12-16 Jahren nicht unterstützen würde. Ich denke doch, dass es kein Buch für einen 12-jährigen ist. Während der ruhigeren Passagen gilt es am Buch dran zu bleiben, wo vielleicht jüngere Leser nicht mehr so viel Interesse aufbringen können. Ich würde es für Jugendliche ab 15 Jahren empfehlen. Geschrieben wird es zum großen Teil aus Sophies Sicht. Es gibt aber auch immer wieder Einschübe aus der Sicht ihres Onkels in Gefangenschaft. Wenn man das Buch aufschlägt wird man als erstes von tollen Karten überrascht. Diese zeigen die Aufteilung der neuen Weltordnung in sind sehr informativ. Beim Lesen habe ich auch das ein oder andere Mal dorthin zurückgeblättert. Weltenriss soll eine Trilogie werden. Insgesamt hat mich die Bandbreite der Fantasie in diesem Buch regelrecht überrascht. Ich war total begeistert von dieser Welt und vor allem von dieser unverbrauchten, neuen Idee. Dazu kamen noch ganz tolle Charaktere und eine fesselnde Handlung. Ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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  • Geniale Idee mit abwechslungsreicher Umsetzung

    Weltenriss
    Nabura

    Nabura

    26. September 2016 um 21:53

    Seit einem Ereignis vor bald einhundert Jahren, das gemeinhin als Große Disruption bekannt ist, ist die Welt eine andere. Sie wurde in zahlreiche Teile gerissen, die alle in unterschiedliche Zeitalter katapultiert wurden. Sophia lebt im Boston des Jahres 1891, in einem Land namens Neu-Okzident. Seit ihre Eltern vor vielen Jahren bei einer Forschungsreise zu den Päpstlichen Staaten verschwunden sind, lebt sie bei ihrem Onkel, dem berühmten Kartologen Shadrack Elli. Als das Parlament von Neu-Okzident beschließt, in wenigen Wochen die Grenzen zu schließen, beginnt Shadrack, Sophia im Lesen besonderer Karten zu unterrichten. Gemeinsam wollen die beiden vor der Schließung das Land verlassen, um nach Sophies Eltern zu suchen. Doch dann wird Shadrack entführt. Um ihn zu retten, muss sich Sophia allein auf den Weg ins Unbekannte machen…Der Geschichte vorangestellt sind einige Karten, die mich neugierig auf die im Buch zu entdeckende Welt machten. Man sieht die uns bekannte Welt, jedoch mit ungewöhnlichen Bezeichnungen wie „Alt-Patagonien“ über Südamerika oder „Verbotenes Empire“ über Nordeuropa. Der Prolog ist ein Augenzeugenbericht von Elizabeth Elli, Sophias Urgroßmutter, die vom Moment der Großen Disruption erzählt, in welchem die Erde auseinanderbrach. Wie es sich wohl in so einer durcheinandergebrachten Welt lebt? Darüber wollte ich gern mehr erfahren.Sophia, die Protagonistin der Geschichte, lernt man an einem Tag kennen, der die Dinge entscheidend ins Rollen bringt. Trotz einer flammenden Rede ihres Onkels beschließt das Parlament mit der Begründung, sich von Räubern aus den Brachlanden im Osten und Piraten von den Westindischen Inseln im Süden schützen zu wollen, die Schließung der Grenzen. Grund genug für Shadrack, Sophia endlich das Kartenlesen beizubringen und die Suche nach ihren Eltern vorzubereiten, bevor eine Ausreise nicht mehr möglich ist. Schnell war ich mittendrin in dieser fantastischen Geschichte und verstand die Konsequenzen der Vermischung verschiedenster Zeitalter auf der Erde. Meine Entdeckerlust war geweckt und ich wollte schnellstmöglich aufbrechen. Die Vorbereitungen zogen sich für mich ein wenig in die Länge, bis schließlich Shadrack entführt wird und sich die Ereignisse überschlagen. Gut fand ich, dass Sophie trotzdem nicht allein aufbricht, sondern von dem mysteriösen und faszinierenden Theo, einem Jungen aus den Brachlanden, begleitet wird. Im ersten Moment wirkt er aufrichtig und wurde mir gleich sympathisch, doch dann macht Sophie einige Beobachtungen, welche die Frage nach seinen wahren Motiven aufwerfen. Mit dem Aufbruch der beiden kommt die Geschichte zunehmend in Schwung. Die beiden machen so manche Bekanntschaft, sowohl von der angenehmen als auch von der gefährlichen Sorte. Durch die Vermischung der Zeitalter – auch solcher aus der Zukunft – gab es hier ein riesiges Potenzial, und ich lernte unter anderem Piraten, klagende Geister und Menschen mit wundersam erscheinenden Merkmalen kennen. Während Sophia Shadracks Hinweisen folgt, kommt es immer wieder zu spannenden Verfolgungsjagden, überraschenden Entdeckungen und interessanten Einblicken in Kultur und Geschichte der von ihr bereisten Gegenden. Parallel erfährt man, wie es Shadrack in der Zwischenzeit ergeht. Immer wieder gibt es ruhigere Phasen, doch die Bedrohung aus verschiedenen Richtungen wird zunehmend konkreter. Gespannt las ich weiter, um zu erfahren, ob Sophia ihr Ziel rechtzeitig erreicht und was genau sie herausfinden wird. Als schließlich alle Karten auf dem Tisch liegen, stieg das Tempo noch einmal deutlich an und mir wurde ein rasantes, unterhaltsames Finale geboten. Dieses beantwortet die wichtigsten Fragen und macht mit einigen Hinweisen große Lust auf den nächsten Teil dieser Trilogie.„Weltenriss. Die Karten der verlorenen Zeit“ entführt den Leser in eine fantastische Welt, in der verschiedene Zeitalter durcheinander geraten sind. Die Idee hat mir sehr gefallen und habe Sophia gern auf ihrer abenteuerlichen Reise begleitet. Das Buch braucht etwas Zeit, um in Schwung zu kommen und bietet dem Leser dann eine tolle Mischung aus Spannung, Freundschaft und Einblicken in eine fantastische Welt. Ein gelungener Roman für alle, die Lust auf ein ideenreiches Abenteuer haben.

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