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N9erz

vor 1 Monat

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Nemsis ist eine Diabolic - gerschaffen um Sidonia, eine Senatorentochter, zu beschützen und nur auf dieses eine Ziel hintrainiert. Sie würde alles und jeden töten, was eine Bedrohung für Sidonia darstellt.

Doch womit sie nicht gerechnet hat, dass diese Aufgabe sie plötzlich Sidonias Platz einnehmen lässt. Denn der Herrscher ruft einige Nachfahren unterschiedlicher Senatoren auf seinem Planeten zusammen. Die Gründe sind unklar, doch die Reise scheint zu gefährlich zu Sidonia. Nemesis muss ihren Platz einnehmen und als Diabolic in der Welt von Politik und Korruption unauffällig bleiben. Dabei entdeckt sie etwas in ihr, was sie nicht haben sollte - Menschlickeit.

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"The Diabolic" ist auf jeden Fall ein Buch, das einige Themen aufwirft über die man diskutieren und reden kann. Was ist Menschlichkeit und was definiert und als Menschen? Wo ist die Grenze zwischen (vielleicht sogar künstlicher) Intelligenz und Humanität. Themen die insbesondere in unseren heutigen Zeit nicht von der Hand zu weisen sind.

Doch trotzdem hatte ich so meine Probleme mit der Story. Sie war nicht schlecht, aber sonderlich vom Hocker gerissen hat sie mich auch nicht. Mir persönlich war es einfach viel zu viel politisches Hick-Hack, was mich einfach nicht in solchen Ausmaßen interessiert. Ich habe nichts gegen ein politisches Grundgerüst einer Story und das macht auch in vielen Geschichten erst einen ausschlaggebendne Faktor aus. Aber wenn die Konzentration nur auf der Politik, INtrigen und Korruption liegt ist bei mir relativ schnell Langeweile angesagt. Ich will mich einfach nicht so tief in poltische Gebilde eindenken, ich will dass in Geschichten etwas passiert und nicht nur darüber politisiert wird.

Zudem waren mir einige "Wendungen" einfach zu offensichtlich. So mancher Charakter ist einfach prädestiniert dafür sich in der Story zu drehen und andere Seiten einzunehmen. Da wusste man schnell auch schon früher, dass hier ein falsches Spiel gespielt wird. Außerdem - ACHTUNG SPOILER - fand ich es einfach sehr weird den ein oder anderen Charakter "unerwartet" am Leben zu lassen, einfach um ihn wenige Seiten später erst recht wieder sterben zu lassen. Klas hatte das Auswirkungen auf die Story, das hätte man aber anders, eleganter und nicht so plump lösen können.

Trotzdem war "The Diabolic" auf jeden Fall unterhaltsam. Die angesprochenen Themen sind interessant und durchaus nicht unwichtig. Allerdings ist die Verpackung für mich einfach viel zu politisch. Ich bin eben kein großer Fan von diesen Politik-driven Stories alla Game of Thrones oder ähnlichem. Ich brauche ein bisschen mehr Action und weniger Politik. Nicht gar keine, aber der Fokus muss nicht darauf liegen.

Autor: S.J. Kincaid
Buch: Diabolic
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