Das Apartment

von S.L. Grey 
3,2 Sterne bei40 Bewertungen
Das Apartment
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (18):
page394s avatar

Super spannend, aber recht unsympathische Protagonisten und ein eher mäßiges Ende.

Kritisch (11):
Faoiltiamas avatar

Fing vielversprechend an, wurde aber von Seite zu Seite langweiliger und gegen Ende dann leider komplett abwegig.

Alle 40 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Apartment"

Die Ehe von Mark und Steph bröckelt. Um wieder Romantik in ihr Leben zu bringen, machen sie einen Häusertausch per Internet. Steph findet eine Unterkunft in Paris, die auf den Fotos traumhaft aussieht. Doch ihr Apartment entpuppt sich als böse Überraschung. Die Zimmer scheinen seit Jahren nicht mehr bewohnt zu sein, schwere Jalousien lassen kaum Tageslicht herein. Sie beschließen zu bleiben. Doch dann entdeckt Mark mehrere Plastikeimer – gefüllt mit Frauenhaar. Ihm wird klar, dass sie verschwinden müssen. Sofort. Doch der Albtraum hat bereits begonnen … und wird sie nicht mehr loslassen … nie mehr!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453438880
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:09.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne3
  • 4 Sterne15
  • 3 Sterne11
  • 2 Sterne8
  • 1 Stern3
  • Sortieren:
    page394s avatar
    page394vor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Super spannend, aber recht unsympathische Protagonisten und ein eher mäßiges Ende.
    Jetzt ist es bei Ihnen.Je suis désoleé.

    Steph und der um einiges ältere Mark führen mit ihrer kleinen Tochter ein, wie man auf den ersten Blick denken könnte, normales Familienleben. Doch dieser Eindruck täuscht: Seit ihr Haus überfallen wurde, leben Steph und Mark in Angst und kämpfen noch mit den Folgen des Traumas. In Folge dessen lebt sich das Ehepaar immer weiter auseinander. Ein Tapetenwechsel könnte helfen, doch dafür ist nicht genug Geld da – bis eine Freundin von Mark die Idee hat, die beiden könnten für eine Woche einen Häusertausch eingehen. Schnell findet sich ein Pariser Ehepaar, die Petits, deren Apartment laut der Fotos im Internet sehr stilvoll und typisch französisch ist – in Wahrheit jedoch entpuppt es sich schnell als Albtraum: Stinkend, heruntergekommen und dass Mark eimerweise abgeschnittene Haare in einem Schrank findet, trägt nicht unbedingt zur Heimeligkeit des Apartments bei. Nach einem grausamen Erlebnis mit der einzigen anderen Bewohnerin des Hauses, die kaum weniger unheimlich ist als das Apartment selbst, reisen Steph und Mark schließlich wieder ab. Der Titel des Buches lässt vermuten, dass es sich hauptsächlich in dem Pariser Apartment abspielt, das ist jedoch nicht der Fall (das bedrohlich klingende „Hier kommst du nicht mehr raus“ über dem Klappentext ist also nicht ganz korrekt). Viel mehr geht es darum, was Steph und Mark aus dem Apartment mitbringen.
    Während Steph eher Zuschauerin der grausamen Ereignisse ist, wird dem Leser nach und nach klar, dass in Marks Vergangenheit einige wirklich schlimme Dinge passiert sind, die immer mehr mit der Handlung des Romans verknüpft werden. Dabei sind die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der beiden geschrieben, wobei sie sich teilweise in der Handlung etwas überlappen, was manchmal verwirrend ist – zumal bei Mark auch noch die Rückblenden in die Vergangenheit dazukommen.

    Ich kann die vielen eher durchwachsenen Rezensionen zu Das Apartment dennoch nicht nachvollziehen – mir fiel es immer schwer, es aus der Hand zu legen und wer Übersinnliches und subtilen Grusel mag, wird es sicher genauso spannend finden wie ich. Das Buch hat mir zwar nicht komplett den Schlaf geraubt, worüber ich im Grunde genommen doch ganz froh bin =), aber stellenweise standen mir doch die Haare zu Berge. Die Spannung wird wirklich die ganze Zeit über aufrecht erhalten und dann kommt –

    das Ende.

    Für mich der größte Kritikpunkt. Wenn in einem Buch so viele mysteriöse Dinge passieren und aus der Vergangenheit ans Licht gebracht werden, dann möchte ich auch wissen, wie es dazu kam. Und leider ist das Ende von Das Apartment mehr als unbefriedigend. Zwar wurde der Leser bis dahin mit genug Informationen versorgt, um sich wenigstens halbwegs ausmalen zu können, was passiert ich, ich persönlich mag aber lieber eine vollständige Aufklärung der Ereignisse am Ende eines Buches und darauf wartet man hier leider vergeblich. Mir kam es vor, als wäre Das Apartment einfach vorschnell und ungeduldig zu Ende gebracht worden. 


    Kritikpunkt Nummer Zwei sind für mich die Protagonisten, mit denen ich einfach nicht ganz warm geworden bin. Steph wirkt vor allem zu Beginn recht verbittert und egoistisch, während Mark sich vor allem selbst bemitleidet, weil er seiner jungen Ehefrau mehr bieten möchte und sich nicht gut genug für sie fühlt. Mit der Zeit wird Mark aber mehr und mehr von seiner Vergangenheit eingeholt, um es salopp zu sagen: Er wird verrückt und zwar bis zu einem Punkt, an dem man sich als Leser nicht mehr in ihn hineinversetzen oder Mitleid empfinden kann. Steph wurde wenigstens etwas greifbarer, ihre Handlungen waren verglichen mit Marks nachvollziehbarer und da man sie eher als Opfer von Marks immer seltsamer werdenden Charakter und den Ereignissen im eigenen Haus, aber auch im Apartment sehen kann, fiebert man vermutlich auch mit ihr eher mit. Sympathieträgerin war für mich die zweijährige Tochter der beiden, deren Kindlichkeit, aber auch schon Charakter, schön beschrieben wurde.

    Insgesamt dennoch ein sehr lesenswertes und spannendes Buch. Ich habe schon lange keinen so guten Thriller mehr gelesen und werde mir vermutlich noch eine Weile über das Ende den Kopf zerbrechen. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden…

    Kommentieren0
    45
    Teilen
    ReadAndTravels avatar
    ReadAndTravelvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch, in dem ich ständig auf Ereignisse gewartet habe, nicht nachvollziehbare Handlungen der Protagonisten
    Kein gutes Buch!

    Die Ehe von Mark und Steph bröckelt. Um wieder Romantik in ihr Leben zu bringen, machen sie einen Häusertausch per Internet. Steph findet eine Unterkunft in Paris, die auf den Fotos traumhaft aussieht. Doch ihr Apartment entpuppt sich als böse Überraschung. Die Zimmer scheinen seit Jahren nicht mehr bewohnt zu sein, schwere Jalousien lassen kaum Tageslicht herein. Sie beschließen zu bleiben. Doch dann entdeckt Mark mehrere Plastikeimer – gefüllt mit Frauenhaar. Ihm wird klar, dass sie verschwinden müssen. Sofort. Doch der Albtraum hat bereits begonnen … und wird sie nicht mehr loslassen … nie mehr!


    Ich habe das erste Buch des Autorenduos gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Dieses Buch hat mir leider gar nicht gefallen. Es war leider kein Thriller sondern ein paranormales Buch. Grundsätzlich hätte ich nichts dagegen, doch mir wurde das Buch als etwas anderes verkauft. Ich habe nicht in die Story herein gefunden. Sie war nicht spannend und die Handlungen waren nicht nachvollziehbar. Die Autoren haben mir ihre Idee nicht gut verkauft.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    BibiBookloves avatar
    BibiBooklovevor 3 Monaten
    Überraschend gutes Buch mit Horrorelementen

    Ich fand das Buch überraschend gut, hätte ich so nicht erwartet, da die meisten Meinungen die ich vorher darüber gehört hatte, eher negativ waren. Für mich war es allerdings eher Horror als ein Thriller. Klar paar Fragezeichen bleiben schon, aber ich fand es dennoch unterhaltsam.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    KruemelGizmos avatar
    KruemelGizmovor 4 Monaten
    Rezension zu Das Apartment

    Mit Mark und Stephs Ehe steht es nicht zum Besten. Um aus dem Alltag zu entfliehen und wieder etwas Romantik in ihre Beziehung einfließen zu lassen sucht Steph nach einer Möglichkeit für einen Urlaub. Im Internet stöbert sie nach Häuser- und Wohnungstauschangeboten und wird in Paris fündig. Das angebotene Apartment wirkt auf den Fotos toll und so nimmt sie kurzerhand das Angebot an. Aber das Apartment entpuppt sich als alt, schäbig und seit längerem wohl nicht mehr bewohnt. Die beiden versuchen das Beste aus dieser Situation zu machen und bleiben erstmal da, als aber Mark mehrere mit Frauenhaar gefüllte Plastikeimer in der Wohnung findet, wird im klar, dass sie verschwinden müssen. Aber ihr Albtraum hat gerade erst begonnen und er verfolgt sie…

    Das Apartment stammt aus der Feder von S. L. Grey, hinter dem sich das Autorenduo Sarah Lotz und Louis Greenberg verbirgt.

    Das Buch beginnt recht interessant und auch die Atmosphäre die sich langsam aber stetig zu Anfang aufbaut hat mir ganz gut gefallen. Aber leider entstand im weiteren Verlauf der Geschichte kein wirkliches Spannungsgefühl bei mir, was ich bei einem Thriller schon erwarte. Die Ereignisse plätschern dann irgendwie vor sich hin und wirken manchmal zusammenhanglos, auch werden dabei viele Fragen aufgeworfen, die am Ende dann noch nicht einmal wirklich beantwortet werden. Auch wurde bald klar wohin die Geschichte sich entwickeln würde auch wenn noch mystische Elemente hinzukommen.

    Auch die Protagonisten konnten mich nicht für sich einnehmen, aus deren Sicht abwechselnd die Geschichte fortlaufend erzählt wird. Während Marks Entwicklung noch interessant zu verfolgen ist und auch hier noch etwas Atmosphäre für mich zu spüren war, konnte mich Stehps in ihren Abschnitten leider nicht für sich einnehmen. Wirklich überzeugen als Mutter und Hausfrau konnte sie mich nicht, auch machte es mir manche Einstellungen die sie an den Tag legte es nicht leicht sie sympathisch zu finden.

    Mein Fazit:

    Das Buch kann man lesen, wirklich überzeugt hat es mich allerdings nicht, mir fehlte es hier wirklich an Spannung und an einer interessanten Story.

    Kommentare: 6
    139
    Teilen
    EddysFrauchens avatar
    EddysFrauchenvor 5 Monaten
    Da habe ich mehr erwartet...

    Mark und Steph sind nicht mehr glücklich miteinander. Nachdem bei ihnen eingebrochen wurde ist bei der kleinen Familie nichts mehr so, wie es mal war. Mark macht sich große Vorwürfe und hat Angst, dass sich dieser Vorfall wiederholen könnte. Steph möchte einfach mal raus. Als Carol ihnen dann von einer Seite erzählt, auf der man sein Apartment tauschen kann, ist Steph sofort Feuer und Flamme. Sie wollte schon immer nach Paris, doch ihr Traum wird sich in einen Albtraum verwandeln. 



    Meine Meinung:

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Schon zu Beginn der Geschichte wird für Spannung gesorgt und die bedrückende Stimmung, welche seit dem Einbruch herrscht, hat sich deutlich widergespiegelt.

    Mark macht sich seit dem Einbruch große Vorwürfe. Er hätte den Helden spielen sollen und nicht einfach nur alles über sich ergehen zu lassen. Dies tat er nur, weil er Angst hätte, dass die Täter zuschlagen würde, wenn er sich wehren würde. Ich fand dieses Verhalten richtig. Was hätte er denn tun sollen? Er hätte alles getan, um die Beiden zu retten und hat sich für diesen Weg entschieden. Auf die Fahrt nach Paris hatte er eigentlich nicht viel Lust, doch er hat es gemacht um seine Beziehung zu Steph zu retten. Im Laufe der Geschichte kam seine dunkle Vergangenheit zum Vorschein und hat ihn immer mehr in Besitz genommen.

    Steph war für mich ein bisschen komisch. Sie hatte hohe Erwartungen an Mark und hat ihm diese auch immer wieder vorgeworfen. Ernst genommen hat sie ihn auch eher selten und wollte meiner Meinung nach immer wieder ihren Kopf durchsetzen.

    Mark und Steph treten diese Reise als an, obwohl sie kaum Geld haben. Sie leihen sich etwas von ihren Eltern und achten dann immer wieder nicht auf das,was sie ausgeben. Für mich einer dieser Punkte, wo ich nur den Kopf schütteln konnte.
    Die Beiden reden auch nicht wirklich über ihre Probleme. Sie entschuldigen sich und laden die Schulter immer auf die eigenen Schultern, doch manchmal hatte ich schon das Gefühl, dass sie gar nicht mehr wussten, wofür sie sich entschuldigen. Die Beiden haben eine große Mauer zwischen sich erbaut und keine Kraft, um darüber zu klettern.

    Die Geschichte an sich habe ich mir sehr spannend vorgestellt, sie war es auch am Anfang. Ab der Hälfte des Buches hat es mir leider gar nicht mehr so gefallen. Die Spannung und bedrückende Stimmung hat sich zwar durch die ganze Geschichte gezogen, aber ich bin einfach nicht mehr durchgestiegen. Realität und Vergangenheit, Traum und Wirklichkeit war für mich nicht mehr klar voneinander trennbar. Die Geschichte hat sich leider überhaupt nicht in die gewünschte Richtung entwickelt und ganz ehrlich war ich froh, als ich das Buch aus der Hand legen konnte. Ich hatte mir so viel davon versprochen und bin einfach enttäuscht worden. Auch das Ende war einfach nur enttäuschend. Für mich hat hier leider sehr viel zu einem guten Thriller gefehlt.
    Von mir gibt es daher 2 von 5 Sterne, die ich mit ganz viel Augen zudrücken für den gelungenen Anfang und die gute Grundidee vergebe.

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    SunnysLifeworldss avatar
    SunnysLifeworldsvor 6 Monaten
    Nicht schlecht, aber...

    Das Apartment ist ein Thriller von den beiden Bestsellerautoren Sarah Lotz und Louis Greenberg, die unter dem Pseudonym S.L. Grey schreiben. Erschienen ist das Buch im Jahr 2016 bei Macmillan in London. Die deutsche Erstausgabe wurde von Jan Schönherr übersetzt und erschien im November 2017 im Heyne Verlag. Freundlicherweise habe ich das E-Book von der Verlagsgruppe Random House GmbH als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Meine Rezension ist trotzdem nicht beeinflusst.

    Das Cover

    Die äußerliche Erscheinung des Buches hätte mich wohl auch in einer Buchhandlung angesprochen. Ich mag kurze und prägnante Titel und auch die Covergestaltung ist minimalistisch gehalten.  Das düstere Design und der einsame Schlüssel wecken wohl das Interesse vieler Thriller- oder Horrorfans.

    Der Inhalt

    Ich habe das Buch gestern beendet und hatte es auch recht schnell durchgelesen, trotzdem bin ich mir noch unschlüssig, ob ich das Buch gut fand oder nicht. Es handelt sich hierbei um einen Thriller mit Horror- und Dramaeinflüssen, der aber auch paranormale Elemente enthält, wer sowas mag, wird das Buch lieben. Die beiden Autoren schaffen es eine Spannung aufzubauen, sodass man das Buch nicht weglegen kann und auch die Storyline finde ich unglaublich gut aufgebaut, auch wenn es keine besonderen Überraschungen gibt. Vielleicht fände ich hier wirklich den Film mit passender Musik und Schockmomenten grusliger. So war das Buch zwar spannend aber nicht besonders gruslig. Ich gebe für die Handlung drei von fünf Punkten.

    Die Stilmittel

    Die Schreibweise finde ich dagegen sehr gut, da die Geschichte aus zwei Perspektiven beschrieben wird. Die Kapitel wechseln zwischen den Protagonisten Mark und Steph und auch zwischen den Zeitformen Präteritum und Präsens. Während Steph von der Vergangenheit berichtet und in einzelnen Nebensätzen also schon Ausblicke auf spätere Ereignisse geben kann, erlebt der Leser mit Mark das Geschehen direkt. Der Leser bekommt so Einblicke in die Gefühlswelt und die Sorgen beider Protagonisten und überblickt so das ganze Geschehen. Für diese Stilmittel gibt es also fünf von fünf Punkten.

    Die Charaktere

    Die beiden Hauptcharaktere sind Mark und Stephanie Sebastian. Die beiden haben eine kleine Tochter Hayden, die aber über große Teile des Buches bei Stephs Eltern ist. Ich konnte mich über das gesamte Buch weder mit Mark noch mit Steph wirklich anfreunden. Steph fand ich sehr egoistisch, und obwohl beide mit ihren eigenen Ängsten zu kämpfen hatten, kamen die Gefühle nicht wirklich an. Ich persönlich finde beide Charaktere etwas oberflächlich ausgearbeitet, deswegen nur zwei von fünf Punkten.

    Gesamteindruck

    Auch wenn mich das Buch nicht zu 100% überzeugt hat, würde ich es auf jeden Fall empfehlen. Wer sagt, dass er mit Horrorgeschichten von Übernatürlichen nichts anfangen kann, sollte dieses Buch eher nicht lesen.
    Insgesamt fand ich das Buch spannend und auch schlüssig. Auch das Ende fand ich gut gewählt, wobei mein Eindruck der Charaktere bestätigt wurde. Für den Gesamteindruck gibt es von mir vier von fünf Punkten.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Eternitys avatar
    Eternityvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Völlig bizarr, völlig seltsam, völlig enttäuschend
    Völlig bizarr, völlig seltsam, völlig enttäuschend

    Nun, man steht in der Buchhandlung und möchte sich ein neues, spannendes Buch gönnen. Wie sucht man sich eins aus? Man schaut sich das Cover an: sieht gut aus! Man liest den Klappentext: klingt spannend! Gekauft.
    Dann liest man das Buch und nach der Hälfte, wo die Handlung, die der Klappentext versprach, bereits geendet ist, fragt man sich schon, was geht da vor sich, was kommt denn jetzt noch?
    Und hier muss man leider antworten: Da kommt nichts Gutes mehr. Es wurde nur noch skurril, bizarr und abgedreht und das Lesen wurde noch anstrengender als zuvor. Auch wenn die erste Hälfte der Geschichte schon nicht überzeugend war, so war die zweite Hälfte völlig aus der Spur geglitten.


    Ich war leider froh, als das Buch zu Ende war und ich es weglegen konnte. Schade!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    NiWas avatar
    NiWavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ausgefallener Thriller, der sicherlich nicht jedem Leser gefällt.
    Bizarrer Thriller

    Mark und Steph stecken in einer Ehekrise und beschließen, dem angespannten Alltagstrott ins romantische Paris zu entfliehen. Sie lassen sich auf einen Häusertausch ein und landen in einem Apartment, das wohl schon lange keinen Menschen mehr gesehen hat: das Haus ist vereinsamt, die Wohnung ist eingestaubt und sie finden eimerweise Haare im Kleiderschrank.

    „Das Apartment“ ist meiner Ansicht nach unter die Mystery-Thriller einzuordnen, weil es von unheimlichen Ereignissen und unterschwelliger Spannung lebt.

    Steph und Mark haben eine harte Zeit hinter sich. Ihre Beziehung ist von ihrem Status als ungleiches Paar geprägt. Mark ist als Professor in Kapstadt tätig, während seine - um etliche Jahre jüngere- Frau mit Töchterchen Hayden und dem Haushalt beschäftigt ist. Zunächst wird man ins Eheleben der beiden eingeführt, merkt, woran sie zu knabbern haben, und stellt bald fest, dass sie Fürchterliches durchmachen mussten.

    Der Einstieg war für mich ok. Gespannt habe ich Steph und Mark kennengelernt, war aber doch sehr auf die Reise nach Paris gespannt. Nachdem man die gegenwärtige Situation einigermaßen überblickt hat, geht es auch schon ab in die Stadt der Liebe, wo sich das ungleiche Paar Auftrieb für seine Beziehung erhofft.

    An dieser Stelle wird es richtig gut und die unheimliche Atmosphäre schlägt das erste Mal zu. Sie landen in einem so grauenhaften Apartment, dass sich mir beim Lesen allein die Nackenhaare aufgestellt haben. Es riecht muffig, die Fenster lassen sich nicht öffnen, alle Möbel sind verstaubt und selbst die Bettwäsche wurde wohl vor Jahren zuletzt gewechselt. Aber wer hat dann mit ihnen die Wohnung getauscht?

    Besonders die Abschnitte in Paris haben es mir angetan. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie es Mark und Steph ergangen ist. Das Wetter und die winterliche Düsternis verleihen der Stadt auch noch eine triste Atmosphäre, sodass ständig eine unheimliche Stimmung besteht.

    Es wird abwechselnd aus Stephs und Marks Perspektive erzählt. Gerade bei „Paar“-Büchern finde ich das besonders interessant, weil man dann immer ein bisschen mehr als der andere Partner weiß. So vereinen sich die beiden Sichtweisen zu einem bizarren Spannungssog, der durch das Subtile überzeugen kann.

    Einziger Minuspunkt, mir wurde teilweise zu viel Aufhebens um Töchterchen Hayden gemacht. Zwar ist ihre Figur zentral, dennoch fühlte es sich so an, als ob sie ihren Platz im Roman nicht so recht gefunden hat. Ich habe sie als Beiwerk empfunden, das sich bemüht, der Story den richtigen Schwenk zu geben.

    Vom Ende war ich sehr überrascht und vom abschließenden Ausgang sehr angetan. Etliche Fragen bleiben ungeklärt, doch mit den Antworten lasse ich gerne meine Fantasie spielen.

    Meiner Meinung nach ist „Das Apartment“ ein ausgefallener Thriller, der sicherlich nicht jedem Leser gefällt, doch durch latente Spannung, unterschwelliges Grauen und der ungewöhnlichen Handlung bestimmt auch überzeugen kann. 

    Kommentare: 5
    107
    Teilen
    __Laura__s avatar
    __Laura__vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Der Klappentext verspricht leider mehr als nun letztendlich das Buch hergibt. Hab mir etwas mehr versprochen und bin doch etwas enttäuscht.
    Klappentext verspricht mehr als das Buch hergibt

    Ich bin leider etwas enttäuscht gewesen. Der Klappentext hat meiner Meinung nach etwas anderes versprochen, als das Buch nun letztendlich hergegeben hat. Mit Thriller hat das auch nicht viel zu tun. Eher Horror, aber auch da hab ich schon besseres gelesen. Aber eins muss man sagen, der Schreibstil ist flüssig, auch wenn die Story manchmal etwas verwirrend ist.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor 9 Monaten
    Dichte Atmosphäre - der Rest ist aber eher semi

    Einzelbewertung

    Plot: 3/5
    Atmosphäre: 5/5
    Charaktere: 2/5
    Spannung: 3/5
    Showdown: 2/5

    Ich habe in diesem Jahr schon ein paar Bücher gelesen, in denen sonderbare Häuser eine zentrale Rolle einnehmen. Zum Beispiel „The Girl Before“, was besser war, als ich erwartet habe; genau so erging es mir beim „Scherbenhaus“ mit all seinem technischen Schnickschnack – „Grandhotel Angst“ hingegen verbreitete bei mir eher Langeweile als Angst. Ganz anders geht es „Das Apartment“ von S.L. Grey an. S.L. Grey besteht aus zwei Autoren, das S steht für Sarah (Lotz), das L für Louis (Greenberg), Grey ist ein hinzugedichteter Allerweltsname. Beide kommen aus Südafrika, aber ihre Bücher spielen oft woanders - „Under Ground“ spielt in den USA, ihr aktueller Thriller, „Das Apartment“, spielt zum Großteil in Paris. Im Klappentext zu den Zweien steht, dass sich ihre Bücher mit den menschlichen Abgründen befassen – das klingt interessant, und dennoch hege ich ambivalente Gefühle gegenüber „Das Apartment“.

    Mark und Steph sind seit ein paar Jahren verheiratet, und obwohl der Altersunterschied zwischen den beiden satte 24 Jahre beträgt, war es Liebe auf den ersten Blick, denn sie haben innerhalb kürzester Zeit geheiratet und Steph war auch recht schnell schwanger – wobei Hayden, die Tochter, eher ein Unfall war, der aus einem Missverständnis entstand; Mark dachte, Steph würde die Pille nehmen und Steph dachte, Mark sei sterilisiert – Kommunikation wird manchmal einfach überbewertet; damit das nicht nochmal passiert, haben die zwei sicherheitshalber in der ganzen Geschichte keinen Sex (Vorsicht, Ironie). Dabei sind beide durchaus gebildet; Mark ist Spezialist für viktorianische Literatur und lehrt an der Uni – und Steph hat immerhin mal studiert, zumindest bis sie schwanger wurde. Heute ist sie arbeitslos und hat auch nicht wirklich Lust, daran etwas zu ändern, stattdessen wartet sie darauf, Bestseller-Autorin zu werden. Mark hat hingegen immer noch nicht den Tod seiner Tochter Zoë verkraftet, obwohl der schon sieben Jahre her ist – mit Hayden, quasi die Nachfolgerin von Zoë, kann er nicht wirklich viel anfangen, das wird recht schnell in der Geschichte klar. Und dann kommt auch noch dieser Einbruch, der das Ganze nicht gerade besser macht.

    „Das Apartment“ besteht aus zwei Erzählsträngen, die quasi parallel verlaufen; einer erzählt Stephs, der andere Marks Geschichte, beide werden in der ersten Person erzählt, wobei Marks in der Gegenwart, und Stephs im Präteritum gehalten ist. Warum das so ist, also warum nicht beide in der Gegenwart spielen, müsste man die Autoren fragen, denn ich bin bis zuletzt nicht dahinter gekommen. Generell sind die Charaktere ziemlich blass, das dürfte aber beim Vorgänger, "Under Ground", den ich zwar nicht gelesen, dafür aber ein paar Rezensionen dazu, ebenfalls so sein. Wobei Marks Charakter zumindest ansatzweise Tiefgang erahnen lässt, Stephs dafür gar nicht – weder erfährt man, warum sie keine Arbeit sucht, noch, warum sie auch daheim nichts macht. Teilweise erinnert sie an einen rebellischen Teenager. Aber auch wenn sie mit 23 noch nicht so weit vom Teenie-Alter weg ist, entwickelt man mit der Zeit doch etwas Verantwortungsgefühl, vor allem, wenn man ein Kind hat – und alles auf den traumatischen Überfall zu schieben, ist mir etwas zu billig. Die Geschichte lebt vielmehr von einer sehr dichten Atmosphäre, die die Handlung beherrscht und mir wiederum ausnehmend gut gefallen hat.

    Das Ende hat mich allerdings etwas ratlos zurückgelassen, denn was dieses mit der restlichen Geschichte zu tun hat, habe ich nicht wirklich verstanden – abgesehen davon, dass die Autoren etliche Fragen offen lassen. Okay, man kann beobachten, wie ein Mensch immer verrückter wird – was ja unter anderem das Stilmittel der zwei Autoren ist –, aber dazu hätte man nicht den Großteil der Geschichte in Paris spielen lassen müssen. Abgesehen davon wirkt das Buch ohne großen Plan und in Teilen ziemlich spontan konstruiert worden zu sein. Da nimmt der Nachbar plötzlich eine größere Rolle ein, und weil es gerade in den Plot passt, ist er eben Psychologie-Student – das wirkt nicht wirklich überzeugend.

    Tl;dr: „Das Apartment“ von S.L. Grey hat eine interessante Geschichte mit einer dichten Atmosphäre, die sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht – allerdings lässt das Ende einige Fragen offen und Teile der Geschichte wirken etwas zufällig.

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks