Haus der Schatten

von S.Y. Blank 
5,0 Sterne bei5 Bewertungen
Haus der Schatten
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Kaddiesbuchwelts avatar

Schaurig, schöner, erotischer Roman, der lange nachhallt.

AmaliaZeichnerins avatar

schön-schauriger homoerotischer Roman

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Inhaltsangabe zu "Haus der Schatten"

Tritt ein ins Haus der Schatten... wenn du es wagst. England, November 1888. Abgeschieden in den Hochmooren Cumberlands liegt der Herrensitz Marmond House. Schon lange dem Vergessen preisgegeben, verfällt das Anwesen immer mehr, und in ihm eingeschlossen sind viele Geheimnisse. Wie aus dem Nichts taucht ein Fremder auf, um das Familienerbe anzutreten und das Haus zu neuem Leben zu erwecken. Kinderlos und fasziniert von der Metaphysik, adoptiert Baron Duncan Asquith zwei Jungen, deren Schicksal auf mysteriöse Weise mit dem des Schlossherrn verknüpft ist und bis weit in die Vergangenheit reicht. Für Giles Favell und Victor Cavendish beginnt ein neues Leben, aber bald schon ahnen sie, dass mehr hinter den alten Mauern liegt, als es ihr Vorstellungsvermögen fassen kann. Denn das Haus vergisst nicht... Gay Romance, Gothic Novel, Mystery. Die TB-Ausgabe hat 660 Seiten. Neuauflage April 2017. Überarbeitet und ungekürzt, inklusive Bonuskapitel (ca. 14 Seiten). Es wurden keine inhaltlichen Veränderungen vorgenommen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B06XYV1K7T
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:658 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:30.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Traumfängervor 21 Tagen
    mystisch, spannend, fesselnd und mitfühlend…

    ein Buch mit einer unglaublichen Sogwirkung. Will man noch ein wenig Schlaf abbekommen, so muss man sich rabiat und mit eigener Kraft hinauskatapultieren, sonst hört man nicht auf zu lesen.
    Besonders hat mir die Art und Weise gefallen, die geschaffenen Bilder lebendig werden zu lassen. Man sieht alles deutlich vor seinem geistigen Auge, fühlt, spürt, riecht und leidet mit.

    Ich wünsche dem Autorenpaar für die Zukunft viel Erfolg und würde mich freuen, recht bald wieder etwas in dieser Richtung lesen zu können. Ich war wirklich positiv überrascht !!!

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    Kaddiesbuchwelts avatar
    Kaddiesbuchweltvor einem Monat
    Kurzmeinung: Schaurig, schöner, erotischer Roman, der lange nachhallt.
    Schaurig schön.

    Das Autorenteam S.Y. Blank versteht es eine tolle Atmosphäre aufzubauen. Sie zieht einen sehr in ihren Bann und man möchte das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Ihr Schreibstil ist ausführlich ohne langweilig zu werden. Die Charaktere liebevoll ausgearbeitet und selbst bis zur bissigen 'Hausdame' unterhalten sie und man möchte wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

    Der Aufbau der Geschichte und die Ausarbeitung der Umgebung gibt ein tolles Bild und das Haus wird zu einem eigenen Charakter, der für sich allein steht. Schon früh wird klar, dass es so auch gewollt ist und man lernt das Haus nach und nach zu verstehen.

    Die Atmosphäre wechselt ständig, aber ein bedrückendes Gefühl bleibt das ganze Buch über und man ahnt schon früh, dass die Geschichte für einige Charaktere wohl kein gutes Ende nehmen wird.

    "Haus der Schatten" ist keine locker leichte Urlaubslektüre, denn das Buch behandelt psychische Traumata, sehr gut recherchierte Behandlungsmethoden von Epilepsie und die Frage, wann man bereit ist, Menschen gehen zu lassen.

    Der Horror kommt auch nicht zu kurz und wird von dem Autorenteam hervorragend in Szene gesetzt. Keine blutigen Schockmomente. Hier wird sich vollkommen auf die Atmosphäre verlassen.

    Die Geschichte selbst wird aus der Sicht von Giles erzählt, einem Waisenknaben mit interessanter Herkunft. Ihm zuzuhören ist, als würde man in dem Haus selbst vor dem Kamin sitzen und seinen Worten lauschen, die seine Geschichte erzählen. 

    Die Geschichte ist eindeutig im LGBT Genre einzuordnen und beinhaltet explizite, homoerotische Elemente, die aber nie ins vulgäre abrutschen, sich wohl aber, meiner Ansicht nach, zu sehr häufen. Ich habe nichts gegen erotische Inhalte, solange sie sich in Maßen halten. Dies ist allerdings auch der einzige Kritikpunkt an diesem Buch. 

    Abschließend möchte ich auf die Nachwirkung des Buches eingehen. Oft ist es so, dass Bücher einen so gut unterhalten haben, dass man stundenlang über sie reden kann. Dieses Buch hat mich sogar noch Tage verfolgt - und das nicht in einem negativen Sinne. Man denkt noch lange über das Geschehene nach und vor allem das Ende nimmt einen sehr mit. Aber so mag ich es. Ich bin kein Typ Mensch der ein Buch ausliest, es zuklappt und vergisst.

    Diese Rezension ist auf dem ersten Blick sehr oberflächlich gehalten, aber das liegt daran, dass ich auf keinen Fall Dinge verraten möchte. Das Buch hat viele Wendungen, tolle Charaktere, eine tolle Atmosphäre, grandiosen Schreibstil und nur ein unnötiger Spoiler würde viel zerstören.

    Bewertung

    Ich vergebe für "Haus der Schatten" 5 von 5 Sternen. 

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    AmaliaZeichnerins avatar
    AmaliaZeichnerinvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: schön-schauriger homoerotischer Roman
    schön-schauriger homoerotischer Roman

    Der Autorin ist es gelungen, mich als Leserin gefangen zu nehmen mit ihrem anschaulichen Stil,
    welcher den Ich-Erzähler, den jugendlichen Giles, zum Leben erweckt. Ich bin ihm gern ins Marmond House gefolgt und habe mit ihm mitgefiebert, mitgelitten, mitgerätselt, denn das alte
    Haus verbirgt so manches Geheimnis. Gibt es dort tatsächlich Geister, oder sind es Visionen,
    die Giles aufgrund einer Erkrankung hat? Das fragt man sich als Leser am Anfang und das Buch wurde für mich zu einer „Tour de Force“ - im positiven Sinne, denn ich fand es sehr spannend.

    Baron Duncan Asquith, der Giles und den stummen Victor adoptiert hat, wirkt in jeder Hinsicht perfekt. Er ist nicht nur ein begnadeter Heiler, der Menschen einfach durch das Auflegen seiner Hände Linderung verschaffen kann bei ihren Leiden, sondern auch ein hervorragender Arzt und ein rundum freundlicher Mensch, außerdem sieht er blendend aus und schlägt sowohl eine – ziemlich unerträgliche – Frau namens Christina, als auch Giles und Victor in seinen Bann. Doch hinter der perfekten Fassade scheinen auch Abgründe zu lauern, doch lange ist nicht klar, was es damit auf sich hat.
    Einiges, was Giles und Victor erst relativ spät herausfinden, ist mir als Leserin durch den Prolog schon lange bekannt gewesen, so dass es keine allzu große Überraschung bot. Doch im letzten Drittel warten dennoch unerwartete Wendungen auf den Leser.

    Der Schreibstil liest sich angenehm, die Figuren, ihre Emotionen und die Schauplätze sind sehr ausführlich herausgearbeitet.


    Hier folgen einige persönliche Ansichten zu Elementen im Roman, die eine Sache des Geschmacks sind. Der Roman enthält sehr viel Erotik, es gibt eine ganze Reihe entsprechender Szenen, die sehr anschaulich geschildert werden und immer mit einem guten Augenmerk auf den Gefühlen und Emotionen des Protagonisten. Ich lese solche Szenen durchaus gern, aber im Verlauf der Geschichte wurde es mir persönlich ein bisschen viel, was auch mit an der Länge des Romans (über 650 Seiten) liegen dürfte. Wer so etwas gern auch mehrfach in einem Roman liest, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

    Die wenigen Frauen, die im Roman auftauchen sind entweder unerträglich unsympathisch (Lady Ashbrooke), griesgrämig (die Haushälterin), leicht albern schmachtende Teenager oder missgestaltet und elend (wer das ist, verrate ich nicht) – nach Sympathieträgerinnen sucht man hier vergebens, bzw. der Fokus liegt ganz klar auf den männlichen Charakteren.

    Bei der Hälfte des Romans habe ich eine Pause eingelegt und erst mal etwas anderes gelesen, denn ich hatte das Gefühl, dass die Handlung an dieser Stelle ein bisschen stagniert, mir fehlte zumindest in der Mitte die Spannung, die dann aber in der zweiten Hälfte wieder an Fahrt gewinnt.

    Das Ende passt hervorragend zu einem Schauerroman und auch die Geheimnisse, die der Ich-Erzähler schließlich ergründet, passen sehr gut ins Genre.
    Am Ende des Buches gibt es übrigens ein Bonus-Kapitel, bei dem die Perspektive auf die 3. Person wechselt und Erlebnisse von Victor schildert, die vor der eigentlichen Handlung liegen.

    Fazit: Ein stilistisch sehr gut ausgearbeiteter, erotischer Roman mit gruseligen Schauer-Elementen und so manch düsterem Geheimnis, das ergründet werden will...

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    Noa1702s avatar
    Noa1702vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Gruselig, spannend, außergewöhnlich, mit tollen Charakteren und voller Überraschungen. Lesenswert!
    Ein unheimliches Lesevergnügen... nicht nur für Gay Fiction-Leser!

    "Haus der Schatten" ist ein Buch für diejenigen, die gern tief in eine Geschichte eintauchen. Ein Buch, das überrascht und den Leser in seinen Bann schlägt. Es ist ein Buch in bester viktorianischer Schauermanier, mit einer modernen, authentischen, angenehm leicht zu lesenden Sprache und mit Protagonisten, die so lebendig wirken, dass man von Anfang an das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Es ist mehr als eine Gruselgeschichte, mehr als ein homoerotischer Roman. "Haus der Schatten" hat mich gepackt von der ersten bis zur letzten Seite, und ich gebe zu, dass am Schluss bei mir Tränen geflossen sind. Nicht, weil es traurig wäre - denn das ist es nicht -, sondern weil ich Giles, Victor und den Baron über viele Seiten hin begleitet habe und mir der Abschied von der Geschichte schwergefallen ist. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich über seine gesamte Länge derart fesseln konnte und bei dem ich das schönste Kopfkino haben durfte.

    Erzählt wird die Geschichte von dem zu Beginn der Erzählung fünfzehnjährigen Giles, einem Waisenjungen aus London. Er leidet unter Epilepsie und ist damit unvermittelbar, bis er zu seiner größten Verwunderung von einem rätselhaften Paar aus Boston adoptiert wird. Baron Asquith ist Arzt und der Erbe eines verfallenen Anwesens namens Marmond House in Yorkshire. Er nimmt zwei Jungen bei sich auf, Giles und den stummen Victor, um sie als seine Nachfahren einzusetzen. Die beiden verbindet eine gemeinsame Begebenheit, die in der Vergangenheit von Marmond House stattfand, aber davon wissen sie lange Zeit nichts. Erst ganz allmählich und unter dem Eindruck von Giles' Krankheit erschließt sich dem Ich-Erzähler eine tragische und dramatische Verkettung von Umständen, die ihn und Victor nach Marmond gebracht haben. Das und die Annäherung der drei Protagonisten wird so feinfühlig, so genau erzählt, dass man wirklich das Gefühl hat, mit Giles an einem Herbstabend im Salon am Kamin zu sitzen und seine Stimme zu hören, während er seine Geschichte erzählt. Wie er seine ersten sexuellen Erfahrungen mit Victor macht, wie er die dunklen Seiten vom Haus kennenlernt, wie er - widerwillig fast, aber fasziniert - Einblicke in die Vergangenheit der Familie erhält, die vor ihm dort gewohnt hat. Die Autoren bedienen sich dabei einer ungewöhnlichen Erzählweise, die Rückblenden als Visionen erscheinen lässt, von denen sich Giles nie sicher ist, ob sie nur seiner Phantasie bzw. seiner Krankheit entspringen, oder ob mehr dahintersteckt. Als Leser weiß man, dass alles real ist, doch Giles braucht lange, ehe er das Gesehene begreift. Und der Moment, in der sich auch für ihn alles zusammenfügt, ist einer der ergreifendsten (und erschütterndsten) im gesamten Buch.

    Ich habe viele Schauerromane gelesen und auch einiges an Gay Literatur, aber noch selten wurde beides so gekonnt und elegant verknüpft wie in "Haus der Schatten" - der Titel ist wunderbar passend gewählt, denn es gibt viele Schatten auf Marmond House. Es ist eine lange, fesselnde, unheimliche Erzählung, voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen, die doch alle Merkmale der klassischen Gothic Novel aufweist. Setting, Figuren und Handlung werden mit einem Detail- und Einfallsreichtum aufgebaut, die mich schlichtweg begeistert haben. Sei es die scharfzüngige Christina, die unglückliche Isobel, das stoische und verschlossene Hauspersonal, der selbstgerechte Dorfarzt oder der väterliche Anwalt des Barons - sie alle haben dieses Buch zu einem Erlebnis gemacht. Erwähnen möchte ich auch das Haus, das eine große Rolle in der Geschichte spielt, beinahe so, als wäre es etwas Lebendiges. Der größte Anteil gebührt jedoch den beiden Jungen und der tragisch-romantischen Figur von Duncan Asquith, der sein Schicksal und das der zwei Jungen in die Hand nimmt und am Ende das findet, wonach er gesucht hat. Ein Buch, nicht nur für Freunde viktorianischen Grusels und (homo-)erotischer Lektüre, sondern für alle, die originelle und liebevoll erzählte Geschichten mögen.           

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