S.Y. Blank Haus der Schatten

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Inhaltsangabe zu „Haus der Schatten“ von S.Y. Blank

Tritt ein ins Haus der Schatten... wenn du es wagst. England, November 1888. Abgeschieden in den Hochmooren Cumberlands liegt der Herrensitz Marmond House. Schon lange dem Vergessen preisgegeben, verfällt das Anwesen immer mehr, und in ihm eingeschlossen sind viele Geheimnisse. Wie aus dem Nichts taucht ein Fremder auf, um das Familienerbe anzutreten und das Haus zu neuem Leben zu erwecken. Kinderlos und fasziniert von der Metaphysik, adoptiert Baron Duncan Asquith zwei Jungen, deren Schicksal auf mysteriöse Weise mit dem des Schlossherrn verknüpft ist und bis weit in die Vergangenheit reicht. Für Giles Favell und Victor Cavendish beginnt ein neues Leben, aber bald schon ahnen sie, dass mehr hinter den alten Mauern liegt, als es ihr Vorstellungsvermögen fassen kann. Denn das Haus vergisst nicht... Gay Romance, Gothic Novel, Mystery. Die TB-Ausgabe hat 660 Seiten. Neuauflage April 2017. Überarbeitet und ungekürzt, inklusive Bonuskapitel (ca. 14 Seiten). Es wurden keine inhaltlichen Veränderungen vorgenommen.

Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Gruselig, spannend, außergewöhnlich, mit tollen Charakteren und voller Überraschungen. Lesenswert!

— Noa1702
Noa1702
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  • Ein unheimliches Lesevergnügen... nicht nur für Gay Fiction-Leser!

    Haus der Schatten
    Noa1702

    Noa1702

    04. September 2017 um 14:17

    "Haus der Schatten" ist ein Buch für diejenigen, die gern tief in eine Geschichte eintauchen. Ein Buch, das überrascht und den Leser in seinen Bann schlägt. Es ist ein Buch in bester viktorianischer Schauermanier, mit einer modernen, authentischen, angenehm leicht zu lesenden Sprache und mit Protagonisten, die so lebendig wirken, dass man von Anfang an das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Es ist mehr als eine Gruselgeschichte, mehr als ein homoerotischer Roman. "Haus der Schatten" hat mich gepackt von der ersten bis zur letzten Seite, und ich gebe zu, dass am Schluss bei mir Tränen geflossen sind. Nicht, weil es traurig wäre - denn das ist es nicht -, sondern weil ich Giles, Victor und den Baron über viele Seiten hin begleitet habe und mir der Abschied von der Geschichte schwergefallen ist. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich über seine gesamte Länge derart fesseln konnte und bei dem ich das schönste Kopfkino haben durfte. Erzählt wird die Geschichte von dem zu Beginn der Erzählung fünfzehnjährigen Giles, einem Waisenjungen aus London. Er leidet unter Epilepsie und ist damit unvermittelbar, bis er zu seiner größten Verwunderung von einem rätselhaften Paar aus Boston adoptiert wird. Baron Asquith ist Arzt und der Erbe eines verfallenen Anwesens namens Marmond House in Yorkshire. Er nimmt zwei Jungen bei sich auf, Giles und den stummen Victor, um sie als seine Nachfahren einzusetzen. Die beiden verbindet eine gemeinsame Begebenheit, die in der Vergangenheit von Marmond House stattfand, aber davon wissen sie lange Zeit nichts. Erst ganz allmählich und unter dem Eindruck von Giles' Krankheit erschließt sich dem Ich-Erzähler eine tragische und dramatische Verkettung von Umständen, die ihn und Victor nach Marmond gebracht haben. Das und die Annäherung der drei Protagonisten wird so feinfühlig, so genau erzählt, dass man wirklich das Gefühl hat, mit Giles an einem Herbstabend im Salon am Kamin zu sitzen und seine Stimme zu hören, während er seine Geschichte erzählt. Wie er seine ersten sexuellen Erfahrungen mit Victor macht, wie er die dunklen Seiten vom Haus kennenlernt, wie er - widerwillig fast, aber fasziniert - Einblicke in die Vergangenheit der Familie erhält, die vor ihm dort gewohnt hat. Die Autoren bedienen sich dabei einer ungewöhnlichen Erzählweise, die Rückblenden als Visionen erscheinen lässt, von denen sich Giles nie sicher ist, ob sie nur seiner Phantasie bzw. seiner Krankheit entspringen, oder ob mehr dahintersteckt. Als Leser weiß man, dass alles real ist, doch Giles braucht lange, ehe er das Gesehene begreift. Und der Moment, in der sich auch für ihn alles zusammenfügt, ist einer der ergreifendsten (und erschütterndsten) im gesamten Buch.Ich habe viele Schauerromane gelesen und auch einiges an Gay Literatur, aber noch selten wurde beides so gekonnt und elegant verknüpft wie in "Haus der Schatten" - der Titel ist wunderbar passend gewählt, denn es gibt viele Schatten auf Marmond House. Es ist eine lange, fesselnde, unheimliche Erzählung, voller Geheimnisse und unerwarteter Wendungen, die doch alle Merkmale der klassischen Gothic Novel aufweist. Setting, Figuren und Handlung werden mit einem Detail- und Einfallsreichtum aufgebaut, die mich schlichtweg begeistert haben. Sei es die scharfzüngige Christina, die unglückliche Isobel, das stoische und verschlossene Hauspersonal, der selbstgerechte Dorfarzt oder der väterliche Anwalt des Barons - sie alle haben dieses Buch zu einem Erlebnis gemacht. Erwähnen möchte ich auch das Haus, das eine große Rolle in der Geschichte spielt, beinahe so, als wäre es etwas Lebendiges. Der größte Anteil gebührt jedoch den beiden Jungen und der tragisch-romantischen Figur von Duncan Asquith, der sein Schicksal und das der zwei Jungen in die Hand nimmt und am Ende das findet, wonach er gesucht hat. Ein Buch, nicht nur für Freunde viktorianischen Grusels und (homo-)erotischer Lektüre, sondern für alle, die originelle und liebevoll erzählte Geschichten mögen.           

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  • Frage zu "Ich, Adrian Mayfield" von Floortje Zwigtman

    Ich, Adrian Mayfield
    Dreamcrystall

    Dreamcrystall

    Ich habe nun vor einiger Zeit die beiden Mayfield-Bücher nochmals gelesen und bin nun beim Dritten Band angekommen und bin nun ein wenig ratlos, weil ich einfach kaum Bücher dieser Art finde. Kann mir jemand weitere gute Bücher empfehlen, die einen eventuell historischen Hintergrund und Homosexuelle Liebe beinhalten? (Der Hintergrund wäre gar nicht so wichtig) Die Geschichte sollte nicht eine dieser typischen "Kerl trifft anderen Kerl/ Frau trifft andere Frau und sie haben sofort die Liebe ihres Lebens und machen ganz viel Liebe" sein. Danke im Vorraus :)

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    Noa1702

    Noa1702

    30. August 2017 um 13:42