Saša Stanišic Wie der Soldat das Grammofon repariert

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Inhaltsangabe zu „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ von Saša Stanišic

Aleksander wächst in der kleinen bosnischen Stadt Višegrad auf. Als der Krieg über Višegrad hereinbricht und die Familie fliehen muss, erweist sich Aleksanders Fabulierlust als ungemein nützlich: Rastlos neugierig erobert er sich diesen merkwürdigen Ort namens Deutschland, und mit unbändiger Lust erzählt er die irrwitzigen Geschichten von damals. • Großes Hörkino produziert vom Bayerischen Rundfunk - Regie: Leonhard Koppelmann. • Für alle Hörer von Jonathan Safran Foer und Wladimir Kaminer.

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  • Rezension zu "Wie der Soldat das Grammofon repariert" von Saša Stanišic

    Wie der Soldat das Grammofon repariert

    Xirxe

    20. July 2012 um 22:34

    Was habe ich mich mit diesem Hörbuch geplagt. Nicht, weil es nicht gut ist - ganz im Gegenteil. Es ist hervorragend, und gerade deshalb nicht zum Nebenbeihören geeignet. Saša Stanišic lässt in einer wundervollen bildhaften Sprache den kleinen und großen Aleksandar von dessen Leben erzählen: Wie er aufwächst im alten Jugoslawien, man gemeinsam ungeachtet der Herkunft rauschende Feste feiert, wie dann der Krieg auch Višegrad, seine Heimatstadt erreicht, die Familie nach Deutschland flieht und Aleksandar als junger Mann zurückkehrt mit der Hoffnung, noch etwas von seinen Erinnerungen wiederzufinden. Es sind wahre, halbwahre und Phantasiegeschichten die hier berichtet werden, und in jeder einzelnen empfindet man die große Liebe zu seiner Heimat, den Menschen und den Orten. Was 'Wie der Soldat das Grammofon repariert' jedoch so besonders macht, sind die ausdrucksvollen Wort- und Satzkunstwerke, mit denen Aleksandar seine Erlebnisse erzählt: 'Meine Tante spricht eine deutsche Autobahn schnell.' oder '..man müsste einen ehrlichen Hobel erfinden, der von den Geschichten die Lügen abraspeln kann und von den Erinnerungen den Trug. Ich bin ein Spänesammler.' Hört man nicht konzentriert zu, entgeht einem vieles. Ebenfalls bemerkenswert ist der genaue Blick des Autors für das Absurde und Komische, den er selbst in Situationen nicht verliert, in denen es eigentlich nichts zu lachen gibt. Man ist entsetzt über die Grausamkeit dieses Krieges und kann sich ein Schmunzeln während des Zuhörens dennoch nicht verkneifen. Das Alles wird vorgetragen von Saša Stanišic selbst und ich bin mir sicher, niemand anders hätte es besser machen können. Er trägt Aleksandars Geschichte nicht nur vor, nein, er selbst ist Aleksandar, so überzeugend ist seine Lesung. Ich bin mir sicher, dass das Buch nicht besser sein kann, aber - da es noch einige Geschichten mehr enthält, habe ich es mir nun auch noch gekauft. Ich freu' mich schon drauf!

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  • Rezension zu "Wie der Soldat das Grammofon repariert" von Saša Stanišic

    Wie der Soldat das Grammofon repariert

    Jetztkochtsie

    07. November 2008 um 09:44

    Vorab, ich denke dieses Buch als Hörbuch zu hören ist die schlechtere Alternative zum Lesen. Das liegt aber keineswegs am Autoren/Leser. Sasa Stanisic liest flüssig mit nettem aber nicht nervigem Akzent der zu den Geschichten durchaus paßt. Aber es sind die Geschichten, die einfach besser zu lesen als zu hören wären. Sie sind sehr tiefgehend, manchmal beinhalten sie Wortspielereien, die gelesen, also mit dem Text vor Augen wohl besser rüberkommen würden, als gehört. Trotzdem ein zauberhaftes trauriges Buch. Unheimlich tragisch und trotzdem verliert Aleksander nie die Hoffnung, den Humor und die Freude am Erzählen. Meine Lieblingsstelle war die in der er von seiner Geburt berichtet: "Mein Vater verschlief meine Geburt und meine Mutter wurde sofort nachdem ich draußen war ohnmächtig. Sie sagte nachher soviel Blut und Scheiße habe sie einfach nicht verkraften können. Daher war mein Onkel Bora der einzige Berechtigte Anwesende und dieser rief sofort aus. ALEKSANDER soll er heißen der dreckige Scheißkerl. Und so heiße ich bis heute." Anbeten Für Menschen mit trockenem Humor, die auch über Dinge lachen können, die eigentlich gar nicht komisch sind, ist dieses Buch absolut gut, für alle anderen auch!

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