Sabi Lianne

 3.5 Sterne bei 4 Bewertungen
Sabi Lianne

Lebenslauf von Sabi Lianne

Sabi Lianne, geboren 1988, schreibt hauptsächlich Fantasygeschichten für Groß und Klein. Seit 2013 veröffentlicht sie Kurzgeschichten auf ihrem Blog www.sabi-writing-whatever.com. Dort informiert sie Leser regelmäßig über Neuigkeiten und bietet Hintergrundinformationen zu ihren Werken. Außerdem konnte sie bereits einige Geschichten in Anthologien unterbringen. "Nilis neue Welten" ist ihr erster veröffentlichter Roman.

Alle Bücher von Sabi Lianne

Nilis neue Welten: Ein Fantasy-Märchen

Nilis neue Welten: Ein Fantasy-Märchen

 (4)
Erschienen am 14.03.2016

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Rezension zu "Nilis neue Welten: Ein Fantasy-Märchen" von Sabi Lianne

Eine Fantasy-Kurzgeschichte für ... ja, für wen eigentlich?
Kurzvor 2 Jahren

Es war ein Experiment. Ein vollkommen unbekanntes Erstlingswerk einer unbekannten Autorin meinen Kindern vorzulesen. Eine Geschichte, von der die Autorin sich auch nicht so sicher war, ob diese überhaupt für Grundschulkinder geeignet ist. Es ist ein Fantasy-Märchen, in dem ein junges Mädchen namens Nili die Hauptrolle spielt. Per Zufall entdeckt sie verschieden Tore oder Portale, durch die sie in die unterschiedlichsten Welten gelangt.

Dabei begegnen ihr sprechende Tiere, wundersame Welten und eine in ihr schlummernde Fähigkeit, die sie erst im Laufe der Geschichte entdeckt. So weit, so bekannt. Neue Ideen sucht man in dem Buch vergebens. Alles habe ich als Erwachsener schon mal irgendwo gehört. Es ist ein nettes Märchen, das ich allerdings nicht als solches bezeichnen würde. Vielleicht eher als Fantasy-Kurzgeschichte für ... ja, für wen eigentlich?

Ausgehend vom Tiefgang der Geschichte richtet sie sich tatsächlich eher an Kinder. Die Sprache hingegen ist nicht an die der Kinder angepasst. Da ich die Geschichte vorgelesen habe, konnte ich ein paar Passagen anders erzählen als sie geschrieben standen. Einfach, damit ein Sechs- und ein Achtjähriger den Inhalt verstehen konnte und ich das ein oder andere Fäkalwort umschiffen kann.

Gerade als Vorleser war es nicht einfach herauszufinden, wer gerade spricht. An manchen Stellen kam erst deutlich später heraus, wer gerade was gesagt hat. Bei anderen Passagen bleibt es sogar komplett offen. Da ich beim Vorlesen gerne die Stimme verstelle, war dies recht hinderlich.

Wie immer bei Erstlingswerken, die selbst verlegt werden, sehe ich großzügig über Fehler hinweg. Die gibt es in diesem Buch durchaus in einem Maße, das vermuten lässt, dass das Buch weder ein Korrektorat noch ein Lektorat gesehen hat. Es gibt hin und wieder auch "Stolperfallen", wie z.B.: "Sie wollte es mitkommen, falls die Gruppe sich plötzlich in Bewegung setzte." (Pos 811) Für einen Vorleser sind solche Passagen doppelt holprig. Es gab allein vier oder fünf solcher Stellen, bei denen die Kinder gefragt haben: "War das jetzt wieder ein Fehler im Buch?"

Am Anfang des Buchs war ich angenehm überrascht, dass es wenig Logikfehler gab. Bis ich zum Ende kam. Dort gab es sie dann doch, die Momente, die für unlektorierte Bücher typisch sind, in denen ich innehalten musste, und mir die Frage durch den Kopf schoss, wieso jetzt genau das passierte. Allerdings sind diese Logikfehler nicht so gravierend, dass sie den Fluss der Geschichte massiv stören würden. Warum kann Nilli plötzlich so gut die Spache der Leandrianer sprechen, versteht aber dann bei der Unterhaltung von Dronos mit dem König nichts?

Immerhin, den Kindern sind diese Fehler nicht aufgefallen.

Ich hatte ja schon die Befürchtung, dass ich die Geschichte alleine weiterlesen muss, weil sie ihnen nicht gefällt oder sie langweilt. Beim "kleinen Prinzen" war es zum Beispiel so, dass diese Geschichte viel zu komplex und tiefgründig ist, als dass sie von den Kindern verstanden würde.

Bei dieser Geschichte war es anders. Sie hat die Kinder ein wenig gefesselt und sie wollten wissen, wie es weiterging. Es ist wirklich Schade, dass das Buch sich nicht auch sprachlich an das Kinder-Niveau angepasst hat.

Als die Geschichte zu Ende war und ich die Jungs gefragt habe, wie Geschichte war, dann gab es ein "ganz gut" als Bewertung.

Für Erwachsene ist die Geschichte hingegen zu flach und bietet zu wenig Tiefgang oder neue Ideen. Es ist eine recht oberflächliche und einfache Erzählung. Normalerweise würde ich dieses Buch mit zwei Sternen bewerten, gebe aber noch einen Bonus von meinen Jungs hinzu, die das Buch dann schlussendlich als mittelgut einstuften. 

Wer keine fehlerbehafteten Bücher mag, sollte hingegen von vornherein Abstand von dem Buch nehmen.

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MadameBuchfeins avatar

Rezension zu "Nilis neue Welten: Ein Fantasy-Märchen" von Sabi Lianne

Bestimmt toll für Kinder, aber leider nicht so meins
MadameBuchfeinvor 2 Jahren

╔═★══════╗
          Vorab
╚══════★═╝
Wenn ich nichts übersehen habe, dann ist dies das erste eigenständige Werk der deutschen Autorin Sabi Lianne. Früher hatte sie aber schon ein paar Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht und ist somit dem ein oder anderen vielleicht nicht ganz unbekannt.

╔═★══════╗
          Cover
╚══════★═╝
Das Cover ist ganz schlicht gestaltet, passt an sich aber gut zur Geschichte. Für mein Empfinden schon etwas zu schlicht.

Hätte ich es nicht als Reziexemplar bekommen, hätte ich es aber glaube auch nicht gekauft.

╔═★═══════╗
          Meinung
╚═══════★═╝
Ein süßes Märchen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sowohl inhaltlich als auch sprachlich ist es komplett als Märchen aufgezogen. Hier finde ich wirklich gut, dass sich die Autorin treu bleibt und dies komplett beibehält.
Es sind einige süße Ideen enthalten, aber letztlich hat es mich ein gewisser Teil des Buches Wort wörtlich an Alice im Wunderland erinnert. Anderes, aber irgendwie hat sich mir dennoch sehr diese Assoziation aufgedrängt.
Erzähltempo und -art ist für ein Märchen komplett in Ordnung, gerade für Kinder nicht zu detailliert, aber man kann sich die Welten dennoch vorstellen. Doch wie geschrieben, für Kinder ist das in Ordnung, aber um Erwachsene zu verzaubern fehlt meiner Meinung nach doch noch hier und da etwas. Es würde mich einfach sehr interessiere, welche Zielgruppe/n die Autorin ansprechen möchte.

Da die Superhelden auch im Klappentext erwähnt werde, möchte ich hier auch etwas dazu sagen: Sie bringen zwar Spannung ins Spiel, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich sie nicht so ganz passend finde. Nili ist in einer Welt gelandet zu der das nicht passt. In der ersten Welt hätte ich mir das noch sehr gut vorstellen können. Aber an der stelle wo sie ins Spiel kommen, muss ich sagen, dass ich sie nicht sehr passend finde. Andererseits: Vielleicht bin ich da zu eingefahren in meinen Weltbildern und Kids fänden das wieder ganz cool und eben mal was anderes. Eventuell liegt es aber auch daran, dass sie sich zwei Schnitzer geleistet haben die ich nicht so toll fand für Superhelden bzw. dafür das es ein Märchen ist.
Und zum Schluss muss ich leider auch sagen, dass doch einige Fehlerchen drin sind.

╔═★══════╗
        Kurzum
╚══════★═╝
Eine wirklich süße Geschichte, die sich aber definitiv an ein jüngeres Publikum richtet. Würde man es allerdings ausbauen, sowohl inhaltlich als auch sprachlich könnte es bestimmt auch Menschen die über das Grundschulalter hinausgehen begeistern.
So kann ich aber für mich jetzt leider keine allzugute Wertung abgeben.

╔═★═══════════════════╗
         Wem würde ich es empfehlen 
╚═══════════════════★═╝
Meiner Meinung nach ist es wirklich eher für Kinder und nicht für Erwachsene, es sei denn man möchte wirklich mal was ganz Leichtes und Kurzes für Zwischendurch.
Aber für Kinder, im Speziellen für Erleser oder Grundschulalter im Allgemeinen kann ich es mir gut vorstellen.

╔═★════════╗
         Bewertung
╚════════★═╝
★★★☆☆

╔═★═════════╗
         Dankeschön
╚═════════★═╝
Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und an die Admina der Facebookgruppe "Reziliebe", die dafür sorgt das Autoren und Rezensenten zusammenfinden.

Herzlichst,
eure Selenas Kreativlabor & Buchblog

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lunau-fantasys avatar

Rezension zu "Nilis neue Welten: Ein Fantasy-Märchen" von Sabi Lianne

Leider sehr hektisch und schnell ...
lunau-fantasyvor 2 Jahren

Ich sage es direkt am Anfang. Der Klappentext verspricht mehr, als tatsächlich kommt. Aber lasst es mich erklären.

Ich habe das ebook von der Autorin geschickt bekommen, um eine ehrliche Rezension zu schreiben. Das mache ich immer und so auch in diesem Falle. Ich hoffe damit allen ein wenig weiterhelfen zu können. Also, legen wir los.

Das Cover musste ich suchen. Tatsächlich hat das ebook selber scheinbar keines. Ist nicht weiter störend, zumal das Cover auch nicht sehr viel her gibt. Im Buchladen oder in der Onleihe hätte ich tatsächlich nicht darauf geklickt, weil es nicht ansprechend genug ist. Es wirkt, als hätte jemand ein bisschen mit Word gespielt und dabei könnten zu der Geschichte wirklich viele Cover passen. Aber das Buch ist ja auch erst seit März 2016 erhältlich und die erste Ausgabe. Beim Cover ist jedenfalls noch Luft nach oben.

Kommen wir nun zur Einführung. Die geht sogar ziemlich schnell und ist auch gut verständlich, jedoch zieht sich die Geschwindigkeit bis zum Ende des Buches durch und das tut dem Werk nicht ganz so gut. Viele kurze Sätze werden aneinander gereiht, um Spannung zu erzeugen. Diese verschwindet jedoch schnell wieder, da es zu viele kurze Sätze hintereinander sind und die Handlung dabei quasi an einem vorbei fliegt. Und das in ICE-Geschwindigkeit.

Der Schreibstil ist zwar flüssig, jedoch und gut verständlich, jedoch schlicht und ergreifend nicht detailliert genug. Hier werden hin und wieder Orte beschrieben, die Handlung selber wird aber leider nur angehauen. 

Nili ist ein wirklich sympatisches Mädchen von zwölf Jahren, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Ihr Charakter wirkt nicht plastisch genung, um eine Verbindung zu mir herzustellen, ihre Gedanken sind unrealistisch und sehr naiv. Mit zwölf sollte sie hin und wieder ein wenig weiter sein. Sie überzeugt mich nicht und ihre Ängste, Sorgen und Freuden reißen mich nicht mit. Hier wurde nicht genug durchdacht. Das gleiche gilt auch für Kirk. Ich frage mich, warum er normale Größe hat, wo doch April so riesig ist...

Die Anzahl der Figuren ist vollkommen ausreichend und sollte nicht erhöht werden, da sie teils komplizierte Namen haben und es verwirren könnte. So wie sie bisher sind, sind sie aber erkennbar und angepasst - jedoch leider ebenfalls nicht sonderlich plastisch, sondern eher oberflächlich angeschnitten. 

Die Idee des Buches ist wirklich toll. Nilis Hintergrundgeschichte und ihr Abenteuer sind interessant und versprechen ein wildes Abenteuer. Es gibt einen roten Faden, an dem man sich entlanghangeln kann. Ich hätte mir hin und wieder aber auch ein paar Nebenhandlungen gewünscht, die dem ganzen noch etwas mehr Charakter geben, weil es Geschichten in der Geschichte gibt. 

Das Ende hat mich leider nicht überzeugt und ist ziemlich unrealistisch und nicht zufrieden stellend. Ich glaube nicht, das eine zwölfjährige das mitmacht und entscheiden könnte. Das ist meine Meinung. Das gute ist jedoch, das man am Anfang nicht weiß, wie es ausgeht. Das Genre passt jedenfalls im Ansatz, leider hinterlässt das Buch keine Spuren in mir.

Bitte das ganze negative hier nicht falsch verstehen. Es ist eigentlich gar nicht negativ. Die Idee der Geschichte ist wirklich gut und ich denke einfach, dass das Werk zu früh veröffentlicht wurde. 93 Seiten sind es. 93 Seiten die eine Geschichte zusammenfassen, die weitaus komplexer ist. Ich würde empfehlen weiter zu schreiben, mehr in die Tiefe zu gehen. Nilis Charakter auszuarbeiten, mehr in ihre Gedanken und Gefühle zu gehen und sie auszubauen. Das gleiche gilt für ihr Abenteuer. Immer wieder kommt es zu einer spannenden Situation, die schon vorbei ist, ehe sie richtig angefangen hat. Man kann nicht mitfieber, weil alles so schnell aneinander gereiht ist. Bamm-Bamm-Bamm kommen die Ereignisse. Das überfordert und langweilt leider auch. In dieser Story steckt viel Potenzial, sie sollte nicht so enden. Der Schreibstil ist gut, er braucht nur Zeit.

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