Sabina Naber Die Namensvetterin

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Inhaltsangabe zu „Die Namensvetterin“ von Sabina Naber

Ein Jahrhundertsommer hält die Stadt in Atem. Und dann ist da noch der Mord an der Kabarettistin Barbara Stein. Kommissarin Maria Kouba steht vor mühsamen Ermittlungen. Die Tote war nicht nur ein Bühnenstar, ihr hemmungsloser Exhibitionismus machte sie zu einer regelrechten Sexgöttin. Ihre Recherchen führen die Kommissarin in die schwülen Swinger-Clubs der Donau-Metropole. Was sie dort zu sehen bekommt, gibt ihrem Leben eine aufreizend neue Wendung. (Quelle:'Flexibler Einband')

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    Die Namensvetterin

    SharonBaker

    18. February 2014 um 18:46

    Kommissarin Maria Kouba wird zu einem neuen Fall gerufen und muss sich direkt einer verstümmelten, in eindeutiger Pose befindenden, weiblichen Leiche stellen. Dazu kommt auch noch ihr neuer Kollege, der mit Macho Sprüchen um sich schlägt und der Tag ist gelaufen. Außerdem ist das Mordopfer eine berühmte Kabarettistin. Diese lebte ihr Leben in freien Zügen und genoss jedes erotische Abenteuer. Das macht den Kreis für die Ermittlungen nicht einfach und führt die Zwei unteranderen in die Swingerklubs der Stadt. Die Atmosphäre ist durch den Fall extrem erotisch geschwängert und bringt so, unser Team öfters an den Rand des übereinander her Fallens. Aber wer hat diese außergewöhnlich sinnliche Frau auf dem Gewissen? Der Verlobte, der ihr sexuelles Leben nicht mehr hinnehmen konnte? Ein eifersüchtiger Liebhaber? Oder ein krankhafter Verehrer? Und vor allem können unsere Ermittler den Fall lösen, ohne über ihre eigenen Bedürfnisse zu stolpern? Hier handelt es sich um einen Kriminalfall, der in Wien spielt und wer mich kennt, der weiß, das ich hier nicht einfach daran vorbei komme. Der Gmeiner Verlag hat sich der Reihe um Kommissarin Kouba angenommen und lässt diese als E-Books neu aufleben. Für mich war es gut, denn die Printausgaben von damals gibt es nicht mehr und sahen auch bei Weitem nicht so toll aus. Außerdem fand ich die Mischung ganz interessant, ein Opfer, was unsere Ermittler, über ihre eigenen sexuellen Wünsche nachdenken lässt und uns Leser, so das Eine oder Andere Abenteuer bescheren könnte. Da ja auf den Büchermarkt die Erotik boomt, fand ich es mal interessant, nicht nur ein reines sexuell spielendes Buch zu lesen. Wie zu erwarten, nimmt deshalb auch genau der sinnliche Teil den größten Raum im Buch ein und unser Opfer ist eigentlich nur nettes Beiwerk. Es geht um unsere Kommissarin, die aus einer verfahrenen, beendeten Beziehung endlich wieder nach vorne sieht und durch die Ermordete über ihre Wünsche und Sehnsüchte nachdenkt. Dieses Denken ist im Fall allgegenwärtig und jeder Mann scheint auf einmal interessant und zum Auspacken geeignet zu sein. Der neue Kollege, mit den blöden Sprüchen, hat leider Gottes einen perfekten Knackarsch und so herrscht eigentlich bei den beiden eine extrem knisternde Atmosphäre. Wer nur einen Krimi erwartet hat, ist hier falsch. Wer aber eine erotische Reise zu sich selbst miterleben möchte, ist hier richtig. Natürlich wird der Fall auch gelöst, aber die Swingerklubs sind eindeutig interessanter und stehen mehr als nur einmal im Mittelpunkt. Dabei beherrscht es die Autorin, sprachlich ein gutes Gleichgewicht zu schaffen. Bei den Männern wird es derb und schon ein bisschen vulgär, aber bei den kleinen Abenteuern unserer Maria, schreibt sie fantasievoll und nie zu viel, der eigenen Fantasie ist da durch eine Menge Spiel gegeben. Zum Einen verlockend zum Anderen dürfen wir gespannt sein, was sie in den nächsten Teilen noch alles Neues an sich entdecken wird. Oder ob ihr Partner auch endlich mal ran darf. Ich fand das Buch überaus unterhaltend und hatte meinen Spaß damit. Außerdem wurde ich mit ein bisschen Wiener schmäh belohnt und ich mag das einfach, wenn ein bisschen Mundart mit in so einem Buch eingeflochten wird. Die zwei Figuren lassen noch einiges an Potenzial offen und bis auf das viele Rauchen, was ständig beschrieben wurde, würde ich sagen, ich freu mich auf den nächsten Teil.

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  • Rezension zu Die Namensvetterin von Sabina Naber

    Die Namensvetterin

    Golondrina

    03. August 2013 um 08:41

    Manchmal streiche ich in meiner Bibliothek das Krimiregal entlang und ziehe willkürlich einen Band heraus. Besonders interessieren mich die offensichtlich ungeliebten, die ohne Eselsohren, die - obschon leicht vergilbt - ganz sicher noch nie ausgeliehenen. Wer weiß, vielleicht versteckt sich ja ein Schätzchen dahinter? Auf diese Art kam die Namensvetterin auf meinen Lesestapel. Worum geht's? Eine Wiener Kabarettistin, bekannt für ihren freizügigen Umgang mit Männern wurde ermordet. Mit der Lösung dieses Falls wird ausgerechnet eine ständig notgeile junge Kommissarin beauftragt, die damit "gezwungen" wird, mit ihrem Kollegen in Swingerclubs und ähnlichen Etablissements - natürlich ohne Dienstkleidung - zu ermitteln. Genauso dürftig wie der Plot kommt der Schreibstil von Frau Naber daher und damit wäre eigentlich auch schon alles gesagt. Möge dieses Büchlein im Krimiregal meiner Bibliothek bis ans Ende aller Tage schmoren oder - und ich hoffe, ich habe mit meiner Ausleihe die Quote nicht versaut - bei der nächsten Aufräumaktion entsorgt werden. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal über ein Buch sage.  

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