Sabine Appel

 4.2 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorin von Heinrich VIII., Elisabeth I. von England und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Katharina von Medici
 (1)
Neu erschienen am 22.09.2018 als Hardcover bei Klett-Cotta.

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Sabine AppelHeinrich VIII.
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Heinrich VIII.
Heinrich VIII.
 (5)
Erschienen am 05.05.2017
Sabine AppelElisabeth I. von England
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Elisabeth I. von England
Elisabeth I. von England
 (3)
Erschienen am 01.02.1994
Sabine AppelKatharina von Medici
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Katharina von Medici
Katharina von Medici
 (1)
Erschienen am 22.09.2018
Sabine AppelElisabeth I. von England. Die Biographie
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Elisabeth I. von England. Die Biographie
Elisabeth I. von England. Die Biographie
 (1)
Erschienen am 01.01.1963
Sabine AppelJohann Wolfgang von Goethe
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Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe
 (1)
Erschienen am 10.03.2009
Sabine AppelArthur Schopenhauer
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Arthur Schopenhauer
Arthur Schopenhauer
 (1)
Erschienen am 15.08.2007
Sabine AppelDie schönsten Märchen aus 1001 Nacht
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Die schönsten Märchen aus 1001 Nacht
Die schönsten Märchen aus 1001 Nacht
 (1)
Erschienen am 31.08.2011
Sabine AppelMadame de Staël
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Madame de Staël
Madame de Staël
 (1)
Erschienen am 15.02.2006

Neue Rezensionen zu Sabine Appel

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aus-erlesens avatar

Rezension zu "Katharina von Medici" von Sabine Appel

Eloquentes Meisterwerk einer Meisterin der Politik
aus-erlesenvor 24 Tagen

Ein Bilderbuchstart ins Leben sieht anders aus. Zwei Wochen nach der Geburt stirbt die Mutter, Prinzessin Madeleine de la Tour d’Auvergne. Etwas später ihr Vater Lorenzo di Piero de‘ Medici. Katharina wird zu ihrem Großonkel geschickt. Der soll sich um das Mündel kümmern. Zufällig ist er Papst Leo X. Katharina ist da gerade mal im Grundschulalter. Und wissbegierig. Ringsum Florenz brodelt es. So wie in ganz Europa. Die Reformation macht den Katholiken ordentlich Dampf unter den Sutanen. In der Toskana – Medici-Land – erheben sich immer mehr gegen die Herrscher. Der Papst stirbt, Katharina wird als Geisel genommen. In einem Dominikanerkloster muss sie lernen, dass der goldene Löffel der Medici hier aus Blech oder gar Holz ist. Denn die Dominikaner mögen die Medici nicht. In Rom regiert derweil der vorerst letzte nichtitalienische Papst. Doch nur zwei Jahre. Dann kommt Clemens VII. Wieder ein Medici. Das Blatt wendet sich abermals. Ach ja, Frankreich meldet auch Ansprüche an die kleine Medici an, ihre Mutter ist schließlich französischen Adelsblutes. Katharina ist Teenager, und die Welt der Medici, die Welt in und um Florenz, das sich unter Lorenzo dem Prächtigen zum Schmuckstück der Welt aufschwang, ist wieder in Ordnung? Katharina wurde von erlesenen Lehrern unterrichtet, sie interessiert sich für Mathematik. Und ihre große Zeit soll noch kommen. Doch es herrscht immer noch Krieg. Florenz wollen sich viele Herrscher unter den Nagel reißen. Clemens VII. findet, dass es an der Zeit ist Katharina zu verheiraten. Viele Herzogtümer, Königreiche und andere Staatengebilde kommen für eine Vermählung in Frage, bzw. ihre Denker und Lenker. Frankreich soll das Rennen machen. 1533 verlässt Katharina Florenz und Italien, sie wird nie mehr zurückkehren. Heinrich ist der Auserwählte. Zwei vierzehnjährige Grünschnäbel, die Geschicke eines Großteils Europas einmal beherrschen sollen. Die Hochzeitsnacht, der Vollzug der Ehe soll von Heinrichs Vater mit den Worten „Allons mon fils!“ begutachtet und befeuert worden sein. 
Sabine Appel beschert ab dem ersten Kapitel dem Leser eine erfrischende Reise in die Vergangenheit. Katharina de Medici, die einmal den Thron Frankreichs besteigen soll, liebt ihren Gatten. Trotz des Arrangements. Der ist ein zurückhaltender Jüngling, der seine Augen nicht von seiner Ziehmutter, Diane de Poitiers, immerhin neunzehn Jahre älter, lassen kann. Seine Mutter ist quasi dauerschwanger, sein Vater hält sich mehrere Mätressen und Katharina wird und wird einfach nicht schwanger. Erst nach zehn Jahren und mit Hilfe einer Gehilfin, ebenfalls Diane de Poitiers, gebärt sie endlich einen Thronfolger. Ihre Macht ist somit erhalten. In zwölf Jahren bringt Katharina zehn Kinder zur Welt. Sieben überleben. Sie selbst ist robust und die ständigen Kränkeleien und Kränkungen steckt sie weg. Und sie erwächst zu einer selbst- und machtbewussten Frau heran. Sie wird Europa einmal lenken. Sie wird dem Kontinent ihren Stempel aufdrücken. Machtspielchen der Herren in Rom, London, Madrid oder Paris bietet sie Paroli. Und irgendwann wird sie das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Wer in Geschichte ein bisschen aufgepasst hat, dem ist die Bartholomäusnacht ein Begriff. Ein Pogrom gegen die Hugenotten, die reformistischen Anhängers von Luthers Thesen, sorgte im katholischen Hochadel Europas für Beifallsstürme. Auch hier hatte Katharina de Medici ihre Finger im Spiel. 
War sie nun die Giftspritze mit Hang zur Machtversessenheit? Oder nur ein Produkt ihrer Zeit? Glückskind? Auf alle Fälle war sie eine intelligente Frau, die das, was um sie herum geschah sehr wohl wahrnahm. 
Sabine Appel zeichnet ein abwechslungsreiches Bild einer Frau, die Zeit ihres Lebens kämpfen musste. Schon als Kind als Goldesel in Geiselhaft konnte sie über Jahre hinweg und über immense Entfernungen Ränkespiele und Machtpoker aus der ersten Reihe beobachten. Sie war ja nur ein Mädchen, eine Frau. Eine Frau, die man nicht unterschätzen hätte dürfen. So manches Opfer würde zu gern das Rad der Geschichte noch einmal zurückdrehen. 

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Kaivais avatar

Rezension zu "Im Feengarten" von Sabine Appel

Rezension zu "Im Feengarten" von Sabine Appel
Kaivaivor 12 Jahren

" >Leb wohl du einzige in die ich nichts zu legen brauche um alles in dir zu finden.goldene Äpfelsilberne Schalen< zu legen.Aber vielleicht übersieht er dabei die tatsächliche Frau.So wenig individuelle Züge,so wenig Problematisches taucht in den 1600 Briefen auf,die Goethe dieser Frau von seinem Eintreffen in Weimar an bis zu seiner Italienreise schreibt.Dafür ein Übermaß an Idealität,die sie so nicht besessen haben kann.Doch es gibt auch das gemeinsame Leben,die Abende,die Zeit in Goethes Garten,wo Charlotte ihren Lieblingsplatz auf einem der Plateaus unter den Kastanienbäumen hat.Hier läßt Goethe in diesem Frühjahr 1782 einen Gedenkstein anbringen,auf dem er die erste zeitlose Liebeserklärung an Charlotte einmeißeln läßt.Der Stein ist noch heute zu sehen." Der Stein für die Stein.Für die von Stein.Adel verpflichtet.Goethe war nicht von Adel.Und in der Liebe unbeständig wie der Mond.Charlotte,unglücklich verheiratet,siebenfache Mutter, will ihn erziehen.Damit er ihrer Liebe wert ist.Zehn Jahre müht sich Goethe seiner Sonne zu folgen.Dann bricht er aus nach Italien.Und findet die wahre Sonne: "Tafel,Gesellschaft und Cors und Spiel und Oper und Bälle/Amorn rauben sie oft nur die gelegenste Zeit (...) Uns ergötzen die Freuden des echten nackten Amors/Und des geschaukelten Betts lieblich knarrender Ton." Mit 38 Jahren entdeckt er mit einer Römerin,die er Faustina nennt,die sinnliche Liebe.Sexuelle Erfüllung ist eine ganz neue Erfahrung,für den nicht mehr ganz so jungen Mann.Roma bringt amor und verändert alles.Zurück in Weimar bricht für Goethe eine Zeit an,in der er mit der ernüchternden Nüchternheit kämpft.Faustina ist fern.Charlotte ist vorbei.Ein paar Flaschen Wein täglich helfen ihm und die Frau,die ihm aus ihrer Not heraus ins Haus kommt und dort bleibt.Christiane Vulpius,für den Weimarer Adel eine massive Zumutung an der Seite dieses Dichterfürsten,ist für Goethe der wohlverdiente Preis seiner Wahrheitssuche.Er hat viel Spaß mit ihr.Er darf sich gehen lassen,bei ihr.Sie bekommen einen Sohn,den unglücklichen August.1816 stirbt Christiane. "Einsame Jahre beginnen für Goethe nach Christianes Tod.Er lebt jetzt allein in dem riesiegen Haus am Frauenplan mit seinen Bedienten,Sekretären und Helfern." Mit 73 verliebt er sich nochmal in eine neunzehnjährige,was diese gar nicht so lustig findet und nachdem sie seinen Heiratsantrag abgelehnt hat,schreibt er die "Marienbader Elegien",die auch überhaupt gar nicht lustig sind.Neun Jahre später stirbt Goethe.Sabine Appel gelingt es in diesem Buch,Goethe von einer Seite zu beleuchten,die ihn in allen Erdfarben aufscheinen läßt.Es ist sehr spannend,wie dieser Mann darum kämpfte Geist und Körper in einem großen Wagen zusammenzuspannen,damit er allen als Beispiel am Firmament leuchtet. Dies Buch endet mit dem Faustende: "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis;das Unzulängliche,hier wird's Ereignis;das Unbeschreibliche,hier ist's getan;das Ewig-Weibliche zieht uns hinan." Das ist ein schönes Ende,denn es ist ein Bild für endlose Offenheit.

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Sabine Appel wurde am 01. Januar 1967 in Ludwigshafen (Deutschland) geboren.

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