Sabine Appel Im Feengarten

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Im Feengarten“ von Sabine Appel

Frauen hatten für Goethe stets eine zentrale Bedeutung. Als Göttinnen, Heilige und Geliebte machte er sie in seinen Werken unsterblich. Der Mythos des Weiblichen bildete in seinem Leben und Werk eine einheitsstiftende Kraft. Das wird in der vorliegenden Biographie deutlich, die das Leben des Dichters vor dem Hintergrund seiner Zeit mit ihren gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und literarischen Aspekten darstellt.

Stöbern in Sachbuch

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

Was das Herz begehrt

In einer lockeren, einfachen Art das wichtige Organ Herz näher gebracht!

KleineLulu

Die Stadt des Affengottes

Spannende Reise ins Herz Südamerikas

Sabine_Hartmann

Green Bonanza

Inspirierend, lecker und mit der Illusion, mal etwas richtig gesundes auf den Tisch zu stellen

once-upon-a-time

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Im Feengarten" von Sabine Appel

    Im Feengarten
    Kaivai

    Kaivai

    26. March 2007 um 19:14

    " >Leb wohl du einzige in die ich nichts zu legen brauche um alles in dir zu finden.goldene Äpfelsilberne Schalen< zu legen.Aber vielleicht übersieht er dabei die tatsächliche Frau.So wenig individuelle Züge,so wenig Problematisches taucht in den 1600 Briefen auf,die Goethe dieser Frau von seinem Eintreffen in Weimar an bis zu seiner Italienreise schreibt.Dafür ein Übermaß an Idealität,die sie so nicht besessen haben kann.Doch es gibt auch das gemeinsame Leben,die Abende,die Zeit in Goethes Garten,wo Charlotte ihren Lieblingsplatz auf einem der Plateaus unter den Kastanienbäumen hat.Hier läßt Goethe in diesem Frühjahr 1782 einen Gedenkstein anbringen,auf dem er die erste zeitlose Liebeserklärung an Charlotte einmeißeln läßt.Der Stein ist noch heute zu sehen." Der Stein für die Stein.Für die von Stein.Adel verpflichtet.Goethe war nicht von Adel.Und in der Liebe unbeständig wie der Mond.Charlotte,unglücklich verheiratet,siebenfache Mutter, will ihn erziehen.Damit er ihrer Liebe wert ist.Zehn Jahre müht sich Goethe seiner Sonne zu folgen.Dann bricht er aus nach Italien.Und findet die wahre Sonne: "Tafel,Gesellschaft und Cors und Spiel und Oper und Bälle/Amorn rauben sie oft nur die gelegenste Zeit (...) Uns ergötzen die Freuden des echten nackten Amors/Und des geschaukelten Betts lieblich knarrender Ton." Mit 38 Jahren entdeckt er mit einer Römerin,die er Faustina nennt,die sinnliche Liebe.Sexuelle Erfüllung ist eine ganz neue Erfahrung,für den nicht mehr ganz so jungen Mann.Roma bringt amor und verändert alles.Zurück in Weimar bricht für Goethe eine Zeit an,in der er mit der ernüchternden Nüchternheit kämpft.Faustina ist fern.Charlotte ist vorbei.Ein paar Flaschen Wein täglich helfen ihm und die Frau,die ihm aus ihrer Not heraus ins Haus kommt und dort bleibt.Christiane Vulpius,für den Weimarer Adel eine massive Zumutung an der Seite dieses Dichterfürsten,ist für Goethe der wohlverdiente Preis seiner Wahrheitssuche.Er hat viel Spaß mit ihr.Er darf sich gehen lassen,bei ihr.Sie bekommen einen Sohn,den unglücklichen August.1816 stirbt Christiane. "Einsame Jahre beginnen für Goethe nach Christianes Tod.Er lebt jetzt allein in dem riesiegen Haus am Frauenplan mit seinen Bedienten,Sekretären und Helfern." Mit 73 verliebt er sich nochmal in eine neunzehnjährige,was diese gar nicht so lustig findet und nachdem sie seinen Heiratsantrag abgelehnt hat,schreibt er die "Marienbader Elegien",die auch überhaupt gar nicht lustig sind.Neun Jahre später stirbt Goethe.Sabine Appel gelingt es in diesem Buch,Goethe von einer Seite zu beleuchten,die ihn in allen Erdfarben aufscheinen läßt.Es ist sehr spannend,wie dieser Mann darum kämpfte Geist und Körper in einem großen Wagen zusammenzuspannen,damit er allen als Beispiel am Firmament leuchtet. Dies Buch endet mit dem Faustende: "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis;das Unzulängliche,hier wird's Ereignis;das Unbeschreibliche,hier ist's getan;das Ewig-Weibliche zieht uns hinan." Das ist ein schönes Ende,denn es ist ein Bild für endlose Offenheit.

    Mehr