Sabine Bode

 4 Sterne bei 188 Bewertungen
Autorin von Die vergessene Generation, Das Mädchen im Strom und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sabine Bode

Sabine Bode wurde 1947 geboren und arbeitete als Redakteurin beim "Kölner Stadt-Anzeiger". Seit 1978 arbeitet sie als Journalistin und Buchautorin freiberuflich in Köln. Sie produziert außerdem Hörfunkbeiträge für WDR und NDR. Ihre Bücher handeln von Kriegskindern und Kriegsenkeln und die Traumata, die diese oft noch jahrelang begleiten.

Neue Bücher

Nachkriegskinder

 (17)
Neu erschienen am 09.06.2019 als Taschenbuch bei Klett-Cotta.

Die vergessene Generation

 (55)
Neu erschienen am 07.04.2019 als Taschenbuch bei Klett-Cotta.

Alle Bücher von Sabine Bode

Sortieren:
Buchformat:
Die vergessene Generation

Die vergessene Generation

 (55)
Erschienen am 07.04.2019
Das Mädchen im Strom

Das Mädchen im Strom

 (51)
Erschienen am 28.10.2018
Kriegsenkel

Kriegsenkel

 (39)
Erschienen am 01.05.2012
Nachkriegskinder

Nachkriegskinder

 (17)
Erschienen am 09.06.2019
Wenn die Wiege leer bleibt

Wenn die Wiege leer bleibt

 (3)
Erschienen am 20.08.2002
Frieden schließen mit Demenz

Frieden schließen mit Demenz

 (2)
Erschienen am 29.10.2016
Kriegsspuren

Kriegsspuren

 (2)
Erschienen am 19.03.2016

Neue Rezensionen zu Sabine Bode

Neu

Rezension zu "Die vergessene Generation" von Sabine Bode

Vergessen und vorbei ? …
Herbstrosevor 3 Monaten

Während heutzutage sehr viel über die Flüchtlingskinder und die Kinder in den Kriegsgebieten der Welt geredet und für sie getan wird, wurden die Kinder der Geburtenjahrgänge zwischen 1930 und 1945, also die Kriegsjahrgänge, total übergangen. Die damals erlittenen Seelenqualen wurden einfach ignoriert, sie hatten sich anzupassen und zu funktionieren, der Krieg war ja vorbei. Es gelang dieser Generation offenbar auch ausgezeichnet, die schlimmen Erlebnisse beiseite zu schieben und sich der Gegenwart und der Zukunft zuzuwenden. Man redet halt nicht darüber, dann wird man schon vergessen, das war ihr Standpunkt. Dass aber die Schrecken und Ängste der Bombennächte im Bunker oder Keller, die Flucht aus der Heimat, Hunger und Kälte ihre Spuren bei den damaligen Kindern hinterlassen haben, zeigt sich erst jetzt – ihre seelischen Leiden drängen ans Tageslicht, da sie im Rentenalter nicht mehr durch Beruf und Arbeit überdeckt werden können …

Die Autorin Sabine Bode, Jahrgang 1947, lebt als freie Journalistin in Köln und arbeitet überwiegend für die Kulturredaktion des Hörfunks von WDR und NDR. Über das Thema Kriegskinder und seine Folgen hat sie mehrere Bücher geschrieben.

Für das Buch „Die vergessene Generation“ hat die Autorin zahlreiche Gespräche mit Betroffenen geführt, Schicksalen nachgeforscht und Akten des Suchdienstes eingesehen. Es ist für Leser aller Generationen gedacht und soll dazu anregen, sich mit der Vergangenheit der eigenen Familie zu beschäftigen. Wie Sabine Bode ausführt ist es durchaus möglich, dass Probleme und Verhaltensweisen der nachfolgenden Generation auf die traumatischen Erlebnisse der Eltern oder Großeltern bzw. deren Erziehungsmethoden zurückzuführen sind. Es ist daher unerlässlich, Gespräche mit unmittelbar Betroffenen über ihre Kriegserlebnisse zu führen und ihnen unsere Empathie zu zeigen, solange dies altersmäßig überhaupt noch möglich ist.

Fazit: Ein aufschlussreiches und oft berührendes Buch, das zum besseren Verständnis zwischen den Generationen beitragen kann.


Kommentieren0
77
Teilen

Rezension zu "Das Mädchen im Strom" von Sabine Bode

Immer auf der Flucht
Buecherseele79vor 3 Monaten

Gudrun Samuel lebt mit ihrer Familie in Mainz, schulisch ist sie keine Klassenbeste, aber im Turnen macht ihr keiner was nach.
Sie verliebt sich in Martin der nicht nur in der Nähe wohnt sondern auch die gleiche Schule wie sich besucht.
Doch dann kommen die Nazis und Adolf Hitler an die Macht...und ab da verändert sich das Leben von Familie Samuel, ob sie es wahrhaben wollen oder nicht.
Während die Mutter Angst hat, glaubt der Vater dass er "deutsch" genug ist...auch die Liebe von Martin und Gudrun wird auf eine Probe gestellt.
Dann überschlagen sich die Ereignisse und Gudrun kommt in Haft, von da bietet ihr ein Gestapobeamte Hilfe zur Flucht an...und so fährt Gudrun um die halbe Welt um eine Heimat zu finden, sich etwas aufbauen zu können und um ihre Familie zu retten...

Bei dem Buch war ich mir nicht sicher was mich erwarten würde...denn viele Meinungen waren nicht unbedingt positiv und zu Beginn war es auch etwas gewöhnungsbedüftig ins Buch zu finden.

Die Autorin verzichtet auf wirklich alles Persönliche, so scheint es, es fehlt die persönliche Andrede, man hat das Gefühl es wird ein Protokoll gelesen und doch macht es genau dieser Schreibstil und diese Art zu einem, für mich, besonderen Leseerlebnis.

Gudrun war mir zu Beginn an sofort sympathisch, sie hält nichts von Schule, liebt aber die Bewegung und alles was mit Sport zu tun hat.
Ihre Eltern gehen mit der Machtergreifung der Nazis unterschiedlich um, die Mutter verfällt immer mehr in Angst und Panikzustände, der Vater liebt sein Deutschland und glaubt nicht dass ihm irgendwas passieren kann, der Sohn beginnt eine Lehre im Ausland und bekommt von dieser Entwicklung kaum etwas mit.
Martin und Gudrun erleben ihre kurze Liebe bis das Gefängnis und der Krieg die beiden trennt.

Durch die fehlende Persönlichkeit muss der Leser sich mehr und intensiver mit Gudrun und ihrer Geschichte auseinandersetzen und doch legt die Autorin soviel Gefühl, Angst, Verletzlichkeit und Unruhe in diese Geschichte.

Durch Gudrun wird aufgezeigt dass Flucht aus Deutschland, zur Nazizeit, weder einfach noch immer erlösend war.
Gudrun kommt zu verschiedenen Orten und Ländern dieser Welt und merkt sehr schnell- der zweite Weltkrieg herrscht eigentlich überall, egal wo sie sich befindet, die Menschen hungern, leben eng zusammengepfercht in Wohnungen, haben kaum Arbeit oder etwas zu essen und müssen schauen wo sie bleiben.

Auf ihren Reisen lernt sie Menschen kennen die ebenso vor den Fängen der Nazis flüchten, nicht nur aus Deutschland, sondern aus vielen Teilen von Europa wo Hitler oder seine Schergen ihre Finger im Spiel haben, nicht alle von ihnen sind Juden, viele sind mit dem Regime nicht einverstanden, können ihr Leben nicht mehr geregelt fortführen.
In ihrer Wahlheimat Shanghai erlebt Gudrun auch was es heisst in einem Ghetto zu leben, es gibt immer wieder Gerüchte aus Nazideutschland, eines Schlimmer als das nächste und Gudrun hofft nur das Beste.

Zweierlei Ansicht erhält der Leser durch den Briefaustausch von Margot und Gudrun, Freundinne seit der Schulzeit, beide Familien wurden von den Nazis bedrängt und verfolgt, einer gelingt die Flucht über den grossen Teich und ihre Gefühle, Ansichten, was jede von ihnen wie erlebt hat geben sie in ihren Briefen und Treffen wieder.
Und dies und soviel mehr machen dieses Buch trotzdem zu einem persönlichen und bewegenden Lesehighlight, für mich.
Auch wenn man meckern mag wegen diesem besondern Schreibstil, so finde ich es doch sehr bemerkenswert sowie bewundernd wieviel Gefühl die Autorin in dieses Buch einfliessen lässt, durch ihre Protagonistinnen sowie dem Austausch durch Gespräche, Reisen, Flucht und Briefe.

Ein Buch welches aufzeigt dass es damals, zur Zeit des zweiten Weltkriegs, nicht überall Sicherheiten für Flüchtende gab, dass die gewünschte Reise nach Amerika oder Mexiko oder wohin auch immer gar nicht so einfach war und dass man den Flüchtenden viel abverlangte, soviel dass es sie ein Leben lang verfolgte.
Für dieses rundum gelungene Buch kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!


Kommentieren0
52
Teilen

Rezension zu "Kinder sind ein Geschenk ... aber ein Wellness-Gutschein hätt's auch getan" von Sabine Bode

Kinder sind ein Geschenk
NicolePvor 4 Monaten

Eine Mutter plaudert aus dem Nähkästchen und der einen oder anderen Mutter aus dem Herzen. Beginnend mit der Schwangerschaft stellt Sabine Bode, zweifache Mutter und Comedy-Autorin, das Leben von Eltern und Kindern dar. Ob es der Besuch in der „Hölle auf Erden“, auch Indoor-Spielplatz genannt, ist, oder die Begegnungen mit anderen Eltern und ihren Erziehungsstilen.

Schonungslos ehrlich und mit hohem Spaßfaktor beschreibt die Autorin verschiedene Szenen, die so manchem Leser bekannt vorkommen können, unabhängig davon, ob es sich um die eigenen Kinder oder Begegnungen mit Kindern handelt. Denn genau so, wie Sabine Bode es schildert, geht es in der Realität zu. Auch ihre wunderbaren Beschreibungen von beispielsweise einem Spaßbad und die dortigen Erlebnisse mit anderen Personen sind gutes Training für die Lachmuskeln.

Man merkt, dass Sabine Bode die Menschen und ihr Verhalten genauestens beobachtet hat. Dadurch gelingt es ihr, die Geschehnisse sehr gut wiederzugeben. Es ist ein lustiges Buch, welches ich Eltern und Nicht-Eltern empfehlen kann. Es eignet sich auch gut als Geschenk für werdende Eltern.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Wie bewahrt man die Selbstachtung, obwohl man so lange der Willkür anderer ausgeliefert war?

"Das Mädchen im Strom" von Sabine Bode ist ein wahres Kleinod. Mitreißend und ergreifend beschreibt die Autorin das Schicksal von Gudrun Samuel, einer jungen Jüdin, die zur Zeiten der Naziherrschaft vor die alles entscheidende Frage gestellt wird: Bleiben oder gehen? Kann ihre Liebe zu dem katholischen Jungen Martin trotz all der Verleumdungen und Gefahren bestehen bleiben? Oder gibt es nur einen Ausweg – Die Flucht aus Deutschland?
Begleitet Gudrun Samuel durch diese bewegende Zeit und lest  "Das Mädchen im Strom" , das auf einer wahren Geschichte beruht.  
 
Über das Buch:    
Sie ist das hübscheste, frechste und mutigste Mädchen an den Stränden des Rheins – und sie ist Jüdin. Die Geschichte der Gudrun Samuel ist die Geschichte einer ganzen Generation junger Frauen, die die Naziherrschaft und der Krieg zur Flucht gezwungen haben. Ein beeindruckendes und mitreißendes Zeugnis einer Epoche. Als Mädchen ist sie im Rhein hinter den Kohleschleppern hergeschwommen. Sie hatte den jungen Männern in Mainz die Köpfe verdreht. Doch als die Nazis an die Macht kommen und die junge Jüdin Gudrun Samuel sich entscheidet, mit gefälschten Papieren Deutschland zu verlassen, wird sie gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Ihr gelingt die Flucht, aber sie ist nun nicht mehr das Mainzer Mädchen Gudrun, sondern die Flüchtende Judy: in der transsibirischen Eisenbahn und im Judenghetto von Shanghai. Sie überlebt den Krieg, doch die Odyssee geht weiter.

>> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!   

Über die Autorin:
 
     
wird nachgereicht

Gemeinsam mit Klett-Cotta  vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von  "Das Mädchen im Strom" . Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 05.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und löse folgende Aufgabe:     

Was würdest du am meisten an deiner Heimat vermissen, wenn du fliehen müsstest?

Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen.        

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Sabine Bode wurde am 01. Januar 1947 in Deutschland geboren.

Sabine Bode im Netz:

Community-Statistik

in 275 Bibliotheken

auf 51 Wunschlisten

von 19 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks