Sabine Bode Kriegsenkel

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Inhaltsangabe zu „Kriegsenkel“ von Sabine Bode

Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familien Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Jetzt meldet sich die Generation der Kinder der Kriegskinder zu Wort. Ein Buch, das den »Kriegsenkeln« hilft, sich selbst besser zu verstehen. Als Friedenskinder sind sie in den Zeiten des Wohlstandes aufgewachsen. Es hat ihnen an nichts gefehlt. Oder doch? Die Generation der zwischen 1960 und 1975 Geborenen hat mehr Fragen als Antworten: Wieso haben viele das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer man ist und wohin man will? Wo liegen die Ursachen für diese diffuse Angst vor der Zukunft? Weshalb bleiben so viele von ihnen kinderlos? Noch ist es für sie ein völlig neuer Gedanke, sich vorzustellen, ihre tief sitzende Verunsicherung könnte von den Eltern stammen, die ihre Kriegserlebnisse nicht verarbeitet haben. Ist es möglich, dass eine Zeit, die über 60 Jahre zurückliegt, so stark in ihr Leben als nachgeborene Kinder hineinwirkt? (Quelle:'E-Buch Text/06.10.2010')

Informatives und sehr wichtiges Buch.

— paschsolo

Ein absolut geniales Buch über die Nachfahren kriegstraumatisierter Eltern. Lesenswert.

— Kari_Lessir

Eine interessante Aufarbeitung des Themas Kinder der 60er und 70er Jahre und ihre geerbten Ängste der Eltern/Kriegskinder.

— BeckyB

Ein wichtiges Thema, das vielleicht in viel mehr Menschen zum Tragen kommt, als allgemein angenommen

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein wichtiges und schweres Thema, das aber ausnehmend gut und süffig lesbar ist. Mir ist durch dieses Buch vieles klarer geworden.

— Lissy

"Kriegsenkel" von Sabine Bode ist ein Buch über die Auswirkungen von Traumatisierungen auf Familien und deren Nachkommen.

— tob82

Ein Buch, welches einem einige Fragen zu seinem eigenen Seelenzustand beantwortet. Fesselnd und wirklich hilfreich!

— Annilane

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  • Themen
  • Informativ und sehr erhellend

    Kriegsenkel

    Kari_Lessir

    06. February 2017 um 13:54

    Ein absolut hilfreiches Buch, das ein Thema beleuchtet, mit dem man sich im Allgemeinen wenig befasst: den Einfluss des zweiten Weltkriegs auf die Enkelgeneration. Anhand der zahlreichen Beispiele wird deutlich, wie die Folgen bei Nachfahren der Jahrgänge von 1960 bis 1975 aussehen können. Können, nicht müssen. 

    Für mich war das Buch absolut erhellend. Bin ich froh, es endlich gelesen zu haben!

  • Kriegstraumata weitergereicht an die Enkel

    Kriegsenkel

    Monalisa73

    23. October 2016 um 14:02

    In diesem Buch wird dem Leser aufgezeigt, wie in vielen Familien noch heute die Spuren der Kriegsvergangenheit zu finden sind. Das geht bis in die dritte Generation.Diese dritte Generation sind die sogenannten Kriegsenkel. Das sind die heute 35-bis 50jährigen Kinder der "Kriegskinder". Die Autorin, Sabine Bode, lässt die Kriegsenkel von ihrer Kindheit, der Beziehung zu den Eltern und Großeltern erzählen. Die Erkenntniss, das die Kriegstraumata ihrer Eltern und Großeltern, auch an sie noch weitergegeben wurden, ist schwere Kost und doch bringt es  den einen oder anderen dazu, seine Eltern besser verstehen zu können und sich endlich von ihnen vollständig abzunabeln, so dass sie ein eigenständiges glückliches Leben führen können. Mich hat das Buch sehr beschäftigt und aufgewühlt, weil auch mein Mann und ich  zu diesen sogenannten Kriegsenkeln gehören. Es ist sehr hilfreich, wenn man so viele Fragen zu manchem Verhalten der ELtern hat und keine Antworten bekommt.Auch kann man sich selbst aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten und für sich feststellen, in wie weit habe ich mich schon vollständig von meinen Eltern abnabeln können. Es sind im Anhang weitere Bücher zum Thema erwähnt, was ich super finde.Es ist und bleibt ein aufreibendes Thema und nicht viele Kriegskinder oder deren Eltern haben über ihr Erlebtes aus der Kriegszeit und  danach sprechen können. Aber selbst wenn man von seinen Eltern oder Großeltern wenig erfahren hat, kann man anhand dieses Buches so einiges verstehen und Rückschlüsse für sich ziehen. Mir hat es sehr gut getan, es zu lesen.

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  • Sehr intensiv und berührend

    Kriegsenkel

    tob82

    24. April 2016 um 14:22

    "Kriegsenkel" von Sabine Bode ist ein Buch über die Auswirkungen von Traumatisierungen auf Familien und deren Nachkommen. Im Speziellen geht es um Kinder, deren Eltern traumatische Situationen (Vertreibung, Vergewaltigung, Bombenangriffe, etc.) während und nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben. In den Biografien dieser Kinder finden sich erstaunlich viele Parallelen, die die Autorin (und die Betroffenen natürlich selbst) überzeugend auf von den Eltern unverarbeitete und an deren Kinder weiter gegebene Traumatisierung zurückführt. Es geht dabei weder darum, der "Kriegskinder"-Generation Schuld in die Schuhe zu schieben, und auch nicht um eine weitere Auseinandersetzung mit der NS-Zeit (wobei das natürlich nicht ganz vermieden werden kann; allerdings hier auf sehr persönliche und individuelle Weise). Vielmehr geht es darum, wie sich Leid und bestimmte zerstörerische Verhaltensmuster durch die Generationen von Familien ziehen und auch bei den Enkeln noch stark wirksam sein können. Sabine Bode erzählt dabei in jedem Kapitel ausführlich Familien- und persönliche Geschichte einer betroffenen Personen und teilweise werden auch längere Passagen der Personen selbst abgedruckt. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Bearbeitung des Themas, sondern es stehen ganz klar die einzelnen Personen und deren Erlebnisse und Gefühle im Vordergrund. Die Autorin gibt insgesamt nur wenige zusätzliche Erläuterungen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Man darf also kein Lehrbuch erwarten, sondern sollte sich vor dem Lesen im Klaren sein, dass man - v.a., wenn man familiär "vorbelastet" ist - emotional von der Lektüre sehr berührt werden kann. Das Lesen des Buches kann zu Selbsterfahrung beitragen.

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  • Die Erben der vergessenen Generation

    Kriegsenkel

    Armillee

    10. April 2014 um 21:24

    Auf gut 300 Seiten können sich diesmal die Kinder der Kriegskinder zu Wort melden. Nachdem ich das 1. Buch von Frau Bode - Die vergessene Generation - gelesen habe, war dieses Werk ein Muss..! Die Kriegsvergangenheit zeigt auch heute noch in vielen Familie Spuren, bis in die zweite und dritte Generation hinein. Dies ist ein Buch, dass den Kriegsenkeln hilft, ihre Eltern und sich selbst besser zu verstehen. 14 Kapitel stehen an. Sehr ausführlich und jedes ein wenig anders. Bewegende Schicksale. Sovieles, was ich las, kam mir sehr bekannt vor. Bis ich ziemlich zum Ende zu dem Kapitel kam, dass ich selbst hätte erzählen können. Mich nahm das emotional sehr mit. Da kam einiges hoch, besonders als die Situation auf der Geburtenstation beschrieben wurde. Und die Kleinkinderzeit. "Man" war der Meinung, dass die Mutter nach der Geburt erstmal Ruhe brauchte. Das Neugeborene wurde woanders versorgt und nicht gefüttert, wenn es Hunger hatte, sondern wann der Ablauf den KKH es vorsah. Ebenso wie Nachts zu hause, wenn das Baby schrie. Ab in die Küche im Kinderwagen. Tür zu. Schreien kräftigt schliesslich auch die Lunge. So kam eben keine große Nähe zu den Eltern auf. Schon im frühesten Alter kam ich mir verlassen vor. Einsam. Keiner da. Und dann die ganzen Sprüche, die offenbar nicht nur mir im Gedächtnis geblieben sind...: Stell dich nicht so an. Wer schön sein will, muss leiden. Du weißt garnicht, wie gut dir das geht. Geh in die Ecke und schäm dich. Sprich nur, wenn du gefragt wirst. Das geht dich garnichts an. Sei freundlich und bescheiden, dann mag dich jeder leiden. Das ist pfui, schmutziges Mädchen. Solange du die Füße unter meinem Tisch stehen hast. Wenn du noch eine Mutter hast....u.s.w. Ich hab mir die Kapitel scheibchenweise reingezogen, je nachdem, wie ´bekannt´mir alles vorkam. Es ist ein großer Trost zu lesen, dass ich kein Einzelfall bin. Es gab viele Aha-Momente, einiges hatte ich mir schon selbst zusammengeschustert. Und dieses Buch half mir auch, einige Einstellungen für die Zukunft besser anzugehen. Zu guter Letzt habe ich mich gefragt, was ich von dem, was mich ausmacht, schon an mein Kind weiter gegeben habe. Wann hört das auf...? Dieses Buch regt auch dazu an, sich mit anderen auszutauschen. Ich möchte es wohl endlich mal rauslassen, an und bei Menschen, die genau verstehen, was ich meine. Die das auch erlebt haben.

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  • Rezension zu "Kriegsenkel" von Sabine Bode

    Kriegsenkel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. July 2012 um 17:42

    Dieses Sachbuch habe ich mir spontan aus der Bibliothek mitgenommen und es hat mich zum Nachdenken gebracht. Auch wenn ich nicht hundertprozentig in die Generation der Kriegsenkel passe, da meine Eltern Nachkriegskinder sind, habe ich viel wiedergefunden, was ich aus meiner Familie oder aus dem Bekanntenkreis kenne. Teilweise wurden mir Eigenarten und Verhaltensweisen von Menschen aus meinem Umfeld verständlicher. Vor diesem Buch habe ich nur wenig darüber nachgedacht, wie das Erbe des Krieges mich und meine Generation noch beeinflusst. Ich habe mir den vorher erschienenen Band Kriegskinder jetzt auch besorgt, um das Bild abzurunden.

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