Sabine Bode Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation

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Inhaltsangabe zu „Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation“ von Sabine Bode

70 Jahre nach Kriegsende:Eine Generation auf der Suche nach innerem Frieden Geboren in den 1960ern, aufgewachsen im Wohlstand: Den Friedenskindern fehlte es an nichts. Oder doch? Viele Kriegsenkel haben das Gefühl, nicht genau zu wissen, wer sie sind und wohin sie wollen — woher kommt ihre diffuse Angst vor der Zukunft? In welchem Zusammenhang steht ihre Verunsicherung zu den unverarbeiteten Kriegserlebnissen der Eltern? Bewegend authentisch: Claudia Michelsen und Devid Striesow verleihen den Kriegsenkeln eine Stimme. (4 CDs, Laufzeit: 4h 50)

Sehr intensiv und berührend

— tob82
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    Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation
    tob82

    tob82

    30. August 2016 um 16:14

    "Kriegsenkel" von Sabine Bode ist ein Buch über die Auswirkungen von Traumatisierungen auf Familien und deren Nachkommen. Im Speziellen geht es um Kinder, deren Eltern traumatische Situationen (Vertreibung, Vergewaltigung, Bombenangriffe, etc.) während und nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben. In den Biografien dieser Kinder finden sich erstaunlich viele Parallelen, die die Autorin (und die Betroffenen natürlich selbst) überzeugend auf von den Eltern unverarbeitete und an deren Kinder weiter gegebene Traumatisierung zurückführt. Es geht dabei weder darum, der "Kriegskinder"-Generation Schuld in die Schuhe zu schieben, und auch nicht um eine weitere Auseinandersetzung mit der NS-Zeit (wobei das natürlich nicht ganz vermieden werden kann; allerdings hier auf sehr persönliche und individuelle Weise). Vielmehr geht es darum, wie sich Leid und bestimmte zerstörerische Verhaltensmuster durch die Generationen von Familien ziehen und auch bei den Enkeln noch stark wirksam sein können. Sabine Bode erzählt dabei in jedem Kapitel ausführlich Familien- und persönliche Geschichte einer betroffenen Personen und teilweise werden auch längere Passagen der Personen selbst abgedruckt. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Bearbeitung des Themas, sondern es stehen ganz klar die einzelnen Personen und deren Erlebnisse und Gefühle im Vordergrund. Die Autorin gibt insgesamt nur wenige zusätzliche Erläuterungen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Man darf also kein Lehrbuch erwarten, sondern sollte sich vor dem Lesen im Klaren sein, dass man - v.a., wenn man familiär "vorbelastet" ist - emotional von der Lektüre sehr berührt werden kann. Das Lesen des Buches kann zu Selbsterfahrung beitragen.

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