Sabine Both Ein Sommer ohne uns

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Inhaltsangabe zu „Ein Sommer ohne uns“ von Sabine Both

Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? Mit ihrer ganz eigenen, poetischen Sprache wendet sich Sabine Both den Themen offene Beziehung, Fremdgehen und Treuebruch zu, das viele Jugendliche bewegt, und lässt es ihre Protagonisten durchleben. Sie schildert, wie vorsichtig man in einer Beziehung mit Vertrauen und den Gefühlen des Partners umgehen sollte, ohne pädagogisch belehrend daherzukommen. Eine unterhaltsame, besondere Liebesgeschichte mit Tiefgang.

Es ist eine relativ gute Geschichte, doch leider fängt die Geschichte erst nach der Hälfte des Buches an.

— lesekat75

Tolles Buch mit unerwarteten Ende...

— bouquin

Das Cover ist wohl das schönste an dem Buch. Ziemlich oberflächliche Story.

— GrOtEsQuE

Ob für 13-jährige oder Erwachsene. Das Buch regt auf jeden Fall zum Diskutieren und Nachdenken an.

— danischwarz

Wichtiges Thema für ein Jugendbuch, aber leider oberflächlicher als erwartet.

— Drea_lohnt

Grosse schwächen. Tolles cover aber das kann es nicht vett machen

— JulisLeseEcke

Gute Abwechslung, allerdings mit ein paar Schwächen..

— JosBuecherblog

Schönes Cover, nette Story, aber meiner Meinung nach kein gelungener Schreibstil.

— TuffyDrops

Keine übliche Liebesgeschichte wie man es kennt. Das Buch ist durchaus realistisch und direkt in der Sprache.

— SarahDenise

Ein Jugendroman, der aus der 0815-Schublade purzelt und mit seinem Mut zur Direktheit zu überraschen weiß.

— nana_what_else

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Auch wenn ich aus dem Teeniealter schon drei mal raus bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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    Ein Sommer ohne uns

    lesekat75

    25. June 2017 um 20:54

    INHALTEine ganz große Liebe.Und eine AUSZEITvon der Treue.Verena und Tom sind achtzehn Jahre alt und ein Paar, seit sie dreizehn Jahre alt sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll, nach Meinung der beiden, auch für immer so bleiben. Doch nach einer Absprache treffen Verena und Tom eine Vereinbarung: Sie wollen eine dreimonatige offene Beziehung zwischen Abi und Studium führen. Danach soll alles so sein wie vorher und sie wollen wieder ein Paar sein. Zweifel und Ängste tun sich auf. Werden Verena und Tom rechtzeitig die richtige Entscheidung treffen?ERSTER EINDRUCKDer erste Eindruck des Buches Ein Sommer OHNE uns von Sabine Both war auf jeden Fall positiv. Der Titel hört sich nach einer Liebesgeschichte an. Das Cover hat mich angesprochen, da es so hübsch gestaltet ist. Auf dem Cover sieht man auf der Vorderseite Verena und auf der Rückseite Tom, die beiden sehen verzweifelt aus. Ich hoffe hinter dem Cover verstecken sich auch noch schöne Lesetage mit dem Buch.MEINUNGDer Klappentext und das Cover versprachen viel, doch ich bin enttäuscht, mit so etwas hätte ich nicht gerechnet.Mich haben die ganzen Hin- und Hersprünge der Gedanken verwirrt. Mir hätte geholfen, wenn die Namen der jeweiligen Sichten darüber gestanden hätten.Außerdem fing die Geschichte erst nach der Hälfte des Buches an.Das einzig Positive ist, dass die Geschichte berührend und unterhaltsam ist.

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  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet

    Ein Sommer ohne uns

    danischwarz

    18. August 2016 um 09:39

    Beste Sandkastenfreunde aus Kindertagen, mit 13 erste schüchterne Küsse, 5 Jahre später dann der große Schritt der eigenen Wohnung.Solch ein bilderbuchhaftes Traumpaar sind Verena und Tom. Als Nachbarn wuchsen sie miteinander auf, verliebten sich und sind seither untrennbar. Sie teilen alles miteinander, selbst das Essen im Restaurant.Für Tom steht fest, er wird niemals eine andere lieben, außer Verena.Bis Verenas Bruder seine neue sexy Freundin Isabelle vorstellt, die mit ihrer offenen Art Toms Fantasien in eine ganz neue Richtung lenken. Als auch Verena zufällig Bekanntschaft mit einem anderen Mann macht, der sein Interesse an ihr bekundet, fragt sie sich, ob sie beide es nicht irgendwann bereuen werden, nie etwas mit jemand anderem gehabt zu haben. Dieser Gedanke nagt an Verena, bis sie sich schließlich traut, Tom den Vorschlag zu machen, sich eine dreimonatige Auszeit zu nehmen, eine offene Beziehung zu führen, damit sich beide austoben können.Danach soll alles wieder so werden wie vorher. Noch ahnen sie nichts von den Verletzungen und Lügen. Noch sehen sie die Mauer nicht, die sich immer höher zieht. Und vor allem sehen sie die Risse nicht, die sich vielleicht nie wieder reparieren lassen...Vielleicht, weil Dreizehnjährige sich nicht SO küssen. Und Achtzehnjährige, die sich als Dreizehnjährige das erste mal geküsst haben, nicht mehr damit anfangen...Verena Mit "Ein Sommer ohne uns" hat die Autorin ein interessantes Thema aufgegriffen und dieses auch toll umgesetzt. Ich mag ihren Schreisbtil mit den kurzen, aber aussagekräftigen Sätzen sehr. Erzählt wird abwechselnd aus Verenas und Toms Sichtweise.Leider ist es oft so, dass genau solche Beziehungen irgendwann auseinanderbrechen, weil einer der Partner plötzlich meint, etwas verpasst zu haben. Solche Paare haben wir selbst in unserem Bekannten- und Familienkreis. Müssen wir erst Erfahrungen sammeln, oder uns austoben um später Vergleiche ziehen oder "ankommen" zu können? Ich kenne auch viele, die mit ihrer ersten großen Liebe bis heute zusammen sind. Wenn man glücklich ist, warum dann dieses Glück aufs Spiel setzen? So oder so, eine lebenslange Garantie bekommt sowieso nirgends...Authentisch, aber dennoch anders geht die Autorin hier mit diesem Thema um, Verena und Tom sind beide sympathische Charaktere, ebenso ihre Familien, die in dem Buch ihre eigene Nebengeschichte bekommen.Trotz der kurzen Sätze hat es Sabine Both irgendwie geschafft, der Geschichte Emotionen einzuhauchen und sie lässt sich flüssig lesen. Der Schluss ist stimmig und schön, ich habe regelrecht mitgezittert und fast hatte ich sogar Pipi in den Augen ;)Mit "Ein Sommer ohne uns" hat die Autorin ein für Jugendliche als auch für Erwachsene interessantes Thema aufgegriffen und authentisch umgesetzt. Drum prüfe wer sich ewig bindet? Nicht dass man irgendwann meint, etwas verpasst zu haben? Austoben? Erfahrungen sammeln? Wie wichtig ist das in der heutigen Zeit? Selbst das passendste Deckelchen kann sich irgendwann verformen... Und die Moral von der Geschicht? Wenns passt, was besseres findest nicht?Auf jeden Fall gibt es eine Leseempfehlung von mir. Ob für 13-jährige oder Erwachsene. Das Buch regt auf jeden Fall zum Diskutieren und Nachdenken an.4 von 5 Sterne

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  • Von der Schwierigkeit der Kommunikation.

    Ein Sommer ohne uns

    Drea_lohnt

    08. August 2016 um 21:31

    Im Buch haben wir das Langzeitpaar Tom und Verena. Beide sind die ersten für einander, 18 Jahre alt und schon 5 Jahre zusammen. Langsam überkommt Verena das Gefühl, dass sie gern mehr Erfahrung mit anderen Partnern sammeln würde.Bis die Abmachung für die offene Beziehung endlich steht, vergeht sehr viel Handlung des Buches, so dass für die Entdeckung der Möglichkeiten und Gefühle leider kaum Zeit bleibt.Auch hatte ich das Gefühl, die Autorin hätte sich bewusst etwas davor gedrückt, die wichtigen Dialoge zu schreiben. Alles machen die beiden Partner so unter sich aus. Dabei glaube ich wohl, dass auch Jugendliche oft schon reif genug sind, oder einfach auch noch idealistisch, so dass sie über ihre Erfahrungen, Ängste und Wünschen sprechen können.Das hat mir gefehlt. Ist doch die Kommunikation die eigentliche Herausforderung von Beziehungen, umso mehr von offenen.Eine etwas detailliertere Auseinandersetzung mit dem Buch habe ich auf meinem Blog veröffentlicht und lade Dich dazu gern ein:http://lohntdaslesen.de/rezension-ein-sommer-ohne-uns

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  • Gute Abwechsung

    Ein Sommer ohne uns

    JosBuecherblog

    22. July 2016 um 22:34

    Ich bin auf dieses Buch gestoßen, als ich auf der Leipziger Buchmesse war. Dort war ich auf einer Lesung zu diesem Buch und habe es mir direkt im Anschluss gekauft und signieren lassen. Es war einfach eine tolle Erfahrung, Sabine Both zu treffen!Natürlich ist dieses Buch auch durch sein Cover der totale Hingucker! Ich finde es einfach wunderschön, wenn man das Buch aufklappt und die die Vorderseite mit der Rückseite zusammen betrachtet. Dieses Gesamtbild ist einfach super und trifft genau auf den Inhalt des Buches zu.Leider fand ich, dass der Klappentext des Buchs etwas zu viel verraten hat und man so schon fast die ganze Handlung vorhersehen konnte. Trotzdem hat mir der Schreibstil wirklich super gefallen. Er war sehr locker und jugendlich und auch meine Freundinnen konnten sich mit der Sprache, die in dem Buch herrscht, gut identifizieren. Die Personen fand ich insgesamt gut beschrieben, allerdings hat mir die Tiefe vereinzelt gefehlt. Außerdem war mir die Handlung nicht immer klar und ich konnte nur ahnen, welche Entscheidungen die Personen getroffen hatten. Das fand ich etwas schade. Ich fand es klasse, dass es nicht eine klischeehafte, klassische Liebesgeschichte war, sondern etwas Realistisches, Direktes und Offenes hatte. In dem Buch wurde außerdem das Thema "offene Beziehung" angesprochen. Ich fand es sehr interessant, die Gefühle der Personen in dieser Situation zu erfahren. Allgemein war das Buch eine gelungene Abwechslung, aber es wird nicht meine Lieblingsbuch.

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  • Ein Sommer ohne uns... Danach ist alles wie immer, oder auch nicht....

    Ein Sommer ohne uns

    SarahDenise

    19. June 2016 um 17:03

    Verena und Tom, Tom und Verena. So ist es immer gewesen seit sie klein waren. Verena und Tom lernen sich als Kinder kennen und sind seit dem Freunde, als sie 13 wurden, wurde aus ihnen ein Paar. Die Familie und die Freunde sehen in ihnen das perfekte Paar.Nun stehen sie kurz vor dem Abi, was danach kommt ist auch schon klar. Sie werden zusammen ziehen und in Marburg studieren. Kurz vor den Abiklausuren kommen Verena jedoch Zweifel, reicht ein  Partner ein leben lang? Oder verpassen Sie etwas? Nach den Prüfungen beschließen sie gemeinsam eine Auszeit zu nehmen und jeder darf tun was er will ohne sich zu verlieben!  Danach ist alles wie vorher, aber geht das wirklich ?Ich habe mich auf dieses Buch gefreut und war sehr gespannt wie es ist. Allein das Cover fand ich toll und die Geschichte klang realistisch und vielversprechend. Am Anfang des Buches musste ich mich jedoch erst einmal an den Schreibstil gewöhnen, die vielen kurzen Sätze sind ungewöhnlich, aber man findet schnell hinein. Die Geschichte wird wechselnd aus der Sicht von Verena oder Tom erzählt, so weiß man genau was wer fühlt. Wenn man sich einmal an den Schreibstil und die wechselnde Sicht gewöhnt hat, findet man sich in einer realistischen, direkten Geschichte wieder. Die Autorin umschreibt nicht groß Gefühle oder Dinge der zwei, sondern nennt alles direkt und schonungslos beim Namen. Ich glaube wenn Jugendliche dieses Buch lesen finden sie einen teil von sich selbst wieder. Dieses Buch beschreibt Gefühle, Zweifel, Liebe und Neuanfänge! Einen Stern Abzug gibt es für das "erst rein finden ins Buch", ansonsten ist es sehr schön :-)Die anderen Bücher der Autorin, die unter dem Pseudonym Franziska Moll bereits erschienen sind wandern direkt auf meine Wunschliste :-)

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  • Ein Sommer ohne uns von Sabine Both

    Ein Sommer ohne uns

    nana_what_else

    15. May 2016 um 12:31

    „Wusstest du, dass frisch Verliebte dieselben Symptome zeigen wie Leute mit Psychose?“ Seite 76Der Klappentext: Eine ganz große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammenbleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? (Textrechte: Loewe Verlag)Rezension: Sabine Both wagt sich mit ihrem jüngsten Jugendroman auf gewagtes Terrain vor: Treue, Sex und Eifersucht sind zwar Themen, die in so manchem Young Adult Roman zentral sind, in Ein Sommer ohne uns werden sie aber auf einzigartige Weise verhandelt. Die Geschichte von Tom und Verena ist die einer klassischen Sandkastenliebe. Die auch nach Jahren eigentlich perfekt ist, wären da nicht die Zweifel, ob man nicht vielleicht etwas – oder jemanden – verpasst, wenn man bereits in jungen Jahren in einer langjährigen Beziehung steckt. Darf man an der Liebe zweifeln? Kann man sich lieben, ohne einander treu zu sein – oder kommt es dabei unweigerlich zu Kollateralschäden? Auch wer dem Sujet grundsätzlich etwas skeptisch gegenüberstehen mag, fühlt sich mit diesem Buch nicht unwohl, weil es vollkommen ohne schmalzigen Kitsch auskommt und beinahe erschreckend direkt und unverblümt vom Erwachsenwerden und Lieben, vom Enttäuscht-Sein und Enttäuschen und von Fehlern und Entscheidungen erzählt, deren Konsequenzen zwar vorhersehbar sind, die einen als Leser dann aber doch absolut kalt erwischen.Sie ist ihm so lange nicht begegnet, dass es sie trifft wie ein Tsunami. Sie wird weggespült. Sie hätte nicht damit gerechnet, dass ihr das passiert. Sie hatte sich vorgestellt, dass sie nichts fühlt. Vielleicht eine Vertrautheit, weil die sich nicht vermeiden lässt. Vielleicht Wut. Was sie aber fühlt, ist eine heiße Welle, die ihren Körper erfasst, die alles wegreißt, was Verena zum Schutz erbaut hat. Die, als sie sich zurückzieht, abgerodete Fläche zurücklässt, Tabula rasa, etwas, das darauf wartet, neu bebaut zu werden. Seite 238. Die sprachliche Direktheit verblüfft und erstaunt gleichermaßen. Der recht ungewöhnliche, stakkatoartike Schreibstil, der die Sätze ein wenig abgehackt wirken und im Leser das Gefühl aufkommen lässt, unmittelbar an den Gedanken der Figuren teilhaben zu können, ist gerade anfangs etwas irritierend – Seite für Seite lernt man die außergewöhnliche Sprache des Romans jedoch mehr zu schätzen. Der Stil dieses Buches ist wie eine Komposition, in die man erst hineinfinden muss, die sich nach und nach aber in einen Ohrwurm verwandelt und deren Töne lange nachklingen. Innovativ ist nicht das Thema, sondern die Art des Zugangs. Sabine Both zeigt mit dieser bedrückenden und dennoch herzergreifenden Geschichte auf, dass das Erwachsenwerden alles andere als ein Zuckerschlecken ist – und auch Erwachsene die Weisheit nicht immer gepachtet haben.Die Handlung entfaltet sich – man verzeihe mir diese Metapher – wie ein Unfall, von dem man bis zuletzt hofft, dass die Protagonisten ihn vermeiden können: als Leser weiß man einfach instinktiv, dass Punkt X der Beginn einer Abwärtsspirale ist, die unweigerlich auf eine Katastrophe zusteuert. Bei der Lektüre dieses Buches setzt der klassische Ich-möchte-in-das-Buch-hineinkriechen-und-den-Protagonisten-ordentlich-den-Kopf-waschen-Effekt ein. Obwohl der Roman Themen verhandelt und Motive aufgreift, die gerade im Jugendbuchsektor keinen Seltenheitswert haben, sticht dieses Buch aus der grauen Masse heraus: es wirft Fragen zu Schuld und Vertrauen auf – ganz ohne Moralapostel-Manier, weist Tiefgang auf und entwickelt eine Dynamik, die es zum Pageturner macht. Ein Sommer ohne uns ist ein solider Jugendroman, der gut unterhält – wenngleich der Charakter der Antagonistin enttäuschend flach bleibt und die Dialoge so manches Mal gehörig an Authentizität einbüßen müssen.Es hat nicht gut gehen können. Das weiß er jetzt. Nicht bei ihnen. Nicht so.Wenn er könnte, würde er die Zeit zurückdrehen. Seite 234Persönliches Fazit: Ein Sommer ohne uns ist ein Jugendroman, der aus der 0815-Schublade purzelt und sowohl sprachlich als auch thematisch mit seinem Mut zur Direktheit zu überraschen weiß und gerade durch das Fehlen jeglichen Kitsches und seine ehrliche Schlichtheit punkten kann.

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  • Nicht emotional genug für eine Liebesgeschichte

    Ein Sommer ohne uns

    TeamFirered

    Mit Ein Sommer ohne uns wage ich mich nach längerer Zeit mal wieder an einen Liebesroman ran. Normalerweise ist das nicht so mein Genre. Ich hatte mittel bis hohe Erwartungen an das Buch, da die Idee interessant klang. Leider wurde ich enttäuscht. Der Schreibstil und die Sprache gefielen mir gar nicht. Ich erwarte bei einem Liebesroman eine schöne, emotionale Schreibweise, aber die war hier einfach nicht vorhanden. Die Gefühle der Hauptcharaktere, Tom und Verena, aus deren Sicht geschrieben wird, wurden nur sehr reduziert wiedergegeben, in Sätzen wie "Er ist wütend". Punkt. Es wurde nicht weiter in die Gefühlswelt der Charaktere eingegangen und deren Emotionen und Gedanken nicht ausreichend wiedergespiegelt. Die reduzierte, kurze Sprache passt einfach nicht zu der Liebesgeschichte von Verena und Tom.Die Handlung beeinhaltet noch mehr als nur die Liebe der beiden. Auch ein Problem zwischen den beiden Familien tritt auf, dass ich generell als gute Idee empfand. Jedoch hat die Autorin es etwas übertrieben. Auch Verena und Toms Freunde führen am Rande des Buches ihre eigenen kleinen Geschichten. Wie anfangs gesagt, finde ich Idee sehr gut, nur leider schlecht umgesetzt.Die Charaktere haben mir wiederum gut gefallen.Am meisten gestört neben dem Schreibstil, hat mich der Aufbau. Es dauert lange bis Verena und Tom sich überhaupt für die Auszeit entscheiden. Davor wird viel über den Abistress, feiern und das alltägliche Leben geschrieben. Die Einleitung in die Geschichte ist für so ein kurzes Buch einfach zu lang gewesen und es hat sich kaum Spannung aufgebaut. Als sie sich schließlich für die Auszeit entscheiden, geht plötzlich alles ganz schnell und ehe man sich versieht ist es auch schon wieder vorbei.:/ Nur ein Paar, das so fest verbunden ist wie sie, kann es sich leisten, an einer Kreuzung nicht gemeinsam abzubiegen. Weil es weiß, dass jeder Weg nach einer Weile wieder den des anderen treffen wird. - Seite 163Fazit: Der Roman hat eine gute Grundidee, aus der man mehr hätte machen können. Der Schreibstil ist unangenehm und passt nicht zum Genre. Eine Liebesgeschichte sollte voller Emotionen und Gefühle sein, die hier leider übergangen werden, sodass die Geschichte einen weder packt noch rührt und mitnimmt.Rezension: Worte sind WindLg Moana

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    • 2

    __buecherliebe__

    08. May 2016 um 16:02
  • Was passiert, wenn man sich seiner Liebe zu sicher ist

    Ein Sommer ohne uns

    Kunterbuntestagebuch

    30. April 2016 um 14:52

    Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammenbleiben. Doch ist es wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein gedanke lässt Verena - mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium - nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt. Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? Fazit: Als ich das BUch in der Hand hielt und den Klappentext gelesen habe, war klar das ich es unbedingt lesen möchte. Das Thema klang sehr interessant und ich hoffte, das die Story richtig gut ist. Zu Anfang war sie das auch, der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Man kommt ohne große Probleme in die Geschichte rein. Die Kapitel sind mit unterschiedlichen Schriftarten versehen, die die beiden Protagonisten Tom und verena darstellen. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die Gefühlsweilt von beiden. Was mich allerdings dazu veranlasst hat, dem Buch nicht die volle Punktzahl zu geben, war eine Sache die mich etwas gestört hat. Die so groß angekündigte Auszeit der beiden bekommt nur sehr wenig Platz im Buch. Die meiste Zeit sind die beiden gemeinsam unterwegs und zweifeln immer mehr an ihrer Beziehung. Da hätte die Autorin für mich etwas mehr rausholen können. Nichts desto trotz ist es ein gutes Buch, das man ohne weiteres durchlesen kann. Steffi G.

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  • Leider...

    Ein Sommer ohne uns

    __buecherliebe__

    22. April 2016 um 22:50

    Eigentlich hatte ich mich richtig auf dieses Buch gefreut und es tut mir leid, dass ich diesem Buch nur 1 Stern geben MUSS...Das Thema, um das es sich handelt ist eigentlich recht interessant und ich habe mir da schon etwas mehr erhofft, die Umsetzung war meiner Meinung nach gar nicht gut...dazu führt leider auch der Schreibstil. Er ist flach und lieblos. Keine Emotionen. Kurze Sätze und ich hatte wirklich Mühe damit...ich muss da leider sagen, dass mir damit der Spaß am Lesen genommen wurde. Ich komme mit so einem Schreibstil einfach nicht klar, was nicht heißen muss, dass er schlecht ist. Es sollte eine Liebesgeschichte mit paar Hindernissen/Schwierigkeiten werden und dazu gehören für mich einfach Emotionen, was hier absolut nicht der Fall war..Cover: Finde ich super gestaltet! (Was von mir den zweiten Stern verdient) Sehr ungewöhnlich, sodass es sich über das ganze Buch zieht , wirklich schick :)

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  • Enttäuschend

    Ein Sommer ohne uns

    Cieena

    Als ich den Klapptext des Buches las, war meine Neugier sofort geweckt. HandlungTom und Verena sind 18, stecken mitten im Abistress und sind bereits seit fünf Jahren ein Paar. Das Bedürfnis Erfahrungen mit anderen Partnern zu sammeln haben beide. Schließlich entscheiden sich die beiden dazu eine Pause einzulegen - welche Verena und Tom dazu nutzen sollen um andere Personen zu treffen. Nach Ablauf der Pause soll alles wieder wie zuvor sein - Verena und Tom ein Paar. Doch ist dies überhaupt möglich?CoverDas Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farbwahl und Gestaltung sind in meinen Augen ein echter Hingucker. Den Buchrücken als fiktive Mauer zwischen den beiden Figuren zu nutzen finde ich toll und hätte mich in der Buchhandlung definitiv aufmerksam gemacht. Eine klasse Gestaltung!CharaktereDie Figuren des Buches konnten mich leider überhaupt nicht überzeugen. Weder für die Protagonisten noch für die Nebencharaktere konnte ich großartige Sympathie empfinden. Vielmehr stellte sich eine gewisse Gleichgültigkeit ein, da mir die Charaktere allesamt viel zu flach erschienen und ich auch keine Tiefgründigkeit oder Persönlichkeit entdecken konnte. SchreibstilDer Schreibstil ist in meinen Augen beinahe das größte Problem des Buches. Einfache, kurze Sätze ohne viel Emotionen ließen die gesamte Handlung langweilig und ohne Tiefgang erscheinen, ebenso die Charaktere. Als Leser fühlte ich mich kein bisschen mitgezogen und hatte eher das Gefühl in einem Grundschulbuch zu lesen, als in einem (Jugend-)Roman. Die Namen der Figuren wie Rollo, Inge etc verstärkten diesen Eindruck zudem.Mein Fazit"Ein Sommer ohne uns" hat in meinen Augen eine vielversprechende Grundidee, die in ihrer Umsetzung gnadenlos gegen die Wand gefahren wurde. Dies liegt, zumindest nach meinem Ermessen, hauptsächlich an dem einfachen und sehr langweiligem Schreibstil, der Handlung und Charaktere oberflächlich und ohne Emotionen erscheinen lässt. Auch beginnt die eigentliche (Haupt-)Handlung relativ spät, sodass essentielle Dinge zum Ende hin auf wenigen Seiten abgehandelt werden, die sicherlich mehr Raum benötigt hätten. Viele Nebenhandlungen können diesen Störfaktor leider auch nicht bereinigen.In meinen Augen hätte man diese Erzählung als Kinderbuch für die Grundschule klassifizieren können, zumindest wenn man nur den Schreibstil betrachtet. Der Inhalt, bzw das eigentliche Thema des Buches stehen hier im krassen Gegensatz zum kindlichen und einfachen Schreibstil. Es ist verwirrend, wie mittels einer absolut kindlichen Sprache erhebliche sexuelle Gedanken geschildert werden, sodass ich mich frage, an welche Altersklasse sich dieses Buch richten soll. Aufgrund des Inhalts sicherlich nicht für Kinder unter 13/14 (?) geeignet, wenn überhaupt. Für eine ältere Altersklasse halte ich das Buch, aufgrund seines Schreibstils, jedoch auf keinen Fall geeignet. Der Roman konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen, dennoch danke ich dem Verlag und der Autorin für die Bereitstellung des Leseexemplars. 

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    • 4

    Aljana

    15. April 2016 um 11:27
  • Realitätsnah und hochemotional!

    Ein Sommer ohne uns

    leselurch

    01. April 2016 um 20:10

    Worum geht's?Die Geschichte von Verena und Tom klingt nach einem wahr gewordenen Märchen: Sie kennen sich seit klein auf, wohnen nebeneinander, sind ein Paar, seit sie sich mit 13 Jahren zum ersten Mal geküsst haben. Sie sind wie Pech und Schwefel, sind füreinander geschaffen, gehören zusammen. Für immer. Aber dann kommen Verena Zweifel, zwischen Abistress und Studium, zwischen jugendlichem Leichtsinn und erwachsener Vernunft: Wenn sie noch nie einen anderen Jungen küsst hat, woher soll sie wissen, dass Tom der Richtige für sie ist? Dass es nicht anders, besser sein kann? Gemeinsam beschließen sie, sich auszuprobieren. Eine offene Beziehung für 3 Monate. Doch keiner von beiden hat die Konsequenzen bedacht …Meine Meinung:Sabine Both ist keine Unbekannte. Unter ihrem Pseudonym Franziska Moll hat sie „Was ich dich träumen lasse“ und „Egal wohin“ geschrieben, die auf diversen Blogs mit Lobeshymnen überhäuft wurden. Mit ihrem neuen Roman „Ein Sommer ohne uns“ erzählt Sabine Both eine intensive Contemporary-Geschichte, die sich an ein Thema wagt, auf das ich im Jugendbuch noch nicht gestoßen bin: offene Beziehungen. Es ist die Geschichte eines jungen Pärchens, das sich seit Kindertagen kennt, seit der Pubertät liebt und nun an der Schwelle zum Erwachsenwerden ins Zweifeln gerät. Nicht darüber, ob ihre Gefühle füreinander echt sind – das steht für Verena und Tom völlig außer Frage. Aber die Neugierde, wie es mit anderen sein könnte, die Frage, ob sie es später nicht bereuen könnten, nie jemand anderen geküsst und berührt zu haben, spukt beiden im Kopf herum. Ob das gut gehen kann?Mit dem Einstieg in die Geschichte hatte ich meine Probleme. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ihr Schreibstil hat mich sehr überrascht. In kurzen, fast schon abgehackten Sätzen schreibt Sabine Both über Verena und Tom, ihre Liebe, ihre Beziehung. Ihre Worte wirkten zunächst viel zu harsch und hart auf mich, sorgten schon zu Beginn für eine angespannte Atmosphäre, die mich alles andere als unbekümmert durch die Seiten trieb. „Gut“ fühlte ich mich nicht, dabei war zu Beginn der Geschichte doch noch alles in Ordnung.Mit jeder umgeschlagenen Seite wusste ich den knappen Stil der Autorin jedoch besser zu schätzen. Was auf mich einen so hektischen Eindruck machte, ist Sabine Boths geballte Wortkraft. Sie schafft es mit wenigen Worten das zu beschreiben, wofür andere ganze Seiten brauchen, und so viele Emotionen zu vermitteln, wie es manch einer in ganzen Romanen nicht vermag. Nach einer kleinen Eingewöhnung, der Bereitschaft, sich auf Boths Stil einzulassen, gab es für mich aus diesem atmosphärisch dichten Gefühlsfeuerwerk kein Entrinnen mehr. „Ein Sommer ohne uns“ hat mich mit Haut und Haar zwischen seine Seiten gezogen und schlussendlich sowohl sprach- als auch atemlos zurückgelassen. Sabine Both ist eine grandiose Autorin, die ihr Handwerk versteht und es mit Herzblut auslebt. Sie hat einen Blick fürs Detail und ein feinfühliges Gespür dafür, welche Themen man mit knallharten Worten zur Sprache bringt und welche man durch kleine, aber bedeutungsschwere Gesten zwischen den Zeilen versteckt. Mit jedem gedruckten Wort hat sie die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren auf den Punkt und die eines jeden jungen Erwachsenen im Kern getroffen. „Ein Sommer ohne uns“ hat mich emotional völlig mitgerissen, teilweise sogar aus der Bahn geworfen, vor allem aber berührt und bewegt.Dass „Ein Sommer ohne uns“ so eine intensive Sogwirkung auf mich gehabt hat, liegt zum Großteil aber auch an den unfassbar authentischen Figuren der Geschichte. Als Protagonisten, die auch abwechselnd die Erzählerrollen einnehmen, stehen Verena und Tom natürlich im Fokus. Obwohl ich sie in ihren Entscheidungen nicht immer unterstützt habe, konnte ich ihre Gedanken und Beweggründe immer nachvollziehen. Sabine Both hat mit ihnen Charaktere geschaffen, die ehrlicher, natürlicher und lebendiger nicht sein könnten. Sie alle wirken so echt, dass es mich nicht wundern würde, einem von ihnen morgen auf der Straße zu begegnen.Fazit:„Ein Sommer ohne uns“ von Sabine Both ist ein außergewöhnlicher Jugendroman – und das nicht nur dank des speziellen Themas. Mit ihrem intensiven, punktgenauen Schreibstil hat mich die Autorin mit Haut und Haar in ihre Geschichte gezogen. Sprach- und atemlos, dafür voller unbändiger Gefühle, übte die Geschichte um Verena und Tom einen Sog auf mich aus, dem ich mich weder entziehen konnte noch wollte. Ein aufwühlender, sehr ehrlicher Roman mit authentischen Charakteren, die man so schnell nicht mehr vergisst. Hochemotional! Für „Ein Sommer ohne uns“ vergebe ich sehr gute 4 Lurche.

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  • Ein Sommer ohne uns

    Ein Sommer ohne uns

    Findabhair

    31. March 2016 um 17:00

    Liebesgeschichten gibt es wie Sand am Meer. Sabine Both traut sich nun aber einen Schritt weiter und mutet ihren Protagonisten die Überlegung einer offenen Beziehung zu. Ob das gut geht?Verena und Tom haben sich schon im Alter von 13 Jahren gefunden und auch jetzt mit 18 sind sie sich sicher, gemeinsam alt zu werden. Beide freuen sich auf ihr Studium, auf ihre erste gemeinsam Wohnung. Doch im ganzen Abistress verfolgen Verena Träume und ein Gedanke setzt sich in ihrem Kopf fest: Sie hat bisher 'nur' Tom geküsst, keinerlei andere sexuelle Erfahrungen gesammelt. Wird sie das irgendwann bereuen? Lange ringt sie mit sich, doch dann spricht sie Tom darauf an und die beiden einigen sich auf eine dreimonatige Auszeit, in der sich beide austoben können.Danach wollen sie wie geplant zusammenziehen und da weitermachen, wo sie aufgehört haben. Doch kann das gut gehen?Sabine Both hat zwei sympathische Protagonisten entworfen, die nicht mit Speziellem auftrumpfen müssen, so dass man sich als Leser gut mit ihnen identifizieren kann. Verena ist das pure Gegenteil von ihrem Zwillingsbruder Rollo. Sie ist verantwortungsbewusst, klug und vor allem vernünftig. Doch ihr 18. Geburtstag bringt ihr Gedankenkarrussel ins Rollen und sie möchte etwas wagen, damit sie später nichts bereut.Tom ist sich ganz sicher, dass Verena seine Traumfrau ist, mit der er alt werden möchte. Doch er spürt ihre innere Unsicherheit und als Rollo mit der sexy und provozierenden Isabelle ankommt, schweifen auch seine Gedanken ab.Die Kapitel sind in Abschnitte unterteilt, in denen wir abwechslungsweise Verena und Tom begleitet. Verfasst wurden diese in der 3. Person, wodurch die Charaktere etwas distanziert wirken. Damit sich der Leser immer zurecht findet, werden diese Passagen in unterschiedlichen Schriftarten dargestellt und beginnen immer mit dem Namen der entsprechenden Person. So können wir die jeweilige Entwicklung der beiden Protagonisten mitverfolgen und sehen, wie sich diese auf ihre Beziehung auswirkt.Der Autorin ist es gut gelungen, sich in den weiblichen, wie auch in den männlichen Part hineinzuversetzen und dies auch im Schreibstil auszudrücken. Sie erzählt feinfühlig von Einhorn-Erinnerungen und Wunsch-Zukunft, bietet eine ganze Palette an Gefühlen mit den nötigen dramatischen Spitzen, ohne je kitschig zu werden. Und genau das gefällt mir so wahnsinnig gut an ihren Büchern, diese Gratwanderung zwischen harter Realität und Wunschdenken ohne ins Klischee abzurutschen. Und wenn man keine 0815-Geschichten verfasst, kann man es nicht jedem Recht machen.Der schlichte Schreibstil und die meist kurzen Sätze bringen eine ganz eigene Dynamik in die Lektüre und werden von einer gewissen Melancholie untermauert. Die Charaktere und der Verlauf der Geschichte sind äusserst authentisch, so dass das Buch kaum aus der Hand gelegt werden konnte.Fazit:frisch, feinfühlig & authentischSabine Both begeht mit "Ein Sommer ohne uns" einen neuen Weg und ist nicht nur mit der Thematik einer offenen Beziehung sondern auch mit ihrem schlichten, fast melancholischen Schreibstil alles andere als Mainstream. Für mich sind Sabine Boths Geschichten immer ein ganz spezielles Leseerlebnis.

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  • Eine Auszeit von der Treue - Rezension zu „Ein Sommer ohne uns“ von Sabine Both

    Ein Sommer ohne uns

    Kumosbuchwolke

    Inhalt„Eine ganz große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammenbleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?“ – Quelle Klappentext Der erste Satz... „Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen.“ Seite 7 Zeile 1 bis Zeile 2MeinungVerena und Tom sind zusammen, seit sie 13 Jahre alt sind, in der Gegenwart der Geschichte, sind beide 18 Jahre. Ihre Liebe ist mit ihnen erwachsen geworden. Vom ersten Kuss bis zum ersten Mal, haben sie alles miteinander kennengelernt. Mittlerweile ist Verena an den Punkt, an den sie sich fragt, ob Tom und sie nicht doch irgendwas verpasst haben, weil sie keine Erfahrungen mit anderen gesammelt haben. Wenn Verena mit ihrer besten Freundin Anna über Männer spricht und Anna ihr von ihren Erlebnissen berichtet, zweifelt Verena ob der Weg den Verena und Tom gewählt haben, der richtige ist. Obwohl Verena Tom liebt und sich vorstellen kann mit ihm alt zu werden, befürchtet sie, dass der Tag kommen wird, an denen sie es beide bereuen werden, sich nicht ausprobiert zu haben und das sie sich das vorwerfen könnten.Als Verena einen jungen Mann kennenlernt, der sie anzieht, wird der Wunsch nach einer kleinen Auszeit größer. Eine Auszeit zwischen Abi und Studium. Die Angst etwas verpasst zu haben, kann ich bei Verena schon nachvollziehen, da ich selbst seit mehr als 10 Jahren mit meiner ersten Liebe zusammen bin und ähnliche Ängste in der Zeit auch mal vorgekommen sind, doch ich bin immer zu einem klaren Entschluss gekommen, ganz anders als Verena. Mich hat an „Ein Sommer ohne uns“ gereizt, wie Autorin Sabine Both mit dem Thema umgegangen ist.Sabine Both lässt Verena und Tom nach wenigen Sätzen, abwechselnd zu Wort kommen. Dadurch ergibt sich für beide ein vollständiges Bild. Die Worte oder die Botschaften in den kurzen Sätzen wiederholen sich oft, machen das Gesagte eindringlicher und lässt die Geschichte, schneller lesen.Verena wird in der Gegenwart mit den ersten leisen Zweifeln präsentiert, die sie zunächst nicht genau bestimmen kann. Für Tom ist Verena seine Sonne, seine Welt und sein Mittelpunkt. Für ihn gibt es kein anderes Mädchen. Bis zu dem Zeitpunkt, ab dem Rollo, Verenas Zwillingsbruder, Isabelle, sein neues Betthäschen der Gruppe bekannt macht. Isabelle ist verglichen mit Verena, das komplette Gegenteil, sie nimmt sich ohne Rücksicht auf andere, was sie möchte. Hält sich nicht an Regeln und ist frei und ungebunden. Isabelle ist die verbotene Frucht, die Tom zum Straucheln bringt.Mir haben Verena und Tom beide gut gefallen, ich habe ihre Gedanken gedacht und ihre Gefühle empfunden. Ich muss gestehen, dass ich allerdings leicht parteiisch geworden bin, denn einer der beiden hat mehr Sympathie von mir bekommen. Sabine Both lässt ihre Protagonisten in ihrem Gefühlscocktail auf und ab hüpfen. Bringt nicht nur Chaos in Liebe und Freundschaft sondern auch ins Familienleben der beiden. Gerade in dem Familienbereich wird „Ein Sommer ohne uns“ vorhersehbar. Ob so eine offene Beziehung für Tom und Verena doch das richtige ist? Ob die Dinge, die sie lernen werden, das was sie dabei verlieren können, es wert sind?Verena und Tom handeln naiv und mit festem Vertrauen an sich und ihrer Liebe. Das Ende von „Ein Sommer ohne uns“ ist genau richtig, so wie es ist, es zeigt die Wege die ein Leben nehmen kann. Ungerecht finde ich allerdings, das ich das Gefühl hatte, einer der Beiden bekommt zu Unrecht den Schwarzen Peter zugeschoben, wo doch beide die gleichen Fehler gemacht oder Entscheidungen getroffen haben.Noch zwei Dinge haben mich am Ende überrascht, dass mir von den Nebencharakteren der Zwillingsbruder Rollo nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist, dass sah zum Anfang noch anders aus und das sich der erste Eindruck der Wortwahl wie „Schwanz“ nicht permanent durchgezogen wurde.FazitVerena und Tom, da sind Freunde und Familie sich einig, werden immer zusammenbleiben. Doch Verena ist sich nicht sicher, ob sie nicht etwas verpassen werden. Dieses Thema ist der Hauptschwerpunkt in „Ein Sommer ohne uns“, ganz unvoreingenommen bin ich nicht an die Sache herangegangen. Für sich genommen, agieren Tom und Verena überzeugend und passend. Einziger Minuspunkt gegen Ende ist, dass ich das Gefühl hatte, einer der Beiden wird mehr Schuld zugewiesen als dem anderen. Dabei haben sich beide zu gleichen Teilen auf das Experiment eingelassen und mit blauen Flecken musste gerechnet werden. 4 Sterne._____________________________________________________© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de© Rezension im Original -http://kumosbuchwolke.blogspot.de/2016/03/eine-auszeit-von-der-treue-rezension-zu.html 

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    • 3
  • Zu farb- und lieblos

    Ein Sommer ohne uns

    ingrid_pabst

    29. March 2016 um 15:46

    Inhalt Schon immer zusammen - welches Paar wünscht sich dies nicht. Keine schrecklichen Liebschaften vorher, nur eine gemeinsame Vergangenheit. Was wie ein wahrgewordener Mädchentraum klingt, wird für Verena und Tom nach und nach zum Albtraum. Zweifel nisten sich in den Köpfen der Teenies ein. Obwohl Verena Tom liebt, will sie sich erst noch ausprobieren bevor die gemeinsame Wohnung kommt. Und auch Tom ist nicht abgeneigt. Die beiden treffen eine Abmachung, nach der nichts mehr so sein wird, wie es mal war...Wie hat's mir gefallen Ich habe mich sehr auf das Jugendbuch gefreut, denn die Thematik spricht mich persönlich sehr an. Auch wenn ich nicht schon immer mit demselben Mann liiert bin, so war ich seit ich 14 bin nur 6 Monate single, also bin seit mehr als 13 Jahren in Partnerschaft. Selten sprechen Bücher solch reale Tabuthemen an, weswegen ich sehr neugierig war.Alles beginnt sehr kindlich und staccato-mäßig erzählt mit der Kindheit der beiden Protagonisten Tom und Verena. Tom ist für sein Alter recht frühreif was Gefühle gegenüber Mädchen angeht und betet seine Nachbarin gerade zu an. Kein Wunder, dass aus den Beiden später ein paar wird. Nach dieser Einführung, wird der Schreibstil zwar etwas älter, bleibt aber stets jugendlich. Die kurzen Sätze bleiben erhalten und haben mich anfangs verwundert. Doch nach und nach wird klar: diese Erzählweise wurde absichtlich so auffällig oft gewählt, um dem Leser Platz für Eigeninterpretationen zu liefern und ihn schier zum eigenen Nachdenken zu zwingen. So etwas mag ich immer sehr. Was ich weniger mochte, war dann der Verlauf der Handlung.Zwischen Verena und Tom sprüht schon lange kein Funke mehr. Der Alltag ist bei den Beiden schon zu Abiturzeiten eingekehrt und alles wirkt eher nach Gewohnheit, als nach der großen Liebe. Gerade Verena wirkt oft sehr abweisend und farblos, weswegen es mir schwer fiel, zu ihr eine Verbindung aufzubauen. Tom, der Verena offensichtlich noch sehr mag (von Liebe fällt es mir sehr schwer bei den Beiden zu reden), bemüht sich zwar, schaut sich dennoch aber auch gern weiter um. Jedem ist klar, worauf es hinausläuft: auf eine Beziehungspause. Über deren lieblose und undurchdachte Umsetzung war ich etwas geschockt. Es war nichts Ganzes und nichts Halbes. Entweder ich trenne mich auf Zeit, oder lasse es bleiben. Aber das, was Verena und Tom "veranstalten", kann kein Mensch der aufrichtig liebt gutheißen. Vielleicht bin ich aber auch zu hart zu den Protagonisten, schließlich haben sie kaum Erfahrung, sind noch sehr jung und gerade Verena wirkt zu naiv. Trotz der wenigen Seiten, gab es einige Nebenhandlungen. Die Story mit den Eltern war mir leider zu offensichtlich, durchschaubar und clichéhaft. Zudem kam ich mit den Namen komplett durcheinander. Ist es out "Mama" zu sagen? Die Nebenhandlung um Isabelle fand ich interessant. Endlich mal eine junge Frau, die weiß was sie will, dies umsetzt und zu ihren Entscheidungen steht. Ob man sie mag oder nicht, im Gegensatz zu Verena besitzt sie Rückgrat und hat einen gefestigten Charakter. Ohne sie, wäre mir die ganze Handlung zu farblos gewesen und obwohl sie nicht immer moralisch korrekt handelt, ist sie im Gegensatz zu Verena ehrlich und war mir wesentlich sympathischer. Leider gehen alle anderen Charaktere mit ihr sehr selbstgerecht und zu hart ins Gericht. Aber: That's Life. Das Ende gefiel mir dann doch. Ich hatte wirklich Angst davor, denn zu oft wurde man bei solchen Stories enttäuscht mit einem lahmen Ende. Dieses war passend und rettete das Buch vor einer 2* Rezension. Alles in allem ist es eine nette Lektüre für Zwischendurch, allerdings würde ich euch raten es auszuleihen oder zur eBookvariante zu greifen. Cover/BuchgestaltungDas Cover ist wirklich hübsch. Auf der Frontseite sieht man Verena, auf der Rückseite Tom. Sie sind getrennt und doch verbunden, wie im Buch. Leider ist die Klappbroschur schnell ausgelesen und nimmt leicht Flecken auf. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt meines Erachtens nach nicht so gut. Für Fans von* "Ein ganzes Ja" von Luisa Sturm Fazit Da hatte ich mir einfach etwas Anderes und MEHR erhofft. Weder Tom noch Verena waren sympathische Protagonisten. Vielleicht bin ich aber auch einfach mit 27 zu alt für diesen Jugendroman, der teilweise doch noch sehr jung geschrieben ist. Dennoch hätte ich mir von der Beziehungspause etwas ganz anderes - und vor allem "Ehrlicheres" - erwartet. Bewertung 2,5/5

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  • Ein besonderes Buch zu einem spannenden Thema

    Ein Sommer ohne uns

    Schassi

    28. March 2016 um 11:33

    Auf dieses Buch war ich sehr neugierig. Das Thema ist, meines Wissens, im Jugendbuch neu und sehr spannend. Die Meinungen zum Buch gehen weit auseinander, die Bewertung fällt eher mittelmäßig aus. Nachdem das Buch meine Freundin nicht mehr losgelassen hat, musste ich es mir auch kaufen und meine eigene Meinung dazu bilden. Die Geschichte setzt 5 Jahre vor der eigentlichen Handlung ein. Tom und Verena sind Nachbarskinder, die sich schon ihr Leben lang kennen. Die Eltern sind eng befreundet und glücklich. Die beiden gestehen sich ein, dass sich ihre kindlich-freundschaftflichen Gefühle füreinander geändert haben und es kommt zum ersten Kuss. Von diesem Tag an sind Tom und Verena ein Paar. Sie verstehen sich ohne Worte, sehen sich jeden Tag, kennen den anderen besser als sich selbst und sind füreinander geschaffen.Fünf Jahre später: Tom und Verena sind 18 und stehen kurz vorm Abi. Die Zukunft ist geplant, beide werden gemeinsam in Marburg studieren und dort zusammen wohnen. Verenas Zwillingsbruder Rollo musste die Klasse wiederholen und lebt von einer Party zur nächsten. Frauen sind austauschbar, er kommt gut an bei den Mädchen. Auch die Stimmung zwischen den Eltern hat sich gewandelt. Als Verena auf den Rocksänger Jesse trifft und Tom sich zu Rollos Affäre Isabell hingezogen fühlt, beschließen die beiden, die Zeit bis zum Studium zu nutzen, um Erfahrungen mit anderen zu sammeln. Geschichte und Handlung konnten mich überzeugen. Die Entwicklung ist authentisch und ich konnte beide Protagonisten und ihre Entscheidungen stets verstehen. Neben der eigentlichen Haupthandlung werden auch andere Themen angesprochen: Versagensängste (Rollo), sich trennende Eltern, Sehnsucht und Eifersucht, nur um ein paar Stichworte zu nennen. Es gibt außerdem eine manipulative Person, die für Spannung sorgt und Tom und Verena auseinander treiben will.Der Leser ahnt schnell, dass die Abmachung zwischen beiden nicht lange gut gehen kann. Auch wenn Verena und Tom daran glauben, dass ihre große Liebe den Treuebruch unbeschadet übersteht, zeichnet sich schon relativ früh ab, dass dem nicht so ist. Nun handelt es sich bei “Ein Sommer ohne uns” um ein Jugendbuch. Dementsprechend wurde das Ende gestaltet. Ich kann damit leben und finde es vollkommen okay. Es hätte allerdings auch anders ausgehen können. Mich würde eure Meinung über das Ende interessieren, sofern ihr das Buch schon gelesen habt. Kommen wir nun zum großen Haken: der Schreibstil. Amazon beschreibt ihn als “ganz eigen und poetisch“, ich nenne ihn kühl, einfach und distanziert. Die Geschichte wird aus der 3. Person, immer abwechselnd aus Verenas und Toms Sicht, erzählt. Dabei wechseln sich die Perspektiven absatzweise ab. Das ist neu und kannte ich so noch nicht. Durch unterschiedliche Schriftartensind die Perspektiven aber immer gut voneinander zu unterscheiden. Auf detailreiche Beschreibungen wird verzichtet, die Sätze fallen kurz und knackig aus. Die Autorin formuliert auf den Punkt genau. Auf den ersten Blick wirkt das sehr einfach, ich finde es jedoch gut, dass dem Leser dadurch viel Raum zum Lesen zwischen den Zeilen gegeben wird.Wenn man sich einmal an diese außergewöhnliche Erzählform gewöhnt hat, liest sich das Buch flott weg. Einige Wendungen geben der Geschichte zum Ende hin nochmal Würze, manche Entwicklungen waren mir dann allerdings zu viel des Guten.Durch die gewählte Erzählperspektive bleiben die Protagonisten immer fern. Ich konnte keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen, auch wenn an der ein oder anderen Stelle auf ihre Gedanken eingegangen wird. Zitate: Es ist raus, ehe er es hat prüfen können. Und er weiß, dass es sich anhört wie etwas, das Tom noch nie zu Verena gesagt hat. Alles an dir ist Vanille. Er hätte so etwas nicht sagen dürfen. Er hätte nicht eine Sekunde länger warten können, so etwas zu sagen. (E-Book, Pos. 1016-1018) “Eines Tages willst du es wissen. Wie es mit jemand anderem ist. Und wenn du es nicht ausprobierst, wirst du den Gedanken nie los. Und das macht deine Beziehung kaputt. Erst unbemerkt, dann immer deutlicher. Um am Ende hasst ihr euch.” (E-Book, Pos. 1381-1383) Jetzt ist das Bild so deutlich wie die Realität. Es macht ihn fertig. Verena mit einem anderen Mann. Mit Schutz. Aber was schützt ihn? (E-Book, Pos. 1617-1619) Insgesamt kann ich sagen, dass ich das Buch genossen habe. Das Thema war spannend, die Entwicklung von der unschuldigen Jugendliebe hin zur offenen Beziehung auf Zeit mit all ihren Konsequenzen empfand ich als konsequent und nachvollziehbar. Der Schreibstil hat zwar durchaus etwas Poetisches, aber die Erzählperspektive aus der 3. Person hat mir in diesem Buch nicht so gut gefallen wie z. B. bei “Wie das Licht von einem erloschenen Stern”. Sie sorgt für Distanz, was einerseits gut zur Story passt, mich andererseits aber gestört hat.Wer mal eine etwas andere Geschichte über die erste Liebe kennenlernen möchte, gerne zwischen den Zeilen liest und sich von der ungewöhnlichen Erzählform nicht abschrecken lässt, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen. Viele Blogger bewerten auch die Cover. Das mache ich nicht, aber zu diesem hier möchte ich etwas sagen: die kunstvolle Gestaltung hat was. Auf der Vorderseite zieht man Verena, die sich gegen eine Wand lehnt. Wenn man das Buch aufklappt, steht da Tom. Ein echter Blickfang also. Dennoch gefallen mir die Zeichnungen nicht. Mit echten Menschen hätte es mir wesentlich besser gefallen, aber das ist ja Geschmackssache. Von weitem würde ich jedoch denken, es wäre ein Kinderbuch (ab 10 vielleicht). Auch der Preis (12,95 € für 240 Seiten Klappenbroschur) kommt mir sehr überzogen vor. Ich habe das nur wenig günstigere E-Book gewählt (für 8,99 €). Zur Bewertung: Abzüge gibt es für manch übertriebene Entwicklung am Schluss, teilweise gestelzte Dialoge und den Erzählstil, obwohl er mir zeitweise sogar gefallen hat. Aber insgesamt konnte ich durch ihn nicht richtig an Tom und Verena herankommen. Deshalb vergebe ich gute 3 Sterne. Fazit: Über den knappen, distanzierten Stil lässt sich sicher streiten. Mir hat er den Zugang zu den Charakteren erschwert, andererseits konnte ich zwischen den Zeilen lesen. Handlung und Entwicklung haben mich überzeugt. Am Ende wurde es mir etwas too much, doch der Ausgang der Geschichte hat mich versöhnt.Ein besonderes Buch zu einem spannenden Thema, dem ihr eine Chance geben solltet.

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