Sabine Brenner-Wilczek

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Autor von Heine-Jahrbuch 2010, Im Fuchspelz, auf der Colakiste und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sabine Brenner-Wilczek

Heine-Jahrbuch 2010

Heine-Jahrbuch 2010

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Erschienen am 12.11.2010
Warum ist es am Rhein so schön?

Warum ist es am Rhein so schön?

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Erschienen am 01.09.2007
Einführung in die moderne Archivarbeit

Einführung in die moderne Archivarbeit

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Erschienen am 01.08.2006
Heine-Jahrbuch 2014

Heine-Jahrbuch 2014

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Erschienen am 17.11.2014
Heine-Jahrbuch 2013

Heine-Jahrbuch 2013

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Erschienen am 11.11.2013
Im Fuchspelz, auf der Colakiste

Im Fuchspelz, auf der Colakiste

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Erschienen am 12.09.2016

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Rezension zu "Heine-Jahrbuch 2010" von Sabine Brenner-Wilczek

Rezension zu "Heine-Jahrbuch 2010" von Sabine Brenner-Wilczek
michael_lehmann-papevor 8 Jahren

Aktuelle Forschungsbeiträge

Wie in jedem Jahr legt das Heinrich-Heine Institut zu Düsseldorf ausgewählte Texte in verschiedener Form zu Werk und Wirkung Heinrich Heines aus dem Jahre 2010 vor.

Von Aufsätzen über konkrete Forschungsarbeiten hin zu Arbeiten aus dem Institut selbst und einigen ausgesprochen breiten und aussagekräftigen Buchbesprechungen zum Thema reichen die dargelegten Texte.

Den Einstieg in das Buch gestaltet Rüdiger Scholz mit seinen Betrachtungen zu Heinrich Heine und dem Terrorismus der Neuzeit. Wohlgemerkt nicht zum Terrorismus „in“ der Neuzeit, sondern eben der Neuzeit. Beruhend auf Gedanken Heines zur neueren europäischen Geschichte und Weltgeschichte. Wie ein Prophet wirkt hie Heine, wenn er den Tugendrigorismus der neuen Revolutionäre, die damals entstehende Hochfinanz und die Auflösung des Gottesbegriffes als terroristisch markiert (und zu Zeiten damit für einen Skandal sorgte) Ein sehr lesbar und informiert umgesetzter Aufsatz zu durchaus auch heute noch im Raum stehenden Fragen, die Heine damals aufgeworfen hat.

Zwei Aufsätze zu Themen des Judentums führen den Aufsatzteil des Buches fort, ein Blick auf die Vertonung von Heine-Texten und Heines Betrachtung von Hanns Eislers Chroliedern finden hier ebenso unter manch anderem ihren Platz, wie kleinere Beiträge, darunter solch exotisch anmutende Betrachtungen wie die Rezeption Heines im albanischen Sprachraum. Ein gehaltvoller Beitrag zur wenig bekannten Verbindung zwischen Heine und Anton Melbye von Regine Gerhardt, die in Paris ihren geographischen Ort zu Zeiten gefunden hatte, bietet wiederum einen Stein mehr im großen Bild des Dichterlebens.

Drei Texte aus dem Institut selbst finden sich im späteren Verlauf des Buches. Zur Lektüre zu empfehlen ist der Bericht über das Forum der jungen Heine Forschung 2009, in dem Katrin Füllner einen Bericht über Themen und Vortragende gibt. Unter anderem mit einem Blick auf Loéve-Veimers, dem ersten Übersetzer Heines in Frankreich und seine recht freie Form der Übersetzung. Hier findet sich auch ein kleiner Beitrag im Dunstkreis des Eingangs erwähnten Themas des „Terrorismus“ unter Bezug auf Heine als „Zeugen der Krise des Theismus“. Insgesamt ein knapper und guter Rundblick auf die nachwachsende, junge Heine Forschung.

Die im Buch veröffentlichten Buchbesprechungen sind breit und ausführlich angelegt und beleuchten die vorgestellten Bücher umfassend. Heine als Wegbereiter der Moderne, das Buch zum internationalen Kongress anlässlich des 150. Todestages Heines, Rhetorik als Skandal (ein Beitrag zur Sprache Heines) sind einige der ausführlich und in ihrem Kern erfassten Bücher.

Alles in allem bietet der Sammelband eine ausgewogene Auswahl an Themen und Texten, Von eher kleinteiliger Forschung (über ein zunächst verschollenes Bruchstück aus Heines Memoiren) bis hin zum Überblick über die neue Heine Forschung findet sich eine Vielzahl an Themen und Gedanken. Alle Texte dienen allerdings im Kern speziellen Vertiefungen von einzelnen Themen und sind daher eher für den Kreis intensiv Heine Interessierter konzipiert.

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