Sabine Deitmer , Ingrid Noll Mordsmütter

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Inhaltsangabe zu „Mordsmütter“ von Sabine Deitmer

Wer sich heute tollkühn für das Abenteuer „Kind“ entscheidet, erntet dafür oft nur Kopfschütteln und Häme. Mutterschaft ist Armutsrisiko Nummer eins. Je mehr Kinder, desto schlimmer. Zu knapper Kasse und frustiger Fron kommen biestige Blagen, flüchtige Väter, neidische Nächste – ein dorniges Dasein! Für neunundzwanzig hochkarätige AutorInnen ein Füllhorn an nachdenklich stimmenden, bösen und augenzwinkernden Geschichten, die in dem vorliegenden Band zu einem bunten Strauß Neu(e)Rosen gebunden werden. Allen voran die Ladies of Crime Ingrid Noll, Sabine Deitmer und viele andere KrimiautorInnen aus dem Netzwerk „Mörderische Schwestern“ wie Sandra Lüpkes, Judith Merchant, Ulla Lessmann. Auch Männer haben aufwühlende „Mordsmütter“-Geschichten zu erzählen: Das beweisen Carsten Sebastian Henn, Thomas Nommensen, Myk Jung und andere. Sie riskieren den Blick hinter die Fassade der Familienidylle, hinterfragen das „Mutterglück“ und räumen mit dem Vorurteil auf, wir Mütter hätten den Zeitgeist verschlafen. Ganz ohne Staub- und Augenwischerei.
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  • Böse Mütter?

    Mordsmütter

    J-B-Wind

    14. April 2013 um 17:51

    Die Herausgeberinnen Regina Schleheck und Mechthild Zimmermann haben es geschafft 29 hochkarätige deutschsprachige Autor/innen für diese Anthologie zu gewinnen. Es entstand eine gelungene Melange aus spannenden, fesselnden, humorvollen und makaberen Geschichten. Viele der Kurzkrimis haben Gänsehautfaktor, (zum Beispiel „Das bunte Mädchen“ von Volker Blitz oder „Sonderkommision Rehauge“ von Anne Grießer,), manche hinterlassen mich traurig und nachdenklich (wie „Elefantenhaut“ von Sabine Trinkaus, „Schlangebrut“ von Daphne Carpentier oder „Wertvolle Kinder“ von Thomas Nommsen), andere lesen sich witzig und makaber, wie Ingrid Nolls „Das Wunschkind“.  Viele Geschichten sind mit einem Augenzwinkern zu genießen, wie Ulla Lessmanns „Weil eine Mutter immer eine Mutter bleibt“, Myk Jungs „Neptuna und Triton“ , Jutta Maria Herrmanns „Mutter, meine Frau und ich“ und Gitta Edelmanns “ Das Muttertagsgeschenk“. Aber ganz egal mit welcher Geschichte man beginnt. Alle haben eine sofortige Sogwirkung, sind gut konstruiert und glänzen oft mit überraschenden Wendungen am Schluß. „Mordsmütter“ ist wirklich eine äußerst lesenswerte Anthologie mit packenden Kurzkrimis von sprachlich gewandten Autor/innen. Das garantiert beste Unterhaltung auf hohem Niveau! Fazit: Ein kurzweiliger Lesegenuss für alle Mütter, Großmütter und Schwiegermütter.

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  • Rezension zu "Mordsmütter" von Mechthild Zimmermann

    Mordsmütter

    RiaKlug

    27. September 2011 um 14:02

    Zunächst ein Geständnis: Kurzgeschichten lese ich nur ausnahmsweise und bin daher keine Expertin. Trotzdem vertilgte ich in meinen Leseleben notgedrungen schon einige. Während sonst oft sehr heterogene Qualität der Geschichten Sand in den Genuss streut, bewegt sich dieses Buch durchweg auf sehr hohem Niveau. Hier stecken viele hervorragende Ideen drin - ich nenne nur mal 'Neptuna und Triton' und 'Schneewittchen' - die auch sprachlich adäquat umgesetzt wurden. Jede Menge hintergründiger Humor, einige Ausfälle gegen Gesellschaftsklischees, sowie der eine oder andere Augenöffner ist durchaus auch dabei. Allenfalls zwei Geschichten fallen etwas ab. Aber das ist bei dieser Flughöhe kein Wunder und führt auch nicht - um im Bild zu bleiben - zur Bruchlandung. Bei manchen Geschichten musste ich schwer schlucken, ob des kriminellen Inhalts, der gegen Kinder geht. Dabei bin ich eigentlich kein Weichei. 'Frauentypisch Weichgespültes' findet sich in dieser Sammlung kaum. Mit dem Mythos Mutter wird ordentlich Schlitten gefahren. Diese Respektlosigkeit gegenüber einem vielbeschworenen Stereotyp fand ich sehr wohltuend. Eine gelungene Sammlung, zudem in einem geschmackvollen Cover, das ohne Effekthascherei auskommt.

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  • Rezension zu "Mordsmütter" von Mechthild Zimmermann

    Mordsmütter

    Bizz

    10. September 2011 um 17:07

    Mordsmäßig enttäuschend Von dieser Kurzgeschichtensammlung hatte ich mir viel versprochen. Endlich mal alles was Rang und Namen hat, zu einem Thema, dass alle Muttis irgendwann mal bewegen könnte. Es entwickelte sich allerdings zum Krampf dieses Buch zu lesen. Wenn diese Sammlung die Creme de la Creme deutscher Krimifrauen (und ein oder zweier Männer) darstellt, kann ich verstehen, warum wir mit durchgeknallten Schwedenkrimis zugeballert werden. Weder der angepriesene schwarze Humor, noch irgendwelche nachvollziehbare Gedanken wurden hier verarbeitet. Negativer Höhepunkt war die Geschichte des kleinen Mädchens. Ich bin schwer enttäuscht.

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  • Rezension zu "Mordsmütter" von Mechthild Zimmermann

    Mordsmütter

    TheSaint

    Wehe, wenn Frauen beginnen, an ihnen verübtes Unrecht zu sühnen... da hat uns die Geschichte schon manch interessantes Beispiel präsentiert. Doch die weiblichen Vergeltungsmaßnahmen steigern sich ins Unermessliche, wenn Mutterinstinkte ins Spiel kommen. Diese Edition "BitterBöse" wird ihrem Ruf vollends gerecht, denn was dem Leser hier von 29 Autoren und Autorinnen erzählt wird, wenn Mutterliebe, -stolz, -gefühle, usw. nicht richtig honoriert werden, ist starker Tobak! Der Bogen spannt sich von vermeintlichen Alltagsgeschehnissen ("Läuse" von Elke Pistor oder "Fröhlicher Muttertag" von Kerstin Lange) über Kriminalfälle ("Sonderkommission Rehauge" von Anne Grießer oder "Mutter Carnage und ihre Kinder" von Harry Michael Liedke) bis hin zur Beschreibung der Mutterrolle als Macht planetaren Ausmaßes ("Neptuna und Triton" von Myk Jung). Es gibt so wunderbar geschriebene Geschichten wie "Blockflötenkonzert" von Ulla Lessmann, deren Stil ein Hochgenuß ist oder so skurrile Ausritte wie Sabine Deitmer's "Musik sprengt alle Grenzen" oder Ingrid Noll's "Das Wunschkind"... Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und bei manchen Geschichten scheint man sich sicher, daß einem Mann gerade diese bitterböse Pointe nie in den Sinn gekommen wäre... Sehr zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Mordsmütter" von Mechthild Zimmermann

    Mordsmütter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. May 2011 um 13:44

    Mordsmäßig klasse. Ein Buch, das man nicht aus den Händen legt. Und wenn, um es, wie ich, einfach weiter zu empfehlen.
    Wir sollten in Sachen Thriller nicht immer nach GB, Skandinavien oder USA Ausschau halten, denn das Gute ist so nahe!!

    Topp

  • Rezension zu "Mordsmütter" von Mechthild Zimmermann

    Mordsmütter

    musterfrau

    30. April 2011 um 01:19

    Ein „Frauenbuch“ voller fetziger Mordgeschichten. Da bleibt kein Fingernagel ganz. 29 hochkarätige AutorInnen, so heißt es im Klappentext, sind hier am Werk. So ganz stimmt das nicht (kicher). 28 sind’s, und ein (sagen wir mal) Geheimtipp. Allerdings hält sich die Story „Mutter Carnage und ihre Kinder“ von Harry Michael Liedtke, dessen schrulligen Kurzgeschichten-Band „Begräbnis auf dem Mond“ ich sehr mag und der sich hier eines amerikanischen Mythos annimmt, wacker in dieser wirklich erlesenen Textsammlung. Angeführt wird die Riege der SchreiberInnen von den Grandes Dames Ingrid Noll und Sabine Deitmer sowie den Shootingstars Judith Merchant und Sabine Trinkaus. Insgesamt bietet das Buch 39 Kurzgeschichten über Neurosen, Rache, Mord und Totschlag. Ausfälle gibt es keine zu verzeichnen.

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