Sabine Durrant Lie With Me: the psychological thriller everyone's talking about

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Lie With Me: the psychological thriller everyone's talking about“ von Sabine Durrant

Twisty, tense, impossible to put down psychological suspense for fans of I See You and The Woman in Cabin 10. 'I loved every page' Clare Mackintosh A few little lies never hurt anyone. Right? Wrong. Paul has a plan. He has a vision of a better future, and he's going to make it happen. If it means hiding or exaggerating a few things here and there, no harm done. But when he charms his way on to a family holiday... And finds himself trapped among tensions and emotions he doesn't understand... By the time he starts to realise that however painful the truth is, it's the lies that cause the real damage... Well, by then, it might just be too late.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • So eine kleine Lüge, die tut doch nicht weh...

    Lie With Me: the psychological thriller everyone's talking about
    Queenelyza

    Queenelyza

    10. January 2017 um 21:50

    Paul ist ein Schwindler und ein Blender und kommt damit eigentlich ganz gut durchs Leben. Was macht es schon, dass er mit knappen vierzig Jahren erst einen einzigen Roman verfasst hat? Wann immer er gefragt wird, wann weiteres Material von ihm erscheint, erzählt er von wichtigen Projekten und Treffen mit Agenten und Verlegern. Solange, bis alle ganz beeindruckt sind und niemand mehr weitere Fragen stellt. Und dass er in der Wohnung, die er bewohnt, nur der Haussitter eines schwulen Pärchens ist, das bindet er natürlich den jungen, hübschen Frauen, die er mit seiner Autorenmasche und seinen einigermaßen patentem Aussehen abschleppt, auch nicht auf die Nase. So kommt er ganz gut über die Runden – bis das Pärchen die Wohnung dann doch für sich beansprucht. Da trifft es sich ganz gut, dass Paul seinen alten Schulfreund Andrew trifft, der ihn wieder in die frühere Clique mitnimmt. Ein Urlaub in Griechenland ist geplant, und Paul zieht alle Register, um dabei sein zu dürfen. Dort allerdings werden ihm seine Lügen allmählich zum Verhängnis… Ach, eine kleine Lüge, die wird doch nicht so schlimm sein. Das kennen wir doch alle, oder? Tut doch keinem weh. Da wird mal kurz der S-Bahn eine Störung untergejubelt, nur weil man sich mit der Freundin verquatscht hat – oder ein paar Schuhe teurer gemacht, damit die anderen beeindruckt sind. In Pauls Geschichte allerdings sind derartige Lügen oder Flunkereien der Auslöser für eine unvorstellbare Wendung. Der flunkernde Paul war mir zunächst relativ suspekt und unsympathisch. Das Blatt wandte sich jedoch, als er mit der Freundesclique in Griechenland angekommen war. Auch die anderen sind nicht gerade Sympathieträger, selbst Alice nicht, mit der Paul ein Techtelmechtel begonnen hat. Allzu gerne lassen ihn die anderen spüren, dass er nicht dazu gehört zu ihrem erlauchten Kreis, dass sie ihn durchschauen, dass sie sich ihm überlegen fühlen. Nicht schön, vor allem dann nicht, wenn man so verzweifelt dazu gehören will wie Paul. Da tut er einem dann fast schon leid, wenn besonders Andrew ihn immer wieder auflaufen lässt. Nicht ohne Grund, doch den erfährt der Leser ebenso wie Paul relativ spät. Irgendwann mal ging mir jeder mit seinen Befindlichkeiten und den ganzen Luxusproblemen auf den Wecker. Zusätzlich lullte mich die doch sehr ausführliche Urlaubsbeschreibung mit immer wiederkehrenden Mahlzeiten, Sonnenbädern und diversen Drinks allmählich so sehr ein, dass ich das Buch in der Mitte sogar ziemlich langweilig fand. Passiert ist jedenfalls ungefähr zweihundert Seiten lang nicht gerade viel. Aber hier zeigt sich – sofern man es bis zum Ende geschafft hat -  dann auch eine interessante Doppelbödigkeit dieses Romans. Denn diese fast paralysierende Atmosphäre gleicht Pauls Leben und seiner Situation. Auch er denkt, es würde immer so weitergehen, so leicht und unbeschwert, während sich doch schon dunkle Wolken über seinem Kopf zusammenbrauen. Der Leser wird genau so in Sicherheit gewogen wie sich Paul sicher fühlt hinter seinen Lügengespinsten, und das finde ich eigentlich ganz clever gemacht. Auch wenn ich mir sicher bin, dass der eine oder andere Leser vielleicht nicht so tapfer wie ich durchhalten wird auf der Suche nach dem versprochenen Twist am Ende. Der kam dann auch, und er war für mich durchaus überraschend und keineswegs abzusehen. So ein perfides Ende ist mir noch selten untergekommen, es ist gelungen ausgedacht, und so manches nicht zusortierbare Puzzleteilchen der Geschichte rutschte nun an die passende Stelle. Das schafft auch nicht jeder Autor… Da ich mich aber trotzdem über einige Stellen im Mittelteil gepflegt hinweg gelangweilt habe und der Spannungsbogen sich erst nach etwas mehr als zweihundert Seiten wirklich spannte, kann ich leider trotz des gelungenen Schlusses nur eine durchschnittliche Beurteilung vergeben. Dafür habe ich mal wieder eindrucksvoll bestätigt bekommen, dass sich Lügen nicht wirklich lohnt!

    Mehr