Sabine Ebert Der Fluch der Hebamme

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Inhaltsangabe zu „Der Fluch der Hebamme“ von Sabine Ebert

Freiberg 1189: Fast fünf Jahre sind seit Christians Tod vergangen. Marthe und Lukas leiden immer noch unter dem Verlust des Geliebten und Freundes und müssen ihre Gefühle füreinander neu bestimmen. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die ihr Leben überschattet, denn es naht der Tag, an dem der grausame Albrecht, der älteste Sohn des Markgrafen Otto, die Regentschaft über die Mark Meißen übernehmen wird. Marthe und Lukas können nicht fliehen: Sie müssen Christians Vermächtnis erfüllen – und sich um die mittlerweile fast erwachsenen Kinder kümmern. Die sechzehnjährige Clara soll heiraten, obwohl sie heimlich in den jüngeren Sohn des Markgrafen verliebt ist, und Thomas träumt davon, sich Kaiser Barbarossas Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen …

Wunderbar bunte Bilder mit lebendiger Geschichte. Geschrieben, als würde man selbst dabei sein. Macht Lust auf Mittelalter!

— Annemie
Annemie

Gelungene Forstsetzung der Reihe rund um die Hebamme Marthe. Kann aber meiner Meinung nach nicht ganz mit den Vorgängern mithalten

— Waldi236
Waldi236

Einfach eine schöne Saga. :-)

— Svea_J_Held
Svea_J_Held

Die Fortsetzung der Hebammen-Saga war leider sehr zäh

— mixtapemaedchen
mixtapemaedchen

Super Buchserie! Nur leider diesmal sehr langatmig. Bin trotzdem auf den 5ten Band gespannt.

— kathy125
kathy125

Immer noch spannend - wenn auch mit gelegentlichen Längen. Das Fehlen meines Lieblingscharakters trübt mir jedoch etwas die Freude.

— Charlotte85
Charlotte85

Ein Treffen mit alten Bekannten – mit den Kreuzzügen Barbarossas und neuen Unruhen in der Mark Meißen im Mittelpunkt.

— Tialda
Tialda

Gut geschrieben, aber der ganze Teil um den Kreuzzug hat mich nicht wirklich interessiert, daher fand ich es teilweise zu langatmig.

— Kirschbluetensommer
Kirschbluetensommer

ich habe den ersten Teil in Krankenhaus geschenkt bekommen und mußte mir dann gleich noch restlichen 4 Bücher holen. Traumhafte Bücher wo man sich in einer anderen Welt hinneinversetzen kann. Sie sind sehr gut und flüssig geschrieben. Ganz ganz toll ;-))

— laleluxya
laleluxya

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Rundherum gelungen würde ich zusammenfassend sagen, ich bin schon extrem neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

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  • eBook Kommentar zu Der Fluch der Hebamme von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    lKarin

    lKarin

    09. January 2016 um 17:19 via eBook 'Der Fluch der Hebamme'

    Ich bin bisher von allen vier gelesenen Bänden begeistert. Äußerst interessant, detailgetreu, kurzweilig und wunderbar angenehm zu lesen. Diese Bände sind ein wahres Lesevergnügen. Ich freue mich schon auf den fünften Band, den ich jetzt sofort bei Kindl kaufe.

  • Rezension || "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    Nelly87

    Nelly87

    05. March 2015 um 11:20

    Erster Satz Reglos und mit halb geschlossenen Augen beobachtete Lukas, wie sich seine Frau aus dem Bett stahl, obwohl der Tag kaum angebrochen war. Inhalt Bereits fünf Jahre sind vergangen, seit Christian im Auftrag von Albrecht von Meißen getötet wurde. Lukas und Marthe leben immer noch in Freiberg, als Albrecht nicht mehr darauf warten will, dass sein Vater, der Markgraf, von selbst das Zeitliche segnet, damit er sein Erbe antreten kann. Auf einem abgelegenen Landgut setzt er seinen Vater in Gefangenschaft und kehrt selbst als Markgraf der Mark Meißen zurück nach Freiberg. Marthe, Lukas, ihre zwischenzeitlich fast erwachsenen Kinder und sämtliche Stadtbewohner, die mir Christian vor Jahren in den Osten kamen, wissen, welche schwerwiegende Folgen dieser Machtwechsel mit sich bringen kann. Um Markgraf Otto und dessen Frau Hedwig zur Hilfe zu eilen, bricht Thomas, Christians ältester Sohn, gemeinsam mit seinem Freund Roland auf, um den Kaiser über diesen Vorfall in Kenntnis zu setzen. Doch der hat sich bereits auf den Weg ins Heilige Land gemacht, um dort Jerusalem zu befreien. Als Thomas und Roland ihn tatsächlich noch erreichen, schließen sich beide dem Kreuzzug an, da sie zuvor aus Albrechts Verließ entflohen sind und nirgends mehr sicher sein können. Doch obwohl Albrecht vom Kaiser eindeutig befohlen bekommt, seinen Vater frei zu setzen und diesem die Markgrafschaft wieder zu überlassen, ist allen klar: Otto, zwischenzeitlich bereits an die 70, lebt nicht ewig und dann kehrt Albrecht zurück. Lukas, Marthe und ihre Freunde müssen sich auf dunkle Zeiten einstellen. Meine Meinung "Der Fluch der Hebamme" ist der vierte Teil der fünfteiligen Hebammen-Reihe von Sabine Ebert. Aber bevor ich mich auf den Inhalt stürze, ein, zwei Worte zur Covergestaltung. Nach Band 3 wurde das Cover verändert. Ob man nun das alte oder das neue Motiv schöner findet, ist eine reine Geschmackssache, aber nun habe ich mal wieder eine Reihe im Regal stehen, die zwei unterschiedliche Cover aufweist. Allerdings finde ich es vorbildlich vom Knaur Verlag, dass er wenigstens auch die ersten Teile im neuen Design rausgebracht hat. So besteht immerhin die theoretische Chance, ein einheitliches Bild im Regal zu erzeugen. Aber es kommt ja vor allem auf den Inhalt an. Wer "Der Fluch der Hebamme" in der Hand hält, hat höchstwahrscheinlich auch die drei Vorgängerbücher gelesen. Für mich war es wie ein Wiedersehen mit alten, mir bereits seit Jahren bekannten Freunden. Der Einstieg in die vorherigen Bücher fiel mit aber um einiges leichter, als dieses Mal. Marthe ist nun seit fast 5 Jahren mit Lukas verheiratet und das fand ich für mich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig. Allerdings konnte ich mich nach einigen Seiten wieder in die Geschichte und seine eigene Atmosphäre einfinden.  Den Schreibstil von Sabine Ebert kannte ich ja bereits, doch beim vierten Teil der Reihe hatte ich das Gefühl, dass sich dieser ein wenig verändert hat. Das mag vor allem an der ausführlichen Darstellung der Kreuzzüge liegen und der damit verbundenen Dateilausführungen. Bisher fand ich die Mischung zwischen Handlung und solche Stellen, die die Umwelt beschreiben, sehr gut ausgewogen. Und genau da liegt jetzt der Hund begraben. An manchen Stellen hatte ich nicht das Gefühl, einen historischen Roman zu lesen, sondern eher ein Sachbuch. In den abschließenden Bemerkungen der Autorin zum Buch wird ihre Begeisterung für die Kreuzzüge ganz deutlich und eine Verflechtung von Kreuzzügen und Entwicklung der Stadt Freiberg hätte ich auch toll gefunden, aber diese ausführliche Darstellung war "too much". In den drei vorherigen Büchern ging es primär immer um Marthe und ihr Schicksal und dabei brachte Frau Ebert dem Leser auch gleichzeitig die Entstehung und Entwicklung von Freiberg nahe. Mit "Der Fluch der Hebamme" hat sie aber einen Bruch in diese Tradition gebracht und meiner Meinung nach merkt man das auch am Schreibstil, den ich stellenweise sehr kühl und distanziert fand.  Und die Protagonistin Marthe, welche der Leser ja schon seit mehreren Bücher begleitet, spielt dieses Mal kaum noch eine Rolle. Auch dahingehend gibt es einen Bruch zu den Vorgängern. Nur wenige Stellen beschäftigen sich noch mit den "alten Charakteren". Dafür tritt Thomas, der älteste Sohn von Marthe und Christian mehr in den Vordergrund, ohne ihm aber eine richtige Geschichte zu geben. Er schließt sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an, es wird beschrieben, welche Hindernisse die Kreuzzügler bestehen müssen und wo sie sich wann befanden. Aber abgesehen davon hat Thomas keine eigene Handlung bekommen. Dafür bekamen die bekannten Charaktere, soweit sie noch eine Rolle spielen, eigentlich eine Handlung, die der Leser so oder ähnlich bereits aus einem der vorherigen Büchern kennt. Lukas kommt mal wieder gerade so mit dem Leben davon und versteckt sich bei seinem Kumpel Raimund, Albrecht spielt immer noch den ungezogenen kleinen Markgrafensohn, dem die Macht zu Kopfe steigt, aber den Hammer bringt tatsächlich die namengebende Hebamme: die schafft es mal wieder, unentdeckt aus einem Verließ zu verschwinden. Leser der Reihe werden jetzt aufschreien: DAS kennen wir doch! Durch die veränderte Charaktergewichtung bekommt die Geschichte eine ganz andere Atmosphäre, was ich wirklich schade fand. Da Sabine Ebert Thomas gemeinsam mit dem Kaiser ins Heilige Land geschickt hat und diesem Teil des Buches ein großer Teil zukommt, verliert sich auch das Anliegen der Autorin, eben die Geschichte von Freiberg aufzuzeichnen. Die Handlungsstränge überschneiden sich nur anfangs und dann bekommt der Leser zwei ganz unterschiedliche Geschichten geliefert. Mir kam es dabei allerdings so vor, dass Frau Ebert aber nicht beiden Geschichten gerecht werden konnte und damit fesselte mich keiner der beiden Handlungsstränge.  Der Verlauf beider Geschichten kommt erst schleppend in Gang, nimmt dann etwas Fahrt auf und wird dann wieder mit voller Bremse zum Stillstand gebracht. Ein richtiger Spannungsbogen baut sich nicht auf und als dann auf den letzten 100 Seiten nur noch eine Aneinanderreihung von Königen, die sich gegenseitig bekriegen und Gebieten, die es zu erobern gilt, stattfindet, habe ich die Seiten stellenweise nur noch überblättert und das macht ich eigentlich nie!! Am Ende überschlägt sich auf Kreuzfahrerseite noch mal kurz das Geschehen, bevor dann das Buch ohne Cliffhanger endet.  Bewertung Alles in allem hatte ich den Eindruck, dass Sabine Ebert, als sie mit der Reihe begann, eigentlich nur die Geschichte um die Entstehung von Christiansdorf und dessen Entwicklung erzählen wollte. Doch dann ist sie über die Kreuzzüge gestolpert und wollte nun daraus auch etwas machen. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, aber mir persönlich hat nicht gefallen, dass sie dafür die Hebammen-Saga verwendet hat. Ein seperates Buch hätte ich besser gefunden, da dadurch die Story ihren Charme verliert und alles etwas unfertig rüberkam. Trotzdem wurde auch beim vierten Teil wieder einwandfreie Recherche betrieben und auch dieses Mal wieder viel Wert darauf gelegt, dass der Geschichte eine wahre Geschichte zu Grunde liegt. Dies verdient definitv einen extra Punkt. Ich bin jetzt auf jeden Fall gespannt, wie Sabine Ebert die Reihe abschließt.

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  • Marthes Kampf geht weiter

    Der Fluch der Hebamme
    Engelchen07

    Engelchen07

    23. March 2014 um 13:55

    Marthe und Lukas sind seit 5 Jahren verheiratet. Marthe trauert immer noch um ihren Christian. Neue Herausforderungen kommen auf sie zu. Christians Tochter Clara soll verheiratet werden. Wie kann Lukas es zulassen, dass die Tochter seines besten Freundes mit dessen Feind verheiratet werden soll? Christians ältester Sohn Thomas zieht unter dessen in den Krieg, möchte unbedingt für Kaiser Barbarossa den Kreuzzug ins Heilige Land miterleben. Er kann aber trotzdem nicht aufhören daran zu denken, dass er einmal den Mörder seines Vater rächen möchte… Mit vielen Kriegsszenen wird das Buch wieder zur absoluten Suchtgefahr.

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  • Streckenweise etwas langatmig, aber noch sehr gut

    Der Fluch der Hebamme
    Tialda

    Tialda

    07. March 2014 um 09:36

    Rezension: Obwohl Sabine Eberts Hebammen-Saga anfangs nur als Trilogie geplant war, erschien wenige Zeit nach dem eigentlichen Ende der vierte Band “Der Fluch der Hebamme”, da die Autorin noch so viel von Protagonistin Marte und dem aufstrebende Städtchen Freiberg zu erzählen hatte. Schade nur, dass mit diesem Band auch das Design der Reihe geändert wurde – wer die Erstausgaben der ursprünglichen Trilogie besitzt und Wert auf ein einheitliches Bild legt hat Pech gehabt (oder muss sich die ersten drei Bücher noch einmal kaufen)… Sabine Ebert spinnt die Geschichte um Freiberg und seine Charaktere weiter, und das natürlich nicht, ohne das Ganze mit vielen historischen Details zu verweben. Durch die Flut an Informationen, gepaart mit mehreren Handlungssträngen, sollte man seine Gedanken aber auf jeden Fall auf die Geschichte fixieren, um den Faden nicht zu verlieren. Nur weil Christian nun schon mehrere Jahre tot ist, bedeutet das nicht, dass Marthe und ihre Familie endlich zur Ruhe kommen können. Markgraf Ottos ältester Sohn, Albrecht, versucht die Dinge zu beschleunigen, um endlich zu seinem Recht als Herrscher zu kommen – und dies zieht auch Lukas, Marthe und zwei ihrer Kinder – Clara und Thomas – in Mitleidenschaft. So soll Clara gegen ihren Willen verheiratet werden und Thomas sieht sich mehr oder weniger gezwungen, sich einem Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen. Während er weg ist, spitzt sich die Lage zu und das Leben der restlichen Familie ist in ernster Gefahr. Im Mittelpunkt stehen in dieser Geschichte auf jeden Fall die Kreuzzüge unter Kaiser Barbarossa. Man merkt, dass sich die Autorin mit dem Thema ganz genau auseinandergesetzt hat, um den Leser das Geschehen glaubhaft vor Augen führen zu können – und so haben mich vor allem die Szenen der Belagerung, und der damit verbundenen Hungersnot inklusive Krankheiten, tief erschüttert. Fest steht: Wenn man “Der Fluch der Hebamme” lesen möchte, sollte man Ausdauer mitbringen, denn für rund 700 Seiten in anspruchsvollem Schreibstil braucht man Zeit und streckenweise auch Geduld – es kann ja nicht immer etwas superspannendes passieren. Allerdings erwartet den Leser ein umfassend recherchiertes Werk, welches sich vor allem für Fans der Reihe auf jeden Fall lohnt. Am Ende des Buches gibt es übrigens noch einen Anhang, in dem die Autorin erläutert, was geschichtlich wirklich stattgefunden hat und was nicht. Außerdem findet der Leser eine Zeittafel mit den wichtigsten Ereignissen, ein Glossar und einen ‘Bonus’ der von der Umgestaltung der Cover handelt. Fazit: Ein Treffen mit alten Bekannten – mit den Kreuzzügen Barbarossas und neuen Unruhen in der Mark Meißen im Mittelpunkt. Streckenweise etwas langatmig, aber im Großen und Ganzen doch fesselnd.

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  • Aberglaube, Kreuzzug, ...

    Der Fluch der Hebamme
    Zandy

    Zandy

    19. December 2013 um 16:34

    Fünf Jahre sind seit Christians Tod vergangen, doch sein Geist schwebt immernoch über allem. Albrechts Tag nähert sich unaufhaltsam. Clara soll heiraten und Thomas bricht zum Kreuzzug auf. Wer soll denn da durchblicken? Ganz einfach, der, der das Buch liest. Alles ist klar geschrieben, trotz der vielen Ortswechsel kommt keine Verwirrung auf, man weiß immer wo man sich gerade befindet. Auch Teil 4 der Hebammen-Reihe lässt die Herzen höher schlagen.

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  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    Bellexr

    Bellexr

    20. February 2013 um 19:02

    Fesselnde und unterhaltsame Geschichtsstunde . Freiberg im Jahr 1189: Der älteste Sohn von Markgraf Otto fordert die Regentschaft von seinem Vater und mit einem cleveren Streich gelingt Albrecht dies auch. Fortan sind Marthe, Lukas und deren Kinder in größter Gefahr. Marthes ältester Sohn Thomas gelingt zusammen mit Ritter Roland die Flucht und sie schlagen sich bis zum Kreuzfahrerheer durch, um dort Kaiser Friedrich persönlich die Schreckensmeldung zu überbringen. Da ihnen in der Mark Meißen der Tod droht, schließen sie sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an. Währenddessen versuchen Marthe, Lukas und deren Freunde alles, um Markgraf Otto zu unterstützen und ziehen hierbei nur noch mehr den Hass von Albrecht auf sich. . Während mir der 3. Band der Hebammen-Reihe nicht so gut gefallen hat, war ich von „Der Fluch der Hebamme“ wieder rundherum begeistert. Ein großes Plus ist natürlich der fesselnde und lebendige Schreibstil von Sabine Ebert. Fast sofort befindet man sich wieder mitten im Geschehen, freut sich über das „Wiedersehen“ liebgewordener Charaktere und auch die Geschichte an sich lässt einen kaum Zeit, mal Luft zu holen, so temporeich erzählt die Autorin den 4. Band der Hebammen-Saga. . Gebannt verfolgt man das Leben von Marthe und Lukas in Freiberg und Meißen, aber Sabine Ebert wechselt oft die Perspektiven und so erlebt man die Geschichte zudem aus Sicht von Marthes Tochter Clara, ist bei den Geschehnissen rund um Markgraf Otto hautnah dabei und begleitet Thomas und Roland beim Kreuzzug ins Heilige Land. Wobei die Autorin recht gleichmäßig zwischen den Ereignissen in der Mark Meißen und der beschwerlichen Reise nach Jerusalem wechselt. . Bestechend auffällig ist hierbei auch wieder die fundierte Recherche von Sabine Ebert, welche praktisch auf jeder Seite durchblitzt und so erhält man ganz nebenbei auch noch einige sehr interessante Geschichtsstunden. Immer unterhaltsam und oft auch sehr spannend vermittelt die Autorin einem das Leben im ausgehenden 12. Jahrhundert, historische Figuren erhalten ein Gesicht und Konturen, bekannte Charaktere aus vorherigen Bänden entwickeln sich dem Verlauf der Geschichte entsprechend weiter. . Und auch ihre Schilderungen des Lebens der damaligen Zeit wirken jederzeit sehr authentisch und sind somit auch stellenweise recht brutal dargestellt, da ein Menschleben damals nicht sehr viel galt, Recht und Gesetz gerade von dem grausamen Albrecht großzügig ausgelegt werden und sich die Kreuzzüge bekanntlich sehr erbarmungsreich gestalteten. Hier schönt Sabine Ebert nicht und gerade hierdurch erhält man eine recht konkrete Vorstellung des damaligen Lebens und durch ihre bildhafte Sprache hat man die Geschehnisse immer mühelos vor Augen. . Fazit: Hier stimmt einfach alles: hervorragend beschriebene und authentisch agierende Charaktere und eine fesselnde, sehr unterhaltsam erzählte und zudem hervorragend recherchierten Geschichte, die von Anfang bis Ende absolut überzeugt.

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  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    HISTORY13

    HISTORY13

    08. February 2013 um 18:42

    Der 4. Teil war nicht so toll. Zwar fand ich die Geschichte um Mathe und Lukas spannend, aber die Abschnitte des Kreuzzuges haben mir nicht so gefallen und waren zu ausführlich erzählt.

  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme: Roman: Hebammen Saga 4 (Knaur TB)" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2012 um 20:13

    Auch der 4. Band der Hebammen-Reihe hat mir gut gefallen. Meine Rezension könnt ihr hier lesen: http://sunsys-blog.blogspot.de/2012/11/kurzrezi-der-fluch-der-hebamme-s-ebert.html

  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    BookFan_3000

    BookFan_3000

    04. October 2012 um 09:42

    Kurzbeschreibung: Freiberg 1189: Fast fünf Jahre sind seit Christians Tod vergangen. Marthe und Lukas leiden immer noch unter dem Verlust des Geliebten und Freundes und müssen ihre Gefühle füreinander neu bestimmen. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die ihr Leben überschattet, denn es naht der Tag, an dem der grausame Albrecht, der älteste Sohn des Markgrafen Otto, die Regentschaft über die Mark Meißen übernehmen wird. Marthe und Lukas können nicht fliehen: Sie müssen Christians Vermächtnis erfüllen – und sich um die mittlerweile fast erwachsenen Kinder kümmern. Die sechzehnjährige Clara soll heiraten, obwohl sie heimlich in den jüngeren Sohn des Markgrafen verliebt ist, und Thomas träumt davon, sich Kaiser Barbarossas Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen … Meine Meinung: Schöne Fortsetzung der ersten drei Bände, auch wenn jetzt merklich weniger Marthe und dafür die nächste Generation im Vordergrund stehen.

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  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    Leseglueck

    Leseglueck

    28. April 2012 um 08:14

    Inhalt: Freiberg 1189: Christian ist nun seit 5 Jahren tot. Marthe ist zwar mit Lukas verheiratet trauert aber immer noch Christian nach. Aber auch Lukas hat den Tot seines besten Freundes noch nicht überwunden. Christians ältester Sohn Thomas steht kurz vor der Schwertleite und Clara, die älteste Tochter, muss endlich vermählt werden. Zu groß ist die Angst was Albrecht mit ihr machen wird wenn er einst über die Mark Meißen herrschen wird. Noch herrscht der alte Otto über die Mark Meißen. Doch schon bald versucht sein ältester Sohn Albrecht alles an sich zu reißen. Thomas der als Knappe auf Ottos Burg dient flieht zusammen mit seinem besten Freund Roland und schließt sich dem Kreuzzug von Friedrich I. an. Friedrichs Heer zieht richtung Jerusalem um es zurückzuerobern und Friedrich zu dessen König zu krönen. Auch Dietrich, Ottos jüngerer Sohn ist unter den Wallfahrern. Er ist verscheinlich der einzigste der Albrecht etwas entgegenzusetzen hat. Doch so eine Wallfahrt kann man nicht abbrechen und so bleibt es spannend bis zum Schluss. Meinung: Auch der vierte Teil der Hebammen-Reihe ist spannend bis zum Schluss. Obwohl ich finde das die Geschichte um den Kreuzzug etwas zu langatmig ist fand ich das Buch wirklich super. Das Ende hätte ich so nicht erwartet. Zum Schluss ist alles offen und ich würde am liebsten gleich den fünften Band lesen um zu erfahren wie alles ausgeht. Zwar erzählt Sabine Ebert immer wieder etwas über die Vergangenheit, was eine kleine Hilfe ist, aber ich denke man sollte die Hebammen-Reihe trotzdem in der richtigen Reihenfolge lesen. Ich finde Sabine Ebert's Art zu Schreiben wirklich gut. Den fünften und auch letzten Band werde ich aufjedenfall lesen.

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  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    claudia_hinspeter

    claudia_hinspeter

    03. December 2011 um 15:13

    Ein neues Abenteuer für Marthe und ihre Familie.
    Seit Albrecht von Wettin Markgraf von Meißen ist, ist das Leben sehr gefährlich und trostlos in der Mark Meißen geworden. Lukas und Marthe bangen um ihr Leben. Marthes Sohn Thomas und dessen Freund Roland müssen fliehen und schließen sich dem Wallfahrerheer an...
    Der vierte Teil der Hebammen-Serie ist sehr spannend, oft auch traurig.

  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    Natalie77

    Natalie77

    17. October 2011 um 14:19

    Inhalt: 5 Jahre ist es her seitdem Marthes Mann Christian gestorben ist und noch immer ist sie nicht über seinen Tod hinweg. Auch wenn sie Lukas geheiratet hat trauert sie immer noch um Christian, das belastet auch Lukas sehr, vor allem weil auch er immer noch den Tod von Christian rächen möchte. Der Markgraf Otto wird immer älter und es ist nicht zu übersehen das der Tag seines Ablebens langsam näher kommt, dann wird Albrecht die Regentschaft über die Mark Meißen übernehmen, aber das möchte Markgraf Otto nicht mehr seitdem er das wahre Gesicht von Albrecht gesehen hat... Meine Meinung: Der Fluch der Hebamme ist der vierte von fünf Bänden aus der Reihe und gerade bei dem wird im Nachwort auch von Sabine Ebert erklärt warum dieses Buch genauso endet und auch warum 5 Bände. Ich glaube ich verrate nicht zu viel wenn ich frei zitiere: Die Geschichte um Marthe sollte eigentlich in einem Band statt finden, aber da die historischen Begebenheiten so umfangreich waren wurden nun 5 Bände draus, die diese 30 Jahre erzählen. Ich kannte die ersten drei Bände bereits und auch dieser stand hier nun schon eine Weile. So war eine erhebliche Zeit zwischen Band 3 und 4 aber das störte gar nicht. Schnell war ich wieder mittendrin im Geschehen und fand mich zurecht mit all den Namen und Personen, hier und da hat Sabine Ebert nochmal ein wenig an das was in der Vergangenheit geschehen ist erinnert, was eine kleine Hilfe ist wenn man noch nicht so ganz drin ist in der Geschichte. Der Fluch der Hebamme hat zwei Erzählstränge, einen zu Hause und einen im fremden Land, aber die Übergänge sind ohne Probleme zu lesen. Es gibt Schlachten, die aber für mich Gott sei dank nicht so übermässig beschrieben sind, das mag ich an vielen historischen Romanen nämlich nicht so. Ich finde viel interessanter wie die Frauen im Hintergrund Fäden gezogen haben und auch wie sich die Familien entwickeln. Ein wenig Ränke schmiederei ist natürlich auch dabei. Also alles was ein historischer Frauenroman braucht!!! Lesen sollte man unbedingt in der chronologischen Reihenfolge, denn sonst fehlt einem zu viel Basiswissen. Da ich hier noch keinen der Bände von Sabine Ebert rezensiert habe möchte ich auch kurz auf die Figuren und den Schreibstil eingehen. Der Schreibstil macht es mir als Leser leicht mich auch in der vergangenen Zeit mit so viel Fremden zurecht zu finden, ohne Absätze wiederholen zu müssen. Es ist so als ob ich dabei wäre und es sind auch keine störenden Fremdwörter zu finden. Ich konnte gut in die Vergangenheit eintauchen und sah auch alles in meinem Kopf bildlich vor mir. Ich mag die Art Sabine Eberts Art zu schreiben sehr. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und sie gehören für mich wenn ich den Roman lese schon fast zur Familie. Ich bin stiller Beobachter, leide mit, bin wütend und sauer, oder freue mich mit. So bin ich nun sehr gespannt auf den 5. Band den ich heute noch anfangen werde: Der Traum der Hebamme, aber auch etwas wehmütig, da ich weiß das danach Ende ist.

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  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. August 2011 um 19:18

    Nachdem fälschlicherweise Blut und Silber als der Nachfolger der Hebammen-Reihe angekündigt worden ist , liegt nun die richtige" Fortsetzung vor. Nahtlos knüpft die Autorin an Stil und Story des bekannten dritten Bandes der Serie an. Das neue Layout der Bücher macht auch optisch einen guten Eindruck und passt sich in das gängige Muster der historischen Romane ein. Beim Lesen merkt man aber schnell das mit diesem Buch kein Durchschnittsbuch vorliegt. Mit liebenvollen Details lässt die Autorin den Leser an den Gefühlen, Gedanken, Sehnsüchten der handelnden Personen teilhaben ohne dabei einzelne Charaktere unangenehm hervorzuheben. Die Geschichte liest sich flüssig und schlüssig, wird nicht durch die typischen Gewaltszenen vieler mittelalterlichen Romane verdorben, auch wenn sie natürlich Bestandteil des Lebens jener Zeit sind und somit erwähnt gehören. Der Wechsel der verschiedenen Schauplätze von denen das Buch erzählt gestaltet sich langsam und macht es dem Leser leicht sich schnell wieder in neue Situationen hineinzuversetzen. Dadurch entsteht eine vielschichtige und weit ausholende Geschichte mit vielen Facetten die das Leben im Mittelalter bestens wieder spiegeln kann. Der oft bei mittelalterlichen Romanen entstehende Langeweile-Effekt" durch ausufernde Beschreibungen lässt sich hier vergeblich suchen. Das die Autorin langsam einen neuen Schauplatz einführt lässt sich als Hinweis auf eine weitere Fortsetzung mit weit reichenden Schauplätzen deuten. Diese Sache ist der Autorin auch sehr gelungen da es schlüssig mit in die eigentliche Geschichte einfließt und beim Leser das Gefühl erweckt das es so sein muss . Ein Personenverzeichnis, welches bei der Fülle der Personen mittlerweile auch dringend nötig ist, und eine Karte lassen den Leser während der Reise durch die Geschichte der Hebamme Marthe und ihrer Familie nicht im Regen stehen. Fazit: Eine mehr als gelungene Fortsetzung auf die lange gewartet worden ist und die durch die Taschenbuch -Ausgabe im Preis-Leistung Verhältnis unschlagbar ist.

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  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    25. May 2011 um 22:04

    hat mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn zwischendurch mal eine länge drin war, und ich dachte hört der abschnitt denn gar nicht mehr auf. aber dann war alles wieder ok. ein interessanter und gut recherchierter historischer roman, dann ich gerne weiterempfehle. einziges manko bei solchen fortsetzungsromanen ist die lange wartezeit auf den nächsten band, so dass man dann erst eine ganze weile braucht um wieder reinzukommen und den anschluss zu finden.

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  • Rezension zu "Der Fluch der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Fluch der Hebamme
    Shiku

    Shiku

    16. March 2011 um 14:13

    Fünf Jahre sind vergangen, seit Christian sein Leben gab, um die Bewohner Freibergs zu schützen. Nun sind Lukas und Marthe miteinander vermählt, Christians ältester Sohn Thomas steht kurz vor seiner Schwertleite und die älteste Tochter Clara muss endlich verheiratet werden. Die typischen Elternsorgen zu der Zeit, dich leider nicht die einzigen für Marthe und Lukas. Thomas möchte sich dem Kreuzzug von Friedrich I. - uns heute auch als Barbarossa bekannt - anschließen, der örtliche Pater lauert nach wie vor darauf, Marthe der Hexerei zu bezichtigen und auch Otto, der Markgraf von Meißen, wird langsam alt. Sollte er sterben, erbt sein Sohn Albrecht das Amt und dieser ist gar nicht gut auf Marthe und ihre Freunde zu sprechen. Dass ihnen nichts Gutes schwant, sollte er Markgraf werden, wissen die Leute, durften sie seine Grausamkeit doch bereits erleben. Er war es auch, der den Tod Christians forderte. Dementsprechend sorgenvoll sind die Zeiten, die nun folgen - Albrecht trachtet mit aller Macht nach Meißen und Lukas und Marthe haben alle Hände voll zu tun, was sie können, um immer über alles informiert zu bleiben - und auch ihre Familie zu schützen. Derweil zieht Friedrichs Heer langsam Richtung Jerusalem, im es zurückzuerobern und Friedrich zu dessen König zu krönen. Unter den Wallfahrern ist auch Dietrich, Ottos jüngerer Sohn, der wohl der Einzige ist, der seinem Bruder etwas entgegensetzen könnte. Doch eine Wallfahrt bricht man nicht ab, und so bleibt die Frage, ob er wohl noch rechtzeitig zurückkommt. Wenn überhaupt. Auf meine Nachfrage hin hieß es, das Buch sei auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände gut verständlich und nachvollziehbar, und das zumindest kann ich bestätigen. An gegebener Stelle wird immer wieder kurz wiederholt, was damals geschehen ist, so dass jeder immer auf dem neuesten Stand ist. Bisweilen kann das für Leser, die von Anfang an mitgelesen haben, etwas ermüdend sein, doch gerade was die ersten Bände betrifft, dürften solche Erinnerungen von Vorteil sein. Sollte also jemand zwischendurch einsteigen wollen, weil ein bestimmter, behandelter Zeitraum interessiert, andere dafür weniger, steht dem nicht wirklich etwas im Wege. In diesem Buch geht es beispielsweise relativ ausführlich um den dritten Kreuzzug - wenn auch nicht nur - und kann, was das anbelangt, für sich gelesen werden. Allerdings bringt so ein plötzlicher Einstieg auch seine Probleme mit sich, angefangen bei den Charakteren. Mit der fortschreitenden Serie kommen logischerweise auch neue Charaktere hinzu, die anderen wandeln sich. In "Der Fluch der Hebamme" gibt es schon jede Menge Charaktere und vor allem die kleinen Randfiguren, die trotz allem nicht unwichtig sind, sind schwer auseinanderzuhalten. Wer sie aus früheren Bänden kennt, wird da sicherlich anders denken, ich aber hatte arge Probleme, die ganzen Schmiede und was weiß ich auseinanderzuhalten oder mir nur die Namen zu merken - meine Rettung bestand einzig und allein darin, dass oftmals dazu gesagt wurde, wer wer ist. (Notfalls gibt es aber auch ein Personenverzeichnis am Anfang des Buches.) Viel schwieriger waren da die ganzen Kinder - außer den drei ältesten gingen diese fast vollkommen unter und wenn die Rede vom "Jüngsten" ist, sagte mir das nie besonders viel. Aber auch abgesehen davon sind es einfach zu viele Figuren, um zu einzelnen eine richtige Bindung aufzubauen - zwar habe ich einzelne Geschehen durchaus interessiert verfolgt, aber die Einzelschicksale haben mich nie so berührt, wie sie es hätten tun können. Außerdem zeigt sich keine wirklich Tiefe, auch wenn ich hier wieder sagen muss: Mir fehlt der Vergleich zu den vorherigen Bänden. Ich bin recht sicher, dass es im großen Vergleich etwas anders aussieht; für diesen Einzelband kann ich jedoch nur sagen, dass die Charaktere als Individuen nicht ganz zu überzeugen wissen. Denn einige Sachen lassen sich auch mit dem Neueinstieg nicht entschuldigen, manchmal fehlen schlichtweg die Details. Um ein Beispiel zu nennen: In einigen Teilen, die aus Thomas' Sicht erzählt werden, wird ein gewisser Zweifel am Glaube erwähnt. Das kommt zwar immer mal wieder, allerdings nie so eindrücklich, wie es hätte sein sollen. Immerhin ist so etwas damals ein regelrechter Skandal, und ich für meinen Teil hätte mir gewünscht, dass es Thomas noch mehr zu schaffen macht beziehungsweise dass dies auch beim Leser rüberkommt. Viel stärker wichte ich allerdings den Inhalt, der sich sehr an der Geschichte orientiert, also weniger ins Detail geht, sondern zu einem großen Teil historische Ereignisse beleuchtet. Das ist in zweierlei Arten etwas problematisch: Zum einen geschieht nie etwas Schlag auf Schlag, wie es eben so ist. Um irgendwo hinzureiten, braucht man Zeit, auch Nachrichten verbreiten sich nicht allzu schnell, wenn sie einen längeren Weg zurücklegen müssen. Das lässt die Handlung etwas plätschern, und läge der Fokus mehr auf dem kleinen Geschehen mittendrin - das, was sich die Autorin ausgedacht hat -, wäre dieser Effekt womöglich nicht eingetreten. Denn zum anderen kennen wir die Geschichte ja. Und wenn nicht, dann ist es leicht, sich über die großen Ereignisse zu informieren. Ich hätte mich auch vorab belesen können, wie der dritte Kreuzzug ausgeht, wer die Mark übernimmt und so weiter - um genau zu sein, befindet sich im Anhang des Buches eine Zeitleiste, die auch das zukünftige Geschehen umreißt. Das lässt nur etwas mehr Spannung aufkommen, als wenn ich ein Geschichtsbuch lesen würde, wenngleich auch diese interessant sind. Ganz unschuldig ist aber die fehlende Bindung zu den Charakteren auch hier nicht - so ist es interessant und ging bei Weitem nicht spurlos an mir vorbei; aber hätten mir die Figuren näher am Herzen gelegen, wäre das Buch an sicherlich spannender gewesen. Inhaltlich ist es also interessant, aber auch nicht viel mehr; allerdings für einen Neuleser, wie gesagt. Das Ende war allerdings sehr enttäuschend, da es kein Ende ist, wie auch die Autorin anmerkte. Normalerweise hab ich nichts gegen Cliffhanger, aber in diesem Fall passt es einfach nicht. Das Ende ist in keiner Weise rund oder setzt an, wenn ein Themenkomplex wirklich abgeschlossen ist - beispielsweise die Rückkehr der Wallfahrer hätte für mich persönlich dazugehört; sie fehlt aber. Zum Glück kommt noch ein Band - denn ich will natürlich wissen, wie es richtig ausgeht (mit den Charakteren) und so ein Roman ist dann doch angenehmer zu lesen, als trockene Geschichtsbuch-Texte und ausführlicher als eine Zeitleiste. Dennoch, das Buch hat auch seine guten Seiten. Zum einen verfällt die Autorin in keinen Erotikwahn, wie es manchmal der Fall ist - aber das sollte Altlesern ja bekannt sein. Zum anderen ist das Buch wirklich sehr angenehm zu lesen. Außerdem schreckt Frau Ebert keinesfalls vor Toden zurück - das ist keine Überraschung, immerhin ist Christian gestorben, aber dennoch schön. Zwar nicht erfreulich fürs Leserherz, aber wesentlich realistischer als ein Gute-Laune-Bild, bei dem fast alle einen Krieg überleben und Leute, die auf zwei Seiten kämpfen, nie entdeckt werden und keine Konsequenzen erfahren müssen. Einiges davon ist gewissermaßen vorhersehbar und auch irgendwie logisch, damit an anderer Stelle eine gewisse Figurenkonstellation ihr Happy End bekommen kann, aber ich will auch nicht päpstlicher sein als der Papst. Auch sehr schön ist, dass die beschriebene Welt realistisch wirkt. Ich bin kein wirklicher Mittelalter-Experte und kann natürlich nicht sagen, ob alles genauso ist, wie es war. Aber es wirkt authentisch; die Umgebung, die Sprache ... und wenn es schlecht recherchiert wäre, wären wir auch sicherlich nicht mittlerweile beim vierten Band. Kleine Freiheiten hat die Autorin zwar im Nachwort zugegeben, aber diese betreffen eher ein Cover und auch diverse Aufenthaltsorte einiger Charaktere, bei denen die Quellen aber auch nichts Genaues sagen. Und mal ehrlich - ein bisschen künstlerische Freiheit sollte jedem gewährt sein. "Der Fluch der Hebamme" ist demnach ein sehr interessantes, wenn auch nur mäßig spannendes Werk. Eine richtige Bindung zu den Charakteren kann leider nicht entstehen, allerdings dürften Altleser das ganz anders empfinden. Sprachlich angenehm und historisch authentisch ist dieses Buch kein Muss für Neueinsteiger, wer die Reihe aber zuvor schon konnte, kann sicher unbesorgt zugreifen.

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