Sabine Ebert Der Traum der Hebamme

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Inhaltsangabe zu „Der Traum der Hebamme“ von Sabine Ebert

Desillusioniert kehrt Marthes Sohn Thomas im Herbst 1191 vom Kreuzzug zurück. Doch auch in der Heimat findet er keinen Frieden, denn dort herrscht der grausame Albrecht über die Mark Meißen. Als dieser seinen Bruder Dietrich, an dessen Seite Thomas im Heiligen Land gekämpft hat, angreift, bleibt beiden keine andere Wahl, als erneut zu den Waffen zu greifen. Die Lage scheint aussichtslos, deshalb muss Dietrich ein Zweckbündnis mit dem Landgrafen von Thüringen eingehen. Dafür fordert dieser die Verlobung Dietrichs mit seiner Tochter. Ein hoher Preis, denn Dietrich liebt seit langem heimlich Marthes Tochter Clara…

Wunderbar bunte Bilder mit lebendiger Geschichte. Dennoch nicht so locker erzählt wie die vorigen Bände.

— Annemie

Gelungenes Finale der Saga mit mehr oder weniger versöhnlichem Ende

— Waldi236

Der letzte Teil hat sich leider etwas gezogen und das Ende hat mir leider nicht so zugesagt.

— kathy125

Hat mich nicht mehr so gefesselt, wie die anderen Teile.

— Imoagnet

Der würdige Abschluss einer tollen, mitreißenden Reihe!

— Charlotte85

die geschichte um freiberg beginnt zu leben

— pushelwuschel

Ganz gelungener Abschluss. Das Buch hätte auch um ca100 Seiten kürzer sein können, da kam dann auf den letzten Seiten nichts Neues hinzu.

— Kirschbluetensommer

Fazit: Gelungener Abschluss der Hebammen-Saga, welche Sabine Ebert temporeich und äußerst unterhaltsam erzählt.

— Bellexr

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  • Gelesen || "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    Nelly87

    13. March 2015 um 15:33

    Erster Satz Den halben Tag schon goss es in Strömen. Inhalt Landgraf Dietrich kehrt nach zweieinhalb Jahren vom Kreuzzug aus dem Heiligen Land zurück, mit nur noch einem Ritter. Allein Thomas hat die gefährliche Reise und die Strapazen von Wüste, Durst, Hunger und Kampf überlebt. Doch kaum wieder auf Weißenfels angelangt, rüstet Dietrichs Bruder Albrecht, Markgraf von Meißen, auf, um gegen seinen Bruder in den Krieg zu ziehen. Dies ist nicht nur deshalb ungeheuerlich, weil Dietrich von Rechts wegen rechtmäßiger Herrscher über Weißenfels ist, sondern auch aufgrund des Umstands, dass Wallfahrer grundsätzlich nicht angegriffen werden dürfen. Da Dietrich aber bekanntermaßen im Heiligen Land den Großteil seiner Männer eingebüßt hat, ist schnell klar: alleine kann er sich gegen seinen herrschsüchtigen Bruder nicht beweisen. Sein einziger Ausweg ist, den Landgrafen von Thüringen um Unterstützung zu bitten. Doch der will sich eigentlich nicht in die Bruderstreitigkeiten eingreifen. Allerdings gäbe es da etwas, das auch er sich wünscht. Seine 8-jährige Tochter Jutta ist zwar intelligent und ein schlauer Kopf, doch leider nicht sonderlich hübsch. Daher stehen die Chancen für eine vorteilhafte Heirat eher gering. Daher unterbreitet er Dietrich folgendes Angebot: sollte dieser Jutta heiraten, stellt er ihm genügen Männer zur Verfügung, damit er sich gegen Albrecht zur Wehr setzen kann. Doch Dietrichs Herz hängt an Clara, Marthes Tochter, die er aber nicht ehelichen kann, da sie unter seinem Stand geboren wurde. Für Dietrich ein Dilemma... Meine Meinung Das war es also: das Finale der 5-teiligen Hebammen-Saga. Alles begann mit einem blutjungen Mädchen, das nach einer missglückten Geburt aus ihrem Heimatort flüchen musste. Zwischenzeitlich ist aus dem jungen Mädchen eine Edelfreie geworden, und aus der kleinen Siedlung, die die ehemaligen Franken errichtet hatten, eine richtige Stadt. Marthes Kinder Thomas und Clara spielen auch in diesem Band eine große Rolle. Die sind ja zwischenzeitlich auch erwachsen und obwohl mir die letzten beiden Bände nicht ganz überzeugen konnten, war es doch schön, mitzuerleben, wie erst Marthe und Christian zusammengewachsen sind und schließlich deren Kinder beim Aufwachsen zuzusehen. Daher bin ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge an das Lesen herangegangen. Einseits wollte ich unbedingt wissen, wie Sabine Ebert diese Reihe zum Abschluss bringt, doch andererseits bin ich bei Reihe immer etwas traurig, wenn sie dann zu Ende gehen. Und gerade bei dieser ist mir das total schwer gefallen, da man die Charaktere über Jahren hinweg begleitet hat, ihre Gedanken und Gefühle nachempfinden konnte und ihr Schicksal geteilt hat. Nachdem ich ja die Reihe recht zeitnah gelesen hab, fiel mir der Einstieg in die Geschichte relativ leicht. Die Story beginnt einige Wochen nach dem Ende des vierten Teils. Nachdem dort der Abzug der Truppen aus dem Heiligen Land angeordnet wurde, beginnt "Der Traum der Hebamme" mit der Rückkehr von Dietrich und Thomas. Albrecht ist zwischenzeitlich Markgraf von Meißen und hat sein Auge auf Weißenfels geworfen, also auf das Gebiet, welches rechtmäßig seinem Bruder zusteht. Da sich die Konflikte und Reibepunkte schon im letzten Buch angekündigt haben, war es für mich ein leichtes, wieder in die einzelnen Handlungsstränge einzusteigen. Obwohl ich in der Rezension zum letzten Buch noch kritisiert hatte, dass Marthe nur noch eine untergeordnete Rolle spielte, war genau dieser Punkt dieses Mal zwar immer noch vorhanden, aber störte mich nicht mehr so sehr. Es war mir auf jeden Fall lieber, als wenn sie zum x-ten Mal geschändet und im Kerker gelandet wäre. Marthe spielt zwischenzeitlich mehr eine Nebenrolle, die in den richtigen Momenten ihren Einsatz hat. Auch ihr Ehemann Lukas ist zwar immer noch ein wichtiger Part in Kampfdingen, trägt aber wenig zum Gesamtgeschehen bei. Im Verlauf des letzten Buches sind vorallem Thomas und Clara immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Und ich muss sagen: Frau Ebert hat beiden eine wirklich rührende und spannende Geschichte angepasst. Sehr gelungen fand ich vor allem die Geschichte um Thomas, der nach dem Kreuzzug in der Heimat einfach nicht die Ruhe findet, mit der er gerechnet hat. Immer wieder stehen ihm die Bilder vor Augen, wie sein bester Freund Roland absolut sinnlos sein Leben lassen musste bei der Schlacht vor Akkon. Außerdem fand ich es wundervoll, dass Sabine Ebert auch dargestellt hat, welche Zweifel Thomas bezüglich des Sinns von soviel Blutvergießen hat. Ein solches Gefühlsleben war neu in der Hebammen-Saga und es ist mir wirklich an die Nieren gegangen, mit welchen Problemen der junge Mann zu kämpfen hat. Aber auch die Geschichte um Clara und ihre Liebe haben mein Herz erwärmt. Der Leser bekommt einen ziemlich guten Eindruck davon, wie wenig im 12.Jahrhundert darauf Rücksicht genommen wurde, ob sich Eheleute wirklich lieben. Und auch, wie sehr solche Entbehrungen an den Nerven der Menschen zerren konnten. Bei den restlichen Charakteren zeigt sich die altbekannte Schwarz-Weiß-Malerei, die schon aus den Vorgängern bekannt war. Die guten Menschen sind gut und zwar wirklich engel-barmherzig gut. Und die bösen Menschen sind Monster auf zwei Beinen. Aber es ist wie gesagt aus Band 1-4 bekannt. Trotzdem hat Frau Ebert es wieder einmal geschafft, ihre teilweisen erfundenen Charaktere gemeinsam mit den realen in eine Welt zu bringen, in der alles schön ineinander greift. Die Geschehnisse aus der Zeit wurden wie immer tadellos recherchiert und in eine spannende und für den Leser nachvollziehbare Geschichte gepackt. Phanatasie und historisch tatsächlich Geschehenes wurden geschickt miteinander verwoben. Auch der Schreibstil hat im Vergleich zu den Vorgängerbüchern keine große Ausrisse gemacht. Zeitgemäße, aber trotzdem verständliche Sprache geben dem Leser einen authentischen Einblick in die thematisierte Zeit. Aus Beobachterperspektive aus werden abwechselnd die Schicksale und Ereignisse der Hauptcharaktere erzählt. Auch hier wurde der Schwerpunkt auf Dietrich und Burg Weißenfels und auf Albrecht gelegt. Trotz ständiger Perspektivenwechsel konnte ich der Geschichte gut folgen und muss neidlos anerkennen: es hat die Spannung gesteigert. Was aber neu war in diesem Teil: das etwas schlampige Lektorat. Da wurden Wörter weggelassen, nicht ordentlich geschrieben und Tote wieder zu Leben erweckt. Plötzlich steht doch da Reinhard, Claras erster Mann (zur Erinnerung: seit Band 4 fehlt dem Guten ein wichtiges Körperteil, nämlich der Kopf), wieder da und unterhält sich locker mit Thomas. Erst einige Sätze später wird klar: gemeint war nicht Reinhard, sondern Raimund. Ich bin immer gerne bereit, über den ein oder anderen Fehler hinwegzusehen, aber vom Knaur Verlag bin ich das einfach nicht gewohnt, daher ist es mir irgendwie doppelt so sauer aufgestoßen. Zum Schluss noch zu erwähnen: der Schluss... Obwohl vorhersehbar war, wie die Geschichte endet (schon allein, weil im Vorgängerbuch eine Zeittafel abgedruckt war, die die hier dargestellten Jahre mitumfasst), fand ich das Ende zumeist gut gelungen. Die Auflösung des Konflikts mit Elmar dagegen war mir etwas zu sehr kontruiert, aber auch darüber kann ich hinwegsehen. Schlussworte "Der Traum der Hebamme" ist ein würdiger und runder Abschluss der 5-teiligen Reihe. Obwohl mir Band 3 und 4 nicht ganz so zugesagt haben, konnte mich das Finale wieder mitreißen. Gewohnt gekonnt verbindet Sabine Ebert die Realität des 12. Jahrhunderts mit ihrer Phantasie und hat damit 5 historische Romane geschaffen, die sich durchaus sehen lassen können. Die Geschichte ist zu einem zufriedenstellenden Ende gekommen. Ich hatte viel Freude mit der Reihe und bin etwas traurig, dass es jetzt vorbei ist.

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  • einfach nur super

    Der Traum der Hebamme

    pushelwuschel

    03. July 2014 um 08:45

    die reihe der hebamme hat mich von der ersten bis zur letzten seite begeistert nicht nur die historischen hintergründe der stadt freiberg sondern auch das leben der menschen und deren schicksale in dieser zeit werden zum leben erwacht es war für mich manchmal kein einfach stoff zu lesen aber dennoch würde ich diese reihe immer wieder lesen wer ein fan der geschichte und der historik ist wird sich daran begeistern auch das ender war hervorragend obwohl ich mir ja schon noch einen 6. teil gewünscht hätte ansontsen super buch und selten so spannend gelesen 

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  • Alles hat irgendwann einmal ein Ende

    Der Traum der Hebamme

    Zandy

    19. December 2013 um 16:37

    Leider auch die Hebammen-Reihe.

    Im letzten Band werden nochmal alle Register gezogen. Es kommt zum Kampf Bruder gegen Bruder, Liebende müssen sich trennen und auch Überraschungen gibt es.

    Ein würdiger letzter Teil!

  • Gelungener Abschluss der Hebammen-Saga

    Der Traum der Hebamme

    Bellexr

    03. May 2013 um 18:31

    Zusammen mit Graf Dietrich von Weißenfels kehrt Thomas von Christiansdorf im Jahr 1191 aus dem Heiligen Land zurück. Doch eine Erholung von der strapaziösen Reise ist ihnen nicht vergönnt, denn Dietrichs Bruder, Markgraf Albrecht, rüstet bereits seine Truppen zum Angriff auf Burg Weißenfels. Aus der Not heraus geht Dietrich ein Bündnis mit dem Landgrafen von Thüringen ein und damit die Verlobung mit dessen Tochter Jutta. Allerdings liebt Dietrich seit langem Marthes Tochter Clara und hat ihr bereits einen Heiratsantrag gemacht, obwohl dies aus Standesgründen eigentlich undenkbar ist. … Thomas hat seine Empfindungen im Heiligen Land gelassen, innerlich wie tot kehrt er in die Mark Meißen zurück, den Tod seines besten Freundes Roland bis heute nicht verwunden wie auch die Schrecken des Kreuzzuges. Dietrich hat die Gräueltaten des Kreuzzuges ebenfalls noch vor Augen, Trost findet er bei Clara, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Währenddessen leben Marthe und Lukas nach wie vor im Exil auf der Wartburg in Eisenach, als sie allerdings von dem bevorstehenden Angriff auf Burg Weißenfels erfahren, eilen sie Dietrich zur Hilfe. Gewohnt lebendig, prall und farbenprächtig erzählt Sabine Ebert auch den fünften und letzten Band ihrer Hebammen-Saga und die Autorin schöpft bei diesem Teil wirklich aus dem Vollen. Ein Ereignis reiht sich an das Andere, sodass die Story sich sehr rasant, unterhaltsam und stellenweise auch hochspannend präsentiert. Im Vordergrund steht der Bruderkrieg zwischen Dietrich und Albrecht und somit das zukünftige Schicksal der Stadt Freiberg wie der Mark Meißen. Hierdurch gibt es einige Schlachtenkämpfe, Intrigen werden gesponnen, Bündnisse geschlossen und Verrat ist an der Tagesordnung. Mittendrin Marthe und ihre Familie, die treu auf der Seite von Graf Dietrich von Weißenfels stehen und alles versuchen, dass dieser den Bruderkrieg gewinnt. Großteils wird die Geschichte aus der Perspektive von Marthe und ihrer Familie erzählt, aber auch Albrechts Intrigenspiele um die Macht in der Mark Meißen kommen hierbei nicht zu kurz, wie auch die Geschehnisse in der Stadt Freiberg. Durch die regelmäßigen Perspektivwechsel wirkt die Geschichte rund und atmosphärisch dicht, zudem ist man hierdurch meist über die einzelnen Aktivitäten der Mitwirkenden informiert. Und wenn man sich auch in etwa vorstellen kann, wie die Geschichte schlussendlich ausgeht, überrascht Sabine Ebert einen doch ein ums andere Mal. Zudem verbindet die Autorin wieder gut historische Fakten und Persönlichkeiten mit ihrer fiktiven Geschichte und ihr Hintergrundwissen über das 12. Jahrhundert vermittelt Sabine Ebert unterhaltsam und kurzweilig. Auch erhält man wieder einen guten Überblick über die politischen Geschehnisse, Intrigen und Machtspiele der Adligen wie auch über die Ereignisse rund um Heinrich VI., der seit dem Tod von Friedrich I. „Barbarossa“ Kaiser des Römisch-Deutschen-Reiches ist. Auch die Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle sehr gut herausgearbeitet. Alte Bekannte entwickeln sich den Geschehnissen entsprechend weiter, neue Figuren nehmen schnell Konturen an und von der ein oder anderen liebgewonnen Figur muss man sich leider auch im Verlauf der Geschichte trennen. Fazit: Gelungener Abschluss der Hebammen-Saga, welche Sabine Ebert temporeich und äußerst unterhaltsam erzählt.

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  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    Aljona-poems

    08. October 2012 um 19:42

    Der letzte Teil der Hebammen-Reihe behandelt hauptsächlich die Geschichte rund um Marthes und Christians Kinder: Thomas und Clara. Thomas und Graf Dietrich kehren zermürbt und enttäuscht vom Kreuzzug aus dem Heiligen Land zurück und werden sofort Dierichs Bruder Albrecht, dem Markgrafen der Mark Meißen, angegriffen. Um seine Untertanen zu retten, ist Dietrich gezwungen, einen Handel mit dem Landgrafen Thüringens einzugehen, wodurch er die letzte Hoffnung darauf, Clara, seine große Liebe, heiraten zu können, begraben muss. Zwar gelingt es ihnen, Albrecht in die Flucht zu schlagen, aber dies ist nur ein Frieden auf Zeit. Natürlich spielen auch Marthe und Lukas sowie Freiberg eine Rolle, aber diese ist wesentlich kleiner als in den vorangeganenen Bänden. Als Freibergerin finde ich das etwas schade, alle anderen wird es sicherlich weniger stören. Als Reaktion auf das Buch habe ich oft gehört, dass sich die Geschichte aus den früheren Büchern einfach mit der 2. Generation wiederholen würde. Das ist aber in meinen Augen nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich haben die Protagonisten mit vielen anderen Problemen zu kämpfen und das Schicksal nimmt oftmals ganz andere Wendungen, als man vielleicht gedacht hat. Dennoch gibt es ein Happy End, soviel sei verraten. "Nein, jetzt fängt alles erst an", lautet der letzte Satz der Geschichte. Trotzdem ist es gut, dass sie an dieser Stelle endet. Denn nach fünf Romanen ist es auch mal gut. Es hat mir Spaß gemacht, die Bücher zu lesen, und dieser fünfte und letzte Teil ist in meinen Augen ein würdiger Abschluss, der fünf Sterne verdient hat.

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  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    BookFan_3000

    04. October 2012 um 09:44

    Kurzbeschreibung: Desillusioniert kehrt Marthes Sohn Thomas im Herbst 1191 vom Kreuzzug zurück. Doch auch in der Heimat findet er keinen Frieden, denn dort herrscht der grausame Albrecht über die Mark Meißen. Als dieser seinen Bruder Dietrich, an dessen Seite Thomas im Heiligen Land gekämpft hat, angreift, bleibt beiden keine andere Wahl, als erneut zu den Waffen zu greifen. Die Lage scheint aussichtslos, deshalb muss Dietrich ein Zweckbündnis mit dem Landgrafen von Thüringen eingehen. Dafür fordert dieser die Verlobung Dietrichs mit seiner Tochter. Ein hoher Preis, denn Dietrich liebt seit langem heimlich Marthes Tochter Clara… Meine Meinung: Als letzter Band und Abschluss der Hebammen Reihe zweifellos super gelungen.

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  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    Josef Rechabrom

    18. August 2012 um 10:43

    Ein würdiger Aschluss des Fünfteilers.

  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    Pennelo

    02. February 2012 um 19:47

    Toll!!! TOLL TOLL TOLL.. schade dass die Story jetzt zu Ende ist.. könnte man da nicht eventuell eine kleine minifortsetzung schreiben?? seufz
    Nein, die Hebamme ist abegschlossen und ich habe auch dieses Buch verschlungen. An die Fans der Reihe!! ES LOHNT SICH!!! Das Warten war es absolut wert.. und endlich ist der doofe **tot.. ;)

  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    jucele

    29. January 2012 um 11:54

    Die Hebamme: Band 1: "Das Geheimnis der Hebamme" Band 2: "Die Spur der Hebamme" Band 3: "Die Entscheidung der Hebamme" Band 4: "Der Fluch der Hebamme" Band 5: "Der Traum der Hebamme" . Desillusioniert kehrt Marthes Sohn Thomas im Herbst 1191 vom Kreuzzug zurück. Doch auch in der Heimat findet er keinen Frieden, denn dort herrscht der grausame Albrecht über die Mark Meißen. Als dieser seinen Bruder Dietrich, an dessen Seite Thomas im Heiligen Land gekämpft hat, angreift, bleibt beiden keine andere Wahl, als erneut zu den Waffen zu greifen. Die Lage scheint aussichtslos, deshalb muss Dietrich ein Zweckbündnis mit dem Landgrafen von Thüringen eingehen. Dafür fordert dieser die Verlobung Dietrichs mit seiner Tochter. Ein hoher Preis, denn Dietrich liebt seit Langem heimlich Marthes Tochter Clara ... (Verlagsinfo) . Kritik . Mit "Der Traum der Hebamme" findet die Reihe um Hebamme Marthe und das frühe Freiberg seinen Abschluss. Wie gewohnt präsentiert uns Sabine Ebert ein ausgezeichnet recherchiertes Stück deutscher Geschichte. Ob es die Probleme des einfachen Volkes sind, oder die Belange der Grafen und anderem Adel, die Autorin versteht es meisterhaft, an diesen teilhaben zu lassen. Authentisch beschriebene Kleidung, Kampftechniken, Benimmregeln lassen die Zeit des endenden zwölften Jahrhunderts wieder aufleben. Ob die Lebensumstände der verschiedenen Stände, Kampftechniken, die unstandesgemäße Liebe zweier Darsteller und deren Folgen, Machtspiele, die Autorin hat vereint, was einen guten historischen Roman ausmacht. . Sabine Ebert fügt ihre Darsteller perfekt in die historischen Ereignisse der damaligen Zeit ein. Mit einem lebendigen Erzählstil erzählt, fällt es leicht, dem Geschehen zu folgen. Zeitgemäße Dialoge fügen sich angenehm in den schlichten Schreibstil ein. Geschickt verwebt Sabine Ebert die fiktive Geschichte von Marthe, Lucas und Clara mit den historischen Ereignissen der damaligen Zeit. Nebenhandlungen passen sich perfekt dem Plot an und ergänzen die Rahmengeschichte sinnvoll. Schnell findet der Leser Anschluss an die vorangegangenen Ereignisse und ist so wieder mitten im Geschehen. Obwohl die Autorin nur im Ansatz auf die vergangenen Ereignisse zu sprechen kommt, wird genug übermittelt, um diese wieder in Erinnerung zu haben. . "Der Traum der Hebamme" spielt in der Zeit von 1191 bis 1197. In vier Teilen erlebt der Leser, mal zeitlich sehr dicht und dann auch mal in Zeitsprüngen von mehreren Monaten, die Entwicklung der verschiedenen Ereignisse. Da werden Kriege geführt, ein erneuter Kreuzzug steht an und auch das Leben im sächsischen Freiberg wird ausführlich behandelt. . Erzählt aus der Perspektive eines Beobachters, der den Fokus immer mal wieder auf eine andere Person lenkt, bekommt der Leser einen guten Überblick der verschiedenen Ereignisse. Der Blickwinkel liegt dabei vor allem auf Dietrich, Graf von Weißenfels, Marthe und Lukas sowie Marthes Kindern Clara und Thomas. Weiterhin lässt der Erzähler auch Ereignisse aus Freiberg nicht aus. Auch wenn die Perspektive so öfter wechselt, bleibt es für den Leser leicht nachvollziehbar und verständlich. . Schon durch die kämpferische Handlung kommt es zu spannungsgeladenen Szenen. Aber auch zwischenmenschliche Belange sorgen dafür, dass der Leser kaum aus der Geschichte auftauchen mag. Schnell fiebert man mit den liebgewonnen Figuren mit und hofft auf ein gutes Ende. . Auch wenn die Figurenzeichnung sich an der schwarz - weiß - Methode orientiert ist es der Autorin gelungen lebendige und dreidimensionale Charaktere zu erschaffen. Seid nunmehr fünf Bänden existieren die ansprechenden Protagonisten und entwickeln sich immer weiter. Über den Zeitraum von insgesamt 30 Jahren haben wir Leser die Entwicklung vieler Figuren miterleben dürfen, Trauriges, Lustiges, Ernstes. Haben Geburten von Kindern miterlebt und Tote betrauert. In Kämpfen mitgefiebert, von grausamer Folter gelesen und von Liebe erzählt bekommen. Geheimnisse gehütet und Verrat und Missgunst miterlebt. Kein Wunder, dass uns dabei viele der Figuren wahrlich ans Herz gewachsen sind. War es im ersten Band noch hauptsächlich Marthe, von der geschrieben wurde, sind in den weiteren Bänden immer wieder neue und unverzichtbare Personen, ob fiktiv oder historisch belegt, hinzugekommen und so verlagerte sich auch der Fokus. . Die Aufmachung des Buches ist wieder insgesamt gelungen. Angefangen mit einem ansprechenden Cover, auf dem wir eine standesgemäß und authentisch gekleidete Frau sehen über Karten, Figurenregister, Zeittafeln, Stammbäume und Nachwort. Die Dramatis Personae sind unterteilt nach Handlungsspielräumen beziehungsweise Heimat. Durch Kennzeichnung wird deutlich gemacht welche historisch belegt sind und welche der Fantasie der Autorin entspringen. In einem ausführlichen Nachwort geht Sabine Ebert noch einmal auf die belegten historischen Ereignisse ein und erklärt, wo sie auf das wahrscheinlichst Mögliche zurückgreifen musste. Eine korrekte Zeittafel und genealogische Tafeln vervollständigen die Aufmachung. . Autorin . Sabine Ebert wurde in Aschersleben geboren, ist in Berlin aufgewachsen und hat in Rostock Sprach- und Lateinamerikawissenschaften studiert. In ihrer Wahlheimat Freiberg arbeitete sie als Journalistin für Presse, Funk und Fernsehen. Sie schrieb einige Sachbücher zur Freiberger Regionalgeschichte, doch berühmt wurde sie mit ihren historischen Romanen, die alle zu Bestsellern wurden. . Fazit . Wieder einmal hat es Sabine Ebert geschafft, auf äußerst unterhaltsame Weise ihren Lesern einen Blick in das Leben Ende des 12. Jahrhunderts zu gewähren. Gründliche Recherche, ein passender und nachvollziehbarer Erzählstil sowie die lange lieb gewonnenen Figuren fesseln an die Geschichte. Leser, die sich für deutsche Geschichte interessieren, sollten auf jeden Fall zu den Büchern der Hebammensaga greifen. Nicht nur bekannte Aspekte werden dort behandelt, auch so manche Überraschung wartet darauf entdeckt zu werden. Mit "Der Traum der Hebamme" ist der Autorin der krönende Abschluss ihrer zurecht beliebten Mittelalter Saga gelungen. . Nach dieser absolut empfehlenswerten Reihe freue ich mich schon jetzt auf die Geschichte der Völkerschlacht von Leipzig, die passend zur Zweihundertjahrfeier 2013 veröffentlicht wird. . Taschenbuch: 720 Seiten ISBN-13: 978-3426638378 www.droemer-knaur.de .

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  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. December 2011 um 10:11

    Das Buch ist der letzte Teil der Hebammen-Reihe um Marthe und ihre Gefährten. Es geht um die letzten Kreuzzüge um 1191. Wie immer sind Liebe, Intrigen, Verrat und Krieg an der Tagesordnung im Leben der Hebamme Marthe. Das Buch ist sehr gut recherchiert und die Personen sind sehr detailliert beschrieben. Auch die Umgebung und die Ortschaften, Städte etc. sind schön beschrieben. Man kann sich auch sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen. Auf jeden empfehlenswert für alle, die gerne historische Romane lesen.

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  • Leserunde zu "Die Rückkehr der Templer" von Martina André

    Die Rückkehr der Templer

    caylith

    Auf euch wartet eine rasante Zeitreisegeschichte vom Jahr 2150 bis ins 12. Jahrhundert. Am 10.Oktober erschien Martina Andrés neuer Roman „Die Rückkehr der Templer“ bei Rütten & Loening und wir möchten euch einladen gemeinsam in die Vergangenheit zu reisen. Die Autorin wird ebenfalls an der Leserunde teilnehmen und eure Fragen beantworten. Worum es geht? Hannah Schreyber hat den Templer Gero von Breydenbach geheiratet, nachdem es ihn und seine Kameraden mittels eines Timeservers aus dem Jahr 1307 in die Gegenwart verschlagen hat. Doch den beiden ist keine Ruhe gegönnt. Wissenschaftler finden heraus, dass der geheimnisvolle Server Hinweise enthält, die den bevorstehenden Untergang der westlichen Welt und den Umsturz in eine vernichtende Diktatur prophezeien. Die einzigen, die über den Ablauf der Katastrophe genaue Informationen besitzen, sind zwei junge Frauen, die im Jerusalem des Jahres 1153 festsitzen. Gero und seine Templer sollen durch die Zeit reisen, um die Frauen zu retten – und herauszufinden, wie man die Apokalypse verhindern kann. Ein Himmelfahrtskommando: Von Beginn an geht alles schief. Kaum angekommen, werden Gero und seine Ordensbrüder in heftige Kämpfe zwischen Templern und feindlichen Sarazenen verwickelt. Martina André zeigt die Templer in einem ganz neuen Licht. Ein hochspannender Roman mit einer einzigartigen Verbindung von Historie und Mystery. Egal ob Leser der phantastischen Literatur, historischer Romane oder Thriller. In diesem Roman ist für jeden etwas dabei. Den Trailer zum Roman findet ihr hier: http://www.martina-andre.com/Homepage_Martina_Andre/Templer_2.html Ihr möchtet eines von 10 signierten Exemplaren gewinnen und euch damit zusammen mit anderen Lesern und der Autorin über diesen mitreißenden Roman austauschen? Dann schreibt hier bis einschließlich 01.11.2011 was euch an historischen Romanen besonders fasziniert & wieso ihr unbedingt bei dieser Leserunde dabei sein möchtet. Wir wünschen euch ein packendes Lesevergnügen! ***************************************************************** Die Teilnehmer der Leserunde stehen fest: mabuerele Hikari Herr_Buecherwurm Penelope1 FiniWini DarkReader Nidhoegg PMelittaM Albel_Nox Leela

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  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    mabuerele

    31. October 2011 um 20:07

    Es ist Herbst 1191, als Graf Dietrich vom Kreuzzug zurückkehrt. Ein einziger seiner Ritter ist noch bei ihm, Thomas, Marthes Sohn. Doch auch er kommt als anderer Mensch zurück. Die Kriegsereignisse haben Spuren in seiner Seele hinterlassen. Für Graf Dietrich bleibt keine Zeit zum Ausruhen, denn sein Bruder Albrecht rüstet zum Krieg gegen ihn. Doch zuerst bittet er Marthe und Lukas um die Hand ihrer Tochter Clara. Gleichzeitig braucht er die Hilfe von Landgraf Hermann von Thüringen, um Weißenfels halten zu können. Diese Hilfe aber hat ihren Preis… Der Roman ist spannend geschrieben und lässt sich zügig lesen. Die Handlungsstränge der vorhergehenden Bände werden konsequent zu Ende geführt. Im Mittelpunkt steht der Kampf der beiden Brüder Albrecht und Dietrich. Dabei wird Albrecht als Machtmensch dargestellt, für den ein Menschenleben keine Rolle spielt. Gewalt gehört zu seinem Werkzeug im Kampf um die Macht. Dafür hat er sich mit Rittern umgeben, die seinen Weg richtig heißen. Im Laufe der Zeit aber nimmt nicht nur die Zahl seiner Feinde zu, sondern auch seine Gunst beim König ab. Dietrich wird als überlegter Herrscher dargestellt. Er hat auch ein Auge auf seine Untertanen und versucht, die Folgen der Kriegswirren abzumildern. Die Charakteristik der beiden entspricht den historischen Überlieferungen. Neben den historisch verbürgten Personen stehen dieses Mal, meiner Meinung nach, nicht Marthe und Lukas im Mittelpunkt, sondern Clara und Thomas. Clara fällt eine für ihre Zeit ungewöhnliche Entscheidung… Dieser Teil des Romans entspringt der Phantasie der Autorin. Sehr gefallen hat mir die Darstellung von Thomas. Er hat im Kreuzzug seinen besten Freund verloren, aber auch seine Seele. Weder die Frauen, die in ihm einen begehrten Heiratskandidaten sehen, noch die Forderungen der Zeit bringen ihm zum Lächeln. Nur einmal bricht Thomas aus seiner inneren Illusion. Das ist in dem Moment, wo er sieht, dass sein jüngerer Bruder fast im Kampfgetümmel einen Gegner getötet hätte, der sich schon ergeben hat. Er möchte Daniel vor seinen Erfahrungen bewahren. Und Daniel erschrickt, als er sieht, dass ihm ein ehemaliger Freund gegenübersteht, mit dem er seine Knappenzeit verbracht hat. Erst am Ende des Romans findet Thomas seinen inneren Frieden wieder. Damit erzählt der Roman nicht nur ein Stück sächsischer Geschichte, sondern er vermittelt unterschwellig, dass Krieg und Kampf den Menschen verändern. Die Hemmschwelle zum Töten sinkt. Frauen und Kinder sind die Leidtragenden. Gut finde ich die Stammbäume, die sich am Ende des Buches befinden. Außerdem lässt mich die Autorin nicht im Unklaren, was historische Tatsachen sind und wo sie Fakten mit Phantasie ausgefüllt hat. Auf den ersten Seiten findet sich eine Zusammenstellung der wichtigsten Personen, so dass man gegebenenfalls nachschlagen kann. Auch die eingefügte Karte wertet das Buch auf. Das Buch kann ich vorbehaltlos empfehlen. Man sollte aber die anderen Teile zuvor gelesen haben.

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  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    Shiku

    24. October 2011 um 11:01

    3,5 Dass Marthe und ihre Familie nichts Gutes erwartet, wenn Albrecht Herr der Mark Meißen ist, war allen von Anfang an klar. Nun haben die Freiberger unter seiner Willkür zu leiden, während sich Marthe und Lukas in Thüringen im Exil befinden. Marthes Tochter Clara befindet sich derweil in Weißenfels, der Burg von Graf Dietrich, Albrechts jüngerem Bruder und dem Mann, den Clara liebt. Auch er empfindet etwas für die junge Heilerin, kann sie aufgrund seines Standes jedoch nicht heiraten. Allerdings sollte er sich zunächst um andere Dinge Sorgen machen, denn während er mit Claras Bruder Thomas aus dem Heiligen Land zurückkehrt, plant sein Bruder einen Angriff gegen ihn in Weißenfels. Schnell versammelt Dietrich seine Verbündeten um sich, darunter auch Marthe und Lukas, die von Albrecht für tot gehalten werden. Um allerdings die notwendige Kampfkraft zu erreichen, um den Angriff seines Bruders abzuwehren, muss er sich auf den Thüringer Landgrafen einlassen – er muss sich mit dessen viel zu junger Tochter Jutta verloben. Während Dietrich sein Land, sein Leben und seine Liebe zu verlieren droht, kämpft Thomas noch immer mit den Ereignissen im Heiligen Land, die schwere psychische Schäden bei dem jungen Ritter hinterlassen haben. Sowohl Schwester als auch Mutter können ihm dabei nicht helfen, und letztlich stellt sich für ihn die gleiche Frage wie für alle anderen auch – werden sie trotz aller Widrigkeiten doch noch ihr glückliches Ende finden? Beim vierten Band hatte ich noch das Problem, dass mir die Charaktere nicht nahe gingen. Ich vermutete, dass es daran lag, dass ich sie nicht schon seit dem ersten Band begleite, sondern erst mit „Der Fluch der Hebamme“ in die ganze Materie einstieg – und es alteingesessenen Lesern besser glücken sollte, an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen. Ich möchte behaupten, dass ich damit Recht habe, denn nun, da ich die Charaktere zu einem gewissen Grad kenne, bedeuteten sie mir in „Der Traum der Hebamme“ mehr. Da taucht der eine oder andere auf, treibt Schabernack oder ist mit seinen Wunden beschäftigt – ich musste lächeln, habe mich um sie gesorgt und gefreut, wenn sie noch einmal glimpflich davon kamen. Dadurch wird logischerweise auch das Geschehen spannender, da ich dieses Mal wirklich wissen wollte, was mit ihnen geschieht – und im Falle von Marthe, Thomas und den anderen kann man es auch nicht im Geschichtsbuch nachlesen. Das ändert leider nichts daran, dass die Charakterzeichnung sich nach wie vor viel zu sehr an der Schwarz-Weiß-Methode orientiert. Die Guten sind gut und die Bösen sind böse, viel mehr gibt es da nicht zu sagen. Zwar gibt es den einen oder anderen Charakter, der doch in der Grauzone umherwandert, seine Taten bereut und sich ändert, die Norm ist dies aber nicht. Wer zu den Guten gehört, hat nie auch nur einen bösen Gedanken – auch wenn das aus historischer Sicht zugegebenermaßen etwas anders gesehen werden kann – und die Bösen dagegen haben keinen einzigen Funken Güte in sich, sind ein schlichtweg ein Monster. Das ist insofern schade, da nun einmal niemand einfach nur böse oder gut ist. Ausnahmen mag es geben, aber in dieser großen Zahl? Das ist dann doch ein wenig unglaubwürdig. Ebenfalls nicht besonders ausgefeilt ist die Charakterentwicklung. Manchmal tauchen einfach Beziehungen auf, mit denen man nie im Leben gerechnet hätte, einfach weil es zuvor nicht den kleinsten Hinweis in diese Richtung gab. Von daher sind es nicht unbedingt schöne Überraschungen, sondern sorgen eher für irritierte „Augenblick, wie kommt denn das jetzt?“-Momente. Neben den nähergehenden Charakteren sorgt auch die Handlung für Spannung, die anfangs zeitlich sehr dicht bepackt ist, dann aber auch mal zwei Jahre zusammenrafft und die Entwicklung einiger Charaktere überspringt. Dafür liegen die Ereignisse dichter beieinander, da damals einiges nun einmal seine Zeit brauchte und man nicht in ein paar Stunden von einer Stadt zur nächsten reisen konnte. So gesehen hat das seine Vor- und Nachteile. Dafür hat die Geschichte wieder einen größeren Anteil der Parts, die nicht den reinen Geschichtsbuchstoff beinhalten, sondern das Leben einzelner Leute, die die Autorin erschuf, betrachtet und dem Leser ihr Schicksal näherbringt. Auch das hatte mir beim letzten Band ein wenig gefehlt, zumal dort der Fokus sehr auf dem Kreuzzug lag. Ein solcher spielt auch in „Der Traum der Hebamme“ eine Rolle, nimmt aber keinen so großen Platz ein und gestaltet sich auch ansonsten ein wenig anders als der des Vorgängerbandes. Sprachlich wird das Ganze nicht sehr kunstvoll dargeboten, der Schreibstil von Sabine Ebert ist schlicht und wenig fantasievoll. Dafür lässt er sich sehr leicht lesen; das kombiniert mit dem Interesse am Fortgang der Geschichte sorgt dafür, dass die Seiten geradezu dahin fliegen. Der beständige Perspektivenwechsel, der gerne auch mal innerhalb eines Kapitels stattfindet, hält dabei genauso das Interesse aufrecht und ist auch nicht schwer nachzuvollziehen. Wann immer die Autorin, wenn auch nur kurz, zu einer anderen Sicht wechselt, zeigt sich das schnell und bereitete mir zumindest keine Probleme. Trotzdem wirkte es bisweilen ein wenig sprunghaft- Sehr praktisch waren auch die Wiederholungen vergangener Ereignisse, die das Gedächtnis auffrischen und wohl nur dann stören, wenn man die vorherigen Bücher auswendig kennt. Sprachlich wenig herausragend, bietet Sabine Ebert mit „Der Traum der Hebamme“ einen zufriedenstellenden Abschluss ihrer Saga an, der nicht in allen Punkten überrascht und an anderen noch immer ein wenig kriselt. Andererseits gehören einige dieser Dinge – Schreibstil, Perspektivenwechsel, große historische Spannweite – zur Geschichte rund um die Hebamme Marthe, die längst nicht mehr einzige Protagonistin ist, dazu.

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  • Rezension zu "Der Traum der Hebamme" von Sabine Ebert

    Der Traum der Hebamme

    Natalie77

    20. October 2011 um 19:22

    Inhalt: Herbst 1191, Marthes Sohn Thomas kehrt als einer der einzigen Überlebenden des Kreuzzuges an der Seite von Dietrich von Meißen zurück. Voller Angst was wohl aus seiner Familie geworden ist und dem Kopf voller schrecklicher Bilder vergangener Jahre. Ihn erwartet Clara, die auf Dietrichs Landsitz Schutz gesucht hat, und erfährt das sie Witwe ist und Mutter. Das seine Mutter Marthe und sein Stiefvater Lukas noch leben und in Thüringen Schutz gesucht haben. Leider erfahren sie auch recht schnell das Albrecht, Dietrichs Bruder, einen Krieg gegen Dietrich führen will und so muss Thomas ziemlich bald wieder zu den Waffen greifen. Die Hoffnung liegt auf einem Bündnis mit dem Landgrafen von Thüringen, aber dieser stellt eine Bedingung.... Meine Meinung: Nun ist sie leider zu Ende die Saga von Marthe und den Christiansdorfern bzw. Freibergern, viel hat sie durchleiden müssen. Es gab Freud und Leid, Schlachten, Liebe und Ränkespiele und es wurde nie langweilig. Auch mit dem fünften und letzten Band hat mich Sabine Ebert sehr gut unterhalten. Es ist der krönende Abschluss und für mich genau richtig. Ich gehe zufrieden aus dieser Saga raus und keine meiner Fragen bleiben offen, was für mich mit das Wichtigste ist. Ich muss sagen die ersten Seiten sind nur so dahin geflogen, erst gegen Ende zog es sich für mich ein wenig aber auch das waren nur etwa 50 Seiten, danach mochte ich es wieder nicht zur Seite legen. Knapp 700 Seiten hat dieser Band und leider sind es die letzten Seiten. Gerade weil das Finale so gut war finde ich es ein wenig traurig, aber wie heißt es so schön: Man soll aufhören wenn es am schönsten ist und mehr gibt es wohl wirklich nicht zu erzählen. Ich habe in fünf Bänden und auch im letzten wieder, viel lachen dürfen, war erschrocken, hatte Angst und schöpfte Hoffnung. Ich war also mittendrin im Geschehen und besser geht es doch nicht. Es war großartig und ich bin sehr gespannt auf das, was als Nächstes von Sabine Ebert kommt auch wenn die Messlatte nun sehr hoch liegt.

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