Die Entscheidung der Hebamme

von Sabine Ebert 
4,3 Sterne bei325 Bewertungen
Die Entscheidung der Hebamme
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Positiv (274):
A

einfach nur wunderbar schön geschrieben...

Kritisch (12):
mixtapemaedchens avatar

Nicht so stark wie die ersten beiden Teile. Schade !

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Inhaltsangabe zu "Die Entscheidung der Hebamme"

Die Geschichte von Marthe und Christian geht weiter Hoftag in Magdeburg 1179: Kaiser Friedrich Barbarossa ist entschlossen, Heinrich dem Löwen den Prozess zu machen. Das bedeutet Krieg. Christian und Marthe müssen damit rechnen, dass er auch ihr Dorf in der Mark Meißen erreicht. Bald darauf nimmt Markgraf Otto von Wettin Christian als einen seiner Heerführer mit in den Kampf. Währenddessen steht Marthe in Christiansdorf vor einer ganz anderen Herausforderung: Otto hat für die Zeit des Kriegszuges seinen machtbesessenen ältesten Sohn das Kommando über die Christiansdorfer Burg übertragen. Diesem sind Christian, Marthe und ihre Anhänger schon lange ein Dorn im Auge. Mit Mut und Schläue versuchen die Dorfbewohner, sich gegen den gnadenlosen Albrecht zu behaupten. Doch viel muss geschehen, bis Christians Traum wahr wird und aus dem Dorf eine Stadt: Freiberg.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426638354
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:672 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.10.2008
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2008 bei AME hören erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ...Teil 3...

    Packend, fesselnd einfach toll!!! Marthe hat es nicht leicht und muss hart kämpfen in diesem Roman. Mehr will ich gar nicht verraten. Einfach selber lesen!

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 4 Jahren
    Rezension || "Die Entscheidung der Hebamme" von Sabine Ebert

    Erster Satz

    "Mein Kaiser."


    Inhalt

    Nachdem im Leben von Marthe und Christian endlich wieder Ruhe eingekehrt ist, leben sie immer noch in Christiansdorf, dem Dorf, welches Christian vor Jahren mit den fränkischen Siedlern gegründet hat. Dafür tobt das politische Geschehen in und um die Mark Meißen, da der Kaiser sich endlich von seinem bisher engsten Verbündeten, Heinrich dem Löwen, abgewandt hat. Dieser ist allerdings der Lehensherr von großen Gebieten des Reiches und kann sowohl dem Kaiser als auch den Fürsten schnell bedrohlich werden. Daher will der Kaiser gegen ihn in den Krieg ziehen, was auch für die Christiansdorfer bedeutet, dass sie sich auf blutige Auseinandersetzungen vorbereiten müssen. Als der Herr des Dorfes dann tatsächlich mit seinen Rittern von Markgraf Otto nach Meißen beordert wird, lernen die Dorfbewohner ihren neuen Burdvogt kennen. Und dieser ist kein anderer als Ottos ältester Sohn, Albrecht, ein Tyrann und Schrecken der Christiansdorfer. Gerade Marthe, die vor Jahren dessen verhassten Bruder gerettet hatte, ist ihm ein Dorn im Auge. Für das Silberdorf brechen dunkle Zeiten an.

    Meine Meinung
    "Die Entscheidung der Hebamme" ist bereits der dritte Teil der Hebammen-Saga und nachdem mir bereits Teil 1 gut gefallen hat und Teil 2 mich sogar regelrecht begeistern konnte, hab ich mich schon auf dieses Buch gefreut. Da ich beide Bücher schon zeitnah gelesen hatte, fand ich mich sofort in die Geschichte rein. Obwohl zwischen den Handlungen von Teil 2 und 3 einige Monate vergangen sind, setzt die Geschichte dort an, wo sie in "Die Spur der Hebamme" aufgehört hat. Am Schluss des letzten Buches wurde noch der Bruch zwischen dem Kaiser und Heinrich, dem Löwen, thematisiert. Bereits dort wurde klar, dass dieser Konflikt im darauffolgenden Buch eskalieren würde. Wenn allerdings einige Zeit vergangen ist, seit man die Vorgänger-Bücher gelesen hat, könnte der Einstieg etwas schwerer fallen. 
    Unverkennbar sind die Bücher aber an Sabine Eberts Schreibstil zu erkennen. Dieser konnte mich auch dieses Mal wieder überzeugen. Sie versteht es, den Leser mit ihrer Art, eine Geschichte zu erzählen, mitzunehmen in eine Zeit, die für uns heute vielleicht eher schwer greifbar ist. Dabei lässt sich die Story locker weglesen, obwohl Sabine Ebert sich Mühe gibt, auch durch Sprache das Jahr 1179 zum Leben zu erwecken. Daher konnte ich auch dieses Buch innerhalb kürzester Zeit lesen, trotz seiner fast 700 Seiten. Wieder mal ist das Grundgerüst, nämlich die Geschichte der Entstehung der Stadt Freiberg, wunderbar und sehr professionell recherchiert und kommt in genau richtiger Dosierung zur Geltung.
    Nahezu alle Charaktere kennt der Leser ebenfalls schon aus den vorherigen Büchern. Marthe ist mir allerdings dieses Mal etwas arg auf die Nerven gegangen, da sie eigentlich die gleichen Probleme wälzt, wie sie sie schon im letzten Buch hatte. Eine Entwirklung bei ihr konnte ich eigentlich nicht feststellen. Dabei hat sie doch zwischenzeitlich genug erlebt und durchstehen müssen, um ihr mal eine schöne Lebenskrise anzudichten. Aber nein, sie denkt das Gleiche vor zuvor, sie fühlt das Gleiche und irgendwie fängt sie an, unterzugehen. Sie ist einfach immer noch schön, tapfer und irgendwelche Ausfälle zwecks ihrer Erlebnisse gibt es nicht. Dafür kam am Schluss nochmals Christians Charakter wirklich schön zur Geltung. Er ist eben ein Ritter in glänzender Rüstung, ohne viele Ecken und Kanten, aber manchmal hat er mein Frauenherz zum Schmelzen gebracht. Auch Lukas Geschichte entwickelt sich einen Schritt weiter und auch seine Gedanken und Gefühle kommen zur Geltung. Markgraf Ottos Sohn Albrecht, den der Leser bereits als Kind kennenlernen durfte, hält Einzug in Christiansdorf und spielt eine entscheidende Rolle für die Handlung. Oftmals habe ich in Rezensionen zu diesem Buch die Kritik gelesen, dass die Charaktere in schwarz-weiß, sprich in Gut und Böse, eingeteilt werden können und es dazwischen nicht viel gibt. Das stimmt so schon, allerdings hat mich das nicht so sehr gestört. Ab und an braucht man einfach mal einen wirklich schön bösen Schurken, bin ich der Meinung. Hinsichtlich der anderen Charakteren gilt das zu den Vorgängern Gesagte, da sich da nicht viel Neues sagen lässt.
    Soweit also so bekannt. Da ich eine großartige Entwicklung bei den Charakteren eigentlich auch gar nicht erwartet hatte, hab ich auf eine spannende und fortschreitende Handlung gehofft. Doch obwohl ich vom letzten Teil absolut überzeugt werden konnte, lässt der Verlauf dieses Mal sehr zu wünschen übrig. Dabei ist mir zunächst ins Auge gestochen, dass es am Anfang der Buches unglaubliche viele Stellen gab, an denen die Handlung der Vorgänger-Bücher zusammengefasst und wieder beschrieben wurde. Ich persönlich finde, es ist unglaublich schwer, Fortsetzungsreihen zu schreiben, da das einfach was ist, das nicht jeder Autor beherrscht. Er muss genau das richtige Maß finden zwischen Nacherzählung für Leser, die eben mitten in der Reihe das Lesen anfangen und neuer, frischer Handlung für jemanden, der eben auch das vorher Geschehene kennt. Und dieser Umstand ist vorliegend mal gründlich in die Hose gegangen. Sogar Geschehen aus Band 1 wurde nochmals wiedergegeben, was mich unglaublich gelangweilt hat. Dazu kam, dass Sabine Ebert es nicht geschafft hat, einen Spannungsbogen aufzubauen.Die Handlung plätschert so vor sich hin und die Story braucht eine ganze Weile, bis sie wenigstens etwas in Fahrt kommt. Nachdem ich mit der Hebammen-Saga ja zwischenzeitlich ausreichend Kontakt hatte, gab es auch wenig überraschende Momente. Vieles war vorhersehbar und das ist wiederum ein Grund dafür, warum eben nicht ausreichend Spannung aufkam.
    Ganz übel dagegen war das Ende des Buches. Wer die Reihe kennt weiß: Marthe und Christian geraten immer wieder in Lebensgefahr, haben dann mehr Glück als Verstand und retten sich dann mit ganz unkonventionellen Mitteln. Soweit, so bekannt. Ohne spoilern zu wollen: dieses Mal geht es nicht ganz so glimpflich aus, wie die beiden das gewöhnt sind. Etwas Neues ist ja echt toll, aber DAS war dann doch zuviel des Guten. Da könnte man ja wirklich meinen, dass der liebe Gott sich sämtliches Unglück der Erde nur für den kleinen unbedeutenden Ritter und seine arm geborene Frau aufgehoben hat. Zumal: obwohl da schon neue, unbekannte Elemente reingespielt haben, gab es doch die eine oder andere Situation, bei der ich dachte "das kenn ich schon".

    Bewertung
    Nachdem mich der zweite Teil der Reihe umgehauen hat, war dieser hier eine wahre Enttäuschung. Die Handlung braucht eine ganze Weile, bis sie ein wenig in Fahrt kommt, die Protagonistin Marthe hat sich wenig bis gar nicht weiterentwickelt und wird zur echten Nervenprobe und das Ende wird mir eine Weile in Erinnerung bleiben, aber leider nicht im positiven Sinne. Zwar werde ich die Reihe auf jeden Fall fertig lesen, aber dies ist nicht diesem Buch zu verdanken. Allerdings wurde wieder genau recherchiert und wie schon in den letzten Teilen bewundere ich Sabine Eberts Talent, das real vergangene Geschehen mit ihren Ideen zu kombinieren. Hoffentlich kann mich der vierte Teil "Der Fluch der Hebamme" wieder mehr in Beschlag nehmen.

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    Engelchen07s avatar
    Engelchen07vor 5 Jahren
    intrigante Fortsetzung

    Leider hat Markgraf Otto von Wettin seinem ältesten Sohn Albrecht das Kommando über Chrisitiansdorfer Burg übertragen. Christian und Marthe leiden sehr unter der neuen Herrschaft.

    Wird sich der Wunsch Christians erfüllen können und aus Christiansdorf eine Stadt werden? Freiberg? Blut wird fließen und der eine oder andere Held des Buche muß sein Leben lassen.

    Es geht spannend und Intrigenreich weiter. Kein Buch für schwache Nerven.

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    LadyRoselys avatar
    LadyRoselyvor 5 Jahren
    "Die Entscheidung der Hebamme" von Sabine Ebert

    Dieses Buch liegt schon seit über fünf Jahren auf meinem SuB und ist mit ein paar anderen Büchern die älteste SuB-Leiche. Da ich die zwei vorhergehenden Bände letztes Jahr noch mal gelesen habe und ich nicht schon wieder so viel Zeit verstreichen lassen wollte, dachte ich mir es mal wieder Zeit die Hebamme Marthe im Christiansdorf zu besuchen.

    Da ich die ersten drei Bücher schon vor etlichen Jahren für mich entdeckt habe, besitze ich noch die älteren Ausgaben mit einer anderen Covergestaltung und bin ein wenig enttäuscht, dass es die zwei Bände die noch folgen nur noch in der neuen Gestaltung gibt. Naja im Regal wird es nicht so auffallen und ändern kann ich es ja sowie so nicht mehr. Was mir am Cover gut gefällt ist, dass die Frau auf dem Cover gezeichnet ist, was auf den neuen Buchcovern nicht mehr der Fall sein wird, und so das Cover älter aussieht. Auch wenn mir die Farbe Grün meistens nicht so gut gefällt, finde ich passt sie gut zum Inhalt und auch zu den anderen Bänden. Der Buchtitel passt für mich nicht so wirklich und irgendwie dann doch. Ich finde das er ein wenig in die irreführt bzw. das der Leser dadurch etwas völlig anderes erwartet, so ging es mir jedenfalls, aber ich kann auch verstehen warum dieser Band diesen Buchtitel bekommen hat.

    Die Geschichte spielt natürlich wieder rund um Marthe und Christian und um die Entstehung von Freiberg. Ich habe es wieder sehr genossen beim Lesen geschichtliches Wissen vermittelt zu bekommen und Marthe ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu können. Setzt man diesen Band der Reihe in Kontext der vorhergehenden muss ich aber sagen, dass er nicht ganz so gut war. Bei manchen Ereignissen oder auch Gesprächen hatte man einfach das Gefühl, das sie schon mal geschehen sind und an manchen Stellen hat sich die Geschichte schon ganz schön gezogen.

    Neben den gewohnten Charakteren sind auch einige neue dazu gekommen, welche mir mehr oder weniger sympathisch gewesen sind, aber alle sind wirklich gut dargestellt worden und man hat einen gewissen Draht zu ihnen bekommen. Auch die bereits bekannten Charaktere sind wieder gut und lebhaft gezeichnet wurden und haben sich, was ich sehr positiv fand, weiterentwickelt und sind nicht auf der Stelle stehen geblieben.

    Fazit:

    Auch wenn dieser Band nicht der Beste war, kann ich nur empfehlen sich auf die Entstehung von Freiberg und den Weg von Marthe und ihren Lieben einzulassen.

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    Lissyvor 5 Jahren
    Ein solider historischer Roman

    Marthe ist Heilerin und Hebamme und lebt an der Seite des Ritters Christian. Dieser gerät durch seine Aufrichtigkeit immer wieder in den Fokus des hinterhältigen Albrecht, denn dieser möchte an das Silber von Christiansdorf heran. Doch Christian achtet als Burgvogt sehr auf Gerechtigkeit und es ist ihm wichtig, dass seine Schützlinge nicht zu schaden kommen.
    Es werden diverse Kriegshandlungen und Hoftage erlebt und Sabine Ebert schreibt dabei so, dass sich der Leser in die Zeit und Handlung hineinversetzt fühlt. 
    Ein guter historischer Roman, den man auch außerhalb der Reihe als Einzelbuch lesen kann. 

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    Zandys avatar
    Zandyvor 5 Jahren
    Der Tod macht vor niemandem Halt

    Teil drei ist ebenso spannend, wir die ersten beiden. Man erlebt sehr viel, von Anfang bis zum Ende und auch diesmal muss man sich von dem ein oder anderen Charakter verabschieden, wenn dies hier vermutlich auch noch ein wenig schwerer fällt.

    Dieses Buch beendet man mit einem lachenden und einem weinenden Auge, das ist garantiert.

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    Bellexrvor 7 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Auch wenn der 3. Band stellenweise etwas in den historischen Fakten zu detailverliebt ist und mit den ersten beiden Bänden nicht so m...
    Rezension zu "Die Entscheidung der Hebamme" von Sabine Ebert

    Rotbarts Kampf gegen den Löwen
    .
    Am Hoftag in Magdeburg beschließt König Barbarossa im Jahr 1179, endlich Heinrich dem Löwen den Prozess zu machen. Allerdings bedeutet dies Krieg, in den auch bald schon Marthe und Christian mit hineingezogen werden. Während Christian und seine Ritter gegen den Löwen kämpfen, muss Marthe in Christiansdorf einen ganz anderen Kampf ausfechten. Durch die Abwesenheit Christians zum neuen Burgvogt ernannt, sieht Ottos ältester Sohn Albrecht seine Chance gekommen, das Silberdorf zu tyrannisieren und auszubeuten. Doch Albrecht hat nicht mit dem Mut und der Schläue der Dorfbewohner gerechnet.
    .
    Sabine Ebert steigt im mittlerweile dritten Band um die Hebamme Marthe mit dem Hoftag in Magdeburg in die Geschichte ein und schon ist man mittendrin im verworrenen politischen Ränkespiel der damaligen Zeit. Viele bekannte Figuren sind wieder mit dabei, einige neue oder bisher kaum erwähnte lernt man im Verlauf des 3. Bandes näher kennen. Beeindruckend ist auch dieses Mal wieder das ungemeine Hintergrundwissen der Autorin, die einem das 12. Jahrhundert zumeist anschaulich und unterhaltsam beschreibt. So hat man bei dem rund 670 Seiten umfassenden Werk auch wieder einige sehr informative Geschichtsstunden mit dabei.
    .
    Die Geschichte um Marthe und Christian erzählt Sabine Ebert wieder gewohnt flüssig, fesselnd und farbenprächtig. Ungewohnt ist, dass die Story dieses Mal einige Zeit benötigt bis sie Fahrt aufnimmt und anfängt, einen zu fesseln. Und auch zwischendurch wirkt das Buch streckenweise etwas langatmig. Besonders dann, wenn sich Sabine Ebert zu sehr in den politischen Belangen verliert. Hier wäre stellenweise etwas weniger Detailliebe zu geschichtlichen Hintergründen und Zusammenhänge mehr gewesen.
    .
    Und zwischendurch hatte ich das Gefühl, einiges in abgewandelter Form schon in den Vorgängerbänden gelesen zu haben. Besonders ist mir dies aufgefallen, als Ottos Sohn Albrecht – bedingt durch die Abwesenheit von Christian – Burgvogt im Silberdorf wird. Wie Randolf einige Jahre zuvor wütet er ebenfalls regelrecht durch das Dorf, fällt ungerechte Urteile und spielt seine Macht gegenüber den Dorfbewohnern mehr als aus. Allerdings sind diese mittlerweile etwas selbstbewusster geworden und verstehen sich gegenüber Albrecht zur Wehr zu setzen.
    .
    Die Handlungsstränge wechseln in recht regelmäßigen Abständen zwischen Marthe und Christian und Sabine Ebert zeigt hier sehr anschaulich, manchmal aber auch wenig kurzweilig, wie damals Kriege geführt wurden. Dörfer, die auf dem Weg zum Kriegsschauplatz liegen werden von angeheuerten Söldnern gebrandschatzt und die Einwohner bestialisch ermordet; unter katastrophalen Bedingungen lagern Ritter vor Heinrichs Burg, ohne eine Möglichkeit zu deren Einnahme zu haben. Intrigen werden unter den Mächtigen gesponnen, um diese ausweglose Situation vor Heinrichs Burg zu beenden, ohne dabei das Gesicht zu verlieren.
    .
    Es gibt einige solcher Schilderungen in dem Buch, die zwar schon interessant sind, aber stellenweise auch zu detailverliebt beschrieben werden. Dies hat doch ab und an den Lesefluss etwas gestört. Gewohnt facettenreich dagegen sind mal wieder die Charaktere beschrieben. Und auch neu hinzukommende Figuren, seien sie nun historisch oder fiktiv, zeichnet Sabine Ebert wieder gekonnt, sodass sie fast augenblicklich Konturen annehmen.
    .
    Fazit: Auch wenn der 3. Band stellenweise etwas in den historischen Fakten zu detailverliebt ist und mit den ersten beiden Bänden nicht so mithalten kann, überzeugen die Story wie auch die Charaktere dennoch überwiegend und für Fans der Hebammen-Saga ist der Band sowieso ein Muss.

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    claudia_hinspeters avatar
    claudia_hinspetervor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Entscheidung der Hebamme: Roman: Hebammen Saga 3" von Sabine Ebert

    Der dritte Teil ist sehr emotionsgeladen. Der Leser wird zwischen Glück und Trauer hin und her gerissen. In diesem Teil gibt es schon mal einen Vorgeschmack auf die kommende Zeit, sobald Markgraf Otto das Reich seinem Ältesten Sohn Albrecht überlässt. Eine düstere Zeit kommt über die Christiansdorfer.
    Das Ende des Buches ist wirklich spannend und unerwartet.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Entscheidung der Hebamme" von Sabine Ebert

    Die Geschichte von Marthe und Christian geht weiter: Hoftag in Magdeburg 1179: Kaiser Friedrich Barbarossa ist entschlossen, Heinrich dem Löwen den Prozess zu machen. Das bedeutet Krieg. Christian und Marthe müssen damit rechnen, dass er auch ihr Dorf in der Mark Meißen erreicht. Bald darauf nimmt Markgraf Otto von Wettin Christian als einen seiner Heerführer mit in den Kampf. Währenddessen steht Marthe in Christiansdorf vor einer ganz anderen Herausforderung: Otto hat für die Zeit des Kriegszuges seinen machtbesessenen ältesten Sohn das Kommando über die Christiansdorfer Burg übertragen. Diesem sind Christian, Marthe und ihre Anhänger schon lange ein Dorn im Auge. Mit Mut und Schläue versuchen die Dorfbewohner, sich gegen den gnadenlosen Albrecht zu behaupten. Doch viel muss geschehen, bis Christians Traum wahr wird und aus dem Dorf eine Stadt: Freiberg.

    Wie konnte ich auch denken, dass sich hier etwas ändert? Also meiner Meinung nach hat die Autorin hier nun doch gewaltig übertrieben, vor allem zum Schluss hin – Marthe: verwitwet, geschändet, wieder verheiratet und das innerhalb von wenigen Tagen…
    Und manchmal hatte ich das Gefühl, eine der damaligen „Lore“ Herz-Schmerz Romane meiner Oma in der Hand zu haben…..

    aber nun erst recht ! Soweit ich weiss gibt es noch weitere Folgen dieser Saga und die werde ich mir bei Gelegenheit besorgen und hoffen, dass wenigstens eins wieder an den ersten Band heranreicht!

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    BookFan_3000s avatar
    BookFan_3000vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Entscheidung der Hebamme" von Sabine Ebert

    1179: Kaiser Friedrich Barbarossa ist entschlossen, Heinrich dem löwen den Prozess zu machen. Was Krieg bedeutet. Marthe und Christian müssen damit rechnen, dass auch ihr Dorf nicht verschont bleibt. Dann wird Christian von Markgraf Otto als Heerführer mit in den Kampf genommen. Das Kommando über Christiansdorf wird vom Markgraf an seinen machtbessesenen Sohn übertragen. Dem sind Marthe, Christian und deren Anhänger ein Dorn im Auge. Die Dorfbewohner versuchen sich gegen den machtbessesenen Albrecht zu behaupten. Und doch muss noch viel geschehen, bis Christians Wunsch war wird: das aus dem Dorf eine Stadt wird.
    Wie auch die ersten beiden Teile beruht die Hebammen Saga auf historischen Fakten. Was ja eigentlich recht langweilig wäre. Sabine Ebert schreibt das Ganze aber mit Gefühl, lässt auch die Nebenfiguren nicht links liegen, schreibt auch über die Bösen. Trotzdem wiederholt sich inzwischen vieles. Mir hat das Buch trotzdem gefallen, wer aber Wiederholungen nicht so gern sieht, sollte sich gut überlegen, ob er das Buch liest.

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