Schwert und Krone - Der junge Falke

von Sabine Ebert 
4,9 Sterne bei15 Bewertungen
Schwert und Krone - Der junge Falke
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Eliza08s avatar

Auch Teil 2 überzeugt wieder einmal :-)

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Gefällt mir echt gut. Historisch sehr schön recherchiert und spannend umgesetzt!

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Inhaltsangabe zu "Schwert und Krone - Der junge Falke"

Das große Friedrich-Barbarossa-Epos von der Bestseller-Autorin Sabine Ebert geht weiter! Band 2 der großen Mittelalter-Saga
Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Fast alle großen Adelshäuser rüsten für zwei Kreuzzüge. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem „Wendenkreuzzug“ slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Bevor sie aufbrechen, werden strategische Ehen geschlossen. Friedrich von Staufen, der Neffe des Königs und künftige Barbarossa, heiratet die von ihm ungeliebte Adela von Vohburg, der Meißner Markgrafensohn Dietrich eine gefühlskalte polnische Herzogstochter. Fast alle Männer ziehen in den Krieg – und die Frauen müssen allein mit Hungersnot, Missernten und Angriffen fertig werden.
Auf dem Weg ins Heilige Land macht sich der junge Friedrich einen Namen als militärischer Anführer. Doch der Kreuzzug scheitert katastrophal. Nur wenige kehren heim. Zu den Heimkehrenden gehört der schwer erkrankte König Konrad von Staufen. Die nie erloschenen Machtkämpfe entflammen von neuem. Konrad stirbt wenige Tage vor der Wahl und Krönung seines erst achtjährigen Sohnes zum Mitregenten.
Das ist der Moment, in dem Friedrich von Staufen entschlossen nach der Krone greift. Er will das Reich umgestalten - und eine neue Frau, eine bessere Partie als Adela.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426654132
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:640 Seiten
Verlag:Knaur
Erscheinungsdatum:02.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Eliza08s avatar
    Eliza08vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Auch Teil 2 überzeugt wieder einmal :-)
    Überzeugender zweiter Teil

    Lange habe ich dieses Buch liegen lassen, obwohl mich der erste Band der Saga um Kaiser Barbarossa begeistert hat. Aber es war einfach nicht die richtige Zeit, es passte bisher einfach nicht. Doch dann kam der Moment und ich wusste genau dieses Buch ist jetzt mein Buch, dass ich brauche. Sabine Ebert hat mich auch diesmal nicht enttäuscht; ein opulenter, vielschichtiger historischer Roman der mich wieder einmal restlos begeistert hat.

    Das Cover ist wieder einmal sehr geschmack- und stilvoll gestaltet. Loben möchte ich den hohen Wiedererkennungseffekt der gesamten Reihe, so etwas lieben nicht nur Buchhändler, Bibliothekare sondern vor allen Dingen wir Leser.

    Der Klappentext verrät leider recht viel, was aber nicht weiter dramatisch ist, kennen die meisten Menschen ohnehin, die zu diesem Roman greifen, in groben Zügen die Geschichte Barbarossas. Der Roman lebt auch nicht nur von Barbarossa alleine, es sind die vielen Figuren und Schauplätze, die vielen verschiedenen Erzählstränge, die dem Roman zu dem machen was er ist. Ein prallgefülltes, opulentes, vielschichtiges Mittelalterepos was Spaß macht.

    Es geht um Macht und Machtspiele, um Eitelkeiten und Demut, um Intrigen und Bündnisse, um den Glauben und die Ungläubigen, um Liebe und Hass. Dieses Buch spiegelt die ganze Palette des menschlichen Lebens in vergangenen Zeiten wieder und hält uns so auch heute einen Spiegel vor. Letztlich haben wir Menschen heute die selben Sehnsüchte und Bedürfnisse wie unsere Vorfahren.

    Einen großen Raum in dem Roman nimmt der Kreuzzug nach Jerusalem ein, aber auch der Wendenkreuzzug wird ausführlich thematisiert. Schlachten und Heerstrategien bringt die Autorin in anschaulicher Weise dem Leser näher. Taktik, Kalkül und eine Portion Egoismus sind wohl für die Anführer unabdingbar.

    Die Personenzeichnung ist sehr gut gelungen, die Mischung aus historisch verbürgten Personen und fiktiven Charakteren ist sensationell. Keine Figur wirkt wie ein Fremdkörper in dem Roman, alles fügt sich zu einem wunderbaren Gesamtbild der Gesellschaft zur damaligen Zeit zusammen. Durch die chronologische Erzählweise können wir als Leser auch wunderbar die Entwicklung einiger Personen zu einer ausgereiften Persönlichkeit miterleben. Es macht Spaß einige Figuren zu begleiten und Anteil an ihrem Schicksal zu nehmen, für mich war Gunda, Kunigunde, eine solche Figur.

    Der Schreibstil von Sabine Ebert ist wieder einmal sehr mitreißend, sodass ich wirklich sagen kann, es viel mir oft schwer das Buch aus der Hand zu legen, aber leider endet irgendwann jede Bahnfahrt oder Abend 😉

    Insgesamt wartet der Roman mit drei historischen Karten auf, ein Personenverzeichnis, zahlreiche Stammbäume, ein Glossar, eine Zeittafel und ein ausführliches Nachwort der Autorin runden einen absolut positiven Eindruck des Romans ab. Ich kann diesen Roman definitiv allen Fans von historischen Romanen ans Herz legen, allerdings sollte man mit dem ersten Band der Saga anfange, um die chronologische Entwicklung besser nachverfolgen zu können. Der Roman ist für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet, da beide Geschlechter in diesem Roman genügend Identifizierungspunkte finden werden.

    Ein wirklich überaus gelungener und opulenter Mittelalterroman, der mir ganz viel Freude bereitet hat. Ich danke herzlichst Frau Keßler von der Verlagsgruppe Droemer-Knaur für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars. Wie gut, dass wir jetzt nicht mehr all zu lange auf den dritten Teil der Saga warten müssen 😊


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    MarySophies avatar
    MarySophievor 6 Monaten
    Schwert und Krone - Der junge Falke

    Handlung:

    1147

    Im deutschen Reich ruft König Konrad zu einem Kreuzzug ins Heilige Land auf. Jedoch reisen nicht alle Fürsten mit, gleichzeitig findet auch der Wendenkreuzzug statt, geplant von östlichen Fürsten, bei dem slawische Gebiete im Osten erobert werden sollen und die Bewohner dem richtigen Glauben zugeführt werden sollen.

    Doch bevor der Aufbruch stattfindet, werden Ehen geschlossen, die strategisch lange geplant wurden und den Adelshäusern helfen sollen, Verbündete zu schaffen. So wird zum Beispiel Friedrich von Staufen , später bekannt durch seinen Beinamen Barbarossa, mit Adela von Vohburg verheiratet, obwohl er gegen die Ehe erhebliche Einwände hat.

    Durch die Kreuzzüge ziehen in vielen Teilen des Reichs fast alle Männer in den Krieg, zurückgelassen werden die Frauen mit ihren Kindern und ältere Herren, die für den Krieg schon zu alt sind. Die Daheimgebliebenen müssen sich in dieser Zeit nicht nur Sorgen um ihre Verwandten und Freunde machen, sondern gleichzeitig auch vor Hungersnöten, Angriffen und Missernten.

    Mehrmals stehen Leben auf dem Spiel, die nur teilweise gerettet werden könnten. Nicht nur von der Bevölkerung, die daheim geblieben ist, sondern auch von den Kreufahrern. Wer kehrt wieder heim? Und wer erhebt diesmal Ansprüche auf bestimmtes Land und auch den Königtitel?


    Meinung:

    Ich war auf die Fortsetzung von „Meister der Täuschung“ sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht. Von der ersten bis zur letzten Seite war das Buch ein Highlight für mich, es war so gut!

    Es hat mir große Freude bereitet, in die Welt des Buches einzutauchen und mich einfach fallenzulassen und den Inhalt zu genießen. Das Buch konnte mich vollkommen überzeugen, was wohl besonders daran lag, dass deutlich wurde, wie viel Mühe sich die Autorin gegeben hat, um alles zu recherchieren. Bei jedem historischen Inhalt hatte ich das Gefühl, dass alles Hand und Fuß hatte und konnte mir sehr gut vorstellen, dass die Ereignisse genau so stattgefunden haben könnten. Dadurch hat es mir nicht nur große Freude bereitet, das Buch zu lesen, sondern ich hatte auch das Gefühl, das Wissen richtig aufzunehmen und auch zu verinnerlichen.


    Als ich das Buch geöffnet habe, sind mir sofort kleine Details aufgefallen, die mir gut gefallen. Es gibt mehrere Karten (Buchumschlag, sowie am Anfang des Romans), u.a. in Farbe, die Handlungen, Wege und Reisen viel lebendiger erscheinen lassen und Entfernungen lassen sich dadurch auch einfacher beurteilen.

    Des weiteren steht am Anfang eines jeden Kapitels, um welches Datum sich die Ereignisse abspielen, sowie werden wichtige Personen erwähnt, die eine große Rolle in dem Kapitel spielen.

    Passend dazu gibt es am Anfang des Romans ein Personenverzeichnis, in dem besonders deutlich wird, wie viele historisch verbürgte Personen in dem Roman auftauchen. Auch am Ende des Romans gibt es hierzu noch einige Stammtafeln der Adelsgeschlechter, die die verwandtschaftlichen Verhältnisse verbildlichen.

    Sehr gut gefallen hat mir auch das Glossar und die Zeittafel am Ende des Romans. Sehr hilfreiche Details, die ich bei historischen Romanen immer wieder gerne sehe.


    Der Handlungszeitraum erstreckt sich über einige Jahre. Zwischendrin gibt es immer mal kleine Sprünge, in denen einige Jahre vergehen, jedoch waren diese nicht störend. Zum einen, weil es am Anfang eines jeden Kapitels den Hinweis gibt, in welchem Jahr (und teilweise auch ein genaues Datum) man sich gerade in der Handlung befindet. Des weiteren fehlen keine wichtigen Informationen, für das Verständnis wichtige Details werden alle klar und bildlich geschildert.


    Ich stelle es mir sehr schwierig vor, historische Personen für einen Leser nicht nur lebendig werden zu lassen, sondern ihnen auch gerecht zu werden. Dies ist der Autorin perfekt gelungen, ich fand die Schilderungen der Personen sehr eindrucksvoll und lebendig. Des weiteren kann man sich durch Handlungen und Dialoge gut ein Bild der Protagonisten machen.


    Wie schon erwähnt, treten in dem Roman fast ausschließlich historische Persönlichkeiten auf. Zum einen finde ich es eindrucksvoll, wie es Sabine Ebert gelungen ist, alles so lebendig darzustellen und auch die verwandtschaftlichen Verhältnisse dem Leser zu übermitteln, die teilweise sehr verworren und verwirrend sind.

    Dadurch fand ich es auch einfach, mir das Leben am Hofe vorzustellen, besonders mit all den Intrigen, die allltäglich waren und vor denen scheinbar niemand sicher war.

    Außerdem hat es mir gut gefallen, wenn zwischendurch ab und an Protagonisten aufgetreten sind, die man aus der „Hebammen“-Reihe kennt. Es war ein nettes Wiedersehen und hat bei mir die Frage aufgeworfen, welche Rolle sie in den folgenden Roman einnehmen werden.


    Schon nach den ersten Seiten wird deutlich, dass das Hauptaugenmerk des Romans auf der Geschichte des 12. Jahrhunderts liegt. Wer bei dem Roman auf eine Liebegeschichte hofft, hofft vergebens. Politik und Intrigen sind stets präsent, Hauptthemen des Buches sind Kreuzzüge, die Erweiterung von Herrschaftsgebieten und Intrigen rund um den Thron. Dies wird sehr eindrucksvoll dargestellt und hat mich auch nach dem Beenden des Romans nicht losgelassen. Noch einige Stunden lang habe ich mir Gedanken gemacht, wie die Geschichte wohl weitergehen wird und hätte am liebsten nach den Personen gegoogelt, um mehr zu erfahren. Jedoch konnte ich meine Neugierde daran überwinden und freue mich nun umso mehr darauf, im Herbst den dritten Teil der Reihe lesen zu können.


    Fazit:

    Auch der zweite Band der „Schwert und Krone“-Reihe konnte mich vollends überzeugen. Ein Buch, welches ich in den Jahren noch einige Male in die Hand nehmen werde und von dem ich durchweg nur Gutes sagen kann.



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    nirak03s avatar
    nirak03vor 7 Monaten
    Zitat: „Wer herrschen will, der muss es auch wirklich wollen, wollen um jeden Preis“

    „Der junge Falke“ ist der zweite Band, der aus dem Leben Kaiser Friedrich I. erzählt. Er schließt direkt an den Vorgänger „Meister der Täuschung“ an und es empfiehlt sich, Band 1 gelesen zu haben. Chronologisch schildert Frau Ebert die Ereignisse der Jahre 1147 – 1152. Sie lässt dabei kein noch so kleines Detail aus. Die Kreuzzüge werden geschildert, aber auch der Wendenkreuzzug hat seinen Weg in dieses Buch gefunden. Ereignisse die von der Macht der Kirche schildern genauso wie Streitereien unter den Adligen des Landes.


    Die Autorin erzählt in einigen unterschiedlichen Handlungssträngen, mal von Friedrich als junger Herzog von Schwaben, mal von Heinrich dem Löwen oder Albrecht dem Bären, um nur einige aufzuzählen. Es sind noch etliche mehr. Somit bekommt man einen schönen Überblick über die Ereignisse im Reich. Damit der Leser hier nicht den Überblick verliert, hat Ebert vor jedem Kapitel die Geschichtszahl, den Ort und um wen es sich gerade handelt, als Überschriften gewählt. Sicher ist es manchmal schwierig überhaupt den Überblick über all die Protagonisten zu behalten, zu viele Namen sind gleich, es wimmelt geradezu von lauter Heinrichs, Friedrichs und co., aber Sabine Ebert führt ihre Leser souverän durch die Geschichte. In einem ausführlichen Anhang findet der Leser ein Personenregister und ausführliche Stammbäume der großen Familien dieser Zeit. Sogar eine Karte, auf der man die Wege nachverfolgen kann, die die Heere genommen haben, ist vorhanden.


    Im ersten Band hat mich noch ein wenig gestört, dass es eigentlich keinen Charakter gibt, mit dem ich mitfiebern und bangen konnte. Jetzt im zweiten Teil stört es mich überhaupt nicht mehr, im Gegenteil. Ich fand es einfach nur faszinierend zu lesen, wie Friedrich sich weiter entwickelt. Wie er es langsam schafft vom Herzog immer beliebter zu werden und so nach und nach in seine Rolle hineinwächst. Seine Beziehungen zu seinen Freunden, allen voran Welf VI., oder zu seiner Frau, waren spannend zu beobachten.


    Intrigen haben das Reich bestimmt. Jeder wollte Macht und vor allem Reichtum. Frau Ebert hat genau dies alles geschildert und dabei ein Stück deutscher Geschichte erzählt. Am Ende habe ich meinen Helden in diesem Buch gefunden und warte nun gespannt auf den nächsten Teil. Wie mag es wohl weitergehen mit Friedrich und dem Reich? Die Antwort kennen wir, schon klar, aber der Weg bis ganz nach oben ist ein weiter und voller Gefahren. Ich bin neugierig darauf zu erfahren, was für Details die Autorin bei ihre Recherche noch gefunden hat. Hier hat sie viele kleine Geschichten erzählt, die kaum zu glauben waren, aber doch historisch belegt sind. Ich habe so einiges gelesen, was mir so gar nicht bewusst war. Es war ein Geschichtsunterricht der Spaß gemacht hat. Jetzt heißt es warten auf Band 3, hoffentlich nicht zu lange.



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    Siko71s avatar
    Siko71vor 7 Monaten
    Schwert und Krone - Der junge Falke

    1147: Hungersnot und alle Fürstenhäuser rüsten zum Kreuzzug gegen das heilige Land als Führer König Konrad. Bevor es auf Kreuzzug geht wird Friedrich von Schwaben noch mit Adela und Dietrich der Markgrafensohn mit Dobroniega, eine polnische Herzoginentochter, verheiratet. Nachdem die Ehen vollzogen worden geht es auf in die Schlacht.
    Die zurückgebliebenen Frauen müssen sich mit der Hungersnot,Misserneten und anderen rumschlagen. Besonders Gudrun hat unter ihren eigenen Leuten nicht viele Freunde und sie trifft es am Härtesten.
    Friedrich von Schwaben, Barbarossa, ist auf dem Kreuzzuge sehr beliebt und macht sich einen Namen. Allerdings ist dieser gesamte Kreuzzug eine komplette Niederlage mit hohen Verlusten und einem schwer kranken König Konrad, als sie zurückkehren.
    Friedrich macht sich weiterhin sehr beliebt bei der Bevölkerung und den Fürstenhäusern. Als König Konrad stirbt, betritt er als sein Nachfolger den Thron.

    Wieder ein gut recherchiertes Meisterwerk aus Meisterhand.
    Mehr muß ich dazu nicht schreiben. Ich freue mich auf die Fortsetzung und gebe auch hier wieder 5 Sterne.

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    JulieMalies avatar
    JulieMalievor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Leider nicht so gut wie der erste Band, aber dennoch ein sehr lehrreicher, authentischer und spannender Roman.
    Wie lange hält der vermeindliche Frieden im Reich?

    Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Fast alle großen Adelshäuser rüsten für zwei Kreuzzüge. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem „Wendenkreuzzug“ slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Bevor sie aufbrechen, werden strategische Ehen geschlossen. Friedrich von Staufen, der Neffe des Königs und künftige Barbarossa, heiratet die von ihm ungeliebte Adela von Vohburg, der Meißner Markgrafensohn Dietrich eine gefühlskalte polnische Herzogstochter. Fast alle Männer ziehen in den Krieg – und die Frauen müssen allein mit Hungersnot, Missernten und Angriffen fertig werden.
    Auf dem Weg ins Heilige Land macht sich der junge Friedrich einen Namen als militärischer Anführer. Doch der Kreuzzug scheitert katastrophal. Nur wenige kehren heim. Zu den Heimkehrenden gehört der schwer erkrankte König Konrad von Staufen. Die nie erloschenen Machtkämpfe entflammen von neuem. Konrad stirbt wenige Tage vor der Wahl und Krönung seines erst achtjährigen Sohnes zum Mitregenten.
    Das ist der Moment, in dem Friedrich von Staufen entschlossen nach der Krone greift. Er will das Reich umgestalten - und eine neue Frau, eine bessere Partie als Adela.
    (Quelle: Amazon.de)

    Den zweiten Band der Barbarossa-Reihe von Sabine Ebert wollte ich so zeitnah wie möglich nach dem ersten Band der Reihe lesen. Dadurch konnte ich mich problemlos in die Fortsetzung einfinden, ohne größere Schwierigkeiten zu haben, der Geschichte zu folgen oder die Charaktere zuzuordnen.
    Inhaltlich konnte mich "Der junge Falke" allerdings nicht so packen, wie "Meister der Täuschung". Der Grund dafür lag vor allem darin, dass es für meinen Geschmack viel zu viele Handlungsschauplätze gab. Da war zum einen der Kreuzzug ins Byzantinische Reich, zum anderen der Wendenkreuzzug und hinzu kamen auch noch die Geschichte der zurückgebliebenen Frauen. Damit einher gingen dann auch zahlreiche Figuren, die bereits bekannt waren oder die im Roman neu hinzugekommen sind. In nahezu jedem Kapitel befand man sich an einem anderen Ort, umgeben von anderen Figuren, als es noch im vorherigen der Fall war. Dadurch fiel es mir schwer, mich so in die Geschichte einzufinden, dass ich richtig mitfiebern konnte. Mir persönlich hat die Möglichkeit gefehlt, mich in die Orte und die Charaktere einfühlen zu können, was an den ständigen Wechseln im Handlungsgeschehen lag.
    Nichtsdestotrotz verstehe ich, dass die Zeit, in der das Buch spielt, eine sehr ereignisreiche war und Sabine Ebert versucht hat, so viele Informationen wie möglich dem Leser so kurz wie möglich zu vermitteln. Das ist ihr auf jeden Fall gelungen. Sie schafft es, das Mittelalter so lebendig und spannend zu erzählen, dass man das Gefühl hat, selbst dabei gewesen zu  sein. Hinzu kommt, dass ich am Ende der Lektüre - wie bereits beim ersten Band - das Gefühl hatte, wirklich etwas gelernt und mitgenommen zu haben. Und das tröstet mich auch über die zeitweise sehr sprunghafte Handlung hinweg.

    Fazit:
    Eine gute Fortsetzung, die mit dem ersten Band leider nicht ganz mithalten kann. Dennoch wurde ich gut unterhalten und bin mit mehr Wissen über das Mittelalter aus dem Buch herausgegangen. Auch der dritte Band wird mit Sicherheit in meinem Bücherregal landen.

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    karatekadds avatar
    karatekaddvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eion echter historischer Roman. Wie immer.
    Dem Meister der Täuschung folgt der junge Falke

    1.  Die Geschichte
    Wieder einmal begibt sich Sabine Ebert in das Mittelalter. Seit Jahren macht sie das konsequent und sie hat sich auf das 12. Jahrhundert spezialisiert. Gelegentlich passiert es, dass Autoren sich nach Abschluss eines Romans und einer Romanreihe an die Vorgeschichte setzen. Mit ihrer Mittelaltersaga über die Hebamme Marthe ging das Sabine Ebert genauso vor.

    Daher hat sie nach den Büchern über die Hebamme mit SCHWERT UND KRONE in zwei dicken Bänden die mittelalterliche deutsche Geschichte vor der Krönung Barbarossas zum König und dann zu Kaiser erzählt. Im Teil 1, DER MEISTER DER TÄUSCHUNG berichtet sie zuerst einmal wie nach dem Tod von König Lothar die Staufer mehr und mehr an die politische Spitze des Deutschen Reiches drängen. 

    „Dezember 1137: Kaiser Lothar ist tot, und sofort bricht ein erbitterter Kampf um die Thronfolge aus. Machtgierigen Fürsten und der Geistlichkeit ist jedes Mittel recht, um den Welfen nicht nur ihren Anspruch auf die Nachfolge streitig zu machen, sondern ihnen auch Bayern und Sachsen zu entziehen. Durch eine ausgeklügelte Intrige gelangen die Staufer, die selbst Jahre zuvor durch Ränke an der Machtübernahme gehindert wurden, in den Besitz der Krone. Konrad von Staufen wird in die Königsrolle gedrängt, obwohl ihm dieser Weg missfällt. Bald muss er erkennen, dass sogar sein Bruder und sein junger Neffe, der künftige Friedrich Barbarossa, ihm nur bedingt die Treue halten. Es beginnt ein jahrelanger Krieg – und raffiniertes Intrigenspiel, in dem Welfen, Askanier, Wettiner und viele andere mächtige Häuser mitmischen – und auch so manche Frau.“ (Webseite Droemer-Knauer)

    Nun also das Hörbuch zum Teil 2, Der junge Falke – das erzählt, wie Lothars Neffe Friedrich mit dem rotblonden Bart, daher der spätere Name Barbarossa, die Fürsten dazu bringt, ihn zum König zu wählen. 

    „Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Fast alle großen Adelshäuser rüsten für zwei Kreuzzüge. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem „Wendenkreuzzug“ slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Bevor sie aufbrechen, werden strategische Ehen geschlossen. Friedrich von Staufen, der Neffe des Königs und künftige Barbarossa, heiratet die von ihm ungeliebte Adela von Vohburg, der Meißner Markgrafensohn Dietrich eine gefühlskalte polnische Herzogstochter. Fast alle Männer ziehen in den Krieg – und die Frauen müssen allein mit Hungersnot, Missernten und Angriffen fertig werden.Auf dem Weg ins Heilige Land macht sich der junge Friedrich einen Namen als militärischer Anführer. Doch der Kreuzzug scheitert katastrophal. Nur wenige kehren heim. Zu den Heimkehrenden gehört der schwer erkrankte König Konrad von Staufen. Die nie erloschenen Machtkämpfe entflammen von neuem. Konrad stirbt wenige Tage vor der Wahl und Krönung seines erst achtjährigen Sohnes zum Mitregenten.Das ist der Moment, in dem Friedrich von Staufen entschlossen nach der Krone greift. Er will das Reich umgestalten - und eine neue Frau, eine bessere Partie als Adela.“ (Webseite Droemer-Knauer)

    Die große, die weltpolitisch bedeutsame Geschichte bekommt ihre parallelen Stränge. Eine ist die der Adela von Vohberg, deren Rolle hier die der Erzieherin der Söhne Konrads von Staufen ist und die, verheiratet mit Friedrich von diesem später wegen angeblicher Unfruchtbarkeit geschieden wird. Es ist die Gelegenheit, höfisches Leben zu erzählen durch die (fiktive) Geschichte der Kunigunde von Plötzkau, deren Mann, Graf Bernhard, auf dem 2. Kreuzzug ums leben kam. Kunigunde, Gunda, ist im Roman eine Freundin Adelas, sie wurde dann die Geliebte Dietrichs von Landsberg.

    Ein anderer Strang ist den Leserinnen und Lesern von Sabine Ebert vertrauter, dies ist die Geschichte der Wettiner, der Markgrafen von Meißen – bekannt aus der genannten Hebammensaga. Doch nicht nur erfahren wir mehr von Konrad, Otto und Dietrich, es geht um einen kleinen Knappen, Waise inzwischen, dessen Herkunft der Markgraf Konrad geheim hält. Christian heißt der Kleine, dessen Vater der MEISTER DER TÄUSCHUNG ist, welcher in grausamer Art und Weise hingerichtet wurde. Wer die Ursachen der Freundschaften und Feindschaften des späteren ministerialen und dann freien Ritters Christian von Christiansdorf, erzählt in den Hebammensaga, erforschen möchte, der findet sie hier.

    2.  Das Buch
    Mit dem Leben von  Adela und Kunigunde sowie des fiktiven Ritters Christian schafft es die Autorin wiederholt, große Geschichte und die Lebensweise der hohen Fürsten bis zum niederen Adel, durch Christians Eltern bis in das Volk zu erzählen. Wiederum gilt hier, dass dadurch ein echter historischer Roman entsteht, nicht nur eine Abenteuer- oder Liebesgeschichte, die in das Mittelalter verpflanzt wurde und in jeder anderen Zeit hätte spielen können.Nicht erst mit SCHWERT UND KRONE reiht sich die Sabine Ebert immer mehr in die Gruppe ausgezeichneter Verfasserinnen und Verfasser historischer Romane ein. Sie bewies das ja mit ihrem Meisterwerk 1813 – Kriegsfeuer und 1815 – Blutfrieden, in denen sie das Mittelalter in Richtung 19. Jahrhundert verließ.Hervorzuheben ist meiner Auffassung nach, dass die wundersamen Heilkräfte, das „zweite Gesicht“ welches bei Marthe in der Hebamme doch deutlich betont wurde, hier weniger eine Rolle spielt. Bei aller Sympathie für die heilenden, die weisen Frauen, welche als Hebammen Gefahr liefen, zur Hexe gebrandmarkt zu werden, es war ein wenig zu viel „Geheimnis“, zuviel „Wunder“ dabei. Ein Umstand, welcher in den letzten historischen Romanen keine Rolle mehr spielte.Gleichwohl, das zeigt, dass sich Sabine Ebert treu bleibt, sind die Frauen ihre eigentlichen Helden(innen) einer männerdominierenden Geschichte. Sie steht ihnen bei vor allem eben bei den Geburten, die oft tödlich ausgingen. So erzählt sie vom Burgfräulein Isa, der Gunda von Plötzkau bis in die letzte qualvolle Stunde beisteht, gedrängt von einem Priester, der der Lebendgeburt des Kindes weit höhere Bedeutung zumisst, dem das Leben der Mutter, da diese ja bereits getauft, letzlich völlig egal ist.

    Man kann sich an einen solchen Wälzer als Hörbuch gewöhnen, wenn er so gut gelesen wird, wie von Gabriele Blum.

    3.  Die Autorin
    Drei Bände sollen es werden und sicher findet sich dann wieder ein nahtloser Übergang zum Beginn des Schaffens von Sabine Ebert. Als sie nach dem Studium der Sprach- und Lateinamerikawissenschaften nach Freiberg kam, faszinierte sie die Geschichte des erzgebirgischen Silbers. „Also beschloss ich, diese Geschichte in einem Roman zu verarbeiten. Damals glaubte ich noch, den von Anfang an auf dreißig Jahre konzipierten Handlungsbogen in einem Buch unterbringen zu können. Nach 650 Seiten war ich gerade einmal drei Jahre weit in der Handlung vorangekommen, so dass die Einsicht in mir reifte, den Stoff doch besser auf mehrere Bücher zu verteilen. Fünf, um genau zu sein.“ Wenn wir diesen Maßstab an SCHWERT UND KRONE anlegen, dann wird mittendrin der Markgraf von Meißen, genannt Otto der Reiche einem jungen ministerialen Ritter den Befehl geben, Siedler aus dem Brandenburgischen in den dunklen Wald zu holen. Doch bis dahin bleibt noch etwas Zeit. Zumindest bis zum Herbst 2018.

    KaratekaDD

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Bin schon jetzt gespannt auf Band 3 der lebendig spannenden Barbarossa-Reihe. Absolut rund und genial spannend geschrieben
    Barbarossa-Epos Teil 2


    Neulich habe ich den zweiten Band der Reihe "Schwert
    und Krone" von Sabine Ebert gelesen und muss euch unbedingt berichten, wie
    mir das Buch gefallen hat.



     



    Es ist ein historischer Roman, der im bitteren Winter 1147
    beginnt. Er schließt an Band 1 an („Meister der
    Täuschung") und hat den Untertitel "Der junge Falke".



     



    Wir befinden uns in einer
    verzweifelten Lage und lesen von König Konrad, der auf dem Kreuzzug ins Heilige
    Land ist, gemeinsam mit Armen und Adligen. Mit dabei auch der zukünftige Kaiser
    Barbarossa u.a. Es werden Ehen geschlossen, die strategische Hintergründe haben
    und Friedrich heiratet Adela von Vohburg ... die er nicht liebt. Missernten gibt
    es und Angriffe finden statt - damit müssen die Frauen allein zurechtkommen,
    die Männer sind im Krieg. Die Slawen unten Niklot wollen ihre Kultur retten und
    der Kreuzzug scheitert. Friedrich setzt alles daran, um das Reich zu verändern
    und auch sein Leben will er verändern ...



     



    Geschichte so hautnah zu erleben, so
    tiefgründig und Wahres mit Fiktivem glaubwürdig verbunden, spannend
    präsentiert, das hat echt Freude gemacht zu lesen. Vorn aufgeklappt sieht man
    farbig die Karte Mitteleuropas aus dem Jahr 1147. Es folgt die Auflistung der
    handelnden Personen.



     



    Das Buch ist in drei Teile gegliedert
    und zum Schluss gibt es noch den Stammbaum der Welfen und Staufer mit der
    Stammtafel der Jahr 1120 - 1252, der Komnenen - der Kaiser von Byzanz von 1005
    bis 1222, der Piasten - der Herzöge und Könige von Polen (945 bis 1202), der
    slawischen Fürsten 955 - 1227, der Grafen von Holstein 1110 - 1261, der
    Wettiner (1034 - 1221), der Askanier 1123 - 1267, der Ludowinger (1131 - 1247),
    der Zähringer (1000 - 1218) - es folgt das Glossar mit den wichtigsten
    Begriffserklärungen, Infos zu Fachliteratur zur Thematik und eine Zeittafel mit
    ausführlichen Infos. Hinten im Buch ist farbig eine Karte mit dem
    Wendenkreuzzug des Jahres 1147 zu sehen.



     



    Wir finden uns in Lübeck wieder, die
    Stadt brennt und in Regensburg zieht das Kreuzfahrerheer über die Steinerne
    Brücke, Nürnberg ist ebenfalls Spielort im Buch. Die Fürsten von Sachsen und
    Anhalt sowie Meißen bekriegen die Nachbarsslawenstämme. Der König ist schwer
    erkrankt, als er zurück kommt und er stirbt, was aber macht er kurz bevor er
    von dieser Welt geht ???



     



    Ich verrate es nicht, lest selbst,
    dieses Historienepos ist extrem spannend und topp recherchiert geschrieben. Macht
    total Freude, zu lesen. So bekomme ich Geschichte gern serviert. Bin schon
    jetzt gespannt auf Band 3 der lebendig spannenden Barbarossa-Reihe.




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    Angie*s avatar
    Angie*vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Wahnsinnig interessant! Toll, dass diese Reihe von der Autorin fortgesetzt wird,,,
    Spannende deutsche Geschichte,,,,

    Meine Meinung: 




    Wir befinden uns im Jahr des Herrn 1147 . Der Papst und die ganze europäische Christenheit , Ritter und Könige  gieren nach der Stadt Jerusalem und organisieren Kreuzzüge in das heilige Land, um es zum rechten, christlichen Glauben zu bekehren.


     


    Friedrich von Schwaben, der später als *BARBAROSSA* in die Geschichte eingeht,  wird von Sabine Ebert in ihrem erstklassig recherchierten Roman als einer der vielen Protagonisten lebhaft und als Mensch mit vielen positiven und auch negativen Charaktereigenschaften dargestellt. Die Autorin hält sich allerdings  streng an verbürgte Tatsachen und verpackt dieses immense Geschichtswissen in eine spannend und nie langweilig zu lesende Geschichte, deren Protagonisten sie Leben, Vielfalt und Charisma eingehaucht hat.    


    Sie zeigt die Intrigen und Bemühungen der Mächtigen auf, wie zum Beispiel von Heinrich dem Löwen, Albrecht dem Bären und Konrad von Wettin, dem Aufruf zum Kreuzzug in das heilige Land  zu entgehen.  Sie wenden sich einfach den Gebieten im Osten zu. Und wieder hält der christliche Glaube her und zwar nach dem Motto * Tod oder Taufe* ! Geschickt  werden die Wenden und slawischen Volksstämme im Osten mit roher Gewalt von diesen drei einflussreichen Anführern der Ritterschaft  zum christlichen Glauben bekehrt. 


    Sabine Ebert zeigt uns in ihrem Buch einen spannenden Blick auf dieses Geschehen und wir nehmen manch bitteres Schicksal einzelner Protagonisten zur Kenntnis. Vor jedem Kapitel hat  sie in der Überschrift die teilnehmenden Personen und Orte aufgeführt. Das empfand ich als sehr angenehm, denn sonst verliert man als Leser doch schnell die Übersicht.


    Auch die Not der einfachen Menschen in ihrem Leben als Bauern, Handwerker oder auch als Gesetzlose dieser Zeit  werden packend und einprägsam aufgezeigt. Hunger, Gewalt, Krieg und religiöser Fanatismus prägen alle Gesellschaftsschichten, oft geschickt verbergend, dass es auch oft um rein wirtschaftliche Faktoren in den Auseinandersetzungen  ging.


    Die Autorin hat auch den Frauen aller Stände ein Gesicht gegeben und für sie eine * Lanze gebrochen*, im wahren Sinn dieser Worte, denn es ist eine Redewendung aus dem Mittelalter und beschreibt wer mutig, stark und kräftig war im alltäglichen Kampf um das Überleben. Frauen waren ohne den Schutz des Ehemannes oder männlicher Verwandter Menschen zweiter Klasse  und wurden zum Beispiel schon als zwölfjährige Mädchen zwangsverheiratet. Sie starben oft an Komplikationen durch zu frühe Geburten im Kindbett.




    Zurück zum Kreuzzug von König Konrad und seinen Rittern in das heilige Land. Friedrich von Schwaben macht sich bei dieser Aktion einen Namen und Freunde , die er später gut nutzt um dem wohl an Malaria erkranktem König Konrad und seinem 10 jährigen Mitregenten Heinrich Berengar die Krone streitig zu machen.


    Der Kreuzzug endet kläglich mit dem Verlust der fast gesamten Ritterschaft . Jerusalem wird nie erreicht, sondern der Rückzug wurde angetreten.


    Ich bin sehr gespannt , wie diese Reihe weitergehen wird. Sabine Ebert schenkt uns mit ihrer tollen Reihe spannendes, mitreissend echtes Geschichtswissen, welches bei vielen Lesern vielleicht im Schulunterricht langweilig vorbeigelaufen ist… 

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    MichaelSterzikvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Bravourstück und Meisterwerk. Krieg - Intrigen - Politk- spannend und packend erzählt. Emotionale Schicksale, Tragik; Liebe...!Bravo
    Tod oder Taufe?

    Nach dem beeindruckenden Erfolg ihres ersten Teils der geplanten Romanreihe: Schwert und Krone – Meister der Täuschung, veröffentliche nun die bekannte, in Leipzig lebende Autorin Sabine Ebert ihren nächsten Band: „Der junge Falke“.

    Das Spiel um den Königsthron geht imposant geschildert und verdammt spannend weiter. König Konrad, aus dem Adelsgeschlecht der Staufer regiert das römisch-deutsche Reich mit vielen internen Schwierigkeiten und nicht unbedingt mit einer konsequenten, harten Hand. Intrigen am Hofe Konrads, der Kreuzzug und der Wendenkreuzzug gegen die Slawen offenbaren politische Schwächen und stärken die Position seines Kontrahenten, dem jungen Herzog Heinrich der Löwe, aus dem Geschlecht der Welfen.

    Die Autorin Sabine Ebert versteht es auch mit dem zweiten Band ihrer auf zehn Bände ausgelegten Reihe, ein Stück deutscher Geschichte, informativ, lehrreich und sehr spannend darzustellen. Eine große Rolle spielt „der junge Falke“ – Friedrich von Schwaben, der spätere König und Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Die Umschreibung „junger Falk“ ist von der Autorin sehr gut gewählt. Der junge Adelige, zum Teil Staufer, zum Teil Welfe, beherrscht das gefährliche Spiel um den Thron mit einem sehr politisch-orientierten Blick für eine kommende Regentschaft. Aus einer beobachtenden Perspektive, mit dem detaillierten Blick eines Falken, der seine Umgebung sondiert und analysiert, bereitet er sich vor.

    Es gibt viele historische Romane, die sich mit der englischen, mittelalterlichen Geschichte beschäftigen, unzählige Geschichten von Königen und Kreuzzügen füllen neben dramatischen Frauenschicksalen, die Bücherwände unserer Buchhändler. Doch was ist mit unserer eigenen Geschichte und unseren Adelshäusern? Höchstwahrscheinlich wissen wir wenig, viel zu wenig.

    Als Autorin historischer Romane kann der erzählerische Grad zwischen Fakten und Fiktion sehr schmal ausfallen. Sabine Eberts Bühne sind überwiegend die geschichtlichen Fakten. Seit ihren Bänden 1813 und 1815 beschäftigen, die sich mit der Völkerschlacht bei Leipzig, widmet sie sich der deutschen Vergangenheit.

    Nach den zwei Bänden: „Meister der Täuschung“ und dem vorliegenden Band: „Der junge Falke“, kann man sagen: Es ist ihr ein Bravourstück gelungen. Meisterlich recherchiert und geschichtliche Lücken sauber interpretiert und in die historische Handlung eingepasst. Die Autorin, die sich bei Recherchen zu ihren Romanen, historischer Fachliteratur bedient und sich aktiv mit Historikern über Quellenlagen informiert, weiß, wovon sie schreibt.

    Der zweite Band aus der Reihe „Schwert und Krone“ – der junge Falke – schließt direkt an den ersten Band an. Ihre Schilderungen der beiden Kreuzzüge, und die direkte, politische Auseinandersetzung der führenden Adelsdynastien, bergen eindrucksvolle, spannende Geschichten, voller Dramatik und Tragik. Weder manipuliert die Autorin die vorhandenen, geschichtlichen Fakten, noch bedient sie sich einer hohen, erzählerischen Freiheit. Das ist weder stocknüchtern, oder bierernst – es ist unsere Vergangenheit – unser Erbe, dass spannend wie nie erzählt von ihr erzählt wird.

    Wenn Freunde, aus politischen Gründen zeitweise zu Feinden werden, Kreuzzüge in Katastrophen enden, sich Menschen für Ideale opfern – und diese Szenarien nicht nur spannend, sondern auch feinfühlig, sensibel erzählt werden, dann ist das optimale Kopfkino des Lesers eingeschaltet.

    Es gibt einige Szenen in dem Roman, die den Leser aufrütteln werden – der Leitspruch – „Taufe oder Tod“ und natürlich das bekannte „Gott will es“ , bergen einen Schrecken, den die Autorin perfekt transportiert. Ebenfalls gibt es ein paar wohldosierte Gänsehautmomente, wenn Figuren sich ihrem endlichen Schicksal stellen.

    Es gibt nur wenige Kritikpunkte, die ich für mich erkennen kann. Zum einen habe ich vermisst, dass die Perspektive der Slawen praktisch wenig behandelt wird, allerdings betonte die Autorin, dass die Quellenlage außerordentlich sparsam ist. Im ersten Band, gab es neben der Vielzahl historisch verbürgte Personen, einen sympathischen, spionierenden Spielmann, der wunderbar in die historische Rahmenhandlung eingepasst wurde – den Luxus einer fiktiven Figur, spart sich die Autorin diesmal für den dritten Band auf.

    „Schwert und Krone“ der junge Falke von Sabine Ebert ist brillant. Die Handlung realistisch, konsequent und mit viel Platz für Dramatik und Tragik grandios. Ein Stück unserer Geschichte verpackt in mit einer historischen Schleife, ein literarisches Geschenk, dass zum Pageturner wird.

    Michael Sterzik

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    Helene2014vor einem Jahr
    Toll geschriebene Reihe

    Dies ist der zweite Teil der Trilogie um Friedrich Barbarossa. Diesmal ist das Hauptthema der Kreuzzug sowohl ins Hl. Land wie auch der Wendenkreuzzug. Von diesem Kreuzzug hatte ich bisher kaum etwas gehört oder gelesen und ich fand dieses Kapitel sehr interessant.


     Friedrich muss Adela von Vohburg heiraten auf Befehl seines Vaters und man ahnt es schon: eine Liebesheirat ist das gewiss nicht. Friedrich beachtet seine junge Frau überhaupt nicht, was für Adela -die sich in ihn verliebt hat- furchtbar ist. Überhaupt wird von der Autorin wieder viel über das Schicksal der Frauen in dieser Zeit erzählt, egal ob adlig oder bitterarm. Kinderehen sind im Mittelalter auch nichts Ungewöhnliches und diese jungen Mädchen starben meist im Kindbett, da sie natürlich körperlich für eine Schwangerschaft und Geburt nicht reif waren. Auch das Elend auf den Kreuzzügen, bei denen viele arme Pilger mitzogen, wurde sehr gut beschrieben. 


    Sehr gelungen fand ich die Beschreibung der einzelnen Personen, allen voran Friedrich Barbarossa. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen und hatte das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

    Das Buch ist wieder ausgezeichnet recherchiert und überzeugt mit seinem flüssigen Schreibstil. Man kann es natürlich auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes lesen. Ich kann aber den ersten Band auch sehr empfehlen. 


    Fazit: Schon der erste Band konnte mich voll überzeugen und auch dieser zweite Band hat meine Erwartungen erfüllt und mir schöne und interessante Lesestunden beschert. Jetzt freue ich mich schon auf den dritten Band. Ich vergebe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Süßer die Bücher nie klingen!

    Die Plätzchen stehen neben dem liebsten Heißgetränk, im Kerzenschein erstrahlt die Leseecke – Und während wir unsere Wohnung winterlich einrichten, sollte das Bücherregal nicht leer ausgehen. Das ruft nach neuen Büchern, oder?

    Deswegen freuen wir uns, euch beim LovelyBooks Advent  buchige Geschenke machen zu können!

    Vom 01.12. bis zum 24.12. öffnen wir jeden Tag unser Bücherregal für euch und ihr habt die Chance euch selbst zu beschenken.

    Am 01.12.2017 haben wir folgendes Buch für euch:

    Schwert und Krone - Der junge Falke von Sabine Ebert

    Mehr zum Buch:
    Anfang 1147 sorgen Hungersnot und Weltuntergangspropheten in deutschen Landen für Verzweiflung. Fast alle großen Adelshäuser rüsten für zwei Kreuzzüge. Unter König Konrad wollen Zehntausende ins Heilige Land, während die östlichen Fürsten planen, mit ihrem „Wendenkreuzzug“ slawische Gebiete an Elbe, Havel und Küste zu erobern. Bevor sie aufbrechen, werden strategische Ehen geschlossen. Friedrich von Staufen, der Neffe des Königs und künftige Barbarossa, heiratet die von ihm ungeliebte Adela von Vohburg, der Meißner Markgrafensohn Dietrich eine gefühlskalte polnische Herzogstochter. Fast alle Männer ziehen in den Krieg – und die Frauen müssen allein mit Hungersnot, Missernten und Angriffen fertig werden. 


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    Dann bewerbt euch heute am 01.12.2017 direkt über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verratet uns, warum ihr das buchige Geschenk gerne hättet! Und morgen wird direkt ausgelost!

    Mitmachen lohnt sich!
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