Sabine Eichhorst Die Liebe meines Vaters

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Inhaltsangabe zu „Die Liebe meines Vaters“ von Sabine Eichhorst

Als Loris Schorb 1930 in Budapest aus dem Zug steigt, verliert er sein Herz: Erst an die Stadt mit
ihren Kuppeln und Brücken, ihrem pulsierenden Leben, den freundlichen Menschen, dem Duft von
Mokka und warmem Mohnstrudel. Dann an die eigenwillige und kluge Éva, die zu allem eine Meinung
hat, auch zur Politik. Drei Jahre lang reist Loris immer wieder nach Budapest - doch auch Éva liebt
ihre Heimatstadt, und über das ferne Deutschland senkt sich bereits der Schatten des Nationalsozialismus.
Kann es für sie und Loris eine gemeinsame Zukunft geben?
Ende der 1950er Jahre verliebt sich in München die junge Maria in den Ungarn János. Als sie ihm
eines Tages alte Familienfotos zeigt, deutet er auf eine junge Frau – und erkennt in ihr seine Tante,
Éva. Der Mann an ihrer Seite ist Marias im Krieg verschollener Vater Loris.

Herangehensweise und Umsetzung sind lebendig bewerkstelligt, sodass man der Autorin die Szenen abnimmt, sich damit identifizieren kann.

— HEIDIZ

Ein interessanter Blick auf Budapest, aber die Geschichte war mir zu bedrückend und lückenhaft.

— marcelloD

Ein Romandebüt voller Leid, Tragik und Liebe!

— SarahV

Obwohl ich mir eine etwas andere Geschichte erwartet hatte, beeindruckte mich der großartige Schreibstil der Autorin. Tolles Kopfkino!

— tinstamp

Sehr eindringlich und berührend.

— -sabine-

Eine Liebe im Schatten des 2. Weltkrieges

— petra_radtke

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  • Liebe vopr historischer Kriegskulisse

    Die Liebe meines Vaters

    HEIDIZ

    22. June 2016 um 10:55

    Sabine Eichhorst hat den Roman "Die Liebe meines Vaters" geschrieben. Diese Geschichte hat mich begeistert und extrem spannend unterhalten.   Wir lernen Loris Schorb kenne, der im Jahr 1930 in Budapest aus dem Zug steigt. Er verliebt sich in die Stadt und das Leben in dieser - in ihre Menschen und den Duft von Mokka und leckerem Mohnstrudel, aber er verliebt sich auch in Eva - die eigensinnige politische Eva. Immer wieder reist er in diese Stadt, die Eva auch so sehr liebt.  In Deutschland sind schon die ersten Anzeichen des Nationalsozialismus zu spüren. Die Frage ist, ob Loris und Eva eine Zukunft beschieden sein wird ...   Wir machen einen Sprung in die End50er und lernen verliebt Maria in den Ungarn János kennen. Sie zeigt ihm Familienfoto, auf denen János seine Tante Eva zu erkennen glaubt - neben der Marias im Krieg verschollener Vater Loris zu sehen ist. ...   Eine wundervolle Geschichte vor dem historischen Hintergrund des Zweiten Weltkrieges ...   Leseprobe: ========   Irgendwann mahnte die Lehrschwester zur Heimfahrt, und er verabschiedete sich so galant, wie er sich zum Tanz aufgefordert hatte. Sechs Jahre später sprach sie am Bahnhof in Stuttgart ein Mann an. Es dauerte, bis sie ihn erkannte. Sein Gesicht war jetzt kantiger, sein Haar länger, und sein Blick seltsam trüb. ...   Ich finde die Geschichte von der Umsetzung der Idee perfekt gemacht. Man liest sich von Beginn an in die Handlung ein und die Charaktere erstehen bildhaft vor dem geistigen Auge. Der historische Hintergrund und die fiktive Geschichte werden perfekt miteinander verbunden.   Die Liebesgeschichte ist nicht kitschig, sondern glaubwürdig dargestellt und die Herangehensweise und Umsetzung sind lebendig bewerkstelligt, sodass man der Autorin die Szenen abnimmt, sich damit identifizieren kann.   Wundervoll spannend und flüssig zu lesen.

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  • Bedrückende Atmosphäre

    Die Liebe meines Vaters

    marcelloD

    04. June 2016 um 13:14

    "Die Liebe meine Vaters" handelt Loris, der 1930 ein paar Urlaubstage in Budapest verbringt. Er verliebt sich in die Stadt, aber auch in Éva, eine intellektuelle Ungarin, die zu Kunst und Politik immer eine Meinung hat. Von nun an zieht es Loris immer öfters nach Budapest, doch die Beziehung der beiden steht unter keinem guten Stern, denn die Nationalsozialisten drängen an die Macht und Loris muss seine Pflicht dem Vaterland gegenüber erfüllen, als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbricht. Dieses Buch überzeugt bereits im Buchladen mit einem wunderschönen Cover. Budapest im Hintergrund angedeutet, dazu ein sich küssendes Pärchen und der romantische Titel "Die Liebe meines Vaters". Was erwartet man also? Eine Liebesgeschichte, die durch den Krieg einige Steine in den Weg gelegt bekommt. Gefühle, ob fröhlich oder traurig und vor allem auch ein Porträt von Budapest. Und was bekommt man als Leser? Zumindest das Porträt von Budapest wurde erfüllt. Über Ungarn ist mein Wissen wirklich spärlich, daher fand ich die Darstellung der ungarischen Stadt gepaart mit kulturellen Informationen, der Sprache und den Menschen sehr interessant. Der Rest aber war mühsam und hat das hat folgende Gründe: Am Anfang ist die Geschichte zunächt gut aufgebaut: man begleitet Loris bei seiner Ankunft in Budapest. Man erfährt bereits einiges über ihn und seine Familie. Und auch die Anfangserlebnisse sind interessant geschildert. Loris lernt das ungarische Essen kennen, er lernt die ersten Menschen kennen, er stolpert noch etwas mit der Sprache und er lernt eben Eva kennen. Eine Frau, die ebenfalls sehr interessant porträtiert wird. Doch dann erfolgt plötzlich ein Bruch. Es werden ständig Zeitsprünge vorgenommen. Aber man kann sich einfach nicht mehr in der Geschichte zurecht finden, da das Geschehen, was man durch den Sprung verpasst hat, einfach übergangen wird. Man muss sich ständig auf neue Situationen einstellen. Plötzlich ist Krieg, plötzlich ist Loris anderweitig verheiratet. Es wird nur noch wenig erklärt, vieles wird in ein, zwei Nebensätzen rückblickend noch mal erklärt, aber da war ich in der Geschichte bereits verloren. Mit Kriegsbeginn wandelt sich auch die Atmosphäre der Geschichte vollkommen: man erlebt Loris und seine Frau, wie sie mit dem Krieg kämpfen. Sicherlich ist die Darstellung ihrer Ehe, ihrer Familie mit der kleinen Tochter und ihr Briefwechsel sehr realistisch dargestellt. Aber die Atmosphäre wurde so erdrückend und negativ, dass ich mich richtig schlecht gefühlt habe. Vorwürfe, Vorwürfe, Vorwüfe. Dabei war man nie Zeuge eines glücklichen Augenblicks des Ehepaars. Man kann nicht mehr mit ihnen mitfühlen, stattdessen werden sie fast schon unerträglich. Auch das Ende wurde nicht besser: zwar wurde im Klappentext angekündigt, dass es am Ende ums Loris' Tochter gehen würde. Aber sie macht sich nicht auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, alles passiert zufällig und auch hier werden nur noch wie nebenbei Antworten geliefert. Für mich blieb am Ende nur noch die Frage: Was sollte das ganze? Die Geschichte soll ja auf einer wahren Begebenheit beruhen, aber so lückenhafte Geschichten mit erdrückender Atmosphäre, das sind nicht die Begebenheiten des Lebens, die ich ausgearbeitet in einem Roman wiederfinden möchte. Fazit: Das Porträt Budapests ist definitiv das Highlight der Geschichte. Die Geschichte dagegen flacht irgendwann dermaßen ab, dass ich mich bis zum Ende durchringen musste. Ständige Zeitsprünge, viel Elend und ein nichtssagendes Ende, dieses Buch würde ich nicht weiterempfehlen!

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  • Ein Romandebüt voller Leid, Tragik und Liebe!

    Die Liebe meines Vaters

    SarahV

    19. May 2016 um 12:01

    Beim Stöbern ist mir dieses Buch aufgrund seines ansprechenden Layouts sofort in die Hände gefallen. Der Klappentext überzeugte mich schließlich, das Buch zu kaufen und ich wurde nicht enttäuscht. In ihrem Romandebüt erzählt Sabine Eichhorst eine Geschichte voller Leid, Tragik und Liebe.In einem sehr emotionalen und leicht zu lesenden Schreibstil entwickelt die Autorin eine berührende Geschichte, die mich von Anfang an fesselte und das Buch nicht mehr aus der Hand legen ließ. Sabine Eichhorst gelingt es auf wunderbare Weise, den Leser in das Leben des damaligen Budapests und die ungarische Lebensweise zu entführen.Neben der bewegenden Geschichte um Loris Schorb ist der Autorin mit diesem Werk ein bildhafter und authentischer Roman über die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs geglückt. In seinen Briefen schildert Loris seine Erlebnisse an der Front. Schockierende Kriegseindrücke, die mich sehr mitgenommen und bedrückt haben... "Die Liebe meines Vaters" ist nicht nur die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe in Budapest. Auf Grundlage einer wahren Begebenheit und einer Sammlung von Feldpostbriefen, die der Autorin zur Verfügung gestellt wurden, entstand ein Roman, der Gefühle, Emotionen und zwischenmenschliche Beziehungen während den Wirren und politischen Unruhen des Zweiten Weltkriegs auf bedrückende und zugleich beeindruckende Art und Weise darstellt.

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  • Liebe zur Zeit des 2. Weltkrieges

    Die Liebe meines Vaters

    smilee_lady1988

    17. May 2016 um 12:46

    Das Buch nimmt seinen Anfang im Jahre 1930 in Budapest. Der angehende Lehrer Loris Schorb besucht das erste Mal Budapest und verliebt sich sofort in die Stadt - aber nicht nur die Stadt nimmt einen besonderen Platz in seinem Leben ein, auch sein Herz vergibt er an die schöne Eva. Die junge Frau vertritt ihre Meinung - auch in Sachen Politik. Die beiden geniessen drei Jahre lang immer wieder die Zeit, die Loris in der Stadt verbringt. Doch der Nationalsozialismus in Deutschland breitet seine Schatten bereits aus. Die beiden werden vor die Frage gestellt, ob ihre Liebe eine gemeinsame Zukunft hat.Der zweite Teil des Buches spielt einige Jahrzehnte später, nämlich Ende der 50er Jahre. Die junge Maria verliebt sich in Janos, einen Ungaren. Sie zeigt ihm eines Tages ein Bild, worauf er sofort seine Tante wieder erkennt: Eva. Doch das ist nicht die einzige Überraschung. Denn der Mann an Evas Seite ist kein geringerer, als Marias verschollener Vater Loris.Bücher, die um den zweiten Weltkrieg herum spielen, sind genau meins und daher habe ich mich riesig auf das Buch gefreut. Und es beruht auf einer wahren Begebenheit, was die Geschichte erst Recht reizvoll für mich gemacht hat.Die ersten ca. 100 - 150 Seiten haben sich ein wenig gezogen. Die Liebesgeschichte von Loris und Eva finde ich ganz nett, aber ich hätte mir das ein wenig knackiger gewünscht. Dennoch fand ich gut, dass man einen Einblick in Budapest zu jener Zeit bekommen hat und wie die Menschen dort gelebt haben.Richtig interessant wurde es, als der Krieg losging und man unter Anderem durch Briefe von Loris an seine Frau (ob dies Eva ist oder nicht, müsst ihr selbst herausfinden *zwinker*) miterlebte, wie sich ein Soldat an der Front fühlt. Besonders Loris Frau konnte ich zwar teilweise verstehen, aber meistens habe ich nur den Kopf geschüttelt. Ich fand es irgendwie schade, dass man mehrheitlich durch die Briefe von Loris erfahren hat, was sie ihm geschrieben und mitgeteilt hat.Der ein oder andere Brief von ihr an ihn wäre toll gewesen. Aber ich weiss nicht, ob diese Briefe überhaupt noch existieren. Vielleicht ist deshalb kein Brief aus ihrer Sicht geschrieben worden.Mir hat auf jeden Fall gut gefallen, dass man einen anderen Blick auf die Dinge bekommen hat. Und dem Leser wird aufgezeigt, was der Krieg mit Familien gemacht hat. Das ist sehr erschreckend und ich hoffe, dass die Menschen eines Tages zur Vernunft kommen und aufhören, sich ohne Grund einfach umzubringen. Das Leiden der Menschen, Hinterbliebene und Soldaten gleichermassen, kann nicht in Worte gefasst werden.Der letzte Teil, mit Loris Tochter Maria, hat mir gut gefallen. Es war gut aufgelöst und man hat einige Dinge erfahren, die zwischen den Besuchen von Loris in Budapest und dem Krieg passiert ist. Und natürlich auch, was während und nach dem Krieg in Ungarn von sich gegangen ist. Hier hätte ich mir das Ganze ein wenig ausführlicher gewünscht, aber es war in Ordnung.Die Personen finde ich gut beleuchtet. Nur Maria kam meiner Meinung nach ein Wenig zu kurz. Da hätte ich mir noch ein wenig mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Aber alles in allem sind die Charaktere gut geschrieben.Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Ich bin fast nur so durch die Seiten geflogen und ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen. Leider haben mir aber die Emotionen ein wenig gefehlt. Das Gefühl, da ich erwartet hatte, blieb aus. Besonders der zweite Teil, mit Loris Briefen und seinem Fronteinsatz, hätte ich mir emotionaler vorgestellt. Es war jedoch eher nüchtern statt emotional. Das finde ich ein wenig schade.Das Cover finde ich unheimlich schön! Es passt sehr gut zur Geschichte.FazitEin interessantes Buch, das die Zeit vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg aufzeigt - besonders in Budapest. Durch die paar Kritikpunkte erhält das Buch von mir 4 Sterne.

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  • ein ganz besonderes Buch

    Die Liebe meines Vaters

    robbylesegern

    23. March 2016 um 19:48

    " Die Liebe meines Vaters " ist das Romandebüt der Schriftstellerin Sabine Eichhorst und ich wünsche ihm viele Leser. Dieses Buch besticht nicht nur dadurch, dass die Geschichte einen wahren Hintergrund hat, sondern auch durch die besondere Art, wie die Autorin ihn präsentiert.Nicht nur das Budapest der Vorkriegszeit wird hier in wunderbaren Schilderungen skizziert , sondern die Autorin schafft Figuren, denen man sich sofort nahe fühlt und die man nicht so schnell vergisst.Liebevoll und authentisch erzählt sie die Geschichte von Loris Schorb , einem jungen deutschen Lehrer, den die Reiselust auch nach Budapest führt. Er verliebt sich nicht nur in die Stadt, sondern begegnet auch der Liebe seines Lebens. Doch die Zukunft hat etwas anderes mit ihm vor.Loris heiratet in Deutschland und bekommt eine Tochter.Doch der zweite Weltkrieg steht bevor und Loris durchlebt die Kriegsgräuel in Frankreich und Russland.Mich haben die Schilderungen dieser Geschichte sehr berührt. Gerade die Schilderungen der Kriegserlebnisse und die Auswirkungen auf die junge Ehe machen betroffen und lassen an die vielen Kriegsversehrten denken, die nicht nur körperliche, sondern vor allem seelischen Schäden davontrugen, die sie ihr ganzes Leben begleiteten. Auch viele Kinder lernten ihre Väter nie kennen und haben sich womöglich ihr Leben lang gefragt, wie ihr Leben verlaufen wär, wenn sie einen Vater gehabt hätten.Aber auch die Schilderungen der Stadt Budapest fesseln, denn sie wird so lebhaft und vor allem bildhaft beschrieben, dass sich ein Kopfkino in Gang setzt. Das auch die politischen Veränderungen dieses Landes mit dem Aufstand in den fünfziger Jahren hier ein Platz finden , hat mein Interesse an dieser Stadt und dem Land nur steigen lassen. Ein Land, dass lange hinter dem eisernen Vorhang verschwunden war und jetzt Gott sei Dank ein freies Land ist, das auch wir besuchen dürfen.Was mich bei diesem Buch von Anfang an fasziniert hat war die Sprache in der die Autorin ihre Geschichte schreibt. Hier werden wunderbare Sätze geformt, die man auch ein zweites Mal lesen möchte und es war ein Genuss dieser Geschichte zu folgen.Ich wünsche diesem Buch viele Leser, denn es lohnt sich dieses Buch zu lesen, auch wenn man kein Budapest- Fan ist.Sehr empfehlenswert !!!!!

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  • Eine tief bewegende Geschichte über das Leben von Loris Schorb

    Die Liebe meines Vaters

    aly53

    06. March 2016 um 21:00

    Bei diesem Roman habe ich mich auf eine sehr bewegende Geschichte eingestellt. Dazu muss man auch wissen, es beruht auf einer wahren Begebenheit. Und ich denke gerade dieses Wissen, hat mich umso mehr mitgenommen und leiden lassen. Zum Anfang kam ich jedoch etwas schwer rein. Ich musste mich erst an die vielen Namen gewöhnen und die Zusammenhänge verinnerlichen. Doch nach und nach gewann ich Zugang. Zu den Menschen, ihren Geschichten und auch zu der Umgebung. Und diese wurde wirklich sehr intensiv und bildhaft beschrieben. Das hat das Ganze für mich lebendiger und authentischer gemacht. Man lernt Loris kennen und ich mochte ihn einfach. Einfach seine Einstellung und wie er die Dinge sah. Er war warmherzig, aber ich hatte auch das Gefühl, daß er eine Traurigkeit verströmt. Sein Leben war nicht einfach und so empfand ich vieles als drückend. Was vielleicht auch an den Umständen lag. Denn man befindet sich in der Kriegszeit. Und die Autorin versteht es wirklich diesen ganzen Umstand zu verdeutlichen. Loris´ Weg hat mich tief bewegt. Seine Liebe die verschiedenen Menschen galt. Aber auch was der Krieg aus ihm gemacht hat. Ich habe mich ihm nahe gefühlt und einfach Anteil genommen und mitgelitten. Eine weitere Person Eva lernt man auch recht gut kennen. Sie mochte ich ebenfalls. Sie ist eine sehr bewegende Persönlichkeit, aber es gab auch Momente , da wurde ich nicht schlau aus ihr. Im Gegensatz zu diesen beiden fand ich zu Elsa keinen Zugang. Sie war mir zu unnahbar, zu leidend. Die Umstände waren nicht leicht, dennoch. Ich konnte sie nicht immer verstehen. Es hat eine Weile gedauert bis ich Emotionen entwickeln konnte, aber danach hat es mich voll in Beschlag genommen. Es ist eine Geschichte voller Leid, Tragik,aber auch voll Liebe. Es ist eine Geschichte die doch etwas nachdenklich stimmt und ich denke, so leicht werde ich sie nicht vergessen. Hierbei erfährt man einige Perspektiven, z.b. die von Loris, Eva und Maria. Das schenkt ihnen mehr Raum und Tiefe. Aber auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Sie sind ausdrucksstark und nehmen für sich ein. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt und spielt im Zeitraum von 1930-1963. Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Der Schreibstil der Autorin ist stark einnehmend und fließend, dabei auch sehr mitreißend gehalten. Das Cover und der Titel passen sehr gut zum Buch. Fazit: Eine tief bewegende Geschichte über das Leben von Loris Schorb. Es ist eine Geschichte voller Liebe und Tragik. Eine Geschichte die mich leiden ließ und auch jetzt nich loslässt. Eine klare Leseempfehlung. Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

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  • Liebe in Zeiten des Krieges

    Die Liebe meines Vaters

    buecherwurm1310

    01. March 2016 um 10:13

    Der schwäbische Student und angehende Lehrer Loris Schorb kommt 1930 in Budapest an und ist sofort begeistert von dieser Stadt und seiner Bewohner. Er lernt den Journalisten Béla kennen und freundet sich mit ihm und seinen Freunden an. Dann verliebt er sich in Evá, die in einem Hutladen arbeitet. Mit ihr verbindet ihn die Liebe zur Musik. Auch die kommenden Sommer zieht es Loris wieder nach Budapest. Aber in Deutschland verbreitet sich der Nationalsozialismus und dann kommt der Krieg. Maria verliebt sich Ende der 1950er Jahre in den Ungarn János. Auf alten Familienfotos von Maria erkennt er seine Tante Éva. Auf dem Bild ist auch Loris zu sehen, der im Krieg verschollen ist. Das Cover und die Buchbeschreibung suggerieren, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt. Doch dieses Buch ist so viel mehr. Es beschreibt ein Stück unserer Geschichte und die Gefühle von Menschen in dunkler Zeit.   Einfühlsam und eindringlich ist der Schreibstil, aber auch lebendig und packend. Budapest ist so toll beschrieben, dass für mich ein hoher Wiedererkennungseffekt da war. Loris ist jung, lebensfroh und neugierig auf die Welt. Die Atmosphäre im Budapest der 30er ist lebendig und sie fasziniert ihn. Aber wir lernen ihn auch von einer anderen Seite kennen. Die politischen Verhältnisse halten ihn in Deutschland. Obwohl Evá seine große Liebe ist, heiratet er Elsa und wird Vater. Es kommt die Einberufung und er kämpft zuerst in Frankreich und später in Russland. Er ist verzweifelt wegen der Grausamkeiten, die er erleben muss. Aus Verzweiflung wird Wut. Trost bieten ihm die Gedanken an seine Tochter Marie. Marie lernt ihren Vater eigentlich nicht richtig kennen. Hin und wieder taucht er in ihrem Leben auf und ist doch ein Fremder für sie. Viele Jahre später macht sie sich auf den Weg, um ihrem Vater nachzuspüren. Alle Charaktere waren sehr gut dargestellt, so dass ich mit ihnen fühlen konnte. Elsa fühlt sich einsam und überfordert mit Marie. Loris und Elsa werden sich immer fremder. Eine emotionale Geschichte, die noch lange nachhallt.

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  • Eine berührende wie authentische Geschichte

    Die Liebe meines Vaters

    dubh

    28. February 2016 um 23:46

    Loris Schorb, ein junger deutscher Lehrer, steigt 1930 in Budapest aus dem Zug und sofort ist es um ihn geschehen: die Stadt, die im 19. Jahrhundert durch die Zusammenlegung von Buda und Pest vergrößert wurde, durch die die Donau fließt und zahlreiche schöne Bauwerke wie die Kettenbrücke, den Burgpalast oder die Staatsoper hat, die Menschen, das Essen und die Gerüche faszinieren ihn sofort. Doch nicht nur das - denn Loris lernt mit Éva eine aufregende, intelligente Frau kennen, die ihn über Jahre immer wieder in die ungarische Stadt fahren lässt... Doch leider meint es das Leben nicht gut mit Loris und seiner großen Liebe: schon bald greifen die dunkelsten Schatten der deutschen Geschichte auch nach ihm und seine Träume mit Éva erfüllen sich nicht. Stattdessen bleibt Loris in Deutschland, heiratet und wird Vater. Doch auch das Leben mit seiner jungen Ehefrau und der gemeinsamen Tochter währt nur kurz: Loris wird eingezogen und erlebt die Grauen des Krieges sowohl in Frankreich als auch in Russland. Während Loris mit dem Gedanken an Elsa und die kleine Maria versucht, all die schrecklichen Erlebnisse halbwegs heil zu überstehen und sich so an die inzwischen nur noch in seinem Kopf existierende Welt festklammert, ist seine Frau mit der Einsamkeit und dem Kind überfordert. Darüber entfremden sich Loris und Elsa immer mehr - was schlußendlich in einem sehnsuchtsvollen Brief Loris' an seine große Liebe mündet... Ende der 50er Jahre verliebt sich eine junge Frau in München in den Ungarn János und ein Kreis schließt sich... "Die Liebe meines Vaters" ist das Romandebüt von Sabine Eichhorst. Die Autorin zahlreicher Sachbücher hat sich von rund 700 Feldpostbriefen, die ihr eine ältere Dame zur Verfügung gestellt hatte, inspirieren lassen. Ich muss sagen, dass ich sehr froh um dieses Buch bin, da die wahre Grundlage der alten Briefe viel Authezität mit einfließen lässt: die schrecklichen Fronterlebnisse, die Sehnsucht, die Angst - all das ist greifbar. Und dennoch lässt die Romanform eben auch einen liebevollen Blick auf die Figuren zu, eine Rahmenhandlung, die glaubhaft und berührend ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich Budapest auch sofort sehr leiden mochte, als ich diese Stadt vor etlichen Jahren besucht habe. Diese etwas angestaubt-mondäne Architektur, die Donau, der Hauch der Geschichte längst vergangener Zeiten... auch mich hat die ungarische Stadt gepackt. Aber bei Loris kommt natürlich noch mehr hinzu: seine große Liebe, die Menschen, die er kennenlernt und die zu Freunden werden, die Träume, die in seinem Kopf entstehen... All das hat Sabine Eichhorst perfekt eingefangen, so dass ich mit Loris mitgefühlt habe - vor allem auch, als die Briefe aus dem Krieg hinzukommen. Die Schilderungen Loris' haben mich teilweise sehr berührt, die Sinnlosigkeit des Krieges, die Freude darüber, überlebt zu haben, nur um in die nächste noch grauenvollere Schlacht geschickt zu werden... all das wird in diesen Zeilen transportiert.  Für mich ist dies ein sehr gelungener Roman über Menschen, die das Pech hatten, zur dunkelsten Stunde zu leben und dadurch ihr ganzes Leben beeinflusst zu sehen. Wie glücklich kann ich mich heute schätzen! Sabine Eichhorst erzählt die Geschichte einer großen Liebe, die auch Jahre später noch dazu in der Lage ist, Hoffnung zu spenden. Zugleich legt sie mit "Die Liebe meines Vaters" einen berührenden und glaubhaften Roman aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges vor. Fazit: Lesen!

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  • ein ganz besonderes Buch

    Die Liebe meines Vaters

    robbylesegern

    26. February 2016 um 12:42

    " Die Liebe meines Vaters " ist das Romandebüt der Schriftstellerin Sabine Eichhorst und ich wünsche ihm viele Leser. Dieses Buch besticht nicht nur dadurch, dass die Geschichte einen wahren Hintergrund hat, sondern auch durch die besondere Art, wie die Autorin ihn präsentiert. Nicht nur das Budapest der Vorkriegszeit wird hier in wunderbaren Schilderungen skizziert , sondern die Autorin schafft Figuren, denen man sich sofort nahe fühlt und die man nicht so schnell vergisst. Liebevoll und authentisch erzählt sie die Geschichte von Loris Schorb , einem jungen deutschen Lehrer, den die Reiselust auch nach Budapest führt. Er verliebt sich nicht nur in die Stadt, sondern begegnet auch der Liebe seines Lebens. Doch die Zukunft hat etwas anderes mit ihm vor. Loris heiratet in Deutschland und bekommt eine Tochter. Doch der zweite Weltkrieg steht bevor und Loris durchlebt die Kriegsgräuel in Frankreich und Russland. Mich haben die Schilderungen dieser Geschichte sehr berührt. Gerade die Schilderungen der Kriegserlebnisse und die Auswirkungen auf die junge Ehe machen betroffen und lassen an die vielen Kriegsversehrten denken, die nicht nur körperliche, sondern vor allem seelischen Schäden davontrugen, die sie ihr ganzes Leben begleiteten. Auch viele Kinder lernten ihre Väter nie kennen und haben sich womöglich ihr Leben lang gefragt, wie ihr Leben verlaufen wär, wenn sie einen Vater gehabt hätten. Aber auch die Schilderungen der Stadt Budapest fesseln, denn sie wird so lebhaft und vor allem bildhaft beschrieben, dass sich ein Kopfkino in Gang setzt. Das auch die politischen Veränderungen dieses Landes mit dem Aufstand in den fünfziger Jahren hier ein Platz finden , hat mein Interesse an dieser Stadt und dem Land nur steigen lassen. Ein Land, dass lange hinter dem eisernen Vorhang verschwunden war und jetzt Gott sei Dank ein freies Land ist, das auch wir besuchen dürfen. Was mich bei diesem Buch von Anfang an fasziniert hat war die Sprache in der die Autorin ihre Geschichte schreibt. Hier werden wunderbare Sätze geformt, die man auch ein zweites Mal lesen möchte und es war ein Genuss dieser Geschichte zu folgen. Ich wünsche diesem Buch viele Leser, denn es lohnt sich dieses Buch zu lesen, auch wenn man kein Budapest- Fan ist. Sehr empfehlenswert !!!!!

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  • Die Liebe meines Vaters

    Die Liebe meines Vaters

    tinstamp

    Darum geht's: Der schwäbische Student und angehende Lehrer Loris Schorb macht sich 1930 auf, um sich seinen Traum zu erfüllen und Budapest zu erkunden. Die Hauptstadt Ungarns nimmt ihn gefangen, genauso wie seine Einwohner. Loris freundet sich mit dem Journalisten Béla und dessen Freunde an, unternimmt mit ihnen Ausflüge und beginnt die Sprache zu lernen. Und er verliebt sich in Evá, die in einem Hutladen arbeitet und wie er eine begeisterte Musikerin ist. Jeden Sommer reist Loris zurück nach Budapest, doch in Deutschland verbreitet sich der Nationalsozialismus immer mehr und auch in Ungarn halten Unruhen die Menschen in Atem...... Meine Meinung: Dieser Roman schaffte es sofort auf meine Wunschliste, denn Bücher über die Zeit vor und während der beiden Weltkriege faszinieren mich sehr. Trotzdem hatte ich mir eine etwas andere Geschichte versprochen. Das Titelbild (das küssende Paar...er in Kriegsuniform) und der Klappentext deuten eher auf eine Kriegsliebe hin, was jedoch nicht wirklich zutrifft. Loris wird zwar einberufen und kämpft zuerst in Frankreich und später in Russland, doch während des Krieges sehen sich die beiden Verliebten nicht. Doch zuerst begleiten wir Loris bei seinen jährlichen Besuchen von Deutschland nach Budapest. Die Beschreibungen und Charaktere seiner Freunde sind authentisch und man spürt den Übermut der jungen Menschen, der jedoch im Laufe der Jahre durch die politischen Veränderungen langsam verblasst. Sabine Eichhorst hat um die realen Feldpostbriefe ihres Vaters eine mitreißende Geschichte gesponnen. Doch die vielen Briefe, die Loris in diesem Roman während des Krieges schreibt, gehen nicht an seine große Liebe Evá in Budapest. Eindringlich werden die Grausamkeiten des Krieges und die dadurch entstehende Veränderung der Menschen dargestellt. Loris Zeilen sind voller Verzweiflung. Man bekommt tiefe Einblicke in seine Seele und man spürt die sich aufstauende Wut und sein Unverständnis. Nur einzig und allein die Liebe zu seiner Tochter Marie lässt ihn den Mut auf dem Schlachtfeld nicht verlieren und gibt ihm immer wieder neuen Auftrieb. Durch die Jahre hindurch sieht er sie nur selten und die kleine Marie hat kaum eine Erinnerung an ihren Vater. Sehr gut kommt dies mit einem Satz zu tragen, den Marie an ihre Mutter stellt, als ihr Vter eines Tages wieder auf einen Kurzbesuch nach Deutschland reisen darf und sie nachfragt ,wer denn der Onkel sei, der plötzlich in der Wohnung steht. Sicherlich ist es vielen Kindern in dieser schlimmer Zeit so ergangen, die ihre Väter während der Kriegsjahre nur 1-2 Mal im Jahr sehen konnten. Ein Zustand, der hier sehr herzergreifend geschildert wird. Jahrzehnte später begibt sich Loris Tochter Marie auf die Spuren ihres Vaters..... Schreibstil und Charaktere: Was mich an "Die Liebe meines Vaters" faszinierte, war die sehr bildhafte und detaillierte Beschreibung der Autorin. Schon auf den ersten Seiten beeindruckte mich ihr wunderbarer Erzählstil. Sie vermittelt von Beginn an brilliante Stimmungsbilder. Ich hatte die flirrende Sommerhitze, der durch die Donau in Buda und Pest geteilten Stadt, vor meinen Augen und konnte diese auch spüren. Und obwohl ich nur etwa 1 1/2 Stunden von Budapest entfernt wohne, war ich leider noch nie da. Das möchte ich sobald wie möglich ändern... Durch Loris Begeisterung und den politischen Umbruch in Ungarn und Deutschland, lebte man mit den Protagonisten einfach mit. Die Charaktere sind wirklich wunderbar gezeichnet. Man spürt die Melancholie der jungen Menschen, die hin- und hergerissen sind zwischen Hoffnung und Enttäuschung. Dieser Roman hat mich emotional sehr mitgerissen und lebt vorallem durch die zwischenmenschlichen Töne - vor und während des Zweiten Weltkrieges. All die Charaktere waren wunderbar dargestellt. Auch die politischen Unruhen und die Wirren des Krieges sind sehr deutlich beschrieben und trotzdem fehlte mir etwas. Neben der Enttäuschung, dass die Inhaltsangabe und das Titelbild mir eine etwas andere Geschichte angedeutet haben, fand ich diese zwar rund, aber sie erreichte nicht ganz den Weg zu meinem Herzen.  Trotzdem konnte dieser Roman ein sehr lebendiges Bild der damaligen Zeit widerspiegeln und mir Budapest näher bringen. Fazit:  Ein wunderbar bildhafter und emotionaler Roman über die Grausamkeiten des Krieges. Obwohl ich mir eine etwas andere Geschichte erwartet hatte, beeindruckte mich vorallem der großartige Schreibstil der Autorin, die es ohne große Mühen schafft, mein Kopfkino so richtig anzukurbeln.

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    • 3

    tinstamp

    25. February 2016 um 21:29
  • Die Liebe meines Vaters

    Die Liebe meines Vaters

    -sabine-

    14. February 2016 um 12:32

    Das Cover hat mich sofort angezogen und auch der Klappentext hat mich angesprochen – doch wer denkt, einfach nur eine schöne Liebesgeschichte aus Vorkriegszeiten zu erhalten, wird enttäuscht sein. Denn dieses Buch bietet mehr, nämlich tiefe Einblicke in menschliche Seelen. Die Autorin versteht es, Atmosphäre zu schaffen und Stimmungen einzufangen. Das Buch beginnt in Ungarn, als Loris Schorb die Stadt Budapest für sich entdeckt – ich war selber schon mal in der Stadt und kann diese magische Anziehung, die auch Loris verspürt, sehr gut nachvollziehen, aber die Autorin kann auch mit ihren Worten den Charme und die Magie dieser Metropole wunderbar einfangen. Ich habe mich mit einem Lächeln auf den Lippen ertappt, so sehr haben mich ihre Beschreibungen berührt. Als Lori dann auch noch die wunderschöne Éva kennen und lieben lernt, scheint das Glück perfekt. Doch es liegt eine merkwürdige Melancholie in der Luft, die auch vor ihrer Beziehung nicht haltmacht. Doch das Buch spielt nicht nur in Ungarn, denn Lori wird eingezogen und muss an vorderster Front für sein Land kämpfen. Hunderte von Feldpostbriefen hat er seiner Frau geschrieben, und diese Briefe sind nicht erdacht, sondern sie gibt es tatsächlich. Einige davon sind in diese Geschichte eingesponnen – und sie haben mich sehr berührt. Man bekommt Einblicke in Loris Wünsche und Hoffnungen, aber auch in seine Enttäuschungen und in seine Verzweiflung. Gerade diesen Teil des Buches fand ich sehr emotional und bedrückend, vor allem weil er so authentisch ist und man Loris Gefühle nahezu packen kann. Mich hat vor allem dieser Teil sehr berührt, weil er einfach sehr intensiv und reich an Gefühlen ist und man viel Einblicke in menschliche Beziehungen in dieser schwierigen Zeit bekommt. Lori hat eine Tochter, Marie, die er jedoch nur bei den seltenen Heimatlauben sieht. Sie hat ihn am Leben gehalten bei den unglaublichen Erlebnissen im Krieg an der Front. Marie dagegen hat kaum Erinnerungen an ihren Vater, Jahre später aber macht sie sich auf die Suche nach dem Mann, der ihr Vater war. Mich hat vor allem der Schreibstil Sabine Eichhorsts beeindruckt, den ich sehr eindringlich fand, so dass ich mich ihm kaum entziehen konnte. Sie hat so viele Emotionen und Stimmungen erzeugt, die mal freudig und wohlig, oft aber auch schmerzhaft und melancholisch waren. Dabei bleibt das Buch aber immer leicht zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin – wenn man nicht, so wie ich, das Buch immer wieder auf Seite legen muss wegen des unglaublichen Schreckens zur Zeit des Krieges. Sicher geht es in diesem Buch auch um eine Liebesgeschichte, für mich aber standen vielmehr die unterschiedlichen Beziehungen und was die Zeit mit ihnen machte im Vordergrund. Es geht um Liebe und Hass, um Freiheit und Gefangenschaft, um Freundschaft und Loyalität. Gerade der Mittelteil hat mich sehr gepackt und berührt, Anfang und Ende der Geschichte waren zwar passend, haben mich aber einfach nicht so packen können. Vor allem Loris als Charakter ist sehr gut gezeichnet, ich konnte ihn mir nicht nur gut vorstellen, sondern ihn in vielen Dingen einfach verstehen. Er war kein „Gutmensch“, sondern hatte Ecken und Kanten, die ihn nicht nur sympathisch, sondern vor allem glaubhaft gemacht haben. Aber auch andere Charaktere waren sehr gut gelungen, wie zum Beispiel Éva oder Elsa, beides sehr unterschiedliche Frauen, dafür aber dennoch typische Beispiele für Frauen ihrer Zeit. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn die Geschichte ganz anders war als erwartet. Da mich aber nicht alle Erzählstränge komplett fesseln konnten, ziehe ich einen Stern ab und gebe gute 4 von 5 Sternen. Mein Fazit Ein sehr eindringlicher Roman, in dem es nicht nur um die Liebe geht, sondern vor allem um menschliche Beziehungen in der schwierigen Zeit des 2. Weltkrieges. Mit ihrem eindringlichen Schreibstil schafft die Autorin eine Unmenge von Emotionen und kann verschiedenste Stimmungen einfangen und an den Leser weitergeben. Loris ist ein sehr sympathischer Protagonisten und mit ihm habe ich die ganze Zeit gefiebert und gelitten – und auch wenn das Ende eher offen bleibt, schließt sich dann doch der Kreis um die Geschichte zwischen Loris und Éva.

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    petra_radtke

    10. February 2016 um 15:54

    Buchrückentext „Als Loris Schorb 1930 in Budapest aus dem Zug steigt, verliert er sein Herz: zuerst an die Stadt mit ihrem pulsierenden Leben, ihren Kuppen und Brücken, dem Duft von Mokka und warmem Mohnstrudel. Und dann an die kluge Éva, die zu allem eine Meinung hat, auch zur Politik. Immer wieder reist Loris nach Budapest, während in seiner Heimat die Nationalsozialisten an die Macht drängen.“   Meine Einschätzung:  Der Schriftstellerin gelingt es sehr gut , den Leser in das Leben im damaligen Budapest eintauchen zu lassen. Man spürt den Flair der Stadt, geht mit dem Haupthelden Loris auf Entdeckungen und freut sich mit ihm, als er Freunde gewinnt, die sein ganzes Leben verändern. Die Liebe zu dem ungarischen Mädchen Eva verändert sein ganzes Leben und er reist nun in den Schulferien, denn er arbeitet in Deutschland als Lehrer, nach Ungarn und erlebt dort unvergeßliche Tage mit seiner großen Liebe und seinen ungarischen Freunden. Doch es ist die Zeit des Hitlerfaschismus....Der Krieg beginnt und Loris wird eingezogen. Der Leser erfährt, dass Loris inzwischen mit einer deutschen Frau verheiratet ist und Vater von einem kleinen Mädchen Maria geworden ist...Eindringlich werden nun die Grausamkeiten des Krieges und wie sich dadurch die Menschen verändern in diesem Roman dargestellt. Grundlage bilden dafür Hunderte von Feldpostbriefen, die der Autorin zur Verfügung gestellt worden sind und die dadurch ein lebendiges Bild der damaligen Zeit im Roman widerspiegeln kann. Sehr gut finde ich die Beschreibung der Hauptfigur Loris, der versucht in seiner Liebe zu seiner jungen Frau und seinem Kind, die Grausamkeiten auf den Schlachtfeldern zu überleben. Doch seine junge Frau ist mit dem Alleinsein und Muttersein völlig überfordert. In den vielen Jahren des Getrenntseins werden sich die beiden immer fremder. So ist es kein Wunder, das Loris sich eines Tages an der Ostfront an sein große Liebe in Budapest erinnert und ihr einen sehnsuchtsvollen Brief schreibt....Die Geschichte schließt sich, als nach dem Krieg Loris Tochter frisch vermählt mit ihrem  ungarischen Ehemann nach Budapest reist. Mit dabei hat sie Fotos von ihrem Vater, der diese Aufnahmen bei seinen Reisen nach Budapest gemacht hat...Auf einer Aufnahme erkennt ihr Ehemann ein ihm sehr bekanntes Gesicht.... Wie wird Marias Spurensuche in Budapest ausgehen? Warum hat Loris seine große Liebe Eva nicht geheiratet? Diese Fragen werden in diesem sehr spannenden und einfühlsamen Roman beantwortet. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es zeichnet eine Lebensspur eines Menschen nach, der sein Leben lang um Liebe gekämpft hat - aber an den Grausamkeiten des Krieges gescheitert ist. Es ist für uns eine Mahnung, Kriege nicht mehr zuzulassen !!!! Ich kann dieses Buch nur jedem Liebhaber historischer Romane weiter empfehlen.

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