Sabine Gruber Über Nacht

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Inhaltsangabe zu „Über Nacht“ von Sabine Gruber

Zwei Frauen voller Liebes- und Lebenssehnsucht auf Spurensuche. Beide wissen: Ein einziger schicksalshafter Augenblick verändert das ganze Leben. Die Geschichte zweier Frauen in zwei verschiedenen Städten, Mira in Rom und Irma in Wien. Mira ist Altenpflegerin und sorgt sich um ihre Ehe. Der eigene Mann wird ihr immer fremder und sie beginnt, ihm hinterher zu spionieren. Irma zieht ihr Kind allein groß, sie ist Kulturjournalistin und stellt sich aber vor allem selbst Fragen: Wer ist der Tote, der ihr mit seinem Spenderorgan ein neues Leben ermöglicht? Wie lebt es sich mit einem fremden Teil im eigenen Körper? Sabine Gruber porträtiert zwei Frauen auf Spurensuche, zwei Frauen voller Liebes- und Lebenssehnsucht. In ihrer bilderreichen Sprache erzählt sie von den Überraschungen des Lebens, von der Zerbrechlichkeit der Liebe, von Freundschaft und vom Tod, der erfinderisch macht.

lesenswert

— Berndabook
Berndabook

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  • 2 Frauen, 2 Geschichten

    Über Nacht
    Berndabook

    Berndabook

    17. September 2015 um 11:53

    Kunstvoll verknüpfen sich die beiden Geschichten, die scheinbar aneinander vorbeifließen. Am Ende greift das eine ins andere und als Leser ist man überrascht, wie die Autorin die Fäden schön aneinanderfügt. Sehr angenehm zu lesen.

  • Rezension zu "Über Nacht" von Sabine Gruber

    Über Nacht
    Moni

    Moni

    15. October 2011 um 23:43

    IRMA und MIRA zwei Frauen am Wendepunkt ihres Lebens. Die eine wird dem Tod durch eine Organtransplantation entrissen, die andere scheint vorerst in eine ungewisse Zukunft zu driften. Die Lebensgeschichten der beiden weisen trotz der verschiedenen Wohnorte, Wien und Rom, überraschende Parallelen auf und vereinen sich nach und nach zu einem sinnvollen Ganzen. Gelungener Roman der großartigen Südtiroler Erzählerin Sabine Gruber.

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  • Rezension zu "Über Nacht" von Sabine Gruber

    Über Nacht
    adelheid

    adelheid

    13. March 2011 um 18:15

    Sabine Gruber hat hier ein tolles Buch geschrieben, in dem sie zwei Frauen entwirft, die auf seltsame Weise Parallen aufweisen. Zwei spannende Leben - die sich am Ende auf fantastische Weise verbinden.
    Ein toller Roman mit einem genialen Ende!

  • Rezension zu "Über Nacht" von Sabine Gruber

    Über Nacht
    leserin

    leserin

    25. April 2008 um 13:18

    ich fand das Buch sehr gut geschrieben und der Inhalt war ziemlich real

  • Rezension zu "Über Nacht" von Sabine Gruber

    Über Nacht
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 13:48

    Die eine spinnt den Lebensfaden, die andere schneidet ihn ab Im Zentrum dieses großartigen Romans steht der Körper: zum einen der kranke Körper der Kulturjournalistin Irma - einer Dialysepatientin in Wien, die durch eine Nierentransplantation von der Dialysemaschine befreit wird - zum anderen die kranken Körper in der Männerabteilung eines römischen Pflegeheims. Dort verrichtet Mira - eine Pflegerin - ihren Dienst. Interessant ist die Gleichheit der Namen (ein Anagramm: IRMA - MIRA) der beiden Frauen, die aus den gleichen Buchstaben gemacht und trotzdem - analog zu ihrem Leben - anders verteilt sind. Beide Lebensläufen weisen aber trotzdem erstaunliche Parallelen auf: Beide sind überzeugt, dass wir durch glückliche oder unglückliche Fügungen geboren werden, und dass es manchmal sogar der Zufall ist, der uns auslöscht. Beide leiden unter brüchigen Beziehungen, haben einen homosexuell veranlagten Freund, legen ihr Handy beim Autofahren zwischen die Beine und haben ein auffallendes Faible für Vögel. Es ist einerseits die Geschichte des Zerfalls und anderseits die einer neuen Zusammensetzung der eigenen Identität. Sabine Gruber verknüpft dies alles souverän. Stetig lässt sie auf ein Mira-Kapitel ein Irma-Kapitel folgen, wobei die Mira-Kapitel aus der Ich- und die Irma-Kapitel aus der Er-Perspektive erzählt sind. Doch besitzen beide ihr Eigenleben, nie wirkt diese Konstruktion überspannt und gewaltsam. Umgekehrt sind sich die beiden aber doch so nahe, dass es am Schluss zu einer überraschenden erzählerischen Pointe kommt: ein Lebensfaden wird abgeschnitten, der andere verschont... Fazit: Sabine Gruber hat einen sehr guten Roman geschrieben, weil in ihm der kranke und pflegebedürftige Körper, der gesellschaftliche und der individuelle Umgang mit ihm und die Macht der literarischen Erzählung überzeugend ineinander verwoben sind. Gerade Miras Schilderungen aus dem römischen Pflegeheim sind von einer beeindruckenden, ungeschönten Präzision, mitunter von verstörender und zugleich zutiefst humaner Eindringlichkeit. "Über Nacht" ist sprachlich brillant und sehr poetisch, ein ungemein atmosphärischer Roman, der sich zusehends zuspitzt. Sabine Gruber erzählt zwei Biografien ohne Distanzen und Lügen, ohne unwichtige Details auszulassen, und vermag dadurch eine ungeheuere Nähe herzustellen. Sie erzeugt in ihrem Roman ungemeine Spannung: Denn warum die beiden Protagonistinnen Irma und Mira aus dem gleichem Holz (und den gleichen Buchstaben) geschnitzt sind, das erfährt der Leser erst auf der allerletzten Seite. "Dass Sabine Gruber eine außergewöhnlich formbewusste Erzählerin ist, hat sie schon mit ihrem vorigen Roman "Die Zumutung" bewiesen", las ich unlängst. Man könnte "Über Nacht" als Fortsetzung und Variation der Krankengeschichte lesen. Ich werde dieses Buch wohl demnächst lesen "müssen" ;-)

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