Sabine Gruber Aushäusige

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Inhaltsangabe zu „Aushäusige“ von Sabine Gruber

Das faszinierende Debüt von Sabine Gruber: In ihrem unverwechselbaren Ton erzählt sie von „Aushäusigen“, von Entwurzelten, verzweifelt Suchenden, die fremd sind und bleiben in jedem Zuhause, das sie beziehen. Eine davon ist Rita – einst aus dem Land ihres „Kindheitsschweigens“ nach Venedig aufgebrochen, geht nun ihre Liebe zu einem venezianischen Fischhändler in der dämmrigen Schönheit der Stadt zu Ende. Auch er ist ein Heimatloser, der sich nur ohne Haus zu Hause fühlt, ebenso wie Ritas Bruder Anton, zu dem sie sich flüchtet. Vor den Kulissen von Venedig und Wien schildert Gruber in eindrücklichen Bildern und mit großer Sprachintensität die Rettungsversuche gescheiterter Herzen und lässt im Hintergrund bereits sanft jene Ironie mitschwingen, die aus ihren späteren großen Romanen so vertraut ist.

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  • Rezension zu "Aushäusige" von Sabine Gruber

    Aushäusige
    sabatayn76

    sabatayn76

    11. April 2011 um 22:12

    Nachtzug nach Wien Inhalt: Rita zieht für ihre Liebe nach Venedig, um mit dem dort beheimateten Fischhändler Ennio zusammen zu leben. Als die Beziehung schließlich am Ende ist, verlässt Rita die Lagunenstadt und kommt bei ihrem Bruder Anton in Wien unter. Doch ihre verlorene Liebe lässt sie auch dort nicht ganz los. Mein Eindruck: In ungewöhnlicher Sprache und langen Schachtelsätzen erzählt die Autorin von Liebe und dem Vergehen von Liebe, von Flucht und Selbstfindung. Trotz des spannenden Themas und meiner Begeisterung für Venedig ist jedoch der Funke nicht übergesprungen. Ich empfand 'Aushäusige' als zu unruhig und zu unstrukturiert, es hat sich bei mir keine Venedig-Stimmung eingestellt und die Protagonisten sind mir fremd geblieben. Mein Resümee: Mir hat 'Aushäusige' leider weniger gefallen, und ich kann keine Kaufempfehlung aussprechen.

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  • Rezension zu "Aushäusige" von Sabine Gruber

    Aushäusige
    traumwald

    traumwald

    11. March 2011 um 16:04

    Peter Hanke schrieb: "Die Geschichte ist spannend... und ganz heutig, auch im Sinn von frisch." Meine Antwort: "Ja, wenn man sie und Rita versteht!" :: Rita drückt ihre Gefühle aus Kindheitserinnerungen und dem Gegenwärtigen oftmals nur indirekt aus. Wortreich mittels eines unverständlichen Stils, der einem das Gehirn so sehr zermartert, bis man versteht oder es zumindest versucht. :: Sie fühlt sich heimatlos, entwurzelt, nicht geliebt und nicht verstanden. Manchmal verspürt Rita puren Hass und entwickelt bizarre, ja sogar mörderische Gedanken. Ihr Schmerz muss endlich versiegen! Alles muss ein Ende haben; doch sie traut sich nicht ihre sieben Sachen zu packen und zu gehen. Die Angst ist schuld oder ihr denken, dass sie was verändern könnte. Ein Wunschdenken, denn aus Liebe zu dem venezianischen Fischhändler wurde blanker Hass. Der Alkohol hat Ennio zu dem gemacht, der er jetzt ist. Rita denkt zwischenzeitlich an ihre verkorkste Kindheit zurück - und an die Liebe, die sich in der dämmrigen Schönheit der Lagunenstadt dem Ende neigt. Trotz aller Schönheit, die diese Stadt zu bieten hat, fühlt sie sich entwurzelt. Wie eine leere Hülle wandelt sie durch die Gassen. Heimatlos und verloren flüchtet sie heimlich zu ihrem Bruder Anton nach Wien. Auf der Suche nach einem neuen Glück, nach bedingungsloser Liebe, nach einer Heimat. :: Mit einem sehr eigenwilligen Stil hat die Autorin mich erst beeindruckt und mich oftmals durch abrupte Wendungen verstört zurückgelassen. Es bringt einen nicht weiter, wenn man nach jedem Absatz stockt, um Geschriebenes zu analysieren. Stetig sollte man Rita an den Fersen kleben - ohne darüber nachzudenken. Folge ihren Gedanken und lies einfach weiter - so lautete mein Motto! Manchmal bedarf es nicht vieler Worte um zu verstehen, aber das viele Drumherum ist meiner Meinung nach einfach zu viel des Guten und erinnert mich an ein Sprichwort. Rita und Anton übernehmen den Job des ICH Erzählers.Vergangenes und Gegenwärtiges fließen ineinander über und werden letztlich EINS. Der PART des Erzählers macht sich erst während des Lesens bemerkbar und wechselt hin und her. Genauso ist es mit der dritten Person, welche sich meistens zu Beginn oder zum Ende eines jeden Kapitels in die Geschichte schleicht und aus Sicht der Protagonisten berichtet. Merkwürdig, nicht wahr? Die Kindheit prägte beide Geschwister und lässt sie nicht los. Zu tief sitzt der Schmerz und mir ist so, dass Rita nicht die Einzige ist, die auf der Suche nach dem Glück ist. Um Herzen zu flicken braucht man jemanden, der zu einem steht und an Ritas Stelle hätte ich dringend einen Psychiater aufgesucht. Anton hingegen sucht Anerkennung in seinem Job als Journalist. Ein hartes Buisness, in dem man dem Anderen nicht mal den Dreck unter´m Nagel gönnt. Noch während die oder der über sein Leben im Hier und Jetzt oder rückblickend auf die Kindheit berichtet, schleichen sich Personen ein, die für mich in dem Moment absolut fehl am Platz sind, wie zum Beispiel Pino. :: Gerade bei komplexeren philosophischen Romanen die - anders als hier - mehr als 128 Seiten vorzuweisen haben und in denen ebenfalls die Rede von mehreren Personen ist, würde ich mir zukünftig mehr Charaktertiefe und weniger Verwirrung wünschen. Sonst könnte es sein, dass man sich in den Zeilen verirrt und den Zugang zur Geschichte verliert. Venedig und auch Wien hat man bildlich vor Augen, aber auch nur, weil sicherlich vielen Wien und auch das venezianische Flair bekannt sein dürfte - und sei es nur über Photographien. Mit "Aushäusige" folgten weitere große Romane aus der Feder von Sabine Gruber. In Anbetracht meiner kleinen Kritik, werde ich auf Wanderschaft gehen und meine Adleraugen offen halten. :: Manchmal muss man einfach nur Zeile für Zeile lesen und mit Glück kommt der richtige Gedanke ganz von selbst! :: 2,5 Sterne von 5 Sterne

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  • Rezension zu "Aushäusige" von Sabine Gruber

    Aushäusige
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    08. March 2011 um 15:58

    Zu hause ist man dort, wo das Herz ist. Doch was ist, wenn die Liebe schwindet? Wenn man plötzlich allein ist, in einer Stadt, die nie so recht zur Heimat geworden ist? Dann wird man zum Aushäusigen, Heimatlosen... "Sie habe sich nicht gewöhnen können. Weil das Ungewöhnliche, nämlich sie selbst, die Fremde auf dem Wasser, immer eine Ungewöhnliche geblieben sei, eine Auswärtige, eine Dazugekommene. Sie will sich nicht gewöhnen. Nicht einmal an Wien." Rita ist eine "Aushäusige", eine heimatslose Frau, die der Liebe wegen aus dem Heimatort in den österreichischen Bergen nach Venedig gezogen ist. Doch die Liebe zu Ennio, dem Fischverkäufer, zerbricht an dem unerfüllten Kinderwunsch. Ennio flüchtet sich in seine Arbeit und den Alkohol, Rita in die Arme eines anderen. Als er davon erfährt, schmeißt Ennio sie aus der gemeinsamen Wohnung und Rita muss Unterschlupf bei ihrem Bruder Anton in Wien suchen. Doch die Gedanken an ihre zerbrochene Liebe lassen sie auch dort nicht los... ________ Meine Meinung Bereits zu Beginn des Buches ist Ritas Beziehung zu Ennio am Ende. In Rückblicken, die lückenlos mit der gegenwärtigen Handlung vermischt werden, offenbart sich langsam, wie es mit Ennio begann, aber auch, warum Rita damals aus ihrem Heimatdorf geflohen ist. Es war der Versuch, dem übermächtigen Vater zu entkommen, dem Rita nie etwas recht machen konnte; nicht mit ihrer Berufswahl und nicht mit ihrer Entscheidung für Ennio. In Venedig wollte sie sich ein neues Leben an Ennios Seite aufbauen und versuchte, sich an die fremde Stadt anzupassen, zu der Insulanerin werden, die sich Ennio gewünscht hat. Doch heimisch fühlte sie sich dort nie. Zu fremd ist ihr der Fischgeruch, der vom Meer durch die Straßen zieht und der mangelnde Abstand der Leute zueinander; sie bleibt eine Ausländerin. Als Ennios zunehmend dem Alkohol verfällt, fällt es ihr immer schwerer, seine Eskapaden zu ignorieren. Sie träumt sogar davon, ihn umzubringen, bis sie es schließlich nicht mehr aushält, hastig ihre Sachen packt und zu ihrem Bruder Anton nach Wien flieht. Doch mit der Flucht verschwindet Ennio natürlich nicht einfach, er beherrscht weiterhin ihre Gedanken, egal wohin sie geht; selbst in Wien verfolgt sie der Fischgeruch. Mehr als um das vordergründige Thema der Heimatlosigkeit und der Suche nach sich selbst scheint es in diesem Buch um die Liebe zu gehen. Gruber wirft einen Blick auf diverse Beziehungen, wobei keine in diesem Buch tatsächlich glücklich zu sein scheint, und zeigt so, dass man sich selbst in einer festen Beziehung verloren fühlen kann. Antons neue Feundin überfällt ihn gleich zu Beginn mit ihrem Kinderwunsch, sein Freund hat nicht zum ersten Mal eine Affäre und Rita tröstet sich über Ennio mit einer flüchtigen Barbekanntschaft hinweg. Grubers Ausdrucksweise hat mir gut gefallen, es wird nichts direkt ausgesprochen, sondern man muss zwischen den Zeilen lesen, sich seinen Teil denken. Völlig übergangslos springt die Erzählung zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, zwischen Ritas und Antons Erzählung, was jedoch weniger verwirrend ist, als man denken könnte. Die Handlung entfaltet sich still und unspektakulär, aber dadurch nicht uninteressant, und hinterlässt so ein melancholisches Gefühl, als wäre man selbst heimatlos, verloren.

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