Sabine Hönnige

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Sabine HönnigeDas Zebra Wisch und Weg
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Das Zebra Wisch und Weg
Das Zebra Wisch und Weg
 (2)
Erschienen am 17.12.2013

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Rezension zu "Das Zebra Wisch und Weg" von Sabine Hönnige

Eine wunderschöne Mutmachgeschichte, die auf sehr fantasievolle Weise sich empathisch diesem Thema n
Kinderbuchkistevor 10 Monaten

Das Zebra Wisch und Weg


Wer wünscht sich das nicht, einfach mal unsichtbar sein, sich verstecken können, nicht gesehen zu werden.
Eigentlich ist Wisch und Weg ein ganz normales Zebra nur an seinem Schwanz hängt zusätzlich ein kleiner Schwamm.
Kein gewöhnlicher Schwamm. Ein Zauberschwamm.
Sagt Wisch und weg den Zauberspruch:
"Schwämmchen, Schwämmchen, hör mir zu, ich will hier weg, dann hab ich Ruh!"
fängt der Schwamm an zu wischen und weg ist das Zebra.
Nicht für immer natürlich. Irgendwo kommt es wieder zum Vorschein bis es wieder den Spruch bemüht und der Schwamm ihn wieder wegwischt.
Wisch und Weg ist sehr ängstlich und daher hat der Schwamm auch recht viel zu tun.
So begegnet er zum Beispiel einem Elefanten, der ihm nicht geheuer ist weil er so große Ohren hat und laute Töne von sich gibt oder er sitzt plötzlich auf einem Berg und traut sich nicht hinunter. Wenn es dunkel wird hat er Angst vor der Nacht, vor der Dunkelheit, vor Gespenstern. Er mag nicht wenn sich andere streiten. Und immer dann ist er froh sich weg wischen zu können. Doch als er wieder einmal Angst hat, Angst vor einem rieseigen schwarzen Wesen, das ihn ständig verfolgt muss er feststellen, dass das Schwämmchen nicht mehr da ist und ohne das Schwämmchen funktioniert auch der Zauberspruch nicht.
Darüber ist er so traurig, dass er erschöpft einschläft. Einfach so. Ohne Angst vor der Dunkelheit, ohne Angst vor Monstern und Gespenstern.
Als es erwacht ist es schon wieder hell und er hört einen jämmerlichen Hilfeschrei. Eine Spinne hatte sich in einem Erdloch verfangen und kam ohne Hilfe nicht heraus. Eigentlich hat das Zebra furchtbare Angst vor Spinnen, doch Annett die Spinne ist freundlich zu ihm und als sie aus lauter Verzweiflung anfängt zu weinen nimmt Wisch und Weg all seinen Mut zusammen um ihr zu helfen. Später erfährt er von ihr, dass sie auch furchtbare Angst vor ihm hatte, weil sie große Tiere nicht mag. Bis zum Abend reden die beiden über ihre Ängste und merken, dass sie nicht allein sind mit ihrer Angst. Dann trennen sich ihre Wege aber Angst hat das Zebra nicht mehr. Die Welt ist hell, fröhlich und bunt und jetzt auch für das Zebra. Wieder begegnet es dem Elefanten aber dieses Mal läuft er nicht weg sondern grüßt freundlich. Die beiden lernen sich ein wenig kennen und dann geht jeder seiner Wege. Auf Wisch und Wegs Weg begegnet er auch wieder den streitenden Zebras. Dieses mal geht er auf sie zu und erklärt ihnen, dass er es nicht mag wenn sich andere streiten oder beschimpfen. Das verstehen die Zebras und finden ihren Streit plötzlich auch gar nicht mehr gut.  Auch das schwarze Wesen vor dem er zuletzt versucht hat wegzulaufen taucht wieder auf, doch dieses Mal merkt Wisch und Weg, dass er keine Angst haben muss und fängt sogar an mit seinem Schatten zu spielen.
In der Nacht legt er sich an den Fuße eines großen Baumes. Der Mond scheint hell. Eine Fledermaus hängt über ihm an einem Ast, ein Fuchs und eine Eule sind auch in seiner Nähe aber dieses Mal freut er sich über die Bekanntschaft mit den Waldtieren der und schläft zufrieden und ohne Angst ein.
So vergehen die Tage und Nächte ganz ohne Angst.
 Sicherlich gibt es Situationen da fängt das Schwänzchen des Zebras wieder an zu zittern doch jetzt ängstigt es Wisch und Weg nicht mehr sondern er fängt an zu lachen weil es so kitzelt und wenn er wirklich einmal  in eine gefährliche Situation kommt, dann stellt er sich dieser mutig entgegen.


Eine der schönsten MutMachGeschichten, die ich je gelesen/gesehen habe. Eindrucksvoll begleiten die Illustrationen die Geschichte. Sie veranschaulichen das "Gehörte", verdeutlichen Gefühle, transportieren die Angst und Traurigkeit genauso wie die Freude und Zuversicht. Sehr stimmungsvoll, ausdrucksstark, dynamisch und lebendig. Man empfindet beim Betrachten der Bilder mit, wird mitgenommen in die Stimmung der Situation und der Gefühlswelt des Zebras.
Wunderschön die Umsetzung erst einmal alle Ängste vorzustellen und dann die Wende in der die Situationen in ähnlicher Weise auftreten er aber dieses Mal einfach anderes darauf reagiert.
Es zeigt uns einmal mehr, dass - auch wenn man die Möglichkeit hat- sich nicht unsichtbar machen muss sondern es viel besser ist, sich der Situation zu stellen, denn oftmals schätzt man diese völlig falsch ein.
Wieviel schöner kann das Leben sein, wenn man nicht ständig Angst hat.
Aber grade das Ende zeigt uns auch, dass man nicht zu vertrauensselig sein darf, Gefahren erkennen muss und darauf dann mit Mut und Besonnenheit reagieren kann.
So begegnet Wisch und Weg einem gefährlichen Löwen, einer Schlange und einer hinterhältigen Hyäne doch dieses Mal weiß er zu reagieren und hat keine Angst mehr.


Ein wunderbares Buch auch für die Arbeit mit Kindern im Themenbereich
Resilienz- Ich Stärkung,
Gefühle,
Angstbewältigung
und
Selbstvertrauen

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