Sabine Huttel Slalom

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Inhaltsangabe zu „Slalom“ von Sabine Huttel

Robert, der ihm bei Spaziergängen in der betreffenden Gegend bereits mehrfach aufgefallen war, setzte sich plötzlich, ohne dass er es hätte verhindern können, zu ihm und fing ein harmloses Gespräch an über das Sommerwetter, die Schönheit des Lichts über dem Fluss… Keine drei Minuten dauerte das, dann kam der Satz, mit dem Robert, der Ältere, Erfahrene, das dürftige Gewebe seiner Tarnung zerriss. 'Wissen deine Eltern, dass du schwul bist?', hatte er gefragt, und 'Nein' hatte Nikos gesagt, noch bevor er - Auf den ersten Blick umkreisen die sieben Erzählungen mehr oder weniger alltägliche Situationen: Ein Bekannter kommt zum Tee, eine Familie sieht sich ein Hochzeitsvideo an, ein Enkel stattet seiner verstorbenen Großmutter einen letzten Besuch ab, zwei Verliebte schlendern durch die Stadt. Doch ein ›Detail‹ verrückt die Perspektive und lässt die Situation für die Akteure auf den zweiten Blick zu einem mitunter komplizierten Drahtseilakt werden: Sie sind schwul. Auf eindringliche Weise fangen die Geschichten das jeweilige Lebensgefühl ihrer Protagonisten ein, indem sie den Leser unter die Oberfläche eines spannungsreichen Alltags schauen lassen. Jede Erzählung beleuchtet einen anderen Aspekt der täglichen Herausforderungen auf dem Weg zum persönlichen Glück, der durch Unsicherheit, Unverständnis und Feindseligkeit verstellt scheint. Fesselnd, einfühlsam und fern aller Klischees zeigt die Autorin die Verletzlichkeit aller Beteiligten und schafft mit kraftvoller Sprache dichte Erzählungen, die unter die Haut gehen.

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    Slalom
    mistyswan

    mistyswan

    24. October 2014 um 14:44

    Fussballerwaden und die erste große Liebe, die Tücken der Wohnungssuche, HIV und der perfekte Zimtstern - Sabine Huttels sieben Kurzgeschichten handeln von schwulen Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, von Menschen, die zwischen Promiglanz und Szeneglitter aus dem Bild der öffentlichen Wahrnehmung fallen. Die Protagonisten suchen nach Akzeptanz und einem Platz im Leben. Die (zuweilen sonderlich anmutenden) Coming-Out-Geschichten sind nie reißerisch oder anbiedernd, sondern immer voller Respekt und Empathie geschrieben. Dabei hat die Autorin sichtlichen Spaß an literarischen Experimenten und glänzt durch detailverliebte Beobachtungen - "Slalom" trägt die Spuren des Lebens. Eine Bereicherung nicht nur für Angehörige, Freunde und MultiplikatorInnen, sondern vor allem für Menschen, die gerne niveauvolle Geschichten lesen.

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  • Leserunde zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Mal wieder Lust auf Erzählungen abseits des Mainstreams? Macht mit bei unserer Leserunde zu "Slalom", einem Erzählband der Autorin Sabine Huttel! In allen Erzählungen geht es um die Lebenssituation und das Lebensgefühl homosexueller, meist junger Menschen. Dabei schlägt Sabine Huttel leise Töne an und bedient keine Klischees. Eine Chance für alle, die mal wieder "etwas anderes" lesen möchten! Die Autorin wird während der gesamten Leserunde für eure Fragen zur Verfügung stehen. Also bewerbt euch bis zum 18.09. um 12 Leseexemplare!   Was genau erwartet euch in "Slalom"? Sie schüttelte den Kopf und trat schräg hinter ihn an den Herd. Während er mit dem Wasserkessel hantierte, spürte er ihre Erwartung, drehte sich aber nicht zu ihr um. Noch vor ein paar Wochen hatte er, wenn er es nicht vermeiden konnte, mit ihr allein zu sein, immer ein bisschen mit ihr herumgeschmust, hatte sie auch ein paar Mal auf den Mund geküsst und sich dabei Mühe gegeben. Vor kurzem noch war er überzeugt gewesen, dass er es vielleicht sogar schaffen könnte, mit ihr zu schlafen, wenn sie unbedingt gewollt hätte. Er hatte es für eine Frage der Konzentration gehalten ... Auf den ersten Blick umkreisen die sieben Erzählungen mehr oder weniger alltägliche Situationen: Ein Bekannter kommt zum Tee, eine Familie sieht sich ein Hochzeitsvideo an, ein Enkel stattet seiner verstorbenen Großmutter einen letzten Besuch ab, zwei Verliebte schlendern durch die Stadt. Doch ein "Detail" verrückt die Perspektive und lässt die Situation für die Akteure auf den zweiten Blick zu einem mitunter komplizierten Drahtseilakt werden: Sie sind schwul. Auf eindringliche Weise fangen die Geschichten das jeweilige Lebensgefühl ihrer Protagonisten ein, indem sie den Leser unter die Oberfläche eines spannungsreichen Alltags schauen lassen. Jede Erzählung beleuchtet einen anderen Aspekt der täglichen Herausforderungen auf dem Weg zum persönlichen Glück, der durch Unsicherheit, Unverständnis und Feindseligkeit verstellt scheint. Fesselnd, einfühlsam und fern aller Klischees zeigt die Autorin die Verletzlichkeit aller Beteiligten und schafft mit kraftvoller Sprache dichte Erzählungen, die unter die Haut gehen.   Wer ist Sabine Huttel? Sabine Huttel, 1951 in Wiesbaden geboren, studierte zunächst einige Semester Medizin, dann Germanistik und Politikwissenschaften. Anschließend unterrichtete sie 17 Jahre in Hamburg und 11 Jahre in Nordrhein-Westfalen die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften. Heute lebt sie in Berlin und im Ruhrgebiet. Neben der Literatur ist Musik ein Lebensschwerpunkt: Sie spielt Violine in einem Orchester und in verschiedenen Kammermusik-Ensembles. Ihr Roman-Debüt "Mein Onkel Hubert" erschien 2009 im Osburg-Verlag Berlin. "Slalom" ist ihr erster Erzählband im fhl Verlag Leipzig.   Pressestimmen: Sabine Huttel schafft es auch gerade durch unterschiedliche Erzählperspektiven, den Leser für sich zu gewinnen. Ihre Lebenserfahrung, ihre Erfahrung im Umgang mit Texten spiegelt sich in den Geschichten wider. (dbna - das Magazin) Die insgesamt sieben Erzählungen beginnen unvermittelt, schlicht und unscheinbar. Manchmal sind es nebensächliche Details, die pointiert auf latente Gefühle oder Unsicherheit der Charaktere hindeuten. Der Leser kann sich schnell in die Schicksale unterschiedlicher Homosexueller und Angehöriger einfühlen. Man wünscht den Charakteren oft die Kraft, ihre Unsicherheiten und Vorurteile irgendwann überwinden und ihrer Sehnsucht folgen zu können. (campus-web.de)   >>> Hier geht es zur Leseprobe <<<   Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Fannie

    Fannie

    28. October 2012 um 18:52

    Berührende, queere Kurzgeschichten Ein schwuler Junge mit einer Alibi-Freundin. Ein 76-jähriger Mann, der nach dem Tod seiner Ehefrau endlich ganz normal seine Homosexualität leben kann. Ein dicker, einsamer Teenie, der sich nicht traut, dazu zu stehen, dass er Männer liebt. So unterschiedlich und doch in einem so ähnlich sind die sieben Kurzgeschichten, die Sabine Huttel in ihrem Erzählband „Slalom“ vereint: Die Männer sind alle schwul. Manche sind geoutet, andere nicht. Feinfühlig und sensibel pirscht sich die Autorin an die einzelnen Schicksale heran. Immer mit Tiefgang, mal mit Humor, aber niemals platt oder mit Vorurteilen behaftet, beschreibt sie die Probleme ihrer Protagonisten. Ob alt oder jung: Die Helden der Geschichten sind allesamt herrlich authentisch. Darin liegt wohl die Botschaft von Sabine Huttel: Schwule sind genauso normal wie Du und ich! Sie legt sich außerdem nicht auf einen Handlungsort fest: Die Episoden spielen unter anderem in Köln, in Berlin oder in der Provinz von Mecklenburg-Vorpommern. Sabine Huttels Schreibstil ist toll: Leise, federleicht und dennoch tiefgreifend lässt sie plastische Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Danke für dieses fantastische Buch!

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Blaustern

    Blaustern

    26. October 2012 um 21:14

    In sieben Kurzgeschichten erzählt Sabine Huttel hier verschiedene alltägliche Schicksale, die sich um das Thema Homosexualität drehen. Sie zeigen die Realität, wie es den Schwulen heute oft immer noch ergeht, obwohl alle Welt predigt, modern und tolerant zu sein. Deshalb fehlt vielen heute immer noch der Mut, es offen in der Gesellschaft zuzugeben. Zum einen erzählt ein junger Grieche, wie er sich vor seinen Eltern in einer eigenen Wohnung versteckt, damit sie seine Homosexualität nicht entdecken, da sie dem aufgrund ihrer Kultur feindlich gegenüber eingestellt sind. Dann gibt es den gutaussehenden Jonas, der nur mit seiner Freundin zusammen ist, um vor seinen Kumpels in der Schule nicht aufzufliegen, der es aber nicht über sich bringt, mit ihr zu schlafen. Richard zieht sich nur Fußballspiele rein, um sich die tollen Jungs anzusehen. Eine Frau telefoniert nach dem Tod ihrer Mutter mit einer Bekannten, empört sich über ihren Vater und fühlt sich verraten, weil er sich so kurz danach outet und nun offen mit seinem extrem jungen Freund zusammenleben will. Winni erzählt im Beisein seines Freundes einem Bekannten Geschichten aus seiner Vergangenheit, womit er ihn sehr verletzt, es aber nicht bemerkt. Ein junger Mann sitzt am Sarg seiner geliebten gerade verstorbenen Oma und erzählt ihr alle frustrierenden Begebenheiten der letzten Monate, weil es die einzige Person in seinem Leben war, die ihn verstand. Und die letzte Geschichte erzählt über den jungen Stefan, der gerade seiner Mutter gebeichtet hat, dass er sich in einen Jungen verliebt hat. Alles lief bestens, auch das erste Treffen mit seiner Internetbekanntschaft, bis dann das böse Ende kam. Mir persönlich hat die letzte Geschichte am besten gefallen und mich gleichzeitig sehr nachdenklich gestimmt. Die tiefgründigen Geschichten wurden aus der Sicht der Schwulen erzählt und regen alle zum Nachdenken an und sind auch oft sehr traurig, da die Vorurteile und Feindlichkeit Schwulen gegenüber noch immer weit verbreitet sind, obwohl jeder weiß, dass es Homosexualität schon immer gab. Der Schreibstil war gut leserlich, bis auf die Dialoge, die hier nicht in Anführungszeichen standen, was ab und zu für Verwirrung sorgte.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    -Jolie-

    -Jolie-

    17. October 2012 um 18:32

    Inhalt: Das Buch beinhaltet 7 Kurzgeschichten. "Schlüsselloch", "Slalom", "Feierabend", "Zumutung", "Advent", "Rampenlicht" und "Neuland". 7 unterschiedliche Leben. 7 unterschiedliche Protagonisten. Auf den ersten Blick geht es um kurze Geschichten aus dem alltäglichen Leben. Ein Enkel besucht seine verstorbene Großmutter, eine Familie sieht sich ein Hochzeitsvideo an, zwei Freundinnen telefonieren miteinander, zwei Teenager verabreden sich zu ihrem allerersten Date... Auf den zweiten Blick erhält man ein weiteres, wichtiges Detail: sie sind schwul. Dadurch ist das alltägliche Leben oftmals nicht so einfach wie es scheint. Alle 7 Protagonisten haben mit besonderen Problemen, Schwierigkeiten und Anfeindungen ihres Umfelds zu kämpfen. Und oftmals auch noch ihren ganz persönlichen, inneren Kampf, den sie mit ihrer sexuellen Orientierung austragen müssen. Persönliche Meinung: "Slalom" beinhaltet 7 Kurzgeschichten die alle so um die 20 Seiten lang sind. Dadurch das die Geschichten so kurz sind, hatte man nie wirklich Zeit, die Charaktere richtig kennenzulernen und mehr über ihr Leben zu erfahren. Man erhielt immer nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus ihrem Leben. Das Ende blieb meistens offen. Was ich etwas schade finde. Auf der anderen Seite ist das natürlich die Intention einer Kurzgeschichte. Die Stimmung der Geschichten war meistens melancholisch und traurig und so etwas wie Hoffnung und Freude lies sich nur selten herauslesen. Der Fokus von "Slalom" lag definitiv auf den Problemen und Anfeindungen, denen Schwule auch heutzutage noch ausgesetzt sind. Meine Favoriten waren "Feierabend", "Neuland" und "Schlüsselloch". Ich empfand diese 3 Geschichten persönlich am ehrlichsten, realistischsten und auch am interessantesten. Sie haben mich am meisten angesprochen. Der Schreibstil ist angenehm leicht, locker, modern und zum Thema passend. Eine Besonderheit ist allerdings das die Wörtliche Rede weder mit " gekennzeichnet ist, noch kursiv oder fett unterlegt wurde. Das war für mich am Anfang erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber im weiteren Verlauf dann kein Problem mehr. Alles in allem ist "Slalom" ein interessantes und einfach mal ein anderes Buch, fernab des Mainstreams.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Bathory

    Bathory

    Slalom der anderen Liebe! Der 24-jährige Grieche Nikos lebt allein in einer Wohnung, seitdem er vor einem Jahr von Zuhause ausgezogen ist. Robert, sein erster Freund, hatte ihn dazu gedrängt. Aber Nikos brachte es nicht über sich, seinen Eltern zu gestehen, dass er homosexuell war und so sagte einfach, er wolle nun ausziehen. Seitdem arbeitet er in einer Sparkassen-Bank und füllt sich fei. Zumindest bis seine Schwester gedenkt in dasselbe Haus zu ziehen. Sofort fühlt er sich in seiner Lebensweise bedroht – was, wenn seine Familie nun täglich hier auftauchen würde? Jonas ist in einen älteren ausländischen Musikstudenten verliebt, weiß aber nicht, wie er im seine Gefühle gestehen soll. Auch er legt seine Neigung nicht offen da, hat schon zu seiner Schulzeit Frauengeschichten erfunden und ist nun zur Tarnung mit Gesa zusammen, die er zwar mag, aber nicht lieben kann... Richard wollte von Klein auf nicht die Dinge tun, die sein Vater von ihm wollte, dass er sie gerne tat. Er mochte kein Fußball, interessierte sich nicht fürs Schießen und las viel lieber einsam Fantasy-Bücher, was sein Vater mit Misstrauen bemerkte. Richard war in Hajo verliebt, aber der ist nun verheiratet... In diesen und weiteren Kurzgeschichten greift die Autorin das Thema Homosexualität auf und erzählt wie schwierig es für viele Homosexuelle in unserer Gesellschaft ist, ein normales Leben, ohne Vorurteile, Einschränkungen, Lügen oder gar Verachtung zu führen. Viele Menschen verleugnen ihre Neigungen aus Angst vor Intoleranz oder Schlimmeren, wie es in manchen Ländern der Fall ist. Der Autorin gelingt es alltägliche Situationen und ihre Schwierigkeiten gut zu beschreiben. Ihre Protagonisten sind authentisch, aber leider sind die Geschichten etwas zu kurz – man hätte gerne mehr erfahren. So kann man sich nur mäßig in die Charaktere hineinfühlen. Das Buch liest sich flüssig, auch wenn der Stil etwas eigen ist (viele indirekte Reden, keine ""...). Fazit: Aussagekräftige, von Melancholie durchzogene Kurzgeschichten über die Homosexualität. Gefühlvoll und authentisch erzählt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Wildpony

    Wildpony

    16. October 2012 um 10:14

    Slalom - Sabine Huttel 7 Kurzgeschichten von "Anders sein"..... 7 Schicksale und Gefühle... .... und 7 mal das Gefühl, daß daran nichs falsch ist und zum Leben gehört. Diese verschiedenen Kurzgeschichten über das Schwulsein - und um Outing oder Nichtouting haben mich sehr berührt. Wir alle leben in einer modernen und toleranten Welt... behaupten wir jedenfalls. Wo bleibt dann unsere Toleranz in diesen Dingen? Warum halten wir uns nicht an den Standpunkt: Leben und Leben lassen? Mich haben diese 7 Kurzgeschichten jedenfalls tief berührt und sehr nachdenklich zurück gelassen. Frau Huttel ist es sehr gut gelungen die Seele zu berühren und Fragen zu den "Heute" und "Hier" aufzuwerfen. Auch wenn eine dieser Geschichten noch jetzt tief in mir schlummert und mich noch immer zum nachdenken motiviert möchte ich nicht versäumen dem Buch 4 Sterne zu geben. Es ist auf jeden Fall sehr lesenswert und vielleicht hilft es ein klein wenig den Menschen, die ihr Leben auf der anderen Seite leben, es einfacher und schöner zu leben.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    missingpiece

    missingpiece

    14. October 2012 um 14:25

    Sieben Kurzgeschichten. Sieben Schicksale. Sabine Huttel beschreibt in ihren sieben Kurzgeschichten rund um das Thema Homosexualität die Auf und Abs mit denen sich die schwulen Protagonisten rumschlagen müssen. Der junge Grieche, dessen Eltern und Schwester nichts von seinem "Doppelleben" in der Kölner Schwulenszene wissen und der alles daran setzt, dass es auch so bleibt. Jonas der hübsche Mädchenschwarm, der sich seine Freundin nur "hält" um sein Image aufrechtzuerhalten, in Wirklichkeit aber einem jungen Musiker hinterherschmachtet. Richard, der seinen ganzen Frust in sich hineinfrisst und alles nur von weiter Ferne beobachtet. Eine Frau mittleren Alters, die kurz nach dem Tod ihrer erfährt, dass ihr Vater auf Männer steht und die sich verraten fühlt und nicht verstehen kann. Winni, der in seinen jungen Jahren ordentlich rumgekommen ist und viele Männer sein nennen konnte und gerne groß und breit darüber berichtet und nicht merkt, dass sein Partner dies nicht hören möchte. Ein junger Mann, der am Sarg seiner Oma kniet und sich seinen Frust von der Seele redet, seine geliebte Oma, in seinen Augen, die einzige Person, die ihn verstanden hat, Und zum Schluss noch Stefan, ein junger Mann, der sich endlich traut seiner Mutter zu gestehen, das er schwul ist und der seine erste große Liebe trifft. Die Geschichten sind tiefgründig, regen zum Nachdenken an, gehen tief, sind traurig, zeigen uns die Realität auf, insbesondere die Vorurteile, mit denen Schwule auch heute noch zu kämpfen haben, zeigen Abgründe auf, zwischenmenschliche, sind aber auch fröhlich, stark und hoffnungsvoll für all jene, die noch einen kleinen Stupser brauchen um sich zu öffnen, sich der Welt zu zeigen und zu sagen hier bin ich. Sabine Huttel hat in meinen Augen den Nagel auf den Kopf getroffen sie hat es geschafft ein Portrait aufzuzeigen, ein Portrait unserer Gesellschaft, so wie sie oft schon ist, offen, neutral, positiv , so wie sie leider oft immernoch ist, anklagend, stur, uneinsichtig, und so wie sie sein sollte offen, gerecht und liebenswürdig.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    bokworm

    bokworm

    12. October 2012 um 16:59

    7 Erzählungen, die alltägliche Situationen beleuchten und auf den ersten Schein nichts besonderes sind: ein Enkel stattet seiner Großmutter einen letzten Besuch ab, ein Bekannter kommt zum Tee, zwei Verliebte schlendern durch die Stadt. Doch ein Gesichtspunkt rückt die Geschichten in ein anderes Licht: sie sind schwul. Homosexualität ist heutzutage nichts Neues mehr, sie existiert schon seit Jahrhunderten, doch Homosexuelle werden immer mehr mit Vorurteilen und Feindlichkeiten konfrontiert. Diese greift Sabine Huttel in ihrem Erzählband auf und lässt so 7 Geschichten entstehen, bei denen die Protagonisten sich in einem Punkt gleichen. Viele Geschichten gleichen sich leider zu sehr, allerdings hebt sich jede Erzählung bezüglich ihrer Schreibweise ab. Ganz klasse fand ich ein Telefongespräch ("Zumutung"), bei der nur eine Seite beleuchtet wurde. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass die wörtliche Rede nicht in Anführungsstrichen steht. Teilweise war das für mich sehr verwirrend, sodass ich viele Zeilen noch einmal lesen musste. Das hat etwas den Lesefluss beeinträchtigt. Insgesamt fand ich die Erzählungen eher durchwachsen, manche machten mich wütend, manche waren einfach nur gut.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. October 2012 um 14:34

    Die Kurzgeschichten des Buches Slalom – ein Rennen, bei dem vom Start bis zum Ziel eine Anzahl von Toren durchfahren werden muss, die in Schlangen- oder Zickzacklinien aufgestellt sind – handeln von schwulen Männern, die alle ein Ziel gemeinsam haben, nämlich akzeptiert und geliebt zu werden, und das nicht nur von ihren Partnern, sondern auch von ihren Familien, Freunden und der gesamten Gesellschaft. Das ist ihr Rennen, aber ihre Schlangenlinien sind so unterschiedlich wie ihre Charaktere. Da gibt es die griechische Familie, die aufgrund ihrer Kultur einfach keine Homosexualität akzeptiert und sie für eine Krankheit abtut. Oder die Mitschüler, die schon immer eine Vermutung hatten und durch eine vorgespielte Liebesgeschichte mit einem Mädchen abgelenkt werden sollen. Es werden aber auch neue Sichtweisen betrachtet. Da wäre die Tochter, die nach dem Tod der Mutter erfährt, dass ihr Vater eigentlich schwul ist und jetzt beschlossen hat seine Sexualität offen auszuleben. All diese Geschichten zeigen uns die Welt von Schwulen aus deren Sichtweise, was einen wachrüttelt, traurig macht und zum Nachdenken bringt. Und am Ende darf man auch ein bisschen lächeln und sich freuen, denn es ist nicht nur alles schlecht und schwierig, sondern oft auch wunderschön.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Ratina

    Ratina

    04. October 2012 um 19:37

    Dieser kleine Erzählband beinhaltet sieben Geschichten über schwule Protagonisten und ihre Probleme. Das sind ganz unterschiedliche, angefangen vom Versteckspiel vor der Familie, aufgehört bei HIV-Infektion und offener Gewalt. Auf dieses Büchlein war ich sehr neugierig, ich bin schließlich selbst vom anderen Ufer und immer auf der Suche nach ansprechender Literatur von/über Homos. Bisher war ich von dem Markt in dieser Nische wirklich nicht begeistert. Entweder sind die Geschichten rein erotischer Natur (Wenn ich das will, kann ich im Internet gucken. Oder Fanfictions online lesen. Dann muss ich kein Geld ausgeben.) oder einfach nur flach. So flach wie diese Heteroromane, die es oft in Wühlkisten im Supermarkt oder vor Bahnhofsbuchhandlungen gibt. Teilweise sind gerade lesbische Liebesgeschichten einfach schlecht geschrieben. Vielleicht, weil es bei dem Thema weniger Konkurrenz unter den Autorinnen gibt? Im Ernst. Ich bin ganz sicher lesbisch. Wirklich. Ganz echt. Trotzdem bewegen mich Heteroromanzen oder –dramen oft mehr, einfach weil sie besser gemacht sind. Ich muss sagen, meine Hoffnungen wurden in diesem Bändchen nur teilweise erfüllt. Der Schreibstil ist erst einmal in Ordnung, liest sich angenehm und die Autorin wagt von der Erzählperspektive auch mal etwas neuartiges, zum Beispiel ein Telefongespräch, bei dem man nur die Äußerungen der einen Person lesen kann. Trotz der Kürze der Geschichten fand ich, dass man sich ganz gut mit den Figuren identifizieren konnte. Von daher: gute schriftstellerische Leistung. Was mich nur etwas gestört hat, ist – eigentlich eine Kleinigkeit – dass wörtliche Rede konsequent nicht in Anführungsstrichen steht. Auf mich ganz persönlich wirkt das gewollt anspruchsvoll, ähnlich, wie wenn man in Gedichten alles kleinschreibt. Ist für mich ein bisschen „Wannabe.“ Aber das ist was Persönliches und hat mit dem Text an sich nicht so viel zu tun, außer dass es den Lesefluss etwas behindert. Die Geschichten (oder auch die Auswahl der Geschichten) an sich haben mir trotzdem nicht so gut gefallen, gleich die ersten drei sind von der Thematik für meinen Geschmack zu ähnlich, ich denke, da hätte das schwule Leben mehr Vielfalt zu bieten. Eine Geschichte habe ich schlichtweg nicht verstanden. Eine weitere hat mich maßlos wütend gemacht – was ich im Nachhinein eine respektable Leistung der Autorin finde. So eine intolerante, dumme, verbohrte Figur muss man erst einmal hinkriegen, dass mir die kalte Wut hochkocht. Die beiden letzten Geschichten fand ich dann einfach nur gut, das Maß an Freude und Hoffnungslosigkeit hält sich angenehm die Waage, es wird nichts beschönigt, nimmt einem aber nicht jede Aussicht auf Veränderung/Verbesserung. Insgesamt fand ich es eher durchwachsen und ich muss sagen, dass ich es mir im Buchladen nach dem reinlesen wohl nicht gekauft hätte.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    thenight

    thenight

    01. October 2012 um 11:04

    Sabine Huttel, beschreibt in ihren Kurzgeschichten Alltagssituationen, Begebenheiten wie sie tagtäglich vorkommen können überall in Deutschland und in der Welt. Die Besonderheit an diesen Geschichten, sie handeln von Homosexuellen, einfühlsam und doch auf den Punkt, bringt sie dem Leser Nahe, das was für den Rest der Welt sehr einfach ist, nämlich das Bekennen zu seiner Liebe, für Homosexuelle noch lang nicht selbstverständlich ist, das es immer noch Menschen gibt, die Homosexualität nicht aktzeptieren und sie als krank und verwerflich ansehen. Leider glaube ich nicht, das die Menschen die sie lesen sollten um sich selbst und ihre Vorurteile darin zu erkennen dieses Buch lesen werden. Alles in Allem ist der Autorin ein hervorragendes Buch gelungen, wobei ein Minus habe ich, alle Geschichten sind durchweg Negativ sogar die eine Geschichte, die ein klein wenig Hoffnung verspricht beinhaltet einen Wermusttropfen.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. September 2012 um 18:03

    Erzählungen über die Probleme in unserer Gesellschaft Homosexualität offen zu leben * In dem Erzählband "Slalom" von Sabine Huttel geht es um verschiedene Erfahrungen, die die Protagonisten der Erzählungen aufgrund ihrer Homosexualität machen mussten, oder auch um die Ängste, die sie davon abhalten sich öffentlich dazu zu bekennen. * In "Slalom" sind nachfolgende Erzählungen enthalten: Schlüsselloch Slalom Feierabend Zumutung Advent Rampenlicht und Neuland * Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und leicht zu lesen und wechselt immer ein wenig mit den Geschichten - aber es kommt halt auch darauf an, wer uns "seine Geschichte" erzählt. mal ist ein Junge, der sich aus Angst vor der Reaktion seiner Eltern auf die Liebe zu Männern nicht traut etwas zu sagen und seinen Frust in sich hinein frisst und sich die Männer nur auf DVD anschaut, mal ist ein Junge, der sich sogar eine Alibi-Freundin zulegt und in meiner Lieblingsgeschichte "Neuland" auch mal jemand, der sich traut seiner Mutter zu erzählen, dass er verliebt ist und es ausleben kann. * Natürlich fragt man sich auch mit welcher Intention die Autorin dieses Büchlein geschrieben hat, zumal ich als Leserin sehr offen bin und auch denke, dass es mittlerweile kein Problem mehr ist, sich zu outen. Aber leider scheint die Toleranz noch nicht überall angekommen zu sein und oftmals wird, wie auch in diesem Buch, mit Unverständnis und sogar Aggressivität reagiert. Homosexuell zu sein, wird von einigen Charakteren in diesem Buch noch als perverse Abart bezeichnet und die Hauptpersonen haben unter Spott und Gewalt zu leiden. * "Hör auf, Mückchen, sagte sie. Es ist, wie es ist! Ich habe dich lieb, egal ob du eine Freundin hast oder einen Freund." (S. 98 aus Neuland) * Ich hoffe, dass Sabine Huttel mit ihrem Buch geschlossene Türen öffnen kann, denn Liebe ist doch das schönste Geschenk was meinem anderen Menschen machen kann und noch schöner ist es, wenn das Gefühl erwidert ist - und dann ist es doch ganz egal, ob wir einen Mann oder eine Frau lieben! * Ein abwechslungsreicher, manchmal traurig stimmender Erzählband, der über das Leben, Lieben und Leiden von homosexuellen Männern berichtet.

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  • Rezension zu "Slalom" von Sabine Huttel

    Slalom
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. September 2012 um 14:26

    Gestaltung Die Gestaltung des Covers finde ich ziemlich gelungen, es ist sehr künstlerisch gehalten, das gefällt mir. Noch dazu strahlt es für mich Chaos aus, es ist alles ziemlich durcheinander und ich kann mir vorstellen, dass es so bei vielen Homosexuellen im inneren aussieht. Meinung Der Grund wieso ich diesmal keine eigene Inhaltsangabe verfasse ist der, dass es sich hierbei um 7 Erzählungen handelt, es ist doch schwierig diese zusammenzufassen und letztendlich könnte ich zum Inhalt nicht mehr schreiben, als der Klappentext schon sagt. :) In den sieben Erzählungen geht es in erster Linie um das Thema Homosexualität, das wird allerdings sehr gut in Alltags Situationen verpackt, weshalb die ganzen Geschichte sehr authentisch wirken. Man bekommt einen wirklich realen Einblick in das Leben eines homosexuellen Mannes, es gibt viele Konfrontationen denen er sich stellen muss, für die er allerdings erst mal enorm viel Mut aufbringen muss.. Die Gesellschaft gibt sich Homosexuellen gegenüber immer sehr tolerant, doch diese Geschichten beweisen, dass es immer noch einen großen Teil gibt, der es als widerlich und gestört ansieht einen Menschen des gleichen Geschlechts zu lieben und dies auch nach außen hin zu zeigen. Man startet in einer völlig alltäglichen Situation und in einer solchen verlässt man die Geschichte auch wieder. Es gibt kein richtiges Ende, die Geschichten sind jeweils offen und sie müssen ihr Leben weiter bewältigen immer noch mit den Hürden, die man in den jeweiligen Geschichten kennenlernen durfte, im Nacken. Einerseits wünscht man sich zu wissen, wie es weiter geht. Aber an sich bin ich der Meinung, dass genau das das Buch ausmacht und so glaubwürdig macht. Es sind einfach keine Probleme die sich schnell aus der Welt schaffen lassen, dazu braucht es Zeit, Kraft und vor allem Verständnis von außen, doch gerade das fehlt in deren Umfeld sehr. Dadurch, dass die Geschichten sehr kurz waren, konnte man allerdings keinen wirklich Bezug zu den Charakteren aufbauen, das ist allerdings etwas das mit beim lesen immer sehr wichtig ist. Weil ich gerne mit ihnen mitfühle.. Das kam leider ein wenig zu kurz, zwar sind die Charaktere meistens auf Verständnis gestoßen und sie taten mir auch Leid, aber das wirklich mitfühlen hat gefehlt. In diesem Buch konnten mich leider auch nicht alle Geschichten überzeugen, bei der einen konnte ich das Verhalten einer Person nicht nachvollziehen und eine andere erschien mir recht nichtssagend. Dennoch sind hier einige berührende und traurige Geschichten dabei, die einem zum nachdenken anregen und bei denen man sich wünscht, man könnte den intoleranten Menschen ein bisschen Verstand eintrichtern. Man schämt sich für die Leute, die andere verletzen nur weil sie das gleiche Geschlecht lieben! Vom Erzählstil her waren alle Geschichten recht unterschiedlich, hat mir gut gefallen, weil man so das Gefühl hatte, als würden die einzelnen Charaktere ihre Geschichte erzählen. Fazit Wer sich mal mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzten möchte und vor allem in das Leben eines Homosexuellen eintauchen möchte auf eine sehr authentische und vor allem klischeefreie Weise, wird mit diesem Buch keinen Fehler begehen.

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