Sabine Ibing

 4.5 Sterne bei 17 Bewertungen

Alle Bücher von Sabine Ibing

Zenissimos Jagd

Zenissimos Jagd

 (6)
Erschienen am 28.07.2015
Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca

Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca

 (2)
Erschienen am 12.12.2016
Der Tote im Gänseteich

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 (3)
Erschienen am 07.03.2016
Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle

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 (0)
Erschienen am 14.07.2015
Der Koffer bringt es an den Tag

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 (0)
Erschienen am 01.05.2017

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Rezension zu "Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca" von Sabine Ibing

Die wahre Königin
ira_ebnervor 2 Jahren

Sie ist wieder da. Sophie, die "Frau mit Grill". Vergangenes Jahr durfte ich die Bekanntschaft mit der durchtriebenen Narzisstin Sophie Barradon im gleichnamigen Roman von Sabine Ibing machen. Zur Erinnerung: Die rothaarige alterslose Schönheit (sie ist 60), Produkt der plastischen Chirurgie und diverser Luxuslabels, trieb ihre Männer an den Rand des Wahnsinns und des finanziellen Ruins. Bis sie am Ende den reichen, aber betagten Victor Bäsch heiratete - und ihre Apanage für Promi-Friseurbesuche und Shoppingtouren durch Nobelboutiquen per Ehevertrag geregelt wurde. Blöd nur für Sophie, dass Victor auch noch ein wohltätiger Mensch ist ...

Jetzt hat Sabine Ibing die Fortsetzung "Die Königin der Costa Blanca" geschrieben, die seit 01. Dezember 2016 erhältlich ist. Das Scheusal ist zurück und hat mit der spanischen Putzfrau Maria und deren Freund Alejandro Gesellschaft bekommen, denn ihr und Victors Lebensmittelpunkt ist in Spanien.

Maria de la Concepcion Imaculada putzt die Appartments der betuchten Eigentümer der Wohnanlage. Einst träumte sie von einer Modelkarriere, als Entschädigung für ihren gescheiterten Traum "leiht" sie sich die teuren Kleider verreister Bewohnerinnen und geht mit Alejandro aus. Auch Sophies breitkrempige Hüte fallen ihr auf. So kommt es eines Tages, dass durch eine Ungeschicklichkeit Marias Victor so unglücklich stürzt, dass er bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird. Herrlich oberflächlich wird hier Sophie beschrieben: Sie wendet sich in der Zwischenzeit seichten Liebesromanen zu, auf die sie sich dann doch nicht konzentrieren kann. Nicht etwa aus Sorge um das Befinden ihres Ehemanns, sondern, ob er vorzeitig stirbt und sie nicht in Genuss seiner Rente kommt. Auch Victors Neffe, der katholische Geistliche Franz, stellt sich als Rivale im Erbstreit dar. Denn wozu soll Geld für die Erhaltung einer Orgel verschwendet werden, wenn man es auch für Versace und Louis Vuitton ausgeben kann? Schnell wird im Allgäu das Haus ausgeräumt, denn Franz wird kein einziges Möbelstück gegönnt.


Und jetzt tritt Alejandro auf den Plan. Er beglückt ältere verwitwete Engländerinnen, bei denen es auch etwas zu holen gibt. Ein lukratives Geschäft. Auch Sophie gegenüber erweist er sich als charmant, wenn es ihm auch an Manieren fehlt, wie sie feststellt. Da auch alle in der Wohnanlage so gemein zu Sophie sind - ihre Verflossenen und die dicke Berta, die Seele und Bildzeitung der Anlage - will sie wegziehen. Beim Kauf eines Apartments in Altea, dem "Hollywood der Costa Blanca" aufgrund seiner Promi- und Russendichte, ist ihr Alejandro äußerst behilflich ... Ob der spanische Immobiliendeal gut geht? Alejandros Part ist die Parallelgeschichte zu Sophie und mit dem Spanier mit Ronaldo-Frisur hat Sabine einen ebenfalls wenig sympathischen, dafür aber umso schillernden Charakter hinzugefügt.


Apropos Russendichte. Sophie macht Bekanntschaft mit Oleg, einem ukrainischen Oligarchen. Der bringt sie auf die Idee, Bloggerin für Lifestyle zu werden. Was würde auch anderes zu Sophie passen? Süchtig nach Anerkennung und nach Glamour, immer im Mittelpunkt, immer die Schönste und dabei die Verachtung ihrer Mitmenschen in der Seele - genau das arbeitet Sabine Ibing wieder gelungen bei Sophie heraus. Doch nicht nur, denn der scheinbar oberflächliche Charakter hat auch eine traurige Seite:


Immer wieder bekommt Sophie Anfälle von Selbstmitleid. Ihre Männer hätten sie nicht geliebt, sondern nur verarscht und schlecht behandelt. Sie gerät in Zweifel, ob sie jemals Liebe erfahren hat. Ihr neues Wirkungsfeld als Modebloggerin trägt auch nicht zu ihrem Seelenheil bei. So beschreibt Sabine Ibing treffend:


"Wieder bestimmte die Ebbe Sophies Seele. Likes fluteten tagsüber ihre Gefühle, Wellen des Glücks mit bewundernden Postings. Am späten Abend kehrte die Ebbe zurück, wenn sie allein vor dem Fernseher saß, die Rotweinflasche auf dem Tisch, Lachen von draußen, fröhliche Stimmen aus den Nachbarwohnungen ..."


So mag es vielen gehen - quer durch alle Schichten - die sich über Klicks, Likes, Follower und Kommentaren in den sozialen Netzwerken definieren. Virtuelle Freunde sind nicht unbedingt immer echte Freunde und dämpfen die Einsamkeit kaum. Im Gegenteil. Manche Menschen fühlen sich trotz 1000 Facebook-Freunde ziemlich leer.

Genau solche Passagen geben den Büchern von Sabine Ibing bei ihrem flüssigen und beschwingten Erzählstil auch etwas Nachdenkliches, mit dem man sich im Alltag und seinen eigenen Gedanken wiederfindet.


Auch den zweiten Teil von "Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle" kann ich weiterempfehlen. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kommt hier gut rein, weil die Personen um Sophie schnell vertraut werden, auch die neuen Figuren. Wer wie ich bisher noch nie in Spanien war, kann sich dank der detailreichen und bunten Beschreibungen gut an die Schauplätze versetzen. "Die Königin der Costa Blanca" ist eine kurzweilige Lektüre, die bei aller Skurrilität Sophies dennoch Tiefgang hat. Denn hier erwartet uns keine zuckrige Klischeewelt der Reichen und Schönen à la "Sturm der Liebe" oder wie in den Milliardärs-Schmonzetten, sondern ein realistischer Einblick hinter die Fassaden - und das wortwörtlich. Eine Protagonistin muss auch nicht unbedingt sympathisch sein, oder sämtliche Vorbildfunktionen einnehmen. Sie darf ekelhaft, abstoßend, zickig, gemein und unfreiwillig komisch sein, und damit nimmt sie den Raum komplett ein. So wie Sophie eben, die wahre "Königin der Costa Blanca".

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Rezension zu "Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca" von Sabine Ibing

Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca
bettinahertzvor 2 Jahren

Frau mit Grill – Königin der Costa Blanca


Frau mit Grill – Königin der Costa Blanca ist die Fortsetzung von Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt und zwar aus der Sicht der Hauptprotagonistin Sophie und zum anderen von Alejandro, einem jungen Mann aus Mallorca auf der Suche nach seinem persönlichen Glück bzw. Reichtum. Diese Kombination macht das Buch sehr unterhaltsam und vor allem profitieren BEIDE voneinander, nicht nur Sophie.

Nachdem Sophie Barradon, junggebliebene Anfangsechszigerin im ersten Band drei Männer an ihre psychischen, physischen und vor allem finanziellen Grenzen gebracht hat, befindet sie sich nun in der Ehe mit Victor, gute 20 Jahre älter, aber geistig sehr wohl auf höchstem Niveau, daran zu erkennen, dass Sophie tatsächlich einen Ehevertrag unterschrieb. Dieser wird ihr auch zum Verhängnis, denn Victor stirbt durch einen Unfall und auch noch vor dem Zeitpunkt, ehe Sophie ihre vollen Ansprüche aus dem Ehevertrag geltend machen kann. Es ist ja nicht so, dass sie verarmt, aber sie will ja ALLES, sie ist ja schließlich die Königin und bescheiden obendrein. Gleich zu Beginn dieses Folgebandes erleben wir Victors letzte Stunden an der Seite von Sophie, die sich natürlich aufopfernd um ihn kümmert.

Ich fühlte mich von der ersten Seite an wunderbar unterhalten. Sabine Ibing hat eine phantastische, flüssige, humorvolle Schreibweise, dass einem sogar eine Sophie Barradon ans Herz wächst. Zum anderen bekommt man noch eine sehr schöne bildhafte Untermalung von Mallorca bzw. das spanische Festland.

Sophie nun verwitwet, versucht neue Ufer anzusteuern. In der Luxusappartmentanlage auf Mallorca kennen zu viele Menschen, vor allem Victors Freunde, ihr wahres Ich und sie beschließt, ihre Wohnung zu verkaufen. Und da tritt Alejandro auf die Bildfläche. Alejandro, aus sehr einfachen Verhältnissen stammend rutscht eher zufällig ins spanische Immobiliengeschäft, getrieben von seiner ehrgeizigen und skrupellosen Freundin Maria, die einst die Wohnungen der Reichen und Schönen auf Mallorca putzte. So möchte sie auch leben und Alejandro wird ihr dabei helfen, koste was es wolle. Und so verkauft er Sophies Wohnung und verschafft ihr eine neue in hervorragender Lage auf dem spanischen Festland. Der neue Laufsteg für Sophie ist eröffnet, umgeben von zwielichtigen, aber gut situierten Russen. Sie bekommt sogar einen Job angeboten. Arbeit und Sophie – das kann sich eigentlich kein Mensch vorstellen und ich habe mir fast an den Kopf gehauen, dass es wirklich eine Tätigkeit gibt, die sie kann, die sie wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt bekommen hat und bei der sie aufgeht, wie die Königin, die Königin der Costa Blanca.

Ich persönlich finde, dass in diesem Buch Sabine Ibing ein bisschen mehr hinter der Fassade von Sophie blicken lässt. Im Prinzip ist sie ein sehr einsamer Mensch, durch ihre sehr spezielle Art, stehen Freunde nicht unbedingt Schlange. Sie fühlt sich oftmals allein in ihrer großen luxuriösen Wohnung und vermisst sogar Victor, der ihr immer ein guter Zuhörer war. Immer wenn sie an diesem Punkt angelangt ist, die Nächte nicht ohne Schlafmittel oder Alkohol rumkriegt, dachte ich, jetzt kommt der Wandel, aber spätestens als die Sonne aufgeht, kann die Show wieder beginnen…

Sophie Barradon wäre nicht meine beste Freundin geworden, aber der Ausgang dieser Geschichte war dann für mich doch etwas melancholisch. Wer wissen möchte, wie dieses Abenteuer auf dem spanischen Festland ausgeht, wie Sophie aus den dubiosen Kontakten mit den Russen grad nochmal die Kurve kriegt und ob sie am Ende doch einmal zufrieden ist und was es mit Alejandro auf sich hat, sollte sich diesen Fortsetzungsband auf keinen Fall entgehen lassen. 

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S

Rezension zu "Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle: ein humorvoller Roman" von Sabine Ibing

Irre Geschichte um das Leben zwischen Frau und Mann
staronevor 3 Jahren

Sophie liegen die Männer zu Füssen und das im wahrsten Sinn des Wortes. Sie liebt dieses Gefühl der Macht und geniest es in vollen Zügen. Luxusessen, Modemarken, Urlaub und alles wird gerne immer auf Facebook postet,  dass ist Sophies Welt. Das Beste ist gerade gut genug. Doch wehe  man verweigert Sophie einen Luxus dann kann aus dem kleinen, süßen, zierlichen Engel plötzlich und ohne Vorwarnung eine gefährlich, hinterhältiger und bösartiger Tigerin werden. Die all ihre Kräfte zum ihrem Nutzen bündelt. Doch wenn der entsprechende Herr kein Geld mehr besitzt oder an eine mögliche Heirat mit ihr denkt bekommt Sophie plötzlich kalte Füsse und wie ein Schmetterling flattert sie weiter zu einer neuen Blüte oder besser gesagt Mann. Dabei hinterlässt sie gerne verbrannte Erde. Und stellt den Mann ins gesellschaftliche Abseits  mit Lügen und falschen Behauptungen. Hugo und Karl haben diese Erfahrung schon gemacht. Wird es Michael auch so ergehen oder kann er sich möglicherweise retten? Interessante Frage auf die das Buch sicherlich die Antwort kennt.   



Meine Meinung: Was für eine Frau denkt man im ersten Moment und gibt es so was wirklich? Ja, anscheinend und die Männer sind auch doch so naiv und blind vor Liebe. Lustig und locker beschreibt die Autorin Sabine Ibing hier eine Frau, die nie genug bekommt vom Luxus. Denkt man zumindest am Anfang, doch irgendwann schüttelt man nur noch den Kopf und denkt kann jemand diesem Treiben nicht ein Ende setzen und diese Frau in die Schranken weisen. So kann man doch nicht mit seinen Mitmenschen, liebenden Männer, Tochter oder auch nur Angestellte in einem Geschäft umgehen. Die ist doch krank und gehört in Behandlung. Nur welche? Und so erlebt man als Leser ein Wechselbad der Gefühle und Befindlichkeiten. Sophie spielt mit der Angst der reichen Männer vor der möglichen Einsamkeit eine perfides Spiel. Und merkt nicht mal wie auch sie mit zunehmendem Alter, älter sind. Da hilft keine Creme und kein Lifting mehr. Das wird sehr deutlich als sie sich in einer Partnerbörse im Internet einschreibt und ihr der Mann da extrem deutlich zu verstehen gibt, wie er sie findet.  Sehr ansprechend, amüsant und wahr sind auch immer die Aussagen der einzelnen Handelten  am Anfang der Kapitel. Ein Roman, der zum Teil sehr lustig war, weil  die Menschen im Mundart geredet haben was ich sehr autentisch fand,  auf der anderen Seite aber auch zum Nachdenken über bestimmte Verhaltensmuster siehe posten in Facebook, Angst vor der Einsamkeit im Alter mich persönlich angeregt hat. Und den Titel darf man ruhig als Programm für den Roman sehen...Sophie will Kohle,  würde aber auch gerne mal den Mann auf den Grill werfen. Wenn ihre Wünsche nicht erfüllt werden. Schon eine irre Geschichte, aber im Positivem Gesehen.

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