Sabine Ibing Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca

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Inhaltsangabe zu „Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca“ von Sabine Ibing

Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca 2. Teil Frau mit Grill … Frechheit siegt - eine Gesellschaftssatire unter spanischem Himmel (Sophie Barradon: Ich habe nichts dagegen, dass wir geteilter Meinung sind. Aber lass es uns so halten, dass ich meine Meinung habe und du sie teilst.) Auf zu neuen Ufern! Sophie, 60 Jahre jung, immer noch sexy, wird Witwe. In Ihrer Appartementanlage auf Mallorca hat sich die narzisstische Lady keine Freunde gemacht und ihre Feinde wetzen fröhlich die Messer. Der attraktive Immobilienmakler Alejandro verhilft ihr zu einem Domizil an der Costa Blanca. Hier landet sie in einer Wohnanlage voller Russen. Dank dubioser Kontakte, braucht sie nicht lange, um auch dort auf sich aufmerksam zu machen. Derweil manövriert sich Alejandro in eine immer ausweglosere Situation, angetrieben von seiner ehrgeizigen Freundin Maria. Im Spiel mit dem Feuer drohen Sophie und Alejandro zu verbrennen ... Der zweite Teil zu »Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle«, eine eigenständige Geschichte.

Das rothaarige Scheusal ist wieder da und hat sein Pendant gefunden.

— ira_ebner
ira_ebner

Eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Ich wurde abermals wunderbar unterhalten.

— bettinahertz
bettinahertz

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    Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca
    ira_ebner

    ira_ebner

    07. January 2017 um 15:08

    Sie ist wieder da. Sophie, die "Frau mit Grill". Vergangenes Jahr durfte ich die Bekanntschaft mit der durchtriebenen Narzisstin Sophie Barradon im gleichnamigen Roman von Sabine Ibing machen. Zur Erinnerung: Die rothaarige alterslose Schönheit (sie ist 60), Produkt der plastischen Chirurgie und diverser Luxuslabels, trieb ihre Männer an den Rand des Wahnsinns und des finanziellen Ruins. Bis sie am Ende den reichen, aber betagten Victor Bäsch heiratete - und ihre Apanage für Promi-Friseurbesuche und Shoppingtouren durch Nobelboutiquen per Ehevertrag geregelt wurde. Blöd nur für Sophie, dass Victor auch noch ein wohltätiger Mensch ist ...Jetzt hat Sabine Ibing die Fortsetzung "Die Königin der Costa Blanca" geschrieben, die seit 01. Dezember 2016 erhältlich ist. Das Scheusal ist zurück und hat mit der spanischen Putzfrau Maria und deren Freund Alejandro Gesellschaft bekommen, denn ihr und Victors Lebensmittelpunkt ist in Spanien. Maria de la Concepcion Imaculada putzt die Appartments der betuchten Eigentümer der Wohnanlage. Einst träumte sie von einer Modelkarriere, als Entschädigung für ihren gescheiterten Traum "leiht" sie sich die teuren Kleider verreister Bewohnerinnen und geht mit Alejandro aus. Auch Sophies breitkrempige Hüte fallen ihr auf. So kommt es eines Tages, dass durch eine Ungeschicklichkeit Marias Victor so unglücklich stürzt, dass er bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird. Herrlich oberflächlich wird hier Sophie beschrieben: Sie wendet sich in der Zwischenzeit seichten Liebesromanen zu, auf die sie sich dann doch nicht konzentrieren kann. Nicht etwa aus Sorge um das Befinden ihres Ehemanns, sondern, ob er vorzeitig stirbt und sie nicht in Genuss seiner Rente kommt. Auch Victors Neffe, der katholische Geistliche Franz, stellt sich als Rivale im Erbstreit dar. Denn wozu soll Geld für die Erhaltung einer Orgel verschwendet werden, wenn man es auch für Versace und Louis Vuitton ausgeben kann? Schnell wird im Allgäu das Haus ausgeräumt, denn Franz wird kein einziges Möbelstück gegönnt.Und jetzt tritt Alejandro auf den Plan. Er beglückt ältere verwitwete Engländerinnen, bei denen es auch etwas zu holen gibt. Ein lukratives Geschäft. Auch Sophie gegenüber erweist er sich als charmant, wenn es ihm auch an Manieren fehlt, wie sie feststellt. Da auch alle in der Wohnanlage so gemein zu Sophie sind - ihre Verflossenen und die dicke Berta, die Seele und Bildzeitung der Anlage - will sie wegziehen. Beim Kauf eines Apartments in Altea, dem "Hollywood der Costa Blanca" aufgrund seiner Promi- und Russendichte, ist ihr Alejandro äußerst behilflich ... Ob der spanische Immobiliendeal gut geht? Alejandros Part ist die Parallelgeschichte zu Sophie und mit dem Spanier mit Ronaldo-Frisur hat Sabine einen ebenfalls wenig sympathischen, dafür aber umso schillernden Charakter hinzugefügt.Apropos Russendichte. Sophie macht Bekanntschaft mit Oleg, einem ukrainischen Oligarchen. Der bringt sie auf die Idee, Bloggerin für Lifestyle zu werden. Was würde auch anderes zu Sophie passen? Süchtig nach Anerkennung und nach Glamour, immer im Mittelpunkt, immer die Schönste und dabei die Verachtung ihrer Mitmenschen in der Seele - genau das arbeitet Sabine Ibing wieder gelungen bei Sophie heraus. Doch nicht nur, denn der scheinbar oberflächliche Charakter hat auch eine traurige Seite:Immer wieder bekommt Sophie Anfälle von Selbstmitleid. Ihre Männer hätten sie nicht geliebt, sondern nur verarscht und schlecht behandelt. Sie gerät in Zweifel, ob sie jemals Liebe erfahren hat. Ihr neues Wirkungsfeld als Modebloggerin trägt auch nicht zu ihrem Seelenheil bei. So beschreibt Sabine Ibing treffend:"Wieder bestimmte die Ebbe Sophies Seele. Likes fluteten tagsüber ihre Gefühle, Wellen des Glücks mit bewundernden Postings. Am späten Abend kehrte die Ebbe zurück, wenn sie allein vor dem Fernseher saß, die Rotweinflasche auf dem Tisch, Lachen von draußen, fröhliche Stimmen aus den Nachbarwohnungen ..."So mag es vielen gehen - quer durch alle Schichten - die sich über Klicks, Likes, Follower und Kommentaren in den sozialen Netzwerken definieren. Virtuelle Freunde sind nicht unbedingt immer echte Freunde und dämpfen die Einsamkeit kaum. Im Gegenteil. Manche Menschen fühlen sich trotz 1000 Facebook-Freunde ziemlich leer. Genau solche Passagen geben den Büchern von Sabine Ibing bei ihrem flüssigen und beschwingten Erzählstil auch etwas Nachdenkliches, mit dem man sich im Alltag und seinen eigenen Gedanken wiederfindet.Auch den zweiten Teil von "Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle" kann ich weiterempfehlen. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kommt hier gut rein, weil die Personen um Sophie schnell vertraut werden, auch die neuen Figuren. Wer wie ich bisher noch nie in Spanien war, kann sich dank der detailreichen und bunten Beschreibungen gut an die Schauplätze versetzen. "Die Königin der Costa Blanca" ist eine kurzweilige Lektüre, die bei aller Skurrilität Sophies dennoch Tiefgang hat. Denn hier erwartet uns keine zuckrige Klischeewelt der Reichen und Schönen à la "Sturm der Liebe" oder wie in den Milliardärs-Schmonzetten, sondern ein realistischer Einblick hinter die Fassaden - und das wortwörtlich. Eine Protagonistin muss auch nicht unbedingt sympathisch sein, oder sämtliche Vorbildfunktionen einnehmen. Sie darf ekelhaft, abstoßend, zickig, gemein und unfreiwillig komisch sein, und damit nimmt sie den Raum komplett ein. So wie Sophie eben, die wahre "Königin der Costa Blanca".

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  • Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca

    Frau mit Grill - Königin der Costa Blanca
    bettinahertz

    bettinahertz

    12. December 2016 um 10:45

    Frau mit Grill – Königin der Costa BlancaFrau mit Grill – Königin der Costa Blanca ist die Fortsetzung von Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt und zwar aus der Sicht der Hauptprotagonistin Sophie und zum anderen von Alejandro, einem jungen Mann aus Mallorca auf der Suche nach seinem persönlichen Glück bzw. Reichtum. Diese Kombination macht das Buch sehr unterhaltsam und vor allem profitieren BEIDE voneinander, nicht nur Sophie.Nachdem Sophie Barradon, junggebliebene Anfangsechszigerin im ersten Band drei Männer an ihre psychischen, physischen und vor allem finanziellen Grenzen gebracht hat, befindet sie sich nun in der Ehe mit Victor, gute 20 Jahre älter, aber geistig sehr wohl auf höchstem Niveau, daran zu erkennen, dass Sophie tatsächlich einen Ehevertrag unterschrieb. Dieser wird ihr auch zum Verhängnis, denn Victor stirbt durch einen Unfall und auch noch vor dem Zeitpunkt, ehe Sophie ihre vollen Ansprüche aus dem Ehevertrag geltend machen kann. Es ist ja nicht so, dass sie verarmt, aber sie will ja ALLES, sie ist ja schließlich die Königin und bescheiden obendrein. Gleich zu Beginn dieses Folgebandes erleben wir Victors letzte Stunden an der Seite von Sophie, die sich natürlich aufopfernd um ihn kümmert.Ich fühlte mich von der ersten Seite an wunderbar unterhalten. Sabine Ibing hat eine phantastische, flüssige, humorvolle Schreibweise, dass einem sogar eine Sophie Barradon ans Herz wächst. Zum anderen bekommt man noch eine sehr schöne bildhafte Untermalung von Mallorca bzw. das spanische Festland.Sophie nun verwitwet, versucht neue Ufer anzusteuern. In der Luxusappartmentanlage auf Mallorca kennen zu viele Menschen, vor allem Victors Freunde, ihr wahres Ich und sie beschließt, ihre Wohnung zu verkaufen. Und da tritt Alejandro auf die Bildfläche. Alejandro, aus sehr einfachen Verhältnissen stammend rutscht eher zufällig ins spanische Immobiliengeschäft, getrieben von seiner ehrgeizigen und skrupellosen Freundin Maria, die einst die Wohnungen der Reichen und Schönen auf Mallorca putzte. So möchte sie auch leben und Alejandro wird ihr dabei helfen, koste was es wolle. Und so verkauft er Sophies Wohnung und verschafft ihr eine neue in hervorragender Lage auf dem spanischen Festland. Der neue Laufsteg für Sophie ist eröffnet, umgeben von zwielichtigen, aber gut situierten Russen. Sie bekommt sogar einen Job angeboten. Arbeit und Sophie – das kann sich eigentlich kein Mensch vorstellen und ich habe mir fast an den Kopf gehauen, dass es wirklich eine Tätigkeit gibt, die sie kann, die sie wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt bekommen hat und bei der sie aufgeht, wie die Königin, die Königin der Costa Blanca.Ich persönlich finde, dass in diesem Buch Sabine Ibing ein bisschen mehr hinter der Fassade von Sophie blicken lässt. Im Prinzip ist sie ein sehr einsamer Mensch, durch ihre sehr spezielle Art, stehen Freunde nicht unbedingt Schlange. Sie fühlt sich oftmals allein in ihrer großen luxuriösen Wohnung und vermisst sogar Victor, der ihr immer ein guter Zuhörer war. Immer wenn sie an diesem Punkt angelangt ist, die Nächte nicht ohne Schlafmittel oder Alkohol rumkriegt, dachte ich, jetzt kommt der Wandel, aber spätestens als die Sonne aufgeht, kann die Show wieder beginnen… Sophie Barradon wäre nicht meine beste Freundin geworden, aber der Ausgang dieser Geschichte war dann für mich doch etwas melancholisch. Wer wissen möchte, wie dieses Abenteuer auf dem spanischen Festland ausgeht, wie Sophie aus den dubiosen Kontakten mit den Russen grad nochmal die Kurve kriegt und ob sie am Ende doch einmal zufrieden ist und was es mit Alejandro auf sich hat, sollte sich diesen Fortsetzungsband auf keinen Fall entgehen lassen. 

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