Sabine Kornbichler

 4,1 Sterne bei 1.021 Bewertungen
Autor*in von Das Verstummen der Krähe, Klaras Haus und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sabine Kornbichler (©Tyron Montgomery)

Lebenslauf

Sabine Kornbichler, Jahrgang 1957, wuchs an der Nordsee auf. Nach einem Volkswirtschaftsstudium arbeitete sie unter anderem als Texterin und Beraterin in einer Frankfurter PR-Agentur, bis sie sich 1997 dem kreativen Schreiben zuwandte. Noch im selben Jahr erhielt Sabine Kornbichler für ihre erste Kurzgeschichte den Limburgpreis. Im Jahr darauf schrieb sie ihren ersten Roman, der im Mai 2000 bei Knaur unter dem Titel Klaras Haus veröffentlicht wurde. Es folgten mehrere Romane und ein Kurzgeschichtenband, bis mit dem Roman "Im Angesicht der Schuld" ihr erster Krimi - ebenfalls bei Knaur - veröffentlicht wurde. Mit "Das Verstummen der Krähe" hat sie im August 2013 ihre Krimi-Reihe um die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo begonnen. Der 2. Fall "Die Stimme des Vergessens" ist im August 2014 erschienen. Sabine Kornbichler lebt in München und arbeitet dort als Autorin.

Alle Bücher von Sabine Kornbichler

Cover des Buches Das Verstummen der Krähe (ISBN: 9783492305976)

Das Verstummen der Krähe

 (154)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Klaras Haus (ISBN: B004DSEHKE)

Klaras Haus

 (97)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Die Stimme des Vergessens (ISBN: 9783492309448)

Die Stimme des Vergessens

 (84)
Erschienen am 01.07.2016
Cover des Buches Gefährliche Täuschung (ISBN: 9783492305181)

Gefährliche Täuschung

 (78)
Erschienen am 14.04.2014
Cover des Buches Das böse Kind (ISBN: 9783492310659)

Das böse Kind

 (63)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches Das Richterspiel (ISBN: 9783426633038)

Das Richterspiel

 (64)
Erschienen am 28.03.2011
Cover des Buches Im Angesicht der Schuld (ISBN: 9783492307123)

Im Angesicht der Schuld

 (65)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Der gestohlene Engel (ISBN: 9783426636435)

Der gestohlene Engel

 (64)
Erschienen am 30.03.2009

Interview mit Sabine Kornbichler

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich habe 1997 mit dem kreativen Schreiben begonnen, und zwar zunächst mit Kurzgeschichten. Gleich im Jahr darauf habe ich mich an meinen ersten Roman getraut und das Manuskript verschiedenen Verlagen angeboten. Der Knaur-Verlag hat mir nach kürzester Zeit eine Zusage geschickt und meinen Roman unter dem Titel Klaras Haus im Jahr 2000 veröffentlicht.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Meine Inspirationen hole ich mir nicht von anderen Autoren, sondern mitten aus dem Leben. Und beeindruckt bin ich von Autoren, die gut recherchieren, die ihr Handwerk verstehen und denen es gelingt, mich zu berühren.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Aus den Tiefen meiner Phantasie – die sich wiederum aus dem Leben speist, aus einer Vielzahl von Eindrücken, die sich verselbständigen und sich von ihrem ursprünglichen Bild lösen und zu einem neuen zusammensetzen.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Indem ich ihnen immer wieder ein neues, spannendes Buch präsentiere. Und natürlich auf Lesungen und über meine Homepage.

Wann und was liest Du selbst?

Ich lese, wann immer ich die Zeit dazu finde. Ich habe keine festgelegten Zeiten dafür. Beim Lesen bin ich auf kein Genre festgelegt, habe aber ein Faible für Biographien und Kriminalromane. Außerdem liegen jede Menge Fachbücher auf meinem Buchstapel.

Videos

Neue Rezensionen zu Sabine Kornbichler

Cover des Buches Klaras Haus (ISBN: 9783492968850)
liebeslesers avatar

Rezension zu "Klaras Haus" von Sabine Kornbichler

Ernst, tragisch - und dann wieder banal und redselig
liebesleservor 2 Monaten

Was diesen Roman ausmacht, ist seine Thematik sowie die Tragik, in die sie für die beiden Hauptpersonen, Nina und ihre angeheiratete Cousine Charlotte, mündet. Nina hat sich immer ein Kind gewünscht, aber ihrem Mann zuliebe darauf verzichtet, bis dieser sie zugunsten ihrer besten Freundin verlässt, mit der er sich auf das gemeinsame Kind (!) freut. Charlotte, nach außen hin perfekte Ehefrau und vierfache Super-Mami, ist über viele Jahre fremdgegangen, nun ist ihr Liebhaber gestorben. Auf eine Ehebrecherin ist Nina natürlich nicht gut zu sprechen, während Charlotte mit der aufopferungsvollen Art Ninas nichts anfangen kann. Stoff zum Diskutieren und Nachdenken also. Dann ist da noch Klara, die zwar längst tot ist, aber durch ihre Vorgeschichte (festgehalten in Tagebüchern) in der Handlung präsent ist und gegenwärtige Gedanken und Entscheidungen mit beeinflusst. Und schließlich als „Schlichterin“ und Mutti Haushälterin Hanni, die mal sanft, mal rigoros ebenfalls die Geschicke der Protagonistinnen lenkt.

So weit, so gut. Ich habe beim Lesen allerdings oft das Gefühl gehabt, die Autorin habe eine Chance vertan. Aus diesem Stoff hätte man sehr viel mehr machen können. Die Beschränkung auf die Gegenwart von ein paar Wochen und einem einzigen Schauplatz (das titelgebende Haus) führt zu Redseligkeit und Banalität. Die dramatischen Elemente liegen in der Vergangenheit und werden sukzessive eingestreut, was sowohl dem harten Schicksal Annes, der Schwester Klaras, als auch dem bitteren Hauptgrund für Ninas Verzweiflung nicht gerecht wird.

Geprägt ist der Roman vor allem vom Selbstmitleid Ninas, die für mich als Figur sehr unglaubwürdig bleibt (Ehefrau ohne Kinder und freiwillig ohne Job, weint unaufhörlich ihrem untreuen Mann hinterher) und von endlosen Gesprächen, die einerseits alle Gedanken der Leserin vorwegnehmen und zweitens vor nervigen Pseudoweisheiten nur so strotzen. Meist ist es hier Charlotte, die Freiheit und Ehrlichkeit preist, aber ihren Mann (und sich selbst) seit Jahren belügt.

Als positiv empfand ich an dieser Geschichte, dass das Ende offenbleibt und nicht etwa zwei rettende Männer um die Ecke kommen. Vielleicht hätte aber gerade diese Offenheit mehr thematisiert werden müssen, statt den Aufenthalt in „Klaras Haus“ als Allheilmittel hochzustilisieren. Schön mag es ja sein auf Pellworm, aber wer kann es sich schon leisten, drei Monate ohne Arbeit und/oder Familie dort abzutauchen, bis seine Probleme ein bisschen kleiner geworden sind?

Cover des Buches Steine und Rosen (ISBN: 9783426631997)
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Rezension zu "Steine und Rosen" von Sabine Kornbichler

Eine Tüte voller Lebensweisheiten
liebesleservor 5 Monaten

Dieser Roman von Sabine Kornbichler ist gut zu lesen, vermochte mich aber dennoch nicht zu fesseln. Selbst Themen wie schwere Krankheit, berufliches Aus und Kindesabschiebung lösten emotional nicht allzu viel bei mir aus, vielleicht, weil die Autorin den Fokus vor allem auf die genervte weibliche Hauptfigut Katja legte, die statt Ruhe und Besinnung in ihrer Zwangs-WG zu finden, mit dem täglichen Chaos und den klugen Sprüchen ihrer 70jährigen Mitbewohnerin zu leben lernen musste.

Diese Sprüche - oder besser gesagt - Vorträge nervten auch mich als Leser; die gesamte übergriffige Art der alten, abgeklärten Dame machten aus einer Story über Vielfalt und Toleranz, Gemeinschaft und Zusammenhalt ein therapeutisches Selbsthilfebuch. Jede noch so tragische Situation und jegliches Zweifeln und Hadern wurde mit Kalenderblättersprüchen gekontert, die besserwisserisch und ohne jede Empathie abgesondert wurden.

Im Endeffekt hatten diese Einmischungen und weisen Verlautbarungen aber keinen Einfluss auf die Story und die Lösung der Probleme Katjas. Aus dem Nichts taucht ein fescher Polizist auf, es funkt sofort - und die berufliche Rehabilitierung bringt er auch noch mit. Die Lebensgeschichte der alten Dame wird ebenfalls nachgeliefert - auch hier hat sie natürlich unkonventionell gehandelt und gerade deshalb „alles richtig“ gemacht, und auch der dritte Mitbewohner findet rasch noch sein Glück.

Cover des Buches Das Richterspiel (ISBN: 9783426663615)
abuelitas avatar

Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

immer wieder gut
abuelitavor 2 Jahren

Ich mag die Romane der Autorin, die unaufgeregt und ohne viel Blut oder eklige Szenen doch auch sehr spannend sind und mich dann einfach nicht mehr loslassen, bis ich am Ende angekommen bin.

Hier geht es um Marlene Degner, ca. Mitte 30, die sich mit einem Seniorenservice in Berlin selbstständig gemacht hat, aber noch sehr zu kämpfen hat, um damit bestehen zu können. Am Silvestertag stürzt eine Ihrer Kundinnen und muss in die Klinik. Marlene fährt abends von einer Party aus zu dem Haus, um nach dem Kater der Kundin zu schauen. Ein Freund Ihres Bruders, den Marlene sehr sympathisch findet, begleitet sie.

Aber statt den Abend weiter genießen zu können, entdecken die Beiden im Wohnzimmer von Heidrun Momberg eine Tote. Es handelt sich um eine der vier Adoptiv-Töchter von Frau Momberg.

Wie sich dann herausstellt, könnte das mit einem anderen Fall zusammenhängen – der fünfjährige Leon wurde vor kurzem entführt und Dagmar Momberg war seine Erzieherin und wurde vorerst vom Dienst suspendiert, was Ihr wohl schwer zu schaffen machte.

Marlene wird von dem blinden ehemaligen Kriminalhauptkommissar Arnold Claussen engagiert. Er ermittelt privat in beiden Fällen und Marlene soll ihm „Arm und Augen“ leihen. Sie will das zuerst nicht, kann es sich aber nicht leisten, einen Kunden abzulehnen. Und dann wird sie wider Erwarten selber neugierig…..und spätestens als Arnold Claussen einen Unfall hat, ist ihr klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann….

Das Thema Kindesmissbrauch bzw. Vernachlässigung, das große Thema Hinsehen oder wegschauen – all das hat die Autorin sehr gut und verständlich aufbereitet. Und es macht immer wieder betroffen, so etwas zu lesen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und auch, als sich langsam abzeichnete, was geschehen sein könnte, war der Schluss letztendlich dann doch überraschend.

 

Gespräche aus der Community

Im Rahmen meines Geburtstagsgewinnspieles auf meinen Blog verlose ich ein signiertes Exemplar von "Das Verstummen der Krähe" von Sabine Kornbichler.
Um an der Verlosung teilzunehmen, folgt einfach diesem Link:
http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/2016/02/geburtstags-gewinnspiel.html
und hinterlasst unter meiner BLOGPOST ein Kommentar mit der Antwort auf meine Frage: "Welches Buch könnt ihr mit empfehlen, eines das euch so beeindruckt hat, dass es zu euren Lieblingsbüchern gehört.
Ich würde mich freuen, wenn ihr meinen Blog auf Google Friend Connect oder per Mail folgen würdet.
2 BeiträgeVerlosung beendet
tinstamps avatar
Letzter Beitrag von  tinstampvor 8 Jahren
Dann bis morgen zur Auslosung =)
Ab heute könnt ihr endlich lesen, was es mit "Das böse Kind", Kristina Mahlos 3. Fall auf sich hat. Ich wünsche euch spannende Lesestunden!
Zum Thema
1 Beiträge
Kugelbakes avatar
Letzter Beitrag von  Kugelbakevor 9 Jahren
Es waren sehr spannende Lesestunden. Dieses Buch hat mich viel Schlaf gekostet!
"Das böse Kind", der 3. Band aus der Kristina-Mahlo-Krimireihe ist auf Anhieb auf Platz 29 der Taschenbuch-Bestsellerliste gelandet. Ich freue mich riesig und danke allen, die das möglich gemacht haben :-)
Zum Thema
1 Beiträge
Kugelbakes avatar
Letzter Beitrag von  Kugelbakevor 9 Jahren
Das Buch ist aber auch ein Knaller!

Zusätzliche Informationen

Sabine Kornbichler im Netz:

Community-Statistik

in 950 Bibliotheken

auf 145 Merkzettel

von 7 Leser*innen aktuell gelesen

von 21 Leser*innen gefolgt

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