Sabine Kornbichler Das Richterspiel

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Inhaltsangabe zu „Das Richterspiel“ von Sabine Kornbichler

Schlimmer könnte das alte Jahr für Marlene nicht enden: In der Wohnung einer Bekannten entdeckt sie eine Tote – die junge Frau wurde offensichtlich ermordet. Ohne es zu wollen, wird Marlene in den Fall hineingezogen. Hier spielt jemand ein Spiel – ein Spiel, das vor langer Zeit dazu gedacht war, dem Schicksal die Stirn zu bieten. Erst als Marlene selbst in Gefahr gerät, begreift sie, wie dunkel der Schatten sein kann, den die Vergangenheit wirft …

Kommt langsam in Fahrt - aber dann echt spannend!

— Lissy77

Toller Krimi

— LionsAngel

Ein Thema was uns alle angeht und sehr nachdenklich macht. Gut geschrieben!

— Kugelbake

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    Das Richterspiel

    gaby2707

    19. March 2013 um 09:29

    Marlene Degner, 35, betreibt einen Seniorenservice. Sie ist allerdings weiterhin auf finanzielle Hilfe ihres Bruders Fabian angewiesen. Mit ihrer Katze Twiggy lebt sie in ihrem Elternhaus; wobei sie zusammen mit ihrem Bruder überlegt, es zu verkaufen. Auf einer Silvesterparty, die sie zusammen mit ihrem Bruder besucht, lernt sie den Kinderarzt Max Viereck, 37, kennen. Mit ihm zusammen verlässt sie die Party und fährt zur Wohnung einer ihrer Kundinnen, Heidrun Momberg, die sich am Nachmittag bei einem Sturz von der Leiter den Oberschenkelhals gebrochen hat und nun im Krankenhaus liegt. Ihr Kater Schulze muss versorgt werden. Im Wohnzimmer des Hauses finden sie die Leiche einer jungen Frau. Es stellt sich heraus, dass es die älteste Tochter, Dagmar Momberg ist, die als Kindergärtnerin gearbeitet hat.  Bei einem Kindergartenausflug vor ein paar Tagen ist genau aus diesem Kindergarten ein Kind verschwunden: der kleine 5-jährige Leon. Und Dagmar Momberg wird daraufhin vom Dienst suspendiert.  Marlene bekommt einen Anruf von einem neuen Kunden: Arnold Claussen, ehemaliger Kriminalhauptkommissar und seit einem Unfall blind, braucht Marlenes Hilfe. Aber nicht für tägliche Einkäufe, sondern Marlene soll ihm beim Ermitteln in diesem neuen Mordfall behilflich sein. Zusammen mit Hauptkommissar Trapp, einem Freund von Claussen beginnt die Suche nac h dem Mörder von Dagmar Momberg.  Als Arnold Claussen nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert wird, macht sich Marlene allein auf die weitere Suche und begibt sich damit in allerhöchste Gefahr...  Das Richterspiel ist eine Kriminalgeschichte über eine Familie, die 4 Kinder aus sozial schwachen Familien aufgenommen bzw. adoptiert haben. Die 4 Mädchen scheinen ihren Weg ins Leben gefunden zu haben. Man erfährt auch einiges von den Qualen, die diese Mädchen in ihren ursprünglichen Familien erdulden mussten. Dann ist da Marlene, die die Geschichte in der Ich-Form erzählt. Sie hat ihre Mutter bei der Geburt verloren und fühlt sich heute noch schuldig. Mit der Pflege ihres kranken Vaters, der nun auch verstorben ist,  wollte sie einen Teil ihrer „Schuld“ abtragen. Hier gründet sich auch der Grundstock für ihre Arbeit im Seniorenservice, der sich nicht nur auf die Hilfe für alte Menschen beschränkt, sondern ihnen auch einen kleinen Teil ihrer Einsamkeit im Alter nehmen soll. Ich habe einen spannenden Roman gelesen, der in keinem der 22 Kapital voraussehbar war, sondern mich in immer andere Ecken der verschiedenen Verbrechen hat schauen lassen. Auch die soziale Komponente kommt in der Geschichte nicht zu kurz. Ebenso bahnt sich eine kleine Liebesgeschichte an.  FAZIT: Ein Roman in dem alles vorhanden ist, was ich von guten Geschichten erwarte. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    Anka2010

    12. January 2013 um 21:43

    Marlene ist eine unheimlich bewundernswerte Protagonistin, von der sich jeder eine Scheibe abschneiden sollte. Sie schaut hin, während andere wegschauen, bohrt nach, auch wenn es unangenehm wird und engagiert sich für Senioren, indem sie ihnen alltägliche Aufgaben wie z.B. das Einkaufen abnimmt oder mit ihnen zusammen den nächsten runden Geburtstag plant. Obwohl ihr Seniorenservice alles andere als gut läuft und sie auf die finanzielle Unterstützung ihres erfolgreichen Bruders angewiesen ist, macht sie ihren Job mit Leib und Seele. Am Silvesterabend möchte sie in der Wohnung einer ihrer Kundinnen noch einmal nach dem rechten schauen und sich um die zurück gelassene Katze kümmern, da die Besitzerin am Morgen ins Krankenhaus gebracht worden ist. In der Wohnung findet sie nicht nur eine total verstörte Katze, sondern auch eine tote Frau vor. Ihr bleibt nicht viel Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen, denn kurz darauf spannt sie ein neuer Kunde von morgens bis abends ein, jedoch nicht, um wie gewöhnlich im Haushalt zu helfen oder eine Runde im Park spazieren zu gehen, nein, Marlene soll Herrn Claussen, einen früh-pensionierten Kriminalkommissar, bei der Aufklärung eines Mordes unterstützen. Erst weigert sie sich, doch die Bezahlung kann sie aufgrund ihrer desolaten finaziellen Lage nicht ablehnen und außerdem handelt es sich um den Mord an der jungen Frau, die sie in der Wohnung ihrer Kundin gefunden hat. Schnell ist Marlene mitten drin und taucht tief in die Geheimnisse einer Familie ein, deren Vergangenheit sie vielleicht doch besser hätte ruhen lassen sollen... Dieser ruhige Krimi konnte mich, trotz fehlenden Pageturner-Effekts und einiger Längen, überzeugen. Interessante Protagonisten und ein ganz sensibles Thema, das Stück für Stück, Seite für Seite weiter auseinander genommen wird. Hartnäckig arbeiten sich Claussen und Marlene immer tiefer, immer weiter voran, während ich wohl schon längst aufgegeben hätte. Die Auflösung war für mich jetzt nicht unbedingt überraschend, da man beim Lesen immer näher an den Täter herangeführt wird, trotzdem fiel es mir am Ende schwer zu glauben, wie dieser Täter zu so etwas fähig sein konnte. Hinsehen, statt wegsehen! Lieber einmal zu viel den Mund aufmachen, als einmal zu wenig. Oder sollte man doch lieber vorsichtig mit seinen Verdächtigungen sein und erstmal abwarten? Für Marlene stellt sich diese Frage gar nicht, jedoch hat sie mich zum Nachdenken gebracht. Erschreckend, auf eine gewisse Art und Weise berührend und bewunderswert! P.S. Bemerkenswert, wie die Autorin mit dem Thema Blindheit umgeht. Da Claussen nach einem Unfall erblindet ist, ist er in diesem Fall auf Marlenes Hilfe angewiesen und bezeichnet sie als "sein Auge". Sabine Kornbichler weist nicht nur auf die Probleme hin, mit denen sich ein Blinder tagtäglich auseinandersetzen muss (z.B. eine stark befahrene Straße oder zwei verschiedenfarbige Socken), sondern entführt den Leser auch für eine Szene in ein Dunkelrestaurant. Großartige Idee.

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    FallenAngel11

    06. September 2012 um 08:52

    Aus einem Spiel wird bitterer Ernst Marlene Degner betreibt nach dem Tode ihres Vaters einen Seniorenservice in Berlin. Sie greift älteren Menschen bei alltäglichen Dingen unter die Arme und erledigt für sie Einkäufe, bringt sie zum Arzt oder schaut einfach nur mal auf einen Kaffee vorbei um der Einsamkeit dieser Menschen vorzubeugen. Eine Kundin von Marlene, Heidrun Momberg, hat am Sylvesterabend einen Unfall und muss ins Krankenhaus. Marlene verspricht eine Tochter von Heidrun anzurufen das die sich um die Katze kümmert. Marlene selber ist an diesem Sylvesterabend bei ihrem Bruder eingeladen, der sie noch finanziell unterstützt, bis der Seniorenservice gut läuft. Dort lernt Marlene Max kennen. Zwischen den beiden ist die Sympatie sehr groß und sie beschließen Sylvester zu zweit woanders zu feiern. Marlene möchte nochmal nach der Katze von Heidrun schauen und begibt sich mit Max zu Heidruns Haus. Sie finden dort eine Tochter von Heidrun Momberg tot auf. Kurze Zeit später wird Marlene von dem blinden pensionierten Kripo-Kommissar Arnold Claussen gebeten ihn bei internen Ermittlungen zu dem Mord zu unterstützen. Marlene stimmt nur widerwillig zu. Die Tote ist eine von den 4 Pflegetöchtern die Heidrun Momberg großgezogen hat. Was hat die Ermordung der jungen Frau mit der Entführung des kleinen Leon zu tun? Was Marlene und Arnold heraus finden lässt einem den Atem stocken. Sabine Kornbichler spricht in diesem Buch ein sehr ernstes Thema an. Es geht um vernachlässigte Kinder, die in Pflegefamilien kommen . Werden die Pflegefamilien solchen Kindern bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse gerecht? Wie schützt man die Kinder? Wann sollte man melden wenn der Verdacht besteht das ein Kind vernachlässigt oder Misshandelt wird? Fehlentscheidungen von Richtern die, die Kinder wieder in die Ursprungs Familie schicken, und damit wieder in die Vernachlässigung. Mit viel Fingerspitzengefühl und sehr guter Recherche führt Frau Kornblichler ein Thema an, was leider in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig diskutiert wird. Das Thema Blindheit wird aber auch gleichzeitig mit aufgegriffen, und man bekommt einen Einblick in den Alltag eines blinden. Die Erwähnung der sogenannten DunkelBar hat mich neugierig gemacht und ich musste erstmal googeln. Aber schaut hier selber unter diesem Link: http://www.unsicht-bar-berlin.de/unsicht-bar-berlin-v2/de/html/home_1_idee.html Der Krimi ist vom Aufbau sehr gut. Die Spannung steigert sich langsam und die Auflösung ist klar erklärt am Ende. Schön sind auch die kleinen aber nicht zu überzogenen Einblicke in das Privatleben von Marlene und ihrem Bruder, die das ganze abwechslungsreich gestalten. Ich hätte nur eine persönliche Frage. Was ist aus Twiggy geworden?

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    Buechersuechtig

    21. January 2012 um 20:16

    DIE GESCHICHTE... Den Silvesterabend hatte sich Marlene eigentlich anders vorgestellt... Auf einer Silvesterparty lernt sie Max, einen Freund ihres Bruders, kennen, der sie in das Haus ihrer Lieblingskundin begleitet. Denn Marlene führt einen Seniorenservice und kümmert sich um die Katze von Heidrun Momberg, die wegen eines Unfalls im Krankenhaus liegt und Marlene sehr vertraut. Marlene und Max kommen sich im Wohnzimmer von Frau Momberg näher und entdecken dabei hinter dem Sofa eine Frauenleiche... Es stellt sich heraus, dass die Tote eine der vier Adoptivtöchter ist. Doch weshalb wurde Dagmar Momberg ermordet? Kurz darauf wird die Seniorenbetreuerin von Herrn Claussen engagiert, der nicht in ihr übliches Kundenschema passt - denn Arnold Claussen ist erst um die 50 und blind. Der Ex-Kripobeamte möchte Marlenes Hilfe bei seinen inoffiziellen Nachforschungen, die er im Fall der ermordeten Kindergärtnerin anstellt. Und so gerät die 35-jährige unfreiwillig in diesen Fall und kann kaum glauben, was sie nach und nach herausfinden... MEINE MEINUNG: Nachdem mir schon "Die Todesbotschaft" so gut gefallen hat, musste ein weiteres Buch von Sabine Kornbichler her und die Wahl ist auf "Das Richterspiel" gefallen. Buchcover und Titel passen zur Geschichte, was nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist. Als Schauplatz hat die Autorin Berlin gewählt. Die Geschichte beginnt am 31. Dezember und endet schätzungsweise 2, 3 Wochen später. Marlene Degner wohnt in Berlin und betreibt seit dem Tod ihres Vaters, den sie jahrelang gepflegt hat, einen Seniorenservice. Sie kümmert sich um alte Menschen, die Hilfe beim Rasenmähen, Autofahren oder beim Einkaufen benötigen, sie kommt zum Vorlesen oder einfach nur zum Plaudern - alles, was ihre Auftraggeber wünschen. Die 35-jährige Marlene hat nur mehr ihren Bruder Fabian, da ihre Mutter bei Marlenes Geburt starb und der Vater kürzlich das Zeitliche gesegnet hat. Da der Seniorenservice noch nicht so gut läuft, unterstützt sie ihr 39-jähriger Bruder finanziell. Deshalb stimmt sie zu, Fabian auf eine Silvesterparty zu begleiten, um dort zahlungskräftige Klienten zu finden. Dort lernt sie Dr. Max Viereck, einen smarten Kinderarzt kennen, zu dem sie sich gleich hingezogen fühlt. Und kurz darauf tritt dann auch noch der ungehobelte Arnold Claussen in Marlenes Leben und fordert ungewöhnliche Hilfe. Da Marlene aber jeden Euro gut gebrauchen kann, nimmt sie den Auftrag des 53-jährigen blinden Ex-Polizisten an und wird dadurch mehr in den Fall der toten Dagmar Momberg verwickelt als ihr lieb ist... Marlene steht mit beiden Beinen fest im Leben und ist um jeden Auftrag froh. Die Selbstständige ist über jeden Auftrag froh, da ihr Auto schon fast auseinanderfällt und sie sogar an den Heizkosten in ihrer Wohnung spart. Es ist schön, einer Hauptperson zu begegnen, die alles andere als perfekt ist und sich mit ganz alltäglichen Problemen herumschlagen muss. Die Protagonisten sind interessante Persönlichkeiten, die facettenreich dargestellt und mit liebenswerten Macken versehen wurden. Die mitwirkenden Charaktere überzeugen mich vollkommen und agieren durchwegs authentisch... Nach einer kurzen Vorstellung der Charaktere bzw. ihrer Umgebung nimmt die Geschichte rasch an Fahrt zu, hält durchgehend die Spannung und gipfelt schließlich in einem rasanten Showdown. Geschickt lockt Sabine Kornbichler ihre Leser auf eine Reise voller raffinierter Irrwege, falscher Fährten und höchst überraschender Wendungen, wobei einen die Story von "Das Richterspiel" vollkommen in seinen Bann zieht und nicht mehr so schnell los lässt. Ich-Erzählerin Marlene schildert die Geschehnisse sehr eindrucksvoll und überzeugend und gewährt uns einen tiefen Einblick in ihre Gedanken & Gefühle. Wie schon erwähnt, wirken die Charaktere glaubwürdig, so dass man nimmt ihnen die Handlungen und Taten abnimmt. In diesem Kriminalroman, der schon in Richtung Psychothriller geht, werden auch solche Themen wie Familie, Pflegekinder, Erziehungsmethoden und alte Schuld angesprochen - was zum Nachdenken anregt... Neben einer fabelhaften Grundidee, die mit ausgezeichneter Recherchearbeit und logischen Handlungssträngen abgerundet wurde, begeistert "Das Richterspiel" mit leisen Tönen und psychologischen Raffinessen. Dieser "Psychokrimi", der ohne viel Blut & Leichen auskommt, lässt sich dank des fesselnden Schreibstils und der unterhaltsamen Dialoge wunderbar flüssig lesen. FAZIT: Wer gern hervorragend ausgeklügelte Krimis liest, die mit einer reizvollen Hauptperson, einem atmosphärisch dichten Plot voller Überraschungen sowie einer packenden Schreibweise ausgestattet sind, wird "Das Richterspiel" lieben. Nachdem mich dieses Werk wirklich wunderbar unterhalten hat, vergebe ich gern 5 STERNE und freue mich auf weitere Bücher von Sabine Kornbichler.

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    robbylesegern

    18. December 2011 um 17:23

    Kinderseelen sind verletzlich Auch ihr neues Buch "Das Richterspiel"ist ein spannender Psychothriller, der unter die Haut geht.Wohin Verletzungen und falschverstandene Pädagogik, gepaart mit Überforderung führen können, wird hier auf sehr spannende Weise anschaulich gemacht. Marlene, von Beruf eigentlich Biologin,hat ihren Beruf an den Nagel gehängt und einen Seniorenservice eröffnet, der mehr schlecht als recht läuft. Als sie am Silvesterabend mit einem Freund die Katze einer Kundin füttern will,die ins Krankenhaus eingeliefert wurde, findet sie die Tochter der alten Damen tot in der Wohnung vor. Einige Tage später wird sie von einem blinden Expolizisten engagiert, der dieses Verbrechen näher beleuchten will. Widerwillig wird sie in diesen Fall hingezogen, da sie dem sehr eigenwilligen Kunden bei der Suche nach dem Mörder die Augen ersetzen soll. Vernachlässigte Kinder, überforderte Pflegemütter, Sozialämter, die ihrer Arbeit nicht gerecht werden und Richter, die falsche Beschlüsse fassen, da sie die Ursprungsfamilie,egal wie sie beschaffen ist, als den wahren Ort für das Kind ansehen und die daraus resultierenden Konsequenzen, sind Thema dieses Buches. Aber ebenso wird sehr sensibel und anschaulich erklärt, wie das Seelenleben eines Blinden beschaffen ist , der durch einen Unfall sein Augenlicht verliert.Wie schwierig es einem eine solche Behinderung macht, seinen Alltag zu bewältigen. Frau Kornbichler schafft es immerwieder Themen aufzugreifen, die nicht nur hochaktuell sind, sondern den Leser durch ihre Emotionalität sogleich ansprechen und ihn ans Geschehen fesseln.Kinder und ihre Schicksale scheinen Frau Kornbichler sehr am Herzen zu liegen, da sie ein ähnliches Thema auch im letzten Buch thematisiert hat. Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, zeigt an manchen Stellen gelungenen Wortwitz, vor allem in den Szenen mit dem sperrigen Exkommissar. Eine gute Kombination, die das Buch zu einem Leseschmaus werden läßt.

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    robbylesegern

    26. November 2011 um 15:01

    Kinderseelen sind verletzlich Auch ihr neues Buch "Das Richterspiel"ist ein spannender Psychothriller, der unter die Haut geht.Wohin Verletzungen und falschverstandene Pädagogik, gepaart mit Überforderung führen können, wird hier auf sehr spannende Weise anschaulich gemacht. Marlene, von Beruf eigentlich Biologin,hat ihren Beruf an den Nagel gehängt und einen Seniorenservice eröffnet, der mehr schlecht als recht läuft. Als sie am Silvesterabend mit einem Freund die Katze einer Kundin füttern will,die ins Krankenhaus eingeliefert wurde, findet sie die Tochter der alten Damen tot in der Wohnung vor. Einige Tage später wird sie von einem blinden Expolizisten engagiert, der dieses Verbrechen näher beleuchten will. Widerwillig wird sie in diesen Fall hingezogen, da sie dem sehr eigenwilligen Kunden bei der Suche nach dem Mörder die Augen ersetzen soll. Vernachlässigte Kinder, überforderte Pflegemütter, Sozialämter, die ihrer Arbeit nicht gerecht werden und Richter, die falsche Beschlüsse fassen, da sie die Ursprungsfamilie,egal wie sie beschaffen ist, als den wahren Ort für das Kind ansehen und die daraus resultierenden Konsequenzen, sind Thema dieses Buches. Aber ebenso wird sehr sensibel und anschaulich erklärt, wie das Seelenleben eines Blinden beschaffen ist , der durch einen Unfall sein Augenlicht verliert.Wie schwierig es einem eine solche Behinderung macht, seinen Alltag zu bewältigen. Frau Kornbichler schafft es immerwieder Themen aufzugreifen, die nicht nur hochaktuell sind, sondern den Leser durch ihre Emotionalität sogleich ansprechen und ihn ans Geschehen fesseln.Kinder und ihre Schicksale scheinen Frau Kornbichler sehr am Herzen zu liegen, da sie ein ähnliches Thema auch im letzten Buch thematisiert hat. Das Buch ist flüssig und spannend geschrieben, zeigt an manchen Stellen gelungenen Wortwitz, vor allem in den Szenen mit dem sperrigen Exkommissar. Eine gute Kombination, die das Buch zu einem Leseschmaus werden läßt.

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    Klusi

    28. May 2011 um 14:46

    Marlene Degner betreibt einen Dienstleistungsservice für Senioren. Sie begleitet ihre Kunden bei Arztbesuchen und erledigt kleinere Arbeiten und Besorgungen. Heidrun Momberg, ihre liebste Kundin, stürzt am letzten Tag des Jahres von einer Leiter und muss in die Klinik. In der Silvesternacht möchte die Ich-Erzählerin nach dem Kater der alten Dame sehen und findet in deren Haus eine tote junge Frau. Wie sich herausstellt, wurde sie umgebracht. Als der erblindete und darum frühzeitig pensionierte, ehemalige Kommissar Arnold Claussen sie engagiert, um ihm bei seinen Recherchen das Augenlicht zu ersetzen, ist Marlene zuerst gar nicht begeistert und würde am liebsten ablehnen. Aber dann gewinnt der Drang die Oberhand, mehr über den schrecklichen Mord und die Zusammenhänge zu erfahren. Von Anfang an war ich hin und her gerissen zwischen dem Wunsch, das Buch schnell durchzuschmökern, um bald zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht und dem Bedürfnis, langsam und bewusst zu lesen, um den angenehmen und schönen Schreibstil möglichst lange und ausführlich genießen zu können. Sabine Kornbichler schreibt so selbstverständlich und natürlich, dass man das Gefühl hat, der Handlungsablauf könnte durchaus auch in der eigenen Nachbarschaft geschehen. Die Protagonistin ist mir sehr sympathisch, und ich könnte mir die liebenswerte und mutige junge Frau gut als Freundin vorstellen. Ihre Beweggründe und Reaktionen waren für mich überzeugend und nachvollziehbar. Ich fand es sehr interessant, Marlene und Claussen bei ihren Nachforschungen über die Schulter zu schauen. Auch die wechselhafte Gemütslage des blinden Ex-Kommissars kann man ermessen, wenn man sich in seine Situation versetzt, was mit Hilfe der feinfühligen Beschreibung seines Schicksals sehr gut gelingt. Die Handlung fesselt, zieht den Leser mit und lässt ihn bis zum Ende nicht los. Es ist nicht nur ein spannender, raffiniert angelegter Kriminalroman, sondern wie man es von ihr kennt bringt die Autorin wieder ein heikles Thema ins Geschehen. Diesmal geht es um Kindesmisshandlung, sensibel und doch eindringlich zur Sprache gebracht. Der Leser wird animiert, sich mit diesem brisanten und erschreckend realistischen Fall auseinanderzusetzen. Da geht es nicht einfach um einen Mord und ein greifbares Motiv, sondern hier spielt menschliches Versagen und falsch verstandene Psychologie eine Rolle; uralte Wunden werden berührt. „Das Richterspiel“ ist ein sehr gelungener Roman, mit komplexen Zusammenhängen, ausgefeilt und bis zuletzt nicht vorhersehbar.

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    Bellexr

    01. June 2010 um 19:43

    Marlene Degner hat einen kleinen Seniorenservice in Berlin. Deswegen muss sie auch noch am Silvestertag einer ihrer Kundinnen einige Besorgungen vorbeibringen. Diese hat sich jedoch kurz vor Marlenes Eintreffen durch einen Sturz verletzt und muss ins Krankenhau. Als Tierliebhaberin verspricht sie Frau Momberg sich um ihren Kater zu kümmern. Abends trifft Marlene auf einer Party auf den Kinderarzt Max. Schnell sind beide sich einig, die Silvesternacht woanders zu verbringen. Vorher schauen beide jedoch noch mal nach dem Kater und finden im Haus von Frau Momberg ihre Tochter erdrosselt im Wohnzimmer vor. Kurz darauf setzt sich der blinde Ex-Hauptkommissar Arnold Claussen mit Marlene in Verbindung und engagiert ihren Service. Doch schnell muss Marlene feststellen, dass Claussen nur an der Lösung des Falls interessiert ist und sie ihm ihre Augen bei den Ermittlungen „leihen“ soll. Und ehe es sich Marlene versieht, steckt sie mitten in dem mysteriösen Todesfall, der ganz offensichtlich in Verbindung mit der Entführung des kleinen Leon steht. . Sabine Kornbichler thematisiert in ihrem vorliegen Psychothriller das Thema Kindesmisshandlung auf sehr einfühlsame, stellenweise aber auch auf direkte, eindringliche Art und Weise. Sie lässt die Geschichte aus Sicht ihrer Protagonistin erzählen und so erhält man schon nach kurzer Zeit ein sehr gutes Bild von Marlene. Durch ihren von Anfang an fesselnden, flüssigen und stellenweise sehr nachdenklichen Schreibstil gelingt es ihr mühelos, einen von der ersten Seite an das Buch zu binden. . Die Spannung des Thrillers baut sich anfangs noch etwas langsam auf, da sich die Autorin ein wenig Zeit lässt, dem Leser ihre Protagonistin näher zu bringen, was sehr unterhaltsam beschrieben wird. Doch spätestens mit dem Mord an Dagmar Momberg und dem Einbinden von Arnold Claussen an dem Fall zieht die Spannung rasant an und hält sich mühelos bis zum Schluss. Sorge dafür trägt auch, dass bis zur Mitte hin das Motiv des Mordes wie auch die Entführung des kleinen Leon absolut im Dunkeln liegen und erst ganz zum Schluss der Täter entlarvt wird. Und hier hat Sabine Kornbichler wirklich eine Überraschung parat, die jedoch absolut schlüssig umgesetzt wurde. . Neben der reinen Ermittlungsarbeit lässt die Autorin einen auch einen Blick in das Privatleben von Marlene werfen und so lernt man ihren sachlichen, ja fast schon spießigen älteren Bruder Fabian kennen wie auch ihre am Anfang stehende Beziehung zu Max. Allerdings sind dies nur Nebenschauplätze und gut dosiert in die Handlung eingebaut, sodass der Thriller durchweg atmosphärisch dicht umgesetzt ist. . Ihre Protagonistin Marlene ist eine junge Biologin, die die letzten 2 Jahre ihren kranken Vater gepflegt hat und als engagierte Tierschützerin zwangsläufige Tierversuche, die ihr Beruf mit sich bringt, für sich nicht mehr vertreten kann. So hat die Vegetarierin sich entschlossen, einen Seniorenservice aufzubauen, mit dem sie sich jedoch mehr schlecht als recht über Wasser hält und hier noch auf die Hilfe ihres Bruders angewiesen ist. Marlene ist sehr dickköpfig, modern, aufgeschlossen, schlagfertig und hat bei dem Wort Nein eindeutig einen Sprachfehler. Die Szenen, in denen Marlene und der ordnungsliebende, zynische, sture Claussen aufeinandertreffen sind durchweg sehr unterhaltsam und stellenweise auch amüsant und dann wieder sehr berührend beschrieben. . Alles in allem ein sehr komplexer, spannender, aber auch zum Nachdenken anregender Psychothriller, der einen auch nach dessen Beendigung nicht so schnell loslässt.

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  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    andreadressler

    30. May 2010 um 15:25

    Gut gemachter, intelligenter und spannender Psychothriller ,den man bedenkenlos wärmstens weiterempfehlen kann!

  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    Winterzauber

    12. May 2010 um 12:39

    Flüssig geschrieben und auch durchaus spannend, allerdings fehlt etwas um als Top-Buch zu gelten. Irgendwas stört mich am Schreibstil, ich kann allerdings nicht sagen was es ist. Die Vorgehensweise und auch Befragung der Leute ist sehr unrealistisch und doch kann man ab einem gewissen Punkt nicht mehr aufhören zu lesen. Gute Unterhaltung !!

  • Rezension zu "Das Richterspiel" von Sabine Kornbichler

    Das Richterspiel

    Kossi

    01. June 2009 um 00:00

    Manchmal kann man eine kleine Welt retten Marlene betreibt in Berlin einen Seniorenservice, in welchem sie sich um alte Menschen kümmert, die ihre Hilfe benötigen. Sei es zum Einkaufen, zum Vorlesen oder einfach nur um der Einsamkeit der alten Menschen durch ihre Gegenwart etwas Abhilfe zu schaffen. Heidrun Momberg gehört zu den Lieblingskundinnen von Marlene. Umso mehr ist sie besorgt, als Frau Momberg eines Tages wegen eines Unfalls ins Krankenhaus muss. Als Marlene die Wohnung der alten Dame betritt um nach deren Katze zu schauen, stößt sie dort auf die Leiche einer jungen Frau, die augenscheinlich ermordet wurde. Wer ist diese junge Frau? Warum wurde sie ermordet? Und warum wird Marlene durch einen pensionierten Kommissar in den Fall mit hineingezogen? Und dann gibt es da auch noch den kleinen Leon, der scheinbar spurlos verschwunden ist.... Eine spannende, rasante Irrfahrt beginnt, auf der Marlene und die Polizei den Mord aufklären wollen. Dabei stoßen sie auf immer mehr Ungereimtheiten, die sich zu einem Strudel entwickeln, aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben scheint. Das Ende und somit die Auflösung konnte ich kaum erwarten und so konnte ich das Buch erst wieder aus der Hand legen, nachdem ich die letzte Seite gelesen habe. Ich habe bisher alle Bücher von Sabine Kornbichler gelesen und ich mag ihren Schreibstil sehr. In diesem Krimi hat sie mich von Anfang an in die Geschichte hineingesogen und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los. Was besonders erwähnenswert an den Büchern von Frau Kornbichler ist, ist die Tatsache, dass ihre Geschichten und auch die darin vorkommenden Personen eine 'Dichte' haben, die perfekter nicht sein können. Gut ausgemalte Charaktere, Handlungen, die logisch sind und keine Zweifel hinterlassen und Auflösungen, die alle Fragen beantworten, machen die Bücher dieser Autorin rund. Gepaart mit sehr viel psychologischem Hintergrundwissen und Einfühlungsvermögen in die wunderbaren verschiedenen Personen machen die Romane rund und lassen keine Wünsche mehr offen. Bis auf einen: Den Wunsch nach dem nächsten Buch von Frau Kornbichler, welches ich jetzt schon kaum erwarten kann.

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