Sabine Kornbichler Nur ein Gerücht

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Inhaltsangabe zu „Nur ein Gerücht“ von Sabine Kornbichler

Aktion "Tödliches Vergnügen" (Quelle:'Flexibler Einband/29.04.2008')
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  • Rezension zu "Nur ein Gerücht" von Sabine Kornbichler

    Nur ein Gerücht
    Armillee

    Armillee

    05. September 2009 um 14:01

    Ein gutes Buch. Alle Potagonisten sind individuell. Keiner ist wischiwaschi. Viele soziale Themen werden hier verarbeitet. Besonders das Thema Vergangenheit. Wie gehen wir mit unseren unschönen Erinnerungen um. Können wir Verletzungen verarbeiten, oder tragen alles in einem imaginären Rucksack mit uns rum. In wie weit wird unser handeln und denken von den seelischen Narben bestimmt? Am Anfang hat mich nur genervt, dass Carla nicht zu ihren wahren Gefühlen zu Christian stand. Nicht heiß, nicht kalt. Das Thema ist ausgelutscht. Als besonders schön beschrieben ist das Wiedersehen mit ihrem Vater nach 20 Jahren. Hier wird auf ganz gefühlvolle Weise dem Leser Gelegenheit gegeben, selbst an Carlas Stelle zu sitzen und zu empfinden. Und wie meist, wenn ein nahestehender Mensch uns verläßt, stellt man sich die Frage : hätte ich noch etwas mehr sagen / tun können? Das irgentwann noch ein Mord passiert, war mir schon klar. Aber wer macht da wen platt? Für mich nicht so ganz vorhersehbar.

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  • Rezension zu "Nur ein Gerücht" von Sabine Kornbichler

    Nur ein Gerücht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. September 2009 um 19:05

    Manchmal geschieht es, dass etwas, was man liest oder ein Mensch, der einem begegnet, einem plötzlich die Augen für vieles öffnet, was einem vorher gar nicht bewusst oder klar wurde. Dieses Buch hat so einen Eye-Opener bei mir ausgelöst, obwohl ich anfangs recht skeptisch war, ob der Roman überhaupt in meine Lese-Ecke gehören könnte . Es ist mein erster Roman von Sabine Kornbichler, aber nun vermutlich nicht mein letzter, den ich von der Autorin lesen werde. Vordergründig geht es um eine Reiterhof-Besitzerin, Carla Bunge, die viel Arbeit, all ihre Liebe und Engagement in einen gepachteten Reiterhof an der Ostsee gesteckt hat und nun aus der Ich-Perspektive erzählt, wie es dazu kam, dass sie urplötzlich Gefahr läuft, ihr bisheriges Lebenswerk zu verlieren, weil ihre eigene Vergangenheit und Geschehnisse, die ihr Leben damals entscheidend geprägt haben, sie einholen. Die Geschichte beginnt noch recht harmlos damit, dass ihr Verpächter ihr aus heiterem Himmel, scheinbar aus Geldgier, den Pachtvertrag kündigen will und sich zeitgleich merkwürdige Vorfälle wie Diebstahl von Reitutensilien, eine abgesagte Heulieferung und kleinere Sabotageakte häufen. Solange, bis Carla nicht mehr an Zufälle glauben kann – schließlich ist ihre Existenz bedroht - die ganze Story immer mehr Fahrt aufnimmt und man gar nicht anders kann, als mitzufiebern, wie die vielschichtigen und komplexen Handlungsstränge denn wohl nun zusammengehören und wie die Auflösung des Ganzen wohl aussehen mag. Das sei natürlich auch von mir nicht vorweg genommen, da ich anderen Mitlesern nicht die Spannung wegnehmen möchte. In dem Roman steckt allerdings viel mehr Tiefsinn und Lebensweisheit, als es mir zunächst schien. Es werden diverse Problematiken behandelt wie sexuelle und generelle Andersartigkeit, Mobbing und allgemeine Schwierigkeiten, mit denen man in einer moderneren Gesellschaft zu tun bekommt und man darf sich ruhig die Zeit nehmen, über manche Lösungsansätze selbstständig nachzudenken. Das Schöne an Sabine Kornbichlers Schreibstil ist nämlich, dass man das kann, ohne fertige Lösungen vor den Kopf geknallt zu bekommen. Ihre Protagonisten sind nicht überzeichnet, sondern haben lebensechte Ecken und Kanten und sind für den Leser glaubhaft und miterlebenswert menschlich dargestellt. Besonders die Person der Carla ist ihr gut gelungen. Sie bleibt sich während der ganzen Story selbst treu, lernt ständig neu dazu und entwickelt sich trotz großer psychischer und physischer Belastungen für sich selbst und ihr direktes Umfeld zum Positiven weiter. Wirklich lesenswert.

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  • Rezension zu "Nur ein Gerücht" von Sabine Kornbichler

    Nur ein Gerücht
    Miss_Lizzie

    Miss_Lizzie

    14. July 2009 um 19:17

    Vor fünf Jahren hat Carla Bunge ihren Lebenstraum verwirklicht, indem sie einen alten Reiterhof gepachtet hat. In Sachen Beziehung allerdings ist sie abweisend. Das bekommt auch ihr bester Freund Christian zu spüren, der ganz in der Nähe ein Hotel betreibt und schon seit langem mehr für sie empfindet. . Am Tag des fünfjährigen Jubiläums des Hofes erfährt Carla einen Schock. Der Besitzer Herr Pattmann kündigt ihr völlig überraschend den Pachtvertrag. Plötzlich häufen sich die unangenehmen Vorfälle auf dem Hof. Gegenstände verschwinden,falsches Futter liegt auf der Weide, jemand kündigt in Carlas Namen die Heulieferung. . Carla ist verzweifelt, denn die Vorfälle schaden ihrem Hof zunehmend. Natürlich hat sie Herrn Pattmann im Verdacht, aber er ist nicht der Einzige. Da ist auch Melanie, die Schwester ihres früheren Klassenkameraden Udo, dem Carla trotz seines kürzlichen Todes seine früheren Quälereien nicht verzeihen will. Melanie hat Rache geschworen, zumal sie Carla als Konkurrenz für ihren eigenen Hof sieht. Und dann ist da noch Carlas alte Schulfreundin Nadine, die nach langer Funkstille in Christians Hotel auftaucht und mit ihm anzubändeln scheint ... . Ein bisschen Thriller und ein bisschen Frauenroman ist dieses Werk von Sabine Kornbichler und das Ergebnis ist solide, wenn auch nicht ohne Schwächen. . Die Handlung ist recht spannend, fragt man sich doch, wie Carla diesen Rufmord übersteht und wer hinter den Anschlägen steht. Ein Motiv hat natürlich der unangenehme Herr Pattmann, aber auch Melanie sorgt für Probleme. Ihr Bruder gehörte zur Schulzeit einer berüchtigten Clique an, die Carla über Jahre hinweg quälte. Jetzt ist Udo tot, Selbstmord als Folge von Rufmord, doch Carla kann nicht verzeihen. Melanie schwört Rache - zumal sie selbst einen Hof führt und Carla als Konkurrenz sieht. . Carla Bunge ist kein besonders vielfältiger oder origineller Charakter, aber doch recht sympathisch und eine Protagonistin, mit der sich der Leser weitgehend identifizieren kann. Sie ist stolz auf ihren beliebten Reiterhof, den sie in jahrelanger Arbeit mühsam auf die Beine gestellt hat. Erst allmählich erfährt man die Hintergründe über ihren Vater, zu dem sie seit zwanzig Jahren keinen Kontakt hat. Neben der Kriminalhandlung um den anonymen Rufmörder und Saboteur gewinnt dieser Handlungsstrang zunehmend an Bedeutung. . Ein weiterer sympathischer Charakter ist Franz Lehnert, der sie wieder mit ihrem Vater zusammenführen will und der dafür ein besonderes Motiv besitzt sowie Carlas beste Freundin Susanne. Eine lange Zeit rätselhafte Figur ist Nadine, Carlas ehemals beste Schulfreundin, die als Neuling genauso unter den Hänseleien zu leiden hatte und die jetzt wieder auftaucht. . Einige Schwächen gibt es aber auch. Zunächst fällt störend auf, dass der Leser zwar von Anfang an demonstriert bekommt, dass Carla Christians Avancen ablehnt, aber keinen rechten Grund dafür erfährt. Zum anderen ist Carla in der Endphase des Romans etwas zu naiv, der Leser ahnt deutlich früher, wer hinter den Taten steckt und welches Motiv dafür verantwortlich ist. Etwas enttäuschend sind auch die Enthüllungen, weshalb Carla mit ihrem Vater gebrochen hat. Bevor man erfährt, was er sich geleistet hat, glaubt man, dass er vielleicht ihre Mutter geschlagen oder gar sie selbst missbraucht habe. Als sich dann herausstellt, was tatsächlich passiert ist, klingt es nicht sehr glaubwürdig, dass Carla zwanzig Jahre lang nichts mit ihm zu tun haben wollte und sich nicht kümmert, ob er überhaupt noch lebt. . Alles in allem darf man an das Buch keine zu hohen Erwartungen stellen. Es ist ein Unterhaltungsroman, der sich leicht lesen lässt und durchaus spannend ist, aber nicht weiter im Gedächtnis bleibt. Eine ideale Urlaubslektüre, aber nach dem Lesen schnell abgehakt und für eingefleischte Thrillerfans gewiss zu seicht.

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  • Rezension zu "Nur ein Gerücht" von Sabine Kornbichler

    Nur ein Gerücht
    jessyswelt

    jessyswelt

    05. December 2008 um 18:21

    Was ein gerücht anrichten kann, zudem ein Pferdehof - hier passt einfach alles, vor allem die Spannung!

  • Rezension zu "Nur ein Gerücht" von Sabine Kornbichler

    Nur ein Gerücht
    Kossi

    Kossi

    19. November 2007 um 12:50

    Sabine Kornbichler hat mich auch an dieses Buch wieder mit ihrer flüssigen Schreibweise gefesselt. Zunächst dachte ich "Mh... Pferde? Is ja an sich nich so mein Thema". Aber wer einen Pferderoman erwartet, ist falsch gewickelt. Die Handlung spielt zwar zum größten Teil auf einem Pferdehof, aber der Leser wird viel mehr in Situationen verwickelt, die zum größten Teil auf Gerüchten basieren. Da kann man mal sehen, wo einen Gerüchte hinbringen können, wenn sie "taktisch gut" überlegt von Gegnern in die Welt gesetzt werden. Bis zum Ende bleibt das Buch spannend und das Ende selber ist auch recht unerwartet. Wieder mal: absolut empfehlenswert!

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