Sabine Kuegler

 3,9 Sterne bei 868 Bewertungen
Autorin von Dschungelkind, Ruf des Dschungels und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sabine Kuegler (© Verlag Zabert Sandmann)

Lebenslauf

Sabine Kuegler wurde im Jahre 1972 in Nepal geboren. Als Sabine sechs Jahre alt war, beschlossen ihr aus Deutschland stammenden Eltern - beide begeisterte Sprachforscher - nach Neuguinea zu ziehen, um dort im Dschungel bei dem Volk der Fayu zu leben. Nach 11 Jahren kehrte die inzwischen 17-jährige nach Europa zurück und beendete dort ihre schulische Ausbildung. Doch die Umstellung auf ein zivilisiertes Leben bereitete ihr erhebliche Schwierigkeiten. Sie entschied sich dazu, ihre Erlebnisse während der Zeit im Dschungel und die spätere Konfrontation mit einer völlig anderen Kultur in einem Buch festzuhalten. So wurde 2005 ihr Debüt "Dschungelkind" veröffentlicht, das später zum Bestseller wurde und unter gleichem Titel verfilmt wurde. Mittlerweile sind einige weitere Bücher von Sabine Kuegler erschienen.

Alle Bücher von Sabine Kuegler

Cover des Buches Dschungelkind (ISBN: 9783426784747)

Dschungelkind

(622)
Erschienen am 07.02.2011
Cover des Buches Ruf des Dschungels (ISBN: 9783426418543)

Ruf des Dschungels

(161)
Erschienen am 03.08.2012
Cover des Buches Jägerin und Gejagte (ISBN: 9783426782323)

Jägerin und Gejagte

(44)
Erschienen am 04.04.2011
Cover des Buches Das Dschungelabenteuer (ISBN: 9783833903755)

Das Dschungelabenteuer

(1)
Erschienen am 19.04.2010
Cover des Buches Ruf des Dschungels (ISBN: 9783866101500)

Ruf des Dschungels

(9)
Erschienen am 20.10.2006

Neue Rezensionen zu Sabine Kuegler

Cover des Buches Jägerin und Gejagte (ISBN: 9783426782323)
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Rezension zu "Jägerin und Gejagte" von Sabine Kuegler

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✎ Sabine Kuegler - Dschungelkind 3 Jägerin und Gejagte

Nach dem Auftakt mit „Dschungelkind“ und der Fortsetzung „Ruf des Dschungels“ waren meine Erwartungen an den dritten Teil, „Jägerin und Gejagte“ nicht sehr hoch. Ich mochte bereits die Vorgänger nicht allzu sehr, wollte diesem aber, weil er bereits in meinem Regal stand, noch eine Chance geben. Doch das Buch hat mich emotional leider nicht wirklich erreicht.

Sabine Kuegler erzählt erneut aus ihrem bewegten Leben zwischen zwei Kulturen, doch vieles davon wirkt wie ein Déjà-vu. Zahlreiche Passagen scheinen aus den vorherigen Bänden recycelt. Zwar bringt sie auch neue Aspekte ein, etwa über ihr Leben in Asien, doch trotz dreier Bücher bleibt die Autorin für mich persönlich erstaunlich unnahbar.

Statt klarer Selbstreflexion wirkt vieles wie die literarische Verarbeitung persönlicher Krisen. Verantwortung wird oft abgeschoben, während sie selbst stets in der Opferrolle bleibt. Die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten? Fehlanzeige. Kueglers Sicht auf Integration bleibt oberflächlich, ihr eigenes Bemühen um ein „Ankommen“ in der westlichen Welt wirkt halbherzig - auch nach all den Jahren.

Auffällig ist auch das ständige Hin- und Herspringen zwischen Themen, Zeiten und Stimmungen. Das macht es schwer, der Erzählung wirklich zu folgen. Inhaltlich verliert sich das Buch oft in Klagen über Missverständnisse, Enttäuschungen und das Unverständnis der westlichen Gesellschaft. Dadurch entsteht ein eher negativer Grundton. Mein Mitgefühl blieb aus, weil man das Gefühl bekommt, die Autorin tritt auf der Stelle.

Insgesamt bleibt „Jägerin und Gejagte“ für mich durchwachsen. Wer die ersten beiden Bücher kennt, findet hier kaum neue Antworten - und wer auf eine tiefere Einsicht in Kueglers Persönlichkeit hofft, wird vermutlich enttäuscht.

Für eingefleischte Fans mag es eine runde Ergänzung sein, für mich war es eher ein langgezogener Nachhall ohne echte Entwicklung.

©2025 adlatb

Viel Potenzial verschenkt

Eigentlich finde ich es sehr spannend und interessant zu lesen, was Sabine Kuegler über ihre Wahrnehmung und Erfahrungen in zwei komplett gegensätzlichen Kulturen schreibt. Aufgewachsen bei einem indigenen Stamm im Dschungel und dort als Junge erzogen, erlebt sie den totalen Kulturclash, als sie dort als junge Frau keinen Platz mehr hat und in ein Internat in die Schweiz wechselt. 

Ich hätte mir gewünscht, dass sie eine erfahrene Autorin an ihrer Seite gehabt hätte, die ihr bei Aufbau und Inhalt geholfen hätte. Obwohl sie Persönliches erzählen will, lässt sie entscheidende Teile komplett weg, so dass einige Fragen auftauchen: Welche Beziehungen hatte sie zu den Vätern ihrer Kinder? Sie schreibt über Beziehungsmodelle in den verschiedenen Stämmen und analysiert Geschlechterrollen, daher wäre es interessant zu wissen, warum sie so früh 4 Kinder mit verschiedenen Männern bekommen hat. Auch verwundert es mich, dass keine Rede mehr von ihren Eltern oder Geschwistern ist, mit denen sie doch ihre Erfahrungen im Dschungel geteilt hat. Findet sie bei ihnen keine emotionale Stütze? Und warum ist sie, was ihre Familie angeht, so alleine auf sich gestellt auf ihrer Suche nach einem lebensrettenden Heilmittel? Oder ist sie das gar nicht und sie erzählt nur nicht davon? Wie finanziert sie ihre 5-Jahre dauernde Reise? Wie kommt es, dass sie jemand in all die entlegenen Winkel begleitet, der Häuptling eines Stammes ist - wie kann er fünf Jahre seine Geschäfte und Verantwortung auf Eis legen, um einer 'Farblosen' beim Überleben zu helfen? Fragen über Fragen.

Was mich aber am meisten gestört hat sind die zahlreichen Rechtschreibfehler, über die man auf nahezu jeder Seite stolpert. Gerade wenn man weiß, dass das Buch wie sein Vorgänger "Dschungelkind" vermutlich wieder ein Bestseller wird, hätte man sorgfältiger arbeiten müssen. Dadurch wirkt das ganze Werk unprofessionell und auf Profit angelegt, was wirklich schade ist. 

Cover des Buches Ruf des Dschungels (ISBN: 9783866101500)
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Rezension zu "Ruf des Dschungels" von Sabine Kuegler

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✎ Sabine Kuegler - Dschungelkind 2 Ruf des Dschungels

Bereits „Dschungelkind“ hat meinen Erwartungen nicht entsprochen. „Der Ruf des Dschungels“ tat es noch viel weniger.

Wie schon in Teil 1 springt die Autorin auch hier von einem Thema zum anderen, schneidet an, verwirft, setzt wieder an, …
Hinzu kommen etliche Wiederholungen aus dem 1. Band, deren es meiner Meinung nach nicht bedurfte.

Doch das Schlimmste war für mich die Überheblichkeit, die aus den Zeilen sprach.
Wenn sie auf die politische Situation in West-Papua wirklich aufmerksam hätte machen wollen, hätte sie ein komplettes Buch darüber schreiben sollen. Ohne sich ständig in den Mittelpunkt zu stellen. Ohne den White Saviorism. 

Was die tatsächliche Intension dieses Buches ist, wird bis zum Schluss nicht klar, da es keinen wirklichen Fokus gibt. 

Auf meinem SuB befindet sich seit Jahren der dritte Teil der Reihe: „Jägerin und Gejagte“. Ob ich ihn mir anhören werde, steht noch in den Sternen. Der Klappentext liest sich wie ein Abklatsch von Band 1 & 2 …

©2025 adlatb

Gespräche aus der Community


1 Beiträge
H
Letzter Beitrag von  happyearth
Ich möchte mit lesen weil ich das buch interessant finde man lernt viel über das leben im dschungel. Ih habe den film achon geaehen der mir sehr gut gefallen hat und würde mich sehr freun wenn ich mit lesen könnte

Zusätzliche Informationen

Sabine Kuegler wurde am 25. Dezember 1972 geboren.

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