Sabine Leipert

(109)

Lovelybooks Bewertung

  • 140 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 1 Leser
  • 48 Rezensionen
(32)
(50)
(24)
(3)
(0)

Interview mit Sabine Leipert

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Inzwischen schreibe ich seit etwa zehn Jahren, allerdings nicht nur Romane, sondern auch Drehbücher. Beides läuft parallel und ergänzt sich ganz gut. Zur Veröffentlichung meines ersten Romans „Wackelkontakte“, den ich tatsächlich auch als erstes geschrieben und dann immer wieder überarbeitet habe, kam es schließlich mit Hilfe einer Literaturagentur, die ich allerdings wegen eines anderen Manuskriptes Anfang 2007, genaugenommen der Fortsetzung von „Wackelkontakte“, angeschrieben hatte, und die sich auch gleich für mein gesamtes Output interessierte. Bei der Frankfurter Buchmesse wurden die Manuskripte dann den Verlagen angeboten und 2008 griff der Fischer Verlag zu. Veröffentlich wurde das erste Buch im Oktober 2009. Insgesamt also ein ziemlicher langer, aber doch sehr aufregender und erfreulicher Prozess. Und das zweite Buch erscheint jetzt im kommenden Januar. (Davor hatte ich zwar schon ein Fachbuch veröffentlicht, aber das war letztendlich ‚nur’ die erweiterte Fassung meiner Abschlussarbeit an der Uni und wurde Dank einer Professorin in einer wissenschaftlichen Reihe veröffentlicht, daher zähle ich das Buch mal nicht mit;-))

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Einige, ich habe keinen absoluten Lieblingsautor oder –autorin, lese aber sehr gerne englische Literatur, besonders, weil die Autoren es schaffen, Leichtigkeit mit ernsteren Themen zu verbinden. Nick Hornbys erste Romane finde ich klasse, David Lodges und Ian McEwans Bücher sind meiner Ansicht nach durchweg beeindruckend und toll geschrieben. Auch Jane Austen und E.M. Forster sind irgendwie meine Vorbilder. Manchmal ist es aber auch nur ein Werk eines Autors, das mich total umhaut (und neidisch werden lässt, weil es so gut geschrieben ist). Zwei an einem Tag war so ein Buch, den Autor kannte ich bis dahin zum Beispiel noch gar nicht.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Aus dem Alltag und der Tageszeitung. In abgewandelter Form behandeln meine Bücher Themen oder Situationen, die ich oder meine Freundinnen, meine Familie oder Verwandten erlebt oder durchgemacht haben, natürlich zugespitzt und dramaturgisch gestrafft, das Leben hält sich ja nun mal nicht an die klassische Erzählstruktur. Aber auch Ereignisse, über die ich so oder ähnlich mal was in der Zeitung gelesen habe, ergänzen die Geschichten manchmal. Insgesamt fließen viele verschiedene Einzelheiten aus allen Ecken in die Bücher ein, zum Teil auch ungewollt, aber ohne, dass sich konkret jemand in einer Figur wiedererkennt oder sich auf den Schlips getreten fühlt. Meist stammt auch nur eine Ausgangssituation aus der Realität, die ich dann weiterspinne und irgendwann wird es zum Selbstläufer und es entsteht eine Geschichte daraus.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Da ja erst ein Roman von mir erschienen ist, hatte ich noch nicht soviel Kontakt zu Lesern, außer denen in meinem Freundes/Familienkreis natürlich, die im Übrigen allesamt begeistert von meinem ersten Roman waren ;-). Seit neustem habe ich eine Internetseite, die vielleicht von dem ein oder anderen interessierten Leser besucht wird: www.sabineleipert.de. Da gibt es Infos über meine Bücher, Lesungen, aber auch Sendetermine von Filmen/Folgen, die ich geschrieben habe und andere interessante Sachen, hoffe ich. Über meine Homepage bin ich auch per E-Mail zu erreichen. Ich hoffe, dass ich den Kontakt noch ausbauen kann, denn direktes Feedback finde ich für mein weiteres Schreiben ziemlich wichtig.

Wann und was liest Du selbst?

Meistens abends vorm Schlafengehen und in erster Linie Liebesromane (nicht die, mit den schwülstigen Bildern vorne drauf ;-)) und Unterhaltungsliteratur und natürlich auch Frauenromane. Wenn ich selbst schreibe, komme ich leider nicht soviel zum Lesen, weil es mich auch zu sehr ablenkt, aber dafür versuche ich in den Schreibpausen umso mehr zu lesen.