Sabine Ludwig , Isabel Kreitz Schwarze Häuser

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Inhaltsangabe zu „Schwarze Häuser“ von Sabine Ludwig

Packend und berührend - das persönlichste Buch von Sabine Ludwig. Zusammen mit anderen Berliner Kindern geht es für die zwölfjährige Uli an die Nordsee. Dort jedoch erwartet sie kein Urlaub. Denn keines der Kinder ist freiwillig im "Kurheim" - und Leiterin Butt führt ein strenges Regiment. Einzig die Freundschaft zu den Zimmergenossinnen Freya, Fritze und Anneliese erleichtert Uli den Alltag. Doch dann ist Freya verschwunden. Die Mädchen suchen heimlich nach ihr und finden sie weit draußen im Wattenmeer. Noch bevor sie den Weg zurück finden, werden sie von der Flut auf einer Sandbank eingeschlossen. Sensibler Umgang mit einem bewegenden Thema - eine spannende Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte mit vielen Vignetten von Tochter Emma Ludwig.

Kindheitserlebnisse der Autorin eindringlich, bewegend und glaubhaft geschildert. Hier fließen nicht nur bei den Protagonisten Tränen.

— Gela_HK
Gela_HK

Auch schwarze Häuser sind niemals ganz schwarz...

— Ramira
Ramira

Dieses Buch fesselt auch Erwachsene durch diese eindringlichen Beschreibungen. Das geht unter die Haut, anspruchvoll und berührend

— Buchraettin
Buchraettin

Eine traurige und zum Nachdenken anregende Geschichte...

— le_petit_renard
le_petit_renard

Eine sehr deprimierende Geschichte nach wahren Begebenheiten.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Düster, traurig und voller Hoffung

— Linny
Linny

Aufrüttelnd, fesselnd und sehr tief gehend!

— Wildpony
Wildpony

Ein Jugendroman, der einem schwer ums Herz werden lässt.

— esposa1969
esposa1969

Ein beeindruckendes, eindringliches und bedrückendes Buch über einen Kinder-Kuraufenthalt auf einer Nordseeinsel in den 60er Jahren.

— Grandville
Grandville

Bewegend und berührend und teilweise schockierend! Für jugendlich aber nicht für Kinder geeignet!

— abetterway
abetterway

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  • Rezension Schwarze Häuser

    Schwarze Häuser
    Linny

    Linny

    Schwarze Häuser Sabine Ludwig Das Buchcover zeigt vier Kinder die bei starken Wind, auf ein düsteres Haus schauen. Eigene Kindheitserlebnisse die in den 60er Jahren spielen, erzählt hier Sabine Ludwig. Aber nicht alles ist selber erlebt. Die Geschichte der 12jährigen Uli aus Berlin, die zur Erholung für 6 Wochen an die Nordsee "verschickt" wird. Bei mir hieß es Kur. Oder ab in die Sommerfrische. Das klingt nach Urlaub und Entspannung, doch der Aufenthalt im Kinderheim auf der Insel gleicht eher einem Alptraum. Die Fahrt dorthin ist schon mit verboten und Regeln gespickt. Die Betreuerinnen gehen hart und lieblos mit den Kindern um, die Mädchen haben Hunger und müssen frieren. Die Jungen bekommen besseres Essen, den sie müssen groß und stark werden. Es ist nicht möglich, zu den Eltern daheim Kontakt aufzunehmen- es gibt kein Telefon und die Post der Kinder wird zensiert. Jeder Brief wird vorher gelesen, das ja auch nur positives darin steht. Es gibt körperliche und demütigende Strafen. Die ihre Narben hinterlassen auf der Kinderseele. Doch dann lernt Freya, Fritze und Anneliese kennen, sie Freunden sich an und halten zusammen. Das Buch hat mir sehr gefallen, der Schreibstil ist fesselnd und flüssig und man wird sofort mitten hineingezogen in die Geschichte. So dunkle Töne von Sabine Ludwig bin ich nicht gewohnt. Ich kannte Sabine Ludwig bisher durch ihre humorvollen Bücher wie die "Miss Braitwhistle"-Reihe. Aber dies, ein bedrückendes Thema, spannend umgesetzt und nachfühlbar gemacht. Und was einen beim Lesen nachdenklich stimmt. Aber die Welt ist auch nicht immer nur rosarot, sondern auch oft grau. Zu erwähnen möchte ich auch die schöne Aufmachung des Buches durch die Vignetten von Emma Ludwig, Tochter der Autorin, die sehr fein und einfühlsam gezeichnet sind. Eine Leseempfehlung mochte ich hier nicht abgeben. Weil ich denke jeder soll für sich entscheiden ob und wann er dieses Buch liest. Oder man list es gleich mit seinen Eltern.

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  • Wenn die Erwachsenen versagen

    Schwarze Häuser
    Günter-ChristianMöller

    Günter-ChristianMöller

    17. September 2014 um 10:52

    Uli, Freya und Fritze sollen sich mit der jüngeren Anneliese ein paar Wochen in einem Heim auf einer Nordseeinsel in Ostfriesland erholen. Sie werden in einem von vielen Zimmern untergebracht und müssen die tyrannische Betreuung von Schwester Hildegard, dem Drachen, über sich ergehen lassen. Auch das Essen lässt erheblich zu wünschen übrig. Verdorben und verbrannt ist es des öfteren. Doch die vier lassen sich nicht unterkriegen und versuchen, das Beste aus der den sechs Wochen zu machen. Mit der Zeit wird die Situation der Kinder jedoch immer unerträglicher. Jedes der Mädchen trägt ein Geheimnis mit sich herum, außer der jungen Anneliese, die mit ihren acht Jahren noch am Daumen nuckelt. Und jedes versucht ihr Geheimnis zu wahren, denn es droht Spott oder Demütigung. Es ist rührend zu erleben, wie die älteren Mädchen versuchen, die jüngere Anneliese vor der Schwester Hildegard zu schützen. Als die Situation immer unerträglicher wird, fangen die Drei an, Regeln zu brechen und werden dafür gnadenlos bestraft. Zum Leseeindruck kann ich nur sagen: Welch ein toller Spannungsbogen, besonders in der zweiten Buchhälfte. Erinnert mit Schwester Hildegard ein wenig an Frau Knüppelkuh bei Matilda von Roald Dahl. Eine gute Hilfe für alle Heranwachsenden, die in ihrem Leben in eine Situation geraten, in der die Erwachsenen falsche Regeln und Entscheidungen treffen. Und sie anfangen müssen, selber Entscheidungen zu treffen.

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  • Leserunde zu "Schwarze Häuser" von Sabine Ludwig

    Schwarze Häuser
    katja78

    katja78

    Lesen zum Erscheinungstag? Wir laden zur spannungsgeladenen Leserunde ein!          Packend und berührend - das persönlichste Buch von        Sabine Ludwig. "Schwarze Häuser" erscheint am 21. Juli und ist für Kinder ab 10 Jahren Die zwölfjährige Uli kommt sechs Wochen zur Erholung auf eine Nordseeinsel. Dort erwartet sie jedoch alles andere als ein Urlaub. Denn keins der Kinder ist freiwillig im Kurheim. Das Heimweh ist groß, der Wind heult ums Haus, das Essen schmeckt schrecklich. Trost findet Uli bei ihren neuen Freundinnen Fritze, Freya und Lieschen. Gemeinsam bibbern sie im kalten Waschraum, helfen sich beim Schuheputzen und überstehen auch die gemeinsten Strafen. Doch eines Tages ist Freya verschwunden. Heimlich machen sich die Mädchen auf die Suche und finden sie weit draußen im Watt... Sensibler Umgang mit einem bewegenden Thema - eine spannende Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte mit vielen Vignetten von Tochter Emma Ludwig. Zur Autorin Sabine Ludwig, 1954 in Berlin geboren, studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie. Nach dem Studium und Staatsexamen war sie kurze Zeit an einem Berliner Gymnasium als Lehrerin tätig. Danach arbeitete sie als Regieassistentin, Pressereferentin und Rundfunkredakteurin. Seit 1983 arbeitet sie als freie Autorin, zunächst von Essays, Hörspielen und Features für Erwachsene. 1987 verfasste sie ihre ersten Radiogeschichten für Kinder, unter anderem.für die beliebte Hörfunkreihe „Ohrenbär“, und anschließend viele Kinderbücher. Außerdem übersetzte sie Romane von Eva Ibbotson und Kate DiCamillo aus dem Englischen. Sabine Ludwig zählt heute zu den erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen und wurde von der AG Leseförderung des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein zur „Lesekünstlerin des Jahres“ gewählt. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb über sie: „Humor hat in ihren Geschichten absoluten Vorrang, was Sabine Ludwig nicht daran hindert, wie nebenbei kindliche Verletzungen offenzulegen. Changierend zwischen Menschenfreundlichkeit und Spott entsteht so beste Unterhaltung gegen jede Art von Frust.“ Wie wahr! Mehr über Sabine Ludwig und ihre Bücher unter www.sabine-ludwig-berlin.de Wir suchen nun 20 Leser, am liebsten mit Kind, die gerne das Buch gemeinsam in der Leserunde lesen möchten, Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben! Bewerbungsfrage: Kennt ihr weitere Bücher von Sabine Ludwig? Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!                         Katja von Ka-Sas Buchfinder Schaut doch mal ins aktuelle Programm vom Dressler Verlag, vielleicht findet ihr dort die Lektüre, um den Sommer einzuleiten . *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf *Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zur Teilnahme in der Leserunde (posten und den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches) Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt

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    • 252
  • Düstere Kindheitserinnerungen die bewegen

    Schwarze Häuser
    Gela_HK

    Gela_HK

    03. September 2014 um 22:45

    Zusammen mit anderen Kindern wird Uli an die Nordsee verschickt. Doch was als Kurheim angekündigt wird, entpuppt sich als Martyrium. Schimmeliges Essen, grausame Erzieherinnen, Hunger und Kälte lassen jeden Tag endlos erscheinen. Anfangs kommen die Mädchen miteinander auch nicht klar. Zu unterschiedlich sind ihre Herkünfte. Doch wer durch diese Nordsee-Hölle gehen muss, kommt ohne Freunde nicht aus. Am Ende laufen nicht nur bei den Protagonisten die Tränen. Sabine Ludwig hat mit diesem Buch ganz neue Töne angeschlagen. Bisher kannten wir "Miss Braitwhistle" und damit lustige, lockere Geschichten. Hier erzählt Sabine Ludwig ihre eigenen Kindheitserlebnisse eindringlich, bewegend und völlig glaubhaft. Dieses Kinderbuch - empfohlen ab 10 Jahren - ist gewiss keine leichte Kost. Doch gerade deswegen hat mich dieses Buch so begeistert. Man muss Kindern nicht nur Lustiges und Harmloses vorsetzen. Gerade weil es auf wahren Begebenheiten basiert, macht dies Buch deutlich, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Werte, die heute leider immer mehr zu kurz kommen. Zusammen mit meinem 9jährigen Sohn habe ich dieses Buch gelesen. Die bedrückende Stimmung, die Angst der Kinder vor den Erzieherinnen und auch die detaillierten Beschreibungen des fürchterlichen Essens haben ihm sehr zugesetzt. Allein hätte ich ihn das Buch noch nicht lesen lassen. Wir haben viel über die Szenen gesprochen. Am Ende hat er dann doch kapituliert und sich das Ende von mir zusammenfassen lassen. Mich haben besonders die verschiedenen Charaktere der Kinder begeistert. Man fühlt sich ihnen so nah. Leidet mit ihnen und möchte sie am liebsten aus dem Buch herausholen. Alles wirkt so lebendig, man sieht diesen furchtbaren Ort vor sich und kann nicht glauben, was mit diesen armen Geschöpfen getrieben wird. Wie gefühlskalt können Menschen sein? Interessant für Kinder ist auch der Anhang "Das kannte früher jedes Kind" - tolle Beschreibung von Alltagsgegenständen der 60er Jahre. Ich gebe für dieses Buch eine unbedingte Leseempfehlung. Allerdings mit dem Hinweis darauf, dass sensible empfindsame Kinder vielleicht noch zusammen mit den Eltern lesen sollten.

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  • Milchsuppe, Milchsuppe und nochmals Milchsuppe!

    Schwarze Häuser
    Ramira

    Ramira

    Zum Inhalt: Uli wird an die Nordsee verschickt. Mal wieder. So wie auch Freya, Fritze und Anneliese. Sie teilen sich ein zimmer und lernen sich und das Umfeld kennen. Nun, das Umfeld ist alles andere als schön. Statt Erholung erwartet sie hier verdorbenes Essen, Strafen, Prügel und Kälte. Von täglichen Ungerechtigkeiten, Demütigungen und kleineren Qualen mal ganz zu schweigen. Schwester Hildegard und die Leitung Frau Butt setzen den Kindern arg zu. Dazu werden die Jungs besser behandelt und haben weniger Strenge. Die Mädchen so unterschiedlich sie auch sind, entwickelen Freundschaften. In dieser harten Zeit, lernen sie füreinander einzustehen,sich den rücken zu decken und da zu sein. Alles hält sich gerade noch so die Waage, bis Fritze schwer krank wird und die ohnehin zu dünne Freya, auch noch erfährt das ihre Eltern sich scheiden lassen wollen. Plötzlich verschwindet Freya und ihre Freunde setzen alles daran sie zu finden und dann gibt es ja auch noch andere Gefahren.Die Nordsee ist tückisch, du darfst ihr nicht trauen.....und was hat es mit den schwarzen Häusern auf sich? Wollt ihr erfahren was geschieht? werden die Freunde Freya rechtzeitig finden? Lest selbst. Sowohl meine Tochter, 12J , als auch ich haben das Buch gelesen. Die Stimmung ist teilweise sehr bedrückend und auch an manchen Stellen sehr schwer auszuhalten. Ich möchte die Mädchen an mich drücken und sie behüten. Abgesehen davon möchte ich ihnen zuerst etwas gutes zu Essen kochen. Die kleine Anneliese hat es mir als Mutter am meisten angetan, aber auch die zarte, hochsoziale Freya, die freche Fritze und die Uli. Alle Charaktere sind überaus gut ausgearbeitet - ich sah sie alle vor mir. Die Autorin hat mir ein Kopfkino beschert. und zwar von Anfang an. ich war gefesselt nd habe das Buch in einem Rutsch durchgelsen. In mir kam Wut auf, richtig viel Wut. Wie kann es irgendjemand wagen, so mit ihnen anvertrauten Kindern umzugehen? Und ihnen einen Fraß vorzusetzen, den sonst nur Schweine bekommen. und auch die hat keiner gefragt, ob sie das wollen. Die Autorin schreibt eindringlich, einfühlsam und sehr authentisch. Verliert nie den roten Faden und schreibt kindgerecht. Auch die kleinen Zeichnungen sind sehr schön. Über so manche Berliner Aussprache mußte ich schmunzeln, bin ja selbst Berlinerin und ick kann det och janz jut.Das Buch ist schwere Kost, vor allem, wenn man selbst Mutter ist. Meine Tochter empfand es gar nicht so schlimm. Schon auch traurig und sie ist froh, das ihr so etwas nie passiert ist, aber steckte es insgesamt gut weg. Mich läßt es wütend und traurig zurück. Aber es gibt auch positive Gefühle. Zum Beispiel das die Kinder sich nicht unter kriegen lasen, das sie die Schwestern austricksen, das sie lernen, was Freundschaft und Zivilcourage ist, sie füreinander einstehen. Und auch das Ende ist ein gutes. Näheres kann ich aus Spoiler-Gründen nicht verraten. Das Märchen, das Fritze vorliest (hüstel) ist wunderschön, wie gerne hätte ich das Ende gehört. Auch ich war gebannt und wollte jeden Abend hören, wie es weiter geht. Märchen verlieren nie an Anziehung...! Fazit: ein überdurchschnittlich gutes Kinderbuch mit sehr viel Herzblut und Eindringlichkeit. Kindgerecht. Aber für ale von 10-99Jahre. klare 5 Sterne, klare Kaufempfehlung. Herzlichen Dank an Sabine Ludwig für das sehr gute Werk und das ich teilhaben durfte, an einem stück aus ihrem Leben.

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    • 3
    Ramira

    Ramira

    31. August 2014 um 19:02
    Floh schreibt WOW, tolle Rezi!

    Dankeschön ;-)

  • Schwarze Häuser

    Schwarze Häuser
    Blaustern

    Blaustern

    21. August 2014 um 12:57

    Die zwölfjährige Uli aus Berlin wird unfreiwillig für 6 Wochen zur Erholung an die Nordsee zur Kur geschickt. Doch dieses Kurheim ist alles andere als entspannte Erholung für Kinder. Die Fahrt in diesen Alptraum beginnt schon mit Bestimmungen und Zwängen, die im Heim von den Schwestern fortgesetzt werden. Hartherzig und gefühllos werden die Kinder von ihnen herumgestoßen, sie haben null Verständnis und lassen auf Kleinigkeiten körperliche und erniedrigende Strafen folgen. Zudem gibt es, wenn überhaupt für die Mädchen, schlechtes Essen. Sie haben Hunger, im Gegensatz zu den Jungen, die ja kräftig werden sollen. Eisiger Wind pfeift um das Haus, und sie frieren. Kein Wunder, dass die Kinder Heimweh bekommen. Doch sie können nicht mit zu Hause telefonieren und die Post wird vor dem Versenden kontrolliert. Es darf nichts Schlechtes über das Heim und Personal nach außen dringen, sonst fliegt der Brief in die Tonne. Die Seelen der Kinder leiden arg. Wie gut, dass sie sich untereinander haben. Durch die Not rücken die Kinder immer mehr zusammen, und Uli freundet sich mit Freya, Fritze und Anneliese an, die sich gegenseitig unterstützen und sich die Nähe geben, die ihnen in diesem kalten Heim völlig fehlt. So lässt sich die Zeit eher aushalten und vielleicht lebenslange Freundschaften entstehen. Die Autorin Sabine Ludwig erzählt in diesem Werk von ihren teilweise selbst erlebten Kindheitserfahrungen in den sechziger Jahren. Es ist eine sehr nahegehende Geschichte, aber dennoch völlig fesselnd. Die Grundstimmung ist überwiegend beklemmend und dunkel, denn wie gerade hier mit Kindern umgegangen und was ihnen angetan wird, ist erschaudernd. Die rabiaten Betreuer kann man sich bildhaft vorstellen in ihrer Art und wie die Kinder unter ihnen zu leiden haben. Aber auch Uli mit ihren neuen Freundinnen sind gut gezeichnet, und es erwärmt einem das Herz, dass sie sich wenigstens untereinander so gut verstehen und füreinander eingestehen und da sind. Sehr schön ist auch die Märchenstunde, bei der sie für kurze Zeit all das Elend vergessen und einfach nur den Geschichten folgen können. Der Schreibstil ist kindgerecht und einfach zu lesen. Ob die Eltern ihrem zehnjährigen Kind denn eine solch trübe Geschichte schon zumuten möchten, muss jeder für sich entscheiden. Ich denke, dass die Kinder dieses durchaus schon lesen können, denn die Welt ist nun mal nicht nur kunterbunt und schön, und das wissen auch schon zehnjährige. Sie sind auch schon soweit gebildet durch den Geschichtsunterricht und Dokumentationen bzw. News im Fernsehen, sodass sie wissen, was in der Welt los ist und war und es richtig einordnen können. Das Cover und die Gestaltung ist wunderschön.

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  • Schwarze Häuser

    Schwarze Häuser
    MaggieGreene

    MaggieGreene

    Basierend auf einem eigenen Kindheitserlebnis in den 60er Jahren erzählt Sabine Ludwig die Geschichte der 12jährigen Uli aus Berlin, die zur Erholung für 6 Wochen an die Nordsee "verschickt" wird. Das klingt nach Urlaub und Entspannung, doch der Aufenthalt im Kinderheim auf der Insel gleicht eher einem Alptraum. Die Betreuerinnen gehen hart und lieblos mit den Kindern um, die Mädchen haben Hunger und müssen frieren. Es ist nicht möglich, zu den Eltern daheim Kontakt aufzunehmen- es gibt kein Telefon und die Post der Kinder wird zensiert. Es gibt körperliche und demütigende Strafen. Doch Uli lernt Freya, Fritze und Anneliese kennen, sie freunden sich an und stehen füreinander ein. Zusammen überstehen sie auch schlimme Strafen und halten auch in einer lebensgefährlichen Situation fest zusammen. Sie geben sich gegenseitig die Wärme, die sie von den Erwachsenen nicht bekommen. Das Buch hat mir sehr gefallen, der Schreibstil ist fesselnd und flüssig und man wird sofort mitten hineingezogen in die Geschichte. Ich kannte Sabine Ludwig bisher durch ihre humorvollen Bücher wie die "Miss Braitwhistle"-Reihe, aber auch die leisen, eher dunkleren Töne gelingen ihr gut und glaubhaft. Ein bedrückendes Thema, spannend umgesetzt und nachfühlbar gemacht. Erwähnen möchte ich auch die schöne Aufmachung des Buches durch die Vignetten von Emma Ludwig, Tochter der Autorin, die sehr fein und einfühlsam gezeichnet sind. Das Buch ist für Leser ab 10 gedacht, das ist wirklich die unterste Altersstufe, für die ich es empfehlen würde. Das Thema hat selbst mich als Erwachsenen nachdenklich  und traurig gemacht, daher ist es eher für ältere Kinder geeignet. Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Kinder!

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    • 2
  • anspruchsvolles Kinderbuch das bewegt

    Schwarze Häuser
    Manja82

    Manja82

    16. August 2014 um 13:42

    Kurzbeschreibung: Packend und berührend - das persönlichste Buch von Sabine Ludwig. Die zwölfjährige Uli kommt sechs Wochen zur Erholung auf eine Nordseeinsel. Dort erwartet sie jedoch alles andere als ein Urlaub. Denn keins der Kinder ist freiwillig im Kurheim. Das Heimweh ist groß, der Wind heult ums Haus, das Essen schmeckt schrecklich. Trost findet Uli bei ihren neuen Freundinnen Fritze, Freya und Lieschen. Gemeinsam bibbern sie im kalten Waschraum, helfen sich beim Schuheputzen und überstehen auch die gemeinsten Strafen. Doch eines Tages ist Freya verschwunden. Heimlich machen sich die Mädchen auf die Suche und finden sie weit draußen im Watt... (Quelle: Dressler) Meine Meinung: Die 12-jährige Uli wird in den Sommerferien in eine Art Kurheim für Kinder auf eine Nordseeinsel verschickt. Im Heim gibt es lieblose Betreuerinnen und die Mädchen und Jungen sind strikt voneinander getrennt. Das Essen ist schlecht, es ist kalt und auch sonst müssen vor allem die Mädchen einiges über sich ergehen lassen. Doch die Mädchen freunden sich miteinander an, finden Halt beieinander und können nur so die Zeit überstehen … Das Kinderbuch „Schwarze Häuser“ stammt von der Autorin Sabine Ludwig. Sie ist eine bekannte Kinderbuchautorin, ich persönlich kannte bisher nur ein Buch für Jugendliche von ihr. Die Charaktere im Buch sind alle sehr schön dargestellt. Man kann sich Uli, Fritze, Freya oder auch Anneliese sehr gut vorstellen. Allerdings taten mir die Kinder beim Lesen doch ziemlich leid. Man wünscht sich eigentlich sie alle mal richtig fest in den Arm nehmen zu können, denn sie müssen viel Leid ertragen. Mit der Zeit aber entwickeln sich Freundschaften, besonders unter den Mädchen. Sie fangen an sich zu öffnen, erzählen über ihre Familien, ihren Alltag. Das gefiel mir gut, denn so kann man sich als Leser einen doch guten Eindruck über die Mädchen machen. Die Betreuerinnen, hier Schwestern genannt, haben mir ganz und gar nicht gefallen. Sie wirken lieblos und bösartig. Sie behandeln die Kinder wie Leibeigene, die Arbeiten verrichten müssen. Der Schreibstil der Autorin ist kindgerecht flüssig und leicht zu lesen. Da das Geschehen in den 60-ziger Jahren spielt ist die Sprache teilweise an diese Zeit angepasst. Trotzdem ist alles sehr gut zu verstehen. Es gibt einige sehr schöne Bleistiftzeichnungen, die gut zum Geschriebenen passen. Das Geschehen selber hat mich sehr bedrückt und nachdenklich gestimmt. Die Stimmung ist deprimierend und dadurch, dass die Gefühle sehr gut zum Leser transportiert werden, fühlt man sich mit den Kindern verbunden. Sabine Ludwig hat ins Geschehen eigene Erfahrungen eingebracht, so wirkt alles sehr realistisch und vor allem glaubhaft. Das Buch ist laut Verlag für Leser ab einem Alter von ca. 10 Jahren geeignet. Ich empfinde dies aber ein wenig zu tief angesetzt, denn die Handlung ist anspruchsvoll. Wenn Kinder es in diesem Alter lesen wollen, dann ist es empfehlenswert sie als Eltern dabei zu begleiten. Die bedrückende Stimmung im Buch könnte einem Kind doch sehr zu schaffen machen und es wird Gesprächsbedarf bestehen hinterher. Fazit: Zusammenfassend gesagt ist „Schwarze Häuser“ von Sabine Ludwig ein doch sehr anspruchsvolles Kinderbuch. Gut dargestellte Charaktere, der kindgerechte flüssige Stil und eine Handlung, die bedrückt und deprimiert haben mich während des Lesens sehr nachdenklich gestimmt und betroffen zurückgelassen. Dennoch empfehle ich das Buch weiter! Man sollte sich aber im Klaren sein das man hier kein Buch bekommt wo alles eitel Sonnenschein ist!

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  • Kein einfaches Thema... eine andere Denkweise, ein anderes Miteinander, eine (fast) vergessene Zeit.

    Schwarze Häuser
    Leselady

    Leselady

    14. August 2014 um 12:09

    Zum wiederholten Mal wird die zwölfjährige Uli zur Erholung "verschickt", doch die vermeintliche Erholung entpuppt sich auch dieses Mal als desaströse Zwangslage. Ein unterirdisch niedriges Pro-Kind-Budget und gefühlsarme Betreuerinnen gönnen den Kindern weder Atempausen vom Alltag, noch tatsächliche Gesundung und Regeneration. Die natürlichsten Regungen, wie Heimweh, Hunger und nächtliche Toilettengänge werden rigoros ignoriert; kleine Unterstützungen im Keim erstickt und unterbunden. Den "Erholungs"-Alptraum können die Kinder lediglich mildern, in dem sie sich gegenseitig unterstützen, trösten, Zuspruch geben und hoffen... Doch die Lage spitzt sich zu... Information zu Buch, Verlag und Autorin: Gebundene Ausgabe: 352 Seiten Verlag: Dressler (21. Juli 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3791512048 ISBN-13: 978-3791512044 Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre Größe und/oder Gewicht: 21 x 15,4 x 3,4 cm Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/3791512048/lovebook-21 Sabine Ludwig, 1954 in Berlin geboren, studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie. Nach dem Studium und Staatsexamen war sie kurze Zeit an einem Berliner Gymnasium als Lehrerin tätig. Danach arbeitete sie als Regieassistentin, Pressereferentin und Rundfunkredakteurin. Seit 1983 arbeitet sie als freie Autorin, zunächst von Essays, Hörspielen und Features für Erwachsene. 1987 verfasste sie ihre ersten Radiogeschichten für Kinder, unter anderem.für die beliebte Hörfunkreihe „Ohrenbär“, und anschließend viele Kinderbücher. Außerdem übersetzte sie Romane von Eva Ibbotson und Kate DiCamillo aus dem Englischen. Sabine Ludwig zählt heute zu den erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen und wurde von der AG Leseförderung des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein zur „Lesekünstlerin des Jahres“ gewählt. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb über sie: „Humor hat in ihren Geschichten absoluten Vorrang, was Sabine Ludwig nicht daran hindert, wie nebenbei kindliche Verletzungen offenzulegen. Changierend zwischen Menschenfreundlichkeit und Spott entsteht so beste Unterhaltung gegen jede Art von Frust.“ Wie wahr! Quelle: http://www.oetinger.de/buecher/autoren/l-o/details/mitwirkend//7085/3837/Autor/Sabine/Ludwig.html Homepage von Sabine Ludwig: http://www.sabine-ludwig-berlin.de/files/index.php Eindrücke / eigene Meinung: Kein einfaches Kinderbuch, aber dennoch ein Thema, über das ich froh bin, dass Sabine Ludwig es in Angriff genommen und niedergeschrieben hat. Bereits der Buchrückentext lässt auf wenig Erholung für die Kinder schließen. Im Gegensatz zu vielen anderen Klappentexten, die verschleiern oder bewusst eine andere Thematik wiedergeben, geht dieses Buch erfreulich ehrlich mit dem um, was einen zwischen den Seiten erwartet. Witz und Fröhlichkeit erwartete ich hier von Anfang an nicht, diesen Ersteindruck unterstreichen auch die Eingang(vor)worte von Sabine Ludwig. . Ausnehmend berührend sind aber wiederum diese kleinen Momente und Inseln, die sich die Kinder untereinander schaffen. Auch wenn sie furchtbare Wochen durchleben, so nehmen sie dennoch zwischenmenschlich so einiges positives mit aus dieser Zeit. Freundschaften entstehen, aus der Not geboren, aber wer weiß, vielleicht halten diese nun um so länger.. Was das empfohlene Lesealter betrifft, so werden bei "Schwarze Häuser" gewiss die Meinungen sehr auseinandergehen. Ich selbst finde das Buch und seine Geschichte für die empfohlene Alterszielgruppe (und älter) durchaus geeignet, weil sich die Kinder heutzutage mit noch ganz anderem - sei es real oder abstrakt - auseinandersetzen müssen und/oder wollen. Für mich stellte sich beim Lesen die viel dringlichere Frage, WOLLEN Zehnjährige es wirklich lesen? Wollen sie es über fast 350(!) Seiten auf sich wirken lassen? Lassen sie die Tiefe der Geschichte zu und wie reflektieren sie sie? Es ist eine völlig andere Welt, eine andere Denkweise, ein anderes Miteinander; eine entschleunigte Geschichte, fernab von jeglichem medialem... Wichtig und wertvoll - aber wie hoch ist die Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen? Und nehmen sich die Eltern wirklich die Zeit, sie zu begleiten und es mit ihnen aufzuarbeiten? Ich würde es mir sehr wünschen! Für "Schwarze Häuser" vergebe ich dennoch ganz bewusst und ohne jeden Zweifel 5 Sterne, weil es mich inhaltlich, wie sprachlich tief von sich überzeugt hat. Zudem möchte ich dadurch ein deutliches Signal für den Mut der Autorin setzen, sich dem Thema angenommen zu haben und dem Mut des Verlages, es herauszugeben, obwohl es thematisch alles andere als mainstreamverdächtig ist. Kindliche Verletzungen an Körper und Seele sind sehr, sehr schlimm und ich kann nur hoffen, dass Bücher, wie dieses dazu führen, dass es einst Betroffenen gelingt das Thema der "Verschickung" ein wenig aufzuarbeiten und auch die junge Generation nicht ganz vergisst und daraus lernt. Die Idee mit den eingestreuten Märchensequenzen fand ich gelungen und gut durchdacht! Das gab der Geschichte, hm. wie soll ich sagen, noch so das gewisse Etwas; eine besondere Richtung. Ich konnte mir beim Lesen enorm gut vorstellen, wie die Mädchen lauschten und für wenige, ungezwungene Momente ihre missliche Lage vergessen konnten. "Schwarze Häuser" lässt mich durchaus nachdenklich und traurig zurück, aber auch voller Hoffnung, aus diesen Zeiten und Missständen zu lernen und den Kindern ein wenig Vergangenes näherbringen zu können.

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  • Zu traurig für Kinder...

    Schwarze Häuser
    le_petit_renard

    le_petit_renard

    10. August 2014 um 21:47

    Ulrike verbringt wie so oft, wenn ihre Oma mal wieder ins Krankenhaus soll, die Zeit in einem Kinderheim. Sie lernt Freya, Fritze und Lieschen kennen und schließt Freundschaft mit ihnen. Die Zeit im Kinderheim ist dennoch furchtbar. Vergammeltes Essen und Erzieherinnen mit mehr als merkwürdigen Erziehungsmethoden. Ein wirklich bedrückendes Buch durch uns durch.  Leider finde ich das Buch für Kinder im Alter von 10 Jahren ganz unf gar nicht geeignet. Ich finde das Buch strahlt eine beklemmende Stimmung aus und ich denke das Buch tut den Kiddies nicht gut... nicht in dem Alter. Vielleicht mit 14 oder 15 könnte ich verantworten, dass mein Kind es mit mir gemeinsam liest. Der Klappentext selbst verspricht ein Abenteuer an der Nordsee... das findet leider erst auf den letzten 50 Seiten statt. Davor passiert leider nicht wirklich viel. Es ist bedrückend, das Buch ist von einer dunkeln Stimmung umgeben und mir persönlich hat es nicht wirklich gut gefallen.   Das Lesealter finde ich mehr als misslich gewählt, der Klappentext verfehlt das Buch und mir fehlt die Spannungskurve und der Witz. Das ist für mich kein richtiges Kinderbuch. Positiv finde ich jedoch den Schreibstil der Autorin. Das Buch liest sich sehr leicht und angenehm. Ich befürchte das Hauptproblem ist die meiner Meinung nach falsch gewählte Zielgruppe. Daher vergebe ich schweren Herzens leider nur 2/5 Sternen.

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  • Kinderkurheim Kiebitz

    Schwarze Häuser
    Cupcakes2

    Cupcakes2

    04. August 2014 um 22:52

    Die 12-jährige Uli macht sich mit weiteren Kindern auf die Reise zu einer Nordseeinsel. In den 60-er Jahren, wurden die Kinder mit einer Pappkarte mit seinem Namen darauf, um den Hals getragen, wie ein Paket zur Kur verschickt. Nach einer mühsamen Fahrt mit Bus, Schiff und einer kleinen Bahn, kommen die Kinder endlich im Kinderkurheim Kiebitz an. Schnell merken die Kinder, dass diese 6 Wochen kein Urlaub sein wird. Frau Butt die Heimleiterin und Schwester Hildegard stellen sofort gravierende Regeln auf. Schlimmer als die strengen Regeln ist der grosse Hunger, denn die Kinder leiden müssen. Auf Hilfe von aussen können sie nicht hoffen. Die Briefe, die sie an die Eltern schreiben, dürfen nicht zu geklebt werden. Uli verbündet sich mit ihren Zimmergenossinnen. Die vier Mädchen halten zusammen, aber eines Tages verschwindet Freya. Das Buch liest sich flüssig. Die Sprache ist verständlich, somit kann man der Geschichte gut folgen. Es ist in Kapitel mit kleinen Zeichnungen eingeteilt. Die Geschichte ist sehr traurig und bringt einem zum Nachdenken. Viele Erzählungen wurden von der Autorin persönlich erlebt. Da es sich um ein  Kinderbuch handelt, hätte die Szene mit dem Verschwinden von Freya, grösser sein können. Was die Kinder im Heim alles erleben müssen, ist ausgezeichnet erzählt. Dadurch empfehle ich das Buch erst ab 12 Jahre. Ein Buch zum Nachdenken für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahre.    

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  • Ein Stück Zeitgeschichte, das tief bewegt

    Schwarze Häuser
    Antek

    Antek

    Die 12jährigeUli reist für sechs Wochen auf eine Nordseeinsel. Allerdings nicht um Urlaub zu machen, sondern sie muss die Zeit in einem Kinderkurheim verbringen. Kinderkurheime in den 60er Jahren waren alles andere als ein Zuckerschlecken. Da kommen zu großem Heimweh noch schlechtes, teilweise verdorbenes Essen, Demütigungen und körperliche Zuchtmaßnahmen hinzu. Hunger, Kälte oder Strafe stehen, alles Dinge, die auf der Tagesordnung stehen. Uli kommt mit Fritze, Freya und Anneliese in ein Zimmer und es entwickelt sich eine tolle Freundschaft, die den Mädchen hilft diese Hölle auf Erden zu überstehen. „Schwarze Häuser“ ist ein tief bedrückender Roman. Von Anbeginn ist man mitten in der Geschichte und ich empfand es von Seite zu Seite deprimierender das Elend der Kinder berichtet zu bekommen und dabei noch zu wissen, dass das hier nicht nur ein Roman ist, sondern auf den eigenen Erfahrungen der Autorin beruht.  Das Wissen, dass das beschriebene Leben in der damaligen Zeit an der Tagesordnung stand, hat mich tief bewegt. Kinder bekommen den Kopf in den Teller gedrückt, bis sie fast ersticken, wenn sie vergammelter Essen nicht schlucken wollen, Teddys werden aus Hygienegründen abgenommen oder peinliche Strafen, wenn man nachts in Bett macht, weil man nicht auf die Toilette darf, alles solch unvorstellbar grausame Dinge für mich, die mir als Erwachsenem schon schwer angehen. Ich weiß nicht, ob man das Kindern mit zehn Jahren schon zumuten kann, auf keinen Fall aber darf man ein Kind mit dem Buch sich selbst überlassen. Es gab auch viele Dinge, die mich auf positive Weise berührt haben. Die Freundschaft und der Zusammenhalt, der sich zwischen den Mädchen entwickelt ist toll dargestellt und besonders rührend fand ich, dass in der Not sogar ein einziges Bonbon gerecht geteilt werden kann. Mir hat der Roman wirklich gut gefallen, er hat mich tief betroffen gemacht, der Schreibstil ist kindgerecht und auch die Gestaltung ist wirklich toll, allen voran, das Bilderlexikon zum Ende „Das kannte früher jedes Kind“. Eigentlich ein klares 5 Sterne Buch, das ein Stück Zeitgeschichte aufarbeitet.   Warum also „nur“ 4 Sterne. Ich finde, dass der Inhalt der Geschichte an sich sehr schlimm ist und deshalb auch extrem düster dargestellt wird. Mir, für Kinder fast schon ein wenig zu düster. Ein positiver Ausblick, hätte vielleicht etwas von dem bedrückenden Gefühl genommen, mit dem man dieses Buch beendet. Mit Sicherheit mag es einige 10jährige Kinder geben, die sich gemeinsam mit ihren Eltern vielleicht auch schon einmal über die Nachkriegsgeschichte unterhalten haben, die dazu noch viel lesen und vor allem Eltern haben, die mit ihnen dann auch über das Gelesene reden, denen kann ich dieses Buch auch wirklich empfehlen, bei allen anderen möchte ich mich da aber zurückhalten und die Altersempfehlung um zwei, drei  Jahre nach oben schieben.

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  • Schwarze Häuser

    Schwarze Häuser
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    03. August 2014 um 11:18

    Uli ist zwölf Jahre alt und verbringt sechs Wochen in einem Kurheim auf einer Nordseeinsel. Doch was eigentlich spannende Tage werden könnten, entwickelt sich zu einem Albtraum. Die Heimleitung sowie die Tanten mögen die Kinder nicht nur nicht, sie tun auch alles, um ihnen den Aufenthalt so schlimm wie möglich zu gestalten. Und schrecken auch nicht vor Misshandlungen zurück. Einzig durch ihre Zimmerfreundinen übersteht Uli die langen Tage. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Die Überschrift hat mich zu Vermutungen eingeladen, da ich sie nicht direkt mit dem Inhalt des Buches in Verbindung bringen konnte. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Der Schreibstil gefällt mir gut und man kommt gut durch das Buch durch. Die Charaktere sind gut gestaltet. Gerade die Unterschiedlichkeit der Freundinnen hat mir sehr gut gefallen. Gemeinsam durchstehen sie die Tage, mussen aber auch Alltagsstreitigkeiten und Neid untereinander durchstehen. Die Atmosphäre ist düster und das Buch beinhaltet keine leichte Kost. Deshalb würde ich das Lesealter auch um ein oder zwei Jahre anheben. Ich kann mir vorstellen, dass nicht alle Kinder ab 10 Jahre mit dem Inhalt zurechtkommen werden. Allerdings habe ich von dem in der Inhaltsangabe angekündigten Verschwinden von Freya etwas anderes erwartet als es dann in dem Buch vorkommt.

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  • Schockierende Reise in die Vergangenheit

    Schwarze Häuser
    esposa1969

    esposa1969

    Hallo meine lieben Leser, dieses Jugendbuch durfte ich im Rahmen einer Leserunde gemeinsam mit meinem knapp 11-järhigen Sohn (der dann gegen Ende hin bei dem Buch ausgestiegen ist) lesen: == Schwarze Häuser == Autorin: Sabine Ludwig == Buchrückentext == Die zwölfjährige Uli kommt sechs Wochen zur Erholung auf eine Nordseeinsel. Dort erwartet sie jedoch alles andere als ein Urlaub. Denn keins der Kinder ist freiwillig im Kurheim. Das Heimweh ist groß, der Wind heult ums Haus, das Essen schmeckt schrecklich. Trost findet Uli bei ihren neuen Freundinnen Fritze, Freya und Lieschen. Gemeinsam bibbern sie im kalten Waschraum, helfen sich beim Schuheputzen und überstehen auch die gemeinsten Strafen. Doch eines Tages ist Freya verschwunden. Heimlich machen sich die Mädchen auf die Suche und finden sie weit draußen im Watt... == Das Cover: == Das Cover zeigt die vier Leidensgenossinnen Uli, Fritze, Freya und Lieschen, wie sie eng beieinander gerückt im rauen Nordessewind auf einer Wiese sitzen und auf die "Schwarzen Häuser"  blicken. == Leseeindrücke: == Dieser Jugendroman, den ich seiner Brutalität wegen fast schon als Krimi bezeichnen würde, spielt Mitte der 1960er Jahre. Die Autorin verarbeitet hierin ihre eigenen, bitteren Kindheitserfahrungen. Wir lesen von der 12-jährigen Uli, die für eine sechswöchige Erholungsreise in ein Kurheim auf eine Nordseeinsel geschickt wird. Nach der beschwerlichen Anreise lernt sie ihre Mitbewohnerinnen kennen und die strengen Regeln der Schwester Hildegard. Die Kinder - Mädchen und Buben strikt getrennt - sollen hier lernen, was Zucht und Ordnung heißt. Das Essen ist miserabel, der Umgangston rau und auch vor Schlägen wird kein Halt gemacht! Insgesamt ist die Handlung sehr bedrückend und beängstigend. Die Kinder haben nur sich gegenseitig zum Trostspenden! Sogar ihre Kuscheltiere werden ihnen weggenommen. „Schwarze Häuser“  hat mich tieftraurig gemacht und ist eigentlich schon eher fast ein Erwachsenenroman, der einem schwer ums Herz werden lässt und die Kinder da am liebsten herausreißen und in den Arm nehmen wollen lässt. Die Altersempfehlung für dieses Buch liegt bei zwischen 10 und 12 Jahren, allerdings hat mein knapp 11-jähriger Sohn teilweise richtiggehend gegruselt und ist gegen Ende des Buches ausgestiegen. Die 23 Kapitel verteilt auf 350 Seiten sind angenehm kurz und kurzweilig. Aufgelockert werden die Seiten mit jeweils einer kleinen Skizze zu Beginn eines jeden Kapitels. Im Anhang finden wird eine Art Glossar "Das kannte früher jedes Kind", in dem auf drei Seiten altertümliche Begriffe wie Leibchen, Affenschaukeln und Tauchsieder erklärt und anhand Skizzen gezeigt werden. Dieser Roman hat sehr nachdenklich gestimmt und von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, so dass ich sehr gerne 5 von 5 Sternen vergebe! Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte! by esposa1969

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  • Uli und die Sache mit den "Schwarzen Häusern"

    Schwarze Häuser
    Grandville

    Grandville

    02. August 2014 um 19:50

    Deutschland, Mitte der 60er Jahre. Uli ist zwölf und auf dem Weg zu einer Kur auf einer Nordseeinsel. Wie sie selbst sind auch die andern Kinder nicht freiwillig dort. Sie sind "nur zu ihrem Besten" auf die Insel geschickt worden. Um gesund zu werden, sich zu erholen oder weil aus verschiedenen Gründen sich Zuhause für einen kurzen Zeitraum niemand um sie kümmern kann. Doch Uli kennt das schon: so toll ist es in diesen "Kurheimen" nicht. Die zusammengewürfelte Mädchenschar muss so manchen Kummer ertragen und Heimweh ist noch nicht mal das Schlimmste. Der ein oder andere Spoiler auf den Handlungsverlauf konnte ich leider nicht vermeiden. Wer sich überraschen lassen möchte, sollte hier nicht weiterlesen. Was ich aber sagen kann: ein sehr interessantes, zum Nachdenken anregendes Buch, dass auch Tage nach dem Lesen immer noch nachhallt. Leseempfehlung von mir. Nun zu meiner Meinung im Detail: Dieses Buch ist anders, als alle anderen von Sabine Ludwig. Es ist persönlich, wie die Autorin im Vorwort erklärt. Das merkt man. Die Geschehnisse, die beschrieben werden, klingen sehr real und erinnern an die vor ein paar Jahren durch Funk und Fernsehen verbreiteten Machenschaften in Kindereinrichtungen in Deutschland und anderswo. Kinderheime, vornehmlich kirchliche, in denen Kinder drangsaliert worden und teilweise sogar (im Ausland) anscheinend verhungert sind. Die ganze Zeit musste ich an diese Skandale denken, von denen in den letzten Jahren immer mehr ans Licht gekommen sind. Hier hat sie eigene Erlebnisse verarbeitet und sehr berührend beschrieben. "Schwarze Häuser" ist ein Buch über das Deutschland der 60er Jahre: den (Standes)Dünkel, die Gesellschaft nach dem Krieg, wie Familie und Kindheit damals war. Auf der anderen Seite ist das Buch aber irgendwie "zeitlos", ich musste mich immer ein wenig dran erinnern, zu welcher Zeit das Buch spielt. Vieles ist auf heute übertragbar. Uli und die anderen Kinder werden liebevoll beschrieben, ihre Sorgen, ihre Ängste und Wünsche. Wie immer schafft Frau Ludwig das sehr gekonnt. Auch am Stil kann ich nicht meckern. Das Buch lässt sich angenehm flüssig lesen, sehr angenehme Sprache. Nur unterscheidet es sich sehr von den anderen der Autorin: es ist bedrückender, trauriger, beklemmend. Was die Kinder erleben, ist keine heitere Abenteuergeschichte.... Schmunzeln kann man bei dieser Geschichte nicht. Aber sie hinterlässt deutliche Spuren. Nach der Lektüre klingt die Geschichte nach, setzt sich fest im Gehirn und man denkt 'Wie schön, dass diese Zeiten vorbei sind!'. Ich selbst habe nie eine Kur gemacht, weder als Kind, noch als Erwachsener. Gibt es heute noch Kinderkuren, die die Kinder ohne Begleitung absolvieren? Mir sind nur Mutter-Kind-Kuren bekannt. Jedenfalls würde ich dieses Buch keinem Kind empfehlen, dass eine Kur vor sich hat. Dafür finde ich die Geschichte ein wenig zu negativ, denn für mich hat am Ende ein bisschen "heile Welt" gefehlt. Das ist auch eigentlich mein einziger Meckerpunkt: das Buch ist sehr bedrückend und das Ende kommt ziemlich schnell und ein wenig plötzlich. Auf einmal ist die Geschichte zu Ende und mir fehlte etwas ähnliches wie ein Epilog, in dem man z.B. die Kinder kurze Zeit später wiedertrifft und erfährt, wie es ihnen danach ergangen ist. Einfach um die Gewissheit zu haben: ja, es ist alles Gut. Auch werden mir am Ende einige Einzelheiten nicht detailliert genug aufgelöst. Einige Fragen, die mir im Kopf umhergehen sind unbeantwortet geblieben. Dazu kommt, dass ich es ein wenig Schade finde, dass der Klappentext den Leser auf die falsche Fährte lockt: die Sache mit dem Verschwinden von Freya ist nur ein kleiner Handlungsstrang gegen Ende des Buches. Die "abenteuerliche" Suche nach ihr, ist nur ein kleiner Nebenschauplatz. Das Buch hat mich sehr ergriffen und nachdenklich gestimmt. Nur wer ist die Zielgruppe? Kinder ab 10, sagt der Verlag. Sicherlich, die Kinder sollen nicht in einer rosaroten Erdbeerwelt Leben, denn so ist die Wirklichkeit nicht. Sie müssen auch die negativen Seiten kennenlernen. Aber ich finde, dann sollte zumindest das Ende einer Geschichte eindeutig positiv aufgelöst werden. Das hat mir hier ein wenig gefehlt, weil es vor allem sehr schnell ging. Ein Buch, dass Gesprächsbedarf weckt und Fragen aufwirft. Ich würde eine gemeinsame Lektüre zwischen Kind und Elternteil vorschlagen. Ich könnte es mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen, vielleicht Fächerübergreifend zum Thema Deutschland nach dem Krieg oder Kindheit in Deutschland. Man kann viel ansetzen um mit den Kindern Themen zu vertiefen: wie war das nach dem Krieg, mit den Flüchtlingen und den Ausgebombten? Wie lebten die Menschen damals? Wie sah Kindheit damals aus? Gibt es zu Heute Unterschiede? Wie würdet ihr reagieren, wenn euch so etwas passieren würde? Ein für mich sehr interessantes Buch, dass zum Nachdenken anregt und Gespräche in Gang setzen kann. Ich habe es mit großem Interesse gelesen. Ich bin aber auch Altersmäßig nicht die Zielgruppe, wie ich anmerken muss.

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