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KleinerVampir

vor 3 Jahren

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Buchinhalt:

Die junge Roselyne ist glücklich mit ihrem Freund Erik,  einem begeisterten Bergsteiger. Auf einer Tour in Österreich verunglückt Erik tödlich, Roselyne droht an dem Verlust beinahe zu zerbrechen. Sie zieht fort, kauft eine alte Villa an der Schlei, wo sie sich immer mehr in sich zurückzieht – hat sie doch Erik einst versprochen, nach ihm nie mehr einen anderen Mann in ihr Leben zu lassen.

Schließlich lernt sie Ruben kennen, der auf einem nahen Gestüt lebt. Schon bald beginnen unheimliche Ereignisse in Roselynes Leben – und Dinge passieren, die die junge Frau alle auf den verstorbenen Erik zurückführt….

 

Persönlicher Eindruck:

Mystery und Romance - eine Mischung, die mich auf diesen Roman aufmerksam werden ließ und er hielt auch fast alles, was er versprochen hat. Plastische Figuren und angenehme Sprache nehmen den Leser mit auf eine Reise zwischen dieser Welt und dem Jenseits – was auch immer dort sein mag.

Erik und Roselyne leben zunächst ein glückliches Bilderbuchleben, bis ein tragischer Unglücksfall die beiden trennt – der Roman handelt von Trauer, Trennungsschmerz und tiefer Verzweiflung, genauso, wie von ewiger Liebe, Hoffnung und einem Neuanfang.

Gewürzt mit mystischen Elementen muß sich der Leser allerdings eine zu ¾ des Romans düstere, melancholische, ja vielerorts depressive Grundstimmung einstellen, die einen beim Lesen mehr als runter zieht. Eine leichte Lektüre für zwischendurch ist die Geschichte keinesfalls, auch wenn sie wie ein Liebesroman beginnt.

Ich weiß nicht recht, was ich bezüglich des Mystischen erwartet habe. Vielleicht ein bisschen mehr Engel und weniger Astrale, denn dieser Ausdruck zerstörte meiner Meinung nach den Zauber, der Eriks Abschied innewohnte. Ich hätte mir gewünscht, dass Erik (wie schon das Vorwort vermuten ließ) eher ein Engel geworden ist - als Astral ist er für mich mehr ein ruheloser Geist, der noch nicht alles im Diesseits geregelt hat und daher noch rum spukt.

Von der verwendeten Sprache an sich lässt sich der Roman leicht lesen, die Art wie Sabine Ludwigs die Geschichte (sie ist im Präsens geschrieben) entfaltet, ist stimmig und angenehm. Besonders angetan hat es mir Nebenfigur Kurt, ein Buchhändler, der für mich wie ein zweiter Heinz Erhardt rüber kam und der zusammen mit seiner Frau wesentlich dazu beiträgt, dass die gebrochene Protagonistin Fuß fasst in ihrer neuen Umgebung und sich Stück für Stück zuhause fühlt.

Da ein Buch jedoch ein Gesamtwerk von Cover und Inhalt ist, nur ein kurzes Statement zum Cover, das absolut nicht zur Geschichte passt. Trotz Inhaltsbezug durch die Origami-Vögel und durchaus kunstvollem Arragement finde ich es absolut unpassend für die Geschichte.

Ganz unabhängig vom Cover bekommt der Roman 4 Sterne von 5, allerdings sollte man als zukünftiger Leser wissen, dass es sich bei der „Romance“ um eine sehr melancholische Trauergeschichte handelt, nicht um einen Fantasy-Liebesroman.

Autor: Sabine Ludwigs
Buch: Acht Tage bis zur Ewigkeit
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