Sabine Ludwigs Der Sommer mit dem Erdbeermädchen

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Inhaltsangabe zu „Der Sommer mit dem Erdbeermädchen“ von Sabine Ludwigs

Ein spannender Sommer. Ein furchtbares Geheimnis. Ein düsteres Verbrechen. Die vierzehnjährige Lina Saisew und ihr Zwillingsbruder Jan sind besonders eng miteinander verbunden. Eines Tages verschwindet Jan. Lina zerbricht. Sie spricht nicht mehr, misstraut Erwachsenen, zieht sich vollkommen zurück. Als Nick gebeten wird, sich um das verstörte Mädchen zu kümmern, sieht er sich schon bald von Mauern aus Absurditäten, Geheimnissen und Ungereimtheiten umgeben. Er beginnt zu ahnen, dass Lina etwas Grauenvolles widerfahren ist. Eine bewegende Geschichte über die Verarbeitung eines Traumas, die fesselt, erschüttert und lange nachhallt.

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  • Der Sommer mit dem Erbeermädchen

    Der Sommer mit dem Erdbeermädchen
    Wohlgemuth

    Wohlgemuth

    20. November 2013 um 18:43

    Wie fängt man eine Rezension an, wenn das Buch einen weiterhin gefesselt nimmt? Ich habe bereits einige Texte von der Autorin Sabine Ludwigs gelesen, in Zeitschriften, in Anthologien und immer wieder dachte ich, da kann es keine Steigerung mehr geben, die Spannung ist bis zum Anschlag ausgereizt. Weit verfehlt! Sehr weit! Lina und ihr Zwillingsbruder sind von Geburt an unzertrennlich. Doch eines Tages ist Jan verschwunden. Und die vierzehnjährige Lina hört auf zu reden, meidet Erwachsene, zieht sich in ihre Welt, oft einem Bettkasten oder unter die Dusche zurück. Nick, der seit Jahren einen Teil der Sommerferien im Hause von seiner Tante und dem Onkel verbringt wird gebeten, die gesamten Sommerferien zu kommen und ihnen bei der stummen Lina behilflich zu sein. Sie lebt bei seinen Verwandten, die sie als Pflegeeltern zugewiesen bekommen haben. Ansonsten müsste sie eingewiesen werden. Nick ist zuerst erschrocken über Linas Handlungen, doch genauso fasziniert von ihrem Aussehen und motiviert ihr ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Es gibt Tage, da möchte er einfach nur vor ihr weglaufen, er kann schwer mit der Situation umgehen. Fährt mit seinen Freunden zum Baden. Doch seine Gedanken sind bei der schönen Lina. Was hat sie erlebt, dass sie sich so einhüllt, ansatzweise eine Gestalt von nicht menschlicher Natur ist. Und wo ist ihr Bruder Jan? Nick findet einen Zugang zu ihr, eine kleine Spalte, die Lina vorerst zulässt, dass er in ihr Leben eindringt. Sie redet in einer unverständlichen, rätselhaften Sprache mit ihm. Was hat dies alles zu bedeuten und was versteckt sich Grausames dahinter? Nick gibt nicht auf, lässt sie nicht allein, sucht nach der fremden Sprache. Versucht Lina mit seinem Gitarrenspiel aus ihrem für sie sicheren Versteck zu locken. Bis auf die Türschwelle, ein Stück weiter. Die Spalte wird größer. Wird er Linas Geheimnis auf die Spur kommen? Und wenn ja, wie wird er selbst damit umgehen können. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise in ein Dorf, mit Nick und somit ins Leben von Lina. Doch dieses Reise ist lang, steinig, holprig und grausam. Als Leser hatte ich das Gefühl ich sehe die Geschichte genau vor mir, die Figuren, die Gegend und spürte Nicks anfängliche Hilfslosigkeit, sein immer wieder Versuchen an Lina heranzukommen, die Rückschläge die er einstecken musste. Und Lina, ich habe mit ihr gelitten, denn so, wie sie sich verhält, sie die Badetücher ständig aus dem Schrank in die Wanne räumt, ohne jegliche Emotion auf ihrem Gesicht, mechanisch, muss wahrlich etwas ganz besonders Traumatisches dahinter stecken. Und warum sonst wird sie aggressiv, wenn es um Erdbeeren geht. Ich musste weiterlesen, wollte hinter das Geheimnis kommen, verfolgte angespannt Nicks Vorgänge. Ich hatte eine Ahnung, doch dann hat mich die Autorin ein weiteres Mal (so wie schon in ihren vorherigen Geschichten) total überrascht und geschockt. Atemlos! Es ist noch schlimmer, als ich mir in meiner Fantasie ausdenken konnte. Extrem spannend, ergreifend! Die Geschichte fesselt, ist erschütternd und halt lange nach. Dies sind die Worte vom Klappentext und er verspricht nicht zu viel!

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  • bekanntes Thema - anders verpackt

    Der Sommer mit dem Erdbeermädchen
    abuelita

    abuelita

    07. November 2013 um 18:43

    Die vierzehnjährige Lina spricht nicht mehr, misstraut allen und zieht sich vollkommen in sich selber zurück – als ihr Zwillingsbruder Jan spurlos verschwindet, haut sie ab von zu Hause. Von der Polizei aufgegriffen, bekommt sie Schreianfälle, als ihre Mutter sie aus der Klinik holen möchte. Also wird beschlossen, dass sie erst mal zu einem Paar, das sich um problematische Jugendliche kümmert, kommt. Aber auch diese kommen nicht an Lina heran… Nick, im gleichen Alter und verwandt mit dem Ehepaar, verbringt seine Ferien dort und wird gebeten, sich um das verstörte Mädchen zu kümmern. Er beginnt bald zu ahnen, dass er vor einem großen und entsetzlichen Geheimnis steht – und er findet auch heraus, was passiert ist. Eine bewegende Geschichte über die Verarbeitung eines Traumas, die fesselt, erschüttert und lange nachhallt –,  dieser Satz aus dem Klappentext trifft es nicht ganz. Das Thema wurde von vielen Autoren schon – da leider immer wieder aktuell – verarbeitet. Hier ist es auf Jugendliche ausgerichtet. Erwachsene, die wie ich schon sehr viel gelesen haben, ahnen bereits nach kurzer Zeit, um was es geht.  Die Sache mit der Geheimsprache nimmt sehr viel Raum ein – und jeder kann miträtseln, wenn er das denn nun möchte, solange, bis Nick hinter kommt, wie die Idioglossie von Lina aufgebaut ist…..mir persönlich war das zu viel und zu ausführlich. Leider hat mich das Buch nicht sonderlich berührt. Meine Phantasie reicht wohl nicht dazu aus, mir vorstellen zu können, dass ein Jugendlicher ein Trauma dieser Art „heilen“ kann nur durch sein Bemühen und sein „Da-Sein“. Zudem war mir der Schluss des Buches ein wenig zu dick aufgetragen. Übrigens – bereits nach einigen Seiten musste ich erst mal google bemühen- mich nerven Begriffe, die zwar nicht wichtig sind (aber woher soll ich das am Anfang eines Buches schon wissen?) und die ich nicht kenne. Nicht jeder kommt aus dem Ruhrgebietsraum und weiss, was pöhlen bedeuten soll…..

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