Sabine Martin Die Henkerin

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Inhaltsangabe zu „Die Henkerin“ von Sabine Martin

Esslingen, 1325: Melisande ist noch ein Kind, als ihre Familie in einem Hinterhalt brutal gemeuchelt wird. Dass sie überlebt, verdankt sie allein Raimund. Dem Henker. Er nimmt sie zu sich, gibt sie als seinen stummen Neffen aus, lehrt sie sogar sein Handwerk - das nicht nur entsetzliche Foltermethoden, sondern auch die Kunst des Heilens umfasst. Ihre verletzte Seele findet dennoch keine Ruhe, hat sie ihrer sterbenden Mutter doch eines versprochen: den Mörder zu finden und sie zu rächen.

Sehr starker Hauptcharakter

— harux3haru
harux3haru

Ein spannendes Buch. Kann ich empfehlen.

— Tudde
Tudde

Spannend geschrieben, gut recherchiert,macht Lust auf mehr, freue mich schon auf den zweiten Teil. empfehlenswert

— Gluehwuermchen7
Gluehwuermchen7

Eine spannende Verfolgungsjagd in der sich die Hauptperson als sehr schlau und mutig erweist. unbedingt lesenswert!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Der Klappentext nimmt dem Anfang leider die Spannung, danach geht es aber kurzweilig und abwechslungsreich weiter.

— Aleshanee
Aleshanee

Mein Einstieg in historische Romane. Spannend, kurzweilig, aber manchmal zu konstruiert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

unterhaltsam und spannend - was will man mehr?

— detlef_knut
detlef_knut

Unbedingte Leseempfehlung!

— Fannie
Fannie

In jeden Fall eine ausgesprochene Empfehlung für den Titel. Atmospährisch dicht und ungemein Spannung. Alles was sich der Leser wünscht.

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

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  • Leserunde zu "Henkersmarie" von Astrid Fritz

    Henkersmarie
    Astrid_Fritz

    Astrid_Fritz

    Leserunde zu meinem neuen historischen Roman „Henkersmarie“ Es ist so weit: Demnächst erscheint die „Henkersmarie“, mein neuer, fast 500 Seiten dicker Schicksalsroman, zu dem ich eine Leserunde starten möchte. Es geht darin um die junge Maria, die um 1540 als Henkerstochter in einer schäbigen Rothenburger Gasse heranwächst. Nur allzu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird – gelten Henker und ihre Familien doch als „Unehrliche“, mit denen man nicht in Berührung kommen soll. Als sie ihren Vater zum ersten Mal bei seinem „Handwerk“ erlebt, bleibt ihr das als grauenhaftes Ereignis in Erinnerung. Aber sie genießt auch viele Freiheiten: Sie lernt wie ihre Brüder Lesen und Schreiben, und wenn ihr Vater von der Heilkunde erzählt, auf die er sich wie jeder Henker seiner Zeit versteht, ist sie sogar stolz auf ihn. Doch dann, als sie achtzehn ist, die Schreckensnachricht: Sie soll Caspar, den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers, heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht? Zu dieser gemeinsamen Leserunde, für die der Rowohlt Verlag 20 Freiexemplare zur Verfügung stellt, möchte ich euch ganz herzlich einladen. Bewerbt euch einfach bis Samstag, den 30. Mai 2015, um ein Leseexemplar und beantwortet mir dabei bitte die folgende Frage: Was für ein Bild habt ihr vor Augen, wenn ihr an die Figur des Henkers zum Ende des Mittelalters denkt? Bei mehr als 20 Teilnehmern werde ich die Freiexemplare am Tag nach der Anmeldefrist verlosen, die Gewinner bekommen von mir umgehend Bescheid. Auch wer leer ausgehen sollte, ist ganz herzlich eingeladen mitzumachen! Und wenn der Buchversand zügig klappt, können wir um den 10. Juni mit Lesen loslegen! Und wer jetzt schon mal reinschmökern möchte: Hier der Link zur Leseprobe. Mehr Informationen zu meinen Büchern und meiner Vita findet ihr übrigens im Internet unter www.astrid-fritz.de Ich freu mich schon sehr auf den Austausch mit euch! Herzlichst und bis bald Astrid Fritz PS: Wollen wir uns wieder, wie bei der letzten Leserunde, alle duzen?

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  • Leserunde zu "Die Ratsherrentochter" von Petra Waldherr

    Die Ratsherrentochter
    PetraWaldherr

    PetraWaldherr

    Liebe LovelyBooks - LeserInnen, mit dieser Leserunde möchte ich meinen historischen Roman `Die Ratsherrentochter - Die Freibitte des Wymphener Henkers` vorstellen und euch ganz herzlich zum Mitlesen einladen. Sehr gern nehme ich euch mit ins Jahr 1523 und dort werden wir dann Anna und allen anderen Charakteren einen Besuch abstatten. Für diese Reise in die Vergangenheit stellt der Gmeiner-Verlag 25 Bücher zur Verfügung. Bewerbt euch bis einschließlich 15. August 2014 um ein Leseexemplar und schreibt bitte auch kurz, warum ihr teilnehmen möchtet! Danach werde ich die Gewinner ziehen und veröffentlichen. Der Buchversand erfolgt über den Gmeiner-Verlag. Alle anderen, die das Buch bereits kennen und/oder ein Exemplar ihr Eigen nennen, dürfen sich natürlich ebenfalls beteiligen, mitlesen und Beiträge erstellen. Mit der Teilnahme erklärt ihr euch bereit, eine Rezension auf LovelyBooks und Amazon einzustellen.   ... und darum geht es:   LEBENDIGE  GESCHICHTE Bad Wimpfen -damals Wymphen-, im 16. Jahrhundert. Die junge Bürgerstochter Anna muss nach der erneuten Heirat der Mutter ihr Heimatdorf verlassen und in der ihr unbekannten Stadt Wymphen ein neues Leben beginnen. Wie neu und wie anders sich dieses jedoch noch gestalten wird, ist bei der Ankunft in Wymphen von niemandem absehbar. Die Gerüchte nämlich, dass der angesehene Bürger offensichtlich ein Auge auf seine hübsche Stieftochter geworfen hat, nutzt ein ehrgeiziges und aufstrebendes Mitglied des Jungen Rates, um eine hinterhältige Intrige zu spinnen. Wenig später wird Annas Stiefvater ermordet und die unschuldige Anna deswegen angeklagt. Nun bleibt ihr nur noch eine Möglichkeit. Getrieben von dem Willen, zu leben, nimmt sie die Freibitte ihres Henkers an und geht die Ehe mit ihm ein, Fortan fristet sie ihr Leben am Rande der Gesellschaft und kann sich nur schwer in ihr neues Leben fügen. Doch selbst wenn es Anna gelingen sollte, den wahren Mörder zu entlarven ... werden die Wymphener Bürger sie, das Weib eines Henkers, wieder in ihre Kreise aufnehmen?   Mehr über mich: https://www.facebook.com/pages/Petra-Waldherr/1407665139501427?ref=hl   http://www.amazon.de/Petra-Waldherr/e/B00IGZ19J2/ref=ntt_athr_dp_pel_1   http://www.gmeiner-verlag.de/autoren/autor/502-petra-waldherr.html   Blick ins Buch: http://www.amazon.de/Die-Ratsherrentochter-Petra-Waldherr/dp/3839215021   Ich freue mich schon auf eure Bewerbungen!   Herzliche Grüße Petra Waldherr

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    Favole-Luna

    Favole-Luna

    Melisande Wilhelmis ist 13 Jahre alt, als sie miterleben muss wie ihre gesamte Familie brutal ermordet wird. Ausgeführt wird der Hinterhalt von Ottmar de Bruce, mit dem die Familie Wilhelmis seit langen im Streit lebt. Melisande überlebt wie durch ein Wunder und fällt dem gutmütigen Henker Raimund in die Hände, dieser nimmt sie bei sich auf. Die junge Frau schwört sich nicht eher zu ruhen bis ihre Familie gerächt ist. Der Henker gibt Melisande ab sofort als seinen stummen Neffen aus und lehrt sie sein Handwerk als Henker. Nach einigen Jahren erleidet Raimund einen Schlaganfall und Melisande ist gezwungen seine Aufgaben zu übernehmen, sie hat sich mittlerweile an ihre Rolle als stummer Henker Melchior gewöhnt, hat jedoch ihren Wunsch nach Rache nicht aufgegeben. Nach einer Hinrichtung bittet de Bruce darum von dem stummen Henker in der Kunst des Tötens unterrichtet zu werden. Melisandes Rache scheint nahe... „Die Henkerin“ ist der neue Roman eines vielversprechenden Autorengespanns. Auch wenn die Handlung einige logische Fehler aufweist, ist die Geschichte spannend und fesselnd erzählt. Die Charaktere sind ausgereift und gut durchdacht und auch die Welt des 14. Jahrhundert wird ausdrucksstark und anschaulich wiedergegeben. Dem Einem mögen vielleicht die blutigen Szenen, die das Handwerk des Henkers, beschreiben zu extrem sein, jedoch sind sie für einen Roman mit diesem Thema sehr gelungen. Alles in allem ein unterhaltsames und lesenswertes Buch, dessen Fortsetzung vielleicht einwenig besser durchdacht wird und noch offene Fragen beantwortet!

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    • 2
  • Ein Buch mit Geschichte..

    Die Henkerin
    Sophies-Buecherwelt

    Sophies-Buecherwelt

    19. November 2013 um 19:14

    Inhalt: Esslingen, 1325: Nachdem ihre Familie, durch einen Hinterhalt von Graf de Bruce kaltblütig ermordet wurde flieht die junge  Melisande Wilhelmis in den Wald. Dass sie überlebt, verdankt sie allein  Raimund. Dem Henker. Er nimmt sie zu sich, gibt sie als seinen stummen Neffen aus, lehrt sie sogar sein Handwerk. Dennoch findet Melisandes verletzte Seele keine Ruhe, hat sie ihrer sterbenden Mutter doch eins versprochen: sie zu rächen. Durch den Hass zu de Bruce wird sie immer unvorsichtiger. Und dann passiert das Unglück. Melisand muss fliehen. Wird ihre Flucht gelingen? Wird sie es schaffen ihre Familie zu rächen oder wird sie von de Bruce geschnappt? Und welche Rolle spielt der der gutaussehenden Wendel? Sie ist klug und mutig – und von einem Gedanken getrieben: Rache!   Bewertung: Der Titel die Henkerin hat mich zuerst ein bisschen abgeschreckt, denn unter diesem Titel befürchtet man das schlimmste. Doch so ist es nicht. Auch wenn Melisande eine Henkerin ist bewahrt sich trotzdem ihr gutes Herz, ihr Mitgefühl und ihren Mut. Das hat mich sehr beeindruckt an dem Buch, dass auch wenn es auch um so ein schlimmes Thema geht es trotzdem einfühlsam und einfach nur toll ist. Außerdem ist es ein sehr gut geschriebener, spannender Roman, der von der ersten Seite bis zum Schluss fesselt. Es tauchen neben Melisande auch eine Menge anderer, interessanter Charaktere auf, einige davon machen ihr das Leben wahrhaft schwer... Böse Intrigen werden gewoben, vieles läuft ganz anders als geplant. Mir hat nichts gefehlt, ich fand es nur schade, dass diese Geschichte so schnell gelesen war. Und ich freue mich schon darüber die Fortsetzung zu lesen.

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  • Rezension zu "Die Henkerin"

    Die Henkerin
    Aleshanee

    Aleshanee

    24. August 2013 um 20:05

    Klappentext Esslingen, 1325: Melisande ist noch ein Kind, als ihre Familie in einem Hinterhalt brutal gemeuchelt wird. Dass sie überlebt, verdankt sie allein Raimund. Dem Henker. Er nimmt sie zu sich, gibt sie als seinen stummen Neffen aus, lehrt sie sogar sein Handwerk - das nicht nur entsetzliche Foltermethoden, sondern auch die Kunst des Heilens umfasst. Ihre verletzte Seele findet dennoch keine Ruhe, hat sie ihrer sterbenden Mutter doch eines versprochen: den Mörder zu finden und sie zu rächen. Meine Meinung Ich lese immer den Klappentext, um einen Eindruck zu bekommen, ob mich die Geschichte interessiert – hier ist es ein kurzer Klappentext, aber er verrät mir trotzdem zu viel. Dadurch hat sich der Anfang für mich viel zu lange hingezogen, da ich ja schon wusste, dass Melisande zur Ausbildung bei Raimund, dem Henker landet. Wäre das in den ersten 30 Seiten abgehandelt worden, gut, aber es hat schließlich bis Seite 130 gedauert, bis es mit der „Handlung danach“ losging. Das hat mir komplett die Spannung genommen, die in dem Überfall von de Bruce und der Flucht von Melisande aufgekommen wäre. Nach einem Zeitsprung von 5 Jahren, Melisande ist jetzt 18 Jahre alt, übt sie als „Melchior“ den Beruf des Henkers aus. Ihr Ziehvater Raimund ist nach einem Schlaganfall ans Bett gefesselt und Melisande kümmert sich liebevoll um ihn. Die Rachepläne und den Schwur, den sie ihrer Mutter gegeben hat, hat sie natürlich nicht vergessen und das Schicksal treibt ihr de Bruce direkt in die Arme. Aber so leicht kommt sie an ihn nicht heran und schon bald steht sie vor einer schwierigen Entscheidung, die sie entweder selbst vor den Henker bringt oder mit der sie ihrer Heimat den Rücken kehren muss. Der Schreibstil ist nicht so flüssig, da sich die Sichtweise immer wieder ändert. Normalerweise habe ich nichts dagegen, dass aus der Wahrnehmung verschiedener Protagonisten geschrieben wird, allerdings sind die Absätze sehr kurz gehalten, so dass man ständig die Perspektive wechselt. Etwas längere Abschnitte der Hauptfiguren wären schön gewesen. Melisande ist eine mutige und tapfere junge Frau, die sich durch ihr schlimmes Schicksal nicht unterkriegen ließ. Trotzdem sie in die raue Welt des Henkers gerutscht ist, bewahrt sie sich immer noch ihre Kindheitsträume und natürlich das Versprechen, den grausamen Überfall auf ihre Familie mit dem Tod de Bruce zu rächen. Der Henker Raimund ist ihr ein fürsorglicher Ziehvater – sein Beruf stand in seiner Erwähnung immer im Hintergrund – es ist auch irgendwie schwierig, sich einen folternden Scharfrichter als liebevollen Menschen vorzustellen. Den „Henker“ konnte ich ihm nicht wirklich abnehmen, da er mir zu sanft und „zart besaitet“ war. Der Bösewicht De Bruce ist, wie er sein soll, böse. Deshalb gefällt mir der kleine Kurzauftritt seiner Frau Othilia so gut *g* (kurz nach der Hochzeit) Insgesamt sind die Charaktere relativ stereotyp, trotz allem sympathisch. Die Handlung an sich gefällt mir sehr gut, ist abwechslungsreich, obwohl man schon bald ahnt, wie alles enden wird. Melisande werden immer wieder Steine in den Weg gelegt, die manchmal etwas konstruiert sind. Ein solider, unterhaltender Roman aus dem Deutschland des 14. Jahrhunderts.

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    detlef_knut

    detlef_knut

    23. November 2012 um 13:15

    Die de Bruce, eine Adelsfamilie, und die Wilhelmis, eine Kaufmannsfamilie, sind erzverfeindet seit vielen Jahrzehnten. Als der Sohn von Ottmar de Bruce getötet wird, kann der nicht mehr an sich halten und schwört sich, alle Wilhelmis ohne Ansehen von Alter und Geschlecht zu töten. Das gelingt ihm. Bis auf die zehnjährige Melisande. Zwischen all den Toten hatte jemand das kleine Mädchen in die Büsche gezerrt und vor den Häschern von de Bruce in Sicherheit gebracht. Weil diese das Kind gar nicht bemerkt hatten, berichteten sie stolz ihrem Herrn von der gesamten Ausrottung der Kaufmannsfamilie. Ottmar de Bruce aber bleibt skeptisch, ohne genau zu wissen, warum. Vielleicht nur, weil er nicht dabei war? Melisande wurde von Raimund, dem Henker von Esslingen, gerettet. Um sie weiterhin zu schützen, gibt er sie in der Stadt als seinen stummen Neffen aus und lehrt ihr das Henkershandwerk. Fünf Jahre später den Henker unverhofft der Schlag. Schneller als gedacht muss Melisande in seine Fußstapfen als Henker treten. Den Ratsherren gefällt das zwar nicht, aber da Not am Manne ist und sie wissen, dass Melchior (alias Melisande) eine sehr gute Ausbildung genoss, lassen sie ihn zunächst wirken. Melisande, die sich nach der Hinmetzelung ihrer Familie geschworen hatte, Ottmar de Bruce ebenfalls zu richten, wird zufällig von diesem beauftragt, ihm das Köpfen mit dem Schwert beizubringen. Melchiors Perfektion in diesem Bereich haben sich trotz seiner Jugend bereits herumgesprochen. Melisande sieht dies als ihre Chance, ihre Rache wahr werden zu lassen. Der im 14. Jahrhundert spielende Roman von dem Autorenpaar Sabine Klewe und Martin Conrad (Pseudonym: Sabine Martin) ist Unterhaltung und Spannung pur. Dem Genre des historischen Romans entsprechend werden Bilder in die Köpfe der Leser projiziert, die das Mittelalter lebendig werden lassen. Dafür haben die Autoren eine Sprache, einen Stil gefunden, der mit besonders unverbrauchten Vergleichen die Bilder entstehen lässt. Sie bleiben umso besser im Kopf hängen und sind immer wieder abrufbar. Beispielsweise, wenn es um die Schmerzen eines gewaltsam gebrochenen Fußes geht oder die süße Erinneruing an eine Kindheit, in der die Bachläufe der Gegend in Stauseen verwandelt wurden. Geschickt wurden die einzelnen Figuren in individuelle Handlungen verstrickt, sodass als Leser viele spannende Nebenhandlungen zu bewältigen sind, bevor „des Pudels Kern“ aufgedeckt wird. Es sind abenteuerliche Nebenhandlungen, die das Salz eines historischen Romans bilden. Wer das Buch mit Spannung liest, wird anschließend ebenso gespannt auf „Die Tränen der Henkerin“ warten, was für Frühjahr 2013 angekündigt ist. © Detlef Knut, Düsseldorf 2012

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  • Leserunde zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    SabineMartin

    SabineMartin


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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    Fannie

    Fannie

    05. August 2012 um 19:00

    Spannend, grausam, packend: Tod und Qual im Mittelalter Melisande Wilhelmis, ein junges Mädchen und die Tochter eines Kaufmanns, verliert ihre gesamte Familie bei einem blutrünstigen Überfall durch den Grafen Ottmar de Bruce, der ein wahres Scheusal ist und einen grausamen Plan hegt: Die Familie Wilhelmis vollständig zu vernichten! Melisande überlebt dank der beherzten Hilfe des Henkers Raimund Magnus knapp. Der gibt sie, um sie vor de Bruce und seinen Männern zu schützen, als seinen stummen Neffen Melchior aus und lehrt Melisande das Handwerk des Henkers. Bald schon ist sie die Scharfrichterin der Stadt Esslingen, doch nur ihr Ziehvater Raimund weiß um ihr Geheimnis. Melisande unterdessen tut tagtäglich ihre Pflicht als Henkerin, während sie den Tag herbeisehnt, an dem sie den Tod ihrer Familie sühnen wird… Mit “Die Henkerin” hat das Autoren-Duo Sabine Klewe und Martin Conrath, das unter dem Pseudonym ”Sabine Martin” schreibt, einen packenden Mittelalter-Thriller geschaffen, in dem die Beiden der Leserschaft kaum Zeit zum Luftholen geben. Die Geschichte um die mutige Titelheldin Melisande ist turbulent, spannend und mitunter sehr, sehr grausam. Die Autoren schonen die Leser-Nerven nicht, sondern beschreiben mit viel Atmosphäre die Qualen der Folter, die dazugehörigen grausamen Techniken und blutige Morde. Schauplatz des historischen Romans ist Baden-Württemberg im 14. Jahrhundert. Neben dem fesselnden Plot machen spannende Einblicke über das damalige Leben, das für die meisten Menschen von zahlreichen Entbehrungen geprägt war, und den Beruf des Henkers, der ja als unehrlich galt und dem die Menschen mit Abscheu und Angst begegneten, “Die Henkerin” zu einer abenteuerlichen Lektüre, die einem des Öfteren wohlige Gruselschauer über den Rücken jagt.

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    Nefertari35

    Nefertari35

    05. August 2012 um 18:48

    Die Henkerin - Sabine Martin Kurze Inhaltsangabe: Wir befinden uns im Jahr 1325 in Esslingen. Melisande und ihre Familie sind gerade mit einigen Bewaffneten zu einer Feier unterwegs, als es zu einem brutalen Überfall kommt. Melisane, die mit ansehen muß, wie man ihrer Mutter das ungeborene Kind aus dem Leib reißt und dieses an einen Baum nagelt und wie alle ihre Verwandten getötet werden, ist die einzige Überlebende. Sie sieht den Mörder und will in am liebsten sofort töten, aber bevor sie ihr Versteck verlassen kann, wird sie von unbekannter Hand gerettet. Ein Mann hält ihr den Mund zu und trägt sie vom Ort des Schreckens weg und in Sicherheit. Schließlich stellt sich heraus, das der Henker von Esslingen sie gerettet hat. Er nimmt sie bei sich auf und verwandelt das junge Mädchen in seinen stummen Neffen, der bei ihm das Henkershandwerk erlernt. Einige Jahre später, trifft den Henker Raimund der Schlag und er ist fortan auf die Pflege Melisandes angwiesen, die auch die Henkersgeschäfte der Stadt Esslingen übernimmt und sehr gut ausführt. Sie foltert, tötet und richtet die Menschen, aber immer darauf bedacht, nicht als Adelstochter entlarvt zu werden. Eines Tages trifft Melisande wieder auf ihren damaligen Peiniger Ottmar de Bruce, der im ganzen Land gefürchtet wird. Melisande köpft die Totgeweihten auf einzigartige Weise und das will de Bruce erlernen. Melisande hofft auf Rache und läßt sich darauf ein. Wird Melisande ihre Rache bekommen oder wird sie gar entlarvt? Was ist, wenn sie sich verliebt? Kann sie die Henkerkluft so einfach ablegen und wieder das adelige und vor allem untadelige Mädchen sein? Schreibstil: Das Buch führt uns in ein Esslingen des Mittelalters, in dem Frauen nur zum Kinderkriegen und zum arbeiten da waren, die höhergestellten Damen vielleicht noch zum Sticken. Eine eigene Meinung durften sie nicht haben. Melisande, die schon als Kind eher rebellisch war, läßt sich so leicht nicht ins Bockshorn jagen und lebt als Mann in einer erzkonservativen Stadt, Wenn man sie entdeckt hätte, wäre sie das nächste Opfer auf dem Henkersblock gewesen. Das Autorenduo bringt diese Stimmung auf jeder Seite sehr gut rüber und die Geschehnisse sind authentisch beschrieben. Man glaubt wirklich, die Lebensgeschichte einer jungen Frau zur damaligen Zeit zu lesen und ist immer mitten im geschen mit drin! Der Schreibstil ist spannend und meist flüssig, die historischen Daten gut belegbar und die Charaktere detailliert beschrieben. Melisande hat auch ihre Macken, was sie umso glaubwürdiger macht. Eigene Meinung: Ich fand das Buch super! Ich habe ja schon sehr viele historische Romane gelesen und bin da sehr verwöhnt, aber dieses Buch hat alle meine Ansprüche erfüllt und oft sogar noch mehr. Ich habe mitgelacht, mitgelitten und mitgeweint. Ich habe die Angst, aber auch den Zorn, die Wut und die Liebe gespürt. Ich kann das Buch jedem Liebhaber historischer Romane, aber auch Anfängern in diesem Genre, wärmstens empfehlen. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich gebe fünf Sterne!

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    conneling

    conneling

    29. July 2012 um 22:45

    Esslingen im Jahr 1325, Melisande überlebt einen Anschlag auf ihre Familie, eine wohlhabende Kaufmannsfamilie, bei dem alle Mitglieder ihrer Familie getötet werden. Sie hat Glück, Raimund, der Henker der Stadt Esslingen hilft ihr und sie kommt im Haus des städtischen Henkers unter. Melisande muss sich ab sofort als Melchior ausgeben, den Neffen des Henkers Raimund, und sie tritt später auch die Nachfolge von Raimund an. Niemand darf wissen, dass Melisande noch lebt, der Mörder ihrer Familie sucht noch immer nach ihr. Die Henkerin ist ein historischer Roman, der mich sehr begeistert hat, allerdings auch nichts für schwache Nerven. Melisande entkommt immer wieder nur sehr knapp und muss sich einigen Gefahren stellen und auch die verschiedenen Folter- und Tötungsmethoden eines Henkers zu dieser Zeit werden ausführlich beschrieben. Der Stil ist leicht zu lesen und es bleibt während dem ganzen Buch spannend , die Protagonisten ist sehr gut gewählt und beschrieben, eine Frau als Henkerin höchst ungewöhnlich. Allerdings muss man während der Lektüre gut aufpassen, es gibt einige Handlungsstränge. Eine empfehlenswerte Lektüre, aber nichts für schwache Nerven und nebenbei.

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    Jayzed

    Jayzed

    29. July 2012 um 12:43

    INHALT Esslingen, 1325: Melisande ist noch ein Kind, als ihre Familie in einem Hinterhalt brutal gemeuchelt wird. Dass sie überlebt, verdankt sie allein Raimund. Dem Henker. Er nimmt sie zu sich, gibt sie als seinen stummen Neffen aus, lehrt sie sogar sein Handwerk - das nicht nur entsetzliche Foltermethoden, sondern auch die Kunst des Heilens umfasst. Ihre verletzte Seele findet dennoch keine Ruhe, hat sie ihrer sterbenden Mutter doch eines versprochen: den Mörder zu finden und sie zu rächen. ---------- MEINUNG Schon als Kind muss Melisande lernen, mit Schmerz und Trauer umzugehen, denn bei einem brutalen Hinterhalt verliert sie ihre gesamte geliebte Familie. Doch sie schwört ihrer im sterben liegenden Mutter und sich selbst Rache! Dass sie selbst überhaupt überlebt, verdankt sie dem Henker Raimund, der sie nicht nur vor dem Mörder ihrer Familie rettet, sondern sie auch als seinen angeblichen Neffen bei sich aufnimmt. Er lehrt sie sein Handwerk und als Raimund krank wird, ist aus Melisande Melchior, der Henker von Esslingen geworden. Ich stelle mir diese Aufgabe und auch das Handwerk selbst sowohl psychisch als auch physisch sehr schwer für eine Frau vor. Melisande muss eine wirklich aussergewöhnliche und sehr starke junge Frau sein!! Auf ihrem Weg kreuzt sich ihr Schicksal mit dem von Wendel Füger, einem jungen Mann, der unschuldig zum Tode verurteilt wird und durch ihre Hand gerichtet werden soll. Doch kann sie mit dieser später einkehrenden Gewissheit umgehen und trotzdem ihrer Pflicht nachgehen? Und was ist mit ihrem Versprechen, den Mörder ihrer Familie durch ihre Hand sterben zu lassen? Bis auf wenige Längen war das Buch durchweg spannend und interessant zu lesen. Ich bin lediglich noch über ein paar Stellen im Buch gestolpert, die mir sehr unrealistisch erschienen, aber das hat das Lesevergnügen nicht zu sehr beeinträchtigt. ---------- FAZIT Ich kann diesen wirklich spannenden, historischen Roman, der von einer aussergewöhnlichen jungen Frau und ihrem nicht sehr leichten Schicksal handelt, auf jeden Fall empfehlen!

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    Raka

    Raka

    27. July 2012 um 10:17

    Jeder kennt die Geschichten, die sich um die Henker des Mittelalters ranken. Viele berühmte Persönlichkeiten, wie Klaus Störtebeker, wurden von Henkern getötet. Doch dieses Buch zeigt eine ganz andere Facette des Henkersberufes. Die Geschichte dreht sich um Melisande, ein junges Mädchen, das mit seiner Familie von einer Hochzeit nach Esslingen zurückkehrt. Dabei werden sie aber von den Männern des Grafen De Bruce überfallen und grausam getötet. Nur Melisande gelingt die Fluchte, denn ihr kommt der Esslinger Henker zu Hilfe. Er versteckt sie in einer Höhle und schützt sie so vor dem Grafen, der Rache für seinen im Zweikampf getöteten Sohn nehmen will. Der Henker nimmt Melisande als Melchior, seinen angeblichen Neffen, bei sich auf und lehrt sie sein Handwerk. Als er schließlich krank wird übernimmt Melisande seinen Posten und wird zum Henker Esslingens. Dabei denkt sie immer an ihre Rache, denn sie hat ihrer Mutter kurz vor ihrem Tod geschworen, dass sie De Bruce töten wird. Dabei ist ihr Schicksal eng mit dem von Wendel Füger, einem Karcher, verbunden, der wegen De Bruce unschuldig im Kerker sitzt und gefoltert wird. Ein gelungenes Buch, das seine Spannung nicht beim Lesen verliert und durch immer neue Wendungen Spannung aufbaut.

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    Pennelo

    Pennelo

    25. July 2012 um 22:45

    Inhalt: Esslingen, 1325: Melisande ist noch ein Kind, als ihre Familie in einem Hinterhalt brutal gemeuchelt wird. Dass sie überlebt, verdankt sie allein Raimund. Dem Henker. Er nimmt sie zu sich, gibt sie als seinen stummen Neffen aus, lehrt sie sogar sein Handwerk – das nicht nur entsetzliche Foltermethoden, sondern auch die Kunst des Heilens umfasst. Ihre verletzte Seele findet dennoch keine Ruhe, hat sie ihrer sterbenden Mutter doch eines versprochen: den Mörder zu finden und sie zu rächen. Meine Meinung: Ich war vom ersten Moment an voll in der Geschichte drin. Es ist tragisch, wie berichtet wird, wie die Familie Wilhelmis Opfer dieses heimtückischen Hinterhaltes wird. Schlimm wie alle Familienmitglieder sterben müssen. Doch umso erleichterter ist man, dass Melisande flüchten bzw gerettet werden kann. Es ist einfach der Geschichte zu folgen. Die großen Kapitel sind dann auch immer wesentliche Veränderungen in der Geschichte. Doch es gibt immer wieder kleine Absätze, die die Sichtweise wechseln. Mal liest man aus der Perspektive von de Bruce, mal aus der von Melisande, mal aus der des später gelähmten Raimunds. Und immer wieder ist dieser Blickwinkel spannend und wichtig. Der Schreibstil ist flüssig, der Zeit angepasst aber nicht zu, nennen wir es “verstaubt”. Bei den sehr genau beschriebenen Folterszenen gruselte es mich dann schon ab und an, aber nicht so, dass ich sage es war absolut eklig. Melisande ist ein Charakter, mit dem man sich gut identifizieren kann. Sie ist noch sehr jung und unerfahren und man glaubt ihr eigentlich jede ihrer Taten aufs Wort.. um es mal so zu sagen. Ihre Wandelbarkeit ist erstaunlich und ihr Geschick faszinierend. Es scheint Schicksal dass es so gekommen ist wie es kommt. Ich kann jedem Fan von gut recherchierten Historischen Romanen “Die Henkerin” nur ans Herz legen. Mir persönlich war es bisher gar nicht so klar, was für ein Leben ein Henker doch gehabt haben muss, immer ausgegrenzt und verschrien als “Unglücksbringer”. Dieser Roman hat mir das auf sehr schöne Art klargemacht. Fazit: Volle Punktzahl. Macht Spaß zu lesen und ich kann es wirklich nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    25. July 2012 um 22:07

    Immer wieder ein spannendes Thema in historischen Romanen: Frauen, die in die Rolle von Männern schlüpfen, um Berufe auszuüben, die ihnen nicht erlaubt sind, sei es nun die Rolle einer Ärztin, eine Päpstin oder hier gar die Ausübung des Berufs eines Henkers. Ich als begeisterte Leserin historischer Romane, war schon sehr gespannt, wie das alles vonstatten gehen sollte, damals im finsteren Mittelalter. Bücher, die mit dem Beruf des Henkers eng verknüpft sind, oder in denen der Beruf des Henkers die tragende Rolle spielte, hatte ich schon einige gelesen, doch noch nie war mir dort eine Henkerin begegnet. Und so begann meine spannende Lesereise zurück ins tiefste Mittelalter, in den Süden Deutschlands, wenn auch nur im Geiste, bei der ich Melisande, die Henkerin kennenlernen durfte... Das Cover: Ein sehr dunkles Blau ist die Grundfarbe des Buches. Und bei genauem Hinsehen entdeckt man eine Lederoptik mit geprägten Ornamenten (zumindest wirkt das Muster so auf mich).Doch am meisten ins Auge fällt mir sofort der Buchtitel: helle altertümlich verschnörkelte Buchstaben, die dadurch zusätzlich auffallen, dass sie erhaben sind und glänzen, im Gegensatz zum matten Hintergrund. Ebenfalls auffallend ist die glänzende rote Haarsträhne, welche in einer schwungvollen Welle endet. Alles wirkt sehr harmonisch aufeinander abgestimmt, sowohl farblich, als auch von der übrigen Optik her. Die Handlung: Man schreibt das Jahr 1325. Die 13jährige Melisande wächst wohlbehütet als Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns in der Stadt Esslingen auf. Eines Tages, die Familie ist gerade auf der Rückreise von einer Hochzeitsfeier, geraten die Familie und ihre Begleiter in einen Hinterhalt. Melisandes Vater, ihr älterer Bruder, die schwangere Mutter und die kleine Schwester werden auf brutalste Art und Weise umgebracht. Doch Melisande gelingt die Flucht. Ein Mann kommt ihr unerwartet zu Hilfe, versteckt das Mädchen und rettet ihr dadurch das Leben. Es ist Raimund, der Henker der Stadt Esslingen, der Melisande errettet hat und sie bei sich aufnimmt. Und Melisande ist fortan Melchior, Raimunds Neffe. Und so erlernt sie sogar das Handwerk eines Henkers und findet in Raimund einen väterlichen Freund. Doch niemand darf wissen, dass das Mädchen noch am Leben ist, ansonsten wäre Melisande in Lebensgefahr, denn der Mörder ihrer Familie sucht noch immer nach ihr. Und Melisande wiederum schwört tödliche Rache am Mörder ihrer Familie... Meine Meinung: Ich finde Martin Conrath und Sabine Klewe, die diesen Roman unter dem Pseudonym Sabine Martin veröffentlicht haben, ist mit diesem Buch ein kleines Meisterwerk gelungen, mit dem sie sich vor den etablierten Autoren historischer Romane keinesfalls verstecken müssen. Sehr schön finde ich die alte Karte von Esslingen und der Umgebung, die man auf einer der ersten Buchseiten findet. Damit kann man sich als Leser seine Vorstellungen machen bezüglich Entfernung und Lage der einzelnen Schauplätze. Allerdings hätte ich mir auf der leeren Seite neben dieser Karte noch eine weitere gewünscht, nämlich die der mittelalterlichen Stadt Esslingen. Den indischen Spruch der dem eigentlichen Buch vorangestellt ist, finde ich zum einen sehr schön, zum anderen passt er aber auch perfekt zum Inhalt, wie man während und nach dem Lesen des Romans feststellen dürfte. Positiv finde ich auch das Glossar am Ende des Buches, das Begriffe aus dem Mittelalter erklärt, so z.B. die Bezeichnung für Kleidungsstücke, Berufe, Wegstrecken, und noch vieles mehr. Selbst ich als Leserin historischer Romane, habe noch einiges erfahren, was mir neu war. Der Schreibstil gefällt mir ebenfalls sehr gut. Alles ist leicht verständlich, es gibt im Buch keinerlei Längen, z.B. durch ausführlichste Beschreibungen historischer Begebenheiten. Ich muss wirklich sagen, dass mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite hervorragend unterhalten hat. Nicht eine Sekunde kam beim Lesen bei mir auch nur ein Funken an Langeweile auf. Insofern kann man diesen Roman auch Lesern empfehlen, die bislang noch kein Buch aus diesem Genre gelesen haben, sich aber einmal an dieses Thema heranwagen möchten. Allerdings muss ich eines noch erwähnen: für zart besaitete Gemüter ist das Buch nur bedingt zu empfehlen, denn es gibt zuweilen sehr blutige und brutale Szenen, was aber schon die Thematik des Buches mit sich bringt. Allerdings finde ich diese Schilderungen in einem historischen Roman vollkommen legitim, denn so war das Leben im Mittelalter eben und dies darf, bzw. kann dem Leser in diesem Fall durchaus auch so übermittelt werden. Ich kann nicht anders und MUSS diesem hervorragenden Buch die Höchstwertung geben.

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  • Rezension zu "Die Henkerin" von Sabine Martin

    Die Henkerin
    dschungelpflanze

    dschungelpflanze

    23. July 2012 um 11:45

    Die Geschichte um die junge Melisande, die nach der Tötung ihrer Familie zum stummen Henkerslehrling wird und auf Rache sinnt, stellt an sich eine gute Grundlange für eine spannende Geschichte dar. Positiv fand ich die gelegentlichen "Ausflüge" die von den Praktiken und Lebensweisen der damaligen Zeit erzählten und dass die Geschichte sehr geradlinig vorwärts ging. Schade war allerdings, dass es gelegentlich so wirkte, als wäre die Person jemand aus der jetzigen Zeit, der/die sich versuchte in jemand von damals hineinzuversetzen. Tatsächlich gestört hat mich, dass die Figuren sehr schwarz-weiß gezeichnet waren, die Bösen waren wirklich böse, die guten wirklich gut. Meiner Meinung nach hätte es die Geschichte interessanter gemacht, wenn der „Hauptbösewicht“ jemand gewesen wäre, mit dem man sich hätte identifizieren können und wenn auch Melisande an sich selbst mehr Fehler entdeckt hätte (sie kam mir oft sehr selbstgerecht vor) oder Raimund seine Arbeit stärker in Frage gestellt hätte. Alles in allem gibt es deshalb von mir 3 Sterne.

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