Sabine Mehne Licht ohne Schatten

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Inhaltsangabe zu „Licht ohne Schatten“ von Sabine Mehne

Peng! Hinauskatapultiert in eine andere Dimension. Als die Schmerzen unerträglich werden, verlässt Sabine Mehne ihren Körper. Plötzlich sieht sie sich von oben im Krankenbett liegen, ist eingehüllt in ein heilsames Licht und fühlt sich grenzenlos frei. Doch niemand – und sie selbst am wenigsten – versteht, was mit ihr geschehen war. Nach ihrer Genesung führt sie eine Art Doppelleben, nach außen hin versucht sie zu funktionieren, ihre Rolle als Mutter von drei Kindern zu erfüllen. Doch insgeheim sehnt sie sich zurück in das allumfassende Licht – und lernt zwischen den Welten hin- und herzuwechseln. Sabine Mehnes Bericht über ihre Nahtoderfahrungen ist eindringlich und leicht zugleich. Mit Poesie und frischem Humor nähert sie sich den existenziellen Fragen nach Leben und Tod.

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  • Die Verarbeitung einer Nahtoderfahrung

    Licht ohne Schatten
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. May 2013 um 15:44

      „Verwirrung. Erkenntnis. Vertiefung. Innerer Friede“.   Das sind die Entwicklungsstationen, die den Zeitraum von 1996 bis 2012 im Buch umfassen. Innere Stationen, die Sabine Mehne reflektiert und sehr persönlich, erzählt. Stationen der Verarbeitung der Grenzerfahrung des Todes.   Durchaus bereits seit Jahrzehnten ist dieses Phänomen breit dargestellt, in  den letzten Jahren hat  Piet van Lommel dies zu seinem Schwerpunkt gestaltet und umfassende Literatur zum Thema verfasst. Doch von allen diesen Betrachtungen hebt sich dieses Buch doch ab, denn Sabine Mehne erzählt durchweg von sich, „aus erster Hand“. In einfacher, berichtender Sprache lässt sie den Leser teilhaben an dem, was passiert ist, wie das passiert ist und was das in den Jahren danach für sie selbst an innerer Kraft benötigte,   Wobei das Kerngeschehen im Übrigen einen durchaus hohen Wiedererkennungswert für jene Leser in sich trägt, die sich bereits mit mit anderen Schilderungen dieser Erfahrung auseinandergesetzt haben. Das „helle, warme Licht“, das Gefühl „schwerelos zu sein“.   Als es im Verlauf einer Krebserkrankung um Leben und Tod geht, der Körper dem Tode näher steht als dem Leben, erlebt Mehne, was allen Schilderungen über eine Nahtoderfahrung gleich ist, das „Verlassen des eigenen Körpers“. Ohne Angst oder Panik, mit Frieden in sich. Allein das ist ja schon erstaunlich (und alle, die sich mit diesem Erleben beschäftigen, weisen darauf hin), dass Nahtoderfahrungen an den verschiedensten Orten der Welt und in den verschiedensten Kulturen doch mit sehr, sehr ähnlichen Phänomenen einhergehen.   In diesem Buch aber geht es gar nicht in erster Linie um diese Momente zwischen Leben und Tod und die existentiellen Erlebnisse genau in diesem Moment. Viel eher nimmt Sabine Mehne den Leser mit hinein in die Bedeutung dieses Geschehens (und damit des Todes) für ihr eigenes Leben und die tiefen inneren Veränderungen, die sich im Lauf der Jahre ergaben.   Dass es sein kann, dass sie gesund wird, das Leben weitergeht, das aber dennoch (und ohne depressive Anwandlungen oder suizidale Tendenzen) eine große Sehnsucht bestehen bleibt. Hin zu diesem friedlichen Zustand, in dem sie mit sich ganz im Reinen war.   „Mein Wesen ist sichert verpackt“. In diesem Satz fasst sie zusammen, was der Tod an Emotion mit sich brachte. Eine innere Sicherheit, die so im „wahren Leben“ nur selten zu erreichen ist. Während der Lektüre beginnt der Leser zu verstehen, warum keine Angst vor dem Tod mehr im Raume steht, das sich der Blick auf den Tod und das Verhältnis zu eigenen Sterblichkeit bei Sabine Mehne so drastisch verändert hat. Und auch zu einem vertieften, traditionelle Dogmen und Haltungen überwindenden, persönlichen Glauben gefunden hat.   „Ich kenne genug christliche Menschen, die beten sich die Stimme aus dem Leib aber sie fangen nicht an, ihr Leben zu ordnen“. Diese „inner Ordnung“ ist es, welche  die Begrenztheit des Lebens fordert und was Sabine Mehne in der Todeserfahrung quasi „geschenkt“ wurde.   Sehr persönlich ist das Buch und das ist sicher nicht jedermanns Sache. Viel erfährt man aus dem Leben und der Biographie Sabine Mehnes, was man aber auch „am Rande der Lektüre“ wahrnehmen kann. Wichtig und emotional intensiv wird es da, wo Sabine Mehne über sich hinaus verweist und die allgemein existentiellen Fragen nach Tod und Leben, Festhalten und Loslassen, Angst und erlebter Freiheit ruhig und sicher schildert.   Ein gut zu lesendes Buch über eine der Grenzerfahrungen, die das menschliche Leben bereit hält und über eine Haltung zum Leben, die den Tod nicht mehr tabuisiert, nicht ausklammert, nicht mehr fürchtet, sondern als Teil des Lebens und Weg zu einem umfassenden, inneren Frieden in das eigene leben zu integrieren versteht. Als auch Kraft zur Liebe.

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  • Rezension zu "Licht ohne Schatten" von Sabine Mehne

    Licht ohne Schatten
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. February 2013 um 10:26

    Über das Thema Nahtoderfahrung gibt es eine Menge wenig ernsthafter, meist sehr stark esoterisch angehauchter Literatur. Der vorliegende persönliche Bericht der Physiotherapeutin und systemischen Familientherapeutin Sabine Mehne gehört nicht dazu, sondern ist, nicht nur wegen des Nachwortes des renommierten Wissenschaftlers Piet van Lommel, der ernsthafte und über viele Jahre reflektierte Bericht einer Frau, die nach einem Nahtoderlebnis wieder ins Leben zurückkam und sehr lange brauchte, bis sie diese dramatische Erfahrung verarbeitet und in ihr Leben integriert hatte. Als sie 1995 an Krebs erkrankt, erlebt sie während eines lebensbedrohlichen Zustandes eine Nahtoderfahrung. Sehr lange danach, nach einer Zeit intensivster Auseinandersetzung beschreibt sie in diesem sehr persönlichen und zutiefst spirituellen Buch die Phasen dieser Auseinandersetzung: * Die Zeit der Verwirrung: 1996 bis 1999 * Die Zeit der Erkenntnis: 1999 bis 2002 * Die Zeit der Vertiefung: 2003 bis 2007 * Die Zeit inneren Friedens: 2008 bis 2012 In einem Vortrag berichtet sie von einem Satz von Paul Watzlawick, der sie getroffen und all die Jahre begleitet hat: „Die so genannte mystische Erfahrung ist etwas gänzlich Unbeschreibliches. Schon das Etikett Mystik wird dieser Dimension von Erfahrungen nicht gerecht. Man tritt aus dem Gegebenen und Vorhanden völlig heraus und hat ein Erlebnis der Ruhe und Erfüllung und des Stimmens, das man nur nachträglich in die Sprache einer Ideologie oder Religion übersetzen kann. In diesem Augenblick, indem man beginnt, diese Erfahrung zu beschreiben, zu klassifizieren und zu begründen, hat man sie zerstört.“ Und dann sagt sie etwas, was man auch den Lesern dieses Buches ans Herz legen möchte: „Trotzdem meine Bitte: Seien Sie sich immer wieder bewusst, dass es eigentlich keine Worte dafür gibt, ich also auch nur so tue, als hätte ich die richtigen. Deshalb kann ich auch nicht behaupten, im Besitz der alleingültigen Wahrheit zu sein. Ich habe nur einen Teil der absoluten Ganzheit schauen dürfen, doch das war es, was mir auch die Kraft gab, meine Krankheit und deren Behandlung heil zu überstehen.“ Sabine Mehne hat einen intimen, schutzlosen und sehr offenherzigen Bericht geschrieben über eine Erfahrung, von der manche esoterisch angehauchte Menschen geradezu sehnsüchtig sprechen, die aber ein einschneidendes Erlebnis ist, das Jahre braucht um verarbeitet zu werden. Lange Jahre des Heimwehs, der Einsamkeit und der Traurigkeit. Dennoch: das Buch kann Menschen, die etwas Ähnliches erlebt haben helfen und uns anderen eine Hoffnung vermitteln von dem großen Frieden, der nach dem Tod auf uns wartet.

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