Sabine Meltor

 4,2 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Samu Haber, Heidi Klum und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sabine Meltor

Cover des Buches Samu Haber (ISBN: 9783981680133)

Samu Haber

(3)
Erschienen am 19.12.2014
Cover des Buches Heidi Klum (ISBN: 9783945794043)

Heidi Klum

(1)
Erschienen am 19.02.2015
Cover des Buches Helene Fischer (ISBN: 9783981680102)

Helene Fischer

(1)
Erschienen am 24.10.2014
Cover des Buches Kim Kardashian (ISBN: 9783954713769)

Kim Kardashian

(0)
Erschienen am 01.04.2015

Neue Rezensionen zu Sabine Meltor

Cover des Buches Helene Fischer (ISBN: 9783981680102)
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Rezension zu "Helene Fischer" von Sabine Meltor

Buchsucht_de
Von Sibirien an die Schlager-Spitze – ein journalistisches Porträt mit Lücken

Helene Fischer ist mit über 5 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten deutschen Schlagerstars überhaupt. Ihr Album „Farbenspiel“ zählt zu den meistverkauften Musikalben Deutschlands, „Atemlos durch die Nacht“ ist längst zum Dauerbrenner geworden, der weit über die Schlager-Welt hinaus bekannt ist. Sabine Meltors Biografie war 2014 das erste umfassende Buch über die Künstlerin, ein Versuch, hinter die mediale Fassade zu schauen und Helenes Werdegang nachzuzeichnen. Die Biografie folgt dem klassischen chronologischen Aufbau. Sie beginnt mit Helenes Geburt am 5. August 1984 in Sibirien als zweites Kind des russlanddeutschen Ehepaares Maria und Peter Fischer, beschreibt die Auswanderung der Familie nach Deutschland, die frühe Liebe zu Musical und Theater, die Ausbildung an der Stage & Musical School in Frankfurt zur staatlich anerkannten Musicaldarstellerin. Und dann den steilen Aufstieg: die Entdeckung während der Ausbildung, das „Hochzeitsfest der Volksmusik“, die ersten Erfolge im Schlagerbereich, die Hits, die Stadien, die Mega-Tourneen.

Was für mich der absolute Höhepunkt des Buches war: die Kapitel rund um Helenes Karriereaufstieg und die Mechanismen der deutschen Musikbranche. Sabine Meltor ist studierte Journalistin, und das merkt man am stärksten dort, wo sie ihr journalistisches Handwerk zeigen kann. Sie zeichnet nach, wie Helene Fischer entdeckt wurde, welche Stationen sie durchlief, welche Weichen wann gestellt wurden. Das sind genau die Hintergründe, die mich als Leserin am meisten interessiert haben. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Schlager-Industrie. Wer die Branche nur als Konsumentin von außen kennt, bekommt durch das Buch einen Eindruck davon, wie systematisch Karrieren aufgebaut werden, welche Rolle Manager, Plattenfirmen und TV-Auftritte spielen, wie sich eine junge Musicaldarstellerin in eine Mega-Schlagerikone verwandelt. Meltor zeigt, dass Helenes Erfolg nicht nur Talent ist, sondern auch das Ergebnis kluger Branchenstrategien. Diese Recherche-Schicht ist die Stärke des Buches und der Grund, warum es trotz Schwächen für mich noch 3 Sterne bekommt.

Die biografischen Teile sind solide, aber nicht herausragend. Meltor zeichnet Helenes Werdegang chronologisch nach: Sibirien, Auswanderung, Frankfurt, Musical-Ausbildung, erste TV-Auftritte, Karriere. Wer wenig über Helene Fischers Vorgeschichte weiß, bekommt hier einen guten Überblick. Wer schon ein Fan ist und das eine oder andere Interview gelesen hat, wird viele Informationen bereits kennen. Was mir hier fehlte: echte neue Einblicke. Das Buch wirkt teilweise wie eine sehr ordentlich aufgearbeitete Sammlung öffentlich zugänglicher Informationen. Es gibt keine Originalinterviews mit Helene Fischer, keine exklusiven Statements aus dem engen Umfeld, keine Insider-Anekdoten, die man nicht auch in einem ausführlichen Interview lesen könnte. Wer auf der Suche nach einem Insider-Blick ist, wird hier vermutlich enttäuscht. Wer einen kompakten chronologischen Überblick wünscht, ist gut bedient.

Ein Punkt, den ich ehrlich ansprechen muss: Sabine Meltors Tonalität ist nicht immer glücklich gewählt. Mehrere Leser:innen haben es vor mir kritisiert, und mir ist es auch aufgefallen: Helene Fischer wird im Buch wiederholt als „Schlagersternchen“ bezeichnet. Das ist ein Begriff, der einer der erfolgreichsten Künstlerinnen Deutschlands nicht ganz gerecht wird und unterschwellig herablassend wirkt. Eine Musicaldarstellerin mit staatlich anerkannter Ausbildung und millionenfach verkauften Alben verdient ein bisschen mehr Respekt in der Wortwahl. Das ist ein Symptom eines größeren Problems: Meltor schreibt mit der Distanz einer Journalistin, was prinzipiell positiv ist, weil sie kein Helene-Fischer-Lobgesang abliefert. Aber an manchen Stellen rutscht diese Distanz ins leicht Süffisante. Wer Helene Fischer als Künstlerin schätzt und sich auf die Lektüre freut, wird sich an einigen Formulierungen vermutlich stören. Eine warmere, respektvollere Sprache hätte dem Buch gutgetan, ohne dass es zur reinen Verehrung hätte werden müssen.

Das ist für mich tatsächlich das größte Problem des Buches: Es enthält nur zwei schwarz-weiße Abbildungen. Zwei! Bei einer Künstlerin, deren öffentliches Bild so prägend ist, deren Bühnenshows mittlerweile legendär sind, deren visuelle Inszenierung Teil ihrer Marke ist, ist das eine herbe Enttäuschung. Helene-Fischer-Fans erwarten zu Recht ein Buch, das auch visuell ein bisschen zum Stöbern einlädt – Konzertbilder, private Fotos, Aufnahmen aus verschiedenen Karrierephasen. Diese spartanische Bildausstattung wirkt vermutlich auch nicht zufällig: Helene Fischer hat das Buch nicht autorisiert, ihr Management hat keine Bildrechte freigegeben. Sabine Meltor war hier auf öffentlich verfügbare oder lizenzierte Bilder beschränkt, und das merkt man. Wer das Buch in der Hoffnung kauft, einen schönen Bildband zu bekommen, wird massiv enttäuscht. Wer Text-fokussiert lesen will, kann damit leben. Trotzdem ist das ein Punkt, der bei Fan-Biografien wirklich schmerzt.

Wichtig für alle Interessierten: Das ist eine inoffizielle Biografie. Helene Fischer war nicht an der Entstehung beteiligt, ihr Team hat keine Originalmaterialien zur Verfügung gestellt, es gab keine autorisierten Interviews. Sabine Meltor arbeitete als externe Journalistin und Biografin, und das hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Meltor ist frei in ihrer Darstellung, muss keine Rücksicht auf Wünsche des Managements nehmen, kann auch kritische Aspekte ansprechen. Nachteil: Sie hat keinen Zugang zu Insider-Informationen, ist auf öffentlich zugängliche Quellen angewiesen, kann nicht die persönliche Stimme Helene Fischers einfangen. Für eine Biografie, die wirklich nah an einer Person sein will, ist das eine echte Einschränkung. Das Buch wirkt deshalb manchmal mehr wie ein langer journalistischer Hintergrund-Artikel als wie eine echte Biografie.

Ein weiterer Kritikpunkt, den ich mit anderen Leser:innen teile: Einige Informationen werden im Buch mehrfach erwähnt. Bestimmte Karrierestationen, biografische Eckdaten, Anekdoten kommen an verschiedenen Stellen wieder. Das wirkt manchmal wie Füllmaterial, als ob die 204 Seiten gestreckt werden mussten, weil das Quellenmaterial nicht für mehr gereicht hat. Ein straffes Lektorat hätte hier viel Gutes tun können. Ein 150-Seiten-Buch ohne Wiederholungen wäre vermutlich substantieller gewesen als 204 Seiten mit redundanten Passagen. Diese Schwäche fällt nicht jedem auf, aber wer aufmerksam liest, wird hier ungeduldig.

Was für das Buch spricht: Sabine Meltor schreibt grundsätzlich flüssig und gut lesbar. Ihre journalistische Ausbildung zahlt sich aus – die Sätze sitzen, die Struktur ist klar, der Lesefluss ist ungebrochen. Das 204-Seiten-Buch lässt sich gut in zwei Sitzungen verschlingen. Die Hörbuch-Variante ist übrigens eine valide Alternative. Wenn man die fehlenden Bilder ohnehin nicht braucht, ist das Hörbuch eine gute Option, etwa für lange Autofahrten oder Spaziergänge. Helene-Fischer-Fans können sich so akustisch durch das Leben ihres Lieblingsstars hören lassen. Die fehlende Tiefe der Biografie wird durch das Hörbuch-Format zwar nicht kompensiert, aber die solide Karriereschilderung kann auch auditiv gut funktionieren.

Trotz der Schwächen hat das Buch durchaus seinen Wert, wenn man es richtig einordnet. Es ist nicht die definitive Helene-Fischer-Biografie. Es ist eine erste, journalistisch geprägte Annäherung an eine Künstlerin, die zur Erscheinungszeit (2014) gerade auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs stand. Wer die Karriere-Mechanismen verstehen will, wer einen kompakten chronologischen Überblick sucht, wer als Helene-Fischer-Neuling alle Eckdaten auf einen Blick haben möchte, findet hier ein solides Buch. Wer dagegen tiefe Einblicke ins Privatleben sucht, wer eine warmherzige Hommage erwartet oder wer als hartgesottener Fan schon viele Interviews und Berichte gelesen hat, wird hier wenig Neues finden. Das Buch ist 2014 erschienen und naturgemäß noch ohne die Entwicklungen der letzten Jahre – die Trennung von Florian Silbereisen, die Beziehung mit Thomas Seitel, ihre Mutterschaft. Wer die jüngsten Entwicklungen sucht, muss anderswo schauen.

Mein Fazit: „Helene Fischer – Die Biografie“ von Sabine Meltor ist ein solides, aber nicht herausragendes Buch über eine der bedeutendsten Künstlerinnen Deutschlands. Stärken liegen klar im journalistischen Karriere-Porträt und in den Branchen-Einblicken. Schwächen zeigen sich beim spartanischen Bildmaterial, der teilweise distanzierten Tonalität und der Tatsache, dass das Buch ohne Beteiligung von Helene Fischer entstanden ist und deshalb keine Insider-Tiefe bieten kann. Kein Highlight, aber auch kein Reinfall. Wer einen kompakten Karriere-Überblick zu Helene Fischers Aufstieg sucht und sich besonders für die Mechanismen der deutschen Schlager-Branche interessiert, findet hier solide Lektüre. Wer eine warmherzige, bildreiche Fan-Hommage oder echte Insider-Einblicke erwartet, sollte zu anderen Helene-Fischer-Büchern oder Dokumentationen greifen. Die Biografie ist jetzt über zehn Jahre alt, eine aktuellere Aufarbeitung wäre längst überfällig.

Empfehlenswert für Helene-Fischer-Neulinge, die einen kompakten chronologischen Überblick suchen, und für Leser:innen, die sich für die Mechanismen der deutschen Schlager- und Musikbranche interessieren. Auch für Fans journalistisch geprägter Künstlerporträts, die ohne große Insider-Tiefe auskommen. Eine geeignete Hörbuch-Empfehlung für lange Autofahrten oder Spaziergänge. Eher nichts für hartgesottene Helene-Fischer-Fans, die schon viele Interviews und Berichte gelesen haben und exklusive Insider-Einblicke erwarten. Auch nichts für dich, wenn du eine warmherzige Fan-Hommage mit viel Bildmaterial suchst – die spartanische Bildausstattung enttäuscht hier wirklich. Wer die jüngsten Entwicklungen aus Helenes Leben (Trennung Silbereisen, neue Beziehung, Mutterschaft) sucht, muss zu aktuelleren Quellen greifen.

Cover des Buches Samu Haber (ISBN: 9783981680133)
Jancheeens avatar

Rezension zu "Samu Haber" von Sabine Meltor

Jancheeen
Super auf den Punkt gebracht.

Hallo, da eigentlich ja schon klar ist, worum es in diesem Buch geht, erkläre ich das nicht nochmal groß. ;) Das, was hinter den Kameras passiert und das, was man nicht von außen sehen kann. Die Dinge, die hinter dem bubenhaften Lächeln, dem charmanten "feutsch" (bescheuertes Wort, aber mir fällt kein anderes ein...) und den leuchtenden Augen steckt. Klingt alles ein bisschen kitschig, ich weiß. Mir hat das Buch wahnsinnig viel gezeigt, über den echten Samu. Die Medien drehen ihm, genauso wie allen anderen, wortwörtlich ihre Wörter im Mund herum. Aber bei dieser Biographie ist es die Wahrheit, die einem das Leben eines Stars beschreibt, deren Ziel es nicht ist, möglichst viel Witz in die Sache zu bringen, damit dabei möglichst viel Geld herausspringt. Hoffe ich jedenfalls. Leider hat die Autorin viele Dinge (zum Beispiel Samus Verbundenheit zu Deutschland und die Unterscheide zu Finnland) wiederholt, sodass ich irgendwann das Gefühl hatte, das Buch sei nur geschrieben worden, da Sunrise Avenue momentan so einen Höhenflug hat und die Presse grad Geldmangel hatte. Oder es gab einfach zu wenig Informationen. Trotzdem würde ich das Buch jedem empfehlen, dem das, was überall steht, nicht reicht und der wissen will, wie unserer Lieblingsfinne (von sich selbst auch "a finnish idiot" genannt) aufgewachsen ist und den ganzen Rest, den man nicht weiß und schon immer mal wissen wollte.

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