Sabine Neuffer Eine Liebe zwischen den Zeiten

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Inhaltsangabe zu „Eine Liebe zwischen den Zeiten“ von Sabine Neuffer

Ihr Blick schweifte erneut über sein Gesicht, bis er, magisch angezogen, wieder in seine Augen tauchte. Warum war ihr dieser Mann so vertraut? Er war ein Fremder und schien so nah. Eine Erbschaft führt die Journalistin Lea nach Jahren in London in ihre deutsche Heimat zurück. Als sie das Haus, das ihr hinterlassen wurde, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt sie einen kleinen Verschlag unter der Treppe. Neugierig betritt sie ihn – und hört plötzlich ein gewaltiges Poltern und Klirren. Beunruhigt verlässt sie die Kammer und findet sich mit einem Mal in einem Treppenhaus wieder, das sich vollkommen verändert hat. Nach und nach begreift Lea, dass sie ins Jahr 1938 gereist ist. Eigentlich will sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückkehren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Arzt Daniel kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Aber wie eine dunkle Wolke schwebt die Gefahr über ihnen, denn Daniel ist Jude … Eine schicksalhafte Begegnung, zwei Leben und eine Liebe, die wie ein Stern in finsterer Nacht leuchtet!

Gelungene Zeitreise-Geschichte mit realistischen Begegnungen und einer schönen, unkitschigen Liebesgeschichte...

— LadyOfTheBooks
LadyOfTheBooks

Tolle Idee - superschöne -hat mich von Anfang bis Ende total begeistert....

— oehli
oehli

Dickes Lob für diesen Roman!

— Leseratte294
Leseratte294

Romanze inklusive die deutsche Geschichte. Wunderbar verpackt!

— DieFlammende
DieFlammende

Ein Buch zum Weinen! :')

— Pumpkin01
Pumpkin01

Schönes Cover! Liebe! Zeitreise-Roman! Definitiv ein absolutes Muss für Zeitreise-Fan`s! Must Read! *.*

— BuecherFeenkiste
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  • Rezension zu Eine Liebe zwischen den Zeiten von Sabine Neuffer

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    DieFlammende

    DieFlammende

    11. August 2014 um 16:52

    Klappentext: Das Erbe ihrer Großmutter führt die Journalistin Lea, die seit Jahren in London lebt, in ihre deutsche Heimat Braunschweig zurück. Durch Zufall entdeckt sie in dem geerbten Haus einen kleinen Verschlag unter der Treppe, den sie genauer unter die Lupe nehmen möchte … und findet sich plötzlich im Jahr 1938 wieder. Das alles macht ihr Angst und sie möchte so schnell es geht wieder in die Gegenwart zurück, doch dann lernt sie den Arzt Daniel kennen. Aber es gibt ein Problem: Daniel ist Jude … Stimmen zum Buch/Pressestimmen:  "Der vorliegende Roman bedeutet Unterhaltung mit geradezu berauschender Wirkung und gehört zweifellos zu den schönsten (Lese-)Erlebnissen der Welt." (Literaturmarkt.info) Covergestaltung:  Das Cover hat mich im Buchhandel sofort angesprochen. Eine Treppe, in schönen Brauntönen gehalten, welche von rosa Blumen umringt ist. Das Cover macht Lust auf mehr .. und man wird nicht enttäuscht! Meine Meinung:  Die Autorin scheint sich sehr gut informiert haben, bevor sie das Buch geschrieben hat. Lea stürzt bei ihrem ersten Zeitreisesprung hinaus auf die Straße und wird sofort mit diversen Gerüchen konfrontiert, die sie von der Gegenwart nicht kennt, sie findet Zeitungen aus dem Jahr 1938 und auch die Rollenverteilung der damaligen Zeit wird ausgezeichnet dargestellt. Beispielsweise hilft der Arzt Daniel seiner Tochter Mirjam nicht beim Haushalt, während Lea das absolut unmöglich findet und sofort ihre Hilfe anbietet, wie es in der heutigen Zeit üblich ist. Auch kann man sehr gut mit Lea mitfühlen, ihr Leben und ihre Gefühlswelt werden ausführlich beschrieben. Es fließen immer wieder Geschichten aus ihrer eigenen Vergangenheit hinein, die beispielweise von dem Freund ihres verstorbenen Vaters Carl, den der Leser sofort ins Herz schließen kann, aus einem komplett anderen Blickwinkel erzählt werden. Carl ist sowieso ein eigenes Thema: Er ist Neurologe und ist ganz fasziniert von Zeitreisen gelesen. Seinetwegen reist Lea überhaupt noch einmal in die Vergangenheit. Lea selbst hat auch eine sehr faszinierende Persönlichkeit. Von ihren Eltern hat sie nicht viel Liebe erfahren und hat daher bisher niemanden zu nah an sich heran gelassen. Bis Daniel diese Schale knackt und ihr zeigt, dass es auch seine guten Seiten hat, jemandem zu vertrauen. Im Laufe der Geschichte findet Lea zu sich selbst, könnte man fast sagen. Auch ihre Beziehung zu Brian profitiert davon. Während sie anfangs sehr abweisend zu ihm ist und jeglichen Kontakt zu dessen Familie vermieden hat, springt sie ihm beim Wiedersehen nach der Zeit in Deutschland in die Arme und freut sich, ihn wieder bei sich zu haben und seine Familie kennen zu lernen. Während ich mich am Anfang noch etwas geziert habe, das Buch weiter zu lesen, konnte ich nach ein paar Seiten nicht mehr aufhören. Was mich am Anfang etwas gestört hat, waren die ausführlichen Beschreibungen der Umwelt und die langen Sätze. An die Sätze gewöhnt man sich aber sehr schnell und die Beschreibungen werden spätestens in der Vergangenheit sehr interessant. Allerdings muss ich auch zugeben, dass es für mich immer schwer ist, mich in ein neues Buch hinein zu versetzen.   Der einzige Minuspunkt ist leider der Schluss, der etwas lieblos abgefertigt wurde. Ich hätte über dieses Wiedersehen gerne noch mehr gelesen. Beurteilung / Fazit: 4/5 Sternen. Ausgezeichnetes Buch, welches eine unglaubliche Liebesgeschichte einer Zeitreisenden im Dritten Reich erzählt. Wer also auf der Suche nach Zeitreisen, die Geschichte des Dritten Reiches und der Liebe ist, der ist bei diesem Buch an der richtigen Adresse! Wirklich Empfehlenswert.

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  • Liebe in den NS-Zeiten

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    hoonili

    hoonili

    05. May 2014 um 19:12

    Leas Freund Brian sagt ihr den Urlaub in Irland ab, weil er bei seiner Familie bleiben muss. Das ist schade für Lea, wo sie sich doch so sehr darauf gefreut hat. Doch dann erhält sie die Nachricht, dass sie das Haus ihrer Großmutter geerbt hat. Spontan entscheidet sich Lea nach Deutschland zu fahren. Sie ist ganz verzaubert von den schönen alten Möbeln und wundert sich warum ihre Großmutter ihr das Haus vererbt hat. Sie hatte doch gar kein enges Verhältnis zu ihr. Beim Aufräumen hört sie Geräusche im Treppenhaus und geht diesen nach. Plötzlich sieht es ganz anders aus im Treppenhaus und Miriam hat einen Zeitsprung in das Jahr 1938 gemacht. Sie lernt den jüdischen Arzt David kennen, der mit seiner Tochter und Enkelin in dem Haus wohnt. Mit David schlüpft Lea in die NS-Zeit, eine Zeit der Deportation und dem Hass gegen die Juden... Was ihre Familie mit David verband darf der Leser gemeinsam mit Lea herausfinden. Für mich war dies das erste Buch mit einem Zeitsprung. Es ist sehr gut dargestellt und keineswegs zu fantasiemäßig, da die damalige Zeit sehr gut geschildert wird. Eine sehr gute Recherche und ausdrucksstarke Charaktere habe mich sehr begeistert. Die Schreibweise ist flüssig und man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Das Cover ist sehr schön gestaltet und macht neugierig auf die Liebe zwischen den Zeiten!

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  • Zeitreisen, Liebe und Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte - eine tolle Mischung!

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    Kidakatash

    Kidakatash

    06. March 2014 um 08:20

    In dem 398 Seiten langen Roman „Eine Liebe zwischen den Zeiten“ von Sabine Neuffer geht es um Lea Salbach, die das Haus ihrer Großmutter erbt und zur Zeitreisenden wird. Dabei reist Lea mehr aus Trotz als aus wirklichem Pflichtgefühl, geschweige denn Familienzugehörigkeitsgefühl nach Braunschweig, um das geerbte Haus in Augenschein zu nehmen. Man merkt als Leser schnell, dass die Frau Mitte 30 aus verkorksten Familienverhältnissen kommt, denn schon auf den ersten Seiten erzählt sie ihrem Freund Brian, dass sie ihre Großmutter nur einmal gesehen habe. Auf sein Anraten hin kümmert sie sich selbst um die Wohnungsauflösung und entdeckt dabei eine Tür durch die Zeit, die sie direkt ins Braunschweig des Jahres 1938 hineinkatapultiert. Hier begegnet sie einem sehr anziehenden Mann namens Daniel… Bevor sich Lea aber auf diese neue Zeitreisemöglichkeit einlassen kann, braucht sie moralische Unterstützung, denn sie ist sich zunächst sicher, verrückt geworden zu sein. Also holt sie sich Carl ins Boot, den besten Freund ihres verstorbenen Vaters und seines Zeichens Neurologe, der sich mit ihr in dieses Abenteuer stürzt und ihr darüber hinaus hilft, die Verwicklungen ihrer eigenen Familie in der Nazizeit aufzudecken und sich damit auseinanderzusetzen.     Sabine Neuffer scheint sehr viel für ihren Roman recherchiert zu haben, denn sie benennt Tageszeitungen von 1938, die sich bei meiner Nachrecherche wiederfanden. Auch beschreibt sie die Zeit sehr authentisch und geht auf visuelle Dinge wie auch Gerüche ein, was mir persönlich sehr gefallen hat. Sie zeichnet die Figuren ihrer Zeit entsprechend, bedenkt Rollenbilder und Konflikte mit diesen, was ich hochinteressant fand.   Die Hauptperson Lea ist ein Mensch, dessen Gewissenskonflikte ich sehr gut nachvollziehen kann und dessen Familiengeschichte im Laufe des Romans komplett aufgearbeitet wird. Sabine Neuffer arbeitet hier eigentlich mit drei Zeitebenen: es gibt die Zeit, in der Lea lebt, dann die Zeit, in die sie reist (1938) und dann fließen immer wieder Erinnerungen aus ihrer persönlichen Vergangenheit ein. Der Leser hat auf die Art einen guten Einblick in das Leben und die Gefühlswelt dieser interessanten Protagonistin. Und im Laufe des Romans beginnt Lea zu verstehen, woher die verkorksten Beziehungen kamen, und was dazu beitrug, dass ihr Vater nicht glücklich geworden ist. Und wie kam es überhaupt dazu, dass das schöne Haus jetzt ihr gehört, wo es doch noch 1938 im Besitz des Juden Daniel Grünfeld war, des Mannes, zu dem sie sich schon bei ihrer ersten Zeitreise sehr hingezogen fühlt? Am wichtigsten ist jedoch, dass sie selbst begreift, dass sie selbst glücklich werden darf – auf welche Art auch immer. Und sie muss sich letztlich entscheiden, zwischen zwei Zeiten und auch zwischen zwei Männern…   Ich habe dieses Buch mit viel Freude gelesen, denn es bot immer wieder interessante Denkanreize, auch die lebendig erzählten Nebenfiguren betreffend. Vor allem das Spiel mit der Zeit, aber auch die Auseinandersetzung mit dem Thema „Erbschuld“ machen das Buch für mich zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis. Der einzige Punkt, der mich so gestört hat, dass ich einen halben Punkt abziehe, ist das in meinen Augen zu abrupte, etwas lieblos wirkende Ende. Daher vergebe ich 4,5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung für jene, die nach einer Geschichte mit Substanz suchen, in der es um die Entwicklung einer starken Person geht, oder sich für historische Schauplätze und die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte interessieren!

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  • Eine spannende Zeitreise in eine schwere Zeit

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    julia_boege

    julia_boege

    25. February 2014 um 15:32

    Inhalt: Nachdem Brian ihr eröffnet hat, dass er ihren gemeinsamen Irlandurlaub streichen will, da seine Familie ihn braucht, entscheidet sich Lea zu dem Haus in Deutschland, welches ihre Großmutter ihr vererbt hat, zu fahren und sich dort um einen Weiterverkauf zu kümmern. Dort landet sie, durch einen Verschlag, im Jahr 1938. Zuerst ist diese Begegnung für sie ein Schock, nicht nur das sie in die Vergangenheit gereist ist, sondern das sie gerade in der dunkelsten Zeit Deutschland gelandet ist. Dies ändert sich erst, als sie den jüdischen Arzt David, deren Tochter Mirjam und seine Enkelin kennenlernt. Sie beginnt eine Beziehung mit David, jedoch immer mit dem Wissen, dass sie einerseits nur diesen einen Sommer hat, da sich dann die Zeitpforte wieder schließt und das der Krieg und die vorangegangene Deportation wie ein Damoklesschwert über sie hängt. Mir hat Lea nicht gut gefallen. Zum einen wurde sehr viel auf ihre ach so schwere Kindheit eingegangen und ihre damit einhergehende Gefühlsarmut. So kann sie es einfach nicht nachvollziehen, wieso Brian seine Familie so wichtig ist und fühlt sich von ihnen ausgeboten und reagiert bockig, statt zu versuchen sie besser kennen zu lernen. Außerdem beginnt sie, ohne schlechtes Gewissen eine Beziehung mit David und ignoriert Brian in dieser Zeit vollkommen. Auch, dass sie manchmal so unglaubliches Wissen über den Nationalsozialismus besitzt, aber ihr andere Dinge aus dieser Zeit nicht in den Sinn kommen, fand ich manchmal befremdlich. Gut dagegen fand ich die Darstellung ihres Umgangs mit der Zeitpforte und ihrer Fähigkeit, dadurch zurück zu reisen. Sie nimmt diese Tatsache weder einfach so hin, noch wird die Akzeptanz dessen zu lange herausgezögert. Das wirkt Glaubwürdig, ohne zu viel Spannung weg zu nehmen. David ist ein jüdischer Arzt mit eigener Praxis, dem das Schicksal hart zugesetzt hat. Ich fand ihn gut herausgearbeitet und interessant. Er hat eine schwere Vergangenheit und klare Ansichten über den Nationalsozialismus und vor allem dessen Ende, weshalb er auch keinen Sinn darin sieht auszuwandern. Obwohl er eine leidenschaftliche Beziehung mit Lea beginnt, wird sein Alter sehr gut darin widergespiegelt. So hat man bei ihm nicht das Gefühl, wie bei Lea, dass er sich in diese Beziehung stürzt und alles andere vergisst. Er verleiht dieser dennoch eine Ruhe, die mir sehr gut gefallen hat, da sie realistischer ist, als die meisten anderen Liebesgeschichten. Meine beiden Lieblingsfiguren aber waren Mirjam und Oscar, obwohl beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Mirjam ist eine perfekte Verkörperung der Frau aus dieser Zeit. Sie macht den gesamten Haushalt, arbeitet und kümmert sich um ihre Tochter, die nach einem One Night Stand entstanden ist, welcher natürlich nur ihre Schuld war. Der Autorin ist hier eine perfekte Darstellung dieser Zeit geglückt. Dennoch muss man Mirjam einfach lieben, gerade weil sie so unglaublich naiv ist und durch Lea wenigstens eine kleine Veränderung durchlebt. Oscar dagegen ist Leas väterlicher Freund und ehemaliger bester Freund ihres Vater. Er ist Arzt, ist schwul und steht Lea mit Rat und Tat zur Seite. Er ist es auch, der ihr ein ,,wissenschaftliche“ Erklärung für die Zeitreise gibt. Er wirkt ein wenig wie der verrückte Zauberer der dem Helden einen Weg ins Abenteuer zeigt, aber selbst nicht daran teilhaben kann. Die Geschichte an sich ist sehr gut und vor allem überzeugend ausgearbeitet. Es gibt weder Logiklöcher, noch unverständliche Handlungen. Sie ist zwar ab und an etwas vorhersehbar, doch nimmt dies nichts von der Spannung. Besonders in der Mitte des Buches, als Lea herausfindet welche Rolle ihre Großeltern eigentlich bei der ganzen Sache spielen, nimmt das Buch noch einmal richtig Fahrt auf. Dies liegt auch daran, dass für Lea langsam die Zeit knapp wird. So wie die Charaktere alle klug entworfen wurden, so auch die Storyline. Man wird hier mit vielen Fakten versorgt, die man vielleicht noch nicht kannte und gut in die Geschichte mit eingebaut wurden. Zum Ende hin hat mich etwas genervt, dass man schneller auf die Lösung gekommen ist (ich hatte da schon sehr früh meine Vermutungen), als es Lea tut. Über das Ende möchte ich nicht viel sagen, nur das es für mich doch fast etwas zu kitschig ist. Den Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, half auch über die eine oder andere holprige Stelle hinweg und ließ das Buch nur so dahinfließen.    Fazit: Hätte es neben Lea nicht noch die anderen Personen gegeben, ich hätte das Buch vielleicht gar nicht zu Ende gelesen. Ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr sie mir auf die Nerven gegangen war. Doch durch diese wird dieser sehr solider Roman zu einem echten Schmuckstück. An der Geschichte gibt es eigentlich nichts zu meckern und selbst die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen, gerade weil es keine überschwänglichen Liebesbezeugungen gab. Die lauernden Schrecken dieser Zeit wurde sehr authentisch dargestellt, so das man einen guten Eindruck davon bekomme konnte, wie das Leben damals war und woran es lag, dass Juden wie David glaubten, dass es gar nicht so schlimm kommen kann. Dies ist ein etwas anderer Zeitreiseroman, der fesselnd und romantisch ist und dennoch einen nachdenklich zurücklässt. Ein wirklich großartiger Roman, den ich euch allen nur ans Herz legen kann.

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  • Ein wundervolles Buch

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    claude20

    claude20

    22. February 2014 um 18:50

    Lea, die seit einigen Jahren in Großbritannien lebt, macht überraschend eine Erbschaft in Braunschweig. Ihre Großmutter, die sie nur einmal in ihrem Leben gesehen hat, hinterlässt Lea ihr Wohnhaus mit mehreren Mietswohnungen. Lea muss um ihr Erbe zu regeln nach Deutschland reisen und die Sachen ihrer Großmutter sortieren.  Als sie das Haus der Großmutter genauer unter die Lupe nimmt entdeckt sie unter der Treppe einen kleinen Verschlag. Als sie diesen betritt führt dieser Verschlag sie in eine andere Zeit. Das Treppenhaus was sie dann erblickt kommt ihr in keinster Weise vertraut vor und sie muss schließlich feststellen, dass sie nun im Jahre 1938 befindet. Sie ist verunsichert und hat Angst. Sie will wieder in ihre Zeit zurück und dem Jahr 1938 den Rücken kehren. Doch so einfach ist das nicht, denn sie lernt den Arzt Daniel kennen und geht mit ihm eine romantische Beziehung ein. Aber eine dunkle Wolke der Gefahr schwebt über ihre Beziehung, denn Daniel ist Jude  ... Die Autorin Sabine Neuffer hat in diesem Buch eine wundervolle Geschichte erzählt. Bereits nach den ersten Seiten war ich mittendrin in der Geschichte von Lea, folgte ihr zurück nach Deutschland, räumte und putze das Haus ihrer Großmutter mit ihr und rätselte aus welchem Grund ihre Eltern den Kontakt zu den Großeltern abgebrochen hatten.  Die Reise in die Vergangenheit, ihre Furcht als sie entdeckte, wo sie sich befand und die Angst um Daniel und seine Familie hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet und erzählerisch brilliant umgesetzt. Die ganze Zeit habe ich zusammen mit Lea gebangt, gelitten, Pläne geschmiedet und interessiert den Fortgang ihrer Romanze mit Daniel beobachtet und analysiert. Mich hat dieser Roman von Sabine Neuffer komplett begeistert, sehr gut unterhalten und zusätzlich emotional wirklich sehr ergriffen. Bei der Lektüre dieses Buches ist mein Taschentüchervorrat um einiges geschrumpft.  Wer sich also nicht scheut eine Geschichte und eine Liebe zwischen den Zeiten zu erleben, der sollte sich von dieser Geschichte gefangen nehmen und Lea auf ihrer Reise folgen. Dieses Buch bekommt von mir verdiente 10 von 10 Punkte und eine unbedingte Leseempfehlung. © claude

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher von deutschsprachigen Autoren

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 9 austauschen!

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  • Fesselnder Liebesroman mit klitzekleinen Schwächen

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    books-in-my-world

    books-in-my-world

    12. February 2014 um 10:08

    Zu Beginn des Romans war ich etwas skeptisch, ob die Geschichte wirklich etwas für mich ist. Denn eigentlich kann und will ich keine Bücher über die NS-Zeit mehr lesen- das Thema ist doch literarisch wirklich schon mehr als ausgelutscht. Aber meine Sorge war völlig unbegründet. Die Autorin schafft es ohne große Mühe, das Jahr 1938 authentisch darzustellen ohne den Leser zu langweilen. Obwohl die Umstände der Zeit zu keinem Zeitpunkt verharmlost werden, steht doch eher die Romanze zwischen Lea und Daniel im Vordergrund. Die Personen sind alle sehr eindringlich beschrieben, so dass man sofort ein Bild vor Augen hat und sich in die Geschichte einfühlen kann. Überhaupt hat die Autorin von der ersten Seite an einen unglaublich fesselnden Schreibstil- einerseits klar strukturierte Sätze, andererseits detaillierte Beschreibungen von Gefühlen und Umgebungen. Auch die Zeitreise, die an sich ja nun kein alltägliches Phänomen ist, wird gut durchdacht und sogar wissenschaftlich fundiert, an den Leser herangetragen. An manchen Stellen war mir der Roman dennoch ein bisschen zu platt, weshalb ich einen Stern abziehen muss. Obgleich die Liebesgeschichte den Leser fesselt, hat sie mich nicht sehr berührt – da fehlte einfach was. Vor allem hätte ich mir gewünscht, dass das moralische Dilemma von Lea, zwei Männer in zwei Zeiten zu lieben, besser herausgearbeitet wird. Dieses wurde so gut wie gar nicht thematisiert. Das Ende der Geschichte ist unerwartet und für meinen Geschmack ein wenig zu viel von allem. Nichtsdestotrotz ist "Eine Liebe zwischen den Zeiten" ein wunderbarer Liebesroman, den ich jedem Leser, der sich nicht solch Übernatürlichem wie Zeitreisen in Romanen verwehrt, ans Herz legen kann.

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  • Ein wundervoller Zeitreiseroman

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    marielu

    marielu

    10. February 2014 um 11:01

    Seit 8 Jahren lebt Lea in England und unterrichtet dort an einer deutschen Schule. Endlich kann sie sich ihren Traum erfüllen und nimmt sich ein Sabbatjahr um ihre journalistischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Der Auftakt des Jahres sollte der gemeinsame Urlaub mit ihrem Freund Brian nach Irland werden. Doch da erhält sie die Nachricht dass sie das Haus ihrer Großmutter väterlicherseits in Braunschweig geerbt hat. Allein reist Lea mit zwiespältigen Gefühlen nach Braunschweig um das Erbe anzutreten und alles nötige in die Wege zu leiten. Sie hat nur einmal als Kind ihre Großmutter gesehen, da ihre Eltern keinerlei Kontakte zu ihren Großeltern unterhalten haben und auch nie über sie sprachen. Lea putzt die Wohnung und räumt auf, sie ist angenehm überrascht das ihre Großeltern so wunderschöne Möbel haben und auch einen gut sortierten Bücherschrank, das hätte sie ihren Großeltern gar nicht zugetraut. Als Lea einen Müllsack in einen Holzverschlag stellt, hört sie Geräusche im Treppenhaus, kurz öffnet sie die Tür, die in das Treppenhaus führt. Doch was ist das? Das Treppenhaus ist völlig verändert, als sie hinaustritt befindet sie sich im Jahre 1938. Das Haus wird von dem jüdischen Arzt Daniel Grünfeld mit seiner Tochter und Enkelin bewohnt, sogar die Möbel sind die gleichen, wie in der Wohnung ihrer Großmutter. Etwas verwirrt macht Lea mit ihnen Bekanntschaft und beschließt die Grünfelds öfter zu besuchen. Sie fühlt sich immer mehr zu Daniel hingezogen. Durch das Wissen um die Gefahr für die Familie versucht sie, Daniel und seine Tochter davon zu überzeugen dass sie so schnell wie möglich Deutschland verlassen müssen. Und dann stellt Lea sich auch immer öfter die Frage: „Wie kam ihre Familie in den Besitz des Hauses der Grünfelds?“. Sabine Neuffer hat einen wunderbaren Zeitreiseroman geschrieben, der die Ereignisse und Persönlichkeiten sehr authentisch darstellt. Obwohl einiges für mich vorhersehbar war, führte doch ein gewisser Spannungsbogen fesselnd durch das ganze Buch, sodass ich mit dem Lesen nicht aufhören konnte. Fazit: Ein wunderbarer Zeitreise Roman der recht authentisch wirkt und für pures Lesevergnügen sorgt. Sabine Neuffer hat mit diesem Buch bewiesen dass sie nicht nur Kinder, sondern auch die Erwachsenen begeistern kann. Zur Autorin: Sabine Neuffer wurde 1953 in Hannover geboren. Nach dem Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen machte sie einige berufliche Umwege und arbeitete unter anderem für eine PR-Agentur, bevor sie 1981 doch noch eine Stelle als Lehrerin bekam. Nach ein paar Jahren als Grundschullehrerin arbeitete sie lange an der Hauptschule und unterrichtet jetzt an einer Realschule. Lesen war schon immer ihre große Leidenschaft und 2003 entdeckte sie, dass ihr das Schreiben mindestens genauso viel Spaß macht. Seitdem veröffentlicht sie vor allem Kinderromane.

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  • Liebe zwischen den Zeiten

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    Ritja

    Ritja

    08. February 2014 um 18:35

    Noch bevor ich mit dem Lesen begann, hielt ich mir selbst die Daumen, dass es nicht zu schnulzig oder anrührig wird. Mich hat bei der Inhaltsangabe besonders die Zeit interessiert. Eine junge Frau "fällt" in das Jahr 1938 zurück und erlebt bewußt die ersten Jahre der Diktatur. Es klang spannend und vielversprechend. Und jetzt nach dem Lesen kann ich sagen, dass es schon streckenweise etwas schnulzig und rührig war, aber es machte auch Spaß sich mit Lea in den engen Verschlag zu quetschen und in die alte Zeit einzutauchen.  Viele Dinge, die für uns alltäglich sind (z.B. Dampfbügeleisen, Waschmaschine, Mikrowelle), fehlten in dem Haushalt von Daniel, Maxi und Mirjam. Es wird noch so vieles mit der Hand gemacht und bedeutete demnach unheimlich viel Arbeit. Auch die Rollenverteilung ist noch eine andere. Lea muss sich anpassen, wenn sie in das Jahr 1938 reist. Sie muss aufpassen, was sie sagt und tut, wem sie etwas anvertraut. Und dann geschieht es...sie verliebt sich in einen Mann, der 1938 schon in Lebensgefahr schwebt.  Sabine Neuffer packt viele Fakten aus der NS-Zeit in diese Geschichte und gelegentlich hatte man das Gefühl ein Geschichtsbuch zu lesen. Interessant, aber nicht unbekannt, waren die Gedankeneinschübe von Lea trotzdem. Es wird einem bewußt, wie lange die Juden auf das Gute in Deutschland und ihre Politik hofften. Das Hitler immer noch gestoppt werden kann und nur eine kleiner "Fehltritt" der deutschen Politik sein wird. Und wie schwer es für sie wird, wenn sich die Schlinge auf einmal zu zieht und die Angst Oberhand gewinnt. Lea hat das Glück zwischen den Zeiten hin und her zu reisen und wird aber dabei fast selber zerrissen von ihren Gefühlen, der Trauer und der Angst um diese Familie, mit der sie sich so verbunden fühlt. Ihr guter Freund Carl steht ihr mit Erfahrung und Weisheit bei.  Das Buch liest sich wunderbar. Die Seiten blättern sich wie von alleine um und man kann kaum aus der Geschichte auftauchen, denn man möchte wissen, wie es weitergeht. Schafft es die Familie noch rechtzeitig zu emigrieren? Welche Verbindung gibt es zwischen Lea und dem SS-Mann? Trägt ihre Familie die Schuld am Schicksal von Maxi, Mirjam und Daniel? Darf sie überhaupt in das Schicksal eingreifen?  Man ahnt das Ende und trotzdem bleibt es spannend, da Sabine Neuffer immer wieder kleine Stolpersteine einbaut. Zwischendurch wird es etwas rührig, aber insgesamt passt es ganz gut in die Geschichte. Ich hätte mir gewünscht, dass Carl noch etwas mehr Bedeutung bekommt, da er aus meiner Sicht eine spannende Rolle in dieser Geschichte einnimmt. Insgesamt eine schöne Familiengeschichte, die sich zwischen den Zeiten abspielt und ein Band zwischen zwei Familien knüpft, was der Leser vielleicht so nicht erwartet hätte.

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  • Eine interessante Zeitreise Geschichte mit historischem Hintergrund.

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    nadines-lesewelt

    nadines-lesewelt

    08. February 2014 um 12:04

    Lea kehrt nach Jahren nach Deutschland zurück, sie hat das Haus ihrer Großmutter geerbt. Doch Lea hatte kaum Kontakt zu ihrer Großmutter und hat keine Ahnung was sie mit dem Haus anfangen soll. Dann klettert sie eines Tages in einen alten Verschlag und landet im Jahr 1938. Dort trifft sie auf Daniel und Miriam, eine freundliche jüdische Familie. Lea kann durch den Verschlag jederzeit in ihre Zeit zurückkehren. Dort tauscht sie sich mit Carl, dem besten Freund ihres Vaters über die Reisen in die Vergangenheit aus. Lea kehrt immer wieder in die Vergangenheit zu Daniel und Miriam zurück, den Daniel und sie kommen sich langsam näher. Doch je näher sie Daniel und dadurch auch Miriam kommt, desto mehr wird Lea bewusst das die beiden nicht in Deutschland bleiben können. Sie setzt alles daran um die beiden zu einer Ausreise aus Deutschland zu bewegen. Wird sie das schaffen? Die Geschichte war interessant und spannend, es gab so viele offene Fragen und einiges zu rätseln. Als Leser denkt man ständig darüber nach wie es weiter geht. Ich hab mich lange gefragt warum sich Leas Vater mit seiner Familie verworfen hat oder auch wie Leas Großvater an das Haus gekommen ist. Und auch sonst habe ich oft gerätselt und mich gefragt wie das alles zusammen passt. Das hat mich angespornt weiter zum lesen, weil ich eben wissen wollte wie sich die Rätsel lösen und wie das Buch dann zum Schluss ausgeht. Mit Lea wurde ich allerdings nicht so richtig warm, ich fand sie Stellenweise sehr naiv und auch nervig. Sie flüchtete sich lieber in die Vergangenheit, als das sie alte Papiere sichtet oder Nachforschungen anstellt. Außerdem ist sie nicht besonders stark, sondern zieht sich gern in ihr Schneckenhaus zurück. Zwar wandelte sie sich deutlich während des Verlaufs der Geschichte. Zum Glück gab es aber Carl und die anderen Charaktere. Carl fand ich toll, er ist ein väterlicher Freund und behält immer einen kühlen Kopf. Er holt Lea oft auf den Boden der Tatsachen zurück und ist für mich ein wichtiger Teil der Geschichte. Ohne ihn hätte sich vielleicht manches Rätsel nicht gelöst. Daniel war ein interessanter Charakter, auch wenn mich seine Einstellungen manchmal störten. Aber das lag wahrscheinlich an der damaligen Zeit, weil die Männer damals eben anders dachten. Miriam seine Tochter ist wieder jemand ganz anders, sie lässt sich durch Leas Worte beeinflussen, doch trotzdem ist sie eine starke Frau. Sie führt ihren Haushalt, den Haushalt ihres Vaters und kümmert sich um ihre Tochter. Außerdem denkt sie eigenständig und will was aus ihrem Leben machen. Sie hat Träume. Ich glaube ohne die restlichen Charaktere hätte ich das Buch irgendwann zur Seite gelegt, weil nur mit Lea durch die Seiten zu reisen, wäre mir irgendwann zu langweilig geworden. Trotz allem war das Buch super spannend, das Ende bzw. die Aufklärung um alles war wirklich interessant zu lesen. Auch wenn ich schon eine leise Ahnung hatte. Aber vielleicht hat es mir gerade deswegen so gut gefallen. Fazit: Eine interessante Zeitreise Geschichte mit historischem Hintergrund. Die Fragen werden wunderschön beantwortet und das Buch rundet sich dadurch einfach hab. Allerdings war mir Lea stellenweise unsympathisch oder zu naiv. Deswegen bekommt das Buch von mir 4 Sterne.

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  • Ungewöhnliche Zeitreise-Liebesgeschichte

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2014 um 21:41

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele "Eine Liebe zwischen den Zeiten" ist ein wirklich gelungener Roman, der mich überaus positiv überraschen konnte. Autorin Sabine Neuffer hat hier eine schöne Mischung aus Zeitreise- und Liebesgeschichte, die zwar recht ruhig ist und ein eher beschauliches Tempo vorlegt, aber mit einer sehr dichten Atmosphäre besticht. Von Anfang an war es vor allem Lea, die Protagonistin, die es mir angetan hat, denn man merkt ihr sofort an, dass die Autorin sich wirklich Mühe gegeben hat mit der Charakterisierung. Nicht nur Lea, auch die anderen Figuren wirken sehr realistisch und facettenreich und sind durch und durch liebevoll gestaltet. Auch Neuffers Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden, er lässt sich gut lesen und die Autorin schafft es schnell mit ihrer Sprache eine fesselnde Atmosphäre zu kreieren. So ist die Geschichte nicht nur romantisch sondern stellenweise auch recht traurig, immer jedoch sehr passend zur Thematik. Auch das Ende passt hier perfekt - gerade weil es kein 08/15-Happy End ist. Sehr gelungen fand ich auch Leas Umgang mit ihren Zeitreisen. Nicht nur die Beziehung, die sie zu den Personen in der Vergangenheit aufbaut, sondern vor allem auch ihr Blick auf die Gesellschaft und die Geschehnisse im Jahr 1938. Dieser wirkte überzeugend und verleiht der Geschichte etwas sehr authentisches und eindringliches. Alles in allem hat mir "Eine Liebe zwischen den Zeiten" von Sabine Neuffer wirklich sehr gut gefallen, der Autorin gelingt der Umgang mit einem schwierigen Thema sehr gut ohne dass die Geschichte dabei zu schwer wird. Von mir eine dicke Empfehlung für diese ungewöhnliche Zeitreise-Liebesgeschichte.

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  • ein wunderschöner Zeitreiseroman

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    Letanna

    Letanna

    01. February 2014 um 10:40

    Die Journalistin Lea erbt überrascht das Haus ihrer Großmutter in Deutschland. Sie hat nie ein besonders gutes Verhältnis zu ihr gehabt, deshalb ist sie anfangs gar nicht so begeistert, nach Braunschweig fliegen zu müssen. Hat sie doch eigentlich mit ihrem Freund Brian eine Urlaubsreise nach Irland geplant. Dieser muss kurzerhand abgesagt werden und Lea macht sich alleine auf die Reise nach Braunschweig. Dort angekommen findet sie das Haus gar nicht mehr schrecklich wie vermutet. Teilweise ist es vermietet, und dann ist da noch die Wohnung ihrer Großmutter. Sie bringt alles auf Vordermann und spielt mit dem Gedanken es doch zu behalten. Bei ihrer Aufräumaktion passiert etwas Merkwürdiges, durch eine Tür gelangt sie in das Jahr 1938. Zuerst ist sie völlig verwirrt und kann es gar nicht glauben. Aber dann merkt sie, dass alles real ist. Sie freundet sich mit der jüdischen Familie Grüneberg an, die dort in dem Haus lebt. Besonders zu Daniel Grüneberg fühlt sie sich magisch hingezogen. Sie setzt alles daran, dass Daniel und seine Familie das Land verlässt, weiß sie doch um das Schicksal der Juden. Direkt von Anfang an konnte mich das Buch fesseln. Die Autorin entführt uns in die Vorkriegszeit des 2. Weltkrieges und verknüpft diese Ereignisse mit einer sehr schöne Liebesgeschichte. Die Handlung ist eher ruhig und wird vor allem durch viel ruhige Dialoge und Szenen getragen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet. Da Lea weiß was mit den Juden passiert, liegt ihr Hauptaugenmerk darauf, dass Daniel, seine Tochter und seine Enkeltocher Deutschland so schnell wie möglich verlassen. Lea wechselt zwischen den Zeiten hin und her. Sie fängt an, in ihrer eigenen Zeit Nachforschungen über ihre Großeltern anzustellen und macht erschreckende Entdeckungen. Ihr zur Seite steht ein alter Freund ihres Vaters, mit dem sie über all diese Dinge reden kann. Obwohl das Ende kein klassisches Happy End hat, passt es sehr gut zu einem Zeitreiseroman und hat mich zufrieden zurück gelassen. Insgesamt eine klare Leseempfehlung.

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  • Eine romantische Geschichte mit Tiefgang

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    glorana

    glorana

    30. January 2014 um 13:21

    Eine Liebe zwischen den Zeiten Lea, eine Journalistin aus London, hat von ihrer verstorbenen Grossmutter ein Haus in Deutschland geerbt. Als sie durch Zufall durch einen Verschlag im Treppenhaus geht, glaubt sie, ihren Augen nicht zu trauen, denn sie landet im Jahr 1938 und lernt dort Daniel kennen, einen Arzt jüdischer Herkunft. Daniel lebte zu der Zeit genau in dem Haus ihrer Grossmutter, und vieles erkennt sie wieder, nur dass es sein Haus war damals. Was ist damals geschehen, wie kam Leas Grossmutter an das Haus? Lea kann nach belieben wieder in ihre Zeit zurückkehren, aber will sie das wirklich? Sie weiß, was Daniel erwartet als Jude im Jahr 1938 und versucht, ihm zu helfen... Ich fühlte mich gleich zu Beginn des Buches magisch angezogen vom Schreibstil und der Protagonistin Lea. Lea ist Journalistin, steht mit beiden Beinen im Leben und erfährt plötzlich, dass es auch Sachen gibt, die es eigentlich nicht geben kann. Aber sie lässt sich ein auf die andere Zeit und lässt auch ihren Gefühlen freien Lauf. Die Beschreibungen des damaligen Judenhasses und der Zeit ist zwar schon oft aufgegriffen worden, dennoch wird es in dieser Geschichte dargestellt, realistisch dargestellt und man leidet mit Daniel und seiner Tochter mit. Spannend war es zu verfolgen, wie Lea immer wieder von damals ins Heute reist. Ein alter Bekannter ihres Vater, Carl, steht Lea zur Seite und ermutigt sie, sich selber treu zu bleiben und das zu tun, was ihr selber guttut. Zeitweise war es auch sehr traurig und gerade deshalb war der Schluss für mich eine tolle Wendung und sehr spannend erzählt. Die Autorin hat es geschafft, mich sehr neugierig zu machen und mich in das Buch regelrecht hineinzuziehen und so war es mir kaum möglich das Buch aus der Hand zu legen. Innerhalb eines Abends war ich fertig. Fünf dicke Sterne für ein Buch zum Wohlfühlen, aber auch zum Nachdenken und Erinnern...

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  • Eine Liebe zwischen den Zeiten

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. January 2014 um 13:07

    Lea ist alles andere als begeistert, als sie von ihrer Großmutter ein Haus in Braunschweig erbt. Mit ihr hatte sie keinen Kontakt und deshalb will sie das Haus auch so schnell wie möglich wieder loswerden. In Deutschland angekommen, verliebt sie sich sofort in die Antiquitäten, die in der Wohnung scheinbar liebevoll arrangiert wurden. Nur zufällig findet sie während des Hausputzes ein Zeitfenster, das es ihr ermöglicht in das Jahr 1938 zu gelangen. Dort muss sie zu ihrem Schrecken feststellen, dass auch damals die Möbel schon im Haus standen, nur dass dieses nicht ihrer Oma sondern einem jüdischen Arzt gehörte. Carl, ein alter Freund ihres Vaters kann sie davon überzeugen, dass sie nicht verrückt wird, und so beginnt für Lea  ein Sommer, wie sie ihn sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen konnte.   Sabine Neuffer ist mit diesem Buch ein Werk gelungen, dass den Leser mitreißt, zum Nachdenken bringt und vor allem in eine Zeitepoche eintauchen lässt, die zum Glück die meisten von uns  nicht selbst erleben mussten.  Diese Zeit zu beschreiben ist ihr so gut gelungen, dass man meint, selbst den Zeitsprung mitzuerleben. Das Haus wird so bildlich beschrieben, dass man sogar die Muster der Teppiche  zu sehen glaubt. Hauptsächlich handelt der Roman von der Liebesgeschichte zwischen Daniel und Lea und von ihren Problemen, da Lea versucht, Daniel mit seiner Tochter und Enkelin zu retten. So kann Lea zwar immer wieder zwischen den Zeiten hin- und herpendeln, aber eine Mitnahme von Gegenständen ist nur in eine Richtung möglich. Die Autorin hat für jede aufkommende Frage eine logische Erklärung zu bieten, so dass das Buch nie unglaubwürdig oder übertrieben scheint.   Mich hat das Buch restlos begeistert, ich habe von Beginn an mitgefiebert, ob und vor allem wie Lea ihr Vorhaben umsetzen kann. Für mich war dieses Buch ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem Liebhaber von romantischer Literatur uneingeschränkt empfehlen kann.   

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  • Intensiv und fesselnd

    Eine Liebe zwischen den Zeiten
    IraWira

    IraWira

    20. January 2014 um 20:51

    Dieses Buch zog mich vom ersten Moment an in seinen Bann, ich habe es kaum aus der Hand gelegt, bis ich die letzten Zeilen gelesen hatte, da ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Die Autorin hat es geschafft, einen überzeugenden und interessanten Plot auf fesselnde Weise zu vermitteln. Die Personen sind authentisch und unwahrscheinlich gut beschrieben, so dass ich mich sehr schnell in sie hineinfühlen konnte. Man merkt dem Buch an, dass es im Hinblick auf die historischen Elemente gut recherchiert und gut durchdacht ist. Das offensichtliche Problem bei Büchern mit einer Zeitreisethematik ist ja meist, dass es doch irgendwo Punkte gibt, wo es unlogisch wird oder wo kleine Unstimmigkeiten auftauchen. Dies war bei "Eine Liebe zwischen den Zeiten" nicht der Fall. Dort, wo tatsächlich einmal kleinere "Brüche" im Zeitgeschehen durch Lea durch irgendwelche Dinge, die sie in die Vergangenheit bringt, provoziert werden, sind diese thematisiert und erklärt, so dass auch sie stimmig sind und passen. Der Blick auf die Ereignisse und die Persönlichkeiten im Jahr 1938 ist absolut überzeugend und sehr eindringlich dargestellt. Als Leserin fiebert man mit Lea mit, wenn es darum geht, ob es ihr gelingt, die Menschen in der Vergangenheit, die ihr lieb geworden sind, vor den Schrecken des Dritten Reichs zu retten. Auch ihr Erleben der Stadt selbst und der Atmosphäre dort ist sehr authentisch dargestellt und zieht den Leser in das Geschehen hinein. Leas Überlegungen bezüglich der Geschlechterrollen, ihre Erkenntnisse im Hinblick auf die verschiedenen Persönlichkeiten um sie herum und die Beziehung zu den Menschen in ihrem Leben, sind ebenfalls sehr überzeugend dargestellt. Als Lea in dem Haus ihrer Großmutter, das sie überraschend geerbt hat, auf eine Art "Übergang " in die Zeit vor 70 Jahren, in das Braunschweig von 1938 stößt, lernt sie den jüdischen Arzt Daniel, seine Tochter Miriam und seine kleine Enkelin Maxi kennen, denen das Haus damals gehörte. Bei ihren Besuchen in der Zeit, ist sie erschüttert von dem damals schon deutlich spürbaren Antisemitismus und ihr wird immer deutlicher bewusst, in welcher Gefahr Daniel und seine Familie schweben, mit denen sie schon sehr bald viel mehr verbindet als eine einfache Freundschaft. Sie merkt aber auch immer mehr, dass deren Leben in irgendeiner Weise mit dem ihren verknüpft sein muss, da noch zu ihrer Zeit die Wohnung von Daniel fast vollständig erhalten ist, fast wie ein Museum, obwohl ihre eigenen Großeltern viele Jahrzehnte lang dort gelebt haben. Überhaupt stellt sich ihr langsam die Frage, welche Rolle ihre Großeltern inne hatten und wie es dazu kam, dass diese das Haus übernommen haben. Mit Hilfe ihres Freundes Carl, eines alten Freundes ihres Vaters, macht sie sich daran zu ergründen, was sich damals genau zugetragen hat, während sie gleichzeitig darum kämpft, Daniel und seine Familie dazu zu überzeugen, so schnell wie möglich das Land zu verlassen.... Mit hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, ich kann es uneingeschränkt empfehlen!

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