Sabine Neumann

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Das Mädchen Franz, Streit und weiteren Büchern.

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Sabine NeumannDas Mädchen Franz
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Das Mädchen Franz
Das Mädchen Franz
 (6)
Erschienen am 19.02.2003
Sabine NeumannStreit
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Streit
Streit
 (2)
Erschienen am 20.09.2000
Sabine NeumannBornholm
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Bornholm
Sabine NeumannKreta
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Kreta
Kreta
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Erschienen am 01.05.2009
Sabine NeumannTierHeim - Schicksal oder Chance?!
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TierHeim - Schicksal oder Chance?!
TierHeim - Schicksal oder Chance?!
 (0)
Erschienen am 23.06.2006
Sabine NeumannKopenhagen. Marco Polo Reiseführer
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Kopenhagen. Marco Polo Reiseführer
Kopenhagen. Marco Polo Reiseführer
 (0)
Erschienen am 01.11.1998
Sabine NeumannThe Locative Class In Shengologa (kgalagadi
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The Locative Class In Shengologa (kgalagadi
The Locative Class In Shengologa (kgalagadi
 (0)
Erschienen am 01.03.2000
Sabine NeumannKopenhagen. Marco Polo Reiseführer
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Kopenhagen. Marco Polo Reiseführer
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 (0)
Erschienen am 01.03.1996

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Leuchtturmwaerterins avatar

Rezension zu "Das Mädchen Franz" von Sabine Neumann

Im Englischen heißt "Man" Mann, aber auch Mensch.
Leuchtturmwaerterinvor einem Jahr

Dieses Buch ist nur noch antiquarisch zu erhalten.

Inhalt:
"Er, sie, Franz, wer war er eigentlich, sie, Franziska?" Wieder nichts geworden, schimpft die Hebamme, als sie Franz/Franziska auf die Welt zerrt. Wieder nur ein Mädchen. Und Franz beschließt, "ein Mensch zu sein, weiter nichts". Er spielt den Jungen und beobachtet die Mädchen. Ist es wirklich reizvoll, eine Frau zu sein, in einer Welt, die aus winkenden Hausfrauen hinter Küchenfenstern und Angestellten mit kleinen Hüten besteht? In der Männer samstags ihr Auto herzen und Frauen Teppichfransen kämmen? Nicht umsonst ist Klein-Franzens erstes Wort ist "abhauen".
Was ist weiblich, was männlich? Und was lebenswert? Diesen Fragen spürt Sabine Neumann in ihrer Erzählung Das Mädchen Franz nach -- ein berührendes Lesestück und das treffsichere Porträt einer Kindheit und Jugend in den 60er- und 70er-Jahren. --Beate Strobel

Autorin:
Geboren 1961 in Regensburg, Studium der Philosophie und Germanistik in Regensburg und Berlin, u.a. Tätigkeit als Deutschlehrerin in Finnland, 1995 Preisträgerin des Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin, lebt in Berlin und Malmö/Schweden. 
Im Jahr 2000 erschien "ihr perfektes Debüt", der Erzählband Streit (st 3119). Die Literaturkritikerin Manuela Reichart bescheinigte ihr in der Süddeutschen Zeitung "gute Chancen, damit zum Sprachrohr ihrer Generation ausgerufen zu werden." Im März 2003 erschien ihre zweite Erzählung Das Mädchen Franz (st 3456).

Meinung:
Heutzutage ist es ja eigentlich kein Thema mehr, wenn sich Kinder nicht stereotyp entwickeln bzw. benehmen. In den 1960er Jahren war das noch anders. Mädchen hatten lange Haare zu tragen und mit Puppen zu spielen, Jungs durften zwar mehr und waren höher angesehen, aber wehe sie zeigten Schwäche.
Was aber, wenn man sich als Mädchen und Junge gleichermaßen fühlte?
Franziska/Franz wächst in der Babyboomer-Generation auf. Mädchen haben sich zu fügen. Ein Freigeist, wie Franziska ist, ist nicht erwünscht. In dieser Zeit ist es nicht einfach anders zu sein.
Für mich, die in den 1980ern als nicht ganz typisches Mädchen mit dem Fußball auf dem Bolzplatz und Autos im Dreck gespielt hat, waren die Erzählungen der Kindheit und Jugend eigentlich ganz normal. Doch ist es für mich unvorstellbar in der Regelwelt der 1960er Jahre groß geworden zu sein.

Schreibstil:
Eine Art Lebensgeschichte als Erzählung herausgegeben und aus der Sicht von Franz/Franziska geschrieben. Ein Selbstfindungsprozess mit immer neuen Wandlungen der Hauptfigur.

Figur:
Als Leser nimmt man an Franz'/Franziskas Leben teil und fühlt mit ihm/ihr. Franz ist einfach anders und eckt dadurch oft an. Die einzige Person, die ihr das Gefühl von Geborgenheit und Verständnis entgegenbringt, ist ihre Oma. Für diese Zeit wirklich eine bemerkenswert starke Frau.

Mein Fazit:
Ein Portrait eines Mädchens, die erst noch ihren Platz im Leben finden muss. Sie ist ein Freigeist und Freigeister hatten es in den 1960er Jahren im spießbürgerlichen Deutschland schwer. Ein für meine Generation unaufgeregtes Buch, für die Generation meiner Eltern wohl fast schon ein Befreiungsschlag.
Ich vergebe 3 von 5 Sternen, da es sich trotz der wenigen Seiten oft recht zäh las.

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