Narrengarten

von Sabine Peters 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Narrengarten
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Inhaltsangabe zu "Narrengarten"

Die Leute in diesem Roman sind ganz normale Narren: ein Ehemann mit nächtlichen Albträumen, eine gestresste Pharmavertreterin, ein verliebter Rechtsanwalt, eine Alte mit dem Kopf voll Erinnerungen oder ein Museumsbesucher, der vor Bildern auf die Knie fallen will. Ein Roman aus bunten, nicht selten komischen Geschichten. 28 Leute werden uns mit beiläufiger Präzision in ihren großen und kleinen Nöten und Träumen vorgestellt. Oder sie erhalten selbst das Wort, und wir hören siesprechen mit jeweils sehr eigener Stimme - witzig, anmaßend, nachdenklich oder überspannt und manchmal alles zugleich. Ein vielstimmiger Chor entsteht, dissonant mitunter, aber schnell wird deutlich, dass es Verbindungen untereinander gibt. Die Leute arbeiten miteinander, sind befreundet oder verwandt, wenn auch manchmal über mehrere Ecken. Oder es begegnen sich ganz Fremde im Stadtgetümmel und nehmen sich für einen Augenblick als Zeitgenossen wahr, die nicht nur Ort und Zeit miteinander teilen, sondern auf verrückte Weise miteinander zu tun haben.Sabine Peters webt einen ungemein vielfältigen und welthaltigen Erzählteppich, sie entwirft scharfe individuelle Konturen und hat einen ausgeprägten Sinn für das Kleine, Versehrte. Und doch gibt es hier die Ahnung von Gemeinsamkeit und gelingendem Leben, von einem großen Gespräch zwischen den Generationen und Schichten der Gesellschaft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783835313453
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:220 Seiten
Verlag:Wallstein
Erscheinungsdatum:03.07.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    SolunaBachs avatar
    SolunaBachvor 5 Jahren
    Hamburger Mittelmaß

    Das neue Buch von Sabine Peters hat mich sofort interessiert, weil ich selbst in diesem Jahr einen Roman veröffentlicht habe, in dem es um die Hamburger Gesellschaft geht.
    Aber im Gegensatz zu mir ist Sabine Peters eine mit Preisen ausgezeichnete Schriftstellerin, schreibt echte Literatur in sehr eigener Sprache. Gut beobachtet, reflektiert, philosophisch manchmal.

    Eine durchgehende Handlung im klassischen Sinne , gibt es im "Narrengarten" nicht, der Roman ist eher eine Momentaufnahme. Mittelschichts-Menschen begegnen sich im Gegenwarts-Hamburg, mal gibt es wirkliche Bindungen zwischen ihnen, mal schrammen sie nur rein zufällig im öffentlichen Raum aneinander vorbei. Dann verlieren sie sich wieder und die Erzählung wendet sich den nächsten zu. Jedes Kapitel könnte auch für sich genommen als Kurzgeschichte funktionieren.
    Dialoge gibt es so gut wie nicht, die Protagonisten monologisieren über ihr Leben und das ist bei allen unfroh, ohne Ausschläge, seltsam emotionslos.
    Es geht um durchschnittliche Probleme und Sorgen von Prototypen einer
    mittelmäßigen Mittelschicht. Alltag eben.
    Auch wenn immer explizit Hamburger Schauplätze benannt werden, könnte das ganze jedoch überall, in jeder deutschen Stadt ablaufen.

    Gelangweilt habe ich mich mit dem Buch nicht, aber das Gelesene berührt mich auch nicht, ich entwickele keinerlei Empathie für die Akteure. Vielleicht weil es unter dem vielzähligen Personal keinen "Helden gibt, sich niemand heraushebt, alle so unglaublich klein und normal sind.
    Alle existieren, aber keiner lebt. Irgendwie trostlos.

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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor einem Jahr
    W
    werohrenhatvor 4 Jahren

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    Pressestimmen

    »›Narrengarten‹ spielt nicht einfach nur in Hamburg, es ist – das kann man durchaus so sagen – eine Ode an die Hansestadt.«
    (Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 23.08.2013)

    »Sabine Peters' Sprache macht süchtig«
    (Sabine Vogel, Frankfurter Rundschau, 10./11.08.2013)

    »Ein Buch, das jene Wünsche nach einem befreiten Leben wiedererweckt, die in unserer Alltagsroutine erstickt sind.«
    (Michael Braun, Badische Zeitung, 06.07.2013)

    »ein anrührend-komisches Panorama der Hamburger Bevölkerung«
    (Ijoma Mangold, Die ZEIT, 04.07.2013)

    »ein poetisches Ganzes aus locker und leicht sich fügenden Puzzlestücken«
    (Katja Weise, Norddeutscher Rundfunk, 08.07.2013)

    »›Narrengarten‹ ist neben Michael Kleebergs ›Vaterjahre‹ das beste Buch der jüngeren Vergangenheit, in dem Hamburg eine Hauptrolle spielt.«
    (Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 21.06.2016)

    »Ein kleines schönes Konzert über unsere Vergänglichkeit.«
    (Denis Scheck, Literatur im Foyer, 04.07.2013)

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