Sabine Schulze Gronover Luzifer und der Küster

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Inhaltsangabe zu „Luzifer und der Küster“ von Sabine Schulze Gronover

Gerade hat Christian Grothe seine Stelle als Küster im idyllischen Münsterstädtchen Lüdinghausen angetreten, da stolpert er in der Sakristei über die Leiche einer Putzfrau - und sie soll nicht die letzte Tote bleiben. Während die Polizei im Dunklen tappt, kennt Christian Grothe den wahren Gegner: Luzifer treibt in Gestalt einer schönen Frau mitten in Lüdinghausen sein Unwesen und verführt die Menschen zu bösen Taten. Und Grothe ist der Einzige, dem es gelingen könnte, den Teufel wieder aus der Stadt zu vertreiben, denn er verfügt über himmlischen Beistand. Ein mehr als ungewöhnlicher Krimi: der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Luzifer und dem Erzengel Michael, und das mitten im Westfalen-Städtchen Lüdinghausen. Zutiefst diabolisch und außerordentlich amüsant. Großes Lesevergnügen.

Ein sehr schönes Buch mit unzähligen überraschenden Wendungen.

— Ann-KathrinSpeckmann
Ann-KathrinSpeckmann

einfach genial, muss man gelesen haben - teuflisch...

— Booky-72
Booky-72

Ein Krimi der ganz anderen Art. Ein teuflisches Lesevergnügen.

— Biest
Biest

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse - genial in einen Krimi gepackt. Muss man lesen!

— Wildpony
Wildpony

Jenseits, Diestseits, Abseits.... Normal ist langweilig, so wäre es hier auch. Ein ganz anderer Krimi: himmlisch-teuflisch guuuut!

— Floh
Floh

Das ganz andere Krimierlebnis

— Antek
Antek

Ich bin begeistert von Schreibstil und Handlung!

— esposa1969
esposa1969

Ich konnte nicht aufhören zu lesen, auf keinen Fall. Endlich mal wieder ein richtig gutes Buch. :)

— moorlicht
moorlicht

Origineller, sehr unterhaltsamer Krimi mit einigen Überraschungen. Titel und Gestaltung bereiten nicht annähernd auf den Inhalt vor.

— Lunamonique
Lunamonique

Mein persönliches Lieblingsbuch aus meiner Feder.

— SchulzeGronover
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  • Ein Buch voller Wendungen

    Luzifer und der Küster
    Ann-KathrinSpeckmann

    Ann-KathrinSpeckmann

    15. September 2015 um 08:46

    In "Luzifer und der Küster" geht es heiß her zwischen Religion, Krimi und Fantasy. Eine Mischung, die für mich kaum vereinbar klingt, doch die Autorin hat es irgendwie geschafft eine wunderbare Geschichte mit all diesen Komponenten zu Zaubern. Und obwohl ich natürlich den Klappentext gelesen habe, hat mich schon der Prolog umgehauen. Da sitzt der Sozialpädagoge plötzlich im Himmel fest.  Gerade zu Anfang kam mir das Buch ein wenig vor wie eine Aneinanderreihung von Interviews, dank denen der Leser nach und nach etwas rausfindet.  Ich finde es auch schön, wie locker hier mit sehr ernsten Themen umgegangen wird. Es finden sich viele Fakten und Geschichten aus der Bibel wieder und trotzdem ist ganz bestimmt kein religiöses Buch, dass auf eine unterhaltene Weise strenge Regeln des Christentums wiedergibt. Im Gegenteil: Kunstvoll spielt die Autorin mit Ideen wie der Reinkarnation und dem Himmel.  Es ist eine ganz eigene Idee von der Welt. Und noch dazu eine sehr spannende.

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  • Leserunde zu "Luzifer und der Küster" von Sabine Schulze Gronover

    Luzifer und der Küster
    SchulzeGronover

    SchulzeGronover

    Herzliche Grüße aus dem Münsterland, wo nun die Sommerferien beginnen. Zum Start in den Urlaub möchte ich 15 Bücher zu meinem Krimi "Luzifer und der Küster" für eine Leserunde verlosen. Es ist nicht mein neustes Buch, aber mein persönliches Lieblingsbuch. Die Bücher werden vom Emons Verlag zur Verfügung gestellt und an die Gewinner versandt. Zum Inhalt: Gerade hat Christian Grothe seine Stelle als Küster im idyllichen Burgenstädtchen Lüdinghausen angetreten, da stolpert er in der Sakristei schon über die Leiche einer Putzfrau. Sehr bald gibt es weitere Tote, und im Jugendzentrum werden eine hochgefährliche Droge und Giftschlangen gefunden. Während die Polizei im Dunkeln tappt, kennt Christian Grothe den wahren Gegner: Luzifer treibt in Gestalt einer schönen Frau mitten in Lüdinghausen sein Unwesen und verführt wie eh und je Menschen zu bösen Taten. Und Grothe ist der Einzige, dem es gelingen könnte, den Teufel wieder aus der Stadt zu vertreiben, denn er verfügt über himmlischen Beistand . Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Luzifer und dem Erzengel Michael, und das mitten im Westfalen-Städtchen Lüdinghausen. Eine diabolische Geschichte über die Verführbarkeit des Menschen.. Der sympathische Sozialarbeiter stirbt direkt zu Beginn der Geschichte, um sich darauf im göttlichen Auftrag mit dem abgründigsten aller Gegner anzulegen. Dafür wird er zurück auf die Erde versetzt und ermittelt dort aber in einer bodenständigen Weise, wie es das Sujet des Romans zunächst nicht vermuten lässt: spannende Ermittlungen, falsche Fährten und ein Schuss „überirdischer“ Humor - eher ein Krimi denn ein Fantasieroman! Nun zur Frage: Die Figur des Teufels bzw. Luzifers - Phantasiegestalt oder tiefe Symbolik für das Böse im Menschen?

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    • 305
  • Ein etwas anderer Krimi

    Luzifer und der Küster
    minori

    minori

    21. September 2014 um 07:17

    Der Start in den Krimi ist rasant: Rudi Kemper kommentiert seine eigene Beerdigung und landet danach flugs in der Zwischenstation, wo er als „zweitbester verfügbarer“ Sozialpädagoge drei polnischen Jugendlichen helfen soll, die sich aus „Versehen“ im Himmel befinden und nicht wieder zurück auf die Erde wollen. Rudi erkennt schnell, dass die Lösungen aller Probleme nur auf der Erde zu finden sind und schon wird aus Rudi Christian Grothe, der als Vertretung eines Küsters nun lebt. Dieser nicht ganz alltäglicher Krimi wird aus der personalen Ich-Sicht von Rudi/Christian erzählt und trumpft mit bissigen Humor und schwarzer Satire auf. Sehr sympathisch kommen die Charaktere rüber und auch die Geschichte ist gut durchdacht, auch wenn der Kriminalfall teilweise sehr zurücksteht und der Leser lange grübelt, wohin die Reise eigentlich geht. Nebenhandlungen lassen keine Langeweile aufkommen, verwirren aber ein wenig, da sie vom eigentlichen Fall ablenken. Der Leser ermittelt im Fall selbst mit und kann miträtseln und wird durch ein grandioses Finale nicht enttäuscht. Klasse ist die Idee, Luzifer als Frau auftreten zu lassen – nun ja, Frauen sind halt vielleicht die besseren Verführer und leben intensiver. Bildlich lässt die Autorin Szenen vor dem inneren Auge des Lesers entstehen und sorgt für ein wunderbares Kopfkino. Hinzukommen die witzigen Dialoge, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Mit viel Liebe hat die Autorin Sabine Schulze Gronover ein Werk entstehen lassen, dass auch mit tiefer gehenden Anliegen aufwarten kann. So werden Themen wie Vorurteile gegen Behinderten genauso angesprochen wie das Sterben. Realitätsnähe sucht der Leser hier vergeblich, aber auch fantasievolle Kriminalfälle können gut unterhalten – dieser Westfalen-Krimi ist dafür ein gutes Beispiel.

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  • super witzig

    Luzifer und der Küster
    SLovesBooks

    SLovesBooks

    Gerade hat Christian Grothe seine Stelle als Küster im idyllischen Burgenstädtchen Lüdinghausen angetreten, da stolpert er in der Sakristei schon über die Leiche einer Putzfrau. Sehr bald gibt es weitere Tote, und im Jugendzentrum werden eine hochgefährliche Droge und Giftschlangen gefunden. Während die Polizei im Dunkeln tappt, kennt Christian Grothe den wahren Gegner: Luzifer treibt in Gestalt einer schönen Frau mitten in Lüdinghausen sein Unwesen und verführt wie eh und je Menschen zu bösen Taten. Und Grothe ist der Einzige, dem es gelingen könnte, den Teufel wieder aus der Stadt zu vertreiben, denn er verfügt über himmlischen Beistand. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Luzifer und dem Erzengel Michael, und das mitten im Westfalen-Städtchen Lüdinghausen. Eine diabolische Geschichte über die Verführbarkeit des Menschen.. Der sympathische Sozialarbeiter stirbt direkt zu Beginn der Geschichte, um sich darauf im göttlichen Auftrag mit dem abgründigsten aller Gegner anzulegen. Dafür wird er zurück auf die Erde versetzt und ermittelt dort aber in einer bodenständigen Weise, wie es das Sujet des Romans zunächst nicht vermuten lässt: spannende Ermittlungen, falsche Fährten und ein Schuss „überirdischer“ Humor - eher ein Krimi denn ein Fantasieroman! Meine Meinung: Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Er ist mal etwas ganz besonderes und hebt sich stark von anderen Romanen ab. Nicht nur auf Grund seines Inhalts, sondern ganz besonders grandios auch durch seine Sprache und den damit verbundenen Wortwitz. Dieses Buch hat seinen ganz eigenen Charme. Man kann die Charaktere eigentlich nur ins Herz schließen und das speziell bedingt durch ihre ganz eigene Art. Der „westfälische Humor“ ;) kommt in diesem Buch super durch und konnte mich als Leser begeistern. Man merkt diesem Werk an, dass sich die Autorin für die Charaktere viel Zeit genommen hat und sie interessant ausgearbeitet hat und somit jedem das ganz besondere Extra verleihen hat. Der Sprachstil ist flüssig und zügig zu lesen. Es ist sehr angenehm den Dialogen zu folgen. Der Humor sticht sehr positiv hervor. Insgesamt handelt es sich hier um ein Buch, welches an Witz und Charme kaum zu überbieten ist und vielen gefallen wird, gerade Personen, die aus der Region stammen und die Gepflogenheiten und Verhaltensweisen dort kennen.

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    • 2
  • Himmel und Hölle, dazwischen die Welt! Großartiges Kopfkino mit viel Humor!

    Luzifer und der Küster
    Floh

    Floh

    Nachdem ich vor vielen Wochen "Rote Schatten über Münster" von Autorin Sabine Schulze-Gronover regelrecht verschlungen habe, habe ich mich nun bei "Luzifer und der Küster" noch weniger an Nacht- und Ruhezeiten halten können... Und eines weiß ich, auch ihre anderen Westfalenkrimis werden noch meine Hände finden....! Zum Inhalt: "Gerade hat Christian Grothe seine Stelle als Küster im idyllischen Münsterstädtchen Lüdinghausen angetreten, da stolpert er in der Sakristei über die Leiche einer Putzfrau - und sie soll nicht die letzte Tote bleiben. Während die Polizei im Dunklen tappt, kennt Christian Grothe den wahren Gegner: Luzifer treibt in Gestalt einer schönen Frau mitten in Lüdinghausen sein Unwesen und verführt die Menschen zu bösen Taten. Und Grothe ist der Einzige, dem es gelingen könnte, den Teufel wieder aus der Stadt zu vertreiben, denn er verfügt über himmlischen Beistand.. Ein mehr als ungewöhnlicher Krimi: der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Luzifer und dem Erzengel Michael, und das mitten im Westfalen-Städtchen Lüdinghausen. Zutiefst diabolisch und außerordentlich amüsant. Großes Lesevergnügen." "Mein persönliches Lieblingsbuch aus meiner Feder." sagt die Autorin zu ihrem eigenen Buch, und ich glaube es ihr auf´s Wort. Handlung: Schon auf den ersten Seiten ist völlig klar, dass es sich hier nicht um einen "ganz normalen" Krimi geht, denn normal ist langweilig...Hier handelt es sich um einen Krimi der ganz anderen Art. Hat man das jetzt gerade wirklich gelesen, oder wird man selbst schon gaga? Solche Fragen stellt sich der Leser, als Rudolf "Rudi" Kemper seine eigene Beerdigung moderiert und kommentiert, und zwar mit so viel Ironie, Sakrasmus und westfälischer Trockenheit, dass man sich wirklich wie in einer TV-Show vorkommt. Unberechtigterweise landet Rudi nach seinem "Ableben" in der Zwischenstation auf dem Weg zur Himmelpforte. Hier landen eigendlich diejenigen, die noch eine weitere Prüfung bestehen müssen... Die Erzengel haben aber eine Mission, und Rudi soll bei der Erfüllung dieser Mission aushelfen. Drei polnische Jugendliche, Waisen, haben sich in die überirdische Welt geschlichen, und wollen auf keinen Fall zurück auf Erden. Aber nur dort ist auch die Lösung des Problems zu finden, und Rudi bekommt die glorreiche Aufgabe, auf Erden dieses Problem zu knacken. Und so wird Rudolf als Christian Grothe zur Vertretung des Küsters auf Erden gesandt, und steht plötzlich vor einem Haufen Probleme. "Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen..." Hier nun muss er sich gleich um mehrere Probleme auf einmal kümmern, und hier beginnt dann der eigendliche Krimi! Eine polnische Putzfrau liegt ermordet in der Sakristei, im Jugendheim kursieren Drogen und wilde Partys, überall gibt es für Rudi alias Christian was zu tun. Zudem darf er sich ja auch nicht verraten, und der Auftrag der Erzengel gilt es auch zu erfüllen..... Schreibstil: Die Autorin Schulze Gronover besitzt einen so herrlich bildhaften Schreibstil. Vor allem, da hier westfälische Starrköpfigkeit, sarkastische Dialoge und eine wahnsinns Portion Humor aus Himmel und Hölle diesen Krimi untermalen, erzeugt ihr Stil beim Leser wirklich filmreife Szenen und Bilder. Hochgelobtes Kopkino!!!  Mich als Westfälin, hat sie natürlich auch mit ihrem Lokalkolorit begeistern können. Das Örtchen Lüdinghausen habe ich ein paar mal durchquert und hatte eine stimmige Vorstellung der hiesigen Schauplätze. Sabine Schulze Gronover hat das lebhafte irdische Westfalen und Münsterland eingefangen.Ihren Mut zu dieser übersinnlichen Story lobe ich sehr. Es ist sicher nicht jedermanns Vorstellung von einem Krimi, aber mir hat es Abwechslung und Freude bereitet. Aber der Krimi bleibt nicht gänzlich auf der Strecke, denn die Autorin nutzt den typischen Schreibstil für einen gelungenen und spannenden Krimi, denn sie legt falsche Spuren, sorgt für Irrungen und Wirrungen, streut Handlungsstränge und lässt den Leser an den Ermittlungen aktiv teilhaben und verblüfft mit einem Showdown und Epilog der besonderen Art.  Das Buch liest sich flüssig und unterhält, es gibt unheimlich viel zu entdecken und zu erleben. Ein Schmaus auf Himmel und Erden... Charaktere: Viel Geschick und Können beweist die Autorin bei der Auswahl der Charaktere. Denn hier treffen wir ganz spezielle Persönlichkeiten. DER Pluspunkt schlechthin in dieser Story. Einfach unglaublich. Nicht nur der leitende Ermittler Hagedorn hat es auf dem armen Rudi alias Christian abgesehen, auch Luzifer persönlich macht es ihm nicht leichter den himmlischen Auftrag und die irdischen Mordfälle zu lösen. Zudem verdächtigt Hagedorn Christian und hat ein ganz besonderes Auge auf ihn.  Viele interessante Persönlichkeiten und gerade das Team um die Ermittlungen und vor allem die himmlische Besatzung, die Frauenbilder....warten mit kuriosen Eigenschaften auf. Und auf dem Weg bis zum Täter / Täterin begegnen wir noch viele Charaktere. Jeder könnte es gewesen sein, denn das Motiv und die Zusammenhänge bleiben bis zum Showdown unklar und fern. Knifflige Konflikte entstehen hier. Wir treffen auf sympathische und unsympathische Figuren und dürfen so manchen Überraschungsmoment erleben. Autorin Gronover beweist großes Geschick, denn sie bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Sie lässt den Leser an den überirdischen Ermittlungen teil haben! Meinung: Das Treiben rund um den Mord, die Ermittlungen, der Weg zur Himmelspforte, das Ideenreichtum und die knochentrockenen Sprüche haben mir sooooo ein begeistertes Leseerlebnis beschert, dass ich über die kleine Schwäche hinwegsehe und die 4,5 Sterne zu 5 Sternen aufrunde. Leider kam mir die Brisanz des Krimi erst recht spät. Vordergründig galt es hier zunächst den Humor und Sarkasmus zu bedienen. Aber das Ende reißt alle Zweifel an einem perfekten Krimi wieder raus. Da mich dieser Krimi absolut durch seine Charaktere, die Story, die Idee, den Mut dazu sehr begeistert hat, kann ich ihn sehr empfehlen. Offenheit für Neues sollte mitgebracht werden, nur so kann man sich fallen lassen und in diesem Buch versinken und es mit einem Augenzwinkern lesen, und die kleinen Botschaften erkennen.  Cover: Stimmig zum Inhalt, gefällt mir farblich und von der Gestaltung sehr, Reiht sich prima in die Veröffentlichungen des Hauses emons Verlag ein. Die Autorin über sich: "Ich bin 1969 in Hamm-Heessen geboren und mit einer älteren Schwester und einem jüngeren Bruder als "Sandwich-Kind" am Rande von Bockum-Hövel aufgewachsen. In jungen Jahren wollte ich Indianer werden, einige Jahre später war ich überzeugt davon, als Trapezkünstlerin größere Chancen zu haben. Ich alleine würde den Wilden Westen kaum zurückerobern können. Den Jubel eines Publikums über spektakuläre Darbietungen am Trapez eroberte ich aber auch nicht, meist fand ich mich im Gipszimmer der Unfallchirurgie wieder. Vernünftiger, aber nicht weniger verträumt machte ich mein Abitur und studierte an der Westf. Wilhelmsuniversität Münster Diplom-Pädagogik und Kunsttherapie. Ich erzählte mir zu dieser Zeit dann nur noch die Geschichten, in denen ich immerhin sehr aufregende Berufe und Berufungen inne hatte, ohne deshalb existentielle oder physische Sorgen leiden zu müssen.Und genau das ist für mich auch der faszinierende Aspekt an Büchern - man kann mit ihnen alles Mögliche erleben, sich mit den verschiedenen Personen identifizieren, eine Eule als Haustier besitzen und immer wieder die Welt retten und ist dennoch passend zum 3-Gang-Menü Zuhause. Toll! Seit 1993 bin ich in der LWL-Klinik Münster tätig, sowie seit 2010 zusätzlich stundenweise auf der Palliativstation des St. Josef-Krankenhauses in Hamm. Berufliche Routine und Langeweile brachten mich auf die Idee, das Erzählen von Geschichten mal von einer professionellen Seite aus zu hinterfragen. So absolvierte ich von 2004 bis 2006 einen überaus interessanten und lehrreichen Autorenlehrgang bei ILS, Institut für Lernsysteme in Hamburg - seitdem weiß ich zumindest warum mir manche Bücher nicht gefallen und andere sehr...! Ich lebe jetzt in Drensteinfurt, bin verheiratet und habe eine Tochter, einen braunen 2 Jahre alten Labrador, acht Meerschweinchen und drei Kaninchen (draußen!), und ein Hamster meiner Tochter lebt in der Gästedusche (Ja, ich wollte auch einmal Tierärztin werden). " Fazit: Ein übersinnlicher Krimi, der Offenheit für Neues voraussetzt. Denn hier geht es irdisch und himmlisch zu.... 4,5 Sterne gerundet zu 5 für diesen krassen Showdown!

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    • 15
    parden

    parden

    16. August 2014 um 14:45
  • Im Himmel ist auch nicht alles perfekt was Flügel hat.

    Luzifer und der Küster
    Antek

    Antek

    Schon auf den ersten Seiten ist völlig klar, dass es sich hier um einen Krimi der ganz anderen Art handelt. Hardcore Versteckte Kamera oder was ist hier passiert? Rudolf Kemper kommentiert seine eigene Beerdigung und zwar mit so viel beißendem Humor, dass man sich wirklich wie in einer schwarzen Komödie vorkommt. Nach dem gelungenen Einstieg geht es erst einmal in eine Art Zwischenstation auf dem Weg zum Himmel. Hierhin gelangen die menschlichen Seelen, die es im nächsten Leben noch einmal besser machen müssen. Allerdings ist Rudolf hier ganz unschuldig gelandet. Die Erzengel haben nämlich ein Problem. Es haben sich unerlaubter Weise drei polnische Waisenkinder eingeschlichen und weigern sich nun strikt wieder zu gehen. Deshalb muss der zweitbeste Sozialpädagoge zur Hilfe kommen, der beste ist leider verhindert. Schnell wird klar, dass das Problem nur auf der Erde gelöst werden kann und so wird Rudolf als Christian Grothe zur Vertretung des Küsters vor Ort geschickt. Hier nun muss er sich gleich um mehrere Probleme auf einmal kümmern. Eine polnische Putzfrau liegt ermordet in der Sakristei, im Jugendheim geht auch nicht alles mit rechten Dingen zu, der himmlische Auftrag muss gelöst werden und dann macht ihm auch noch Luzifer, oder besser Luzifere, die rothaarige Verkörperung des Satans zu schaffen. Ob er da mal nicht lieber im Jenseits geblieben wäre und Harfe spielen gelernt hätte? Der Krimi wird aus Sicht von Rudolf sprich Christian erzählt, ein Charakter, der zwar äußerst liebenswürdig ist und einem regelrecht ans Herz wächst, aber auch  seine Arroganz geschickt zu verpacken weiß. Zudem ist er mit so viel trockenem, sarkastischem Humor ausgestattet, dass man wirklich mehr als genug zu lachen bekommt. Zeitweise war ich wirklich hin und her gerissen, soll ich um ihn bangen oder einfach nur über die Situationskomik lachen. Der Kriminalfall hält sich eher im Hintergrund und relativ lange ist auch gar nicht so klar, wo er hinführen soll und wie die ganzen Nebenhandlungen in Verbindung stehen. Richtig spannend wird es meinem Empfinden nach erst im letzten Drittel. Eine gemächliche Ermittlung würde ich sagen.  Allerdings wird es hier nicht langweilig, weil sich für den Ermittler mit den guten Connections zum Himmel immer wieder neue Probleme und Herausforderungen auftun. Sehr ans Herz gewachsen ist mir Rudolfs Schwester Lisa, die mit ihrem wachen Geist ein super Beispiel gegen die Klischees gegenüber Behinderten setzt. Das wird vor allem auch darin deutlich, dass die Beziehung zu ihrem Bruder so innig ist. Über den Pfarrer und seine Haushälterin konnte ich zusätzlich viel schmunzeln. Und die Idee Luzifer in Frauengestalt auf den Weg zu schicken ist doch nur klasse, es war ja schließlich auch schon immer klar, dass Frauen die besseren Verführer sind und vielleicht hat ja auch Luzifer ein wenig Herz.   Da die Buchbeschreibung und der Begriff Westfalenkrimi nicht so sehr auf diesen sehr außergewöhnlichen Fall hindeuten, könnten vielleicht Leser, die auf der Suche nach rasanten Regionalkrimis mit Anspruch auf Realitätsnähe sind, etwas enttäuscht werden. Allen, die sich aber auch gern einmal auf einen außergewöhnlichen Fall einlassen können und denen wie mir viel an bissigem Humor liegt, kann ich Luzifer und der Küster wirklich nur empfehlen. Eine gelungene Abwechslung im Krimialltag.

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    • 6
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    13. August 2014 um 22:36
  • Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse - hervorragend in einen Krimi gepackt

    Luzifer und der Küster
    Wildpony

    Wildpony

    Luzifer und der Küster - Sabine Schulze Gronover Kurzbeschreibung Amazon: Gerade hat Christian Grothe seine Stelle als Küster im idyllischen Münsterstädtchen Lüdinghausen angetreten, da stolpert er in der Sakristei über die Leiche einer Putzfrau - und sie soll nicht die letzte Tote bleiben. Während die Polizei im Dunklen tappt, kennt Christian Grothe den wahren Gegner: Luzifer treibt in Gestalt einer schönen Frau mitten in Lüdinghausen sein Unwesen und verführt die Menschen zu bösen Taten. Und Grothe ist der Einzige, dem es gelingen könnte, den Teufel wieder aus der Stadt zu vertreiben, denn er verfügt über himmlischen Beistand.. Mein Leseeindruck: Ein wahrhaftes Lesevergnügen :-)Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse in einen doch oft recht humorvollen Krimi gepackt.Mich als Lese hat die Story absolut gefesselt und ich hatte eine Stellen, über die ich herzhaft schmunzeln musste.Den Hauptprotagonist Christian (Rudi) habe ich sehr ins Herz geschlossen. Er trägt das Herz auf dem richtigen Fleck und versucht sich in jeder Situation von seiner besten Seite zu zeigen. Aber auch in einigen "brenzligen" Situationen bewahrt er einen kühlen Kopf und entscheidet spontan das Richtige.Aber auch Luzifer war mir als Leser nicht unsympatisch. Vor allem in der Form wie er hier in Erscheinung tritt. Und irgendwie will er ja nur eins... selbst wieder zu den Guten zu gehören. Fazit: Wieder ein total toller und unterhaltsamer Krimi aus dem Emons Verlag.Diese Krimis haben mir schon immer ein großes Lesevergnügen bereitet. Jetzt habe ich die Autorin Frau Schulze Gronover mit diesem Krimi kennen gelernt und sie konnte mir nicht nur unterhaltsame Stunden, sondern einen ganz besonderen Krimi zur Unterhaltung bieten. Der schöne Schreibstil und die Begeisterung, mit der mich die Autorin überzeugt hat, werden mir noch weitere schöne Lesestunden mit den anderen Büchern der Autorin bescheren. Luzifer und der Küster ist ein tolles Buch das von mir 5 Sterne erhält. Kann es jedem Leser nur empfehlen. ♥

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    • 3
  • Einfach himmlisch und höllisch genial

    Luzifer und der Küster
    Biest

    Biest

    Zum Inhalt: Der Prolog beginnt bereits recht überirdisch. Rudolf Kemper ist Sozialpädagoge, er leitete ein Jugendzentrum in Lüdinghausen. Nach einem Autounfall hat er die Gelegenheit, seine eigene Beerdigung, live und in Farbe, im Schwebezustand mitzuerleben. In der „Zwischenstation“ angekommen, trifft er auf Jonas und Raoul, die ihm mitteilen, dass sie dringend einen Sozialpädagogen brauchen. Er soll sich um drei Jugendlichen kümmern und diese wieder auf den richtigen Weg führen. Dafür lässt Erzengel Michael auch gerne mal einen Lottogewinn springen, schickt den Küster Ulrich Burkhart in den Urlaub und lässt ihn durch Rudi, der jetzt als Christian Grothe zur Erde zurückkehrt, vertreten. Dort hat er keine Zeit sich in seinem neuen Körper richtig einzuleben, schon am ersten Tag findet er zusammen mit Pastor Klein dessen Putzfrau tot in der Sakristei. Kurz darauf werden die Gemälde der vier Erzengel aus der Kirche entwendet. Stecken etwa die drei polnischen Waisenkinder, um die sich Christian kümmern soll, dahinter? Auch im Jugendzentrum scheint der Teufel los zu sein. Christian setzt Himmel und Hölle in Bewegung um die Angelegenheit schnellstmöglich zu erledigen.   Meine Meinung: Wenn man den Klappentext liest, kann man sich nicht im Ansatz vorstellen was sich tatsächlich dahinter verbirgt. Die Geschichte rund um Rudi ist einfach himmlisch und teuflisch zugleich. Wer einen stinknormalen Krimi erwartet, ist hier definitiv falsch. Die Charaktere sind sehr liebevoll und realitätsnah beschrieben, hier haben selbst die Engel Humor. Mein Favorit ist ganz klar Erzengel Michael, der hier mal kurz in die Rolle des Adonis gehüpft ist. Aber auch Rudi ist nicht ohne, seine teils doch eher sarkastischen Sprüche fand ich sehr amüsant. Lisa, Rudis jüngere Schwester, lebt trotz ihres Handicaps ihr eigenes Leben. Mit ihrem wachen Verstand ist sie Rudi eine große Hilfe, mir ist sie sehr ans Herz gewachsen. Die Gegenspieler sind der Autorin auch super gelungen, im Roman zeigt sogar der Teufel höchst persönlich, dass in ihm ein kleiner Funke Menschlichkeit steckt. Den Leser erwartet hier auf jeden Fall eine Story die man nicht als „normalen Krimi“ bezeichnen kann. Mit viel Humor beschreibt die Autorin hier den Kampf, zwischen Gut und Böse, auf ihre ganz eigene Art. Mit dem Epilog hat sie etwas geschafft, was nicht viele Autoren schaffen, sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Der Schreibstil hat mir super gefallen, sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Spannung wurde aufrecht erhalten von der ersten bis zur letzten Seite.   Fazit: Dieses Buch kann ich JEDEM guten Gewissens uneingeschränkt empfehlen.

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    • 2
  • Teuflisches Spiel

    Luzifer und der Küster
    esposa1969

    esposa1969

    09. August 2014 um 21:00

    Hallo meine liebe Leser, diesen satirisch angehauchten Kriminalroman durfte ich im Rahmen einer Leserunde lesen: == Luzifer und der Küster == Autorin: Sabine Schulze Gronover == Über die Autorin: == Sabine Schulze Gronover, geboren 1969 in Hamm-Heessen, studierte Diplom-Pädagogik und Kunsttherapie an der Universität Münster. Seit 1993 arbeitet sie als Therapeutin an der Lwl-Klinik Münster und seit 2010 zusätzlich auf der Palliativstation des St.-Josef-Krankenhauses. Sie lebt mit einigen Tieren und ihrer Familie auf dem Land in Mersch-Drensteinfurt. (quelle: www.emons-verlag.de) == Eckdaten: == * Westfalen Krimi/ Broschur * Abmessungen:13,5 x 20,5 * Seitenzahl: 288 Seiten * ISBN 978-3-89705-997-9 * Preis: Euro 10,90 [D] , 11,20 [AT] ==Buchrückentext: == Gerade hat Christian Grothe seine Stelle als Küster im idyllischen Münsterstädtchen Lüdinghausen angetreten, da stolpert er in der Sakristei schon über die Leiche einer Putzfrau. Sehr bald gibt es weitere Tote, und im Jugendzentrum werden eine hochgefährliche Droge und Giftschlangen gefunden. Während die Polizei im Dunkeln tappt, kennt Christian Grothe den wahren Gegner: Luzifer treibt in Gestalt einer schönen Frau mitten in Lüdinghausen sein Unwesen und verführt die Menschen zu bösen Taten. Und Grothe ist der Einzige, dem es gelingen könnte, den Teufel wieder aus der Stadt zu vertreiben, denn er verfügt über himmlischen Beistand ... Ein mehr als ungewöhnlicher Krimi: Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Luzifer und dem Erzengel Michael, und das mitten im Westfalen-Städtchen Lüdinghausen. Zutiefst diabolisch und außerordentlich amüsant. Großes Lesevergnügen! == Buchbeschreibung: == Rudolf Kemper, Leiter eines Jugendzentrums, muss sich unverhofft als Küster in seiner ehemaligen Gemeinde behaupten. Seinen alten Gegner Pastor Klein hat er nun gar zum Chef. Schon während seiner ersten Amtshandlung wird des Pastors polnische Putzfrau ermordet, und kurze Zeit später verschwinden vier alte Gemälde der Erzengel. Haben die drei polnischen Waisenkinder, die man zuletzt beim Einbruch in das Jugendzentrum gesehen hat, etwas damit zu tun? Kemper spürt, dass das Böse Einzug gehalten hat in seiner Heimatstadt Lüdinghausen und vor allem in seinem ehemaligen Jugendzentrum. Und er fürchtet allmählich, dass sein Gegner kein Geringerer als Luzifer persönlich ist == Leseeindrücke: == Dieser Roman hat mich völlig begeistert: In der personale Erzählform beschreibt der gerade verstorbene Sozialpädagoge - zweitbester in seinem Beruf - Rudi Kemper seine eigene Beerdigung. Wie er sie evtl. anders organisiert hätte, wen er nicht eingeladen hätte und dass ihm die Blumen ganz nett gefallen. Und kaum ist er unter der Erde ist er auch schon - schwupp - in einem namenlosen Ort und erfährt von zwei Handlangern dieses namenlosen Ortes - Jonas und Raoul - dass man ihn hat sterben lassen, weil man hier einen fähigen Sozialpädagogen benötigen würde, um drei jugendliche Polen aus einem Waisenhaus - Dominik, Maria und Viktor - zum Reden zu bringen, weil man über deren Ableben nichts Genaues weiß und sie sich darüber ausschweigen. Darüber empört, deshalb hierher beordert worden zu sein, obwohl Rudi diesen namenlosen Ort ganz behaglich findet, erfährt er, dass er in 5 Jahren eh und je an Krebs verstorben wäre. So gesehen fügt sich Rudi seinem Schicksal, denn er befindet sich er auf eine Art Vorstation auf dem Weg in den Himmel und dahin muss er sich erst einmal bewähren. Dann wird noch eine polnische Putzfrau ermordet in der Sakristei gefunden, und bald ist klar: Hier ist der Teufel mit im Bunde und dieser treibt in Gestalt einer rothaarigen Luzifer-Teufelin sein Unwesen…. Ich war angetan vom Schreibstil (eben aus der Sicht des Toten), es nimmt einem auch ein wenig die Angst vor dem Sterben, empfand die Handlung oftmals weniger als Krimi, sondern eher sehr amüsant und satirisch, was ich  aber als positiv und auflockernd empfand! Die ersten Seiten lasen sich wie im Flug! Die Szenerien, die Protagonisten und die Gefühle und das Denken dieser sind detailliert und gut vorstellbar beschrieben, Lt. Buchrückentext hatte ich einen Krimi der ganz anderen Art erwartet, war daher angenehm überrascht vom vorgefundenen Schreibstil. Insgesamt findet der Leser 18 angenehm kurze und kurzweilige Kapitel verteilt auf 287 Seiten. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! Vielen Dank! by esposa1969

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    moorlicht

    moorlicht

    Luzifer und der Küster. Ein vergleichsweise einfacher Titel und von der Wortwahl etwas vorbehaftet. Trotzdem genau richtig für diesen Krimi. Soviel beißenden und knochentrocken bis sarkastischen Humor findet man sonst bestenfalls in good old England. "Hälst du deinen Bruder für so gefährlich?" "Er hatte eine schwarze Mamba im Keller und hat es niemandem im Haus erzählt. Wie nennen Sie das denn? Tierliebe?" (S. 245) Beim Lesen platze ich mitten in die Beerdigung von Rudi Kemper, seines Zeichens Sozialpädagoge. Und bin quasi hautnah dabei. Wie sonst sollte man es ausdrücken, wenn der eben Verstorbene seine eigenen Eindrücke schildert - bis hin zum Übergang in's Jenseits. Dort erholen sich normalerweise die eben verstorbenen Seelen, bevor sie für eine weitere Runde der Wiedergeburt zurück auf die Erde gelangen. Bei Rudi dagegen liegen die Dinge etwas anders. Er ist aus beruflichen Gründen hier. Ein paar Jugendliche haben sich in der jenseitigen Wellness-Oase eingeschlichen und keiner weiß, woher oder warum? Nachdem die erhofften Erfolge auf sich warten lassen, bekommt Rudi leihweise den Körper des Küsters Christian Grothe zur Verfügung gestellt. Mit der Auflage, in Lüdinghausen zu ermitteln, was es mit den drei Störenfrieden auf sich hat und inwiefern Luzifer dabei seine Finger im Spiel hat. Kaum wieder 'unten' angekommen, stolpert Christian aka Rudi zusammen mit seinem neuen Vorgesetzten Pastor Klein über die Leiche der Putzfrau in der Sakristei. Damit ist dann auch das eigentliche Spielfeld eröffnet. Immer mehr Verdächtige tauchen auf, die sich gegenseitig an Undurchsichtigkeit nichts schenken. Zum Glück für den teilweise völlig im Dunkel tappenden Christian hat er auch einige Hilfe - sowohl irdisch als auch von himmlischer Seite. In völliger Seelenruhe verfolgt Luzifer die gesteckten Ziele und lässt es sich nicht nehmen, nebenbei bei Christian die ohnehin schon bestehende Panik zu vertiefen. Was dem gefallenen Engel natürlich auch nicht schwer fällt. Wenn mir jemand erzählt hätte, wie in einem so kleinen Städtchen wie Lüdinghausen dermaßen der Teufel los sein könnte - ich hätte diese Behauptung zumindest sehr skeptisch angesehen. Nach außen hin zeigt sich das geruhsame Bild eines westfälischen Städtchens mit sonntäglichem Kirchgang, nachbarschaftlichem Klatsch und auch der ein oder anderen aufmerksamst gepflegten Unstimmigkeit (Rudi bildet da keine Ausnahme). Diese idyllische Fassade wird ausnehmend gut aufrecht erhalten - und dahinter geht die Post ab. Ich tappe beim Lesen zusammen mit dem Küster fröhlich im Dunkeln und habe bis zur letzten Minute immer noch keinen Schimmer, wer denn nun der Handlanger von Lucifer ist. Wobei Handlanger möglicherweise nicht ganz die richtige Wortwahl ist. Alles Auslegungssache. Luzifer's Vorgehensweise ist sehr raffiniert ausgetüftelt. Und wie im Laufe der Handlung auch mehrmals unter der Hand betont wird - der Mensch hat seinen freien Willen. Luzifer zwingt niemanden, ihm zur Hand zu gehen. Das hat er auch gar nicht nötig. Es gibt allerdings auch noch die andere Seite der Münze. Nicht nur bei der Geschichte oder im unmittelbarem Kreis um Rudi, auch bei Luzifer. Mehr darüber zu schreiben, würde möglicherweise das Lesevergnügen schmälern. Sagen wir es so: Das Buch lässt es stellenweise richtig ruhig angehen – gediegene Sprache, gepaart mit rabenschwarzem Sarkasmus. Und ich würde es sofort jedem in die Hand drücken. ‘Mußt du gelesen haben.’ Last but not least bekommt das Buch durch den Epilog einen besonderen Touch. Enorm viel Raum für Spekulationen tut sich auf, die sich mit ein wenig Gedankenfreiheit in alle Himmelsrichtungen bewegen können. Copyright by: Moorlicht, geschrieben für Die Zaunreiterin

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    • 5
    moorlicht

    moorlicht

    07. August 2014 um 13:43
  • Luzifer und der Küster

    Luzifer und der Küster
    Lunamonique

    Lunamonique

    Nach „Todgeweiht im Münsterland“ ist „Luzifer und der Küster“ Sabine Schulze Gronovers zweiter Westfalenkrimi. Inzwischen ist ihr dritter Krimi „Rote Schatten über Münster“ erschienen und der vierte „Totentanz im Münsterland“ steht in den Startlöchern. In „Luzifer und der Küster“ soll Sozialpädagoge Rudolf Kemper drei Jugendliche zurück auf den richtigen Weg bringen. Das Böse hat sich in ihnen eingenistet.   Für eine begrenzte Zeit schlüpft Sozialpädagoge Rudolf Kemper in die Rolle des Küsters Christian Grothe. Kaum ist er angekommen, wird eine Tote gefunden. Wer steckt hinter dem Mord? Bei seinen Nachforschungen bekommt es Christian mit dem Teufel zu tun. Drohungen halten ihn nicht davon ab, den Todesfall der polnischen Putzfrau aufklären zu wollen. Für Hauptkommissar Hagedorn zählt Christian zum Kreis der Verdächtigen. Da der Küster für einen Neuling aber erstaunlich gut informiert ist, könnten die Ermittlungen von ihm profitieren.   Titel und Cover sind pures Understatement. Sie bereiten nicht annähernd auf den ungewöhnlichen Krimi vor. „Luzifer und der Küster“ startet mit einer besonderen Perspektive und mit viel Humor. Rudolf Kempers Lage ist außergewöhnlich und wie sich herausstellt unverschuldet. Mit den Veränderungen umzugehen, ist eine Herausforderung. Christian alias Rudi mit seiner direkten, schlagfertigen Art macht diesen Krimi zu einem Erlebnis. Hat er sich einmal an einem Fall festgebissen, lässt er nicht mehr los, egal welche Steine ihm in den Weg gelegt werden. Dabei ist er nicht der typische Held sondern wird auch mal von Angst und Zweifeln geplagt. Autorin Sabine Schulze Gronover wartet mit originellen, neuen Ideen auf und lässt ihre Hauptfigur von einer brenzligen Situation in die nächste stolpern. Der Teufel ist Christian dicht auf den Fersen, lässt sich aber anfangs nicht blicken. Die lauernde Gefahr sorgt für Spannung. Es gibt gleich zwei große Überraschungen, die Lisa und den Teufel betreffen. Kleinere Überraschungseffekte halten den Leser ebenfalls in Atem. Lange Zeit ist nichts vorhersehbar. Christian profitiert von den Erfahrungen aus seinem alten Leben und fühlt sich bald in seiner neuen Rolle pudelwohl. Eine attraktive Übersetzerin mit einem dunklen Geheimnis hilft ihm bei den Ermittlungen. Ab und zu schweift die Autorin in Erklärungen ab. Das hält sich aber so weit im Rahmen, dass die Geschichte nicht komplett ausgebremst wird. Der charmante Michael ist zusammen mit Rudi das Highlight der Geschichte. Sehr sympathisch ist Lisa mit ihrer phänomenalen Beobachtungsgabe. Mit ihr wird ein ernstes Thema mit der Geschichte verwoben. Es geht um Anderssein und Vorurteile, den sensiblen Umgang mit Menschen, die nicht der Norm entsprechen. Ungewöhnlich, dass ein Krimi gleich mit mehreren sympathischen Charakteren auftrumpft und sich trotzdem nicht in den einzelnen Figuren verliert. Für Krimiliebhaber und Fantasy-Fans ist „Luzifer und der Küster“ ein besonderer Leckerbissen. Der Kampf Gut gegen Böse geht in die nächste Runde. Der Schluss ist zwar nicht ganz so raffiniert wie erwartet, aber immer noch gelungen. Der Epilog wirft Fragen auf und hätte auch ganz gestrichen werden können.   Nach dem Lesen des Krimis kann das Cover nicht mehr mit dem Inhalt mithalten. Die Gestaltung hätte rätselhafter und kreativer sein und diesen Krimi von der Masse abheben müssen. Nach den Kurzbeschreibungen zu urteilen unterscheidet er sich wesentlich von den anderen Westfalenkrimis. Der Titel klingt zu harmlos, obwohl er die Geschichte auf den Punkt bringt. Dem Ende fiebert der Leser entgegen. Wie wird die Lösung für Christian bzw. Rudi aussehen? „Luzifer und der Küster“ wäre ein toller Start für eine Küster- oder Rudi-Reihe geworden. Die Hoffnung bleibt, dass es mit den sympathischen bis charmanten Charakteren und dem kaltblütigen, unberechenbaren Gegenspieler weiter geht. Das Potential ist auf jeden Fall da, und an weiteren originellen Einfällen wird es sicherlich nicht scheitern. Zusatzkommentar: Ich habe versucht, nicht allzu viel von der Story zu verraten, weil diesen Krimi gerade der Überraschungseffekt ausmacht.

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    • 2
  • Absolut gelungener (Fantasy-) Krimi.

    Luzifer und der Küster
    Wilmi

    Wilmi

    Trotz regionaler Auslegung ist dieser Krimi überaus überregional ! Die Handlung spielt zu Beginn im Jenseits und man hat einen riesigen Spaß daran, sich die dortigen Dialoge und Szenen vorzustellen. Die Story ist völlig ungewöhnlich und lässt den Leser förmlich am Buch festkleben (selbst Schuld wenn sie's anfangen und eigentlich noch etwas vor hatten!!). Die Erzählweise ist die Ich-Perspektive aus Sicht der Hauptfigur; was sehr schön umgesetzt und den Text leicht zugänglich macht. Insbesondere die gut ausgearbeiteten Dialoge und Inszenierungen sind einfach köstlich. Der Inhalt wurde hinreichend durch obige Rezension dargelegt.

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    • 2
  • Super spannend und ungewöhnlich!!

    Luzifer und der Küster
    aenschii97

    aenschii97

    20. March 2013 um 19:41

    Super spannend und ungewöhnlich. Was zunächst fantastisch klingt entpuppt sich dann als spannender wandlungsfähiger Krimi mit interessanten Figuren und netten Anspielungen auf die Bibel: Luzifer, die Erzengel und himmlische Nöte machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen.

  • Rezension zu "Luzifer und der Küster" von Sabine Schulze Gronover

    Luzifer und der Küster
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2013 um 14:20

    Super spannend und überraschend, der Erzengel Michael streitet sich mit Luzifer, hier ein weiblicher Teufel: köstlich diabolisch. Aber es gibt auch ganz realistische Morde und jede Menge kriminalistisch gute Zutaten. Absolut lesenswert! Zum Inhalt: Gerade hat Christian Grothe seine Stelle als Küster im idylli- schen Münsterstädtchen Lüdinghausen angetreten, da stolpert er in der Sakristei schon über die Leiche einer Putzfrau. Sehr bald gibt es weitere Tote, und im Jugendzentrum werden eine hochgefährliche Droge und Giftschlangen gefunden. Während die Polizei im Dunkeln tappt, kennt Christian Grothe den wah- ren Gegner: Luzifer treibt in Gestalt einer schönen Frau mitten in Lüdinghausen sein Unwesen und verführt die Menschen zu bösen Taten. Und Grothe ist der Einzige, dem es gelingen könnte, den Teufel wieder aus der Stadt zu vertreiben, denn er verfügt über himmlischen Beistand ...

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